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Öffentliche Verkehrsmittel / ÖPNV / Nahverkehr / Bus / U-Bahn

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Richard
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Öffentliche Verkehrsmittel / ÖPNV / Nahverkehr / Bus / U-Bahn

Hallo,

auch wenn das WoMo oder der Mietwagen unser gewähltes Transportmittel für den Urlaub ist, kommt man immer wieder mal in die Situation öffentliche Verkehrsmittel nutzen zu wollen oder gar zu müssen.

Dieser Node soll Informationen sammeln und die Gemeinsamkeiten der öffentlichen Verkehrsmittel in den USA und auch die Eigenheiten jeder Stadt beschreiben.

New York
Los Angeles
Washington
Chicago
San Francisco

Bitte beachtet, dass die sich ständig ändernden Tarife und Modalitäten nie ganz aktuell abgebildet werden können. Wenn er euch einen kleinen Durchblick durch den Tarifdschungel und Einblick in die Netze geben kann, dann ist schon viel gewonnen.

Viele Grüße

Richard
Scout Womo-Abenteuer.de

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Richard
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Die Geschichte des öffentlichen Nahverkehr in den USA

Die Motorisierung breiterer Bevölkerungsschichten begann in den USA in den 1920er und 1930er Jahren und damit früher als in jedem anderen Land. Bereits 1939 war die Motorisierung mit über 200 Autos auf 1000 Einwohner etwa zehnmal höher als in Deutschland (FHWA 1995, Kraftfahrtbundesamt 2006).

Während der Straßenbau subventioniert wurde, war der öffentliche Verkehr privat finanziert und wurde von der US-Regierung bis in die sechziger Jahre weitgehend vernachlässigt. Nach der intensiven Nutzung während des zweiten Weltkrieges benötigte die ÖV-Infrastruktur Reparaturen und Investitionen. Allerdings waren die Eigentümer der Nahverkehrssysteme nicht in der Lage zu investieren und waren zudem mit der zunehmenden Konkurrenz des Autoverkehrs konfrontiert. Daraufhin erhöhten viele ÖPNV-Anbieter die Tarife, vernachlässigten Reparaturmaßnahmen, verringerten das Angebot und einige stellten schließlich den Betrieb ein. Erst zur Mitte der sechziger Jahre wurde das Federal Government mit dem Urban Mass Transportation Assistance Act und der Gründung der Urban Mass Transit Administration aktiv und subventionierte den öffentlichen Nahverkehr.

In den 70er Jahren nahmen die negativen Auswirkungen des starken Autoverkehrs zu, der Bau von Autobahnen in den Städten wurde schwierig und es ereigneten sich die Ölpreis-Schocks und die ökonomischen Auswirkungen des OPEC-Embargos, so dass die Regierungen weiter in den ÖPNV investierten. So ist es nicht wirklich verwunderlich, dass die Washingtoner Metro erst im Jahre 1976 seine erste Linie, die Red Line, eröffnete.

Auch die tägliche Fahrleistung ist in den USA größer als in D, was zum einen an den größeren zu überwindenden Distanzen liegt und zum anderen, dass fast jede Fahrt mit dem Auto erfolgt; Fahrradverkehr und Fußverkehr findet praktisch nicht statt. 2003 legten die Amerikaner im Mittel 24 000 Kilometer im Auto zurück, die Deutschen nur etwa 11 000 Kilometer. Gleichzeitig litt das Nahverkehrswesen früher von dem schlechten Image, dass sich nur derjenige in Bus und Bahn fortbewegt, der sich kein Auto leisten konnte.

Trotz des schweren Standes des ÖPNV gegenüber dem Auto hat es sich in einigen Metropolen dennoch behauptet. Unterstützdend kommt der Benzinpreis zu Hilfe, der besonders in den letzten Jahren eine empfindliche Marke überschritten hatte und zum anderen natürlich auch begründet mit einer gewissen Art des Umdenkens bei Umweltfragen in den USA. Auch hausgemachte Probleme hatten die Entwicklung in der vergangenheit behindert, so kooperieren die einzelnen Unternehmen die die unterschiedlichen Netze betreiben jetzt besser als früher mit dem Ziel Verkehrsverbünde zu bilden.

