Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Erfahrungen mit Roadbear

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MichaelAC
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Erfahrungen mit Roadbear

Hi zusammen.

Ich starte hier einmal einen Thread für Erfahrungsberichte.

Gruß, Michael

Viele Grüße, Michael

Scout Womo-Abenteuer.de
Unsere Reisen USA und Afrika: familie-becker-feldmann

MichaelAC
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Roadbear-Erfahrungsbericht, LAS-DEN, Jul'2008

Daten:
- Las Vegas, 1.7.2008, bis Denver, 25.7.2008.
- C30S, Modell Winnebago Outlook, gebaut 1/2008, Meilenstand 8900
- 2100 mls gefahren, Verbrauch 36 l/100km

Übernahme in Las Vegas:
- Anruf am Vortag: ja - frühe Übernahme geht smiley. 8:30 war uns zu früh, wir verabreden uns für 11:30
- Transfer in Eigenregie mit dem Taxi vom Signature MGM.
- Alles war vorbereitet, die Online-Anmeldung hatte geklappt.
- Ein (wohl neuer) Mitarbeiter (Schweizer Student?) machte die Übergabe: sehr penibel bzgl. Kratzer, Dellen, Mängel etc.. Einweisung etwas kurz (ich wusste mehr als er  wink
- Zwei kleine "Probleme": Blinklicht war defekt, wurde in 5 Minuten behoben; und es waren nur 2 statt 5 Kits an Board (weitere 2 Minuten).
- Nach 30 min war alles über die Bühne gegangen smiley
- Wir haben dann aber noch weitere 30 min in Ruhe die Checkliste zu Ende abgearbeitet. Auch hier alles in Ordnung.

Besonders anmerken möchte ich, dass das WoMo innen außerordentlich sauber war. Insbesondere auch in den Ecken und unter dem Sofa!

Erfahrungen unterwegs:
- Schelle vom Sewer-Schlauch war locker ... nach meinem diesbezüglichen Unfall mit dem ElMonte-WoMo 2004 ist der Check hierauf ein automatischer Reflex bei jedem Dumpen ... also kein Problem, Schraube schnell nachgezogen und i.O.
- Außerdem: Water Heater brauchte immer mehrere Versuche zum Anspringen, Dichtung der WoMo-Tür war sehr "windig", kleines Leck am Citywater-Anschluss ... alles nicht der Rede wert.
- Das WoMo an sich hat die gleiche Qualität wie die beiden ElMonte's (C30 in 2004, CS30 in 2006): Ford-E240-SuperDuty-Chassis, Aufbau, Schränke, Türen, Außenfächer. Für amerikanische Verhältnisse ganz in Ordnung. (Übersetzt: mit Tacker und Kleinst-Spax-Schrauben zusammengebaute Presspappe, null Isolierung - würde man hier in Deutschland entrüstet als WoMo wieder zurückgeben). Da aber erst 1/2 Jahr alt, hielt alles noch bestens zusammen ... das , nämlich junges Womo, ist aus meiner Sicht der große Vorteil von Roadbear (oder ElMonte mit Premier-Option).
- Die Innenausstattung war aber eine ganze Stufe besser als bei ElMonte: Polster, Rollos, Küchenausstattung, Radio/Lautsprecher, Geschirr (kein Plastik, sondern Glas und "ship-proof" Porzellan, d.h. es hält auch aus, wenn es aus dem Schrank fällt - haben wir ausprobiert wink. Insbesondere der kombinierte Backofen/Mikrowelle war Klasse. Alles gute "deutsch/schweizer" Qualität. Auch die Bettdecken waren okay.
- Stauraum außen und innen: satt und genug, gute Aufteilung.
- Innenraumaufteilung: hinten der Schlafbereich, leider keine Tür zum Wohnraum sondern nur Faltvorhang, dann Dusche (rechts) und WC/Waschbecken (links). Wohnraum: auf der rechten Seite Kühl/Gefrierkombi, dann Gasherd (tolle Qualität!), darunter Mikrowelle/Backofen, dann Arbeitsplatte und Waschbecken. Linke Seite: Sitzecke, Couch. Beide umbaubar zu ca. 175cmx125cm Bett. Wir fanden die Aufteilung gut.
- Nun zu meiner großen Befürchtung "Folie auf Teppichboden": Die Folie an sich ist okay (fest, nicht klebrig), nur die Verklebung an den Rändern mit dem Linoleum-Fußboden ist schlicht murks - hat sich zum Teil am 1. Tag schon gelöst, nach 2 Wochen war sie im Slideout-Bereich komplett lose (durch die Bewegung des Slideouts). Ich habe sofort gesagt, dass wir null,null USD zahlen werden für Schäden an Teppichboden oder Folie - wurde mir (mündlich) zugesagt.

