Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Frequently Asked Questions - Rund um das Wohnmobil

Hier findet Ihr die häufigsten Fragen rund um das Wohnmobil. Wie z.B Erklärung technischer Begriffe, Erklärung zu Campingplätzen, Übernahme und Abgabe des Wohnmobils usw.


Es gibt 5 verschiedene Wohnmobiltypen. In zunehmender Größe sind dies:

  • Camper Vans (aka B-Klasse):

Früher Van-Conversion genannt, erfreuen sich in letzter Zeit die Jucy oder Escape-Campervans steigendender Popularität. Der kleinste Fahrzeugtyp, vergleichbar mit einem Kombi-PKW oder einem VW-Bus. Für 2 Erwachsene und ggf. kleine Kinder. Zugang von außen und innen.
Vorteil ist die Variabilität in der Stadt und auch auf schlechten Strassen, Nachteil der geringe Platz. Kein WC oder Dusche. Rudimentäre Kochgelegenheit.


Jucy Campervan


Escape Campervan


  • Pick-up / Truck Camper:

Auf die Ladefläche eines Pick-up Kleinlasters wird ein Wohnteil gesetzt, das im Prinzip abnehmbar wäre. Die Vermieter verbieten es jedoch ausdrücklich und unterbinden dies auch durch Schlösser. Die Längen betragen zwischen 17-20". Ideal für zwei Leute und für Strecken, bei denen höhere Bodenfreiheit sinnvoll ist.
Wird oft in Kanada angeboten, Zugang nur von außen, meistens hinten. Kochgelegenheit, Kühlschrank, WC mit integrierter Dusche.


T19 von Cruise Canada


Moderne Pick-up-Camper mit Slide


  • C-Klasse Wohnmobil:

Der häufigste WoMo-Typ, reicht von 19" bis zu 32". Großes Alkovenbett über der Fahrerkabine. Hoher Komfort, hohes Platzangebot. Doppelbett im hinteren Teil, Essbereich als zusätzliches Bett umbaubar. Mehrflammiger Gasherd, Kühlschrank, WC und Dusche.
25" ist ausreichend für 4 Personen, noch bequemer und für Familien mit bis zu 6 Personen kann man die Varianten 27" bis 32" mit Slide-Out wählen.
Lange Typen schwenken allerdings beim Kurvenfahren weit aus und sitzen mit dem Überhang hinten gerne auf.


C26-28 von Roadbear


  • A-Klasse Wohnmobil:

Sieht aus wie ein Reisebus, kein Alkoven. Länge meistens 32". Platzangebot sehr groß, allerdings etwas reduzierte Schlafmöglichkeiten im Vergleich zur C-Klasse. Höchster Komfort, sowohl im Innenraum als auch beim Fahren, bedingt durch die großen Räder und den langen Radstand. Meist das teuerste Fahrzeug.


A-29-31 von Roadbear


  • 5th-Wheeler:

Diese Klasse wird nur selten zur Vermietung angeboten. Es handelt sich dabei um einen riesigen Wohnanhänger, der mittels Sattelverbindung von einem starken zwillingsbereiften Pick-up gezogen wird.


Fahrzeug von unseren Usern "Panda"


Man hat also eine große Auswahl, die sich vor allem nach der Anzahl der Personen und deren Komfortanspruch richtet.
Auf der anderen Seite können kürzere Modelle in Sachen Beweglichkeit und Wirtschaftlichkeit punkten. Teilweise gibt es Straßen, die für lange WoMos gesperrt sind.
Lange WoMos brauchen große Campsites und selbst in einem Land wie USA spielt irgendwann der Spritpreis eine Rolle.
Als allgemeine Faustformel kann man rechnen: 1 Liter Sprit pro Fuss auf 100 km.


 


EINLEITUNG:

Wohnmobile für euren USA-/Kanada-Urlaub werden vor Ort vermietet von dort ansässigen Firmen (Roadbear, Apollo, ElMonte, Cruise America, Cruise Canada, Fraserway u.v.m).
Die Buchung und der größte Teil der Bezahlung erfolgt bei einem deutschen (oder Schweizer, österreichischen etc.) Reisebüro, das die Leistungen beim Vermieter vor Ort einkauft und gegebenenfalls durch Zusatzleistungen ergänzt.
Direkt beim amerikanischen Vermieter solltet ihr als Europäer nicht mieten, meist ist der Preis sogar höher und Bestandteile wie Versicherungen sind entweder schlechter oder deutlich teurer. Außerdem ist es von großem Vorteil, dass bei einer Buchung von zuhause einheimisches Reiserecht und Gerichtsstand gelten.
 
Vertraglich gilt eine Mischung aus deutschem Reiserecht und Versicherungsbedingungen und dem vor Ort unterschriebenem Vertrag nach US/CAN-Recht.
Habt Vertrauen - dieses Gestrüpp hat zwar noch keiner entwirrt, aber die Reisebüros/Vermieter wollen ihre Kunden halten und solange ihr nicht groben Unfug treibt, geht es auch gut.
Wer allerdings ohne Führerschein fährt, alkoholisiert, in explizit verbotenen Gebieten (Mexiko, Death Valley im Sommer), der zahlt im Falle eines Falles viel Geld oder bei Menschenleben auch sein Leben lang.
Der Mietpreis für ein Wohnmobil in USA oder Kanada setzt sich IMMER aus den folgenden Komponenten zusammen, wobei manche entfallen können oder ihr darauf verzichten könnt:
 
Was Erläuterung Reise-
büro
vor Ort Preis ca.
Tagespreis

pro Miettag; erster und letzter sind 1 Tag

     X       - 20-250€
mls/km

Preis ist pro mls/km;
Wird einzeln bezahlt, in Paketen oder unbegrenzt

    (x)     (x) 35-45
ct/mls
Preparation Fee Vorbereitung, erste Füllung Chemikalien     (x)     (x) 75-200$
Transfer Oft in Preparation Fee enthalten.     (x)     (x) 30-100$
Convenience Kit Geschirr, Töpfe. Manchmal in Prep.Fee enthalten     (x)     (x) 50-100$
Personal Kits Bettwäsche, Handtücher. Preis pro Person.     (x)     (x) 35-70$ pP
Extras Campingtisch und Stühle, Navi, Kinderstuhl ...     (x)     (x)

