Am 13.5.2025 startete unsere Reise in die USA. Mit der DB ging es nachmittags nach Frankfurt. Der Flug war für den nächsten Tag gebucht. Unangenehme Erfahrungen mit DB veranlassten uns jedoch ,bereits einen Tag früher anzureisen. Ein Hotel in Flughafennähe bot uns Unterkunft und Frühstück am kommenden Morgen.
Nach einem leckeren Asia-Mahl inklusive Hefeweizen gönnten wir uns noch einen Absacker.
14.5.2025
Der Hotelbus brachte uns zum passenden Terminal. Wir stellten uns in der falschen Schlange an, bekamen jedoch von einer sehr freundlichen LH Dame Hilfe, sodass wir problemlos einchecken konnten.
Ziemlich pünktlich um 13:20 Uhr hob unser Flieger gen San Francisco ab. Zu unsrer großen Freude war der Flieger nur halb voll. Wir breiteten uns über je eine ganze Sitzreihe aus. Dennoch war der elfstündige Flug anstrengend. Die Befürchtungen, die wir bezügliche der Einreiseformalitäten hatten, erwiesen sich als unbegründet. Es dauerte zwar ca.1,5 Stunden bis wir draußen waren, doch die Beamten waren freundlich und höflich. Nachdem wir unser Gepäck abgeholt hatten, besorgte ich mir eine SIM Karte. Vor dem Eingangsportal bestellten wir einen Uber, der uns in rund einer Stunde nach Pleasanton zu unserem Hotel brachte.
So ganz langsam schlich sich der Jetlag an. Die ungewohnte Umgebung, die fremde Sprache, das ganze Drumherum hielt uns munter. Unser Zimmer war groß, etwas ältlich möbliert, mit Badewanne, was uns auch in anderen Motels unterkam. Ausgepackt wurde nur bedingt. Dann ging es in den nächsten Coffeeshop. Der übliche Burger für mich, ein gesunder Salat für Babette und für beide zwei Pints Bier. Anschließend konnten wir (zunächst)gut schlafen.
In der Nacht wachten wir mehrfach auf und waren froh, als der Morgen anbrach.
15.5.25
Einfaches Frühstück(allerdings mit selbst gebackener Waffel).Dann ging es zu Fuß zum WoMo Verleiher El Monte. Das zog sich etwas hin, aber schließlich schwenkten wir auf den Eingang ein. Man empfing uns sehr freundlich und beantwortete unsere Fragen. Wir verabredeten uns für 9 Uhr am folgenden Tag. Weiter ging es zu Fuß auf der Suche nach
Einkaufsmöglichkeiten. Ein Walmart bescherte uns einen ersten Überblick über die Warenangebote. Dieser Laden war allerdings schlecht sortiert. Wir besorgten ein Kaltgetränk und ein paar Chips für den Abend ,machten uns auf den langen Heimweg und im Hotel eine kleine Siesta. Am Abend das gleiche wie am ersten Tag.
16.05.25
Pleasanton CG
Am 16.5.25 fuhren wir und unser ganzes Gepäck mit einem Uber zur El Monte Station. Die Übernahmeprozedur dauerte ca.2 Stunden, sodass wir gegen Mittag mit unsrem WoMo das Gelände verließen. Babette steuerte den Wagen sicher zu einem Safeway, parkte grandios rückwärts (ich musste laut Einweisung) einwinken.
Der Einkauf (für ca.200Dollar) dauerte, da wir uns in dem sehr großen Markt erst einmal zurecht finden mussten.
Nachdem alle Einkäufe im Stauraum/Kühlschrank/Schrank verstaut waren, fuhren wir zu unserem RV Park in Pleasanton. Da wir full hook up gebucht hatten konnten wir sämtliche Zu- und Abflüsse einsetzen. Gleichzeitig ergab sich für uns die Möglichkeit alle Bedien-elemte zu testen und eventuell nochmal zu El Monte zurück zu fahren. Das war jedoch nicht erforderlich. Es lief alles einwandfrei (besonders der Kühlschrank mit einigen Dosen Coors und einer schönen Flasche kalifornischen Weines.)
Unsere Vorfreude auf den Abend wurde etwas getrübt, da mein Cellphone streikte.
Eine Fahrt zu Telekom USA,eine zweite SIM Karte und die Welt war wieder in Ordnung. Später funktionierten beide Karten.
Dann lernten wir noch unsren Nachbarn Damien mit seinem Hund Peewee kennen. Damien hatte sein Haus Haus verkauft und lebte ausschließlich mobil.
17.5.25
Monterey und KOA Moss Landing
Nur eine Tasse Tee und dann auf ins „echte“ Abenteuer.
Wir fahren nach Monterey. Unterwegs fuhren wir an unserem Standort für die Nacht „Moss Landing KOA“ vorbei. In Monterey auf einem für RVs zugelassenen Parkplatz machten wir uns ein ordentliches Frühstück.
Gestärkt und voller Erwartung neues zu erleben, machten wir uns auf den Weg. Das Wetter ist durchwachsen, doch es bleibt trocken. Am Hafen erwarten uns neben etlichen, sehr lauten Seelöwen auch einige Fischotter. Einige Taucher versuchen mit den Tieren Kontakt aufzunehmen. Unser Gang führt uns am Ufer entlang zu einer Schutzzone für junge Seelöwen. Später bummeln wir die Cannery Row entlang.
Am frühen Nachmittag erreichen wir den KOA Campground Moss Landing. Nach dem Einchecken machen wir einen Spaziergang zum Pazifikstrand, stellen uns mit den Füssen ins kalte Wasser und lassen uns den Wind um die Nase wehen.
18.5.25
Morro Bay /Morro State Park
Um 6 Uhr verlassen wir den CG und fahren über Monterey hinaus ein Stück der berühmten Küstenstraße Nr.1 mit ihren atemberaubenden Aussichten entlang. Da wir sehr früh sind, ergattern wir an einer besonders schönen Stelle einen Parkplatz, wo wir unser Frühstück einnehmen.
Weiter geht es nach Morro Bay auf einen staatlichen CG ohne alles. Wasser und Strom nehmen wir aus dem WoMo, ein Plumpsklo ist vorhanden.
Ein langer Spaziergang bringt uns in den wuseligen, touristischen Ort und wieder zurück. Das Abendbrot und auch das Frühstück nehmen wir im Freien ein, beobachtet von etlichen Squirrels.
Unsere zunächst sehr lauten Latinonachbarn erweisen sich als sehr freundliche nette Menschen.
19.5.25
Unser heutiges Reiseziel ist Tehachapi. Es dient als Zwischenstation auf dem Weg zum Joshua Tree NP.