Rückgabe in Denver:
- Wir kamen gegen 9:30 an, und fragten als erstes, ob man in der Nähe noch frühstücken könne. Die Leiterin (ich glaube, dass sie der Chef war, eine Schweizerin, ca. 35-40J) empfahl uns "Stephany's Cafe", einen Block entfernt. War okay.
- Als wir um ca. 10:15 wieder auftauchten, war dann mehr los - wir waren die dritten von vier in der Schlange. Ging aber alles zügig von statten.
- Die Schweizer Dame prüfte sehr penibel Windschutzscheibe, Kratzer/Dellen am WoMo (außen, auch von unten) und Dach, und die Markise. Dann grob, ob die ganze Technik es noch tut, und alle Schubladen/Schränke noch heile sind. Alles in Ordnung (bzw. die Delle hinten rechts war ja schon vorher, und auch so vermerkt auf dem Übernahmeprotokoll).
- Dann nahm sie sehr sorgfältig (und ausführlich) die Liste meiner Kleinigkeiten auf. Als wir ausräumten, war schon ein Techniker dabei, die Türe neu zu justieren.
- Meine etwas launige Bemerkung zu dem "Sch...Teppich" kommentierte sie damit, dass Roadbear mit dem Teppich auch nicht glücklich wäre, aber die Amis würden halt auf Plüsch Wert legen, und ohne Plüschteppich würden die Kisten nur später und billiger verkauft werden können. Da nähme Roadbear lieber ein paar Teppicherneuerungen in Kauf. (Ich schloss daraus, dass Roadbear tatsächlich Teppichschäden den Mietern nicht in Rechnung stellt. Glaube auch kaum, dass die damit durchkämen, wenn man sich dagegen wehrt.)
- Dann noch schnell die Abrechnung (40 USD für Mehrmeilen, 240 USD für 80 Generatorstunden - schluck - dass die keine Tagesabrechnung wie ElMonte machen, sondern alles nur auf Stunden, merkte ich erst hier oops - war teuer sad.
- Direkt anschließend der Transfer - auch problemlos. Der Fahrer war ein Schweizer (Student?), da bekamen wir direkt noch etwas Denver-Dies-und-Das erzählt.)

Insgesamt gefielen mir Übernahme und Rückgabe ausnehmend gut - ich empfand beides als sachkundig, zwar penibel aber fair und sachgerecht, und professionell.

Fazit: Roadbear jederzeit wieder. Alternative bleibt aber ElMonte mit Premier-Option.

Dann habe ich mir noch folgende andere Typen anschauen dürfen:
- A32S: wäre sogar mir fast zu groß. Der Wohnraum ist aber etwas kleiner als beim C30S - das (wesentlich) größere Bad wäre uns nicht so viel wert. Vorteil ist die bessere Sicht vom Fahrer/Beifahrersitz. Ausprobieren würde ich das schon gerne mal ... das (Innen)Raumgefühl ist schon klasse, dadurch dass man keinen Alkoven hat.
- C23: (ohne Slideout): gefiel uns ausnehmend gut - für 2 Personen nahezu ideal. Dazu kein Teppich, sondern "Ganz-PVC" wink
- C27S (oder C25S?) mit dem Slideout hinten: ist wirklich doof von der Innenaufteilung her. Gut, dass wir das nicht genommen haben.

