Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Frequently Asked Questions - Rund um das Wohnmobil

Hier findet Ihr die häufigsten Fragen rund um das Wohnmobil. Wie z.B Erklärung technischer Begriffe, Erklärung zu Campingplätzen, Übernahme und Abgabe des Wohnmobils usw.

Es gibt 5 verschiedene Wohnmobiltypen. In zunehmender Größe sind dies:

-Camper Vans (aka B-Klasse):
Früher Van-Conversion genannt, erfreuen sich in letzter Zeit die Juicy oder Escape-Campervans steigendender Popularität. Der kleinste Fahrzeugtyp, vergleichbar mit Kombi-PKW oder einem VW Bus. Für 2 Erwachsene und ggf. kleine Kinder. Zugang von außen und innen. Vorteil ist die Variabilität in der Stadt und auch auf schlechten Strassen. Nachteil der geringe Platz. Kein WC oder Dusche. Rudimentäre Kochgelegenheit.


Juicy Campervan


Escape Campervan

-Pick-up Camper:
Auf die Ladefläche eines Pick-up Kleinlasters wird ein Wohnteil gesetzt, das im Prinzip abnehmbar wäre. Die Vermieter unterbinden dies aber durch Schlösser. Die Längen betragen zwischen 17-20". Ideal für zwei Leute und für Strecken bei denen höhere Bodenfreiheit sinnvoll ist. Wird oft in Kanada angeboten, Zugang nur von außen, meistens hinten. Kochgelegenheit, Kühlschrank, WC mit integrierter Dusche.


T19 von Cruise Canada


Moderne Pick-up-Camper mit Slide

-C-Klasse
Der häufigste WoMo-Typ, reicht von 19" bis zu 32". Großes Alkovenbett über der Fahrerkabine. Hoher Komfort, hohes Platzangebot. Doppelbett im hinteren Teil, Essbereich als zusätzliches Bett umbaubar. Mehrflammiger Gasherd, Kühlschrank, WC und Dusche. 25" ist ausreichend für 4 Personen, noch bequemer und für Familien mit bis zu 6 Personen kann man die Varianten 27" bis 32" mit Slide-Out wählen. Lange Typen schwenken allerdings beim Kurvenfahren weit aus und sitzen mit dem Überhang hinten gerne auf.


C26-28 von Roadbear

-A-Klasse
Sieht aus wie ein Reisebus, kein Alkoven. Länge meistens 32". Platzangebot sehr groß, allerdings etwas reduzierte Schlafmöglichkeiten im Vergleich zur C-Klasse. Höchster Komfort, sowohl im Innenraum als auch beim Fahren, bedingt durch die großen Räder und den langen Radstand. Leider das teuerste Fahrzeug.


A-29-31 von Roadbear

-5th-Wheeler
Diese Klasse wird normalerweise nicht zur Vermietung angeboten. Es handelt sich dabei um einen riesigen Wohnanhänger, der mittels Sattelverbindung von einem starken zwillingsbereiften Pick-up gezogen wird.


Fahrzeug von Die Pandas

 

Man hat also eine große Auswahl, die sich vor allem nach der Anzahl der Personen und deren Komfortanspruch richtet. Auf der anderen Seite können kürzere Modelle in Sachen Beweglichkeit und Wirtschaftlichkeit punkten. Teilweise gibt es Straßen, die für lange WoMos gesperrt sind. Lange WoMos brauchen große Campsites und selbst in einem Land wie USA spielt irgendwann der Spritpreis eine Rolle. Als allgemeine Faustformel kann man rechnen: 1 Liter Sprit pro Fuss auf 100 km.

EINLEITUNG:

Wohnmobile für unsere USA-/Kanada-Urlaub werden vor Ort vermietet von dort ansässigen Firmen (Roadbear, Apollo, ElMonte, Cruise America, Cruise Canada, Fraserway u.v.m).
Die Buchung und der größte Teil der Bezahlung erfolgt bei einem deutschen (oder Schweizer, österreichischen etc.) Reisebüro, das die Leistungen beim Vermieter vor Ort einkauft und ggfs. durch Zusatzleistungen ergänzt. Direkt beim amerikanischen Vermieter sollte man als Europäer nicht mieten, meist ist der Preis sogar höher und Bestandteile wie Versicherungen sind entweder schlechter oder deutlich teurer. Außerdem ist es schon etwas wert, dass einheimisches Reiserecht und Gerichtsstand gelten.
 
Vertraglich gilt eine Mischung aus deutschem Reiserecht und Versicherungsbedingungen und dem vor Ort unterschriebenem Vertrag nach US/CAN-Recht. Habt Vertrauen - dieses Gestrüpp hat zwar noch keiner entwirrt … aber die Reisebüros/Vermieter wollen ihre Kunden halten und solange ihr nicht groben Unfug treibt, geht es auch gut. Wer allerdings ohne Führerschein fährt, alkoholisiert, in explizit verbotenen Gebieten (Mexiko, Death Valley im Sommer), der zahlt im Falle eines Falles viel Geld oder bei Menschenleben auch sein Leben lang.
 
Der Mietpreis für ein Wohnmobil in USA oder Kanada setzt sich IMMER aus den folgenden Komponenten zusammen, wobei manche entfallen können oder man darauf verzichten kann:
 
Was Erläuterung Reise-
büro
vor Ort Preis ca.
Tagespreis pro Miettag
Erster und letzter sind 1 Tag
     X       - 20-250€
mls/km Preis ist pro mls/km
Wird einzeln bezahlt, in Paketen oder unbegrenzt
    (x)     (x) 35-40
ct/mls
Preparation Fee Vorbereitung, erste Füllung Chemikalien     (x)     (x) 75-200$
Transfer Oft in Prep.Fee enthalten.     (x)     (x) 30-100$
Convenience Kit Geschirr, Töpfe. Manchmal in Prep.Fee enthalten     (x)     (x) 50-100$
Personal Kits Bettwäsche, Handtücher. Pro Person     (x)     (x) 35-70$ pP
Extras Campingtisch&Stühle, Navi, Kinderstuhl ...     (x)     (x)