Wir erreichen de RV Platz am frühen Nachmittag .Erstaunt stellen wir fest, dass das Gelände offen ist und direkt an einen kleinen Flughafen angrenzt. Nach einem kleinen Spaziergang bei heftigem Wind ziehen wir uns ins WoMo zurück.
20.5.25
Joshuah Tree NP CG 29 Palms
Am nächsten Morgen wollen wir „dumpen“ und Wasser nachfüllen. Dabei habe ich Probleme mit dem Wasseranschluss am RV. Es stellt sich mit Hilfe einiger freundlicher Nachbarn(z.T. so unwissend wie ich)heraus, dass der Anschluss Linksgewinde hat.
Danach sind wir fahrbereit. Durch die Mojave auf sehr einsamen Straßen fahren wir nach 29 Palms und von da aus in den Joshua Tree NP. Die Temperatur hat sich innerhalb eines Tages von 17 Grad auf ca.28 Grad erhöht. Die Luft ist knochentrocken. Am Eingang des CG ist niemand. Wir fahren weiter und werden sehr bald durch den Untergrund auf 5m/ph heruntergebremst. Nach einiger Suche entdecken wir unseren zwischen steilen Felsen liegenden Stellplatz. Wir richten uns ein und stellen fest, dass wir sozusagen alleine sind. Wir fahren in den Ort zurück und besorgen uns den America the beautiful Pass für 80$ und ein Bündel Feuerholz für 10 Dollar.
Dann trauen wir uns aber nicht ein Feuer zu machen, verbringen einen wundervollen ruhigen Abend bei atemberaubendem Sternenhimmel.
21.5.25
Um 5.30 ist Abfahrt in den NP. Gegen 6.15 erreichen wir den ersten Haltepunkt und begeben uns mit Navi-Hilfe auf eine Wanderung. Die Temperatur steigt im Viertelstundentakt. Nach ca.45 Min. stellen wir fest, dass wir in die falsche Richtung laufen und drehen um, was unsere Stimmung jedoch überhaupt nicht tangiert, da wir von die einzigartige Landschaft genießen. Vom Parkplatz aus fahren wir unser nächstes Ziel(Totenkopffelsen) an. Dort machen zuerst eine satte Frühstückspause bevor wir uns (bei 30 Grad) eingeschmiert und wohlbehütet auf die nächste Erkundung machen.
Dann fahren wir zur „Süd-West-Kante“ Von der Aussichtsplattform (hier treffen wir eine Gruppe junger Niederländer, die alle größer als 2m sind wohl Basketballer und einen sehr freundlichen U.S. Bürger, der mit Mr. Trump überhaupt nicht einverstanden ist) blickt man in die St.Andrews Fault und sieht in der Ferne Palm Springs. Auf dem Rückweg machen wir Station im Hidden Valley durch das wir interessante Wanderung machen.
Am späten Nachmittag erreichen wir unseren Stellplatz. Bei einem Spaziergang über das CG Gelände werden wir von einem Paar angesprochen, das vor seinem Zelt im Schatten sitzt. Sie laden uns zum Sitzen ein und bieten uns Kaltgetränke an. Die jungen Leute sind aus L.A und kommen oft hierher. Nach einem netten Plausch gehen wir zurück ;der Hunger und die Lust auf ein kühles Bier beschleunigen unsere Schritte. Abendbrot und Absacker bei sehr angenehmen Temperaturen .
22.5.25
Lake Havasu / Lake Havasu State Park CG
Wir starten sehr früh. Die Fahrt geht weiter durch wüstenähnliches Gebiet. Wir sind wieder ziemlich alleine unterwegs und sehen uns an der ungewöhnlichen Landschaft satt. Irgendwo, meist an einer Junction mit Tanke)gibt es dann Gelegenheit zum Frühstücken. Später erreichen wir den Colorado. Die Landschaft wird grüner und an den Ufern sieht man Campgrounds und Vergnügungsstätten. Die Strecke nach Havasu wird bergiger. Da wir zu früh am Ziel sind,warten wir in der Hitze auf Einlass. An der Dumpstation setzen wir beim Versuch den Fäkalientank zu säubern das RV unter Wasser. Wir rufen den Support an und erhalten im Gegensatz zur Einweisung die Order nicht zu reinigen. Lappen und Tücher, die wir bei der Übernahme neben anderen nützlichen Dingen eingepackt haben, helfen uns beim Trocknen. Der Stellplatz in der Nähe des Ufers ist groß.Wir fahren die Markise aus, schmeißen uns kurz in den See und ziehen uns erst einmal in den Schatten zurück. Die Sanitäranlagen sind in gutem Zustand. Die Nacht ist angenehm warm.
23.5.25
Sedona / LoLo May CG
Wir verlassen den CG in nördlicher Richtung über die AZ 95 und wechseln dann auf die I40,ein Purple Heart Trail. Dieser Name soll die tapferen Soldaten ehren, die eine Tapferkeitsmedaille dieses Namens erhalten haben. Später erreichen wir bei Kingman die Kreuzung mit der berühmten Route 66. Dort machen wir Frühstückspause.
Nachdem wir von der I-40 auf die AZ 89A gewechselt sind, wird die Gegend grün und waldig, die Straße allerdings sehr kurvenreich und nur mit Vorsicht zu genießen. Babette meistert sie jedoch souverän. Am Straßenrand gibt es Stände mit Schmuck der first nation. Wir schauen uns das einmal an. Am Nachmittag erreichen wir 15 Meilen hinter Sedona unseren CG LoLo May Springs. Wie der Name erahnen lässt liegt der Platz sehr idyllisch in einem kleinen Wald mit Flüsschen. Wir bekommen einen Platz unter einem großen Baum zugewiesen. Mit den Nachbarn (Mike und Familie) gegenüber haben wir schnell Kontakt. Ich bekomme eine Schraube plus Schraubendreher um das Rollo am Bett zu fixieren.
Babette bucht für den nächsten Morgen eine Jeeprundfahrt. Die startet schon um 8 Uhr, sodass wir frühzeitig Richtung Sedona aufbrechen müssen.
24.5.25
Die Jeeps(in Pink) bringen uns in einen der zahlreichen Canyons rund um die die Stadt. Die Führerin erklärt uns Geologie und Botanik sowie die Preis der einsam liegenden Villen. Im Anschluss unternehmen wir uns (mit Hilfe von Busshuttles) noch eine kleine Wanderung durch trockenes sehr warmes Gelände. Dann gehts zurück zum CG.
25.5.25
Mit Unterstzützung von Komoot habe ich eine Rundwanderung ausgearbeitet. Wir brechen wieder frühzeitig auf und ergattern den letzten, freien Parkplatz an der Busstation.