Viele Grüße, Michael

Scout Womo-Abenteuer.de
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Fredy
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Zuletzt online: vor 4 Tage 12 Stunden
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Road Bear

Hallo zusammen

Ich habe schon alle Vermieter ausprobiert. Seit einigen Jahren habe ich Road Bear gemietet und bin jedes Mal sehr zufrieden. Wie bereits MichaelAC geschrieben hat, ist die Verarbeitungsqualität nicht mit Deutschen oder Schweizer Standards zu vergleichen. Da die WoMo alle praktisch neu oder über den Winter gänzlich überholt sind, ist die Gefahr einer Panne sehr viel kleiner als z.B. bei CA.

Wir mieten immer ein 23/25ft. WoMo und finden das die ideale Grösse für 2 Personen. Nachdem wir 2007 und 2008 eine Ueberführung eines Neufahrzeugs gemacht haben und im Frühling 2009 ein 1 Jahre altes WoMo gemietet habe, können wir sagen, dass das ältere Fahrzeug besser im Schuss war als das Neufahrzeug. Das spricht für Road Bear und eigentlich gegen den US-amerikanischen HerstellerSmile

Herzliche Grüsse,

Fredy

 

Richard
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Zuletzt online: vor 9 Stunden 34 Minuten
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Erfahrungen mit RB

Ich habe die letzten drei Touren mit RB gemacht und bin zufrieden mit der Qualität der Fahrzeuge, die sicher für amerikanische Verhältnisse als hochwertig zu bezeichnen sind. Selbstverständlich kann man keinen passenden Vergleich mit deutschen WoMos herstellen zumal diese in aller Regel deutlich teurer sind. Und schließlich muss man auch den Zustand der Strassen bedenken, die diese Teile täglich bewältigen müssen.

Hatte bisher einmal den Freelander 2600 SO und den 2700 RS, wobei mir der leztere mit dem zweiten Rear Slide nicht ganz so gefallen hat weil man ständig hinten umbauen musste. Hoffe ich bekomme im nächsten Jahr wieder den 2600er.

Sehr nett war auch der letzte Early Pick up, wo wir bereits um 7:00 abgeholt wurde. Das war echt klasse, zumal man eh schon ab 5 Uhr wach ist und es nicht erwarten kann und dann ist man auch schon um 10 Uhr on the road.

Alles in allem bin ich auch in Zukunft bereit den Mehrpreis gegenüber CA zu zahlen, zu Moturis und El Monte kann ich nicht sagen.

LG Richard

P.S. Das einzige was mich aufregt sind die bescheuerten Folien auf den hochflorigen Teppichen, da ist mir ein pflegeleichter PVC wesentlich lieber. Beim letzen Mal musste ich 25 $ Reinigung bezahlen weil die Folie verletzt war und der Teppich darunter dreckig :((

Viele Grüße

Richard
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Unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Von dem was wir für unmöglich halten.

elfie60
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Zuletzt online: vor 2 Tage 42 Minuten
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Erfahrungen mit RB: Las Vegas - Las Vegas

Unsere Erfahrungen

mit einem WoMo von ’’Road
Bear’’ in der Zeit vom 22.08. bis 14.09.2009.

Übernahme und Abgabe
in Las Vegas.

 

Nach vorherigem E-Mail-Kontakt von Deutschland aus, konnten
wir das WoMo erst ab Mittag übernehmen. Wir haben die von uns gebuchte und
ausdrücklich gewünschte Fahrzeug-Kategorie erhalten: ein 28 ft. Fahrzeug mit
nur einem Slide-Out. Bei der Einweisung haben wir bei der Besichtigung von
außen auf einige durch Bäume verursachten Kratzspuren hingewiesen, welche
notiert wurden. Auf das WoMo-Dach durften wir selber nicht, wohl aber auf die
Leiter.

 

Das Fahrzeug hatte 43080 Meilen gefahren und war 2 Jahre
alt. Von innen war es ziemlich abgenutzt und wir ließen diverse Spuren
notieren. Der abgeklebte Teppich hatte an den Rändern starke, unansehnliche
Schmutzspuren, wie auch einige Sitzpolster. Insgesamt war das Fahrzeug schon
ziemlich “ausgelutscht“.