Ein weiteres Plus vor allem in den Hochburgen des ÖPNV wie New York ist, dass es einfach nicht möglich ist infolge des hohen Verkehrsaufkommens mit dem Auto unterwegs sein bzw. überhaupt einen Parkplatz für dieses zu finden.

Für uns Europäer, die den ÖPNV als integrierten Bestandteil eines funktionierenden Transportsystems betrachten, ist es selbstverständlich diesen in den Städten auch zu benutzen. Wie das im Detail abläuft, erfahrt ihr nachfolgend.

 

 

Viele Grüße

Richard
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San Francisco

1. BART

Der ÖPNV in San Francisco wird im wesentlichen von der BART  (Bay Area Rapid Transit) und von der Muni (San Francisco Municipal Railway)  betrieben, zu der auch die berühmten Cable Cars gehören.

Die Bart ist ein U-Bahn ähnliches Nahverkehrsystem, das die größten Orte in der Bay miteinander verbindet. Dabei fahren die Züge teilweise auch im Freien, bekommen aber U-Bahn-typisch den Strom von unten.

Der erste Streckenabschnitt zwischen Oakland und Fremont wurde 1972 eröffnet. Heute werden täglich über 360.000 Passagiere befördert. Interessanterweise wird die North Bay nicht verbunden, obwohl es früher Pläne gab, ein Level unter der Golden Gate zu fahren. Zum einen gab es technische Einwände, hauptsächlich lag es aber an lokalpolitischen Ränkespielen. Hier zeigt sich ein Nachteil der Verkehrs- bzw. Raumordnungspolitik, die im städtischen Bereich keines Einflusses des Bundes unterliegt.

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1.1. Liniennetz

In San Francisco führt die Stammstrecke unter der Market Street entlang und weist dort vier zentrale Stationen auf. In Richtung Osten führt die Strecke unter der Bucht von San Francisco hindurch nach Oakland, wo sie sich in verschiedene Richtungen verzweigt. Vier Linien führen durch San Francisco, die fünfte (orange) bleibt auf der östlichen Seite der Bucht. Jede Linie fährt im 15-Minuten-Takt, wodurch sich auf der Stammstrecke ein 3,75-Minuten-Takt ergibt. Im Abendverkehr fahren noch drei Linien im 20-Minuten-Takt, so dass dann auf der Stammstrecke noch alle 10 Minuten ein Zug verkehrt. Außerhalb von San Francisco werden die Strecken häufig in Mittellage von Autobahnen geführt. Die Stationen verfügen in den meisten Fällen über Busbahnhöfe und eine große Anzahl von teilweise kostenpflichtigen Park-and-Ride-Plätzen.

Es gibt 5 Linien, wobei für uns Camper wohl die gelbe Linie besonders interessant ist, weil sie zum Internationalen Flufhafen führt (SFO):

     Richmond–Fremont:  Operates daily.

     Pittsburg/Bay Point–SFO/Millbrae: from Pittsburg to Oakland, and extends beyond Daly City to San Francisco International Airport. This is the longest point-to-point line in the BART system. Operates daily, with the line extending from the airport to Millbrae on weeknights and weekends.

     Fremont–Daly City:  from Fremont to Oakland. Operates until early evening Mondays through Saturdays.

     Richmond–Daly City/Millbrae:  from Richmond to Oakland, Operates until early evening Mondays through Saturdays, with the line terminating at Daly City on Saturdays.

     Dublin/Pleasanton–Daly City: Operates daily.

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1.2. Benutzung

Die Tickets werden wie üblich an Automaten gelöst. Es ist nötig die gewünschte Endstation einzugeben, damit der Fare Calculator den Fahrpreis richtig berechnet.
All BART stations have automatic ticket vending machines that accept nickels, dimes, quarters and $1 coins, as well as $1 $5, $10 and $20 bills. You can also use credit and debit cards in select machines.

Das BART-Ticket (blue ticket) ist ein Papierticket mit einem aufgeladenen Wert.