<100$

Generator abgerechnet nach Betriebszeit       -      X 3$/std
Oneway Fee Abgabe an anderer Station     (x)     (x) 150-450$
Frühabholung Ihr dürft schon vor 11:00 abholen, statt nachmittags     (x)     (x) 50-200€
Local Tax Auf alles, was ihr vor Ort in $ bezahlt      -       X 5-10%
         
Zusatzhaftpflicht Auftstockung der Haftpflicht, meist von 1 Million $ um 1 Million €, bei manchen Vermittlern im Mietpreis bereits inklusive.     (x)      - 50-75€
Null Selbstbehalt Erstattung des Selbstbehalts bei Schäden
--> Aber Achtung: nicht bei Verstößen
    (x)      - 3-5€
pro Tag
         
Hotel, Flug Werden manchmal als Paket mit angeboten     (x)      - it depends
         
Benzin, Propan nach Verbrauch      -      - 40-60
ct/mls

 

  •  X  ==> zwingend zu buchen bzw. zu zahlen
  • (x) ==> optional

Heißt nicht immer, dass ihr aussuchen könnt, ob und wo ihr das mieten/bezahlen könnt. Manchmal kann man das nur beim heimischen Reisebüro, manchmal nur vor Ort, manchmal ist es auch vorgeschrieben, das heißt, manchmal kann man es gar nicht weglassen. Dies hängt zum einen vom amerikanischen Vermieter ab, zum anderen vom heimischen Reisebüro - und ändert sich auch schon mal von Jahr zu Jahr.

  • - ==> nicht möglich
Manche Reisebüros bieten diese Bestandteile transparent an, manche "bündeln" (=verstecken) Komponenten in Paketen ("all inclusive", "Premium"), manche verschleiern sogar vollständig, indem der Gesamtpreis als "Preis pro Person" angeboten wird. Ob diese Bündelung jeweils günstig oder überteuert ist, muss man leider selbst rausfinden, vor allem, ob man alle gebündelten Leistungen überhaupt braucht.
Regelrecht ärgerlich ist die Preisangabe pro Person, die maximal die Vergleichbarkeit verschleiert - und nichts, aber auch gar nichts mit der Preisfindung zu tun hat - bis auf die Stühle und personal kits ist der Wohnmobilpreis nämlich personenunabhängig.
 
An der rechten Spalte seht ihr, dass man eine 25-Tage-Miete sowohl für 6000€ als auch für 1500€ bekommen kann.
Im Wesentlichen ist dies abhängig von der Reisezeit, dann vom Fahrzeugtyp und den gefahrenen mls/km, erst in dritter Linie von Anmietort, oneway, Extras etc.

LEITFADEN:

Wem jetzt der Kopf schwirrt, wer sich vielleicht überfordert fühlt…
Hier ein Leitfaden, mit dem ein vernünftiger Preis erzielt wird, aber nicht die letzten 3% optimiert werden:
 
Bucht die wichtigsten Komponenten und vor allem die Versicherungen von zuhause, den Rest entscheidet und zahlt ihr vor Ort!
 
1.

Bucht vor dem 31. Oktober, dann gibt es attraktive Frühbucherrabatte: meist 10-15% auf den Tagespreis, und eine Mischung aus freien mls/km, Kits, Oneway Fee oder anderen Extras ohne Berechnung.
Oder wartet auf die Herbst-, Winter- oder Frühjahrspecials (terminlich meist nur interessant für Reisende ohne schulpflichtige Kinder).

2.

Wählt das Fahrzeugmodell und 1 bis max. 3 Vermieter aus

3.

Legt Mietzeitraum und An-/Abgabestation fest

4.

Kalkuliert die Meilen/km mit Google Maps, plus 20%, rundet aufs nächste 500-er Paket nach unten ab.
(Beispiel: 1840 mls —> 3x 500 mls Pakete dazu buchen)

5.

Fordert von 2-3 Reisebüros ein Angebot an, mit folgenden Vorgaben:
- Fahrzeugtyp, von Vermieter x, gegebenenfalls auch von y oder z.
- Zeitraum, Mietstation(en), Meilenpakete
- Preparation Fee, Transfer, Conveniance Kit, Personal Kits für alle Personen
- 2 mio € Haftpflicht, Null-Selbstbehalt
Wählt nicht das Reisebüro um die Ecke, sondern eines, das auf Wohnmobilreisen spezialisiert ist.
Bleibt hart und bittet um Nachbesserung, wenn von euren Angaben abgewichen wird.

6.

Bittet um klare Aufteilung, was beim Reisebüro in €, was vor Ort in $ zu zahlen ist und fordert einen Reisesicherungsschein.

 

Dann vergleicht den Gesamtpreis, nämlich die Summe aus

  • EUR beim Reisebüro +
  • Dollar vor Ort + ca. 7% Tax mal Umrechnungskurs.
    (Tax und Umrechnungskurs müsst ihr selbst nachschauen/schätzen)
Wer mag, kalkuliert es sich selbst bei www.camperboerse.de (ist gar nicht so schwer) und hat damit bereits einen sehr guten Anhaltspunkt, den nicht viele Reisebüros unterbieten werden/können.
 
Das größte Einsparpotential, oft mehrere hundert Euro, liegt in der Wahl des Zeitraums (ihr könnt in eine günstigere Saison rutschen) und in der Kombination aus Fahrzeugtyp/Anmietstation/Rückgabestation (je nach Auslastung könnt ihr Glück haben). 
 
Denkt aber daran: Kein Reisebüro sagt das Mietfahrzeug direkt zu - alle müssen die Verfügbarkeit beim Vermieter in Amerika anfragen und erst nach Bestätigung ist die Anmietung verbindlich.