 

Bei Begutachtung der Frontscheibe fiel beim Anheben der
Scheibenwischer ein darunter verborgener Steinschlag auf. Der Glaser sollte auf
den Hof kommen und diesen reparieren. Nachdem uns alles erklärt worden war und
wir selbst noch das WoMo von innen und außen gecheckt hatten, bekam mein Mann
einen Transfer, um das Mietauto zurück zur Autovermietstation am Flughafen zu
bringen. Später wurde uns mitgeteilt, dass der Glaser derzeit unabkömmlich sei
und wir dort die wenigen hundert Meter selbst vorfahren sollten; das Ganze
würde maximal 20 Minuten dauern. Dieses hat uns verärgert und mein Mann hat das
einem Mitarbeiter von Road Bear zum Ausdruck gebracht. Beim Glaser angekommen,
fiel bei Betrachtung der geänderten Lichtverhältnisse eine weitere kleine Macke
in der Frontscheibe auf. Scheinbar war das schon ein reparierter Schaden. Der
Glasschaden wurde

durch Versiegeln des kleinen Lochs mit einer glasähnlichen
Kunststoffmasse repariert.

 

Nach insgesamt 3 Stunden Übernahme, Transfer und Reparatur
beim Glaser kauften wir bei Wal Mart die ersten Lebensmittel ein. Dort trafen
wir noch einmal auf unseren WoMo-Einweiser, der wissen wollte, ob die Reparatur
geklappt hat. Bei der Gelegenheit ließ er sich den zweiten Glasschaden zeigen
und vermerkte diesen in seinem Handy.

 

Wir haben die von “womo-welt“ empfohlene Checkliste so gut
wie möglich abgearbeitet. Trotzdem fiel erst während der Fahrt auf, dass einer
der beiden 12 Voltsteckdosen nicht funktionierte. Beim Benzintanken trat das
bereits im Forum beschriebene Problem auf, dass sich der Tank nicht automatisch
bis “voll“ füllen ließ. Die Tankpistole schaltete immer vorher ab und man
musste in kleinen Dosen Schluck für Schluck auftanken, ohne eine Kontrolle über
den Füllstand zu haben. Man konnte nur mehrmals die Füllstandsanzeige im
Fahrzeug nachschauen. Ein großes Problem war der ebenfalls schon mehrfach
beschriebene Fehler, dass die Anzeige der Füllstände vollkommen unbrauchbar
war. Man wusste nie, wie voll oder leer die Tanks waren, das Wasser musste nach
“Gehör“ und Überlauf eingefüllt werden. Weiterhin fehlte die zugesagte
Ermäßigungskarte für KOA-Campgrounds. Auch nach einem Adapter für den Stromanschluss
mussten wir erst fragen.

 

Die Abgabe des WoMo am Ende der Rundtour verlief ohne
Komplikationen und es gab seitens der Vermietstation nichts zu beanstanden. Wir
mussten nur das verbrauchte Propangas bezahlen, ohne Gebühr für das Füllen
durch Road Bear. Ob wir nochmals Road Bear mieten, wissen wir nicht, aber
dieser Vermieter war für unsere Erfahrungen nichts Besonderes. Kleinere Fehler
wie Öffnen einer Schublade oder Lockerung der Feststellungsschraube der Duschtür
während der Fahrt kamen bei anderen Vermietern in anderer Form ebenfalls vor
und sind auch nichts Dramatisches. Dennoch ist es ein Unding, dass unsereiner quasi
eine Checkliste abarbeitet, um sich vor Fehlern bei der Übernahme zu schützen,
welche einem möglicherweise bei der Abgabe in Rechnung gestellt werden könnten.
Genauer betrachtet, hätte man sich das Abnahmeprotokoll des Vormieters zeigen
lassen sollen, ob dort evtl. schon Schäden ( wie bei uns in der Frontscheibe )
notiert worden sind.

 

Positiv empfanden wir die Ausstattung mit Klapptisch und
Markise, sowie die Aufteilung in Fächer im großen Stauraum, dem sogenannten “Keller“.

 

Es war wieder ein schöner und unvergesslicher WoMo-Urlaub.