Der Little Horse Trail führt uns über sonnige und schattige z.T. mit Büschen bewachsene Wege zu einem Sandsteinplateau mit herrlicher Rundumsicht. Nach der Rückkehr zum Parkplatz entdecken wir ein Ticket über 150 Dollar an unserem RV. Wir suchen die Polizeistation in Sedona auf und bitten um Gnade. Der diensttuende Cop verspricht uns sein Bestes zu tun, kann uns jedoch nichts versprechen. Das war schon der zweite „Schlag“ an diesem Tag. Morgens beim Abfahren haben wir uns an dem schönen Baum die Dachluke verbeult, Gott sei Dank ist alles dicht geblieben. Wir tragen alles mit Fassung und verlassen die wuselige, von Amerikanern überfüllte Stadt Richtung CG.
26.5.25
Grand Canyon / Mather CG
Wir nehmen wieder Wasser in den Tank und machen uns(ohne Frühstück) auf den Weg zum Mather CG am Grand Canyon. Ca. 30 Meilen vor der Einfahrt rasten wir an einer Tankstelle mit Coffeeshop. Babette will uns zwei Kaffees besorgen, während ich Brot brate und den Tisch decke. Nach gefühlt einer Stunde kommt Babette mit zwei großen Bechern an und beschreibt die lange Prozedur der Kaffeebestellung ,sowie die Sorgfalt und Bedachtsamkeit der Bedienung.
Die Schlange an der Einfahrt zum Grand Canyon NP ist überschaubar und mit unserer Jahreskarte werden wir zügig abgefertigt.
Am Verwaltungsgebäude finden wir eine Liste mit den Namen der heute Anreisenden. Wir sind dabei und fahren zu unserem Stellplatz, der wie üblich mit Feuerring und Picknickbank bestückt ist.
Der Shuttlebus bringt zur Aussichtsplattform wo wir zum ersten mal diese grandiose Landschaft bewundern dürfen. Wir beschließen, dass wir zum Sonnenuntergang noch einmal an diese Stelle kommen werden. Gegen 19.00 sind wir wieder zur Stelle (mit einigen Hundert anderen) und beobachten diese grandiose Schauspiel.
27.5.25
Wir lassen uns mit dem Shuttle zur Aussichtsplattform bringen und wandern von dort aus die Rim entlang ,von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Als es uns nach einigen km zu warm wird ,besteigen wir den Bus der roten Linie und lassen uns zu Hermit's Rest bringen. Dieses alte Steingebäude verkörpert den touristischen Start am GC. Im Innern gibt es Souvenirs und einen prächtigen Kamin. Mit dem Bus zurück ins Village.
28.05.25
Monument Valley / KOA CG
Wir brechen frühzeitig auf. Zunächst geht an Kante entlang durch schönen Mischwald. Wir unterbrechen noch zweimal an Aussichtspunkten die Fahrt. Dann geht der Wald in Steppe/Wüste über. Wir fahren durch Navajo Reservation. Die Häuser (eher Hütten) liegen weit verstreut in Sichtweite der Interstate. An einer Tanke wird gefrühstückt und Fahrerwechsel gemacht. Inzwischen macht mir die Fahrerei Spaß.
Unterwegs machen wir einen Stopp, um die Fußspuren von Dinosauriern zu bewundern. Der Ort wird von Natives bewacht, die fürs Betrachten ein Bakschisch nehmen.
Dann nehmen wir noch einen Abzweig und fahren zu einem National Monument der Navajos. Vom Visitorcenter führt ein ca. 1km langer Fußweg zu einem Aussichtspunkt von dem aus man eine in eine große Felshöhlung gebettete aufgelassenen Wohnsiedlung sehen kann. Sie liegt in einem von Büschen und Bäumen bewachsenen Tal in dem auch Wild sein soll. Zurück im Visitorcenter ersteht Babette niedliche Türkisohrringe.
Bis auf eine Baustelle verläuft die Fahrt reibungslos. Die Landschaft wird langsam rot, und die ersten charakteristischen Felsformationen tauchen auf. In einem Navajoladen(Angebot eingeschränkt) kaufen wir ein und fahren dann zum KOA CG. Der Platz ist schlicht bietet jedoch die Aussicht auf die Monumente. Die Duschen sind okay. Wir essen draußen und genießen unser kaltes Coors und einen Wein. Babette bucht für den nächsten Tag einen Ausritt und eine Sunset-Tour ins Valley.
29.5.25
Um 9 Uhr betreten wir das Büro des Berittführers. Der junge Mann (Navajo) hat die Füße auf dem Schreibtisch
und bittet uns auf die anderen Teilnehmer zu warten. Die nähern sich in Gestalt einer japanischen Familie(Vater,Mutter, zwei kleine Kinder) . Nachdem alle auf einem Pferd sitzen, geht es im Schritt durch wüstenähnliche Landschaft mit den roten Sandsteinformationen. Die Familie fotografiert sich ununterbrochen und bekommt von der Landschaft kaum etwas mit. Nach einer guten Stunde(es ist schon sehr warm) ist unser Rundritt beendet.
Gegen 18 Uhr werden wir mit einem offenen Geländewagen abgeholt. Wir sind 8 Personen auf der Ladefläche. Die Fahrt führt durch das Hinterland, das man nur mit Führung erkunden kann. An markanten Punkten steigen wir aus. Unsere first nation Führerin erklärt uns dies und das. In einem Hogan werden wir von einer älteren Dame empfangen. Sie zeigt uns wie man aus Wolle einen Faden spinnt und Gerätschaften der Navajos. Außerdem erzählt sie die Geschichte dieser Ethnie. Auf der Rückfahrt machen wir an den Stellen halt, die den Sonnenuntergang besonders spektakulär aussehen lassen. Unsere Führerin singt uns zum Abschied ein Lied in Landessprache.
30.5.25
Mesa Verde / Morefield CG
Früh am nächsten Morgen geht die Reise weiter auf der I 163 vorbei an Mexican Hat zunächst bis Bluff. Dort weist eine Plakatwand auf das Fort hin. Wir schwenken ein und finden unter einem großen Baum ein schattiges Plätzchen zum frühstücken, vis a vis des Forts.
Gestärkt und guter Laune betreten wir das Fort. Wir werden von einer sehr netten Dame in Kleidung der Jahrhundertwende(19/20) betreut, die uns über die Besiedlung dieses Fleckens durch die Mormonen informiert. Wir sehen in einer Doku wie überaus beschwerlich, zeit- und kräfteraubend dieses Vorhaben war. Im Freiluftbereich können wir die einfachen Wohnhütten z.T. Im Original besichtigen. Wir sind beeindruckt. Babette ersteht, passend zu den Ohrringen ,eine Türkisring mit rotem Einschluss.
