Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

2 Womoneulinge auf Abenteuertrip durch Kanada, ein etwas anderer Reisebericht

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Stromi
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2 Womoneulinge auf Abenteuertrip durch Kanada, ein etwas anderer Reisebericht
Eckdaten zum Reisebericht
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Hallo, wir sind (leider) wieder zurück!!!

Wir Womoneulinge haben einen fantastischen Urlaub hinter uns und können nur jedem empfehlen sich Kanadas überwältigende Natur und die Landschaften mit einem Womo anzuschauen und diese hautnah zu erleben.

Da die von uns geplante Route ja schon in mehreren Reiseberichten beschrieben wurde, möchte ich diesen Reisebericht nicht in chronologischer Abfolge schreiben, sondern die Ereignisse und Highlights beschreiben, wobei die Reihenfolge keine Wertungsreihenfolge ist, denn das ist unmöglich, die Landschaft ist so vielfältig und überwältigend.

Also beschreibe ich mal aus der Sicht eines unerfahrenen Neulings die Reise:

Planung ist wichtig!

Diese Erkenntnis kann ich (Bernd, 66 Jahre) nicht oft genug unterstreichen. Im Vorfeld der Reise war es meine Aufgabe zu planen. Die Standardantwort auf meine Fragen war: "Ich war da noch nie, also ist alles neu, plane wie du willst, wird richtig sein". Also habe ich mich umgesehen und bin nach gebundenen Reiseführern auf diese Seite gestoßen und plötzlich waren da Antworten auf Fragen, von denen ich nicht mal wußte, dass man die stellen kann. Also ganz ganz herzliches Danke an alle, die hier schreiben und sich die Mühe machen für andere mitzudenken!!!!!!!! Auf anderen Foren gab es so Fragen, wir starten nächste Woche, wir haben ein Womo in X gemietet für Y Tage, was können wir uns ansehen!!!!

Vorlaufzeit für die Planung ist wichtig!

Durch eine Verschiebung der Schiffsreise vor dem Womotrip hatte ich ca. 2 Jahre Planungszeit, das ist sicherlich sehr reichlich, aber alleine, wenn ich die Frühbucherpreise bei Flug und Vermietung ausnutzen will, brauche ich ca 1 Jahr Vorlauf, zu den Buchungen muss ich die geplante Reisezeit und -dauer als Minimum kennen . Wenn dann die Rahmendaten Flug, Miet- und Rückgabestation und Mietzeit feststehen, dann kann ich die Routenfeinplanung machen.

Navigationsgerät ist hilfreich!

Auch wenn die Kanadier sehr entspannte Autofahrer sind und rücksichtsvoll fahren, ist der Verkehr in Vancover nicht zu unterschätzen und auch unterwegs ist es entspannend, dass das Navi die Fahrtzeit zum angegebenen Ziel berechnet, sodass Pausen oder Besichtigungen ohne Hektik gemacht werden können. Ich würde auch immer meines mitnehmen, denn dann kann ich die Routen schon eingeben und ich kenne die Bedienung. 

Vorbuchen von Reiseteilen!

Auch hier sind schon im Forum die Diskussionen gelaufen. Wir hatten in Banff einen Tagestrip mit dem Hopp-On Hopp-Off-Bus geplant und vorbestellt, um die Sehenswürdigkeiten um Banff ohne Parkplatzsuche zu genießen und mal Ruhe vom Selbstfahren zu haben. Dazu gehörte auch die Frühbuchung des Campgrounds in Banff. Damit war klar 30.9. war Banff gebucht und fix. Als weiterer Fixpunkt war der letzte Campground 8.10. Burnaby River Park in Vancover gebucht, da das Womo am 9.10. zurückgegeben wurde. Der Rest war frei.

Mit Womo bin ich flexibel und kann auf Ereignisse reagieren!!!