 

LG,

Ellen

 

LG, Ellen

Wirklich reich sind nur die Leute, die mit der Zeit nicht sparen müssen. ( Ernest Claes )

Fredy
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Zuletzt online: vor 4 Tage 12 Stunden
Beigetreten: 21.08.2009 - 14:53
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Na ja

Hallo Ellen

Eure Erfahrungen mit Road Bear waren ja eher durchzogen. Eigentlich sind alles Kleinigkeiten - aber auch die können nerven. Das Problem mit dem tanken ist wohl baubedingt und ein Fehler von Coachman. Die sehr ungenauen Füllstandsanzeigen der Tanks sind ein Problem welches - wenigstens was die Abwassertanks betrifft - durch die Kunden verursacht wird.

Sehrwahrscheinlich ist es so, dass durch die Wirtschaftskrise die Kontrolle auch bei Road Bear nicht mehr so gut klappt. Road Bear ist ja, wenigstens was die Vor- und Nachsaison betrifft, nicht teurer als z.B. Cruise America und bei denen ist die Qualität - aus meiner Erfahrungen - noch einmal ein ganzes Stück schlechter.

Ich habe ja jetzt gerade auch im Oktober bei Road Bear gemietet. Allerdings ein 23/25ft welches keinen Teppich hat. (Uebrigens ein WoMo ohne Teppich ist in den USA, den Einheimischen fast nicht zu verkaufen. Road Bear liebt die Teppiche auch nicht). Ich war mit der Miete sehr zufrieden und werde im Frühjahr 2010 wieder bei Road Bear mieten.

Ich finde es aber gut, wenn man auch Erfahrungen wie Deine hört. Das zeigt eben, dass Ausreisser wohl bei allen Vermietern vorkommen können. Daher danke ich Dir für die Rückmeldung.

Herzliche Grüsse,

Fredy

 

MichaelAC
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Zuletzt online: vor 3 Wochen 10 Stunden
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Roadbear C30, Juli 2010: diesmal nur mäßig gut

Hi.

Daten:
- Denver, 20.7.2019, bis Las Vegas, 12.8.2010.
- C30S, Modell Coachman Freelander, gebaut 3/2010, Meilenstand 9200
- 1900 mls gefahren, Verbrauch 28 l/100km

Übernahme/Rückgabe:
- Frühe Übernahme war möglich, allerdings bei eigenem Transfer
- Alles bestens und professionell, wie 2008
- Rückgabe haben wir einen Tag früher gemacht (statt 13.8., wir sparten uns die Übernachtung im Oasis RV Park)
- Auch professionell, und man erließ uns aus Kulanz den 75$-Schaden an der Windschutzscheibe.
Dieser Windschutzschaden (ein recht kleiner Steinschlag, mir war klar, dass wir dafür bezahlen müssen) war ein Problem. Denn wir übernahmen das Wohnmobil in Denver bereits mit einem (größeren) Kratzer in der Windschutzscheibe, korrekt vermerkt auf dem Übergabeformular. Nun fragte die Dame in Las Vegas aber, dass sie nicht feststellen könne, ob der größere oder der kleinere Schaden vorher da war. Der Unterschied war 75$ zu 350$ - oh Schreck, wir waren beide zunächst etwas ratlos. Aber im Endeffekt hat sie mir geglaubt. Oder war kulant.
(In Zukunft werde ich aber die Schäden bei Übernahme fotografieren.)

Vorab das Positive:
- Alles war außerordentlich sauber, und natürlich neu und in Ordnung.
- Ausstattung (Geschirr/Töpfe, Bettzeug, Tisch, Stühle) eins A.
- Kein Teppichboden mehr smiley Sondern holzfarbenes PVC. Sehr gut und pflegeleicht.
- Markise
- Die Technik (bis auf Wassertank, WC, siehe unten) war solide und funktionierte.
- Während der Fahrt war es diesmal DEUTLICH leiser als bisher. Manchmal fast gespenstisch - es fiel sogar den Kindern auf: "Papa - da klappert gar nichts. Fährst du so langsam?".
- Die Hotline ist super. Erreichbar, schnell, kompetent. "Stefan" scheint deren "Seele" zu sein - sehr angenehm und pragmatisch.
- Insbesondere die Markise möchten wir nicht mehr missen.

