Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Verschiffung Seattle(Tacoma)

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timo_camper
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Beigetreten: 22.09.2020 - 20:26
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Verschiffung Seattle(Tacoma)

Hallo zusammen,

ich bin neu hier auf der Seite und habe schon fleißig Beiträge gelesen, aber leider keine Infos zu meiner Frage gefunden.

Zunächst unser Plan:

Wir planen nächstes Jahr von Mitte Mai bis Mitte August eine "verlängerte" Elternzeit in Kanada zu verbringen. Dazu soll unser Wohnmobil verschifft. 

Wir stehen noch am Anfang unserer Planung aber die grobe Route sollte von Halifax bis an die Westküste gehen. Als einziger Hafen für die Rückverschiffung kommt meiner Information nach nur Tacoma bei Seattle in Frage. Ich habe das auch bereits bei Seabridge angefrag, aber bin durch deren Antwort ein bißchen verunsichert. Uns wird davon mehr oder weniger abgeraten:

Eine Verschiffung von der Ostküste kostet in etwa nur die Hälfte. Zusätzlich ist die Zollabwicklung in Baltimore/Halifax um einiges leichter

In Seattle können wir zwar auch etwas vorbereiten, aber die meisten Unterlagen müssen Sie zusammen mit dem von uns genannten lokalen Spediteur bewältigen. Daher bevorzugen fast alle unsere Kunden die Verschiffung zur/ab der Ostküste, zumal es Sinn macht einen „Kreis“ zu fahren, um den Jahreszeiten entsprechend zu reisen.

Hat jemand Erfahrungen mit der Verschiffung von Tacoma? Ist es mit den Unterlagen wirklich so viel mehr Aufwand? Hat es was mit USA anstatt Kanada zu tun? Auch das Problem mit den Jahreszeiten leuchtet mir nicht ganz ein. Normalerweise sollte das Wetter im Westen im Juli/August doch besser sein.

Vielen Dank im Voraus

Grüße

Timo

Jindra
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Beigetreten: 25.03.2011 - 10:55
Beiträge: 2320
RE: Verschiffung Seattle(Tacoma)

Hallo Timo!

Herzlich willkommen im Forum.

Ich selbst bin keine Expertin, die werden sich bestimmt noch melden.

Ich würde einen anderen Gedanken ins Spiel bringen.

Ihr wollt / könnt "nur" 3 Monate unterwegs sein. Um ein Womo zu verschiffen bedarf es wirklich viel Aufwand, was ich persönlich für die 3 Monate nicht adäquat finde. Deshalb würde ich mir zuerst diese Fragen stellen:

  • Muss es unbedingt das eigene Womo sein?
  • Käme nicht alles günstiger ein Womo drüben anzumieten, möglich wäre es mit Sicherheit, und billiger wahrscheinlich auch noch?

Das nur als Anstoß für den Anfang.

Ich wünsche Dir viel Spaß bei der Planung, und dass die Reise überhaupt möglich sein wird.

Viele Grüße, Jindra

 

Es gibt für uns noch viele Fragen, wir haben die Welt nicht überall gesehen!

Unser Blog

Chris
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Beigetreten: 05.02.2011 - 19:27
Beiträge: 2072
RE: Verschiffung Seattle(Tacoma)

Hi Timo,

soll das Womo dann durch den Panamakanal oder einmal um die Erde reisen? Das wird dann sicher sehr teuer und kompliziert. Da würde ich Dir, wie Jindra schon schrieb, empfehlen, ein Wohnmobil zu mieten. Da würde sich eine Einwegmiete anbieten oder ein Überführung und zur Not noch eine Anschlussmiete. Wir waren 2018 elf Wochen in den USA unterwegs und es funktionierte alles sehr gut. Du kannst Dir ja mal die Route und die Kosten am Ende des Berichtes ansehen. Hier ist der Bericht.

Liebe Grüsse

Christine
Scout Womo-Abenteuer.de

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Beate 'road runner'
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Beigetreten: 10.11.2010 - 14:07
Beiträge: 2517
RE: Verschiffung Seattle(Tacoma)

Servus Timo,

deine spezielle Anfrage zur Verschiffung an die US Westküste wird dir hier vermutlich niemand beantworten können.

Allerdings unter dem Schlagwort 'Wohnmobil Verschiffung' findest du hier im Forum allerlei Wissenswertes. 