<100$

Generator abgerechnet nach Betriebszeit       -      X 3$/std
Oneway Fee Abgabe an anderer Station     (x)     (x) 150-450$
Frühabholung Man darf schon vor 11:00 abholen, statt nachmittags     (x)     (x) 50-200€
Local Tax Auf alles, was man vor Ort in $ bezahlt      -       X 5-10%
         
Zusatzhaftpflicht Auftstockung der Haftpflicht,
meist von 1mio$ um 1 mio €
    (x)      - 50-75€
Null Selbstbehalt Erstattung des Selbstbehalts bei Schäden
--> Aber Achtung: nicht bei Verstößen
    (x)      - 3-5€
pro Tag
         
Hotel, Flug Werden manchmal als Paket mit angeboten     (x)      - it depends
         
Benzin, Propan nach Verbrauch      -      - 40-60
ct/mls

 X  zwingend zu buchen bzw. zu zahlen

(x) optional
Heißt nicht immer, dass ihr aussuchen könnt, ob und wo ihr das mieten/bezahlen könnt. Manchmal kann man das nur beim heimischen Reisebüro, manchmal nur vor Ort, manchmal ist es auch vorgeschrieben, dass heißt, manchmal kann man es gar nicht weglassen. Dies hängt zum einen vom amerikanischen Vermieter ab, zum anderen vom heimischen Reisebüro - und ändert sich auch schon mal von Jahr zu Jahr.

- nicht möglich

 
Manche Reisebüros bieten diese Bestandteile transparent an, manche "bündeln" (=verstecken) Komponenten in Paketen ("all inclusive", "Premium"), manche verschleiern sogar vollständig, indem der Gesamtpreis als "Preis pro Person" angeboten wird. Ob diese Bündelung jeweils günstig oder überteuert ist, muss man leider selbst rausfinden, vor allem, ob man alle gebündelten Leistungen überhaupt braucht.
Regelrecht ärgerlich ist die Preisangabe pro Person, die maximal die Vergleichbarkeit verschleiert - und nichts, aber auch gar nichts mit der Preisfindung zu tun hat - bis auf die Stühle und Personal Kits ist der Wohnmobilpreis nämlich personenunabhängig.
 
An der rechten Spalte seht ihr, dass man eine 25-Tage-Miete sowohl für 6000€ als auch für 1500€ kriegen kann. Im wesentlichen ist dies abhängig von der Reisezeit, dann vom Fahrzeugtyp und den gefahrenen mls/km, erst in dritter Linie von Anmietort, oneway, Extras etc.
 
———————————
 
LEITFADEN:
 
Wem jetzt der Kopf schwirrt, sich vielleicht überfordert fühlt … hier ein Leitfaden, mit dem ein vernünftiger Preis erzielt wird, aber nicht die letzten 3% optimiert werden.
 
Bucht die wichtigsten Komponenten und vor allem die Versicherungen, den Rest entscheidet und zahlt ihr vor Ort:
 
1.

Bucht vor dem 31. Oktober, dann gibt es attraktive Frühbucherrabatte: meist 10-15% auf den Tagespreis, und eine Mischung aus freien mls/km, Kits, Oneway Fee oder anderen Extras ohne Berechnung.
Oder wartet auf die Herbst-, Winter- oder Frühjahrspecials (nur für "nicht schulpflichtige" Familien).

2.

Wählt das Fahrzeugmodell und 1 bis max. 3 Vermieter aus

3.

Legt Mietzeitraum und An-/Abgabestation fest

4.

Kalkuliert die Meilen/km mit Google Maps, plus 20%, rundet aufs nächste 500-er Paket nach unten ab.
(Beispiel: 1840 mls —> 3x 500 mls Pakete)

5.

Fordert von 2-3 Reisebüros ein Angebot an, mit folgenden Vorgaben:
- Fahrzeugtyp, von Vermieter x, ggfs. auch von y oder z.
- Zeitraum, Mietstation(en), Meilenpakete
- Prep Fee, Transfer, Conv.Kit, Personal Kits für alle Personen
- 2 mio Haftpflicht, Null-SB
Nicht das Reisebüro um die Ecke, sondern eins, das auf Wohnmobilreisen spezialisiert ist.
Bleibt hart und bittet um Nachbesserung, wenn von euren Angaben abgewichen wird.

6.

Bittet um klare Aufteilung, was beim Reisebüro in €, was vor Ort in $ zu zahlen ist. 
Und fordert einen Reisesicherungsschein.

Dann vergleicht den Gesamtpreis, nämlich die Summe aus
- EUR beim Reisebüro, plus
- Dollar vor Ort + ca. 7% Tax mal Umrechnungskurs.
(Tax und Umrechnungskurs müsst ihr selbst nachschauen/schätzen)

Wer mag, kalkuliert es sich selbst bei www.camperboerse.de (ist gar nicht so schwer) und hat damit einen bereits sehr guten Anhaltspunkt, den nicht viele Reisebüros unterbieten werden/können.
 
Das größte Einsparpotential, oft mehrere hundert Euro, liegt in der Wahl des Zeitraums (man kann in eine günstigere Saison rutschen) und in der Kombination aus Fahrzeugtyp/Anmietstation/Rückgabestation (je nach Auslastung kann man Glück haben). 
 
Denkt aber daran: Kein Reisebüro sagt das Mietfahrzeug direkt zu - alle müssen die Verfügbarkeit beim Vermieter in Amerika anfragen und erst nach Bestätigung ist die Anmietung verbindlich.
 
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DETAILS:
 
Ab hier … geht es ins Eingemachte und wer den oben ermittelten Preis noch optimieren will, muss einiges an Zeit aufwenden.
 
Grundsätzlich gilt:
- Für Schulferien muss man früh buchen (vor 31.10.), 
- für Nebensaison sollte man die Specials abwarten,
- Überführungstouren sind meist innerhalb weniger Tage ausgebucht.
 