Das haben wir gemerkt und auch voll ausgenutzt, als uns in Banff der Winter überrascht hat. In Jasper streikte meine Frau, der ausgesuchte Campground am Wildhorse Lake war zu einsam (außer uns nur noch ein Fahrzeug) und so sind wir für die 2. Nacht auf den Whistler CG umgezogen. Die Zwischenübernachtung in Saskatewan River Crossing wurde aus demselben Grund gestrichen und wir sind nach Banff durchgefahren. Dort bewies sich die Flexibilität der Campverwaltung und wir bekamen einen schönen Platz ohne umziehen zu müssen. Das bei der Ankunft noch gute Wetter hat sehr schnell umgeschlagen und führte zu - 6 ° und 30 cm Neuschnee. Der fixe Termin der Hopp-On Hoff-Off Tour brachte die Sehenswürdigkeiten im Schneefall und schlechtem Wetter und die Wetteraussichten für die folgenden Tage führten zur Routenänderung und Flucht aus den Rockies. Die Fahrt vom CG (Tunnel II) nach Banff runter war schleichendes Schleifen auf festgefahrenem Neuschnee und darunter verborgenen Eisplatten, der HWY Richtung Jasper war schon grenzwertig (vom Befahren war abgeraten) aber nach Revelstoke gings noch mit 30 bis max 50 km/h und über die 2 Pässe war Abenteuer pur. Den Rogerspass hoch lagen vom Schneedruck umgeknickte Bäume über dem HWY. In Revelsoke war dann nur noch Regen, aber auch das hat das dort bleiben vermiest, auch waren schon einige CG geschlossen, also erneute Planänderung und Fahrt nach Nakusp zu den Hot Springs. Dort im warmen Wasser (42 °) nach der Tour sehr entspannt.

Da wir auf unserer Schiffstour Kanadier aus Summerland (bei nur 12 Passagieren gesamt, ein nicht planbarer Glücksfall) kennenlernten, nahmen wir deren Einladung zum Besuch an und so parkte unser Womo für 4 Nächte in der Auffahrt von Toni und Heather in Summerland. Wir haben mit den beiden dann Touren zum Myra Canyon, eine Besichtigung des Ornamental Gardens in Summerland und eine Fahrt mit dem Dampfzug der Kettle Valley Steam Railway gemacht. Die Gegend am Okanagan Lake hat uns sehr gut gefallen, Fazit meiner Frau: Wenn ich auswandern müsste, wäre Summerland meine 1. Wahl. Wahrscheinlich mit deshalb, weil es in Summerland "real German Brezels" gab, die schmeckten, der Lake und wir durch Toni und Heather auch Einblick in das Leben der Kanadier bekamen.

Fahren mit dem Womo

das war nicht schwierig, nach kurzer Eingewöhnung an die Abmaße und die Umstellung auf Automatik ging es gut. Die Straßen sind gut ausgebaut und die Kanadier eigentlich entspannt. Die Trucks freuen sich, wenn der langsame Tourist im Womo rechts ranfährt und die Trucks vorbei lässt und dann weiter die Gegend genießt. Die Motorbremse ist sehr hilfreich, denn wir sind Gefälle bis zu 13 % nicht gewöhnt und das Womo schiebt dann doch. Auch meine Frau hatte extra ihre alte graue Tapete gegen eine neuere dort gültige Version getauscht und ist dort gefahren.

 

Technik und Ausstattung des Womo

nachdem man sich daran gewöhnt hat, die Wasserpumpe vor Bedarf ein- und nachher auszuschalten, sich in der ersten kälteren Nacht überzeugt hat, dass die Batterie das Heizen aushält und der Gasvorrat für den Trip reicht, können auch so kleine Probleme wie falsche Anzeige vom Black Water Tank ständig auf 2/3 nicht mehr schocken. Wir haben wahrscheinlich alle Anfängerfehler gemacht, Schubladen falsch beladen (öffnet sich in der Kurve), Schränke nicht richtig zu gemacht (in der Kurve kommt das Geschirr geflogen, 2 Teller und 2 Gläser gingen drauf, kosteten bei der Rückgabe des Womo ein Lächeln und die Bemerkung: das passiert"). Dumpen war kein Problem, auch wenn wir durch den Anzeigefehler öfters gedumpt haben als nötig, war es problemlos eine meist kostenfreie Dumpmöglichkeit zu finden (auch hier waren die Tips im Visitor Center hilfreich). Morgens wurde die Routine Heizung hochstellen, Wasserpumpe an, Wasserheizung an, nochmals ins Bett zum Wachwerden schnell eingeführt. Auch die Standardausrüstung des Womo (Fraserway MH 22) mit Messern (auch scharfes großes Messer) funktionierendem Dosenöffner, Wäscheleine und Wäscheklammern, Spülmitte und Salz/Pfefferstreuer neu, Spülschwamm, Einmalhandschuhen zum Dumpen, genügend Toilettenpapier und Eimer und Besen/Kehrschaufel machte zumindest bei dem Vermieter einiges überflüssig, was wir mitgenommen haben. Aber unser Womo muss von einem Forumsmitglied schon gefahren worden sein, denn eine IKEA Fußabstreifermatte war schon an Bord, sodass wir eine im Seiteneinstieg und eine für den Durchstieg in die Fahrerkabine hatten. Die fürs Waschen im Eimer  mitgebrachten Wäschekaruselle haben wir im Womo für den nächsten gelassen. Auch hier danke für den Tip mit dem Waschen und Trocknen, können wir nur als brauchbar bewerten. 