Negativ - zum ersten Mal hatten wir technische Probleme:
- Tag 1: Schiebefenster fiel auseinander. Selbst wieder zusammengesetzt und zur Sicherheit nicht mehr benutzt.
- Tag 1: Grauwasserrohr unter dem Wagen leckt. War < 1/2 Liter pro Nacht, habe ich ignoriert und erst bei Rückgabe vermerkt.
Beides Kleinigkeiten, die uns nicht weiter störten. Aber ...
- Tag 7: Toilettenspülung leckte, bei jeder Spülung floss (sauberes) Wasser raus. Reparatur in Santa Fe, 4 Stunden Aufwand für uns.
- Tag 9: Einlaufventil des Frischwassertanks leckte. Austausch am Tag 11 in Farmington, 50mls Umweg, 3 Stunden Aufwand.
- Tag 11: Neues Einlaufventil leckt ebenfalls. Stopfen gekauft.
- Tag 12: Es fängt an bestialisch zu stinken. Wir finden heraus, dass es wohl das (in Santa Fe) nicht richtig montierte WC ist. Ein nasses Handtuch geschickt um das WC gewickelt hilft.

Montags-Produktion? Oder (zu) viel Sparen am falschen Platz? Die BILLIGST-Ventile an WC-Spülung und Frischwassertank sind auf jeden Fall einfach nur Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für RV-Service-Betriebe. Beide RV-Services (in Santa Fe und Farmington) sprachen von "known problems" (bzw. "this crazy new fresh water system" wink und sagten klipp und klar, dass die Ventile keine gute Qualität sind und ihnen viele Aufträge bringen.

Ärgerlich und KEINE Empfehlung - das 2010er Coachman-Freelander Modell C30 ist eine Gurke:
- Küche im Slide-out: unbrauchbar ohne ausgefahrenes Slide-out, und auch dann deutlich weniger Platz als im 2008er Modell (Roadbear "Outlook"), oder dem Moturis-J29 oder den ElMonte C30/CS30
- Toilette im Schlafzimmer statt im Flur. Dadurch hat man entweder die Wahl, keine Abtrennung zwischen Schlafraum und Wohnraum zu haben, oder "mit Klo im Schafzimmer" zu schlafen. Außerdem wird man jedesmal gestört, wenn die Kids nachts zur Toilette gehen.
- Der Frischwassertank ist ein ärgerliche FEHLKONSTRUKTION: der Einlauf ist an der UNTERSEITE, das heißt nur mit Druckwasser zu befüllen. Das erforderliche Ventil (Unterseite!, sonst läuft Wasser aus dem Einlauf) ist KONSTRUKTIVER SCHROTT - undicht, das nagelneue war einen Tag nach Einbau wieder undicht.
- Undicht heißt: es laufen ca. 10 Liter pro Stunde raus. Also nicht machbar, damit ohne Water-Hookup zu campen. Wie sagte der nette RV-Service in Farmington: "Oh - you have this crazy new tank system. Bad for you, good for us.". Ich war der dritte in der Woche, der sich das Ventil austauschen ließ.
- Okay, danach habe ich einen Schraubstopfen gekauft (55ct wink, damit kriegte man den Einlauf dicht.
- Aber das eigentlich Ärgernis ist, dass man in vielen CGs gar keinen Druckwasseranschluss zum Auffüllen hat. Dadurch waren wir einmal in "Wassernot", und mussten ein paar Mal den CG zwischendurch verlassen (Great Sand Dunes, NF in Jemez Mountains, Canyon de Chelly), um an einer Tankstelle Frischwasser zu holen.

- Bei jedem Modell gibt es Details, die besser geworden sind, und andere, die nicht mehr so gut sind. Oft auch Geschmackssache. Bei diesem C30 war aber nur genau ein Detail besser geworden (kein Teppich mehr), aber so viele Dinge waren schlechter, dass ich vermute, dass hier Geld gespart wurde: kein Vorhang im Cabover, kein Licht im Gepäckraum, Klappen ohne Hochhaltemechanik, Toilette ist im Schlafzimmer statt im Flur, Slide-Out ist deutlicher kleiner als bei den anderen Modellen, Innenaufteilung (ich weiß, Geschmackssache) ungünstig und vergleichsweise eng.
- Ich konnte unterwegs das (2010er Modell) C30 von Camping World anschauen. Das war DEUTLICH besser von der Aufteilung, viel mehr Platz, und größere Küche.