Tagespreis: Je nach Vermieter variiert der von Miettag zu Miettag und von Station zu Station und natürlich je nach Fahrzeugtyp. Bei ElMonte und Cruise America/Canada sind das sogenannte Flexrates, die wöchentlich je nach Nachfrage neu festgelegt werden. Bei den anderen Vermietern werden die pro Saison einmal festgelegt, wobei es aber die oben erwähnten Specials geben kann. 
Spartipp: Spielt mit dem Zeitraum, dem Wohnmobiltyp und der Mietstation. Wenn ihr Oneway mieten wollt, probiert es einmal umgekehrt aus. 
Ein Beispiel von 2013: Roadbear wechselt auf den Hochsaisonpreis meist so um den 8.Juli. Vorher kostet ein Miettag für das A30-Modell 84€, danach 215€. Jeder Tag, den man früher anmieten kann (Schulferien!) bringt also über 100€.
Typische Frühbucherrabatte sind 10-15% auf den Tagespreis, Kits oder oneyway oder Meilenpakete oder Navi umsonst etc. Spielt mit der Auswahl herum.
Oder die Einwegmiete SEA-SFO ist im Spätsommer in dieser Richtung oft günstiger als umgekehrt SFO-SEA. Und sogar der Tagespreis ab SEA günstiger als ab SFO. Weil die Fahrzeuge im Herbst/Winter eben im Südwesten gebraucht werden.
 
mls/km-Preis: Freimeilen, Pakete, inkludierte Meilen … suggerieren Sparpreis oder Vergünstigungen, sind aber eigentlich nur ein Geschäft für Reisebüro oder Vermieter. Denn die so verkauften Meilen basieren komplett auf dem Vorort-Preis pro mls/km, abzüglich 3- maximal 10% Rabatt, nicht gefahrenen mls/km verfallen und werden nicht erstattet. Wer also ein 500mls-Paket kauft und nur 450 mls ausnutzt, hat schon drauf gezahlt. Umgekehrt ist die maximal "Strafe", also der verpasste Sonderpreis, nur ca. 15€ … wenn man nämlich zufällig exakt das nicht gekaufte 500mls-Paket auch komplett fährt. Umgekehrt hat man schnell 100€ oder mehr zu viel bezahlt, wenn man großzügig zu viel mls/km vorab kauft oder - was wir hier auch schon gehört haben - sich erzählen lässt, dass man vor Ort mls/km teuer bezahlen muss oder sogar überhaupt nicht kaufen kann. 
Spartipp: Weniger mls/km kaufen als die kalkulierten mls, also nur das, was man auch 100% fahren wird.
Und am besten: weniger mls/km fahren - jede mls kostet 1$ !
Wer viele mls/km fahren will, für den kann sich unbegrenzte Meilen lohnen. Aber genau rechnen, meist erst ab einer Fahrleistung von mehr als 1000 mls pro Woche.
 
 
Preparation Fee/Transfer: Da kann man meist nichts beeinflussen - je nach Vermieter und sogar Station ist das ein recht fester Betrag, der Unterschied ist, ob das einheimische Reisebüro noch 5 oder 10€ Marge kalkuliert.
Transfer in Eigenregie ist manchmal auch nicht schlecht, selbst wenn man den inkludierten Transfer dabei verfallen lässt - man ist flexibler und kann manchmal günstiger wegkommen, falls man nicht in einem Transferhotel ist.
 
Convenience/Personal Kits: Hier kann man sparen, in dem man von zuhause Sachen mitbringt oder vor Ort im Supermarkt günstig kauft. Wer sich das zutraut und den Zeitaufwand treiben möchte, kann 50-150€ sparen - je nachdem, ob und wie viele Kits der Vermieter zwingend gebucht haben möchte.
Spartipp: Spart eure Zeit und Nerven wink
 
Oneway: Kostet meist 150-450$ … hier gibt es oft Rabatte.
Spartipp: Wenn man bedenkt, dass jede gefahrene mls ca. 1$  kostet (für US: 35-40ct/mls + Tax pro mls, dazu kommen 25-35l/100km bei Spritkosten von 3,80-4,50$/gal, Kanada ähnlich), so relativiert sich die Einweggebühr manchmal recht schnell. Kalkuliert doch mal die mls, z.B. für die Strecke LAS-DEN statt LAS-LAS oder SFO-LAS statt SFO-SFO, meist hat man bei Oneway deutlich weniger mls/km und holt die Oneway Fee wieder rein.
 
Frühabholung: Wird nicht immer angeboten. Kann sich lohnen, weil man dadurch einen halben Fahrtag gewinnt und wegen des Jetlags am Abholtag sowieso früh aufwacht.
Spartipp: Manchmal geht es auf Kulanz - 1-2 Tage vor Abholung fragen, ob das Wohnmobil zufällig schon am Vortag abgegeben wird. Dafür verfällt dann meist der Transfer, den man dann selber tragen muss.
Wo es nicht angeboten wird oder wenn man auf Nummer sicher gehen will: Einen Tag früher anmieten - das kann günstiger sein als der "Early Bird" Preis des Reisebüros.
Hinweis: Die Vermieter kalkulieren, besonders in der Hochsaison, dass die Fahrzeuge morgens zurück gegeben werden und am Nachmittag wieder raus gehen. Dehalb bedeutet eine Frühabholung einen potentiellen Vermiettag weniger.
 
Der Rest: Spielt entweder preislich keine große Rolle (wie Tisch, Generator, Stuhl, Propan, Navi) oder sollte man nicht weglassen (Versicherungsleistung!).
Spartipp: Generator nicht pro Tag (manche Vermieter bieten das für 5$/Tag) an, sondern pro Stunde abrechnen. Man braucht im Durchschnitt weniger als 1 Stunde pro Tag.
 
