Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Frequently Asked Questions - Rund um die Routenplanung

Hier findet ihr alles, was ihr für eine gelungene Routenplanung benötigt, wieviele Meilen sinnvoll sind, wie man einen Campground bucht, usw.


Wichtig für eure Reise sind vor allem angemessene und realistische Etappenlängen. Wie lange eine Fahretappe sein kann/soll/darf, findet ihr in den FAQ´s.

Falls ihr noch sehr unklare Vorstellungen von eurer Reise habt, empfehlen wir euch, in den Reiseberichten/Routen in Kartenform zu schmökern. Dort findet ihr typische Routenverläufe mit Dauer und Länge, sowie die Links zu den jeweiligen Reiseberichten.

Steht die Region fest, findet ihr in den entsprechenden Reiseberichten unserer User viele Tipps über mögliche Aktivitäten und einen guten Einblick in den Ablauf einer Womoreise (→ filtern nach Reiseregion, Start-/Zielort, Reisezeit u.a. möglich).

Auch Routenplanungen anderer User für dieselbe Region können sehr hilfreiche Infos enthalten, an denen ihr euch orientieren könnt (→ filtern nach Reiseregion, Start-/Zielort, Reisezeit u.a. möglich).

Eine umfangreiche Zusammenstellung wunderschöner Campgrounds und Highlights findet ihr in unserem „Herzstück“, der Womo-Abenteuer-Map. Sie wird ständig um Erfahrungsberichte, neue Campgrounds oder Highlights erweitert.

Unsere Blaupausen geben euch eine gute Übersicht über den Zeitbedarf des Besuches verschiedener National Parks.

So lichtet sich Stück für Stück der Dschungel und eure Route nimmt Formen an.

Ihr wisst nun, wohin eure Reise führen soll, seid aber noch unsicher, ob eure geplante Route gut und stressfrei fahrbar ist? Dann eröffnet gerne eure eigene Routenplanung, und wir Helfer aus dem Forum kommen ins Spiel.

Hinweise, wie ihr bei der Routenplanung technisch vorgehen solltet, findet ihr hier: Routenplanung – technische Tipps.

Dort wird erklärt, wie ihr eure Tabelle ganz einfach in das Kommentarfeld einfügen könnt, wie ihr eine Google Map einbettet oder was darüber hinaus zu beachten ist.

Immer schön ist es, Gleichgesinnte auf der Reise zu treffen, vor allem, wenn man sich hier im Forum bereits ausgetauscht hat. Wer sehen will, wer wann wo unterwegs ist, findet viele laufende Planungen verlinkt in unserem Reisekalender. Dort erscheint auch eure Planung automatisch, sofern ihr das Reisedatum bei den Kopfdaten eurer Routenplanung angebt.

Selbstverständlich könnt ihr euch auch alle neuen Beiträge in eurer oder den Planungen anderer User anzeigen lassen, wenn ihr im Forum eingeloggt seid.

Uns ist klar, dass nicht alle gleich ticken und die Schwerpunkte eines Jeden sehr unterschiedlich sein können.
Genügt es dem Einen, 6-8 Stunden tagsüber mit dem Womo unterwegs zu sein und einen Roadtrip zu machen, will der Andere spätestens am Mittag oder frühen Nachmittag am nächsten Ziel ankommen, um vor Ort auch noch etwas erleben und die Umgebung genießen zu können.
Am Ende zählt, dass ihr von Erfahrungen anderer profitieren und einen wunderbaren und unvergesslichen Urlaub erleben könnt.

Wir können nur beraten – ihr entscheidet! Viel Spaß beim Planen eures Traumurlaubs!


 


Tabellarische Darstellung eurer Route:

Für uns als Helfer ist eine möglichst übersichtliche Routenplanung der schnellste Weg, euch zielgerichtet unterstützen zu können.

Dafür hat sich eine taggenaue Darstellung in Tabellenform bewährt. Ohne viel „Drumherum“ könnt ihr hier sehr übersichtlich die wichtigsten Eckdaten eintragen.
Berücksichtigt bitte auch bei Mehrfachübernachtungen in eurer Tabelle jeden einzelnen Tag, damit keine Missverständnisse aufkommen.

Das kann beispielsweise so aussehen:

Tag Nr. Datum Start Ziel Aktivitäten Distanz (mls)
1 Samstag, 06.07.2019     Anreise nach las Vegas  
2 Sonntag, 07.07.2019     Sightseeing Las Vegas  
3 Montag, 08.07.2019 Las Vegas  Valley of fire SP, Atlatl Rock CG Womo-Übernahme bei Roadbear, Ersteinkauf, über Northshore Road zum VoF, Hike zur Fire Wave 67
4 Dienstag, 09.07.2019 Valley of fire SP Zion NP, Watchman CG morgens Sightseeing/Hiking im Valley of fire, nachmittags kurzer Hike im Zion 143
5 Mittwoch, 10.07.2019 Zion NP Zion NP Hike zum Observation Point, chillen am Virgin River 0
6 Donnerstag, 11.07.2019 Zion NP Bryce Canyon, North CG Hike im Bryce Canyon, ranger talk 86
... ... ... ... ...  


Eure taggenaue Tabelle könnt ihr in der Regel sehr einfach aus eurem gewohnten Tabellenprogramm in das Kommentarfeld kopieren:

→ Zellen markieren
→ mit [Strg] + [C] (Windows) oder [cmd] + [C] (macOS) den markierten Bereich kopieren
→ mit [Strg] + [V] (Windows) oder [cmd] + [V] (macOS) den kopierten Bereich in euer Kommentarfeld einfügen

Sollte die Tabelle zu breit sein oder andere „falsche“ Formatierungen haben (z.B. dunkle Schrift auf dunklem Grund), geht ihr bitte so vor:

→ komplette Tabelle markieren
→ in der Steuerungsleiste des Editors (weißer Bereich über dem Kommentarfeld) auf das Symbol Tx klicken


Visualisierung eurer Route:

Ideal nachvollziehbar wird eure Route mit passenden Karten. Diese könnt ihr mit Google Maps erstellen (bitte im nicht angemeldeten Modus, sonst können wir die Punkte nicht verschieben und Distanzen nicht ablesen).
Bitte stellt keine Screenshots von Google Maps ein, da das laut Google-Copyright nicht zulässig ist. Screenshots haben ohnehin keinen wirklichen Nutzen für eine Routenberatung, da wir hier keinerlei Infos über Distanzen ablesen und auch die Karte nicht bearbeiten können.

