Endlich ist der Tag der Abreise da. Fast ein unwirkliches Gefühl. Vormittags hatten viel Zeit, die restlichen Dinge zu packen, aufzuräumen und mehrfach zu Checken, ob die Pässe auch wirklich in der Tasche sind.

Am Stuttgarter Flughafen sollten wir erst zum Automaten, dort war es aber nicht möglich, das Gepäck bis Denver durchzuchecken. Am First Class Schalter wurde uns dann aber sehr freundlich geholfen. Mit einer kleinen City Liner Maschine „hopsten“ wir dann in ca. 30 Minuten nach München. Hier ging es mit dem Taxi zum Hotel in Hallbergmoos. Zum Abendessen liefen wir zu einer Pizzeria in der Nähe. Auf dem Rückweg konnten wir noch einige Zeit in der Surftown den Surfern beim Üben zuschauen.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück zurück zum Flughafen. Natürlich waren wir viel zu früh dran. Aber es gab doch einiges zu entdecken und wir stöbern durch die Shops. Auch Brezen für den Notfall mussten noch besorgt werden. Mit etwas Verspätung beginnt das Boarding. Der A380 ist schon riesig. Wir haben Plätze relativ weit hinten, hinter den Tragflächen. Der Junior ist vom Start wieder begeistert und danach vom In-Seat Entertainment. Er schaut den Minecraft Film. Das Kinderessen ist nett arrangiert und okay, ihm schmeckt es erwartungsgemäß nicht. Unsere Kalbsfrikadelle ist ganz lecker. Leider verläuft nur der erste Flugteil entspannt. Dann schlägt beim Junior die ganze Aufregung durch. Er hat zu wenig geschlafen, findet im Flieger aber keine Ruhe. Er klagt dann irgendwann über Kopfschmerzen und auch Unwohlsein. Nichts hilft wirklich, keine Ablenkung und auch keine Tablette. Aufkommende Turbulenzen in der letzten Flugphase helfen natürlich auch nicht. Schlussendlich muss er sich praktisch im Moment der Landung übergeben, zum Glück war ich vorbereitet. Er ist völlig fertig und es ist ihm extrem peinlich.

Beim Aussteigen möchte er aber trotzdem die Einladung des Kapitäns annehmen und das Cockpit besuchen. Zum Glück, das erste Urlaubshighlight! Er darf auf dem Pilotensitz Platz nehmen, der mega-nette Kapitän erklärt viele Hebel und beantwortet Fragen. Er ist total geflasht, alles davor fast vergessen.