Hotel: Hier gilt, dass in der Regel es günstiger ist, separat zu buchen. Manchmal haben die Reisebüros aber einen Supersonderpreis für ein bestimmtes Hotel … dann kann es sich rechnen, falls ihr in dieses Hotel wollt. Vergesst nicht, dass in USA/Kanada die Hotelpreise immer pro Zimmer sind, nicht pro Person. Und es immer wieder tolle Schnäppchen gibt.
Spartipp: Wer nicht vor Wohnmobil-Übernahme mehrere Übernachtungen macht, sondern direkt am Tag nach der Landung übernimmt, für den ist das Mitbuchen eines der vom Vermieter vorgesehenen Transferhotels am günstigsten. Meist ist der Transfer dann auch ohne Aufpreis enthalten.
Hinweis: Wer vorher ein paar Tage Sightseeing macht, fährt meist besser, wenn er Hotel und Transfer in Eigenregie bucht.
 
Flug: Hier haben Reisebüros manchmal erstaunlich günstige Kontingente, die nur in Verbindung mit einer anderen Reiseleistung verkauft werden können. Nachfragen lohnt sich also immer.
Auch ist es - gerade für den unerfahrenen Womo-Bucher - gut, die beiden teuersten Leistungen Wohnmobil und Flug aus einer Hand zu haben, damit die Verantwortung und die Kosten beim Reisebüro liegen, wenn sich bei einem von beidem der Reisetermin ändert.
Spartipp: Flug immer auch beim Reisebüro nachfragen, manchmal gibt es gerade für die Schulferien ein Schnäppchen.
Aber in der Regel sind heute die Preise bei den Flugportalen oder direkt bei der Airline günstiger. Der Aufpreis des Reisebüros auf den Flugpreis von Portal/Airline sollte sich auf 25-40€ p.P. beschränken. Bedenkt, dass mittlerweile auch die meisten Portale und Airlines Buchungsgebühren nehmen.
Hinweis: Prüft, ob euch Nebenleistungen wie Sitzplatzwahl, Kinderbett, Sondergepäck, Upgrademöglichkeit wichtig sind. Die gibt es zunehmend nur, wenn man bei der Airline und nicht beim Reisebüro oder Portal bucht.
 
Überführungsfahrten: Hier gilt alles Gesagte auch, nur ist der Anteil der mls/km am Gesamtreisepreis viel viel höher - der Tagespreis ist oft erstaunlich niedrig, dafür schlagen die Spritkosten und die Kosten für Extrameilen das Loch in die Reisekasse.  
Fallen: Wenig inkludierte Freimeilen machen den Preis nur optisch günstig; Transfer ist nicht enthalten; macht euch bewusst, wie viel zu fahren (und zu bezahlen!) ist.
Spartipp: Wer eigentlich zu den Canyons des Südwesten möchte, der sollte sich die "2000 mls Anlauf von Chicago zum Grand Canyon" (=2000$ !!!) sparen. Das Frühjahrspecial ab Las Vegas ist für diese Region in aller Regel günstiger! 
Hinweis: Für denjenigen, der bewusst die Weiten des Westens erleben und erfahren möchte, ist eine Überführungsfahrt aber unschlagbar günstig.

US-Wohnmobile wiegen deutlich mehr als europäische Modelle, praktisch alle sind >3,5 t, viele auch >7,5 t, insbesondere die A-Class.

Der deutsche "Standard-Führerschein" der Klasse B ist in Deutschland und EU bis 3,5 t gültig.
Ältere deutsche PKW-Führerscheine haben auch Klasse C1, gültig (in Deutschland und EU) bis 7,5 t.
Einige besitzen sogar noch die Klasse C1E, gültig (in Deutschland und EU) bis 12 t Gesamtgewicht (Zugfahrzeug und Anhänger)

Jahrelang waren alle Reisebüros übereinstimmend der Meinung, dass bei Anmietung von Wohnmobilen in USA (und auch Kanada oder Australien) der deutsche Führerschein ausreicht. Jüngst (Stand Nov. 2015) haben jedoch Camperbörse, DER, ADAC-Mietwagen-Info und Meiers Weltreisen jeweils ihre AGBs bzw. Infotexte geändert, zum Teil auch Briefe/Emails an ihre Kunden geschickt. Sinngemäß schreiben sie: "Der deutsche Führerschein Klasse B reicht zur Führung der meisten US-Wohnmobile nicht aus; Sie als Mieter sind selber verantwortlich, die erforderliche Fahrerlaubnis zu haben." Der Grund für diesen Sinneswandel ist uns nicht klar, denn weder in USA noch in D/EU gibt es neue Vorschriften.

Andere Reisebüros, wie Canusa, CU Campers schreiben weiterhin, dass der Führerschein der Klasse B ausreichend ist.

Wir haben uns bei unseren Kontakten und bei diversen offiziellen Stellen erkundigt und um eine Stellungnahme gebeten. Übereinstimmend ist die Aussage, das der deutsche bzw. EU-Führerschein für PKWs (Klasse B) ausreichend ist, um auch große und schwere US-Wohnmobile zu fahren. Im einzelnen hier die Stellungnahmen:

Zusätzlich hier eine Übersicht der "Excempts for Recreational Use", welche Staaten wann eine "CDL" (Commercial Drivers License) verlangen; meist gilt, dass erst ab 26.000 lbs (ca. 11,7 t) eine "special drivers license" erforderlich ist "for recreational use".

 

Der Unterschied in den Auffassungen liegt anscheinend darin, ob D/EU festlegen, mit welchem Führerschein in USA/Canada welches Fahrzeug gefahren werden darf, oder ob dies USA/Canada für ihr Land festlegen. Innerhalb der EU ist dies klar geregelt - die Restriktionen des ausstellenden Staates gelten in jedem EU-Ausland. Darum darf ein Deutscher mit Klasse B vor 1999 auch in Luxemburg ein Wohnmobil bis 7,5 t fahren (eben weil D regelt, dass solche Führerscheine auch Klasse C1 haben), während ein Luxemburger mit dem gleichen Führerschein sowohl in Luxemburg als auch in Deutschland nur Fahrzeuge bis 3,5 t führen darf.

