Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 02: Vom Einkaufsmarathon zum ersten Lagerfeuer

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laluna08
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Tag 02: Vom Einkaufsmarathon zum ersten Lagerfeuer
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Mittwoch, 12. August 2026
Gefahrene Meilen: 
132 Meilen
Fazit: 

Wie das nach einem Nordamerika-Flug eben so ist: Um kurz nach 4 Uhr morgens waren wir hellwach.

Der Jetlag hatte beschlossen, dass die Nacht für uns beendet war. Wir sahen das anders, aber unsere Gehirne waren leider nicht verhandlungsbereit. Also lagen wir wach im Bett und überlegten, wo wir vor der Camper-Abholung noch frühstücken könnten. Schließlich hatten wir uns bei Fraserway bewusst für den frühestmöglichen Abholtermin angemeldet.

Der Plan war klar: Den Großeinkauf erledigen, so schnell wie möglich aus Whitehorse raus, ein paar Kilometer hinter uns bringen und trotzdem noch entspannt an unserem ersten Übernachtungsplatz ankommen. Wir hatten uns übrigens dagegen entschieden, die typischen Sehenswürdigkeiten von Whitehorse mitzunehmen. Es drängelte uns, so schnell wie möglich in die Wildnis zu kommen.

Praktischerweise befand sich direkt neben dem Hotel ein kleines Frühstückslokal, das bereits um 7 Uhr öffnete. Perfekt. Frühstücken, zurück zum Hotel und pünktlich um 8:30 Uhr für den Shuttle bereitstehen.

Wir mussten also nur noch zweieinhalb Stunden totschlagen. Leichter gesagt als getan. Kurz vor sieben machten wir uns schließlich auf den Weg.Direkt um 7:01 Uhr einen frisch geöffneten Laden zu stürmen, erschien uns aber irgendwie unhöflich.

Also drehten wir zunächst noch eine kleine Runde rund um den Flughafen. Erst danach trauten wir uns hinein. Das Frühstück war typisch amerikanisch. Nicht unbedingt gesund. Aber seeehr lecker. Genau das Richtige für unseren ersten richtigen Urlaubstag.

Kurze Zeit später kam bereits der Fraserway-Shuttle und brachte uns zur Vermietstation.

Nach wenigen Minuten Wartezeit und einem angeblich hervorragenden Kaffee – zumindest laut Tom, ich konnte mich noch nie sonderlich für Kaffee begeistern – war es endlich so weit.

Unser Zuhause für die nächsten vier Wochen wartete auf uns. Ein weißer Ford F350.

Wie schon im Vorjahr standen wir wieder beeindruckt vor diesem riesigen Gefährt.

Ein sehr freundlicher Mitarbeiter erklärte uns sogar auf Deutsch alle wichtigen Funktionen.

Vieles kannten wir bereits von unserer Reise im Jahr zuvor, auch wenn wir damals bei Canadream gebucht hatten. Am Ende funktionieren Truck Camper schließlich alle nach einem ähnlichen Prinzip. Nachdem wir unser Gepäck verstaut, Schränke eingeräumt und uns ein wenig häuslich eingerichtet hatten, rollten wir etwa eine Stunde später endlich vom Hof.

Das Abenteuer konnte beginnen.

Wobei unser erster Programmpunkt zunächst weniger nach Wildnis und Freiheit klang, sondern nach einer Disziplin, die vermutlich jeder Nordamerika-Reisende kennt: dem Großeinkauf.

Unser erstes Ziel lautete daher Canadian Tire. Danach: Real Canadian Superstore. Und damit begann die traditionelle nordamerikanische Urlaubssportart: Geld ausgeben.

Beim Canadian Tire besorgten wir zunächst die Grundausstattung für die kommenden Wochen. Toilettenpapier und -chemikalien. Diverse Kleinigkeiten.

Sehr viel Mückenspray. Wobei wir Letzteres während der gesamten Reise nur ein einziges Mal benutzen sollten.