Zumindest unser Womo war mit ausreichend USB-Stecker ausgerüstet, sodass wir alle Fotos, Handys, Tablett und das Navi laden und betreiben konnten. Die Ausstattung des Womo war bei unserem Vermieter als sehr gut und ausreichend zu nennen. Durch die Witterung (abends frisch bis kalt) und die Jahreszeit (früh und schnell dunkel) waren bei uns Outdooraktivitäten wie Lagerfeuer und draußen sitzen und essen sehr eingeschränkt, sodass wir die Axt fürs Holz und die Campingausrüstung und die Markise nicht benutzt haben. Alles war für 4 Personen in der Anzahl gedacht, die Messer, zumindest die Steakmesser und das große Fleisch/Brotmesser, waren scharf.

Lediglich Frischhalteboxen in versch. Größen wurden im Dollarama zugekauft, z.B.  war eine kleine Dose mit einem Teil des Butters nicht im Kühlschrank um ihn streichfähig zu halten. Als geniale Hilfe haben sich mitgebrachte Plastikclips in verschiedenen Größen erwiesen, um angefangene Tüten (Reis, Flakes) wiederzuverschließen. Nicht immer sind wiederverschließbare Produkte zu kaufen (zufinden). Befolgt und als gut befunden war der Tip mit den leeren Kartons als Organisationsmittel, leere Milchpacks wurden als Rutschbremse im Vorratsschrank eingesetzt.

Duschen im Womo wurde umgangen, entweder auf dem CG geduscht oder Hot Springs angefahren (Miette bei Jasper und Nakus,p). Die Dusche wurde von mir hauptsächlich gebraucht um meine paar Haare täglich zu waschen. Kopf unter Wasserhahn hätte Schlangenmenschenwirbelsäule gebraucht.

 

Einkaufen in Kanda

Den Grundeinkauf haben wir außerhalb von Vancover in Squamish in einem Save on Food Markt gemacht, die Auswahl ist sehr viel umfangreicher im Vergleich zu uns, man findet alles was man braucht. Hilfreich sind hier die Einkaufschecklisten, wir sind vorher in ein Dollarama gegangen, dort haben wir dann auch festgestellt, dass einiges an Kleinmaterial (Hacken, Tischdecken, Plastikboxen) dort zu finden ist und nicht von Deutschland aus mitgebracht werden muss.  Was wir gekauft und mit nach Deutschland genommen haben, sind 2 große Thermotrinkbecher, die sehr gut isolieren und trotzdem in die Fahrzeughalterungen reinpassen. Es gibt auch in Vancover einen IKEA, im Internet kann man schon in Deutschland nachlesen, was man dort für den gesuchten Artikel zahlt, wir haben festgestellt, der Dollarama ersetzt hier den IKEA-Besuch.

Auch das befürchtete Brotproblem ist nicht aufgetaucht, in allen Supermärkten konnte man für europäische Geschmäcker annehmbares Brot kaufen, die bei uns nicht limitierten Generatorstunden, konnten, wenn nötig, den Toaster laufen lassen.Manchmal, wie in Summerland, konnte man bei ausgewanderten Bäckern dann auch Brot und Brötchen wie bei uns kaufen. Vom Schiff übernommen gab es nach dem Aufstehen Cold Breakfast (Tee/Kaffee und Flakes) und dann bei einem Halt dann Warm Breakfast/Brunch mit kurzem Kochen und abends auf dem ZielCG dann richtig gekocht.

Ich hatte als Teetrinker mich im Granville Market in Vancover mit loosem Tee versorgt und konnte dann auf der Fahrt durch den im Womo gekochten und in den Thermobecher gefüllten Vorrat problemlos den gebadeten Teebeutel im Restaurant und beim Stop umgehen. Für meine Frau war das Angebot an Starbucks und lokalen Cafes (Wildflower in Banff z.B.) ausreichend.