Wesentlich scheinen uns die "Excempts for Recreational Use" zu sein, die in allen Staaten gelten.

Unser Fazit nach diesen Unterlagen ist:

Wir halten es für abwegig, dass D oder EU den USA oder Canada gleiches vorschreiben können oder dies tun. Wir halten die oben ausgedrückten Auffassungen für korrekt, dass nämlich
1. USA/Canada eigenständig entscheiden, wer womit welches Fahrzeug führen darf,
2. der US-PKW-Führerschein ausreicht für "Recreational Use", in den meisten Staaten bis 26.000 lbs, in manchen unbegrenzt,
3. der D/EU-PKW-Führerschein dem US-PKW-Führerschein gleichgestellt ist, und zwar für RVs.
4. Die letztendliche Klärung, ob die RV Excempts für uns auch gilt, steht aber aus.

Letztendlich können, dürfen und werden wir als Womo-Abenteuer aber keinen Rechtsrat erteilen. Deshalb muss jeder sich eine eigene Meinung aus den Stellungnahmen bilden und selbst entscheiden, ob und mit welchem Führerschein er eine Fahrzeugmiete bucht und durchführt.

(Weitere Infos hier.)

Manchmal stellt sich die Frage nach dem Alter des Wohnmobils. Hier gilt es zu unterscheiden nach dem

Fabrikationsjahrgang

Modelljahr

Das Fabrikationsjahr spielt eigentlich nur beim Chassis eine Rolle. Meist sind das ja Ford- oder Chevychassis. In der Fahrertüre ist die Plakette, auf der das Fabrikationsjahr eingeprägt ist.

Das Modelljahr ist etwas kompliziert. Hier ist der WoMo-Aufbau gemeint. Jeweils im Herbst werden die neuen Modelle von den Firmen auf den Markt gebracht. Also im Herbst 2015 kommt das Modell 2016 auf den Markt. Bei den grossen Vermietern, zu denen neben Cruise America, ElMonte auch Apollo und Road Bear zählen, haben eine Vorzugsstellung. Diese Vermieter haben ein Mitspracherecht bei der Entwicklung von neuen Floorplans, Weiterentwicklungen etc.

Aus diesem Grund bekommen diese Vermieter die neuen Modelle bereits im Frühjahr. Das Modell 2016 wird also den grossen Vermietern bereits im Frühjahr 2015 ausgeliefert. Im Gegenzug müssen sich die Vermieter verpflichten, die Fahrzeuge frühestens im Herbst zu verkaufen. Die Ueberführungsfahrzeuge 2015 können also im Herbst 2015 als Modell 2016 verkauft werden. Noch besser : die Ueberführungsfahrzeuge vom Frühjahr 2015 können im Herbst 2016 als Modell 2016 verkauft werden, sind aber 2 Saisons im Vermietgeschäft gelaufen.

Das ist absolut legal, aber man kann sich vorstellen, was das heisst wenn 2016 bei ElMonte's Premium-Modellen eine Modellgarantie 2015 gewährt wird. Bei diesen Premium-Modellen kann das WoMo also bis zu 3 Mietsaisons hinter sich haben, während die gewöhnlichen WoMos bereits bis zu 6 Mietsaisons hinter sich haben.

Wenn man alles genau anschaut, kann es gut sein, dass die grossen Hersteller wie Winnebago, Coachman, Fleetwood etc. die Pickup-Chassis bereits im 2014 kaufen, sie stehen dann auf dem Hof bis im Frühjahr 2015 der Aufbau gemacht wird. Das ganze wird dann als 2016 Modell überführt und bleibt bis Herbst 2016 in der Mietflotte. Dann wird es als Modell 2016 verkauft. Das Chassis ist dann 2-3 jährig (ElMonte hat viele 6-jährige Fordchassis) und der Aufbau ist 2 Saisons gelaufen, bis es im Herbst 2016 als Modell 2016 verkauft wird.

Da Road Bear und BestTime ihre RV's doppelt so schnell wechseln wie die andern Vermieter (wobei ich Apollo nicht beurteilen kann), gehören diese Vermieter zu unseren bevorzugten.

Vergiss nie, dass du mit einem hohen und vor allem langen Fahrzeug unterwegs bist.
Einige Tipps zum Fahren haben wir hier gesammelt: http://www.womo-abenteuer.de/node/2624

Einen Node zum Tanken findest du hier: http://www.womo-abenteuer.de/node/12419

Alle Wohnmobile haben zwei Stromkreise: 12V Gleichstrom und 110/120V Wechselstrom.

- 12V hat man immer (Bordbatterie, meistens zwei)
- 110/120V entweder am CG mit "E-Hookup" (Stromkabel anschließen) oder durch den Generator

Die Bordbatterie reicht für 1-4 Tage, sie wird geladen beim Fahren oder wenn das 110/120V-Netz in Betrieb ist. Der größte Stromverbraucher ist das Heizungsgebläse und/oder angeschlossene Ladegeräte.
Die meisten Wohnmobile haben 2 Bordbatterien - die Starterbatterie und die Wohnbatterie. (Zur Not kann man den Motor übrigens auch mit der Wohnbatterie starten wink

Die eingebauten Geräte/Verbraucher sind "automatisch" ausgelegt:
- Die Lampen sind 12V oder Kombi-Lampen mit 2 Glühbirnen für 12V oder 110/120V
- Das Heizungsgebläse hängt am 12V-Netz
- Der Kühlschrank schaltet automatisch zwischen Gas und 110/120V um
- Der Slide-Out arbeitet mit 12V
- Ausnahme 1: Mikrowelle/Toaster verlangen 110/120V, funktionieren also nur bei E-Hookup oder Generator.
- Ausnahme 2: Die Dachklimaanlage verlangt 110/120V, also ebenso nur bei E-Hookup oder Generator.
(- Die Klimaanlage im Fahrerhaus funktioniert, wenn der Motor an ist.)