Durch Cortez und dann in langen Serpentinen erreichen wir den Morefield CG wo wir innerhalb eines vorgegebenen Areals unseren Stellplatz aussuchen können. Die Belegung ist überschaubar. Die Nacht verläuft(zumindest für Babette) sehr unruhig, da sie außerhalb des WoMos Geräusche hört, die offensichtlich von einem Bären kommen. Außerdem raschelt unser Dauergast(eine Maus) die ganze Nacht.
Wie dieses Tier zu uns gekommen ist, bleibt ungeklärt. Am zweiten oder dritten Tag unserer Reise, stellten wir Nagespuren an Tomaten, Äpfeln und Gurken fest. Eine abendliche Jagd auf die Maus blieb ergebnislos. Daher beschlossen wir, sämtliche Nahrungsmittel in einer großen, verschließbaren Box unterzubringen. Wir ließen auch die Türen offen, in der Hoffnung, die Maus würde „aussteigen“. Den Gefallen tat sie uns jedoch nicht.
ENDE TEIL 1
31.5.25
Für 8 Uhr haben wir eine Besichtigungstour gebucht. Daher stehen wir sehr früh auf, weil der Treffpunkt ca. 15 Meilen und 1200 Höhenmeter entfernt ist. Wir nehmen im Restaurant einen miesen Sandwich und einen laschen Kaffee. Im klimatisierten mit Lederpolstern bestückten Bus werden wir von einer Navajo-Guide zu den verschiedensten Ausgrabungen geführt, ehe wir unser eigentliches Ziel, die in die Felsüberhänge gebauten steinernen Häuser, erreichen. Es sind mehrere Gruppen unterwegs, und wir werden nach einiger Wartezeit von einer Rangerin in Empfang genommen. Die erklärt uns alles Bedeutsame dieses Ortes .
Über diverse Leitern klettern wir wieder nach oben. Der Bus bringt uns zum Ausgangspunkt zurück. Am Morefield CG entschließen wir uns kurzfristig, Wäsche zu waschen und zu duschen. Beides klappt ausgezeichnet. Auch in dieser Nacht hört Babette diese seltsamen Geräusche.
1.6.25
Moab - Arches NP / Village Camp CG
Diesmal schlafen wir aus, frühstücken ausgiebig und brechen dann erst auf. Nach dem dumpen geht es zurück nach Cortez wo wir einen kurzen Stopp einlegen. Ein kleiner Radiosender beschallt eine Straße. Babette entdeckt den Betreiber hinter einer Fensterscheibe. Wir bunkern im örtlichen Walmart und machen uns auf den Weg zum Moab Village Camp, Ausgangspunkt für den Arches NP. Unser Kurzaufenthalt in Colorado ist beendet. Wir kehren zurück nach Utah und dem eingeschränkten Alkoholverkauf. Unser Stellplatz ist okay, die Sanitäranlagen ebenfalls. Es ist lecker warm, ein bisschen schwül. Ein Bummel durch das wuselige Moab endet in einem mexikanischen Restaurant(extrem bunt) wo wir ein mittelmäßiges Essen bekommen. Das Ambiente schlägt die Qualität der Speisen und Getränke um Längen.
2.6.25
Wir haben ein Permit für die Fahrt durch den NP für diesen Tag erworben(1Dollar)und machen uns frühzeitig auf. Wir dürfen sogar vor der eingetragenen Uhrzeit einfahren und die in vielen Kehren noch oben führende Straße benutzen. Der Himmel ist bedeckt, die Aussicht jedoch fantastisch. Diese natürlichen Bögen und Skulpturen sind im Laufe der Jahrtausende durch Witterung und Erosion entstanden. An mehreren Orten lassen wir das WoMo stehen und machen ausgedehnte Spaziergänge .
Zurück auf dem CG werden wir von unseren Nachbarn zur Besichtigung ihres Riesenwohnmobils eingeladen.Der Bus ist vollklimatisiert ,verfügt über zwei Schlafzimmer mit Doppelbetten einem Wohnzimmer mit Couchgarnitur ,mindestens zwei TVs und eine Außen- TV.
3.6.25
Capitol Reef / Single Tree CG
Wir dumpen und bunkern Wasser, da es für die kommenden Tage auf einen staatlichen dry CG geht. Dry bedeutet ohne Strom, ohne Wasseranschluss und nur mit Plumps WC. Die Fahrt geht durch sehr unterschiedliche Landschaften; wir sind quasi allein unterwegs. An einer Tanke (in den Fels geschlagenes Büro)treffen wir auf einen Biker, der ein VW Hinterteil als Antrieb eingebaut hat. Wir sind sprachlos. Am Greenriver entlang gelangen wir auf den “Scenic Drive“ des Capitol Reef. Am dazugehörigen ,allerdings seit Monaten ausgebuchten CG, holen wir uns Informationen und fahren 20 Meilen weiter zum Singletree CG, der in einem lichten Nadelwald liegt. Dort empfängt uns eine Rangerin samt Hund. Wir tauschen unseren gebuchten Platz gegen einen günstiger liegenden . Das Wetter ist sehr sonnig, doch die 2700 Höhenmeter machen sich abends bemerkbar. Die Heizung (immer nur für einige Minuten, da der Lärm unerträglich ist)und unsere bei der Abreise mitgenommene Decke halten uns warm.
4.6.25
Da wir am Vortag die Parksituation entlang des Scenic Drive gesehen haben, brechen wir sehr frühzeitig und ohne Frühstück auf. An unsrer Wunschstelle ist bereits alles besetzt. Einige Meilen weiter ergattern wir gerade noch einen Platz von wo aus eine schöne Wanderung möglich ist. Obwohl noch recht früh, ist es schon sehr warm und unser Weg geht fast ausschließlich schattenlos bergan. Wir wandern durch die Canyons und an bizarren Sandsteinformationen vorbei. Nach einer guten Stunde sind wir wieder am RV und gönnen uns ein Frühstück. Auf dem Rückweg machen uns an einem wir an einem Aussichtspunkt halt. Das sehen wir eine schwarze Wand in Windeseile auf uns zu kommen. Wir fahren noch ein paar Meilen und stellen uns an einen überdachten Platz (mit Internetverbindung). Dort wettern wir das Unwetter ab und fahren dann zum CG zurück.
