Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 5 - Lincoln, New Hampshire Indian Summer

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Rebecca312
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Beigetreten: 07.02.2016 - 22:25
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Tag 5 - Lincoln, New Hampshire Indian Summer
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Montag, 29. September 2025
Gefahrene Meilen: 
93 Meilen

Auf den heutigen und die nächsten Tage hatte ich mich besonders gefreut. Wir wollten nach 2018 endlich nochmal den Indian Summer hier erleben und laut den Foliage Maps sollte es auch wunderbare Farben zu bestaunen geben.

Aber eins nach dem andern. Das Hotel Frühstück überzeugt uns mit gutem Kaffee und einer guten Auswahl zB Käse Omelett, kleine „english muffins“ wie die Brötchen dort heißen und ich esse noch einen Proteinjoghurt aus dem Supermarkt. Auch in der To Go Tüte landet noch was für später.

 

 

 

 

Wir checken aus, werfen alles ins Auto und steuern umgehend den Kancamagus Highway an (Westen nach Osten) – berühmt für sein Farbenspiel im Indian Summer. Es ist heute genauso sonnig mit 20 Grad wie die Tage zuvor – wie kann man so ein Wetterglück haben??? Es ist so traumhaft! Wir fahren diese wunderschöne Strecke mit Stopps am Hancock Overlook, Pemigwasset Overlook, den Lower Falls am Swift River und vertreten uns die Beine zu den Sabbaday Falls.

 

   

 

   

Das grandiose Wetter tröstet etwas, dass der Indian Summer dieses Jahr hier leider eher unter den Erwartungen liegt. Meine Befürchtung war, dass wir viel zu früh dran sind – das Laub an den Bäumen sagt aber das Gegenteil. Aufgrund der Dürre im Sommer bilden die Bäume dieses Jahr wohl nicht sehr intensiv die Farben aus und können das Laub auch nicht lange halten. Die Wälder sehen deshalb, bis auf einige wenige Tupfer, past peak aus und eher in einheitlichem Braun und blassem gelb/orange. Einige Facebook Posts beschreiben, dass das Peak am Wochenende zuvor war und wir wohl wenige Tage „zu spät“ sind.

Unsere Stimmung beeinträchtigt das aber keineswegs, wir sind dennoch super glücklich hier zu sein und besonders ich genieße es unglaublich. In einem Werbeblättchen hat Michael noch von einigen historischen Zugfahrten gelesen. Da uns eine Fahrt von 3-5h zu lange ist, entscheiden wir uns am Ende des Kancamagus Highways in Conway für den Valley Train der nur ca. 1h dauert. Mit der Bahn aus 1874 (WOW) in der First Class hat man besten Ausblick nach draußen in entspannten Gartenstühlen. Die Sonne scheint angenehm rein und der warme Fahrtwind im Gesicht ist herrlich. Nach 30 Minuten wir die Bahn umgehangen, und so geht’s wieder zurück. Für uns war das zeitlich genau ausreichend, und bei perfektem Indian Summer kann man sich aber durchaus eine längere Fahrt vorstellen durch diese schöne Gegend.

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bahnhof ist direkt im Zentrum von Conway, und da beste Kaffeezeit ist gibt’s Iced Coffee, Donuts und Blick auf das rege Treiben. Einfach wunderbar! Wir können uns schwer lösen, aber wollen noch einen anderen Vorteil in Conway nutzen: tax free shopping!

Das örtliche Outlet Center hat seine besten Tage zwar hinter sich, aber neben GAP und Old Navy gibt’s unsere Lieblingsgeschäfte und so wird erstmal geshoppt 😊 Das Outlet macht bereits um 18 Uhr zu, allzu viel Zeit bleibt also eh nicht. Die ein oder andere Tüte landet im Auto, das uns dann wieder über den Kancamagus Highway zurück nach Lincoln fährt. Wir hätten uns keinen schöneren Abschluss des Tages als diesen grandiosen Sonnenuntergang vorstellen können – ein Traum!

 

   

  

 

Auch heute übernachten wir in Lincoln, allerdings nicht im Kettenhotel – bereits am Morgen war ich in der Woodstock Brewery die auch einige Zimmer vermieten und habe eins gebucht – ich wollte gerne hier in der Gegend in so einem SchiSchi Hotel übernachten, haben es aufgrund der saftigen Preise aber auf eine Nacht begrenzt. Das Zimmer ist exakt so wie auf den Bildern dargestellt und richtig gemütlich. Lediglich der doch laut brummende Kühlschrank stört etwas.

 

 

    

 

 

Die Brewery hat auch ein Restaurant/Bar die bestens besucht ist und wo wir heute zu Abend essen wollen. Die Karte ist riesig, für jeden ist was Passendes dabei. Was uns an dem Abend auffällt: ein Großteil des Servicepersonals unterhält sich in einer ungewohnten Sprache und man merkt auch am Service dass es entweder Leute mit wenig Gastroerfahrung sind oder nicht aus den USA. Wir sprechen unseren Kellner darauf an welche Sprache er spricht und er erzählt, er kommt aus Bosnien (wo wir ja erst waren im Sommer) und dass die Brewery jedes Jahr 30-35 Arbeitskräfte aus dem Ausland holt weil in der Gegend so viel los ist. Im Sommer sind die Leute aus Bosnien da, im Winter kommen Leute aus Mexiko. Wirklich spannend…

 

 

 

 

Die Nacht verläuft leider anders als erhofft – ich bekomme auf einmal Niesanfälle, die Nase läuft, und es kratzt im Hals – oh no