 

Betrieb von "deutschen" 220/230V-Geräten, wie Föhns, elektrische Zahnbürsten, Ladegeräte, Laptops etc.:
- Ideal: das Netzteil ist ein 100-240V-Kombinetzteil. Dann braucht man nur einen Steckeradapter.
- Reine 220/230V-Geräte lassen sich nicht an das 110/120V-Netz anschließen! Im günstigen Fall funktionieren sie einfach nicht - manchen brennen aber auch durch!

Die Alternative ist ein 12V/230V-Spannungswandler, den man an die 12V-Steckdose im Fahrerhaus anschließt. Daran kann man dann (ohne Adapter) direkt unsere heimischen Verbraucher anschließen.
Es gibt Spannungswandler vom einfachen 150W-Teil für ~30€ bis zum vollausgestatteten Profigerät mit USB-Anschluss, elektronischer Steuerung etc. für >100€.

Aber Achtung: das 12V-Bordnetz verträgt maximal 240W, besser nur 150W - sonst fliegen die Sicherungen raus.
Also nicht mehrere Ladegeräte gleichzeitig anschließen, und auch beim Laptop den hohen Einschaltstrom (kann >150W sein) vermeiden, indem man den Laptop erst nach dem Einschalten anschließt.

 

Generator-Betrieb:

Ein kleiner, benzingetriebener Motor, der bei Bedarf 110/120V Wechselstrom erzeugt. Dadurch ist man unabhängig von einem externen Stromanschluss.
Die wichtigsten Gründe für Generatorbetrieb: Dachklimaanlage, Mikrowelle, Aufladen von Akkus.
Für Kochen, Beleuchtung, Kühlschrank, Heizung oder Slide-Out wird der Generator nicht gebraucht.

Bitte beachten:
- Ist laut, nervt die Nachbarn!
- Deshalb nicht überall bzw. zu allen Zeiten erlaubt.
- Also am jeweiligen Campground nachlesen/nachfragen!
- Kostet 3$ pro Stunde oder 5-15$ pro Tag. 
- Abrechnungsart muss bei Abholung gewählt werden, Roadbear hat nur die 3$/h-Variante.
- Betrieb geht auch während der Fahrt (falls man die Dachklimaanlage braucht)

 

Stecker:

Der Stromanschluss auf den Campgrounds sieht - wenn er voll ausgebaut ist - so aus:

15 /20 A ist der kleine doppelte Standard House Plug, 30A ist der dreieckige Anschluss mit 3 Plugs und 50A ist der mit den 4 gerade stehenden Plugs. Meistens gibt es nur 30A/50A, oft nur 30A (z.B. in State Parks), selten auch nur 50A.

Die Mietwohnmobile haben einen Stecker, der (nur!) in den 30A-Anschluss passt. Bei einigen Vermietern ist ein Adapter für 50A dabei - wenn nicht, müsst ihr den Camp-Host fragen oder die Campsite wechseln. An den 15/20A-Anschluss kann und sollte man das Wohnmobil nicht anschließen. Dieser Stecker ist für z.B. Grillgeräte o.ä. 

Beim Buchen heißt das: 30A reicht.

Eine ausgiebige Diskussion zu dem Thema findet ihr hier.

Geschrieben von Fredy ---Stand  21.07. 2012

 

Hallo zusammen

In letzter Zeit häufen sich die Bemerkungen von Foris, welche Probleme mit der Hotline der Vermieter (Notfallnummer) haben. Bei Cruise America ist das nicht Neues, da deren Hotline manchmal ja und manchmal eben auch nicht funktioniert. Manchmal klappt der Rückruf und manchmal nicht.Die Nummern werden euch bei der Übernahme der Fahrzeuge genannt.

Ich habe deshalb die Problematik mal mit unseren 2 bevorzugten Vermietern Road Bear und Moturis / Campingworld besprochen und folgende Auskunft erhalten:

Allgemeines

Beide betonen, dass eine telefonische Hotline immer ihre Grenzen hat. Niemals ersetzt sie den Mechaniker/Spezialisten vor Ort. Dies kommt schon daher, dass der Mieter meist kein Fachmann ist, und er und der Spezialist verschiedenen Sprachen sprechen. Dieser Effekt verstärkt sich noch, wenn kein deutschsprachiger Spezialist verfügbar ist.

Ich hatte selbst dieses Problem, als mir ein englischsprachiger Spezialist empfahl die "Breakers" (Circuit Breakers also Sicherungsunterbrecher) zu kontrollieren und aus- und einzuschalten und ich partout "Brakes" (also Bremsen) verstand. Ich konnte noch so lange auf die "Bremsen" treten wie ich wollte, der Warmwasserzubereiter funktionierte trotzdem nicht.

Die Hotline kann aber immer eine Werkstatt ausfindig machen, wo man das Problem evtl. lösen kann. Dies bedingt jedoch manchmal zeitaufwändige Umwege und Wartezeiten. Wenn es ein Problem ist, welches die Bequemlichkeit (Kühlschrank, Warmwasser, Klimaanlage etc.), aber nicht die Sicherheit tangiert, wird versucht eine provisorische Lösung zu finden.

Beide Vermieter betonen, dass Schäden unbedingt am Schluss der Miete gemeldet werden sollten. Vielfach wird das aus Furcht vor Bezahlung der Schäden unterlassen. Es ist aus finanziellen, Zeit- und Personalgründen absolut unmöglich, z.B. vor jeder neuen Miete den Frischwasserschlauch oder Abwasserschlauch auf Undichtigkeit zu kontrollieren. Hier ist der Kauf - welcher zurückvergütet wir - jedoch kein Problem. Auch einen tropfenden Syphon sieht man nur, wenn man z.B. das Abwasserbecken füllt. Wird der Schaden gemeldet, so kann der Vermieter ihn beheben. Schäden, welche den Gebrauchswert des Fahrzeugen nicht beeinträchtigen, werden allerdings erst am Saisonende behoben (Kratzer, Steinschlag etc) Nicht verschweigen wollen wir aber, dass in den Stationen Menschen arbeiten - und wo Menschen arbeiten, passieren Fehler, wird etwas vergessen. Beide betonen jedoch, dass solche Fehler nicht bewusst einkalkuliert werden, denn ein böser/unzufriedener Kunde ist das Teuerste, was den Vermietern passieren kann.