Use Up Your BART Ticket

Die BART-"Tickets" sind keine Tickets im eigentlichen Sinn, sondern man kauft, (genau wie in Chicago) eine aufladbare Wertkarte, von der automatisch der jeweilige Preis abgebucht wird - und zwar beim Verlassen der Zielstation.
Für uns Touristen also
a. etwas ungewohnt
b. wichtig aufzupassen, dass man am Ziel nicht zuwenig Geld auf der Wertkarte hat.
 
Vorher am Automaten die Wertkarte besorgen, eine reicht für mehrere Personen (natürlich mit dem entsprechenden Guthaben für alle wink
 
Die Wertkarte/Ticket wird beim Betreten der Station in dern Automaten geschoben, das Gatter öffnet sich und nicht vergessen, das Ticket auch wieder rauszunehmen!
An der Zielstation öffnet sich das Gatter, wenn auf dem eingeschobenen Ticket noch genug drauf ist. Dabei wird der Fahrpreis abgebucht.
(If your ticket has too little value, a sign on the fare gate will read "Underpaid: Go to Addfare." A nearby Addfare vending machine will tell you how much additional fare you must add to your ticket to exit the BART system.)

Die Minimum-Fare ist 1,75$. The maximum one-way fare including all possible surcharges is $10.90. BART service begins around 4 AM on weekdays, 6 AM on Saturdays, and 8 AM on Sundays. Service ends every day around midnight. Fares vary by distance. From San Francisco Airport to the the Civic Center in downtown San Francisco the fare is $8.25.

Es gibt keine Tagespässe oder "unlimited rides", lediglich  "high value tickets" wie das BART Blue High Value Ticket, das einen Rabatt von 6,25% gibt , es erscheint füt Stadtreisende aber eher uninteressant weil man zuerst mal viel Geld ausgeben muss.
A 6.25% discount in two denominations: a $48 ticket for $45; a $64 ticket for $60

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2. MUNI

Muni ist ein Nahverkehrs-Verbund, der 54 Buslinien betreibt mit über 600 Bussen, 17 Trolley Bus-Linien (Oberleitungsbusse), 7 Straßenbahnlinien, die historische F- Line (Tram = Straßenbahn) und 3 Cable Car Linien.

Es gibt folgende Tickets:

-Einzelfahrscheine: kosten 2$

-Unlimited rides mit den Tagespässen
Updates zu den Preisen siehe: https://www.womo-abenteuer.de/comment/190578#comment-190578

Wenn man bedenkt, dass allein eine Fahrt mit der Cable Car 6$ kostet, rentiert sich ein Pass allemale.
Der Pass kann leider nicht im Internet bestellt werden, sondern ist an vielen Verkaufsstellen erhältlich. Wer mit dem Flugzeug ankommt, für den ist der "Information Booth" hinter dem Baggage Claim günstig gelegen.

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Dann noch ein netter Link, wenn man wissen möchte, was alternativ ein Taxi kostet: http://www.worldtaximeter.com/san-francisco

 

 

Viele Grüße

Richard
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Washington

1. U-Bahn

1.1. Liniennetz

Die U-Bahn in Washington wird Metrorail oder nur Metro genannt. Das System ist mit 176,32 km das zweitgrößte der USA. Es wurde 1976 eröffnet und wird von der Washington Metropolitan Area Transit Authority, abgekürzt WMATA, betrieben.

Das Netz umfasst fünf Linien mit 86 Stationen und hat eine Länge von 176,32 Kilometer. Pro Tag werden etwa 700.000 Passagiere mit der U-Bahn befördert, im ganzen Jahr rund 190 Millionen. Das Netz besitzt in der Innenstadt drei Umsteigeknoten, Metro Center, Gallery Place-Chinatown und L'Enfant Plaza, die es ermöglichen, mit einmaligem Umsteigen jedes Ziel zu erreichen.

Die Green Line ist für alle Camper interessant, welche im Cherry Hill Park oder im Greenbelt Park CG übernachten wollen.