DETAILS:

Ab hier geht es ans Eingemachte und wer den oben ermittelten Preis noch optimieren will, muss einiges an Zeit aufwenden.
 
Grundsätzlich gilt:
  • für die Schulferien solltet ihr früh buchen (möglichst vor 31.10.)
  • für die Nebensaison solltet ihr die Specials abwarten
  • Überführungstouren sind meist innerhalb weniger Tage ausgebucht
Tagespreis:
Je nach Vermieter variiert der von Miettag zu Miettag und von Station zu Station und natürlich je nach Fahrzeugtyp. Bei ElMonte und Cruise America/Canada sind das sogenannte Flexraten, die wöchentlich je nach Nachfrage neu festgelegt werden. Bei den anderen Vermietern werden die Preise pro Saison einmal festgelegt, wobei es aber die oben erwähnten Specials geben kann.
Spartipp: Spielt mit dem Zeitraum, dem Wohnmobiltyp und der Mietstation. Wenn ihr Oneway mieten wollt, probiert es einmal umgekehrt aus. Die Unterschiede können signifikant sein. In der Regel sind die Tagesmietpreise zwischen Anfang Juli und Mitte August am höchsten.
 
Typische Frühbucherrabatte sind 10-15% auf den Tagespreis, Kits oder oneway oder Meilenpakete oder Navi umsonst etc. Spielt mit der Auswahl herum.
Die Einwegmiete SEA-SFO ist beispielsweise im Spätsommer in dieser Richtung oft günstiger als umgekehrt SFO-SEA. Und sogar der Tagespreis ist ab SEA günstiger als ab SFO, weil die Fahrzeuge im Herbst/Winter eben im Südwesten gebraucht werden.
 
mls/km-Preis:
"Freimeilen", "inkludierte Meilen" suggerieren Sparpreise oder Vergünstigungen, sind aber eigentlich nur ein Geschäft für Reisebüro oder Vermieter. Denn die so verkauften Meilen basieren komplett auf dem Vorort-Preis pro mls/km, abzüglich 3% - maximal 10% Rabatt.
Nicht gefahrene mls/km verfallen und werden nicht erstattet. Kauft ihr also ein 500mls-Paket und nutzt nur 450 mls aus, habt ihr schon drauf gezahlt. Umgekehrt beträgt die maximale "Strafe", also der verpasste Sonderpreis, nur ca. 15€, wenn ihr nämlich zufällig exakt das nicht gekaufte 500mls-Paket auch komplett fahrt.
Umgekehrt habt ihr schnell 100€ oder mehr zu viel bezahlt, wenn ihr großzügig zu viele mls/km vorab kauft oder - was wir hier auch schon gehört haben - euch erzählen lasst, dass ihr vor Ort mls/km teuer bezahlen müsst oder sogar überhaupt nicht kaufen könnt. 
Spartipp: Weniger mls/km kaufen als die kalkulierten mls, also nur das, was ihr auch 100% fahren werdet.
Wer viele mls/km fahren will, für den können sich unbegrenzte Meilen lohnen. Aber genau rechnen, meist lohnt sich das erst ab einer Fahrleistung von mehr als 1000 mls pro Woche.
Der allerbeste Spartipp: weniger mls/km fahren - jede gefahrene Meile kostet 1$ !
 
Lest zum Thema Meilenpakete auch hier nach:
 
Preparation Fee/Transfer:
Da könnt ihr meist nichts beeinflussen - je nach Vermieter und sogar Station ist das ein recht fester Betrag. Der Unterschied ist, ob das einheimische Reisebüro noch 5 oder 10€ Marge kalkuliert.
Transfer in Eigenregie ist manchmal auch nicht schlecht, selbst wenn ihr den inkludierten Transfer dabei verfallen lasst - ihr seid flexibler und könnt manchmal günstiger wegkommen, wenn ihr nicht in einem Transferhotel seid.
 
Convenience/Personal Kits:
Hier könnt ihr sparen, in dem ihr von zuhause Sachen mitbringt oder vor Ort im Supermarkt günstig kauft. Wer sich das zutraut und den Zeitaufwand treiben möchte, kann 50-150€ sparen - je nachdem, ob und wie viele Kits der Vermieter zwingend gebucht haben möchte.
Spartipp: Spart eure Zeit und Nerven.
 
Oneway Fee:
Kostet meist 150-450$, aber hier gibt es oft Rabatte.
Spartipp: Wenn ihr bedenkt, dass jede gefahrene Meile etwa 1$ kostet (für US: 35-40ct/mls + Tax pro mls, dazu kommen 25-35l/100km bei Spritkosten von 3,80-4,50$/gal, Kanada ähnlich), so relativiert sich die Einweggebühr manchmal recht schnell. Kalkuliert doch mal die Meilen, z.B. für die Strecke LAS-DEN statt LAS-LAS oder SFO-LAS statt SFO-SFO. Meist habt ihr bei Oneway deutlich weniger mls/km und holt die Oneway Fee wieder rein.
 
Frühabholung:
Wird nicht immer angeboten. Kann sich lohnen, weil ihr dadurch einen halben Fahrtag gewinnt und wegen des Jetlags am Abholtag sowieso früh aufwacht.
Spartipp: Manchmal geht es auf Kulanz - 1-2 Tage vor Abholung fragen, ob das Wohnmobil zufällig schon am Vortag abgegeben wird. Dafür verfällt dann meist der Transfer, den ihr dann selbst tragen müsst.
Wo es nicht angeboten wird oder wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt: Einen Tag früher anmieten - das kann günstiger sein als der "Early Bird" Preis des Reisebüros.
Hinweis: Die Vermieter kalkulieren, besonders in der Hochsaison, dass die Fahrzeuge morgens zurück gegeben werden und am Nachmittag wieder raus gehen. Dehalb bedeutet eine Frühabholung einen potentiellen Vermiettag weniger.
 