Eine genaue Anleitung für das Erstellen und Einbetten der Karten findet ihr hier → Klick


Maßeinheit für Distanzen:

Für Reisen in den USA gebt ihr die Distanzen bitte in Meilen ein. Vor allem (aber nicht nur) bei den klassischen Südwest-Reisen, die einen Großteil aller Routenplanungen ausmachen, ist das für uns alle die gängige Maßeinheit.

Seid ihr in Kanada unterwegs, gelten die für uns Europäer gängigen Kilometer.

Vereint ihr beide Länder in einer Reise, empfehlen wir euch, die Maßeinheit zu wählen, die auf den Großteil eurer Strecke zutrifft.

Hinweis: Google Maps rechnet automatisch in der Maßeinheit des Startpunktes, sofern ihr unter OPTIONEN bei den Entfernungseinheiten nicht explizit "Kilometer" oder "Meilen" ausgewählt habt.


Aktualisierung eurer Routenplanung:

Häufig wird eure anfängliche Route mit Hilfe unserer Tipps und Hinweise von euch umgeplant und angepasst.
Wir raten jedoch davon ab, die jeweils aktuelle Route im Start-Beitrag einzupflegen.
Der Grund:
→ es fehlen dann die Bezugspunkte für die anfänglichen Posts
→ hat die Beratung schon viele Kommentare und/oder geht über mehrere Seiten, muss man zurück klicken oder hochscrollen, um die aktuelle Route zu sehen

Unsere Empfehlung:
Verändert nicht die Tabelle in eurem Start-Beitrag, sondern postet bei wesentlichen Änderungen der Route eine aktuelle Tabelle (evtl. auch die angepasste Map) in eurer Routenplanung und setzt einen Link auf diesen Post in den Start-Node.


Das klingt zunächst nach viel Technik und Aufwand, und selbstverständlich bleibt jedem selbst überlassen, wieviel Aufwand er betreiben und wieviel Information er preisgeben möchte.
Macht euch jedoch bewusst, dass umso mehr Feedback kommt, je übersichtlicher eure Planung ist und je schneller wir an alle notwendigen Infos herankommen.
Umständliches Suchen nach Details spart man sich auch mal und klickt weiter zum Nächsten. Schließlich wollen wir nicht nur euch, sondern auch vielen, vielen anderen bei ihrer Planung behilflich sein.

Vielen Dank für eure Mitarbeit und viel Spaß beim Erstellen eurer Routenplanung.


 


Leider lässt sich diese Frage nicht zu 100% korrekt beantworten...

Vorab: das Thema Campground-Buchen wird in drei separatem FAQ-Beiträgen behandelt:
- Welche Campgrounds soll man buchen? Private or public?
- Soll man Campgrounds überhaupt reservieren?
- Wie reserviert man einen Campground in den National und State Parks - speziell im Yosemite oder Yellowstone?

Detaillierte Informationen zur Wohnmobilbuchung:
Wie bucht man ein Wohnmobil? Der Schlüssel für das Buch mit den 7 Siegeln smiley 


In welcher Reihenfolge sollte man buchen?

Folgende Buchungspunkte sollte man in der nachfolgenden Reihenfolge buchen:
1. Flug + Wohnmobil (idealerweise gleichzeitig)
2. Hotel
3. individuelle Dinge wie Limo-Service, Mietwagen, Las-Vegas-Shows, Helicopter-Flüge etc.


Wann sollte man buchen?

Das ist leider schwierig zu sagen. Für die Reisenden in den Ferien empfiehlt sich eine möglichst frühzeitige Buchung, um die interessanten Frühbucherrabatte zu bekommen und um sich ein WoMo zu sichern. 9 Monate bis ein Jahr vorher ist eine gute Faustformel.

Überführungsfahrten im Frühjahr werden kurzfristig angeboten, hier ist eine spontane Entscheidung gefordert.


Bei wem sollte man buchen?

Was spricht dafür, alles aus einer Hand beim Reisebüro zu buchen?

  • das Reisebüro ist verantwortlich, dass alles terminlich zusammenpasst
  • man hat einen Sicherungsschein
  • gerade als Neuling ist man beim individuellen buchen oft überfordert
  • bei Reiseänderungen durch einen der Veranstalter trägt das Reisebüro Aufwand und Kosten

Unsere Empfehlung: nehmt einen Wohnmobilspezialisten, nicht das Reisebüro um die Ecke.

Was spricht dafür, individuell zu buchen?

  • man bekommt evtl. Sonderwünsche erfüllt
  • direkter Draht zur Airline sichert Kulanz und Support
  • bessere Konditionen beim Flugportal der Wahl oder beim Hotelportal/Priceline/Hotwire

Die besten Preise und individuellen Wünsche bekommt man nur so erfüllt. Und es ist gar nicht so schwierig im Zeitalter des Internet - beim ersten Mal ist vielleicht etwas Mut erforderlich.


Soll man Flug, Wohnmobil oder Hotel direkt beim Anbieter in USA buchen?

Die klare Antwort:

  • Flug oder Hotel: sehr gut möglich und oft sogar günstiger als beim deutschen "Vermittler"
  • Wohnmobil: Ein klares Nein!  Wegen der Versicherungen raten wir dringend davon ab. Nur Urlauber mit guten Kenntnissen und Verbindungen sind in der Lage, als Deutsche eine Haftpflichtversicherung in den USA abzuschließen.

 


"Wir haben den Hinflug nach Rom gebucht, Must-See's sind dann Madrid, der Eiffelturm, Kopenhagen und das Brandenburger Tor, zurück fliegen wir von London, weil da wollen wir unbedingt noch den Buckingham-Palast sehen..."

Okay - das ist übertrieben-  aber wenn wir uns zahlreiche Routenplanungen hier anschauen, dann könnte man schon den Eindruck haben, dass die Planer die enormen Entfernungen in den USA massiv unterschätzen.

Wie lautet also die Antwort?

Nun, ein eindeutiges "Richtig" oder "Falsch" gibt es nicht. Machbar ist vieles, ob es dann allerdings Sinn macht, hängt von vielerlei Dingen ab und ist sehr individuell.

Ein Beispiel mit zwei Gruppen von Leuten, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten:

Die Kleinkindfamilie:
Der geruhsame Kleinkindfamilienurlaub mit mehrtägigen Aufenthalten in Nationalparks hat vielleicht 80mls pro Tag.

Die vier Studenten:
Sie rattern mit 250mls pro Tag den kompletten Südwesten ab und sind jeden Tag an einem anderen Ort.

Beide Urlaube können super laufen!