Außerdem kauften wir einen kleinen Gasgrill. Über diese Anschaffung hatten wir im Vorfeld überraschend intensiv diskutiert. Ich war von Anfang an dafür. Tom war eher skeptisch, ob es sich lohnen würde.

Spoiler: Es war eine der besten Entscheidungen der gesamten Reise.

Und dann war da noch mein Bärenspray-Holster.

Tom hatte motiviert bereits in Deutschland eines bestellt. Das wurde dann ausgerechnet aus den USA geliefert. Auch eine Form von Logistik. Ich dagegen entdeckte vor Ort ein deutlich schöneres Modell, das farblich sogar perfekt zu meiner She Hunt Cap passte. Natürlich musste es mit. Ich war entsprechend stolz – sah ich doch nun wirklich nach Outdoor aus. Die Bären konnten kommen. Zumindest theoretisch.

Nachdem wir beim Canadian Tire alles Nötige besorgt hatten, stand der Lebensmitteleinkauf im Real Canadian Superstore auf dem Programm. Eigentlich sollte das dank unserer sorgfältig vorbereiteten Einkaufsliste schnell gehen. Tat es nicht - überhaupt nicht.

Stattdessen liefen wir völlig orientierungslos durch den riesigen Supermarkt.

Mal hierhin. Mal dorthin. Dann wieder zurück. Irgendwann standen wir vermutlich zum dritten Mal vor derselben Regalreihe. Wir kamen uns vor wie zwei aufgescheuchte Hühner und ärgerten uns zunehmend über unsere schlechte (trotz guter) Organisation. Am Ende waren mehrere Stunden vergangen.

Ich glaube, gegen 14:30 Uhr schafften wir es endlich, Whitehorse tatsächlich hinter uns zu lassen.

Endlich verließen wir die Stadt und machten uns auf den Weg Richtung Norden.

Unser erster geplanter Stopp war die bekannte Braeburn Lodge. Nicht etwa wegen der Landschaft oder eines besonderen Aussichtspunktes, sondern wegen der legendären Zimtschnecken. Diesen Tipp hatten wir übrigens aus diesem Forum.

Während der Fahrt wollte ich vorsichtshalber noch einmal die Öffnungszeiten prüfen. Man hatte ja schließlich noch Internet. Plötzlich stieß ich einen entsetzten Schrei aus.

„Dauerhaft geschlossen.“

Das stand da tatsächlich. Google bestätigte es. Weitere Suchergebnisse ebenfalls.

Die Braeburn Lodge hatte seit diesem Jahr geschlossen. Das durfte doch nicht wahr sein. Monatelang hatten wir uns auf diese völlig überdimensionierte Zimtschnecke gefreut.

Und jetzt? Nichts. Einfach nichts. Tief enttäuscht fuhren wir an unserem ersten geplanten Stop vorbei. Manche Schicksalsschläge treffen einen härter als andere. Während wir die ersten Kilometer hinter uns brachten, beschäftigte uns noch eine andere Frage:

Wo würden wir eigentlich die erste Nacht verbringen?

Wirklich viele attraktive Boondocking-Möglichkeiten gibt es auf dieser Strecke nicht.

Auf Empfehlung einer einheimischen Dame, die wir in Vancouver trafen, entschieden wir uns daher spontan für den Tatchun Lake Campground. Für den ersten Abend vielleicht gar keine schlechte Wahl, einen Campground anzusteuern.

Dorthin führte auch unsere erste Gravel Road der Reise. Entsprechend aufgeregt fuhren wir los. Nach all den Videos, Berichten und Vorbereitungen ging es nun tatsächlich auf Schotter.

Der Weg zog sich zwar dann doch ganz schön, war aber problemlos zu fahren. Als wir schließlich am Campground ankamen, waren wir direkt positiv überrascht. Der Platz lag wunderschön am See, umgeben von Wald und genau so, wie wir uns unseren ersten Abend im Yukon vorgestellt hatten.

Eigentlich.