Der Rest:
Spielt entweder preislich keine große Rolle (wie Tisch, Generator, Stuhl, Propan, Navi) oder solltet ihr nicht weglassen (Versicherungsleistung!).
Spartipp: Generator nicht pro Tag (manche Vermieter bieten das für 5$/Tag) an, sondern pro Stunde abrechnen. Ihr braucht im Durchschnitt weniger als 1 Stunde pro Tag.
 
Hotel:
Hier gilt, dass es in der Regel günstiger ist, separat zu buchen. Manchmal haben die Reisebüros aber einen Supersonderpreis für ein bestimmtes Hotel. Dann kann es sich rechnen, falls ihr in dieses Hotel wollt. Vergesst nicht, dass in USA/Kanada die Hotelpreise immer pro Zimmer sind, nicht pro Person, und dass es immer wieder tolle Schnäppchen gibt.
Spartipp: Wer nicht vor Wohnmobil-Übernahme mehrere Übernachtungen macht, sondern direkt am Tag nach der Landung übernimmt, für den ist das Mitbuchen eines der vom Vermieter vorgesehenen Transferhotels am günstigsten. Meist ist der Transfer dann auch ohne Aufpreis enthalten.
Hinweis: Wer vorher ein paar Tage Sightseeing macht, fährt meist besser (= günstiger), wenn er Hotel und Transfer in Eigenregie bucht.
 
Flug:
Hier haben Reisebüros manchmal erstaunlich günstige Kontingente, die nur in Verbindung mit einer anderen Reiseleistung verkauft werden können. Nachfragen lohnt sich also immer.
Auch ist es - gerade für den unerfahrenen Womo-Bucher - gut, die beiden teuersten Leistungen Wohnmobil und Flug aus einer Hand zu haben, damit die Verantwortung und die Kosten beim Reisebüro liegen, wenn sich bei einem von beidem der Reisetermin ändert.
Spartipp: Flug immer auch beim Reisebüro nachfragen, manchmal gibt es gerade für die Schulferien ein Schnäppchen.
In der Regel sind heute jedoch die Preise bei den Flugportalen oder direkt bei der Airline günstiger. Bedenkt jedoch, dass mittlerweile auch die meisten Portale und Airlines Buchungsgebühren nehmen.
Hinweis: Prüft, ob euch Nebenleistungen wie Sitzplatzwahl, Kinderbett, Sondergepäck, Upgrademöglichkeit wichtig sind. Die gibt es zunehmend nur, wenn ihr bei der Airline und nicht beim Reisebüro oder Portal bucht.
 
Überführungsfahrten:
Hier gilt alles Gesagte auch, nur ist der Anteil der mls/km am Gesamtreisepreis viel viel höher - der Tagespreis ist oft erstaunlich niedrig, dafür schlagen die Spritkosten und die Kosten für Extrameilen das Loch in die Reisekasse.  
Fallen: Wenig inkludierte Freimeilen machen den Preis nur optisch günstig; Transfer ist nicht enthalten; macht euch bewusst, wie viel zu fahren (und zu bezahlen!) ist.
Spartipp: Wer eigentlich zu den Canyons des Südwesten möchte, der sollte sich die "2000 mls Anlauf von Chicago zum Grand Canyon" (=2000$ !!!) sparen. Das Frühjahrspecial ab Las Vegas ist für diese Region in aller Regel günstiger! 
Hinweis: Für denjenigen, der bewusst die Weiten des Westens erleben und erfahren möchte, ist eine Überführungsfahrt aber unschlagbar günstig.

 


US-Wohnmobile wiegen deutlich mehr als europäische Modelle, praktisch alle sind >3,5t, viele auch >7,5t, insbesondere die A-Class.

Der deutsche "Standard-Führerschein" der Klasse B ist in Deutschland und EU bis 3,5t gültig.
Ältere deutsche PKW-Führerscheine haben auch Klasse C1, gültig (in Deutschland und EU) bis 7,5t.
Einige besitzen sogar noch die Klasse C1E, gültig (in Deutschland und EU) bis 12t Gesamtgewicht (Zugfahrzeug und Anhänger).

Jahrelang waren alle Reisebüros übereinstimmend der Meinung, dass bei Anmietung von Wohnmobilen in USA (und auch Kanada oder Australien) der deutsche Führerschein ausreicht. Jüngst (Stand Nov. 2015) haben jedoch Camperbörse, DER, ADAC-Mietwagen-Info und Meiers Weltreisen jeweils ihre AGBs bzw. Infotexte geändert, zum Teil auch Briefe/Emails an ihre Kunden geschickt. Sinngemäß schreiben sie: "Der deutsche Führerschein Klasse B reicht zur Führung der meisten US-Wohnmobile nicht aus. Sie als Mieter sind selbst verantwortlich, die erforderliche Fahrerlaubnis zu haben."
Der Grund für diesen Sinneswandel ist uns nicht klar, denn weder in USA noch in D/EU gibt es neue Vorschriften.

Andere Reisebüros, wie Canusa, CU Campers schreiben weiterhin, dass der Führerschein der Klasse B ausreichend ist.

Wir haben uns bei unseren Kontakten und bei diversen offiziellen Stellen erkundigt und um eine Stellungnahme gebeten. Übereinstimmend ist die Aussage, das der deutsche bzw. EU-Führerschein für PKWs (Klasse B) ausreichend ist, um auch große und schwere US-Wohnmobile zu fahren. Im einzelnen hier die Stellungnahmen:

Zusätzlich hier eine Übersicht der "Excempts for Recreational Use", welche Staaten wann eine "CDL" (Commercial Drivers License) verlangen; meist gilt, dass erst ab 26.000 lbs (ca. 11,7t) eine "special drivers license" erforderlich ist "for recreational use".