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1.2. Benutzung

Die erste Aktion ist das Parken an den Metrostationen. Wochentags (bis 3.00 Uhr Samstagmorgen) wird an Metro-Parkplätzen und Garagen eine Tagesparkgebühr erhoben. An Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen ist das Parken gebührenfrei.

Als nächstes muss man den Fahrschein („FARECARDS oder PASSES”) lösen. Das macht man an den Kiosken in der Station oder den Fahrkartenautomaten. Bitte beachten, dass keine großen Geldscheine gennommen werden und die Fahrkartenautomaten nur Wechselgeld (Münzen) in Höhe von max. 5 USD zurückgeben. Nautürlich können auch Kredit-und Debitkarten verwendet werden.

Die Wahl des richtigen Tickets:

-One Day Pass: Mit einer Tageskarte kann man einen Tag lang unbegrenzt mit Metrorail fahren. Sie kostet aktuell 14$.
-7-Day Fast Pass: Wer eine ausgesprochene Stadtreise plant. Sie kostet $57.50.

-Farecard:  Die Einzelfahrt richtet sich nach der Länge der Fahrt und der Fahrtantrittszeit. Hier ist zwischen der Paper Farecard und der SmarTrip Card zu unterscheiden. Die Paper Farecard wird pro Fahrt mit einem zusätzlichen Dollar Surcharge belastet. Die SmarTrip Card ist eine wiederaufladbare Karte, die allerdings beim Kauf schon 5$ allein kostet (ohne Fahrt). Es hängt also davon ab, wie oft man fährt , zudem noch dazu kommt, dass es keine Fahrtgemeinschaften wie z.B. in New York gibt und jeder in einer Familie eine eigene Karte braucht.

Transfers:
Eine Eigenheit des ÖPNV in Amerika ist das Transfersystem d.h. Umsteiger zwischen den einzelnen Linien. Historische Gründe hatte es wie vorher schon erwähnt in der heterogenen Struktur des Netzes, die sich auf verschiedene Unternehmen verteilte. Anders als in New York wo das Umsteigen zwischen U-Bahn und Bus innerhalb von zwei Stunden kostenlos ist, gibt es in Washington folgende Situation:

Metrobus to Metrobus. Bus-to-bus transfers with a SmarTrip® card are valid for free, unlimited Metrobus connections (including round trips) within a two-hour period.

Between Metrobus and Metrorail. A 50¢ discount is given for bus-to-rail and rail-to-bus transfers with a SmarTrip® card within a two-hour period.

d.h. als Paper Farecard-Nutzer muss ich für jede (Anschluss-)Busfahrt den vollen Bus-Fahrpreis bezahlen, als SmarTripCard-Benutzer bekomme ich einen Rabatt.

Fazit:
Für wenige Fahrten mit U-Bahn und Bus  lohnt es wahrscheinlich jede Fahrt einzeln zu bezahlen.

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2. Bus

Der Metrobus ist der Verteiler zu den gewünschten Endzielen. Bitte beachten: Da beim Besteigen des Busses bezahlt wird (es wird übrigens immer vorne eingestiegen und hinten ausgestigen!), muss man für das Fahrgeld im Metrobus passendes Kleingeld parat haben. Hier hat der SmarTrip-Fahrer auch einen gewissen Handlingsvorteil.

Regular Fares:

  • $1.60 using a SmarTrip® card
  • $1.80 using cash

Es gibt auch Express Busses, welche weniger einzelne Stationen anfahren und auch mehr kosten. 3,65 bzw. 4$.

An der Busstation sollte man zur Sicherheit dem sich nähernden Fahrer immer durch Winken anzeigen, das man mitfahren möchte. Sonst kann es vorkommen, das dieser ohne Anhalten vorbeifährt. 

Viele Grüße

Richard
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New York

1. U-Bahn

Die U-Bahn in New York wird auch als Subway bezeichnet. Sie wurde 1904 eröffnet und zählt damit zu den ältesten der Welt. Mit 26 Linien, 468 Bahnhöfen, 337 Streckenkilometern mit über 1355 Kilometern Gleis, über 4,9 Millionen Fahrgästen pro Tag gehört sie auch zu den längsten und zugleich komplexesten Netzen weltweit.