Wir hatten das Vergnügen in 2016 für ein knappes Jahr auf dem Nordamerikanischen Kontinent, mit Startpunkt Halifax und eigenem Reisegefährt unterwegs gewesen zu sein. Zweifellos ein unvergessenes Abenteuer. Eigentlich sollten wir gerade erneut für 12 Monate drüben unterwegs sein. Aus bekannten Gründen kam es anders....

Eine Verschiffung des eigenen Reisemobils halte ich  für den angedachten, relativ 'kurzen' Zeitraum von 3 Monaten für nicht sinnvoll, der Aufwand und die Kosten in keinem Verhältnis.  Einen Ankunftshafen jenseits der kanadischen bzw. amerikanischen Ostküste in's Auge zu fassen, alleine schon wegen der exorbitanten Verschiffungskosten nicht verhältnismäßig. Vielleicht lässt du dir mal beide Optionen von Seabridge kalkulieren, wir haben das getan und uns stockte der Atem bezgl. des gewaltigen Preisunterschiedes. Es ist so, wie Chris bereits anmerkte, alleine dss Schleusen durch den Panamakanal kostet einen horenten Aufschlag. 
Eine routinierte Abwicklung in den Häfen wie in Halifax und Baltimore sind zudem sicher ebenfalls ein schlagkräftiges Argument gegenüber der weniger angefahrenen Häfen der Westküste. 

Zudem benötigt ihr für euren gesamten Aufenthalt in Norddmerika eine spezielle KFZ Versicherung für euer Mobil, diese ist alles andere als günstig und dass bei relativ niedriger Haftpflichtabdeckung. 

Deshslb mein Vorschlag, entweder mit einem B2 Visum euren geplanten  Aufenthalt um 2-3 Monate verlängern, damit sich das Verschiffen auch lohnt, oder ihr mietet euch bereits in Vorfeld ein amerikanisches RV über einen deutschen Vermittler. 

Noch weiß ja auch niemand, wie sich das Reisen in Nordamerika im nächsten Jahr gestalten wird. Ich persönlich tendiere da eher zu sehr verhaltenem  Optimismus. 

 

 

Liebe Grüße,
Beate

Unser Reiseblog 5Jahreszeiten

Bernhard
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Beigetreten: 21.08.2009 - 15:31
Beiträge: 14024
RE: Verschiffung Seattle(Tacoma)

Hi Jindra , Christine und Beate,

ich danke euch Dreien für die schlüssigen und übereinstimmenden Kommentare zu dieser Fragestellung  yes

Hallo Timo,

auch wenn ich dich verstehe, dass man sich in seinem eigenen Wohnmobil am heimeligsten fühlt, sind die begrenzte Dauer eurer Fahrt und die wahrscheinlichen Kosten und Umstände  für den Rücktransport von der Westküste sicher die ausschlaggebenden Gegenargumente.

Ich nehme an, dass ihr, wenn es denn überhaupt möglich sein wird, mit einer Einwegmiete von Ost nach West am besten fahrt.

Ich wünsche es, dass ihr es auch so sehen könnt.

Herrzlichen Gruß

Bernhard

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Der Große Wagen
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Beigetreten: 07.08.2014 - 17:55
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RE: Verschiffung Seattle(Tacoma)

Hallo Timo

Wir haben schon dreimal hin und zurück verschifft, aber zur/von der Ostküste. Ich erinnere mich dass wir beim ersten Mal auch nach den Preisen für die Westküste geschaut haben und dass das sehr viel teurer war. 

Ich schließe mich den anderen geäußerten Meinungen an. Für Euren geplanten Zeitraum dürfte sich eine Verschiffung eher nicht lohnen. Zu den Verschiffungskosten kommt wie Beate schon geschrieben hat die teure Versicherung. Und dazu die Probleme überhaupt eine zu finden. 

Ich weiß, dass Seabridge schreibt, eine Verschiffung würde sich schon für wenige Wochen lohnen. Aber rechnet es mal durch. 

Es ist unbestritten, dass es toll ist mit dem eigenen Fahrzeug drüben unterwegs zu sein. Wir wollen in jedem Fall auch noch einmal rüber. Aber für drei Monate würden wir auch eine Miete in Erwägung ziehen und nicht verschiffen.

Ich wünsche Euch, dass Eure Reise stattfinden kann und viel Spaß bei den Planungen.