Ich zähle mal zum Einkaufen auch das Tanken dazu, dann ist eine Vorauswahl im Internet (Gasbuddy als App) der Tankmögichkeiten sehr Geldbeutel schonend, in Hinton in Alberta haben wir für 1,15 $ und in Vancover beim Abgeben an der Tankstelle an der Vermietstation 1,59 $ bezahlt. Aber überwiegend über 1,35 $ pro Liter. Das macht bei 26 l im Durchschnitt und 150 l Tankinhalt schon was aus. Schilder auf dem HWY oder der Hinweis im Visitor Center, wie weit die nächste Tankmöglichkeit weg ist, erinnern immer an die Problematik, es ist aber sehr gut machbar. Unsere zuviel eingekauften Lebensmittel und ähnliches was wir nicht mehr verbrauchen konnten, konnten wir über Toni und Heather an die ortsansässigen Bedürftigen weitergeben, also war das auch kein Problem.

Tiere sehen

das ist der einzige Punkt, der die sonst durchweg positive Bilanz trübt. Aber auch hier wäre es sicher möglich, in der Planung der Reise dies zu berücksichtigen und dann entsprechende Stops und Events zu suchen. Wir hatten auf unserer Schiffstour genügend Tiersichtungen Bären beim Lachsfang, jagende Buckelwaale..... und so habe ich keine extra Stops hier geplant. Durch Zufall haben wir einen Schwarzbären beim Überqueren des HWY und eine Schwarzbärenmutter mit 3 Jungen während der Wartezeit auf die Fähre gesehen. Ansonsten nur ein Dickhornschaf und viele Vögel. Also wer hier einen Schwerpunkt setzen will, muss dies in der Planung mitberücksichtigen, es werden überall entsprechende Touren angeboten um Tiere zu sehen. Auch ein mit Tourigeschwindigkeit über den HWYschleichendes Womo ist in der Regel zu schnell, um ein im Wald am HWY steckendes Tier zu sehen. Ohne sichtbaren Grund am HWY parkende Fahrzeuge sind immer ein Hinweis auf Tiere. In und um Jasper sind hiervon die Wapities ausgenommen, die gehören dort zum Landschaftsbild und lassen sich nicht durch Autos stören.

Landschaften sehen

der absolute Vorteil vom Womo ist die überwältigende Natur und Landschaft von Kanada zu genießen und einfach stoppen, halten, Pause machen, wo man gerade ist und wo die Umstände (Wetter, Tageszeit, Licht .....) es zulassen und es einem gefällt. Die Landschaften sind so vielfältig und unterschiedlich, man kann es sich nicht vorstellen. Wir sind knapp 3000 km gefahren und keiner war langweilig. Es ist unvorstellbar über 70 km in einen Naturpark (Wells Gray) hineinzufahren um zu übernachten und dann am anderen Tag wieder rausfahren und auf beiden Strecken Sehenswürdigkeiten zur Verfügung zu haben und lange nicht alles und nicht alles lange genug genossen zu haben. Vom Icefield Parkway nicht zu reden, 280 km lang könnte man den Foto nicht aus der Hand legen und nur genießen. Hinter jeder Kurve sieht es anders aus, jeder Wechsel von Sonne und Wolken läßt die Landschaft anders aussehen. Die Farbtupfer des Indian Summer tun ein übriges. Der Rückgang der Gletscher so hautnah erlebt, wirkt lange nach. Auch hier sind für die Pausenplanung die Tips und Informationen im Forum wichtig, denn bei sovielen Sehenswürdigkeiten, die man auf der Strecke zur Auswahl hat, kommt man sonst mit der Zeit, die man zur Verfügung hat, ins Schleudern. 

Alleine die verschiedenen Höhenbereiche, von Meereshöhe in Vancover bis Gletscher in den Rockies, landschaftlich genutztes Gebiet und wilde unberührte Naturparks, die damit verbundenen Klimazonen und und und.... man kann es nicht aufzählen und auch 3000 Bilder und Videos auf 20 GB reichen nicht aus. Jedes mal, wenn wir unsere Bilder den daheimgebliebenen zeigen, merken wir dass eins fehlt: die können sich nicht das Gefühl des Moments vorstellen, das kann kein Bild rüberbringen was man gefühlt hat, wie emotional es war in der Situation dort zu sein und die Eindrücke life erlebt zu haben. Wenn ich meine Frau mit der Nadel gestochen hätte, als der erste Schwarzbär an uns in 5 m Entfernung vorbei tapste oder als die jagenden Buckelwale aus dem Wasser schossen, die hätte kein Blut gegeben. Das Gefühl an dem Schild: bis hierher ging der Gletscher 1982 und 1996 vorbei zu gehen und die Strecke bis zum heutigen Gletscherrand zu sehen, das bringt die Erderwärmung dann ins Bewußtsein. Wer kann sich in Deutschland einen Güterzug mit 5 Lokomotiven und einer Länge von 4,9 km vorstellen???