Würde wir noch einmal Roadbear nehmen?:
- Ja.
- Der Service (und die Kulanz) haben die Probleme vernünftig behandelt, wenn auch nicht ganz wettgemacht.
- Aber jetzt für mich auf einem Level mit Camping World und ElMonte.
- Also abhängig davon, wie der Preis ist, welchen Floor Plan es gibt, und ob die anderen eine Markise anbieten.
Dabei gehe ich davon aus, dass Roadbear dieses Modell ab nächstes Jahr nicht mehr haben wird.

Wenn wir vor die Wahl gestellt würden, dieses Modell noch mal zu nehmen, oder eins ohne Markise, dann würden wir wohl dieses Modell noch einmal nehmen. Trotz Druckwassernotwendigkeit - wenn man sich daran gewöhnt hat, geht's, weil man vorausschauender "tankt".

Viele Grüße, Michael

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Kochi
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Ventil

Hi Michael!

Vielen Dank für Dein ausführliches Feedback zu Road Bear!

- Der Frischwassertank ist ein ärgerliche FEHLKONSTRUKTION: der Einlauf ist an der UNTERSEITE, das heißt nur mit Druckwasser zu befüllen. Das erforderliche Ventil (Unterseite!, sonst läuft Wasser aus dem Einlauf) ist KONSTRUKTIVER SCHROTT - undicht, das nagelneue war einen Tag nach Einbau wieder undicht

Das hat mich allerdings doch schon ein wenig, sagen wir es mal gelinde, stutzig gemacht! Ich hoffe doch sehr, das der Mangel von RB bald abgestellt wird und der Schraubstopfen zur Ausstattung gehört.

Munter bleiben
Gruss
Kochi
Scout WoMo-Abenteuer.de

 

 

 

MichaelAC
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Roadbear-Erfahrungsbericht, LAS-LAS, Juni 2011

Daten:
- Las Vegas, 13.-20.6.2011
- A-30, gebaut 2/2011, Meilenstand 5112
  ==> Details siehe im separaten Bericht smiley
- 796 mls gefahren, Verbrauch 28 l/100km
- Kosten: 1.085€ (527 Miete, 167 Meilenpaket, 274 Prep+ 3 Kits, 117 Mehrmeilen und Generator)

Übernahme in Las Vegas:
- Anruf von Deutschland aus: ja - frühe Übernahme geht, um 8:00.
- Transfer in Eigenregie mit dem Taxi vom Signature MGM.
- Alles war vorbereitet, die Online-Anmeldung hatte geklappt.
- Die Übernahmeformulare waren schon ausgefüllt, einen kleinen Kratzer haben wir noch gemeinsam gefunden, gewohnt penibel, aber er wusste, dass ich schon ein paar Mal gemietet hatte und erklärte mir nur die Unterschiede.
- Nach 20 min war alles über die Bühne gegangen smiley
- Wir haben dann aber noch weitere 15 min  die Chckliste abgearbeitet. Auch hier alles in Ordnung.
- Bis auf eins: es ist standardmäßig kein Campingtisch dabei ...
... der Mitarbeiter war aber so freundlich, uns einen transportablen Klapptisch mitzugeben. War sehr stabil und groß.

Wieder anmerken möchte ich, dass das WoMo innen außerordentlich sauber war. Insbesondere auch in den Ecken und unter dem Sofa!

Und: die "Wertigkeit" dieses Modells überstieg alles, was ich an US-Wohnmobilen bisher gesehen hatte smiley

Erfahrungen unterwegs:
- Leise, noch leiser als das C30 vom letzten Jahr.
- Verbrauch 8 Liter/100km weniger als letztes Jahr smiley (28 statt 36 l/100km)
- Probleme: null,null.
- Ah, doch: es fehlte die Schere und das Schneidbrett.