5.6.25
Bryce Canyon / Rubys Inn
Wir lassen uns Zeit mit Aufstehen und frühstücken, da der Trip heute relativ kurz ist. Zunächst geht es bergauf auf einer nahezu leeren Straße, durch die lichten Wälder. Wild steht am Straßenrand. Bei 3050 m geht der Wald in Almen über. Wir sind in den Boulder Mountains. In langen Serpentinen geht es wieder nach unten. In dem kleinen Ort Boulder machen wir eine kurze Rast. Babette plauscht mit der Besitzerin des einzigen Ladens vor Ort.
Es gibt ein kleines Museum, und wir treffen eine Deutsche, die schon lange hier lebt.
Weiter geht es über die Grand Staircase Escalante , eine sehr schöne Straße ,links ein Canyon, rechts ein Canyon, herrliche Aussichten.
In Escalante suchen wir vergebens einen Liquorshop,finden einen kleinen Delikatessladen ,wo wir köstliche Dips erstehen.
Unser CG ist Teil einer großen touristischen Anlage,die sich Bryce Canyon City nennt. Der Ort ist sehr wuselig und bietet alle Facilities für den amerikanischen Touristen, inklusive Rodeo und Western Music Abend.
Unser Stellplatz ist knapp bemessen, doch mit Picknickbank und Firerring ausgestattet. Hier trauen wir uns erstmalig ein Feuer zu machen.
Direkt nach Ankunft dumpen und duschen wir. Dann besorgen wir uns Rodeokarten und Karten für den Westernabend.
6.6.25
Die Nacht war echt kalt. Wir machen uns ein schönes Frühstück und shutteln zum Brycepoint. Beim Anblick des Canyons verschlägt es einem die Sprache. Wir wandern an der Rim entlang und kommen aus dem Staunen nicht heraus. Einen Abstieg zum Amphitheater verkneifen wir uns, da sich der Himmel inzwischen massiv verdunkelkt hat. Wir shutteln zurück. Den Abend verbringen wir bei Countrymusic, einem wohlschmeckenden Essen und einer Flasche Wein.
7.6.25
Wir stehen um 5 Uhr auf, es ist noch sehr kalt, und passieren den Eingang zum Park vor Öffnung der Schalter. Am ausgesuchten Parkplatz herrscht bereits reger Betrieb. Man will vom Sunrisepoint aus den Sonnenaufgang erleben, wir auch. Vorsorglich in warme Kleidung gepackt, erwarten wir mit einigen Hundert anderen das große Spektakel. Eine Seite des Canyons erstrahlt in leuchtendem Rot, das sich mehr und mehr ausbreitet. In den nächsten Minuten verändert sich der berauschende Anblick im Minutentakt.
Als wir uns sattgesehen haben ,marschieren wir zügig zum warmen RV zurück und frühstücken ausgiebig. Danach denken wir über einen Ausritt nach, verwerfen das Ganze jedoch wieder und entschließen uns zu einer Wanderung in den Canyon. Mit Wasser bestückt steigen wir über Queens Garden in das Amphitheater. Über den Navajo Trail erreichen wir am Sunset-Point wieder die Rimkante. Es macht Spaß, es wird warm, es ist sehr besonders. Und der Wanderweg ist besonders schön angelegt. Nach einer ausgiebigen Mittagsruhe im CG, wandern wir abends zum Rodeo, das nach der Nationalhymne einiges zu bieten hat: bull riding, Lasso- arbeit, speedreiten mit Vollbremsung etc. Zusammen mit vielen Amerikanern stehe ich brav in der Schlange für zwei Bier (dauert ca.30 Min.) schmeckt jedoch gut.
8.6.25
Heute schlafen wir aus und frühstücken vor Ort. Dann fahren wir zum ca.15 Meilen entfernten Red Canyon. Am Visitorcenter parken wir und informieren uns bei der Rangerin, die sich sehr über unseren Besuch und die Absicht zu wandern freut. Es ist nix los hier. Wir werden aufgefordert, lange Hosen zu tragen wg. diverser Taranteln ,Schlangen und pieksenden Pflanzen. Die Route führt bergauf und bergab. Es ist lecker warm. Nach einer guten Stunde sind wir wieder am RV. Zurück am CG stellen wir fest, dass die ATV(all terrain vehicle,also Quad) Clique abgereist ist. Dadurch ist es entschieden ruhiger geworden. Die Truppe donnerte mit ihren Fahrzeugen morgens raus und abends rein und zwischendurch wurde dran gearbeitet.
9.6.25
Zion Canyon / Zion River Resort
Wir brechen einen Tag früher zum Zion Canyon auf, da wir alles Wesentliche gesehen haben. Da der Weg kurz ist, lassen wir uns Zeit. Vorbei am Red Canyon führt der Weg durch ein von einem kleinen Fluß geprägtes Hochtal,das üppig grün ist. Später wird es wieder canyonmäßig rot. Am Abzweig Richtung Mount Carmel Tunnel, weisen uns Straßenschilder darauf hin, dass wir wohl mit unserem RV nicht in den Tunnel passen. Unsicher fahren wir noch ein Stück, drehen dann aus Vorsicht um. Der Alternativweg führt uns noch einmal nach Arizona, wo wir Wein und Bier und div.Lebensmittel bunkern.(Die Maus ist immer noch im Auto). Unser CG am Virgin River entspricht den amerikanischen Vorstellungen: großer betonierter Stellplatz, full hook up, Picnicbank und Firering sowie Pool und Laundry. Die Sanitäranlagen sind in Ordnung. An der Rezeption buchen wir für den nächsten Tag einen Shuttle in den Zion Park. Obwohl es seeehr warm ist, kühlt es nächtens angenehm ab.
10.6.25
Zunächst stellen wir unser Gefährt auf einem Feld ab, da wir einen neuen Stellplatz erhalten werden.
Der Bus bringt uns nach Springdale und dann zum Visitorcenter. Wir sind nicht allein. Ein weiterer Bus bringt uns zum Eingang zu den Narrows. Wir spazieren ,mit vielen anderen, die kühle Schlucht entlang bis zum Einstieg in den hier immer schmaler werden Canyon. Die meisten Mitwanderer haben sich Gummistiefel und Stöcke ausgeliehen und waten nun durch das steinige Flussbett zwischen den immer näher rückenden Felsen.
Wir wandern gemütlich zurück. Zwischendurch entdecken wir gegenüber einiges Wild (keine Rehe, sondern Hirsche). Zurück in Springdale kaufen wir uns sehr leichte Wandershorts und genehmigen uns einen hochkomplizierten Eiscafe und ein Cookie.
Unser neuer Stellplatz ist hübsch, doch der Nachbar hat eine immens laute Klimaanlage in seinem Zelt. Also ziehen wir noch mal um auf den Stellplatz 111,wie gemacht für Kölner.