Betreiber ist die New Yorker Verkehrsbehörde, die New York City Transit Authority (NYCTA). Sie ist ein Tochterunternehmen der staatlichen Verkehrsgesellschaft Metropolitan Transportation Authority (MTA). Offiziell heißt die Subway deswegen auch "MTA New York City Subway".

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1.1. Liniennetz
Im Gegensatz zu vielen anderen Städten, verkehren in New York auf derselben Strecke bzw. dem gleichen Gleis verschiedene Linien. Diese sind durch Zahlen oder Buchstaben voneinander zu unterscheiden. Die Linien (routes oder auch services) bezeichnen im Unterschied zu den Strecken eine Gruppe von Zügen, die eine bestimmte Haltestellenfolge bedienen.

Die Züge sind alle von 1 bis 3 und von A bis Z gekennzeichnet.  Die zusätzliche farbliche Kennzeichnung der Linienbezeichnungen (rot = 123; dunkelgrün = 45 6; hellgrün = G; gelb = NQRW; orange = BDFV; lila = 7; blau = ACE; braun = JMZ; grau = L; schwarz = S etc.) weist Sie darauf hin, dass die Züge einer Farbe auf demselben Abschnitt fahren.

Es gibt so genannte "Local Trains" (diese halten an jeder Station) und "Express Trains". Der "Local" trägt die Liniennummer in Form eines Kreises 6 Local und der "Express Train" in Form einer Raute 6 Express. Bei neuen Subwayzügen auch außen direkt als Text.

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1.2. Benutzung

Um U-Bahn und Busse benutzen zu können, benötigt man die MetroCard. Sie ist eine Chipkarte, die 1$ New card fee kostet und dann mit bestimmten Beträgen aufgeladen werden kann. Dieses Guthaben kann dann "abgefahren" werden. Die MetroCard wird beim Betreten der Subway durch ein Lesegerät an den Drehkreuzen gezogen, die sich dann erst entriegeln. Beim Einsteigen in den Bus wird die Karte (immer vorne beim Fahrer!) in ein Lesegerät gesteckt. Dieses entwertet die MetroCard um den entsprechenden Betrag und zeigt dem Fahrer, ob man den Bus benützten darf.

Gekauft werden kann die MetroCard an jeder Haltestelle der Subway und des PATH Train an Fahrkartenautomaten. Die kleineren Automaten akzeptieren nur Kreditkarten, die größeren auch Bargeld. Zu Beginn werden Sie vom Automaten gefragt, ob Sie Ihre Karte wiederaufladen möchten oder eine neue haben möchten ("get new card"). In vielen Subway Stationen in Manhattan ist auch ein Informationsschalter.

Es gibt folgende Arten der MetroCard:

-Einzelfahrscheine (pay per ride) oder
-Zeitkarten (Unlimited ride).

Was sich für wen lohnt, sollte man sich vor dem Kauf überlegen. Eine Einzelfahrt mit Bus oder Subway kostet aktuell 2,50$ und beinhaltet ein einmaliges Umsteigen. Man kann die MetroCard von 5$ bis 80$ Guthaben aufladen. Ab einem Betrag von 5$ bekommt man einen Bonus von 5%, d.h. es wird 5% mehr Guthaben auf die Karte geschrieben, als tatsächlich bezahlt wurde. Eine Aufladung mit 20$ ergibt so einen Gegenwert von 21$.

Die Zeitkarten für einen Tag gibt es leider nicht mehr, die 7-Tages Zeitkarte (7-Day Unlimited Pass) kostet 30$ und lohnt wohl nur für einen mehrtägigen Aufenthalt. Dann kann man allerdings von einer Sehenswürdigkeit zur anderen fahren, ohne sich Gedanken machen zu müssen.