Nun aber zu den Vermietern im Detail:

Road Bear

Bei Road Bear ist die Hotline in Agoura Hills am Hauptsitz untergebracht. Dort ist tagsüber auch jeweils ein deutschsprachiger Spezialist verfügbar. Sollte dieser unabkömmlich sein, muss man Wartezeiten bis zu Rückruf oder einen englischsprachigen Spezialisten in Kauf nehmen. Sollte das Problem nicht endgültig oder nur provisorisch gelöst werden können, wird man an eine Werkstatt verwiesen, die sich auskennt. Hier sind dann Wartezeiten fast vorprogrammiert.

Nachts wird der Anruf zur Zentrale in Neuseeland umgeleitet. Dort steht wenigsten ein Spezialist für RVs zur Verfügung und kann evtl. einen nützlichen Tipp geben. Um den Vorfall zu protokollieren, wird auf jeden Fall der Name, die Mietnummer, das Fahzeug etc. verlangt. Sollte das Problem am Telefon nicht gelöst werden können, ruft der Spezialist aus Agoura Hills am nächsten Tag zurück. Bei Weiterfahrt und dem Nichtvorliegen einer Handy-Nummer muss man selbst nochmals Kontakt aufnehmen.

Moturis/Campingworld

Bei Moturis ist die Hotline-Zentrale in Fort Lauderdale untergebracht. Für den Dienst sind tagsüber 3 Mitarbeiter abgestellt, wobei einer davon deutschsprachig ist. Sind diese 3 Mitarbeiter besetzt (diese stehen auch für die 6000 verkauften RVs pro Jahr bei Campingworld zur Verfügung), wird der Anruf an ein Call-Center weitergeleitet. Da diese Call-Center-Mitarbeiter nur für, aber nicht bei Moturis/Campingworld arbeiten, kommt es da zu den bekannt lästigen Fragen nach Name, Vertragsnummer, Fahrzeug etc. etc. Später - wenn möglich innerhalb eine Stunde sollte der Moturis-Techniker zurückrufen. Nachts geht der Anruf direkt ans Callcenter. Der Rückruf erfolgt erst am nächsten Morgen.

Ansonsten ist das Prozedere gleich wie bei Road Bear.

Generell gilt

Beanstandungen, Reklamationen, Ansprüche z.B. finanzieller Art immer spätestens am Schluss der Mietdauer vermerken lassen und ansprechen. Die Stationsleiter sind angehalten, diese zu protokollieren und zu prüfen. Sie haben auch einen gewissen (engen) finanziellen Spielraum (Gratis Generatorstunden, Kits, Mehrmeilen). Im speziellen Fall ist in den USA jeweils eine übergeordnete Stelle vorhanden, welche die Sache nochmals prüft und dann entscheidet. Ist man mit der Auskunft, der angebotenen Entschädigung zufrieden, so unterschreibt man das Abnahmeprotokoll und die Sache ist erledigt. Später sind die Vermieter in den seltensten Fällen bereit, nochmals auf die Sache zurückzukommen.

Ist man nicht zufrieden, so unterschreibt man das Protokoll nicht. In diesem Fall wird keine Entschädigung erbracht und dem Kunden steht es frei, den Weg über den Reiseveranstalter, Vermittler, Reisebüro zu gehen. Grundsätzlich ist es einfacher und erfolgversprechender, die Angelegenheit vor Ort zu regeln.

 

Immer wieder kommt die Frage: Kann ich denn mit einem RV durch das Death Valley fahren?

Zuerst muss geklärt werden, ob der Vermieter es erlaubt.
Bei manchen Vermietern ist es verboten, im Sommer durch das Death Valley zu fahren, in der restlichen Zeit aber erlaubt. Andere Vermieter teilen das Jahr in drei Teile: im Sommer verboten, kurz davor und danach auf eigenes Risiko, was Motorschäden betrifft, und im Winter dann erlaubt.

Warum sie es um Sommer nicht erlauben, steht  HIER

Was aber immer zutrifft: beim Befahren unter Verbot hat man keinen Versicherungsschutz. Weder für Kasko- noch für Haftpflichtschäden. Auch die 0-Selbstbehaltversicherung zahlt dann nicht. Somit muss jeder Schaden, auch der durch einen (unverschuldeten) Verkehrsunfall, selbst bezahlt werden.

Jeder muss selbst entscheiden, ob er durch das Death Valley fahren will. Einen Rat vom Team, es in der verbotenen Zeit zu durchfahren, darf niemand erwarten.

Jetzt zum Technischen: Das Durchfahren bei normalen Temperaturen (im Winter)  ist ohne weiteres möglich. Es müssen zwar mehrere große und auch steile Streckenabschnitte durchfahren werden, wenn man aber einige Dinge beachtet, ist das ohne Probleme möglich:
- Man wählt den 1. oder 2. Gang und fährt gleichmäßig mit mittleren Drehzahlen bergauf.
- Bergab wählt man auch eine niedere Gangstufe.
Der Gang ist dann richtig, wenn das Fahrzeug bergab durch den Motor die gleiche Geschwindigkeit beibehält. Lieber langsamer bergab fahren als zu schnell. Somit werden die Bremsen geschont.
Bei neueren Mietfahrzeugen schaltet man zusätzlich die Automatik auf "Tow/Haul", dies sorgt für höhere Drehzahlen, die bergauf/bergab den Motor schonen.