Der Unterschied in den Auffassungen liegt anscheinend darin, ob D/EU festlegen, mit welchem Führerschein in USA/Canada welches Fahrzeug gefahren werden darf, oder ob dies USA/Canada für ihr Land festlegen. Innerhalb der EU ist dies klar geregelt - die Restriktionen des ausstellenden Staates gelten in jedem EU-Ausland. Darum darf ein Deutscher mit Klasse B vor 1999 auch in Luxemburg ein Wohnmobil bis 7,5t fahren (eben weil D regelt, dass solche Führerscheine auch Klasse C1 haben), während ein Luxemburger mit dem gleichen Führerschein sowohl in Luxemburg als auch in Deutschland nur Fahrzeuge bis 3,5t führen darf.

Wesentlich scheinen uns die "Excempts for Recreational Use" zu sein, die in allen Staaten gelten.

Unser Fazit nach diesen Unterlagen ist:

Wir halten es für abwegig, dass D oder EU den USA oder Canada gleiches vorschreiben können oder dies tun. Wir halten die oben ausgedrückten Auffassungen für korrekt, dass nämlich

  • USA/Canada eigenständig entscheiden, wer womit welches Fahrzeug führen darf
  • der US-PKW-Führerschein ausreicht für "Recreational Use", in den meisten Staaten bis 26.000 lbs, in manchen unbegrenzt
  • der D/EU-PKW-Führerschein dem US-PKW-Führerschein gleichgestellt ist, und zwar für RVs

Die letztendliche Klärung, ob die RV Excempts für uns auch gilt, steht aber aus.

Letztendlich können, dürfen und werden wir als Womo-Abenteuer aber keinen Rechtsrat erteilen. Deshalb muss sich jeder eine eigene Meinung aus den Stellungnahmen bilden und selbst entscheiden, ob und mit welchem Führerschein er eine Fahrzeugmiete bucht und durchführt.

(Weitere Infos hier.)


 


Manchmal stellt sich die Frage nach dem Alter des Wohnmobils. Hier gilt es zu unterscheiden nach:

  • Fabrikationsjahr
  • Modelljahr

Das Fabrikationsjahr spielt nur beim Chassis eine Rolle. Meist sind das Ford- oder Chevychassis. In der Fahrertüre ist die Plakette, auf der das Fabrikationsjahr eingeprägt ist.

Das Modelljahr ist etwas kompliziert. Hier ist der WoMo-Aufbau gemeint. Jeweils im Herbst werden die neuen Modelle von den Firmen auf den Markt gebracht.
Im Herbst 2018 kommt das Modell 2019 auf den Markt. Die großen Vermieter, zu denen neben Cruise America und ElMonte auch Apollo und Road Bear zählen, haben eine Vorzugsstellung. Diese Vermieter haben ein Mitspracherecht bei der Entwicklung von neuen Floorplans, Weiterentwicklungen etc.

Aus diesem Grund bekommen diese Vermieter die neuen Modelle bereits im Frühjahr. Das Modell 2019 wird also den grossen Vermietern bereits im Frühjahr 2018 ausgeliefert. Im Gegenzug müssen sich die Vermieter verpflichten, die Fahrzeuge frühestens im Herbst zu verkaufen. Die Überführungsfahrzeuge 2018 können also im Herbst 2018 als Modell 2019 verkauft werden.
Noch besser: die Überführungsfahrzeuge vom Frühjahr 2018 können im Herbst 2019 als Modell 2019 verkauft werden, sind dann aber bereits 2 Saisons im Vermietgeschäft gelaufen.

Das ist absolut legal, aber ihr könnt euch vorstellen, was das heisst, wenn 2019 bei ElMonte's Premium-Modellen eine Modellgarantie 2018 gewährt wird. Bei diesen Premium-Modellen kann das WoMo also bis zu 3 Mietsaisons hinter sich haben, während die gewöhnlichen WoMos (nicht Premium) sogar bis zu 6 Mietsaisons hinter sich haben.


 


Vergesst nie, dass ihr mit einem hohen und vor allem langen Fahrzeug unterwegs seid.

Einige Tipps zum Fahren haben wir hier gesammelt: http://www.womo-abenteuer.de/node/2624

Einen Node zum Tanken findet ihr hier: http://www.womo-abenteuer.de/node/12419


 


Alle Wohnmobile haben zwei Stromkreise: 12V Gleichstrom und 110/120V Wechselstrom.

  • 12V habt ihr immer, und zwar von der Bordbatterie, meistens sind es sogar zwei
  • 110/120V habt ihr entweder am CG mit "E-Hookup" (Stromkabel anschließen) oder durch den Generator

Die Bordbatterie reicht für 1-4 Tage, sie wird geladen beim Fahren oder wenn das 110/120V-Netz in Betrieb ist. Die größten Stromverbraucher sind das Heizungsgebläse und/oder angeschlossene Ladegeräte.
Die meisten Wohnmobile haben 2 Bordbatterien - die Starterbatterie und die Wohnbatterie. Zur Not könnt ihr den Motor übrigens auch mit der Wohnbatterie starten.

Die eingebauten Geräte/Verbraucher sind "automatisch" ausgelegt:

  • Die Lampen sind 12V oder Kombi-Lampen mit 2 Glühbirnen für 12V oder 110/120V
  • Das Heizungsgebläse hängt am 12V-Netz
  • Der Kühlschrank schaltet automatisch zwischen Gas und 110/120V um
  • Der Slide-Out arbeitet mit 12V
  • Ausnahme 1: Mikrowelle/Toaster verlangen 110/120V, funktionieren also nur bei E-Hookup oder Generator
  • Ausnahme 2: Die Dachklimaanlage verlangt 110/120V, also ebenso nur bei E-Hookup oder Generator
  • Die Klimaanlage im Fahrerhaus funktioniert, wenn der Motor läuft

Betrieb von "deutschen" 220/230V-Geräten, wie Föhns, elektrische Zahnbürsten, Ladegeräte, Laptops etc.:

  • Ideal: das Netzteil ist ein 100-240V-Kombinetzteil. Dann braucht ihr nur einen Steckeradapter.
  • Reine 220/230V-Geräte lassen sich nicht an das 110/120V-Netz anschließen! Im günstigen Fall funktionieren sie einfach nicht - manche brennen aber auch durch!