Gruß

Christine

www.dergrossewagen.eu

Der Große Wagen
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Beigetreten: 07.08.2014 - 17:55
Beiträge: 192
RE: Verschiffung Seattle(Tacoma)

Hallo Timo,

eine Ergänzung noch. Was nicht so wirklich kalkulierbar ist, ist der "variable Treibstoffzuschlag". Dieser Zuschlag betrug bei uns in der Reihenfolge der Verschiffungen 15 %, 25 %, 45 % (!), 20 %, 20 %, 5 % (!)

Gruß

Christine

www.dergrossewagen.eu

timo_camper
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Beigetreten: 22.09.2020 - 20:26
Beiträge: 3
RE: Verschiffung Seattle(Tacoma)

Hallo nochmal,

vielen Dank für eure Antworten.

Nach unserer allerersten Planung wollten wir eigentlich nur im Osten bleiben. D. h. Verschiffung von und nach Halifax. Der Westen fiel eigentlich raus, insbesondere auf Grund der Entfernungen aber auch Flugzeiten (wir werden mit drei Kindern zwischen 1 und 5 unterwegs sein).

Nachdem wir dann immer mehr über Kanada gelesen und gehört haben, wurde dann aber der Westen doch immer interessanter und so kam immer mehr die Idee, bis an die Westküste durchzufahren. Natürlich haben wir uns auch Angebote von Seabridge geben lassen und waren positiv überrascht über die Kosten der Rückverschiffung (ca. 1/3 on top zur Rückverschiffung von Halifax - wir haben mit deutlich mehr gerechnet). Somit wurde diese Variante interessanter.

Finanziell ist ein Anmietung für diese Tour günstiger aber dabei verzichtet man leider auf sein eigenes "zu Hause" und kann auch nicht so viele Sachen mitnehmen. Bei 3 Kindern sind das schon große Vorteile.

Glücklicherweise haben wir noch sehr viel Zeit zum Planen. Schließlich sind es noch ca. 8 Monate. Es gilt natürlich auch die ENtwicklung von Corona abzuwarten.

Vielleicht nehmen wir den Westen dann auch 2022 mit einem Mietmobil in Angriff...

Danke nochmal.

Grüße

Timo

Matze
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Beigetreten: 13.05.2014 - 18:58
Beiträge: 3837
RE: Verschiffung Seattle(Tacoma)

Moin Timo

wenn ich Dich richtig verstehe, wollt ihr im Osten von Kanada (USA?) bleiben.  Hast Du schon mal geschaut was eine 90 Tage Miete in Kanada und/oder USA kostet?  So kannst Du besser beurteilen ob sich die Mitnahme vom eigenen Camper lohnt.

Ich habe mal bei Trans Canada Touristik  folgende Mustereingaben gemacht:  Mitte Mai bis Mitte Aug.21, Start/ziel Toronto.   Angebote inkl. 5000 km  liegen zw. 8500€ bis 12000€.  

Weiterhin gute Planung.

Liebe Grüße
Matthias
Scout Womo-Abenteuer.de

Südwesten USA in 5 Wochen Herbst 2014

Ef_von_Iks
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Beigetreten: 28.02.2019 - 13:17
Beiträge: 638
RE: Verschiffung Seattle(Tacoma)

Hallo Timo, 

Mal noch eine andere Idee:

Vielleicht findet ihr ja jemanden der auch einen längeren Urlaub machen möchte und euer Fahrzeug drüben dann "mietet" und zurück an die ostküste fährt. Da muss man sicher noch viele andere Fragen beantworten, aber so als Idee. 

Gruß 

Felix 

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Jedes große Abenteuer beginnt mit den Worten: Ich glaube ich kenn da 'ne Abkürzung.

 

timo_camper
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Beigetreten: 22.09.2020 - 20:26
Beiträge: 3
RE: Verschiffung Seattle(Tacoma)

Hallo,

@Matze: ja, die Preise dafür habe ich schon verglichen. Die Verschiffung von und nach Halifax kostet 1way 3500€ bei Seabridge. Eine Womo zu mieten wäre demnach teurer (auch wenn die Versicherung noch draufkommt). Soweit ich weiß sind die kanadischen Wohnmobile auch ordentliche Spritfresser im Vergleich zu den europäischen. Und natürlich schläft es sich im eigenen Womo immer am Besten smiley. Von daher haben wir uns eigentlich schon festgelegt.

@Felix: Wir haben auch schon davon gehört, dass das einige gemacht haben. Es klingt auf jeden Fall nach einer interessanten Möglichkeit, die wir in Betracht ziehen.

Vielen Dank und Grüße

Timo