Fazit:

Ein ganz toller Urlaub, wie wir es noch nie gemacht haben, es war Abenteuer, Genuß, alles in einem. Wir haben Sachen gesehen, Dinge gemacht, die hätten wir uns nie vorstellen können. Wir haben Gastfreundschaft erlebt, Einsamkeit in der Wildnis, Trubel und Hektik in der Großstadt, Ruhe und Beschaulichkeit in dem kleinen Dorf ...... es war eine Bandbreite die ich mir in der Planung erhofft, aber nie gedacht hätte, dass es das gibt.

Ergänzt durch die Erlebnisse unserer Schiffsexpedition (wer hier schnuppern will: Meaple Leaf Advanture Tours, Great Bear Rainforest Tour), sowas kann ich als Abrundung zum Womo-Urlaub nur empfehlen, muss ich sagen, dieser Urlaub ist ein Blick in eine andere Welt gewesen, deren Natur und Schönheit hoffentlich noch für spätere Generationen erhalten bleibt und an die wir beide noch lange zurückdenken werden, denn wir waren da, wir wissen, was wir in dem Moment des Fotos oder des Videos gefühlt haben.

Wer Fragen hat oder mehr wissen will, darf gerne mit mir Kontakt aufnehmen, ich helfe weiter wenn ich kann. 

Das Forum und die Tips und Ratschläge haben mir bei der Planung und damit dem Urlaub so wie er rausgekommen ist, sehr geholfen und ich rate jedem, der so eine Reise (ob mit einem Womo oder nicht) machen will, hier zu stöbern und auch die Mitglieder zu kontaktieren und zu fragen, jede Frage von mir wurde sofort und ausführlich beantwortet und auch ein persönlicher Kontakt mit Antworten auf alle Fragen kam zustande. Drum nochmals Danke an alle im Forum. 

Ich werde noch einige Fotos anfügen und auch noch die Bewertung von einigen CGs machen, ein Highlight hier war auf jeden Fall der CG an den Hot Springs von Nakusp, die jeden Meter der 12 km Nebenstrecke der Anfahrt wert waren.

Ansonsten wünschen wir allen, die nach uns nach Kanada fahren, einen so tollen Urlaub wie wir hatten (der Wintereinbruch von Banff darf dabei ausgelassen werden).

Grüßle aus dem wilden Süden an alle

Stromi

PS:

Bevor ich es vergesse, in Kanada reisende Senioren (65 +) auf jeden Fall immer nach Seniorenpreisen fragen, vom öffentlichen Nahverkehr in Vancover bis zum Parkpass für die National Parks gibt es auch für Ausländer die Seniorenpreise, einzige Bedingung ein Ausweis mit Lichtbild zum Altersnachweis muss mitgeführt werden (die Nachfrage nach dem Altersnachweis kann auch manchmal sehr schmeichelhaft sein)

 

Einige Bilder:

 

Eiszapfen am Womo

Mit solchen Eiszapfen war unser Womo verziert, als wir morgens erwachten

Die Bilder als Eindruck unserer "Flucht vor dem Winter"

als Gegensatz die positiven Bilder:

schon oft angesprochen, aber die halten sich nicht daran: nicht aussteigen (wir fotografieren aus dem Inneren des Womo, geht auch). Man sieht auch das bessere Wetter, das wir überwiegend hatten.

Ein Junges ist verdeckt, es waren drei. Als die Autos von der angekommenen Fähre fuhren wurden die drei auf den Baum geschickt, als die Lkw Krach machten wurde es auch der Mutter zuviel und sie kletterte auch auf den Baum. Wir lernen daraus, flüchte nicht auf einen Baum Bären können klettern und das besser als Du!!!

