Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

El Monte - Erlebnis 2009

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muk
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El Monte - Erlebnis 2009

Edit by MichaelAC: habe die Schriftfarbe korrigiert. Einfügen per Cut&Paste aus einem Editor am besten nur als Plain-Text (ASCII). In anderer Software formatierte Texte mag die Forensoftware nicht ... und reagiert mit lustigen Zeichenformaten und -farben wink   

 

 

 

Womo Tour vom 01.10.-31.10.2009

Übernahme:                          McKinney/Texas

Gebuchtes Fahrzeug:          MH 23

Erhaltenes Fahrzeug:          MH25S

                                               Erstzulassung 5/2008

                                               Meilen 24500

Außenzustand                       sehr gut

Innenraum                              Sauberkeit ließ zu wünschen übrig

Einweisungsservice             sehr gut

 

Gefahrene Meilen                3173

Verbrauch 100 km               27,16 

 

Aufgetretene Mängel:          LED-Anzeige Kühlschrank ausgefallen

                                               Funktion jedoch ok

 

                                               Eine Dachluke ließ sich nicht öffnen

 

                                               Ein Brenner des Herdes gab seinen Geist auf

 

Und dann diese Geschichte:


 

Das Problem begann am 27.10.2009 gg. 10:30 Uhr.  

Wir hatten mit dem Wohnmobil am KOA Campground Dallas-Metro in Arlington übernachtet und waren auf der Fahrt zu den Stock Yards in Fort Worth. Auf der Fahrt mussten wir tanken und dies an der Shell Station, 3710 S. Cooper Street, Arlington.

Beim Öffnen der Fahrertüre zum Aussteigen gab es einen andauernden Warnton, auch wenn der Zündschlüssel abgezogen war. Wenn die Türe geschlossen war, war auch der Warnton nicht mehr zu hören. Also Türe zu und tanken.

Während des Tankvorganges machte ich wie immer einen Rundgang um das Fahrzeug und bemerkte, dass alle Fahrtrichtungsanzeiger ganz schwach blinkten, als wenn die Warnblinkanlage eingeschaltet wäre und nur eine minimale Leuchtstärke hätten. Die Warnblinkanlage war aber nicht eingeschaltet.

Nach dem Tanken von 29,425 Gallonen (111,38 Liter) überprüften wir die gesamte Beleuchtung, alles war in Ordnung und so fuhren wir weiter nach Fort Worth (ca. 25 km).

Als dann während der Fahrt der Kilometerzähler noch anfing zu blinken, rief ich vom Parkplatz bei den Stock Yards den Pannendienst unserer Wohnmobilvermieters El Monte an.

Nach dem Schildern des Vorganges wurde uns vorgeschlagen zur Ford-Werkstätte Bankston, 1400 I 20 in Arlington zu fahren um die Elektrik zu überprüfen.

Dies taten wir dann auch.

Zwischenzeitlich hatten wir festgestellt, dass die gesamte Elektrik im Wohnmobil ausgefallen war, es funktionierte also im Aufbau nichts mehr.

Bei der Fordwerkstätte suchte der Kfz-Elektriker Mike, die elektrische Anlage des Fahrzeuges ca. 45 Minuten und kam zu folgendem Ergebnis: am Fahrzeug liegt der Fehler nicht, es handelt sich vermutlich um Probleme mit dem Konverter welcher den Strom auf 12 Volt umwandelt oder dem Circle-Breaker.

Also wieder den Pannendienst angerufen und den Sachverhalt geschildert.

Stefan rief nach kurzer Zeit zurück, dass in der näheren Umgebung unseres Aufenthaltsortes, alle Services ausgebucht seien für den heutigen Tag, er werde aber weiter versuchen eine Lösung zu finden.

Wir vereinbarten, dass wir von der Ford-Werkstätte zum ca. 6km entfernten Campingplatz KOA fahren würden, wo wir letzte Nacht waren.

Von Stefan erhielten, wir dort die Nachricht, dass er einen mobilen RV-Service erreicht habe, der zum Campingplatz kommen würde und den Schaden beheben werde.

Da jedoch für das Einfahren auf den Campground eine besondere Versicherung für den Service erforderlich sei, die dieser jedoch nicht habe müssten wir vor dem Platz die Reparatur durchführen lassen.