Ein paar Anhaltspunkte können helfen, euren persönlichen Stil zu finden:

  • Zählt den ersten und letzten Tag der Wohnmobilmiete nicht mit. Diese Tage braucht ihr für Übergabe/Einkaufen/Eingewöhnen, zum Packen/Putzen/Abgeben/für den Transfer.
  • Plant ein paar Stationen ein, wo ihr mehrmals übernachtet. Doppel- oder Mehrfachübernachtungen geben euch den nötigen zeitlichen Spielraum, den ihr für die Erkundung der Highlights benötigt.
  • Keine gute Idee: spät nachmittags am Highlight ankommen, morgens schon wieder los. Besser weglassen, denn ihr seht und erlebt nämlich nicht viel.
  • Rechnet mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30-40mph. Wirklich:  g l a u b t   e s !
  • Auf die Google-Map-Strecke ("netto-mls") müsst ihr ca. 10-20% Aufschlag rechnen, für Umwege, Suche, Einkaufen, Tanken etc..

Wir unterscheiden zwischen Miettagen und Fahrtagen. Als Fahrtage bezeichnen wir die Tage, an denen das Fahrzeug auf einer längeren Strecke bewegt wird.
Dazu ein paar Erfahrungswerte von unseren Usern:

  • eine betont geruhsame Route hat 80-100mls pro Miettag, 100-120mls pro Fahrtag.
  • eine ausgeprägte Fahr-Route hat mehr als 150mls pro Fahrtag.
  • Eine Mehrheit findet sich zwischen 100 und 150 Meilen wieder. Wir haben dazu auch eine Umfrage gemacht, die Ihr hier nachlesen könnt.

Bewährt hat sich auch:

  • ein Rhythmus aus Fahrtagen und mehreren Tagen an einem Ort
  • ab und zu ein "Gewaltfahrtag" (ca. 200 - max. 350 mls), sofern darauf idealerweise eine Doppelübernachtung folgt. Solange ihr zügig auf Interstates fahren könnt und euch nicht durch lange Bergetappen und über Pässe plagen müsst, sind durchaus auch mal 350 mls zu schaffen.

Zusammengefasst:

In einer 3 Wochen-Miete habt ihr 19 Tage (ohne ersten und letzten Tag), dafür könnt ihr euch 1.500 - 2800mls vornehmen, das entspricht einer "Google-Strecke" von 1.300 - 2.300mls.
Ihr müsst euch jedoch klar machen, dass die 2800-mls-Route bedeutet, jeden Tag 4-5 Stunden "on the road" zu sein. Dazu kommt noch die Zeit, die ihr für Tanken, Einkaufen, Pausen, Dumpen braucht. Habt ihr dann noch Doppelübernachtungen in den wichtigsten Parks geplant (was wir dringend empfehlen!), verteilt sich die Reststrecke auf noch weniger Tage.
Das ist der Grund, warum wir zwischen Miettagen und Fahrtagen unterscheiden.

Grund mehr, eine solide Routenplanung zu machen und auf die Verträglichkeit der Tagesetappen zu achten.

Ihr seid doch schließlich im Urlaub!


 


Viele meinen, ein Wohnmobil lässt sich ähnlich flott fahren, wie ein ganz normaler PKW. Leider trifft das nicht zu. Das hat mehrere Gründe:

  • Kurvengeschwindigkeit: sehr niedrig, das Abbiegen geht mit Schrittgeschwindigkeit (falls ihr schneller um die Kurve fahrt, verliert ihr die gewonnene Zeit wieder, weil ihr anhalten müsst, um die Schränke wieder einzuräumen wink)
  • Beschleunigung: non-existent
  • Bergauf: laaangsam... da habt ihr mit der schweren Kiste wirklich schlechte Karten und selbst bei "Vollgas" und durchgetretenem Gaspedal kommt ihr häufig auf nicht mehr als 25/mph, wenn eine längere Bergetappe Bestandteil eurer Tagesstrecke ist.

Die Erfahrung zeigt, dass 30-35 mph als Durchschnitt realistisch sind. Die Ausnahme sind ausgeprägte und lange Interstate-Etappen, z.B. bei Überführungen. Da könnt ihr sicher einen höheren Durchschnittswert erreichen.

Was ihr auch nicht unterschätzen dürft, sind die vielen oft täglichen Tätigkeiten, die im Gegensatz zu einer PKW-Reise anfallen:

  • Aus- und Einräumen, Abspülen
  • Dumpen, Wasser auffüllen
  • Tanken (dauert länger als beim PKW)
  • Einkaufen

Das verlängert das tägliche "Unterwegs-Sein" (Losfahren bis Ankommen) massiv gegenüber einer Reise mit dem PKW.  

Bitte bedenkt: Die Google-Maps-Fahrzeiten sind für einen PKW gerechnet. Diese erreicht ihr mit einem Wohnmobil niemals. Eventuell kommt ihr nahe dran, wenn die Strecke aus ein paar Stunden Interstate besteht und ihr es fahrerisch (schaukeln, mangelnde Spurhaltung, großes Fahrzeug auf manchmal engen Spuren) und nervlich (LKW-Lautstärke, hinten rappeln Schränke, Türen und Geschirr) schafft, über mehrere Stunden 60-70 mph zu fahren.


 


Bei der Wohnmobilbuchung müsst ihr in den meisten Fällen sogenannte Meilenpakete kaufen. Damit ihr einschätzen könnt, wieviele Meilen ihr voraussichtlich fahren werdet, macht ihr eine Routenplanung, welche am Ende mit einem 15-20%igen Aufschlag (spontane Streckenänderung, Umwege, Suche) die Gesamtlänge der Tour ergibt.
Meistens werden 500er Meilenpakte angeboten, so dass sich fast immer die Frage ergibt, wieviele Pakete ihr denn kaufen solltet. Für nur teilweise in Anspruch genommene Pakete bekommt ihr keine Rückerstattung, andererseits kann das Nachzahlen vor Ort wiederum teurer werden, als die Meilenpakete, die ihr vorab dazukauft.

Grob kann man sagen, dass dies jedoch fast immer erst nach 300-400 zusätzlichen Meilen der Fall ist. Übersteigen eure tatsächlich gefahrenen Meilen eure gebuchten Meilenpakete lediglich um 200-300, dann ist das Nachzahlen vor Ort meist günstiger.