Die Alternative ist ein 12V/230V-Spannungswandler, den ihr an die 12V-Steckdose im Fahrerhaus anschließt. Daran könnt ihr dann (ohne Adapter) direkt eure heimischen Verbraucher anschließen.
Es gibt Spannungswandler vom einfachen 150W-Teil für ~30€ bis zum vollausgestatteten Profigerät mit USB-Anschluss, elektronischer Steuerung etc. für >100€.

Aber Achtung: das 12V-Bordnetz verträgt maximal 240W, besser nur 150W - sonst fliegen die Sicherungen raus.
Also nicht mehrere Ladegeräte gleichzeitig anschließen, und auch beim Laptop den hohen Einschaltstrom (kann >150W sein) vermeiden, indem ihr den Laptop erst nach dem Einschalten anschließt.


Generator-Betrieb:

Ein kleiner, benzingetriebener Motor, der bei Bedarf 110/120V Wechselstrom erzeugt. Dadurch seid ihr unabhängig von einem externen Stromanschluss.
Die wichtigsten Gründe für Generatorbetrieb: Dachklimaanlage, Mikrowelle, Aufladen von Akkus.
Für Kochen, Beleuchtung, Kühlschrank, Heizung oder Slide-Out wird der Generator nicht gebraucht.

Bitte beachten:

  • Der Generator ist laut und nervt die Nachbarn!
  • Deshalb ist der Betrieb nicht überall bzw. zu allen Zeiten erlaubt.
  • Bitte immer am jeweiligen Campground nachlesen/nachfragen!
  • Kostet 3$ pro Stunde oder 5-15$ pro Tag. 
  • Abrechnungsart muss bei Abholung gewählt werden, Roadbear hat nur die 3$/h-Variante.
  • Betrieb geht auch während der Fahrt (falls ihr die Dachklimaanlage braucht)

Stecker:

Der Stromanschluss auf den Campgrounds sieht - wenn er voll ausgebaut ist - so aus:

15 /20 A ist der kleine doppelte Standard House Plug, 30A ist der dreieckige Anschluss mit 3 Plugs und 50A ist der mit den 4 gerade stehenden Plugs. Meistens gibt es nur 30A/50A, oft nur 30A (z.B. in State Parks), selten auch nur 50A.

Die Mietwohnmobile haben einen Stecker, der (nur!) in den 30A-Anschluss passt. Bei einigen Vermietern ist ein Adapter für 50A dabei - wenn nicht, müsst ihr den Camp-Host fragen oder die Campsite wechseln. An den 15/20A-Anschluss könnt und solltet ihr das Wohnmobil nicht anschließen. Dieser Stecker ist für z.B. Grillgeräte o.ä. 

Beim Buchen heißt das: 30A reicht.

Eine ausgiebige Diskussion zu dem Thema findet ihr hier.


 

Geschrieben von Fredy ---Stand  21.07. 2012

 

Hallo zusammen

In letzter Zeit häufen sich die Bemerkungen von Foris, welche Probleme mit der Hotline der Vermieter (Notfallnummer) haben. Bei Cruise America ist das nicht Neues, da deren Hotline manchmal ja und manchmal eben auch nicht funktioniert. Manchmal klappt der Rückruf und manchmal nicht.Die Nummern werden euch bei der Übernahme der Fahrzeuge genannt.

Ich habe deshalb die Problematik mal mit unseren 2 bevorzugten Vermietern Road Bear und Moturis / Campingworld besprochen und folgende Auskunft erhalten:

Allgemeines

Beide betonen, dass eine telefonische Hotline immer ihre Grenzen hat. Niemals ersetzt sie den Mechaniker/Spezialisten vor Ort. Dies kommt schon daher, dass der Mieter meist kein Fachmann ist, und er und der Spezialist verschiedenen Sprachen sprechen. Dieser Effekt verstärkt sich noch, wenn kein deutschsprachiger Spezialist verfügbar ist.

Ich hatte selbst dieses Problem, als mir ein englischsprachiger Spezialist empfahl die "Breakers" (Circuit Breakers also Sicherungsunterbrecher) zu kontrollieren und aus- und einzuschalten und ich partout "Brakes" (also Bremsen) verstand. Ich konnte noch so lange auf die "Bremsen" treten wie ich wollte, der Warmwasserzubereiter funktionierte trotzdem nicht.

Die Hotline kann aber immer eine Werkstatt ausfindig machen, wo man das Problem evtl. lösen kann. Dies bedingt jedoch manchmal zeitaufwändige Umwege und Wartezeiten. Wenn es ein Problem ist, welches die Bequemlichkeit (Kühlschrank, Warmwasser, Klimaanlage etc.), aber nicht die Sicherheit tangiert, wird versucht eine provisorische Lösung zu finden.

Beide Vermieter betonen, dass Schäden unbedingt am Schluss der Miete gemeldet werden sollten. Vielfach wird das aus Furcht vor Bezahlung der Schäden unterlassen. Es ist aus finanziellen, Zeit- und Personalgründen absolut unmöglich, z.B. vor jeder neuen Miete den Frischwasserschlauch oder Abwasserschlauch auf Undichtigkeit zu kontrollieren. Hier ist der Kauf - welcher zurückvergütet wir - jedoch kein Problem. Auch einen tropfenden Syphon sieht man nur, wenn man z.B. das Abwasserbecken füllt. Wird der Schaden gemeldet, so kann der Vermieter ihn beheben. Schäden, welche den Gebrauchswert des Fahrzeugen nicht beeinträchtigen, werden allerdings erst am Saisonende behoben (Kratzer, Steinschlag etc) Nicht verschweigen wollen wir aber, dass in den Stationen Menschen arbeiten - und wo Menschen arbeiten, passieren Fehler, wird etwas vergessen. Beide betonen jedoch, dass solche Fehler nicht bewusst einkalkuliert werden, denn ein böser/unzufriedener Kunde ist das Teuerste, was den Vermietern passieren kann.

