Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

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JonathanF
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Beigetreten: 22.11.2025 - 12:41
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Fazit unserer Reise

Nach drei Wochen können wir sagen: Die Reise war sogar noch besser, als wir sie uns vorher vorgestellt hatten. Wir haben unglaublich viel gesehen und erlebt, und trotz des ziemlich ambitionierten Programms hat eigentlich alles erstaunlich reibungslos funktioniert.

Was würden wir wieder genauso machen?

Die drei Tage in San Francisco würden wir auf jeden Fall wieder einplanen. Weniger sollten es unserer Meinung nach nicht sein. Man könnte dort problemlos noch weitere Tage verbringen, für uns war es nach den drei Tagen aber auch in Ordnung, weiterzuziehen. Unser persönliches Highlight in San Francisco war ganz klar die Fahrradtour über die Golden Gate Bridge und weiter nach Sausalito mit der Fähre zurück.

Ein weiteres absolutes Highlight war die Whale-Watching-Tour ab Moss Landing. Wir hatten natürlich großes Glück, neben Buckelwalen auch Orcas zu sehen. Allein dafür wird uns dieser Tag wahrscheinlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben.

Für mich persönlich gehörten außerdem die Wanderungen auf den Half Dome und Angels Landing zu den besten Erlebnissen der Reise. Beide Touren sind absolute Empfehlungen, wenn man die notwendige Kondition und Schwindelfreiheit mitbringt. Gerade der Half Dome ist natürlich ein langer und anstrengender Tag, aber für mich war es jede Anstrengung wert.

Bei den Campgrounds haben uns besonders zwei Plätze gefallen: der kleine Campground im Natural Bridges National Monument und der Kodachrome Basin State Park. Natural Bridges vor allem wegen seiner Ruhe, Abgeschiedenheit und des unglaublichen Sternenhimmels, Kodachrome Basin wegen der Kombination aus schöner Landschaft und einem wirklich tollen Campground.

Sehr froh waren wir auch darüber, bewusst Pausentage eingeplant zu haben. Nicht jeden Morgen zusammenpacken und weiterfahren zu müssen, hat der Reise sehr gutgetan. Besonders im Yosemite fanden wir es angenehm, mehrere Nächte am gleichen Platz zu stehen und zwischendurch auch einmal einen ruhigeren Tag einzulegen.

War die Route zu voll?

Für eine erste Reise durch den Westen der USA würden wir unsere Route wahrscheinlich trotzdem wieder ähnlich planen. Wir wollten unbedingt etwas von der Pazifikküste sehen, Yosemite erleben und gleichzeitig die Nationalparks in Utah und Arizona besuchen. Wenn dafür nur drei Wochen zur Verfügung stehen, lassen sich einige längere Fahrtage kaum vermeiden.

Entspannt war die Reise deshalb sicherlich nicht immer. Im Nachhinein denke ich, dass man aus unserer Route problemlos zwei eigenständige dreiwöchige Reisen machen könnte: einmal Kalifornien mit San Francisco, Pazifikküste und Yosemite und einmal Las Vegas mit den Parks in Utah und Arizona. Bei einer weiteren Reise würden wir deshalb wahrscheinlich weniger Stationen auswählen und an einigen Orten länger bleiben.

Las Vegas war für uns dagegen mit der relativ kurzen Zeit völlig in Ordnung. Natürlich hätten wir dort noch einiges mehr anschauen können, beispielsweise einige Museen. Nach den vielen Naturerlebnissen der vorherigen Wochen hat uns der eine richtige Tag in Las Vegas zum Abschluss aber gereicht.

Essen – deutlich besser als erwartet

Positiv überrascht waren wir vom Essen und von den Einkaufsmöglichkeiten. Aus unserem Freundeskreis waren wir vorher mehrfach gewarnt worden, wie schlecht das Essen in den USA angeblich sei. Das können wir überhaupt nicht bestätigen.