11.6.25
Wir shutteln ein weiteres Mal und nehmen uns die Wanderung zu den drei Emerald Lakes vor., Die Landschaft ist spektakulär: rot der Sandstein, grün die Bäume, schillernd und glitzernd das von den Wasserfällen spritzende Wasser. Der Weg selbst ist teilweise anspruchsvoll, weil steil und steinig. Anschließend machen wir es uns an der Zion Lodge bei angenehm blasenden Wind in den bequemen Korbsesseln gemütlich bis es Zeit zum Aufbruch wird. Abends grillen wir zum ersten Mal und auch noch erfolgreich.
12.6.25
Valley of Fire / Altlatl CG
Heute geht es ins Valley of Fire. Unterwegs stoppen wir an einem Walmart und besorgen uns u.a. Salzwasserspray für meine Nase und einen Giftköder für die Maus.
Der Trip ist kurz. Am Eingang zum Park rät uns die Rangerin zu einem Upgrade ( hook up),damit wir die Klimaanlage mit Strom aus der Steckdose betreiben können.
Das Valley besteht aus Sandsteinformationen in unterschiedlichsten Farbtönungen. Der Bewuchs ist wüstenähnlich.
Nachdem wir unseren Stellplatz eingenommen haben, brechen wir zum Visitorcenter auf, das leider schon geschlossen ist. Wir durchfahren den Park auf dem Scenic Drive, halten an besonders schönen Stellen kurz an , gehen ein paar hundert Meter in die Prärie und kehren dann schnell wieder um. Es ist einfach zu heiß. Die Saison ist schon vorbei. Daher treffen wir außer einigen Wildziegen niemanden mehr an. Auch der Campingplatz ist nahezu leer. Wir treffen ein deutsches Paar, das seinen letzten Abend vor Abflug(ab Las Vegas) hier verbringt. Wir erleben einen spektakulären Sonnenuntergang und Mondaufgang. Es ist mucksmäuschenstill und inzwischen angenehm temperiert.
13.6.25
Lake Mead / Hoover Staudamm
Der Tag begrüßt und mit einem wundervollen Sonnenaufgang. Wir frühstücken bei noch angenehmen Temperaturen und brechen dann Richtung Lake Mead und Hoover-Staudamm auf, da wir einen Tag „gewonnen“ haben. Über eine Nebenstrecke fahren wir durch eine Marslandschaft Richtung Boulder und erreichen noch vor Mittag den RV Park am Lake Mead. Leider ist der Wasserspiegel in den letzten Jahren so weit gesunken, dass die Entfernung zum See ca.1km ist.
Auch hier ist es sehr warm und schwül. Wir machen ein bisschen sightseeing(wandern ein Stück auf dem Hooverdamm, wobei uns der Wind fast vom Damm fegt) und landen irgendwann am „Strand“. Es ist weiterhin sehr heiß. Wir steigen in die Badehose und werfen uns ins warme Wasser. Auf dem Rückweg trocknen wir komplett ab. Am frühen Abend kühlt es so weit ab, dass wir draußen sitzen können.
14.6.25
Las Vegas / Circus Circus CG
Nach dem Frühstück und einem Tankstopp in Boulder nehmen wir Kurs Las Vegas. Der Highway füllt sich je näher wir der Stadt kommen. Das Navi führt uns problemlos bis vor die Gittertore des CG Circus Circus. Dort begebe ich mich auf die Suche nach Rezeption. Freundliche Menschen geben mir Auskunft. Ich muss durch den gesamten Kasinobereich , mehrere Treppen rauf und runter, bis ich endlich am richtigen Schalter ankomme, einchecken kann und den Zugangscode zum CG erhalte. Ich finde den Rückweg und komme nach einer halben Stunde wieder beim RV an. Wir beziehen unseren Betonstellplatz (ohne Firering und Picnictisch aber mit full hook up). Am frühen Nachmittag nehmen wir den Bus und fahren den Las Vegas Boulevard runter ins Zentrum des Wahnsinns. Der Boulevard ist voll mit Menschen, der Autoverkehr enorm. Wir flüchten uns in klimatisierte Räume des Venetian Gondel Rides . Es ist alles sehr edel gestaltet und entsprechend teuer. Nach erfolgter Abkühlung schlendern wir weiter den Boulevard entlang zum Bellagio mit seinen Fontänen, die sich alle 15 Minuten rhythmisch zu Musik bewegen. Zum Abendessen gehen wir in einen Country-Music -Schuppen. Es gibt Burger und IPA.
Im RV zurück stelle ich die Giftköderfalle auf.
15.6.25
Mein erster Blick am Morgen gilt der Falle. Sie ist gefüllt. Auf der klebrigen ,giftgrünen Masse klebt eine abgemagerte, tote Maus.
Ich entsorge auf dem Weg zur Dusche die Falle plus Inhalt. Nach dem Frühstück nehmen wir wieder den Bus.
Wir starten den Gang durch die Kasinos im Luxor, lassen das Excalibur aus, schauen uns das New York, New York an und wechseln dann ins Bellagio. Im Hard Rock Cafe machen wir Rast und ein paar Einkäufe. Dann geht es erst mal zurück - Siesta!!
Abends bummeln wir über den brechend vollen Boulevard und nehmen einige IPAs und Snacks in einem Imbiss ein. Zum Schluss bringt uns der Bus zum Strat-Tower. In luftiger Höhe genießen wir den Rundblick über das schillernde Vegas.
16.6.25
Death Valley / Longstreet Inn CG
Wir verlassen Las Vegas und fahren auf einem „Veterans Memorial Highway“ weiter nach Westen. Wüste, endlose Straße und ein heftiger, heißer Wind. Das RV schaukelt bedenklich; wir reduzieren das Tempo. Das Longstreet Inn lassen wir zunächst rechts liegen und fahren gleich bis zur Death Valley Junction ,wo sich das Opera House befindet. Eine ehemalige Unterkunft für Minenarbeiter wurde von einer New Yorker Ballerina in ein Hotel samt Mini Oper umgebaut. Wände und Decken des Hotels sind liebevoll mit Fresken bemalt. Das Opernhaus konnten wir leider nicht besichtigen. Ein Flashflood hatte in der Woche davor den gesamten Komplex überflutet. Die Schlammmassen waren noch nicht ganz beseitigt. Zurück nach Nevada und ins Longstreet Inn, ein äußerst schräges, aber heimeliges Etablissement,mit einigen Sehenswürdigkeiten drinnen und draußen. Der Stellplatz ist wie üblich. Nach der Mittagshitze nehmen wir gegen Abend ein IPA(oder zwei).Nach dem Abendessen trifft sich Babette mit der Nachbarin, die mit Mann und Hund seit 15 Monaten auf diesem Platz steht(unglaublich aber wahr). Während unserer Unterhaltung rauscht eine Rakete von Elon Musk über den Horizant (dass die von ihm stammt erfahren wir erst am nächsten Morgen).
