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4 Schwaben im Südwesten-ein kurzes Fazit

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tanni
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4 Schwaben im Südwesten-ein kurzes Fazit

Kein Reisebericht, da es über die Standardroute ging, die hier schon so oft beschrieben wurde.

 

Da ich mich nach dieser Reise gegen einen Reisebericht entschieden habe, werde ich hier wenigstens ein kurzes Fazit schreiben.

 

Unterwegs waren wir,

 

Tanja und Günter

sowie

Claudia und Volker

 

in der Zeit vom 19.09.-13.10.16

paarweise mit je einem Roadbear 23-26 und 2000 Meilen-Paket, welches nur knapp überschritten wurde.

 

Dadurch, daß wir mit Newbies unterwegs waren, stand die Route entlang der üblichen Must-Sees

bei einer Ersttour schon früh fest und wurde nur durch kleinere Abweichungen verändert.

 

 

 

Nach der Übernahme in Las Vegas und einer ersten Übernachtung am Sand Hollow Reservoir

fuhren wir zuerst zum North Rim des Grand Canyon, danach für eine weitere Nacht zum South.

Zumindest ersteres hätten wir uns sparen können, da der ganze Rim in dichtem Nebel lag, und uns

eisiger Wind mit Dauerregen nahezu ans Womo fesselte.

Selbst die erhofften Bisons haben sich nicht blicken lassen.

Während am North die Fotoausbeute gleich null war, konnten unsere Freunde wenigstens in den kurzen Regenpausen am South mal auf den Colorado blicken.

Ein vage geplantes Treffen mit Ina und Didi musste leider entfallen, da sie aufgrund des Wetters zuvor schon vom Grand Canyon geflüchtet waren.

 

Nach einem verregneten Nachmittag am Kaibab Lake (der Bummel durch Williams musste aufgrund von Dauerregen ausfallen), erhofften wir uns in Prescott am Watson Lake besseres Wetter.

 

Am Nachmittag hatten wir noch Glück und konnten zum See laufen,doch der Abend beim Prescot Powwow war bitterkalt und wir sind völlig durchgefroren zeitig zum Campground  zurück.

 

 

 

Über das Monument Valley ging es für 4 Tage zu den Parks um Moab und auch das Wetter spielte endlich mit.

Mit den Übernachtungen am Ken`s Lake, 2x Arches und Big Bend konnten wir ihnen einen ersten Eindruck dieser tollen Ecke vermitteln.

Nach dem unterhaltsamen Treffen mit Melle und Jörg ging es zum Boondocking Platz beim Goblin Valley.Leider holte uns hier das schlechte Wetter wieder ein und wir erlebten sogar, was eine Flashflood bedeutet.

Während wir mittags noch durch das trockene Flussbett auf die umliegenden Hügel liefen, entwickelte sich darin, nach unserer Rückkehr von den Gnomen ein reissender Strom.

 

Dies war faszinierend und erschreckend zugleich.Man konnte wirklich zusehen, wie sich da Flussbett von Minute zu Minute mehr füllte und immer bedrohlicher wirkte.

 

Über die UT 12 bei teils wunderschöner Herbstfärbung ging es für 2 Nächte zum Escalante SP, weiter zum Bryce mit Übernachtung am Red Canyon und dann für 3 Tage zur Paria Guest Ranch.

Die Zeit dort verbrachten wir teils auch mit Riobiene und ihrem Dieter, Wiedersehen mit Gail und Dave, den Besitzern der Ranch, einem gemeinsamen Ausritt und, nach Anmietung eines Jeeps dem Besuch des Alstrom Points und den White Pockets.

 

 

Die anschließenden Übernachtungen waren 2 mal Lone Rock, Lees Ferry und Quail Creek SP.

Die letzten 2 Nächte vor der Abgabe waren dann mal wieder im Valley of Fire, wo wir uns nochmals mit Biene und Dieter trafen, um unsere Reste gemeinsam zu verwerten.

Zu guter Letzt noch 2 Übernachtungen in Las Vegas, bevor es wieder nach Hause ging.

 

Alles in Allem war auch dieser Urlaub wieder wunderschön, wenngleich wir teils sehr schlechtes, nasskaltes Wetter hatten, welches wir so nicht erwartet hatten.

Die Zeit mit den Freunden war im Nachhinein auch ok, es ist aber schon was anderes, als wenn du als Paar alleine reist.

Wenn man dann noch 2 Charakterköpfe dabei hat, bleiben kleinere Reibereien nicht aus.

Da war es im Valley of Fire zu heiß, da stand mal das Womo nicht gerade genug und ließ sich schlecht leveln, da wurde gemeckert, ob es denn sein müsste, schon wieder Lagerfeuer zu machen (obwohl wir da auch gerne mal alleine gesessen wären).Beim Powwow in Prescott war es zu kalt, die Anfahrt zum Alstrom Point zu lang und die Wege in Vegas zu weit.