Wir haben unterwegs eigentlich nie wirklich schlecht gegessen und in den Supermärkten alles bekommen, was wir brauchten. Gerade in Kalifornien fanden wir die Auswahl an frischem Obst und Gemüse häufig sehr gut. Walmart war dabei nicht immer die beste Adresse. Wenn dort die Auswahl schlecht war, gab es aber meistens noch einen anderen Supermarkt, in dem wir problemlos fündig wurden.

Und auch beim Bier wurden zumindest meine Befürchtungen nicht bestätigt. Durch die vielen kleineren Brauereien und Craft-Biere findet man durchaus richtig gutes Bier.

Der größte Kritikpunkt: unser Wohnmobil

Am ehesten negativ überrascht hat uns die Qualität unseres Wohnmobils. Unser 26-ft-Class-C war zwar noch relativ jung, fühlte sich aber trotzdem teilweise schon ziemlich verbraucht an. Während der Reise hatten wir mehrere technische Probleme, unter anderem mit der Wasserpumpe, den House Batteries und den Tanksensoren.

Gerade die Kapazität der House Batteries erschien uns in Verbindung mit dem Kühlschrank, der dauerhaft Strom benötigt, ziemlich knapp bemessen. Ohne Landstrom mussten wir den Generator deutlich häufiger laufen lassen, als wir vorher erwartet hatten.

Auch das Fahrgefühl war gewöhnungsbedürftig. Ein Class C dieser Größe ist letztlich eine ziemlich große und nicht gerade leise Kiste. Auf schlechten Straßen rappelt es überall, und bei höheren Geschwindigkeiten wird es im Innenraum so laut, dass eine normale Unterhaltung teilweise schwierig wird. Dazu kommt der Seitenwind, der gerade auf den langen, offenen Strecken ziemlich kräftig sein kann und ständige Lenkkorrekturen erfordert.

Am angenehmsten empfand ich das Fahren meistens irgendwo zwischen 50 und 60 mph, vorausgesetzt die Straße war halbwegs vernünftig. Bei höheren Geschwindigkeiten wurde es für mich deutlich anstrengender.

Wenn ich allerdings einige Erfahrungsberichte zu Mietwohnmobilen lese, haben wir mit unseren Defekten vermutlich noch nicht einmal außergewöhnlich viel Pech gehabt.

Würden wir wieder mit dem Wohnmobil reisen?

Definitiv ja. Trotz der Kritik am Fahrzeug hat uns diese Art zu reisen sehr gut gefallen. Morgens auf einem Campground mitten im Nationalpark aufzuwachen, draußen zu frühstücken und teilweise direkt vom Stellplatz zu einer Wanderung starten zu können, ist schon etwas Besonderes.

Beim nächsten Mal würde ich mir allerdings durchaus einmal ein kleineres Wohnmobil auf Transporterbasis anschauen. Da wir vom Camping kommen und ohnehin kein Problem damit haben, die Toiletten und Duschen der Campgrounds zu benutzen, benötigen wir vielleicht gar nicht unbedingt einen großen Class C. Ein kleineres und angenehmer zu fahrendes Fahrzeug könnte für uns deshalb eine interessante Alternative sein.

Vor allem würden wir beim nächsten Mal aber eines ändern: uns mehr Zeit lassen. Weniger Stationen, weniger lange Fahrtage und dafür einige der besonders schönen Orte intensiver genießen.

Unterm Strich war es eine fantastische Reise, bei der wir unglaublich viel erlebt haben und die unsere Erwartungen deutlich übertroffen hat. Natürlich lief nicht alles perfekt und manchmal war das Programm ziemlich straff. Aber wenn wir nach drei Wochen wieder zu Hause sitzen und uns fragen, ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat, ist die Antwort ziemlich eindeutig: Ja, absolut.

robinhood
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Beigetreten: 09.06.2019 - 06:15
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RE: Gesamtfazit

Toller Reisebericht, vielen Dank und viele Grüße

Petra