17.6.25
Wir stehen sehr früh auf, da es ab ca. 10 Uhr sehr heiß wird. Wir besuchen das Naturschutzgebiet Ash Meadows. Über eine „dirty road“ gelangen im 10 Meilen Tempo zum Visitorcenter. Die Rangerin ist über unsren Besuch hocherfreut und informiert uns ausführlich. Der Knaller ist der endemische „Pup-fish“, ein ca. 2cm großes Fischlein, das ausschließlich in den kleinen ,aus den Bergen Nevadas mit Grundwasser versorgten Pools zu finden ist. Es ist kaum zu glauben, dass mitten in dieser staubtrockenen Wüste diese Mini-Seen überleben können. Zur Mittagszeit sind wir wieder im WoMo .Mit laufender Klimaanlage harren wir bis zum Abend aus.. Unsre Nachbar Grant mit seinem angemalten Pudel Daisy, überrascht mit dem Vorschlag uns „mal eben“ ins Death Valley zu fahren, da wir mit dem WoMo nicht hinfahren dürfen. Der Vermieter hat es ausdrücklich verboten. Da wir einen Tracker im Auto haben, können wir uns auch nicht darüber hinwegsetzen. Dankbar nehmen wir das Angebot an und erreichen bei einbrechender Dunkelheit Zabriski Point. Kurze Umschau: dann geht es wieder zurück.
18.6.25
Lake Isabelle
Heute steht uns ein langer Fahrtag bevor. Südlich um das Death Valley herum. Im frühen Morgenlicht ist die Mojave Wüste berauschend schön; Hügel, Bergketten, Sanddünen. Die 90 Meilen bis zur I-15 sind wir alleine unterwegs. Dann wird es wuselig. Große Hinweisschilder für Peggy Sue's Coffea-Shop machen uns neugierig. An der Kreuzung I-15 und einer Verbindung zur I-40 liegt unser Ziel. Peggy Sue ist ein Diner im 50er Jahre Stil und offensichtlich sehr beliebt. Der Laden, verteilt auf fünf oder sechs Räume, brummt. Wir frühstücken gut und ausgiebig, Kaffee wird immer nach geschenkt. Bei Boron wechseln wir auf die Ca 395 nach Norden. Nachmittags erreichen wir den CG in der Nähe des Lake Isabella, der auch zu wenig Wasser hat. Der CG ist ziemlich leer, einige Dauergäste und ein sehr freundlicher Besitzer empfangen uns. Es ist sehr warm. Die Wäsche trocknet in weniger als einer Stunde .
19.6.25
Sequoya NP / Stony Creek CG
Auf Empfehlung des CG Besitzers wählen wir eine „scenic route“entlang des Kernriver über Kernville nach Longsdale. Die Strecke ist wildromantisch und für das WoMo sehr grenzwertig. Hinter Johnsondale steigt die Straße zum Parker Pass an und windet sich dann in etlichen Serpentinen wieder ins Tal. Am Old Stage Saloon legen wir eine Frühstückspause ein. Babette hat die sehr schwierige Strecke bravourös gemeistert.
Weiter geht es durch knallgelbe, trockene Weiden. Diese werden weiter Norden durch endlose Zitrusfrüchteplantagen abgelöst. Die Anfahrt zu unserem CG geht über 35 Meilen kurvige Straße bergauf. Leitplanken wie bei uns üblich, gibt es hier wie so oft leider nicht. Die Landschaft ist herrlich ,der CG naturbelassen. Es gibt Stahlboxen für die Lebensmittel und einen großen Firering neben der Picnicbank. Wir entspannen uns . Am Abend gibt es Gegrilltes und ein Lagerfeuer. Die Nacht ist angenehm kühl.
20.6.25
Bis zum Sequoia Hot Spot fahre ich. Dort stehen die 2000jährigen Riesen einträchtig nebeneinander. Wir machen zwei schöne Spaziergänge, die von kurzen Fahrten mit den kostenlosen Shuttlebussen unterbrochen sind. Obwohl sehr viele Menschen mit uns unterwegs sind, fühlte es sich, dank der großen Ausdehnung des Geländes, nie überfüllt an. Nachdem wir zurück sind, duschen wir im WoMo. Nach Grill und Lagerfeuer geht es rein ins Warme. Draußen ist es kühl und stockdunkel.
21.6.25
Oakhurst / Yosemite NP
Wir müssen auf demselben Weg zurück, bis zum Abzweig mit der Ca.245.Dann fahren wir auf der Ca.180 weiter nach Fresno. Noch ein mal in einen riesigen Walmart, für die letzten Tage Lebensmittel bunkern, tanken. Dann fahren wir durch bis zum RV Park Oakhurst, der gute 70km vom Yosemitepark entfernt ist. Wir buchen (zwangsweise) für den nächsten Tag eine geführte Bustour. Chillen, grillen, schlafen.
22.6.25
Ein Minibus, voll besetzt, bringt uns zügig in den Park. Wir werden zu allen Aussichtspunkten gefahren und kommen aus dem Staunen nicht heraus.(Wasserfälle, Half Dome ,El Capitan ,Glacier Point, etc. ) Mittags werden wir mit einem Lunchpaket am Village für einige Zeit uns selbst überlassen. Später werden wir wieder zum CG zurück gebracht. Wir beschließen, am nächsten Tag mit einem Fernbus(Fresno -Yosemite) ein weiteres Mal in den Park zu fahren. Wir nutzen die Sanitäranlagen ,grillen und machen vom letzten Holz ein Lagerfeuer.
23.6.25
Sehr rechtzeitig begeben wir uns Richtung Bushalte, die wir mit Hilfe einer Dame ausfindig machen. Der Bus kommt mit gut 30 Minuten Verspätung an. Bei der Einfahrt in den Park müssen wir in der Schlange etwas warten. Im Village steigen wir aus und sind uns selbst überlassen. Wir wollen zum Mirror Lake und machen uns auf. Unterwegs rät uns ein Radfahrer dringend von unsrem Plan ab: zu weit zu steil! Wir folgen seinem Rat und machen einen Spaziergang zu den unteren Wasserfällen. Auch hier gibt es Shuttlebusse.Wir lassen uns zum Aussichtspunkt zum Beobachten der El Capitan Kletterer bringen. Durch aufgebaute Fernrohre kann man den Bergsteigern zuschauen. Eine „breathtaking“ Angelegenheit.