Nun aber zu den Vermietern im Detail:

Road Bear

Bei Road Bear ist die Hotline in Agoura Hills am Hauptsitz untergebracht. Dort ist tagsüber auch jeweils ein deutschsprachiger Spezialist verfügbar. Sollte dieser unabkömmlich sein, muss man Wartezeiten bis zu Rückruf oder einen englischsprachigen Spezialisten in Kauf nehmen. Sollte das Problem nicht endgültig oder nur provisorisch gelöst werden können, wird man an eine Werkstatt verwiesen, die sich auskennt. Hier sind dann Wartezeiten fast vorprogrammiert.

Nachts wird der Anruf zur Zentrale in Neuseeland umgeleitet. Dort steht wenigsten ein Spezialist für RVs zur Verfügung und kann evtl. einen nützlichen Tipp geben. Um den Vorfall zu protokollieren, wird auf jeden Fall der Name, die Mietnummer, das Fahzeug etc. verlangt. Sollte das Problem am Telefon nicht gelöst werden können, ruft der Spezialist aus Agoura Hills am nächsten Tag zurück. Bei Weiterfahrt und dem Nichtvorliegen einer Handy-Nummer muss man selbst nochmals Kontakt aufnehmen.

Moturis/Campingworld

Bei Moturis ist die Hotline-Zentrale in Fort Lauderdale untergebracht. Für den Dienst sind tagsüber 3 Mitarbeiter abgestellt, wobei einer davon deutschsprachig ist. Sind diese 3 Mitarbeiter besetzt (diese stehen auch für die 6000 verkauften RVs pro Jahr bei Campingworld zur Verfügung), wird der Anruf an ein Call-Center weitergeleitet. Da diese Call-Center-Mitarbeiter nur für, aber nicht bei Moturis/Campingworld arbeiten, kommt es da zu den bekannt lästigen Fragen nach Name, Vertragsnummer, Fahrzeug etc. etc. Später - wenn möglich innerhalb eine Stunde sollte der Moturis-Techniker zurückrufen. Nachts geht der Anruf direkt ans Callcenter. Der Rückruf erfolgt erst am nächsten Morgen.

Ansonsten ist das Prozedere gleich wie bei Road Bear.

Generell gilt

Beanstandungen, Reklamationen, Ansprüche z.B. finanzieller Art immer spätestens am Schluss der Mietdauer vermerken lassen und ansprechen. Die Stationsleiter sind angehalten, diese zu protokollieren und zu prüfen. Sie haben auch einen gewissen (engen) finanziellen Spielraum (Gratis Generatorstunden, Kits, Mehrmeilen). Im speziellen Fall ist in den USA jeweils eine übergeordnete Stelle vorhanden, welche die Sache nochmals prüft und dann entscheidet. Ist man mit der Auskunft, der angebotenen Entschädigung zufrieden, so unterschreibt man das Abnahmeprotokoll und die Sache ist erledigt. Später sind die Vermieter in den seltensten Fällen bereit, nochmals auf die Sache zurückzukommen.

Ist man nicht zufrieden, so unterschreibt man das Protokoll nicht. In diesem Fall wird keine Entschädigung erbracht und dem Kunden steht es frei, den Weg über den Reiseveranstalter, Vermittler, Reisebüro zu gehen. Grundsätzlich ist es einfacher und erfolgversprechender, die Angelegenheit vor Ort zu regeln.

 


Immer wieder kommt die Frage: Darf man denn mit einem RV durch das Death Valley fahren?

Zuerst müsst ihr klären, ob der Vermieter es erlaubt.
Bei manchen Vermietern ist es verboten, im Sommer durch das Death Valley zu fahren, in der restlichen Zeit aber erlaubt. Andere Vermieter teilen das Jahr in drei Teile: im Sommer verboten, kurz davor und danach auf eigenes Risiko, was Motorschäden betrifft, und im Winter dann erlaubt.

Warum sie es um Sommer nicht erlauben, steht HIER.

Was aber immer zutrifft: beim Befahren unter Verbot hat man keinen Versicherungsschutz. Weder für Kasko- noch für Haftpflichtschäden. Auch die 0-Selbstbehaltversicherung zahlt dann nicht. Somit muss jeder Schaden, auch der durch einen (unverschuldeten) Verkehrsunfall, selbst bezahlt werden.

Jeder muss selbst entscheiden, ob er durch das Death Valley fahren will. Einen Rat vom Team, es in der verbotenen Zeit zu durchfahren, darf niemand erwarten.

Jetzt zum Technischen: Das Durchfahren bei normalen Temperaturen (im Winter)  ist ohne weiteres möglich. Es müssen zwar mehrere große und auch steile Streckenabschnitte durchfahren werden, wenn ihr aber einige Dinge beachtet, ist das ohne Probleme möglich:

  • Ihr wählt den 1. oder 2. Gang und fahrt gleichmäßig mit mittleren Drehzahlen bergauf
  • Bergab wählt ihr auch eine niedere Gangstufe

Der Gang ist dann richtig, wenn das Fahrzeug bergab durch den Motor die gleiche Geschwindigkeit beibehält. Lieber langsamer bergab fahren als zu schnell. Somit werden die Bremsen geschont.
Bei neueren Mietfahrzeugen schaltet ihr zusätzlich die Automatik auf "Tow/Haul", dies sorgt für höhere Drehzahlen, die bergauf/bergab den Motor schonen.

Jetzt zum Fahren bei heißen Temperaturen: Es gilt das gleiche wie oben geschrieben, nur dass ihr zusätzlich auf die Kühlwassertemperatur des Motors ein Auge haben solltet. Zur Vorbeugung könnt ihr die Klimaanlage ausschalten. Dann muss der Motor diese nicht mehr antreiben und spart Kraft. Sollte die Kühlwassertemperatur in Richtung roter Bereich tendieren, könnt ihr mit Einschalten der Heizung und des Gebläses auf höchster Stufe den Motor begrenzt kühlen.