Jetzt zum Fahren in heißen Temperaturen: Es gilt das gleiche wie oben geschrieben, nur dass man zusätzlich auf die Kühlwassertemperatur des Motors ein Auge haben sollte. Zur Vorbeugung kann man die Klimaanlage ausschalten. Dann muss der Motor diese nicht mehr antreiben und spart Kraft. Sollte die Kühlwassertemperatur in Richtung roter Bereich tendieren, dann kann man mit Einschalten der Heizung und des Gebläses auf höchster Stufe den Motor begrenzt kühlen.

Sollte der Motor wirklich überhitzen, dann sofort rechts ran fahren. Den Motor aber auf keinen Fall ausschalten, das macht die Sache nur schlimmer. Den Motor im Stand laufen lassen, Heizung und Gebläse auf höchste Stufe stellen, Motorhaube öffnen. Sobald die Motortemperatur unter den kritischen Bereich gefallen ist, kann der Motor abgestellt werden. Nun kann vorsichtig der Kühlmittelstand kontrolliert werden. Sollte er zu niedrig sein, mit Wasser auffüllen. Wasser hat man ja mit an Board.

Trotzdem empfehlen wir aber ausdrücklich die Bedingungen und Verbote der Vermieter zu beachten. Wie schon anfangs geschrieben, ist man sonst ohne jeglichen Versicherungsschutz unterwegs.

Die Womos haben drei Tanks:

- Fresh Water, meistens so 100-200 Liter

- Grey Water, 100-150 Liter, für Spüle, Waschbecken

- Black Water, 100-150 Liter, für WC (ist Wasserspülung)

Zusätzlich hat das Womo einen sogenannten City Water Anschluss. Wenn man auf einem Campground mit Wasseranschluss ist (alle privaten CGs, fast alle State Parks, viele National Parks), schließt man sich per Wasserschlauch an, und
- hat mehr Wasserdruck
- verbraucht nichts aus dem eigenen Tank

Kaffee kochen? Wir benutzen das "City Water" nie zum Trinken, sondern kaufen immer (in 1 Gallon Behältern) Trinkwasser im Supermarkt. Machen die meisten so. Wie kann ich wissen, was mein Vormieter "getankt" hat?
Zum Kochen (Nudeln o.ä.) benutzen wir City Water - die Hitze reicht zum allfälligen Beseitigen eventueller Keime.

Nun zum Dumpen:
- man fährt zur Dump Station
- schließt die "Sewer Tube" außen an den Abwasserablass an
- steckt das andere Ende in das Loch im Boden der Dump Station
- öffnet mit einem Schieber als erstes den Black Water Tank (seit 2012 ist - falls der Tank rechtsseitig liegt - Vorschrift, dass ein zweiter Schieber auf der gegenüberliegenden Seite des WoMos, also meistens in Fahrtrichtung rechts, vorhanden ist. Diesen also nicht vergessen zu öffnen, sonst entleert sich nichts!)
- wenn Black Water leer ist, zum "Nachspülen" den Schieber zum Grey Water Tank öffnen.

Hinweis: Wenn der Blackwater Tank leer ist, die Schieber nicht gleich schließen sondern erst den Greywater Tank leeren. Dadurch wird beim Leeren des Dusch- und Spülwassertanks zusätzlich noch das Fäkaliensystem etwas gespült. Die Schieber bleiben somit sauber. Erst wenn beide Tanks leer sind, alle Schieber schließen.

- danach Sewer Tube wieder ab, mit Wasser etwas durchspülen und verstauen.
Das ganze am besten mit Gummihandschuhen.
Dauer: 5-10 min

Danach füllt man das City Water auf.

 

Noch ein paar Praxistipps: 
- Immer sicher stellen, dass das Wohnmobil waagerecht steht.
- Nicht täglich dumpen, sondern die Tanks immer einigermaßen voll werden lassen, ...
- ... sonst verkleben die Schieber und die Füllstandssensoren.
- Deshalb: die Schieber beim Anschluss an Full-hook-up nicht offen lassen (stinkt zudem auch weniger).
- Nur Camping-Toilettenpapier benutzen.

 

An der Dumpstation, (Gummi-)Handschuhe sind zu empfehlen, nach dem Dumpen mit Frischwasser den Einfüllstutzen und den Platz darum herum reinigen!

 

Links: Black-Water; Mitte: Grey-Water; Rechts: Außendusche (kein Standard).

An vielen staatlichen Campgrounds muss man sich bei der Ankunft am Platz selbst registrieren und bezahlen. Dies wird an der Self Registration Station gemacht. Dort findet man alle Hinweise zum Platz. Dort ist auch ein Behälter in dem die Registrierungformulare aufliegen vorhanden.

 

Die genaue Prozedur ist beschrieben und sollte eingehalten werden. Wenn das Formular, meist ein Kuvert, ausgefüllt ist legt man den genauen Betrag in das Kuvert und wirft es in die vorgesehene Box ein. Achtung es gibt keine Rückzahlung bei Überzahlung. An vielen Plätzen ist das ein eisener Pfosten mit einem Schlitz. Ein Abschnitt des Formulars wird an der Windschutzscheibe des RV's sichtbar befestigt. Teilweise befindet sich dann am Stellplatz noch ein separater Pfosten an diesem muss dann ein dritter Abschnitt des Formulars befestigt werden.

Es gibt für diese Prozedur leider keine einheitliche Regelung, daher müssen die Anweisungen an der Registrierungsstation befolgt werden.

Wichtig ist es, sich vor dem Auswählen eines Stellplatzes zu vergewissern, dass dieser Platz auch frei ist. Dazu muss der Platz abgefahren oder abgegangen werden und die Pfosten an den Stellplätzen kontrolliert werden. Wo kein Zettel hängt ist der Stellplatz frei. Es schadet aber auch nicht die hängenden Zettel zu kontrollieren, denn es könnte vergessen worden sein, diese bei der Abfahrt zu entfernen. Ob der Stellplatz frei ist sieht man am angegebenen Datum.

Sollten an den Stellplätzen keine Pfosten sein, dann wird die Belegung an anderer Stelle angezeigt. Meist dann an der Self Registration Station.