Zitat:
Im südwestlichen US-Bundesstaat Arizona haben die Gesundheitsbehörden zweier Countys eine offizielle Warnung an die Bevölkerung abgegeben: Offenbar wurden an Flöhen in der Region die Erreger der potenziell tödlichen Infektionskrankheit gefunden.
Laut "ABC News" haben Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde des Navajo County, einem Landkreis im Norden von Arizona, am Freitag bestätigt, dass bei einigen Floh-Exemplaren Erreger der Pest festgestellt wurden. Auch im benachbarten Coconino County warnte die zuständige Behörde die Bevölkerung vor der mittlerweile extrem seltenen Krankheit.
Die Bewohner der Region wurden laut "ABC News" aufgefordert, Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Ansteckung mit der möglicherweise tödlich verlaufenden Krankheit zu treffen: So sollen sie bestimmte Tierarten meiden, die bekanntermaßen von Flöhen befallen werden, darunter Hasen, Nagetiere und Raubtiere, die solche Kleintiere wiederum fressen. Zudem sollen Wanderer, Camper und Personen, die in der Region im Freien arbeiten, unter allen Umständen von jeglichem Kontakt mit kranken oder toten Tieren absehen.
Kühler Sommer als mögliche Ursache
Obwohl die Pest in den meisten Regionen der Welt als ausgerottet gilt, kommt es immer wieder zu vereinzelten Ausbrüchen der hochansteckenden Krankheit. Als mögliche Ursache für die aktuelle Verbreitung des Erregers wird das Wetter der vergangenen neun Monate in Betracht gezogen: Im Norden Arizonas ist auf einen relativ milden, nassen Winter ein vergleichsweise kühler Sommer gefolgt. Diese Temperaturen in Verbindung mit entsprechender Luftfeuchtigkeit bietet "ABC News" zufolge einen idealen Nährboden für die Erreger der Pest.
Hallo Volker,
weisst Du,was mich wundert: Seit wann hat es der Fokus nötig, Schlagzeilen a la BILD zu liefern.
So wie ich den Artikel verstehe, gab es bisher noch keinen einzigen wirklichen Krankheitsfall. Und da schreibt Fokus, die Pest "grassiert"!!!!
Aber die Warnung an unsere User ist natürlich angebracht. Denn mit sowas rechnet ja bestimmt niemand.
Beate
Hi Volker und Beate,
ich habe mir den oben verlinkten Artikel von ABC jetzt auch mal durchgelesen: von "grassieren" = sich schnell ausbreiten ist der Zustand doch weit entfernt, es sind bisher in New Mexico 3 menschlichen Infektionen aufgetreten. Alle 3 wurde in kurzer Zeit erfolgreich behandelt
Man hat bisher Flöhe positiv auf den Erreger der Pest (plague) getestet.
Eine Information und Warnung der Reisenden (und der Bevölkerung ) dort in der Region ist sicher angebracht auch die Beobachtung der Situation. Auch vorbeugenden Maßnahmen sollten natürlich beachtet werden (keine toten Tiere berühren, kein Kontakt mit Squirrels ist das Mindeste)
Ich werde daher die Überschrift weniger reißerisch formulieren.
Und es ist auch nicht das erste Mal, dass die Erreger nachgewiesen wurden: zwischen 2000 und 2017 traten 17 Fälle in den gesamten USA auf.
siehe auch folgende Artikel:
https://www.forbes.com/sites/brucelee/2017/08/14/fleas-found-to-be-carry... mit guten abwägenden Hinweisen auf Seite 1 und 2
Grüße
Bernhard
Bernhard
Scout Womo-Abenteuer.de
Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)