Sollte der Motor wirklich überhitzen, dann sofort rechts ran fahren. Den Motor aber auf keinen Fall ausschalten, das macht die Sache nur schlimmer. Den Motor im Stand laufen lassen, Heizung und Gebläse auf höchste Stufe stellen, Motorhaube öffnen. Sobald die Motortemperatur unter den kritischen Bereich gefallen ist, kann der Motor abgestellt werden. Nun kann vorsichtig der Kühlmittelstand kontrolliert werden. Sollte er zu niedrig sein, mit Wasser auffüllen. Wasser habt ihr ja mit an Board.

Trotzdem empfehlen wir aber ausdrücklich, die Bedingungen und Verbote der Vermieter zu beachten. Wie schon anfangs geschrieben, seid ihr sonst ohne jeglichen Versicherungsschutz unterwegs.


 


Dump stations findet ihr auf allen privaten CGs, fast allen State Parks und den meisten National Parks. Bei privaten Campgrounds habt ihr bei Full Hook-up alle Anschlüsse direkt auf eurer site.

Falls ihr keine solche Möglichkeit der Entleerung vorfindet (z.B. beim Boondocking), erhaltet ihr u.a. auf diesen Websites https://rvdumpsites.net/  und https://www.rvdumps.com/ entsprechende Adressen, wo ihr, evtl. gegen Entgelt, die Tanks leeren und Frischwasser auffüllen könnt.

Nun zum praktischen Vorgehen:

Die Womos haben drei Tanks:

  • Fresh Water, meistens 100-200 Liter
  • Grey Water, 100-150 Liter, für Spüle, Waschbecken
  • Black Water, 100-150 Liter, für das WC (Wasserspülung)

Zusätzlich hat das Womo einen sogenannten City Water Anschluss. Wenn ihr auf einem Campground mit Wasseranschluss seid (diesen haben in der Regel alle privaten CGs, fast alle State Parks, viele National Parks), schließt ihr das Womo per Wasserschlauch an und

  • habt somit mehr Wasserdruck
  • verbraucht nichts aus dem eigenen Tank

Es ist nicht empfehlenswert, das Wasser aus eurem Fresh Water Tank zu trinken. Kauft euch besser Trinkwasser in 1 Gallon Behältern im Supermarkt. Das machen die meisten so. Wer weiß schon, was euer Vormieter "getankt" hat?
Zum Kochen von Nudeln o.ä. könnt ihr das City Water benutzen - die Hitze reicht zum allfälligen Beseitigen eventueller Keime.


Nun zum Dumpen:

  • ihr fahrt zur Dump Station
  • ihr schließt schließt die "Sewer Tube" (dieser Schlauch befindet sich meist in der Stoßstange) außen an den Abwasserablass an
  • ihr steckt das andere Ende in das Loch im Boden der Dump Station und beschwert den Einfüllstutzen, damit er nicht herausrutscht
  • ihr öffnet mit einem Schieber als erstes den Black Water Tank (seit 2012 ist - falls der Tank rechtsseitig liegt - Vorschrift, dass ein zweiter Schieber auf der gegenüberliegenden Seite des WoMos, also meistens in Fahrtrichtung rechts, vorhanden ist. Diesen also nicht vergessen zu öffnen, sonst entleert sich nichts!)
  • wenn das Black Water leer ist, öffnet ihr zum "Nachspülen" den Schieber des Grey Water Tank

Hinweis: Wenn der Blackwater Tank leer ist, die Schieber nicht gleich schließen, sondern erst den Greywater Tank leeren. Dadurch wird beim Leeren des Dusch- und Spülwassertanks zusätzlich noch das Fäkaliensystem etwas gespült. Die Schieber bleiben somit sauber. Erst wenn beide Tanks leer sind, alle Schieber schließen.

  • danach entfernt ihr die "Sewer Tube", spült sie mit Wasser etwas durch und verstaut sie wieder in der Stoßstange.
  • das Ganze macht ihr am besten mit Gummihandschuhen
  • Dauer: 5-10 min
  • Danach füllt ihr das City Water wieder auf

Hinweis: Die Möglichkeit, das Frischwasser wieder aufzufüllen, befindet sich häufig ein paar Meter von der Dumping station entfernt. So wird sicher gestellt, dass die Zapfstelle für Frischwasser nicht verunreinigt wird. Nicht mit dem Schlauch direkt an der Dumping station den Frischwassertank auffüllen!! Damit spült ihr nur euren Schlauch durch und reinigt den Bereich des Auslasses!!

Noch ein paar Praxistipps: 

  • stellt immer sicher, dass das Wohnmobil waagerecht steht, sonst leeren sich die Tanks nicht optimal
  • dumpt nicht täglich, sondern lasst die Tanks immer einigermaßen voll werden, sonst verkleben die Schieber und die Füllstandssensoren
  • Deshalb: die Schieber auch beim Anschluss an Full-hook-up nicht offen lassen (stinkt zudem auch weniger)!
  • verwendet nur Camping-Toilettenpapier

An der Dumpstation, (Gummi-)Handschuhe sind zu empfehlen, nach dem Dumpen mit Frischwasser den Einfüllstutzen und den Platz drumherum reinigen!

Links: Black-Water; Mitte: Grey-Water; Rechts: Außendusche (kein Standard).


 


Für Langzeitreisende kann es sinnvoll sein, sein eigenes Wohnmobil nach Nordamerika zu verschiffen. Was ihr dabei beachten müsst bzw. wo die Fallstricke liegen, erfahrt ihr hier.

Ein ganz besonderer Dank gilt hier unseren Foris Beate und Toni, die in 2016 und 2017 ihren Traum von einer Langzeitreise durch Kanada und USA mit dem eigenen Wohnmobil verwirklicht haben. Mit sehr viel Herzblut hat Beate (Beate 'road runner') nach ihrer Rückkehr alle wichtigen Informationen im oben verlinkten Thread zusammengefasst und damit für einen großen Mehrwert unseres Womo-Abenteuer-Forums gesorgt. 

Vielen Dank euch Beiden!