Rückgabe:

- Gegen 9:00 waren wir (als erste) auf dem Hof.
- Diesmal eine Schweizerin (Sylvia): ziemlich geübter kritischer Blick, alles wurde (kurz) beschaut.
- Schere und Schneidbrett wurden sofort für den nächsten Mieter herbei geschafft.
- Formalkram ging auch schnell.
- Transfer zum Flughafen um 10:30

Insgesamt gefielen mir Übernahme und Rückgabe ausnehmend gut - ich empfand beides als sachkundig, zwar penibel aber fair und sachgerecht, und professionell.

Fazit: Roadbear hat leider keine Station in Seattle sad

Viele Grüße, Michael

Scout Womo-Abenteuer.de
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Kochi
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Road Bear-Erfahrungsbericht, LAS-LAS, April 2011

Hallo Zusammen!

Hier noch unser Erfahrungsbericht, damit die Infos nicht verloren gehen:

Zum ersten Mal hatten wir ein Womo bei RB angemietet, verglichen mit den anderen Anmietungen zuvor das beste Womo. Das eine etwas über 14000 Meilen, das andere knapp über 15000 Meilen. Alter der Womo’s ungefähr ein ¾ Jahr. Beide Womos waren in einem hervorragenden Zustand. Die Übergabe durch den Stationsmanager Philipp war sehr ausführlich, professionell und gründlich. Beide Womo’s funktionierten auf der gesamten Reise ohne Tadel. Die Ausstattungspakete waren sehr gut und auch die Küchenausstattung war wirklich gut! Lediglich das Fehlen von Weingläsern könnte man kritisieren…

Insgesamt haben wir 1649 Meilen zurückgelegt, was 2653 km entspricht. Unser Womo hat auf 100 km 27,81 L Treibstoff verbraucht (738L, 195 gal.). Von diesem Verbrauch waren wir positiv überrascht, hatten wir doch etliche „Kletterpartien“ hinter uns gebracht.

Die Raumaufteilung im Womo würden wir als gelungen bezeichnen und auch der „Keller“ bietet reichlich Platz. Eine Außendusche wäre in den Sommermonaten mit Sicherheit vorteilhaft. Und eine Beleuchtung im "Keller" wäre auch wünschenswert, jedoch nicht ein unbedingtes muss!

Die Abgabe bei RB gestaltete sich ebenso professionell wie die Übernahme, gründlich, aber keineswegs zu penibel! Wir können RB uneingeschränkt weiter empfehlen!!!

Die Transfers durch Road Bear klappten hervorragend, auch hier gab es keinen Grund der Kritik!

Munter bleiben
Gruss
Kochi
Scout WoMo-Abenteuer.de

 

 

 

Buersti
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Übernahme in Los Angeles am 30.05.2012

Meine Erfahrungen mit ROAD BEAR ab Station LA

Abholung 30.Mai 2012 gegen 12:00 Uhr am Airporthotel

Transferzeit zur Station ca. 1hr

Sehr freundliche Mitarbeiter und seehr ausführliche Einweisung ins Fahrzeug.

Alles war perfekt vorbereitet und so konnten wir binnen 1 Stunde mit unserem 23-26ft mit einem Meilenstand von ca. 5000 starten.

Das Fahrzeug war innen wie auch außen topptip gereinigt. Das sonst übliche Nachreinigen (innen) fiel somit weg.

Die Markise war heuer bei  diesem schönen/heißen Wetter "GOLD" wert.

Der Kühlschrank ist bei Gas Betrieb zwar etwas laut, aaaber  die Kühlleistung ist einfach super! Auch bei über 40° Außentemperatur war das Bier  eiskalt!.

Die Abgabe am 21.Juni 2012 verlief ebenfalls problemlos wie auch der pünktliche Transfer zum Airport.

Überhaupt hatte ich den Eindruck daß hier an der Station alles perfekt durchorganisiert ist.

Fazit: Zwar war ich auch mit Camperworld/Moturis  sehr zufrieden aber hier hat ROADBEAR die Nase vorn.

Gruß Lothar