Transfers
Das Schöne am U-Bahn-Fahren in New York ist der Transfer. Innerhalb einer 2-stündigen Frist ab dem Zeitpunkt des Durchziehens der Karte an dem Lesegerät der Subway oder des Busses, darf man einmal Umsteigen.
"Pay Per Ride MetroCards allow for one free transfer from subway-to-bus, bus-to-subway, or bus-to-bus within 2 hours of the first swipe"

Besonderheit:
Nicht jeder Fahrgast braucht eine MetroCard. Bis zu vier Personen dürfen auf einer Karte fahren. Beim Betreten der Station wird die Karte dann je nach Anzahl der Mitfahrer durch das Lesegerät gezogen. Beim Transfer Subway-Bus reicht dann ein einmaliges Durchziehen, weil die Karte die anderen Personen bereits berücksichtigt hat. Achtung: Niemals doppelt durchziehen, wenn man alleine fährt, es wird doppelt abgezogen!

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2.Bus

Da Subway und Bus zur MTA gehören, sind auch die Tarife gleich und beide Systeme kompatibel miteinander d.h. MetroCard kann auch hier zum Bezahlen der Fare benutzt werden.

Der Bus ist zwar langsamer als die Subway, besitzt für Touristen aber den Riesenvorteil, dass man die Stadt während der Fahrt sieht. Die meisten Buslinien in Manhattan fahren nur eine Strasse auf oder ab, bzw. in Querrichtung (sieh Map). Hat man keine Lust mehr zu laufen, gibt's an fast jeder Straßenecke eine Bushaltestelle in der man zusteigen kann und die Buslinie folgt dann meistens einfach dem Straßenverlauf. Dem Busfahrer signalisiert man durch Winken, dass man diesen Bus nehmen möchte und er anhalten soll.

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3. Zubringerdienst vom Airport JFK zur Subway Richtung City:

Der Airtrain JFK  bringt dich zu den Subway Stationen  Howard Beach oder Jamaica Station, von dort kannst du dann zu deinem Hotel weiterfahren.

Nähere Information  hier: https://reisenewyork.com/airtrain-jfk-airport-new-york-flughafen/

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Update von Bernhard am 25.Mai 2013

Für New York aus eigenem aktuellem Erleben noch eine Ergänzung: an zunehmend mehr Bus - Haltestellen stehen jetzt auch Metrocard Automaten, an denen man bezahlen kann, um das Einsteigen zu beschleunigen. Mit dem gelösten Fahrschein kann man dann auch an allen drei Türen einsteigen, und muss nicht beim Fahrer vorbei.

Das gilt auch für mit einem Betrag aufgeladene Karten und für Mehrtageskarten ! Man erhält nach einschieben der Karte einen Fahrschein ausgedruckt , den man zum Nachweis der Bezahlung für die Fahrt aufheben muss.

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Update am 14.08.2017
Die Preise in NYC wurden angehoben. Einfache Fahrt 2,75$ und die 7-Tage-Karte kostet 32$.

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Chicago

1. Chicago Transit Authority

Das Stadtbahn-Netz in Chicago wird von der Chicago Transit Authority (CTA) betrieben.

Die CTA betreibt in Chicago und 40 umliegenden Vorstädten mit 357km U-Bahnlinien und 3658 km Buslinien das nach New York zweitgrößte öffentliche Verkehrsnetz der USA . Pro Tag befördert die CTA mehr als 1,43 Millionen Passagiere: 476.000 im Schienenverkehr, 952.100 mit Bussen.

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1.1 Liniennetz

Kernstück ist die „Elevated Railway“ auch „L“ genannt. L  bezeichnet ursprünglich das 1892 erbaute Hochbahnnetz, welche die Vorortzüge mit Downtown verknüpfte. Der aus Hollywood-Filmen sehr bekannte Hochbahnring auf 8m hohen Stelzen umschließt den Kern der Innenstadt. Alle Linien bis auf zwei, welche die die Innenstadt in Nord-Süd-Richtung unterqueren, werden über den „Loop“ geführt.

Jede Linie besitzt einen Farbcode, sie laufen täglich (bis auf die Purple Line) im 7-10 min-Rhythmus bzw. 10-15 min abends. An jeder Station befindet sich ein Customer Assistant or security guard, der behilfllich sein kann.