Er würde uns das Eintreffen rechtzeitig telefonisch ankündigen.

So war es dann auch.

 

Nach intensiven Suchen wurde die Ursache gefunden und die "Bad News" wie sich der Mechaniker unter dem Fahrzeug waren erschreckend:

Ein mehradriges Elektrokabel, das zwischen Chassis und Aufbau verlegt ist war durchgebrannt bzw. geschmort.

Nicht auszudenken, was da hätte an der Tankstelle passieren können, mit einem Kabelschmorbrand.

Wir dürfen heute noch nicht daran denken.

Auch auf der Weiterfahrt nach Fort Worth bis zum endgültigem Ausfall der Elektrik, hätte das Fahrzeug, nun mit vollem Benzin- und Gastank und das beim Durchfahren einer Stadt, Feuer fangen und in die Luft gehen können.

Da dieser verheerende Fehler nicht vor Ort repariert werden konnte und durch Abklemmen der Zusatzbatterien keine direkte Gefahr mehr bestand so lang wir keine Stromanbindung durchführen würden, vereinbarten wir mit dem Pannendienst die Nacht, es war zwischenzeitlich bereits dunkel, am Campingplatz zu verbringen.

Eine Weiterfahrt wäre auch nicht mehr möglich gewesen, da nun auch die komplette Armaturenbeleuchtung ausgefallen war, so dass wir mit einer Taschenlampe leuchten mussten um zu wissen welchen Gang man eingelegt hatte.

 

Zunächst wollte El Monte uns noch für einen Tag ein Ersatzfahrzeug stellen, wir sollten zur Vermietstation McKinney kommen und es dort übernehmen. Dies lehnten wir aber ab, ein Wohnmobil ausräumen und dann wieder einräumen um auf einem Campingplatz zu übernachten und dann das Wohnmobil am nächsten Tag wieder auszuräumen das wäre doch einwenig des Guten zuviel gewesen.

So verblieben wir, dass wir das Wohnmobil einen Tag früher abgeben werden und eine weitere Nacht in einem Hotel zu nächtigen.

Gott sei Dank waren unsere Essensvorräte im Kühlschrank nicht mehr sehr groß, so dass sich dieser Verlust in Grenzen hielt.

 

Am 28.10.2009 trafen wir kurz nach 13:00 Uhr bei der Vermietstation in McKinney, vom Campingplatz ca. 90km reine Stadtfahrt über die verschiedensten Highways.

Bob Knox, General Manager von El Monte in McKinney, war vom Pannenservice unser Kommen angekündigt worden.

 

Es interessierte ihn aber anscheinend wenig, was mit dem Fahrzeug war, er erklärte sich bereit uns zwei Tage Ausfall zu ersetzen und zwar durch Rückvergütung von  2* 54$, also 108 USD. Als ich ihm die Rechnung unseres Vermieters vorlegte und erwähnte, dass wir pro Tag 51 € bezahlt hätten und das bei dem derzeitigen Kurs ca.75$ wären, sagte er dass interessiere ihn nicht. Das Wohnmobil sei für 54 $ je Tag angemietet worden und mehr würde es nicht geben.

 

 

Die nächsten zwei Stunden, waren wir mit ausräumen und packen unserer Reisetaschen beschäftigt. mit einer Mitarbeiterin hatten wir vereinbart, dass wir uns wenn wir fertig sein würden bei ihr melden um die Endabnahme durchzuführen.

Zwischenzeitlich führte Joan auch eine Hotelreservierung im nahegelegenen Holly Day Inn für uns durch.

Kurz nach 15:00 Uhr kam Bob einmal zum Fahrzeug, aber nicht um nach den Schaden zu sehen, sondern,  um uns lapidar mitzuteilen, dass, wenn wir nicht in 15 Minuten fertig sein würde, keine Shuttle mehr zur Verfügung stehen würde, dass uns zum ca. 600m entferntem Hotel bringen könne.

Da wir noch nicht fertig waren und auch die Endabnahme noch nicht durchgeführt worden war, sagte ich ihm, dass es noch ca. 30 Minuten dauern würde.

Er sagte darauf, dass wir dann zu Fuß gehen müssten. Bei der Frage "und das Gepäck" vier Reisetaschen.