Denn von der Day-Use-Area schallte laute Musik über den gesamten Platz. Und zwar so laut, dass man sie praktisch überall hören konnte. Das werden wir vermutlich nie verstehen. Wir fahren schließlich genau deshalb in die Natur, um dort Naturgeräusche zu hören.

Nicht die persönliche Playlist anderer Menschen. Etwas genervt hofften wir deshalb, dass die Gruppe irgendwann verschwinden würde und entschieden uns für die am weitesten entfernte Campsite. Nicht die schönste. Aber definitiv die ruhigste. Nachdem wir uns eingerichtet hatten und langsam etwas Ruhe einkehrte, war es Zeit für den wichtigsten Programmpunkt des Abends:

Das erste Lagerfeuer und Grillen!

Es gab Maiskolben, ein großes Schweinesteak und gegrillten Feta – diesmal noch über der Feuerstelle. Nach dem Essen spazierten wir noch ein wenig über den Campground. Natürlich immer mit der Hoffnung, vielleicht schon am ersten Tag ein Wildtier zu entdecken. Tatsächlich hatten wir sogar Erfolg. Unsere erste Wildtiersichtung bestand aus mehreren Squirrels. Nicht ganz die erhofften Bären - aber immerhin.

Und wie sich später herausstellen sollte, würden uns die kleinen Nager während der gesamten Reise regelmäßig begegnen.

Für unsere erste Nacht im neuen Zuhause waren wir inzwischen ziemlich müde. Also ging es früh ins Bett. Der erste Tag im Yukon war geschafft.

Und das eigentliche Abenteuer hatte gerade erst begonnen.

 

HaRue
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Beigetreten: 18.12.2012 - 13:50
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RE: Tag 02: Vom Einkaufsmarathon zum ersten Lagerfeuer

Ich grüße dich Luna

und doch am ersten Tag schon über 200km auf dem Tacho.

Wir sind am ersten Tag nur bis zum Fox Lake Campground gekommen und da war es schon dämmerig und es regnete leicht.

Wie war überhaupt das Wetter am ersten Tag?

Beste Grüße vom HANS

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laluna08
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RE: Tag 02: Vom Einkaufsmarathon zum ersten Lagerfeuer

Hi Hans,

ja, die 200 km waren tatsächlich so auch nicht geplant. Die Stellplätze hatten uns bis dahin einfach nicht so gefallen, deshalb sind wir weiter gefahren. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter, es war sonnig mit ein paar Wolken. Glaube aber an die 20 Grad. So darf es gerne weitergehen. :)

HaRue
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RE: Tag 02: Vom Einkaufsmarathon zum ersten Lagerfeuer

Ich grüße dich Luna

und euere Einstellung ......

die 200 km waren tatsächlich so auch nicht geplant. Die Stellplätze hatten uns bis dahin einfach nicht so gefallen, deshalb sind wir weiter gefahren

....... ist auch immer die unsrige gewesen, was da oben ja überhaupt kein Problem ist, denn es muss ja nicht immer ein Campground sein.

Boondocking geht fast überall wenn es zeitlich abends eng wird.

Beste Grüße vom HANS

JEDE REISE BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT

 

Jonny
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Beigetreten: 18.01.2018 - 16:37
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RE: Tag 02: Vom Einkaufsmarathon zum ersten Lagerfeuer

Hi Luna.

oh nein - die Breaburn Lodge hat dauerhaft geschlossen 😳 das ist aber schade - war wirklich ein Highlight diese Zimtschnecke!!
Meine Frau sitzt auf dem Sofa und trauert - das war für 2029 fest eingeplant 🙈
 

Gruß
Jonny

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eagle eye
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Beigetreten: 05.02.2013 - 15:06
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RE: Tag 02: Vom Einkaufsmarathon zum ersten Lagerfeuer

Hi Luna,

nun, da ihr bestens für die Bärenbegegnung ausgerüstet seid drücke ich die Daumen, dass Meister Petz sich nicht lange bitten lässt.

Liebe Grüße, Mike

 

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