Unser User Werner (engineer) hat dazu eine Rechenformel erstellt, die einen Grenzwert ermittelt, anhand dessen ihr beurteilen könnt, ob ein zusätzliches Meilenpaket vorab oder das Nachzahlen vor Ort für euch günstiger wird (natürlich vorausgesetzt, ihr setzt den aktuellen Wert aller notwendigen Parameter ein!):

100 * DK * MPP / [MP ( 100 + T)]

DK = Dollarkurs ==> z.Zt. 1,12 $ pro 1 EUR (Stand 28.05.2019)
MPP = Meilenpaketpreis (für 500 Meilen) ==> z.B. 192 € 
MP = Preis einer Mehrmeile in Dollar ==> z.B. 0,45 $
T = Sales Tax im entsprechenden Anmietort  ==> z.B.  8,25% in Las Vegas (Stand 28.05.2019)

Details und Rechenbeispiele dazu findet ihr hier.


 


Stöbert zuallererst in unserer "Womo-Abenteuer-Map", dem Kronjuwel unserer Seite. Dort werdet ihr einen umfassenden Fundus an Campgrounds entlang eurer Route mit entsprechenden Bewertungen finden.

Grundsätzlich kann man sagen,

dass public campgrounds in der Regel

  • in der Natur liegen, in National oder State Parks, in National Forests oder County Parks
  • große, oft sehr große Sites haben
  • selten Full-hook-up haben, manchmal aber Strom- und/oder Wasser-Anschluss
  • meistens keine oder nur einfache Sanitäranlagen haben
  • kurz: meist einfach, aber landschaftlich sehr schön sind

dass private campgrounds in der Regel

  • mehr Service bieten, etwa Full-hook-up, Pool, Laundry, WiFi, etc.
  • oft sehr gute Sanitäranlagen haben
  • kleine, zum Teil sehr, sehr enge Sites haben
  • oft recht teuer sind

Die dritte Art des Campens in den USA ist das Boondocking = Dispersed Camping, unabhängig von Campgrounds auf zugelassenem Land (Guidelines).

Meist liegt der Schwerpunkt eurer Routen auf den National oder State Parks, mit oft traumhaften Campgrounds im Park. Da heißt dann auch unsere Empfehlung uneingeschränkt: public CG!
Dusche und WC habt ihr ja dabei.

Beispiele: Devils Garden im Arches, Jumbo Rocks im Joshua Tree, Dead Horse Point State Park, Pinyon Flat im Great Sand Dunes, Kodachrome Basin State Park, und ... und ... und.

Auf der anderen Seite (man denke an Familien mit Kindern) ist ein privater Campground mit einem Pool und einer Waschmaschine gelegentlich auch nicht zu verachten.

Wenn man mit dem Wohnmobil Städte besucht, so hat man oft nur die Wahl zwischen stadtnah und private oder public und Fahren (wie in Las Vegas, San Francisco, Los Angeles oder Santa Fe). Schöne naturnahe public campgrounds findet man in Großstädten logischerweise nicht.

Last but not least: Zum Wohnmobilurlaub gehört auch und besonders das Lagerfeuer und das Grillen. Beides ist auf vielen privaten CGs nicht gestattet.

Nun kennt ihr einige Für´s und Wider´s, die ihr für euch ganz individuell abschätzen müsst.


 


Oft wird die Frage gestellt, ob man denn nicht "regelmäßig Full-hook-up" braucht.

  • Nein, full-hook-up braucht man streng genommen überhaupt nicht.
  • Alle 2-3 Tage eine Dump Station und ein Wasseranschluss ist ausreichend, die Womo-Tanks haben dafür genügend Volumen. Siehe auch hier.
  • Eine Dump Station und Wasser gibt es in fast jedem National oder State Park
  • Im heißen Südwesten ist ein Stromanschluss (für die Klimaanlage) nicht schlecht. Auch ein solcher ist in vielen Parks vorhanden.

Fazit: Full-hook-up ist nicht notwendig. Im Gegenteil: die räumliche Nähe des Abwasseranschlusses hat leider als wichtigste Eigenschaft, dass sie stinkt.

Es empfiehlt sich also, auch auf privaten CGs nur eine Site mit Elektro- und/oder Wasseranschluss zu wählen. Diese Sites sind häufig auch etwas größer.



Die perfekte Antwort hierzu gibt es nicht. It depends...wink

Nur beim Yosemite ist die Antwort einfach und eindeutig: Ja, unbedingt im Voraus buchen, und zwar immer, und dies in den ersten maximal 15 min des Buchungsfensters. Siehe hier.


In den letzten Jahren hat sich die Reservierungssituation verschärft, Camping boomt! An folgenden Lokationen solltet ihr vorbuchen, wenn ihr einen bestimmten Campground haben möchtet, oder eben direkt im Park oder an der Küste übernachten wollt:

  • ganzjährig: Arches NP / Devils Garden CG
  • ganzjährig: CGs an der Pazifik-Küste und an der Atlantik-Küste
  • im Sommer/an Wochenenden: Zion NP, Grand Canyon NP, Bryce Canyon NP. Besonders bei später Ankunft.
  • im Frühjahr bis ca. Ostern: Wüstenparks wie Death Valley NP, Joshua Tree NP, Anza-Borrego Desert SP
  • an Wochenenden in State Parks (insb. welche mit Seen) in der Nähe von Städten

Aber auch an diesen Highlights gilt, dass ihr bei nicht zu später Ankunft, d.h. etwa um die Mittagszeit, manchmal auch ohne Reservierung unterkommt. Vielleicht/wahrscheinlich nicht auf dem Top-Platz, aber in der Nähe.
Und auch zum Yosemite könnt ihr ohne Reservierung reisen, wenn ihr nicht auf einen CG im Valley fixiert seid, sondern einen der umliegenden Campgrounds nehmt. Ihr müsst dann aber zum Teil etwas mehr Fahrerei in Kauf nehmen.

Bei den meisten anderen Lokationen ist ein Unterkommen ohne Vorbuchen problemlos.

Am Ende ist es wie so oft eine ganz persönliche Entscheidung!

  • Für den einen ist es der Inbegriff von Freiheit, ganz flexibel und ungebunden zu entscheiden, wann (und ob) er am Punkt x ankommt. Eine starre, vorgeplante Route wäre ein "Horror".
  • Für den anderen ist es der Inbegriff von Entspannung und Muße zu wissen, dass ohne Hektik, ohne Sucherei (ohne quengelnde Kinder wink) die Unterkunft für den Nachmittag oder Abend geregelt ist. Auch das ist ein Gefühl von Freiheit: Nämlich die, seinen Tag so zu gestalten, wie man möchte, abends anzukommen, wann man möchte und doch sicher seinen Platz für die Nacht zu haben.