Zuckte er nur mit den Schultern und sagte, wir könnten ja den Gepäck-Caddy nehmen und ging zurück zu seinem Büro. Ich rief ihm noch nach, dass dies ein sehr schlechter Service von El Monte sei. Er aber zuckte nur mit den Schultern und winkte ab.

Als ich dann ca. 20 Minuten später ins Büro ging wegen der Endabnahme, war Bob wieder die Freundlichkeit in Person, er sagte dass sein Mechaniker nach der Abnahme zum Hotel fahren würde.

Joan die die Abnahme durchführte war in fünf Minuten fertig, da es wegen der ausgefallenen Elektrik keinerlei Anzeigen gab.

Erst jetzt ließ sich ein Mechaniker sehen der uns nach dem Schaden fragte. Als wir es ihm erklärten und er selbst unter das Fahrzeug geschaut hatte meinte er dass wir großes Glück gehabt hätten.

 

Nach dem Gegenzeichnen der Übergabe, wurden wir von Joan ins nahegelegen Holly Day Inn gefahren.

Am nächsten Tag brachte uns der Shuttle von El Monte zum vorgebuchten Hotel MCM in ‘Dallas

 

Das war unser Erlebnis mit El Monte, aber sonst in allem eine wunderschöner Urlaub in Texas und New Mexiko.

 

und hier die Ursache:

 

                           

 

                                        

                                              

... an jedem Ort zu jeder Zeit - Ruhe und Gelassenheit

Paul
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Beigetreten: 22.08.2009 - 10:07
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Vertragspartner

Hallo Muk,

bei wem habt Ihr denn gebucht?
Und was sagt der dazu?

Passieren mit dem Womo kann immer etwas.
Ein durchgeschmorter Kabelbaum ist nicht die Regel, kann aber passieren, wenn irgendwo ein Kurzer ist.
(schlechte Reperatur oder durchgescheuertes Kabel)
Der Schwächere gibt bei der Elektrik eben nach.
Die Frage ist, wie der Vermieter reagiert.

Reperaturservice schicken ist meines Erachtens ok.
Austauschwomo anbieten auch.
Dier sonstige Service und Hilfe von ElMonte allerdings nicht.

Alles Weitere (Kosten-Ersatz für Womo und Hotelkosten) ist imho Sache der Stelle, bei der Ihr das Womo gebucht habt.

Btw.:das Wichtigste ist, das nichts schlimmes passiert ist und ihr ansonsten einen schönen Urlaub gehabt habt.

 

 

Viele Grüße

paul (Werner)

Bernhard
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Glück gehabt !

Hallo muk,

da habt ihr wirklich eine ausreichend große Portion Glück gehabt -- auf diese befund konnte man bei diesen diskreten und nicht eindeutigen Symptomen wirklich nur schwerlich kommen. Der Mechaniker hat aber in der Nacht wirklich gründlich nachgeschaut. Hat´s denn noch geraucht ?

Zum Glück passierte es auch in der Nähe eurer Abgabestation. Von der Freundlichkeit des Stationsleiters wollen wir lieber schweigen.

Danke für deine Info!

Bernhard

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Janina
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Beigetreten: 25.08.2009 - 23:01
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Puh!

Hallöle muk,

uuuaahh, was ne Gruselgeschichte. Schön, dass Ihr wieder wohlbehalten hier angekommen seid.

Grüßle, Janina

MichaelAC
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Beigetreten: 25.08.2009 - 19:11
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Puuh - mir wird für euch mit übel :-(

Hi muk.

Glück gehabt, und richtig reagiert habt ihr. Ich weiß nicht, ob ich so wie ihr die Situation gemeistert hätte.

Viele Grüße, Michael

Scout Womo-Abenteuer.de
Unsere Reisen USA und Afrika: familie-becker-feldmann

Bernhard
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Beigetreten: 21.08.2009 - 15:31
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Das weiß ich auch nicht !

MichaelAC  schrieb:

Glück gehabt, und richtig reagiert habt ihr. Ich weiß nicht, ob ich so wie ihr die Situation gemeistert hätte.

Das habe ich mir auch überlegt ! Wenn ich es mir so überlege, wäre ich vielleicht eher geneigt gewesen, zu denken: wir geben ja übermorgen sowieso ab, da kann ich mit dem "kleinen" Fehler zurechtkommen .....