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1.2. Benutzung

Cash kann man nur noch im Bus bezahlen. Ansonsten gibt es die Farecards und die Pässe. Farecards kauft man an den zahlreichen Automaten an den Stationen oder in Geschäften wie Walgreens, CVS Phatmacy. Die Pässe gibt es nur dort oder im Internet unter www. transitchicago.com. Es gibt weitere Automaten für CTA-Pässe in den zwei Tourismus-Büros "Chicago Cultural Center" und "Water Tower".

Die Fares im Überblick:

-Cash fare (Einmalfahrt, nur Bus): $ 2,20, no transfers available
-Farecard:
1.Chicago Card /Chicago Card Plus: 2$ für Bus; 2.25$ für Rail (plus 5$ einmalige Anschaffung der Karte)
2.Transit Card: aufladbare Wertkarte, kann bis zu 200$ aufgeladen werden. An den o.g. Verkaufsstellen bekommt man mit 10 bzw 20$ pre-loaded Transit Cards

Bei den Farecards kostet innerhalb von 2 Stunden der erste Transfer nur 25ct, der zweite ist frei.

-Pässe (unlimited rides):
1-day : 10$
3-day : 20$
7-day : 28$

Verbindung am  Airport :
Um vom internationalen Terminal zur "Blue Line" zu kommen fährt man zuerst mit dem automatischen Shuttle-Zug zum Terminal 1. Dort geht man weiter zum Terminal, "Lower Level". Danach sucht man einen Zugang zum Untergeschoss. Im Untergeschoss geht es dann weiter zur Endstation der CTA "Blue Line", teilweise auf Rollbändern.

Homepage: http://www.transitchicago.com/

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2. Bus

 tbd

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Los Angeles

1. Rail

Das U-Bahn /Stadtbahn-Netz des Los Angeles County wird als Los Angeles Metro Rail bezeichnet. Es wird von der Los Angeles County Metropolitan Transportation Authority (Abk. LACMTA) betrieben.

Ironischer Weise hatte LA zu Beginn des 20. Jahrhunderts eines der längsten Straßenbahnnetze der Welt. Früher als in den meisten anderen Städten dominierte hier jedoch den Verkehr und auch die Verkehrs- und Stadtplanung. In Folge dessen wurden ab den 30er Jahren viele Straßenbahnlinien stillgelegt und schließlich im Jahre 1963 komplett aufgegeben.

Gut 20 Jahre später erkannte man den Fehler und begann mit der Planung des heutigen Netzes, wobei man beim Bau der neuen Strecken insbesonders auf die Erdbebebsicherheit eingehen musste. Auch war die Stadt jetzt stärker besiedelt und es gab weniger freie Flächen, so dass die Kosten erheblich höher waren als früher.

Das Schienennetz der Los Angeles Metro besteht aus zwei getrennten Systemen: Das Stadtbahnnetz (Light Rail), dessen Strecken größtenteils oberirdisch verlaufen und das Untergrundbahnnetz (Heavy Rail), das ausschließlich unterirdisch verläuft Beide Systeme erstrecken sich zurzeit über eine Länge von zusammen 141,1 km, davon 28 km unterirdisch.

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1.1 Liniennetz

Es besteht aus sechs Linien, von denen zwei Linien U-Bahnen (Heavy Rail) und die anderen vier Linien Stadtbahnstrecken (Light Rail) sind. Das Netz ist flächenmässig riesig.

1.1.1. U-Bahn

Die Red Line (Line 802) führt von der Union Station nach North Hollywood. Vom Stadtzentrum ausgehend verläuft die gesamte Strecke unterirdisch in Richtung Nordwesten.
The Red Line runs from Union Station west through downtown and up throughHollywood to North Hollywood. This is the only line that's predominantly underground, so it's the fastest line. It's also the most useful for visitors, since it stops near many popular tourist attractions.

Die Purple Line (Line 805) führt von der Union Station nach Mid-Wilshire. Es handelt sich dabei ebenfalls um eine U-Bahn, die vom Stadtzentrum ausgehend in westliche Richtung verläuft.
The Purple Line Parallels the Red Line from Union Station to Wilshire and Vermont and then diverts to travel two more stops west down Wilshire. This route is intended to eventually travel along Wilshire to the beach.