Familien mit Kindern, die in der Hauptsaison reisen, werden sich eher dazu entscheiden, möglichst viele CGs vorzubuchen. Paare, die häufig in der Nebensaison unterwegs sind, oft auch ein längeres Zeitfenster für ihre Reise zur Verfügung haben, lassen sich vielleicht eher treiben.


 


Stand Jan. 2018

***** www.recreation.gov => hier bucht ihr Campgrounds in den meisten National Parks *****
***** www.reserveamerica.com => hier bucht ihr Campgrounds in State Parks, manchen National Parks und vielen anderen *****
***** www.reservecalifornia.com => hier bucht ihr Campgrounds in California State Parks *****


Grundsätzlich reserviert man die folgenden Campgrounds bei www.recreation.gov:

  • National Parks
  • National Forest Campgrounds
  • Campgrounds von BLM und Army Corps of Engineers

Fast alle National Parks haben ein taggenaues Reservierungsfenster von 6 Monaten, gerechnet von der 1. Nacht des Aufenthalts.
Die Reservierungszeit beginnt um 10am EST (Eastern Standard Time), also um 16:00h deutsche Zeit.

Beispiele:

  • 1 Übernachtung, 14.06.2019 auf 15.06.2019 ===> Fenster öffnet am 14.12.2018, 16:00h
  • 3 Übernachtungen, 22.10.2019 - 25.10.2019 ===> Fenster öffnet am 22.4.2019, 16:00h

Siehe aber unten die drei Ausnahmen!

In der Regel ist es nicht erforderlich, wirklich 6 Monate vorher am Bildschirm zu sitzen. Ausnahmen sind Arches für Juli/Aug, die River Sites im Zion/Watchman und die Rim Sites am Grand Canyon North Rim. Die sind oft am ersten Tag des Buchungsfensters weg.


Die State Parks haben je nach Staat andere Reservierungsseiten, meistens www.reserveamerica.com. Auch die Reservierungsfenster sind von Staat zu Staat unterschiedlich - manchmal 16 Wochen, wie (derzeit!) in Utah, manchmal 6 Monate, wie (derzeit!) in Kalifornien.
Seit 1. August 2017 gibt es für die Buchung der California State Parks eine neue Reservierungsplattform: reservecalifornia. Alle für die Buchung wichtigen Infos findet ihr dort.

Wegen der vielen Unterschiede von Staat zu Staat gilt generell: Bitte immer beim jeweiligen Campground nachschauen!

Achtung: Man kann auch die National Parks über www.reserveamerica.com suchen und freie Sites finden, wird aber zum Durchführen der Buchung auf www.recreation.gov weiter geleitet.


Besorgt euch vorher einen User-Account und macht ein paar Probebuchungen (einfach am Ende nicht auf den Book Now-Button klicken).
Achtung: man braucht für beide Systeme einen eigenen User-Account, kann aber den gleichen Usernamen (=email) nehmen.



Kommen wir zu den Ausnahmen:

Ausnahme 1: Yellowstone National Park: 
==> Verwaltet von Xanterra, auch online möglich, sowie per Telefon, Email oder Fax, siehe https://www.yellowstonenationalparklodges.com/stay/plan/reservations/

Reservierungen sind hier schon deutlich früher als 6 Monate im Voraus möglich. Eine genaue Angabe gibt es auf der Seite derzeit nicht. Es wird dort lediglich empfohlen, die Reservierung so früh wie möglich zu machen. Erfahrungsgemäß sind Reservierungen bis zu 12 Monate im voraus möglich. Wer ganz sicher gehen möchte, probiert eine Buchung, sobald die Routenplanung steht.
[Update 18.11.2018]

Aktueller Stand: Reservierungen für 2019 sind seit 1.Mai 2018 möglich, für 2020 voraussichtlich ab 1.Mai 2019.


Ausnahme 2: Yosemite National Park:
==> Das Buchungsfenster besteht aus 1-Monatsblöcken, die jeweils 5 Monate vorher 1 Monat weiter rücken. Siehe http://www.recreation.gov/marketing.do?goto=acm/faqs/reservations.htm

Klingt kompliziert, daher ein paar Beispiele:

  • am 15.12.2018 wird 15.04. - 14.05.2019 freigegeben
  • am 15.01.2019 wird 15.05. - 14.06.2019 freigegeben
  • am 15.02.2019 wird 15.06. - 14.07.2019 freigegeben
  • ...
  • am 15.xx wird 15."xx+4" - 14."xx+5" freigegeben

Und hier ist es absolut zwingend, um 16:00h mit dem Finger über der "Book these Dates"-Taste zu schweben und zu buchen. Um 16:15h sind alle Sites weg.

Hinweis: Viele Vorbucher legen in diesem Buchungswahnsinn mehrere sites in ihren Warenkorb und entscheiden sich erst in den nächsten Minuten in Ruhe für die site, die sie letztendlich behalten wollen. Daher ist es möglich, dass in den nächsten 20 Minuten doch wieder freie sites ins Buchungssystem gelangen. Dranbleiben kann sich also lohnen.

Auf jeden Fall gilt: vorher Account besorgen, üben, und kurz vor 16:00h einloggen, Campground suchen, Site auswählen und idealerweise gleich buchen...

Wichtig: am 15.3. darauf achten, ob in USA schon die Sommerzeit begonnen hat... dann müsst ihr nämlich schon um 15:00h am Rechner sitzen!

Wart ihr erfolglos und konntet keinen Platz im Yosemite Valley reservieren, könnt ihr

  • es außerhalb des Yosemite Valley versuchen
  • die first-come-first-serve Campgrounds am Vormittag anfahren
  • euch zwischen 8am und 9am im Ranger Büro des Curry Village in eine Warteliste eintragen
  • nach ein paar Stunden/Tagen noch mal probieren: viele reservieren "zur Sicherheit" doppelt
  • den Geheimtipp zum Buchen nutzen: https://reserve.wanderinglabs.com. Viele hatten damit schon Erfolg.

Ausnahme 3: South Campground im Zion National Park:

==> eine online - Reservierung des einstigen fcfs-Platzes ist ab 1. März 2018 möglich, es gilt ein taggenaues Reservierungsfenster von 14 Tagen.


 


First come, first served: im Deutschen gibt es ein Sprichwort, das ziemlich genau dasselbe bedeutet: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Im Klartext heißt das: auf Campgrounds, die auf dem fcfs-Prinzip basieren, werden die Plätze nach der Reihenfolge der Ankunft vergeben.


Wie geht ihr auf einem solchen Platz vor?