Bei unserem zweiten Spaziergang beginnt es zu regnen und zu gewittern. Wir suchen Schutz in einem naturkundlichen Museum. Auf dem Weg zurück ins Village entdecke ich die Baumscheibe, die ich 40 Jahre zuvor schon einmal bestaunt habe.
Wir besorgen uns in einem Starbucks Snacks und warten auf den Bus. Der kommt pünktlich und bringt uns zurück.
24.6.25.
Das Wetter ist schön, die Sonne scheint. Uns ist nach Baden zumute. In ca.30km Entfernung liegt der Bass-Lake. Um 11 Uhr sind wir da, ergattern für 10$ einen Parkplatz und setzen uns unter Bäumchen ans Seeufer. Babette unterhält sich ausgiebig mit einer sehr netten Amerikanerin. Wir kühlen uns im See ab, essen zwischendurch im WoMo eine Kleinigkeit, lesen, baden und kehren gegen Abend zurück.
25.6.25
Pleasanton
Heute geht es zum Ausgangspunkt unsrer Reise zurück: Plesanton!!! Über Mariposa und Modesto erreichen wir am frühen Nachmittag den CG. Vorher wurde noch einmal getankt. Wir reinigen unser WoMo, packen unsere Habseligkeiten in die Koffer und verbringen unseren letzten Abend und die letzte Nacht in dem uns lieb gewordenen Fahrzeug.
26.6.25
San Francisco
Früh aus den Federn, duschen, letzte Reinigung, letztes Dumpen, dann noch einmal Gas nachfüllen und schon stehen wir auf dem Hof von EL Monte. Die Formalitäten ziehen sich etwas hin, aber wir lassen uns Zeit. Ein Uber holt uns ab und bringt uns innerhalb einer guten Stunde wohlbehalten ins RIU am Fishermen's Wharf. Einchecken, auspacken, kurzes Verschnaufen.....,dann ruft uns S.F Pier 39 ist direkt um die Ecke. Wir stürzen uns in das bunte, touristische Treiben. Der Boulevard ist gesäumt von Latinos, die frisches Obst in großen Plastikbehältern verkaufen. Daneben Stände (ebenfalls Latinos) mit Hot Dogs und Gegrilltem, viele junge Leute und auf der Straße selbst fahrende Autos. Die Sonne scheint, die Temperatur ist angenehm,und es weht eine leichte bis mäßige Brise. Wir organisieren eine Fahrt nach Alcatraz, eine Sunsetfahrt und ein hop on hop off Ticket für die kommenden Tage. Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel gehen wir wieder zum Pier 39 und gönnen uns dort ein opulentes Mahl am Fenster sitzend mit Blick auf die Golden Gate Bridge. Ein verzauberter Abend!!!!! Die Nacht wird echt kalt.
27.6.25
Das Frühstücksbuffet lässt sich sehen., allerdings ist das Haus sehr gut belegt, und wir müssen warten, bis uns ein Platz zugewiesen wird.
Sowohl für Sonne als auch für Kühle (Karl the fog dräut überm Pazifik) ausgerüstet begeben wir uns auf unsere erste Sightseeingtour per Doppeldecker mit Translator.
Durchs Bankenviertel mit den Wolkenkratzern über den Unionsquare geht es zu den “Painted Ladies“ am Alamo Square, die wir zu Fuß erreichen. Weiter geht es per Pedes ins „Hippy-Viertel“ mit vielen schrägen Läden für Kleidung, Schallplatten, Musikinstrumente und jeder Menge kleiner Restaurants und Kneipen. Es riecht kräftig nach Hasch. Irgendwann hüpfen wir wieder in den Bus und lassen uns in die Nähe des Hotels bringen. Am frühen Abend brechen wir zur Sunsettour auf. Warm angezogen sitzen wir auf dem Oberdeck und lassen uns über die Golden Gate Bridge und dann auf verschlungen Pfaden über Oakland Bay Bridge zum Treasure Island bringen. Von dort aus schauen wir uns die Skyline von S.F. in der Dämmerung an. Zurück am Hotel friere ich wie ein Schneider. Wir laufen schnell zu der Kneipe Buena Vista, in der der Irish Coffea erfunden wurde, und nehmen uns einen für einen stolzen Preis. Dann geht es mir langsam besser und ich kann zu den Chicken Wings auch ein IPA genießen.
28.6.25
Nach dem Frühstück spazieren wir The Embarcadero entlang bis zum Ferry Building wo sowohl drinnen als auch draußen ein riesiger Wochenmarkt stattfindet. Wir berauschen uns an dem immensen Angebot. Nachdem wir uns sattgesehen haben, setzen wir unseren Spaziergang fort, bestaunen die Cable Cars ,schrill gekleidete Menschen(CSD -Vorlauf) ,autonom fahrende Autos …
Am Abend fahren wir mit ÖPNV-Bus nach Chinatown und sind sowohl von der Gegend als auch Essen ein bisschen enttäuscht. Auf dem Weg nach Hause überrascht uns Karl the Fog, der die Laserinstallation zum CSD noch einmal verfremdet.
29.6.25
Den Sonntagvormittag verbringen wir mit Zuschauen. Die Parade zum CSD ,die gleichzeitig eine Demo gegen Mr.Trump ist, beeindruckt durch Größe und Vielfalt. Polizei, Feuerwehr, Fluggesellschaften, große Firmen, Veteranen und und und ….. sind vertreten. Auch Abordnungen aus anderen Städten, u.a. Big Apple, sind dabei. Den Nachmittag verbringen wir auf Alcatraz, sehr beeindruckend. Unseren letzten Abend verbringen wir im italienischen Quartier.
30.6.25
Nach dem Frühstück bringt uns ein Uber zum Flughafen.
I left my heart in San Francisco.
Liebe Grüße aus Berlin,
Thomas
Locker bleiben, Ball flach halten dann wird es ein perfekter Womourlaub
Hi Heinz Günther,
bitte überprüfe doch mal deinen Eintrag oben, ich hatte meine Probleme, ihn zu lesen:
ist mein Eindruck richtig, dass du den Text doppelt eingestellt hast : einmal in großen Lettern, einmal in normal großer Schrift, dabei im oberen Anteil farblich falsch (grau auf schwarz) formatiert ? Ändere das doch bitte.
Nebenbei: die Straße über den Boulder Mountain (https://www.womo-abenteuer.de/highlights/utah-scenic-byway-12-escalante-...) ist nicht der Million Dollar Highway.
Vielen Dank für deinen Bericht.
Freundliche Grüße
Bernhard
Scout Womo-Abenteuer.de
Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)
Hi Heinz Günther,
so liest sich das doch viel besser ! Vielen Dank.
Bernhard
Bernhard
Scout Womo-Abenteuer.de
Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)