 

 

 

 

 

Trakki
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RE: 2 Womoneulinge auf Abenteurtrip durch Kanada, ein etwas ande

Hallo Stromi,

ganz herzlichen Dank für deinen zusammengefassten Bericht. Wie schön, dass alles (bis auf den Schnee wink  ) so gut geklappt hat. Dein RB ist sicher für andere Planer eine gute Hilfe. Alles auf den Punkt gebrachtyes

Herzliche Grüße

Sonja
Scout Womo-Abenteuer.de

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Beate 'road runner'
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RE: 2 Womoneulinge auf Abenteurtrip durch Kanada, ein etwas ande

Hi Stromi,

wunderschönes Fazit! Klasse, dass ihr eine so tolle Reise hattet. So wie es sich darstellt, seid ihr wohl nun auch infiziert. Zum Glück kann man dagegen etwas unternehmen - immer wieder kommen. 😉

Liebe Grüße,
Beate

Der Weg ist das Ziel

Unser Reiseblog 5Jahreszeiten

cani68
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RE: 2 Womoneulinge auf Abenteurtrip durch Kanada, ein etwas ande

Laaanges Fazitwink... aber schön die Punkte zusammengefasst

Und vor allem klasse, das es euch gefallen und alles soweit (Schnee mal aussen vor) geklappt hat.

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Ne schöne Jrooß ahn all

Uwe

"Yukon" und mehr auf Flickr

robbelli
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RE: 2 Womoneulinge auf Abenteurtrip durch Kanada, ein etwas ande

Hallo Stromi,

vielen Dank für dein wunderbar positives Fazit, in dem man eure Begeisterung so richtig nachspüren kann.

Da bin ich schon gespannt auf ein paar der 3000 Bilder und freu mich drauf.

Liebe Grüße

Elli
Scout Womo-Abenteuer.de

BeateR
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RE: 2 Womoneulinge auf Abenteurtrip durch Kanada, ein etwas ande

Hallo Stromi,

langes und sehr schönes Fazit. Du hast wirklich alle interessanten Punkte angesprochen und Euere Erfahrungen geschildert. Und es war sehr interessant zu lesen.

Bei einem Satz von Dir musste ich wirklich lachen:

In Jasper streikte meine Frau, der ausgesuchte Campground am Wildhorse Lake war zu einsam (außer uns nur noch ein Fahrzeug) 

denn genau DAS wäre der beste Campingplatz für uns. Wir suchen uns immer Plätze, so einsam wie möglich. Hatte Deine Frau Angst? Und vor was??

 

Beate

 

Stromi
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RE: 2 Womoneulinge auf Abenteurtrip durch Kanada, ein etwas ande

Hallo an alle,

es freut mich, dass mein Reisebericht gelesen wird und auch auf positive Reaktionen stößt. Ich war mir nicht sicher, dass diese Art des Reiseberichtes auch ankommt. Ich habe für Planungszwecke gerne die chronologischen Reiseberichte gelesen und mir viel rausgeholt.

An Beate: auf Nachfrage antwortet Dir meine Frau, es kam einiges zusammen, eine lange Anfahrt, die mit einer Baustelle und schlechter, dreckiger Straße begann, das Wetter und dann war er zu einsam und das alles führte zu Unwohlsein. Das war dann zuviel kanadisches Einsam in der Wildnis wo überhaupt gar nichts ist. Ein CG der besser ankam, aber außer Anglern auch einsam war ist die Cristal Lake Rec Area auf dem Wege von 100 Mile House nach Clearwater, vielleicht lag es da an dem tollen Wetter und Sonnenuntergang, dass der noch durchging.

Stromi

 

 

BeateR
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RE: 2 Womoneulinge auf Abenteurtrip durch Kanada, ein etwas ande

Hallo Stromi, Du musst doch nicht erklären, weshalb es Deiner Frau so einsam nicht gefallen hat. Das ist einfach nur Geschmackssache und es wäre blöd, wenn wir alle denselben Geschmack hätten. Denn dann würden wir uns alle auf demselben Campingplatz treffen laugh

 

Deine schönen Bilder sehe ich erst jetzt. Da habt Ihr ja einen schlimmen Wintereinbruch erlebt. Wir waren zur selben Zeit im NW unterwegs und hörten davon im Radio, während wir bei 20 Grad in der Sonne sassen.

 

Beate

 

giltrap
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Hallo Stromi,

boah...die Winterbilder sind schon krass. Hätte  leichte Panik bekommen, wenn ich bei diesen Verhältnissen den Berg runter Richtung Banff-City

gemusst hätte.

 

Auch meine Frau hatte extra ihre alte graue Tapete gegen eine neuere dort gültige Version getauscht und ist dort gefahren.

Ich bin mit meiner grauen Tapete gefahren.wink

 

Auch ein schöner Ansatz, mal solch einen Reisebericht zu schreiben.

 

LG giltrap

 

Reisen bildet. Tourismus bildet Vorurteile auf beiden Seiten.