An vielen dieser (in den meisten Fällen) staatlichen Campgrounds müsst ihr euch bei der Ankunft am Platz selbst registrieren und bezahlen. Dies geschieht an der self registration station. Dort findet ihr alle Informationen zum Platz und Hinweise, wie die Registrierung zu erfolgen hat. Ebenfalls ist ein Behälter, in dem die Registrierungformulare ausliegen, vorhanden.

Wenn das Formular, meist ein Kuvert, ausgefüllt ist, legt ihr den genauen Betrag in das Kuvert und werft es in die vorgesehene Box ein. An vielen Plätzen ist das ein Pfosten aus Eisen mit einem Schlitz.

Achtung: Es gibt keine Rückzahlung bei Überzahlung!

Einen weiteren Abschnitt des Formulars befestigt ihr gut sichtbar an der Windschutzscheibe eures RVs. Meist befindet sich am Stellplatz noch ein separater Pfosten. An diesem müsst ihr dann einen dritten Abschnitt des Formulars befestigen.
Es gibt für diese Prozedur keine einheitliche Regelung, daher folgt ihr am Besten den Anweisungen an der Registrierungsstation.

In immer mehr State Parks und National Parks sind self pay - Automaten auf dem Vormarsch, an denen ihr per Kreditkarte die Gebühr für den Campground sowie den Eintritt in den Park bezahlen könnt. Dort erhaltet ihr eine ausgedruckte Quittung, die dann am Pfosten befestigt wird. Die Bedienung der Automaten ist selbsterklärend.

Es gibt auch Plätze, die nicht über eine self registration station verfügen. Dort fährt dann allabendlich ein Ranger durch, der die Gebühr von euch entgegennimmt und bei dem ihr manchmal auch gleich Feuerholz kaufen könnt.


Wie groß sind die Chancen, einen fcfs Platz zu bekommen und wann müsst ihr spätestens da sein?

Das ist sehr individuell und stark abhängig von der Region, der Jahreszeit und dem Wochentag.

Im Valley of fire SP beispielsweise werdet ihr im August problemlos fündig, auch wenn ihr spät abends ankommt. Ganz anders im März/April, da dürfte es bereits schwierig werden, wenn die Mittagszeit vorüber ist.

Normalerweise gilt: Die Frequenz ist an den Wochenenden deutlich höher als unter der Woche, sofern es sich um Parks handelt, in denen zur jeweiligen Jahreszeit erträgliche und nicht allzu heiße Temperaturen herrschen. Die ganzen Wüstenparks des Südwestens werden im Sommer auch an den Wochenenden nicht besonders gut besucht sein.
Anders herum sind jedoch manche Hotspots an Wochenenden und unter der Woche gleichermaßen überfüllt. Das trifft zum Beispiel auf den Arches NP, den Zion NP oder den Yosemite NP zu.


Woher wisst ihr, ob eine bestimmte site frei ist?

Bevor ihr einen Stellplatz für euch auswählt, müsst ihr euch vergewissern, dass dieser Platz auch wirklich frei ist. Dazu könnt ihr den Campground abfahren oder abgehen, sodass ihr die Pfosten an den Stellplätzen kontrollieren könnt. Wo kein Zettel hängt und nichts auf dem Platz steht, ist der Stellplatz (in aller Regel) frei. Es lohnt sich im Zweifelsfall, die noch anhängenden Zettel an den Pfosten zu kontrollieren, denn es könnte vergessen worden sein, diese bei der Abfahrt zu entfernen. Ob der Stellplatz frei ist, seht ihr am angegebenen Datum.

Sollten an den Stellplätzen keine Pfosten angebracht sein, dann wird die Belegung an anderer Stelle angezeigt. Meist an der self registration station. Sollte es keine solche geben, haltet Ausschau nach einem Ranger. Meist ist dann einer am Platz.


Wie geht ihr vor, wenn ihr morgens auf einem besonders beliebten und voll belegten Platz nach freien sites schaut?

Hier gilt ganz besonders: Augen offen halten und nach Campern schauen, die augenscheinlich ihre sieben Sachen zusammenpacken. Eine freundliche Anfrage, ob denn der Platz frei wird, ist selbstverständlich in Ordnung.
Wenn ihr auf die Ranger wartet, die durch den Platz fahren und ältere Reservierungsscheine von den Pfosten entfernen, seid ihr vielleicht schon zu spät und der Platz ist bereits wieder belegt.


Könnt ihr euren eben erst bezahlten und belegten Platz noch einmal verlassen?

Vielleicht seid ihr unsicher, ob ihr von eurem gerade erst bezogenen fcfs-Platz nun auch wieder wegfahren könnt, ohne Angst haben zu müssen, dass dieser hinterher anderweitig belegt ist. Der Abschnitt hängt zwar am Pfosten, aber was, wenn dieser Abschnitt aus irgendwelchen Gründen verloren geht?
Ihr könnt sicherheitshalber eure Campingstühle oder andere persönliche Dinge auf dem Platz abstellen, sodass auch ohne Registrierungsabschnitt am Pfosten zweifelsfrei eine Belegung erkennbar ist.
Hilfreich kann hier auch unser Reservierungsschild sein, das ihr euch ausdrucken und laminieren könnt. Legt es auf die Tisch-Bank-Kombi und beschwert es mit einem großen Stein oder befestigt es an einem Busch etc...
Leider kommt es manchmal (selten) vor, dass jemand vorsätzlich einen bereits vorhandenen Zettel entfernt und den Platz für sich beansprucht. Das ist natürlich nicht fair und darf auch nicht sein. In diesem Fall müsst ihr evtl. einen Ranger zur Klärung heranziehen.
Tipp: Macht von eurem Platz mit Pfosten und angeheftetem Abschnitt ein Bild, dann habt ihr im Zweifelsfall ein hieb- und stichfestes Argument.


Wie lange habt ihr Anspruch auf den Platz?

Vertreiben wird euch niemand von eurem fcfs-Platz, so lange ihr die zulässige Höchstdauer für das Camping auf dem jeweiligen campground nicht überschreitet und rechtzeitig eure Campgroundgebühr entrichtet. Ihr könnt also erst mal für eine Nacht bezahlen, falls ihr euch nicht sicher seid, ob ihr länger bleiben wollt. Bei Verlängerung füllt ihr am Folgetag einfach vor der check out time ein weiteres Formular aus, packt die Gebühr in den Umschlag und werft ihn wieder ein. Die neuen Abschnitte des Formulars kommen dann wie gehabt hinter die Windschutzscheibe und an den Pfosten.


