Auch heute heißt es wieder früh aufstehen, da wir fast 400 Meilen bis an den Golf von Mexiko fahren wollen.
Pünktlich zum Sonnenaufgang brechen wir von unserer schönen Campsite auf und bei unserer Abfahrt ist ein wenig Wasser über den Überlauf des Staudamms geschwappt, der die Zufahrt zum Campground darstellt. Je nach Wetterlage und Wasserstand kann die Strecke auch mal unpassierbar sein.

Der Bleifuß steht heute auf dem Gaspedal und außer einem kurzen Stop bei Bucees mit einer Tankpause für Melissa, einem Tacco von Tacco Bell für den Gatten und einem Burger von McDonalds für mich gibt es keine weiteren Pausen oder Sightseeing bis zum Golf von Mexico. Natürlich gäbe es an der Strecke einiges zu erkunden, aber wir riechen schon förmlich die Salzluft und wollen frühstmöglich ankommen. Durch die Weiten von Texas zieht es uns immer weiter Richtung Küste. Die Sehnsucht nach dem Meer treibt uns voran, so dass wir tatsächlich schon gegen 15 Uhr unsere wunderschöne, direkt an der Aransas Bay gelegene Site beziehen können. Auch wenn der Golf von Mexiko wärmer, tropischer und deutlich schwüler ist als unsere oft kühle und raue Ostsee, fühlt sich jedes Meer mit seinem salzigen Wind und dem Rauschen der Wellen immer ein bisschen nach Heimat für uns Nordlichter an.

Zum ersten Mal holen wir hier auch die Mieträder von Graner vom Träger und nutzen diese, um den Campground auf 2 Reifen zu erkunden. Trotz der vielen Meilen, die die Fahrräder auf dem Heckträger von Nappanee bis hierher verzurrt waren, sitzen sie doch immer noch ganz fest und geschützt unter der Plane, so dass es eine ganze Zeit dauert, bis wir sie vom Träger heben können. Tolle Technik und perfekt von Chris verzurrt.

Dieser Statepark ist genau nach unserem Geschmack, direkt am Meer gelegen, eine leichte Brise, ganz viel Natur und maritimes Flair. Denn der Goose Island State Park zwischen der St. Charles und der Aransas Bay liegt direkt an der texanischen Golfküste– ein herrlicher Platz für Angler, Vogelbeobachter und alle, die das Meer lieben. Besonders schön sind die Bayfront-Campsites, von denen die meisten unmittelbar am Wasser liegen und morgens wie abends echtes Küstenfeeling verbreiten. Zum Statepark gehören auch ein langer Fishing Pier, eine kleine Boots- und Angelstation, an der die Fischer ihren fangfrischen Fang direkt ausnehmen und für die Küche vorbereiten und auch der jahrhundertealte „Big Tree“, eine der größten Coastal Live Oaks der USA.



Den stimmungsvollen Sonnenuntergang genießen wir später mit einem schönen Glas Wein von unserer Campsite aus und freuen und auf ein paar schöne Tage am Meer.

Servus Stephie,
das sind ja tolle Stellplätze am Meer. Da verstehe ich die 400 Meilen😉.
Liebe Grüße
Micha
Scout Womo-Abenteuer.de
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Hi Micha,
es gibt ja Tage, da fühlen sich 150 Meilen schon zu viel an, aber eben auch die anderen, wo ma relativ "locker" 400 Meilen am Stück fährt. Dies war zum Glück einer von der zweiten Sorte
.
Grundsätzlich halten wir es gerne so, dass wir zwischendurch einen "Gewalttag" mit 300-500 Meilen einlegen, um dann aber auch 2 - 3 Nächte am Stück an einer besonders schönen Stelle und einer genialen Campsite bleiben zu können.
Die Beachfront-Campsites kann man wirklich nur empfehlen!
Liebe Grüße von der Ostsee
Stephie Scout Womo-Abenteuer.deHallo Stephie,
woah, ihr seid ja inzwischen meilenmäßig richtig nordamerikanisch drauf, ich hab mal eine Kanadierin getroffen, die mir erzählt hat, wo sie herkommt und dabei gesagt hat „it‘s only a nine hours Drive, you would think we would come here more often“ -da war ich ganz europäisch perplex, nee, eigentlich nicht…😂
Hat sich für euch ja aber total gelohnt, sieht supertoll aus! Und die Tierbilder, wow, das Rochen-work-in-progress-Bild ist auch echt beeindruckend (ist das überhaupt ein Ess-Fisch?) und der Pelikan, toll.
Liebe Grüße, Janina*.
Hi Janina,
tatsächlich hat sich unser Fahrverhalten auf Roadtrips seit unserer ersten Camperreise stark verändert. Anfangs waren wir mit unseren Kindern im Grundschulalter unterwegs und uns waren auf den ersten Reisen schon 200 Meilen am Tag deutlich zu viel. Mittlerweile haben wir eine bunte Mischung von Tagen mit relativ wenig Meilen und einigen Gewalttagen dabei, um dann Zeit für Mehrfachübernachtungen zu schaffen und Reiseschwerpunkte zu setzen. Da wir immer früh aufwachen und auch meist ohne Frühstück losfahren, da wir das dann später an einer schönen Stelle nachholen, passt das perfekt zu uns. Gerade auf einer Überführung muss man natürlich auch bei engem Zeitbudget Kompromisse machen. In Europa sind 400 Meilen schon eine Reise – in Nordamerika manchmal einfach ein ganz normaler Fahrtag
. Aber hier zu Hause könnte ich mir das auch nicht vorstellen, vor allem nicht bei unserem Verkehr auf den Autobahnen
.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie die Regularien zum Fischfang in Texas sind, vermutlich kommt es auf die Größe, Jahreszeit und Rochenart an, ob die Rochen geangelt oder wieder zurückgeworfen werden müssen. Grundsätzlich essbar sind sie aber. In der Normadie oder Bretagne gibt es zum Beispiel auch "Rochenflügel" auf den Speisekarten der Restaurants.
Die Tiere dort an der Küste sind auf jeden Fall wunderschön. Der Goose Island State Park ist ein echtes Paradies für Vogelbeobachter. Er liegt am Central Flyway, einer der großen nordamerikanischen Zugrouten und wird besonders im Frühjahr und Herbst zum Rastplatz von Zugvögeln. An den Buchten und Wattflächen tummeln sich Küsten- und Wasservögel, während Reiher, Silberreiher und Rosalöffler das ganze Jahr über in den Marschgebieten zu finden sind. Die beeindruckenden Pelikane soll man dort das ganze Jahr über sehen und ab und an soll es sogar einen Alligatoren zu sehen geben.
Liebe Grüße von der Ostsee
Stephie Scout Womo-Abenteuer.deHi Stephie,
...bei dem Stellplatz hätten wir auch durchgezogen
. Man kann besser einmal ordentlich Strecke machen und dafür dann eine Doppelübernachtung machen ..., finden wir
!
Munter bleiben
Gruss
Kochi
Scout WoMo-Abenteuer.de
Hi Kochi,
das finden wir auch, hier ist sogar eine Dreifachübernachtung rausgesprungen.
Liebe Grüße von der Ostsee
Stephie Scout Womo-Abenteuer.deHi Stephie,
...sehr fein
Munter bleiben
Gruss
Kochi
Scout WoMo-Abenteuer.de