Bei der Immigration sind wir jetzt natürlich bei den letzten, aber es geht recht zügig voran. Und wird die schnellste Einreise ever. Der Beamte macht von jedem nur ein Foto, keine Fingerabdrücke, keine Fragen, nichts weiter. Die Koffer sind natürlich schon schwindelig. Naja, alle außer Jens Reisetasche. Die fehlt leider. Allerdings dreht sich ein sehr ähnliches Modell noch auf dem Band und wird nicht abgeholt. Wahrscheinlich eine Verwechslung. Also müssen wir zur Gepäckermittlung. Das dauert natürlich alles. Zum Glück haben wir noch die Notfall-Brezeln. Der nette Mitarbeiter gibt Jens sogar seine Handynummer, er will sich kümmern.
Wir rufen ein Uber, um ins Hotel zu fahren. Auf dem Weg zur Abholung trifft uns draußen erstmal fast ein Hitzschlag. Ist da heiß hier... Im Uber kontaktiert Jens die deutsche Besitzerin der Tasche selbst per WhatsApp, er hat den Kofferanhänger fotografiert.
Im Hotel. dem Sonesta Denver Downtown, machen wir uns im Zimmer nur kurz frisch und gehen dann Richtung 16th Street Mall. In einem netten Restaurant gibts die ersten Burger und Chicken Finger des Urlaubs. Sehr lecker, aber wie immer zu viel. Gut gestärkt kaufen wir noch Wasser. Im Zimmer fällt der Junior gleich ins Bett. Jens telefoniert noch wegen seinem Koffer. Es war tatsächlich eine Verwechslung. Die andere Familie ist schon auf dem Weg von Colorado Springs zurück zum Flughafen. Von dort wird er Koffer dann ins Hotel gebracht. Erleichtert fallen auch wir in einen unruhigen Schlaf.
Viele Grüße,
Katja
So viele Eindrücke am ersten Tag, der durchwachsene Flug und dann ein solches Highlight für Euren Junior! Auch ich würde, als Fan dieses beeindruckenden Fliegers, nur zu gerne mal einen Blick in solch ein Cockpit werfen 😊.
Zum Glück hat sich die Reisetasche wieder gefunden. Ich bin gespannt, ob die Übergabe reibungslos funktioniert.
LG Annett
Ein Glück konnte der Junior noch einen positiven Abschluss des Flugs erleben :) mir ging es aber damals wirklich ähnlich... wir sind in der letzten 1-1,5h vor Landung in Denver unterhalb des größten Gewitters geflogen dass ich je gesehen habe, und das ständige ruckeln hat mir auch, gelinde gesagt, Unwohlsein ausgelöst. Ging gerade nochmal gut aber noch 15 min länger hätte ich nicht geschafft.
Und was ich wirklich nie verstehen werde: Verwechslung von Koffern. Jetzt sind eure Taschen ja wirklich auffällig! Wieso schauen denn Leute nicht genau hin was sie da vom Kofferband runterheben? Immerhin scheint das ja noch zeitnah gut auszugehen :)
Grüße
Hallo Katja,
Wird oder wurde?
Liebe Grüße Gerd
Meine Reiseberichte, bitte auch auf Seite 2 schauen.
Hallo Annett,
Ich hätte gar nicht gedacht, dass sowas heutzutage noch möglich ist. Der Junior hat während des Fluges ein kleines Flug-Logbuch der Lufthansa ausgefüllt, das von einem Crewmitglied unterschrieben werden soll. Er hat eine Stewardess um ihre Unterschrift gebeten. Die meinte dann, sowas könne nur der Kapitän machen. Mit dem Heft hat sie dem Junior dann die Einladung ins Cockpit nach der Landung überbracht. Von dem Besuch dort schwärmt er heute noch.
Liebe Grüße,
Katja
Katja & Jens Reiseblog (USA 2009, USA 2010, Namibia 2011, USA 2012)
Hallo Gerd,
der Koffer wurde im Laufe des nächsten Tages ins Hotel gebracht.
Es hätte sogar noch in der Nacht geklappt, allerdings hat mein Mann in der Eile am Flughafen bei der Angabe Hoteladresse einen Fehler gemacht. Da wir Nachts telefonisch nicht erreichbar waren, dauerte es dann bis zum nächsten Mittag.
Viele Grüße,
Katja
Katja & Jens Reiseblog (USA 2009, USA 2010, Namibia 2011, USA 2012)
Hallo Rebecca,
solche Probleme während des Fluges hatten wir vorher gar nicht auf dem Schirm. Vor Corona hat der Junior bereits etliche Flüge, auch in die USA, völlig ohne Probleme gemeistert. Wir glauben, dass sein Kopfkino, was alles passieren könnte, viel zu den Probleme beigetragen hat. Auf dem Rückflug ging es glücklicherweise nach einiger Zeit besser. Dieses Jahr geht es mit dem Flieger nach London und Portugal, wir sind schon sehr gespannt.
Leider ist die Tasche meines Mannes dunkelgrau, fast schwarz wie viele Andere. Auf dem Foto verschmilzt sie fast mit dem Sofa. Mit meinen bunten Taschen hatte ich da noch nie Probleme. Warum die andere Familie nicht auf den Kofferanhänger geachtet hat und das andere Kofferschloss bemerkt hat versteh ich auch nicht. Mein Mann schaut immer zweimal hin, bevor er seine Tasche vom Band nimmt. Zum Glück war die Tasche dann im Laufe des nächsten Tages im Hotel. Die große Aufregung gleich zu Beginn der Reise hätten wir aber nicht gebraucht.
Viele Grüße,
Katja
Katja & Jens Reiseblog (USA 2009, USA 2010, Namibia 2011, USA 2012)