Nein, es war richtig, gleich El MOnte anzurufen und auch die Werkstatt anzusteuern.

Grüße

Bernhard

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

muk
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Beigetreten: 30.08.2009 - 11:06
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El Monte - Erlebnis 2009

Hi,

vielen Dank für euer Mitgefühl.

Das Wohnmobil hatten wir über DERTOUR gebucht.

Der Kundensevice teilte, auf unser Schreiben vom 12..11.09, am 24.11.2009 mit, dass sie sich wegen des Vorfalls mit ihren Vertragspartnern zunächst in Verbindung setzen werdeen und wir dann wieder von Ihnen hören würden.

Bis heute haben wir noch keine Nachricht erhalten.

Zur Frage von Bernhard, ob es noch geraucht hat, kann ich nur sagen, wir haben während der Fahrt oder auch beim Parken nichts auffälliges gerochen oder bemerkt,

trotz alledem haben wir schon die nächste USA-Reise mit dem Wohnmobil für 2010 gebucht.

Grüße an alle

muk

 

... an jedem Ort zu jeder Zeit - Ruhe und Gelassenheit

Bernhard
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Beigetreten: 21.08.2009 - 15:31
Beiträge: 13960
Nachfassen ?

Hi muk,

wenn DERTOUR schon eine Rückwantwort versprochen hat, würde ich da mal nachfassen !

Aus Neugier: mit welchem Vermieter und wo werdet ihr 2010 unterwegs sein ?

Grüße

Bernhard

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Tom
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Beigetreten: 21.08.2009 - 11:04
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Auto Explosion?

Hallo zusammen,

natürlich ist es ärgerlich wenn so ein Defekt am Fahrzeug eintritt. Das hat man leider selber nicht in der Hand. Wie aber der Vermieter bei der Abgabe reagiert hat ist nicht unbedingt Kundenorientiert um es höflich zu Formulieren. Das einzig gute an der Sache ist, dass euch nicht's passiert ist.

Jetzt noch eine Erklärung, zum Explodieren von Fahrzeugen. Leider hat sich das, dank Hollywood, in den Köpfen der Leute festgesetzt. Grundsätzlich ich habe in meiner langen Parxis als Feuerwehler noch nie von einer Fahrzeugexplosion gehört bzw. selber eine erlebt. Ein brennendes Fahrzeug bringt einen Benzintank höchstens zum platzen. Dann kann sich das Benzin verteilen und großflächig abbrennen.

Ein anderes Problem ist das Flüssiggas, das ist Hochexplosiv, wenn es im Fahrzeug austritt. Im richtigen Mischungsverhältnis mit Sauerstoff kann es dann eine Explosion geben. Bei einem Fahrzeugbrand wird aber vorher die Berstscheibe der Flasche oder des Tanks bersten und das Gas, mit Abbrand, auströmen lassen. Somit wird der Druck in der Flasche abgebaut der durch die Hitzeeinwirkung in ihr entsteht. Dadurch kommt es nicht zum Gefäßzerknall.

Ich hoffe ich konnte Euch allen die Angst vor eine Fahrzeugexplosion nehmen.

Herzliche Grüsse, Tom

Reisen Sie langsam.Wenn Sie Zeit für acht Länder haben, nehmen Sie fünf. Wenn Sie durch fünf hetzen wollen, nehmen Sie drei. Kate Simon

muk
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Nachfassen

Hi Bernhard,

wir werden im neuen Jahr bei DERTOUR nachfragen, wie die Sache steht und hier Bescheid geben.

Für unsere Tour 2010 haben wir uns diesmal für Moturis entschieden.

Wir werden am 14.09. in LA starten und die Abgabe ist  am 26.10.2010 in Denton/TX

Viele Grüße und einen guten Rutsch ins Neue Jahr von

muk

 

 

 

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muk
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El Monte - Dertour

Hallo,

nach zweimaliger Nachfrage bei DERTOUR haben wir heute ein Entschuldigungsschreiben wegen der langen Wartezeit erhalten.

Gleichzeitig einen Scheck über die geltend gemachten Mehrkosten.  Diese wurden voll ersetzt und sogar um 0,39 Cent aufgerundet.

Die nächste USA-Reise kann kommen...

Viele Grüße an alle

muk

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