Wir hoffen, dass hier alle eure Fragen zu diesem Thema beantwortet wurden und wünschen euch allzeit viel Erfolg bei der Suche nach freien sites auf eurem Wunschplatz!


 


Die Eintrittsgebühren in die National Parks liegen zwischen 10$ und 30$.
Besucht ihr während eines Jahres mehrere Parks, kann sich die Anschaffung des National Park Passes, auch America the Beautiful oder Annual Pass genannt, für 80$ (Stand Mai 2019) lohnen.
Er gilt auch für staatlich (=national) betriebene Erholungsgebiete wie Monuments, Historic Sites, Recreation Areas und National Wildlife Refuges, nicht aber für State Parks!

 

   

 

Der Pass ist gültig für 12 Monate ab dem Kaufdatum und ihr könnt ihn bei der Einfahrt in jeden National Park oder in eines der oben genannten Erholungsgebiete erwerben.

Nähere Infos unter http://store.usgs.gov/pass/annual.html.


 


Strassenkarten sind heute im Zeitalter des Navi nicht mehr so wichtig wie früher. Haben sollte man sie dennoch. Ihr könnt sie in jeder Tankstelle kaufen, im Internet oder vorab beim ADAC besorgen.

Hier ein paar Beispiele:

  • "Topographic Recreational Maps", von GTR Mapping, Straßenkarten mit vielen Zusatzinformationen, schattierten Höhenangaben und Kennzeichnung von Nationalparks, National Monuments, National Forests, Wilderness Areas, Campgrounds und Picnic Areas. Sehr hilfreich sind auch die Angaben zu den Interstate Exits und die Klassifizierung von Hauptstraßen, Nebenstrecken und Dirt Roads (gravel, dirt und 4WD). Erhältlich für einzelne Bundesstaaten oder als preiswertes USA Kartenset - zu beziehen über http://www.tourideas-usa.com/bestellung04.htm
  • "Indian Country Guide Map", AAA, die Karte für die Kernzone jedes Südwesturlaubes zwischen zwischen Las Vegas und Arches NP, muss man haben.
  • "Trails Illustrated ", von National Geographic, sehr detaillierte topografische Karten von vielen Parks mit Angaben von gps-Daten und im UTM-Gitter. Sehr hilfreich für das Trekking.
  • Sehr gut sind auch die AAA-Karten der jeweiligen Bundesstaaten.

 


Jede Reise beginnt mit dem Studium von Reiseführern und das gute Stück begleitet die Tour bisweilen, um ja keine Sehenswürdigkeit zu verpassen.

Hier eine kleine Auflistung von guten Reiseführern, die über die Standard-Tipps hinaus auch die weniger bekannten Sehenswürdigkeiten beschreiben:

USA - der ganze Westen

  • Hans-Rudolf Grundmann, Isabel Synnatschke : "USA - der ganze Westen", Verlagsgruppe Reise Know-How, das Standardwerk, immer auf die aktualisierte Auflage achten.

Kanada Südwest - USA Nordwest

  • Isabel Synnatschke und Hans-Rudolf Grundmann -- ISBN 978-3-89662-284-6 -- 1. Auflage 2019

Der Reiseführer umfasst von Kanada Teile von British Columbia und Alberta und von den USA Washington, Oregon, Montana, Idaho, Wyoming, Teile von North und South Dakota und Colorado bis inkl. Denver.

Südwesten USA

  • Horst Schmidt-Brümmer und Carina Sieler : "Kalifornien & Südwesten USA", Vista Point Verlag.

Dieser Reiseführer bietet ausgearbeitete Routen, für Einsteiger sehr hilfreich. In anderen Bänden werden andere Gebiete /Bundesstaaten besprochen.

Touridee USA, Faszination Südwesten

  • Angelika Czepan:"Touridee USA, Faszination Südwesten", t.i.net travel informations e.K., interaktive CD-ROM.

Angelika bereist schon lange den Südwesten und kennt viele Geheimtipps und schöne Trekkingtouren. Hier gibt es auch gute Karten zum Planen.

Wandern im Südwesten der USA

  • Peter Felix Schäfer:"Wandern im Südwesten der USA", Books on Demand GmbH, reines Wanderbuch ohne Bilder, dafür mit gps-Daten.

Spricht eher den erfahrenen Reisenden an, teilweise 4WD-Fahrzeuge nötig.

Photographing the Southwest

  • Laurent Martres:"Photographing the Southwest", Photo Trip USA, 3 Bände (Utah, Arizona, Colorado+New Mexico), englischsprachig.

Viele Bilder, tolle Tipps, sehr empfehlenswert für denjenigen, der gerne fotografiert.

Ähnlich schöne und informative Bände "Photographing" California, Oregon und Washington.


 


Die öffentlichen Verkehrsmittel (ÖPNV) in den USA sind deutlich heterogener als die Verkehrsverbünde der großen europäischen Städte. Wenn man sie aber durchschaut hat, können sie eine Wohnmobil- oder Mietwagenreise perfekt ergänzen.
Näheres zur Geschichte des Nahverkehrs in den USA könnt ihr hier nachlesen.


Leider sind die Modalitäten in den verschiedenen Städten recht unterschiedlich, so dass wir nachfolgend im Detail auf die wichtigsten Metropolen eingehen - wohl wissend, dass die Systeme einem ständigen Wandel unterliegen.

Gemeinsamkeiten gibt es nur wenige: Die wichtigste scheint die Tatsache zu sein, dass ihr fast nirgends mehr mit Bargeld bezahlen könnt, sondern fast vollständig auf irgendwelche Wertkarten oder Pässe gesetzt wird. Auch der bekannte "Token" aus New York hat so der neuen Zeit weichen müssen.

New York

Washington

Chicago

Los Angeles
->Erfahrungen von Torsten44

San Francisco


Für folgende weitere Städte könnt ihr Querverweise zu den ÖPNV´s in den entsprechenden Highlighteinträgen finden:

Denver
Seattle
Salt Lake City
Las Vegas
New Orleans
Boston
Oklahoma City
Minneapolis


 


Viele Vermieter bieten zu Beginn der Saison im Frühjahr günstige Überführungstouren von fabrikneuen Wohnmobilen an. Diese starten zumeist in der Nähe von Chicago (Standort des Werks) z.B. in Middlebury oder Forest City und werden oftmals als Schnäppchen angepriesen.