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1.1.2. Stadtbahn

Die Blue Line (Line 801l) führt vom Metro Center in Dowmtown nach Long Beach. Die Strecke verläuft von der zentralen unterirdischen Station 7th Street / Metro Center (mit Umsteigemöglichkeit zur roten und violetten Linie) in Richtung Süden. Zwischen Metro Center und Pico kommt die Blue Line an die Oberfläche, wo sie bis Long Beach bleibt.

Die Green Line (Line 803) führt von Redondo Beach nach Norwalk. Sie verläuft größtenteils oberirdisch im Mittelstreifen der Century Freeway. An der Station Century / Aviation besteht Anschluss zum Los Angeles International Airport, bei Imperial / Wilmington kreuzt sie die blaue Linie.
The Green Line goes east from near LAX connecting with the Blue Line in central LA and continuing east to Norwalk. (There's a shuttle bus from LAX to the Green Line station.)

Die Gold Line (Line 804) führt im Osten über Union Station nach Pasadena.  Die Endhaltestelle ist derzeit Sierra Madre Villa.

Die Expo Line (noch teilweise im Bau - siehe PS unten) soll in Zukunft Downtown mit Santa Monica verbinden. Im April 2012 ging der erste ca. 12 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Haltestellen 7th Street / Metro Center und La Cienaga in Betrieb. Mit dem zweiten Bauabschnitt soll die Expo Line von dort nach Santa Monica verlängert werden.
The Expo Line Runs from the 7th Street Metro Station downtown, where it connects with the Red, Blue and Purple lines, west through Exposition Park (home of the Natural History Museum, California Science Center and more) and USC to Culver City.

PS - 29.05.2016 --: Die Expo Line ist mittlerweile westwärts fertiggestellt bis Santa Monica, so dass jetzt eine durchgehende Metro-Verbindung  zwischen Santa Monica und Downtown besteht -- siehe HIER

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1.2. Benutzung

Die Metrostationen sind mit einem "M" auf einem Pfahl gekennzeichnet und zusätzlich mit einem farbigen Schild, das die jeweilige Linie angibt.

Es gibt natürlich auch hier verschiedene Möglichkeiten:
-Einzelfahrt (single ride) : kostet 1,50$
-Tageskarte (day-pass): kostet 5$ , natürlich sagenhaft günstig, man möchte den Leuten ja einen Anreiz bieten vom Auto umzusteigen
-Wochenkarte (7-day-pass): kostet 20$


Das Paperticket wurde verdrängt von der sog. TAP card (aufladbare Wertkarte). Sie kostet 1$ am Automaten oder 2$ an Verkaufskiosken (ohne Fahrt).

How to ride with TAP
-On Metro buses
Simply tap your card on the farebox’s TAP target as you board. Wait for the “beep” and “GO” message to show the bus operator your card is valid. Remember, you must tap your card each time you board; you may not simply show it to the operator.

-On Metro Rail trains and the Metro Orange Line
Locate the station validator as you approach the platform, tap your card on the TAP target, and wait for the “beep” and “GO” message on the display. Remember, you must tap your card before boarding; it is not valid unless you do. Turnstiles are located at some Metro Rail stations. At these stations, tap the validator on the right side of the turnstile before you pass through.
If your trip requires more than one train (i.e., changing from the Red Line to the Blue Line), you are required to tap the validator again at the station where you change trains.

Fazit: Es geht nichts über die Tageskarte

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San Francisco - Update

Hallo,

User Michi hat mich auf neue Preise und eine App hingewiesen. Danke dafür!

Muni-Passport 1-day : kostet 14$ --> 21$
Muni-Passport 3-day : kostet 22$ --> 32$
Muni-Passport 7-day : kostet 28$ --> 42$
Cable Car 6$ --> 7$

Anscheinend gibt es jetzt auch eine App, sodass man nicht mehr unbedingt das
Ticket am Schalter ["Der Pass kann leider nicht im Internet bestellt werden,
sondern ist an vielen Verkaufsstellen erhältlich."] kaufen muss.
https://www.sfmta.com/getting-around/transit/munimobile

Viele Grüße

Richard
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