Doch Vorsicht, hier sind einige Fallstricke zu beachten:  

  • Jahreszeit

Die Überführungen finden logischwerweise vor der Saison statt, d.h. in den Monaten März, April und ggf. Mai. Dies kann bedeuten, dass es bei Übernahme des WoMos noch schneit. Den Winter solltet ihr auch ersthaft bei eurer Routenplanung berücksichtigen. Zu beachten ist auch, dass die Fahrzeuge bei Übernahme "winterfest" gemacht sind. d.h. ihr könnt zu diesem Zeitpunkt kein Wasser und Abwasser nutzen.
Beachtet dazu auch den Thread "Winterized" und die FAQ "Wohnmobil-Lexikon".

  • Abgabeort

Sind Seattle, San Francisco, Los Angeles oder auch Orlando im Angebot, solltet ihr gleich zweimal hinschauen. Erstens nach der Routenlänge und zweitens nach der Mietdauer. Wenn ihr eher Interesse an einer Rundtour in CA oder FL habt, macht ein Anlauf über 2000 Meilen keinen Sinn. Beachtet den Kosten- und Zeitaufwand!

  • Mietdauer

Für eine Überführung solltet ihr deutlich mehr Zeit einplanen, damit ihr nach langen Fahrstrecken auch immer wieder einen Tag für Besichtigungen/Wanderungen und zum Relaxen habt. Ihr werdet meistens deutlich mehr fahren als bei einer sonstigen Rundreise.
Für eine Überführung von Chicago an die Westküste sollten es schon 4 Wochen sein, noch eine Woche mehr ist gut. Dabei könnt ihr je nach Streckenführung durchaus mit 4000 bis > 5000 Meilen rechnen.
Ein Schnitt von gut 120 Meilen pro Miettag ist entspannt zu schaffen, wenn ihr ein paar Regeln beachtet:
Fahrt an den Fahrtagen früh los, bestenfalls gegen 7 Uhr, und plant später eine Frühstückspause und Zwischenstopps (Einkaufen, Besichtigungen) ein. Fahrt an einem Tag ruhig mal 200 - 300 Meilen, verbringt aber auch immer wieder mehrere Tage an einem Ort.
Ein Angebot über 2 Wochen für eine Überführung nach SEA solltet ihr nicht ernsthaft in Erwägung ziehen!  

  • Streckenführung

Im Gegensatz zu Rundreisen in einem bestimmten Gebiet, das mit Highlights gespickt ist (z. B. Kalifornien oder das Colorado Plateau), gilt es bei einer Überführung viel größere Entfernungen ohne interessante Streckenabschnitte zu überbrücken.
Wer aber ein Auge für kleine Highlights hat und wem es wichtig ist, das Land auch mit den kleinen Dingen kennenzulernen, vielleicht auch weil er die großen Highlights bereits kennt, der wird begeistert sein.
Eine Überführung ist meist sehr abwechslungsreich, bei guter Planung wechseln sich Stadtbesichtigungen und Kultur mit viel Natur und tollen Wanderungen ab.

  • Versicherungen

Prüft genau, mit wem ihr den Mietvertrag abschließt. Wenn ihr mit dem ansässigen Vermieter nach amerikanischem Recht abschließt, ist der Gerichtsstand im Schadensfall die USA.
Dies ist leider überhaupt nicht zu empfehlen!
Deshalb bucht immer über einen deutschen Vermittler und prüft die Höhe des Versicherungsschutzes und die Versicherungsbedingungen sehr genau!
Ist der Versicherungsschutz nicht ausreichend, solltet ihr unbedingt eine Zusatzversicherung abschließen.

  • Kostenrechnung

Aufgrund der vielen Meilen im Vergleich zu einer Rundreise, relativiert sich die Ersparnis der günstigen Wohnmobilmiete recht schnell. Die höheren Benzinkosten müsst ihr in eurer Kalkulation unbedingt gegenrechnen. Sie können noch höher ausfallen, wenn ihr ein viel größeres Wohnmobil bekommt als gewünscht.
Auch den Transfer von Chicago zum Werk müsst ihr in eurer Kalkulation berücksichtigen.

  • Besonderheiten

Ihr bekommt ein fabrikneues Wohnmobil, das auch so einige kleine Macken (Kinderkrankheiten) haben kann. Daher solltet ihr über etwas Wohnmobilerfahrung und handwerkliches Geschick verfügen. Nur wer wirklich Spaß am Fahren eines Wohnmobils hat, wird auch die langen Etappen gut ertragen.
Ihr habt immer "Run of fleet" d.h. ihr könnt zwar Wünsche bezüglich der Womogröße äußern, bekommt aber letztendlich genau das Fahrzeug, das gerade von A nach B muss. Möglicherweise ist das ein wesentlich größeres Wohnmobil als gewünscht. Darauf solltet ihr vorbereitet sein und dies bei der Buchung der Campgrounds möglichst beachten.

  • WoMo-Abenteuer-Empfehlung

Aus den vorher genannten Gründen ist eine Überführung für Newbies und Familien mit Kindern nur sehr bedingt geeignet, es sei denn man hat genug Zeit.
Hier lohnt es eher andere Angebote der Vermieter, wie das Winter- oder das Frühjahrsspecial, zu beachten.

Eine Überführungstour solltet ihr auf jeden Fall sehr gut planen. Hierbei können euch die Reiseberichte unter Nutzung der Filterfunktion „Überführung“ eine große Hilfe sein.


Nachfolgend ein in der WELT erschienener Beitrag mit dem Titel

Im Wohnmobil quer durch die USA - für einen Euro


 


Wir haben euch sehr gerne bei eurer Planung unterstützt und freuen uns alle nach eurer Reise über ein Feedback zu beispielsweise folgenden Fragen:

  • Haben unsere Tipps geholfen?
  • Hat alles geklappt?
  • Wo gab es Probleme?
  • War die Streckenlänge ok? 
  • Was würdet ihr anders machen?

Vielleicht habt ihr sogar Lust, einen Reisebericht zu erstellen. Das würde uns natürlich besonders freuen und wäre das Sahnehäubchen.

Was wir euch jedoch in jedem Fall ganz besonders ans Herz legen möchten, ist das fleißige Füllen unserer Womo-Abenteuer-Map. Gerade bei bereits angelegten Campgrounds, die nicht zu den Top Ten des Südwestens zählen, sind eure Bewertungen und Eintragungen (in Wort und/oder Bild) ein großer Mehrwert für unsere Map.

Und - last but not least - erfüllen auch eure Campground-Neueintragungen diesen Zweck:
Unsere Womo-Abenteuer-Map immer ein kleines bisschen besser zu machen.

Euch allen ein herzliches Dankeschön, dass ihr euch die Zeit dafür nehmt.

Euer Team von womo-abenteuer.de