Während Volker und ich das stillschweigend so registriert haben, konnte sich da mein Günter richtig dran hochziehen und gegenhalten.

So war die Stimmung einige Male recht unterkühlt und hat sich nur langsam normalisiert.

 

Selbst wenn es noch so gute Freunde sind, ist es doch ein Unterschied, ob man zu Hause stundenweise zusammentrifft oder einen gut dreiwöchigen Urlaub miteinander verbringt.

 

Für mich selbst war es nicht das selbe Gefühl wie in den Jahren zuvor.Ich konnte nicht so abschalten und mich frei fühlen, wie bei den bisherigen USA-Reisen.Da ich die ganze Planung und Organisation übernommen hatte, fühlte ich mich immer verantwortlich und musste schauen, das alles reibungslos klappt.Dadurch konnte ich einfach nicht so runterfahren wie erhofft.

 

Ich kann nicht sagen, ob wir das nochmal so machen würden, obwohl wir 2 Frauen schon vage über Yukon/Alaska 2018 nachdenken.

Ob ich allerdings meinen Mann nochmals dazu bewegen kann, mit mehreren Leuten den Urlaub zu verbringen, steht in den Sternen.

Jetzt drehen wir in diesem Herbst erst mal eine kurze Runde von Denver nach Vegas und dann sehen wir weiter.

 

 

Liebe Grüße, Tanni

Trakki
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RE: 4 Schwaben im Südwesten-ein kurzes Fazit

Hi Tanni,

vielen Dankfür das ausführliche und ehrliche Fazit. Auch wir haben Urlaubsversuche mit Freunden hinter uns und ich weiß genau was du meinst. Wir lassen auf jeden Fall die Finger davon. Denk gut darüber nach bevor du Yukon/ Alaska buchstwink

Herzliche Grüße

Sonja
Scout Womo-Abenteuer.de

Trakki.Reisen

robbelli
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RE: 4 Schwaben im Südwesten-ein kurzes Fazit

Hi Tanni,

das waren ja auch teils wirklich unglückliche Umstände mit dem Wetter... Schade. 

Für mich selbst war es nicht das selbe Gefühl wie in den Jahren zuvor.Ich konnte nicht so abschalten und mich frei fühlen, wie bei den bisherigen USA-Reisen.Da ich die ganze Planung und Orgasnisation übernommen hatte, fühlte ich mich immer verantwortlich und musste schauen, das alles reibungslos klappt.Dadurch konnte ich einfach nicht so runterfahren wie erhofft.

Das ist sehr schade, aber das wäre auch ganz genau das, was ich in diesem Fall empfinden würde. Da hast du die Planung übernommen und dich am Ende dann noch für das schlechte Wetter verantwortlich gemacht (oder machen lassenindecision).

Also, wie Sonja schon schrieb, gut darüber nachdenken, wer im nächsten Urlaub alles dabei sein soll. Wenn ihr lieber wieder zu zweit reisen wollt, dann sagt das und macht das auch. Richtig gute Freunde nehmen das nicht krumm.

Vielen Dank für dein ehrliches Fazit.

Liebe Grüße

Elli
Scout Womo-Abenteuer.de

RioBine
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Beigetreten: 06.01.2012 - 22:02
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RE: 4 Schwaben im Südwesten-ein kurzes Fazit

Hi Tanni,

das haben wir ( oder besser gesagt ich), auch schon genauso durchgemacht und ich kenne das Gefuehl dabei sehr gut. So eine tolle Reise fuer "alle" zu planen kann manchmal ein ganz schoen undankbarer Job werden.

Auch das Stichwort " Alphatiere" , diese immer und unter allen Umstaenden bei Laune zu halten ist nicht immer einfach. Hoi joi joi..... da kann ich ein Lied von singen. 

Wir sind zwar mit unseren Freunden immer noch befreundet, aber jeder macht inzwischen sein Ding.  

Genau, fahrt ihr mal wieder alleine und "auf der gleichen Wellenlaenge" durch den Suedwesten. Von Denver nach Vegas hoert such doch gut an! 

Dieter und ich gruessen euch beide ganz herzlich!

Liebe Gruesse aus dem suedlichen Amerika,

Bine

Wolfsspur
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Beigetreten: 07.06.2013 - 21:38
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RE: 4 Schwaben im Südwesten-ein kurzes Fazit

hallo Tanni,

vielen Dank für diese offene Fazit! Tut mir sehr leid, dass ihr mit dem Wetter so ein Pech hattet. Das ist wirklich schade, da man sich doch so auf die einzelnen Highlights freut.

.Da ich die ganze Planung und Orgasnisation übernommen hatte, fühlte ich mich immer verantwortlich und musste schauen, das alles reibungslos klappt.Dadurch konnte ich einfach nicht so runterfahren wie erhofft.

Das kann ich mir so gut vorstellen und so etwas ähnliches hab letztem einem Newbie hier auch in der Routenplanung gschrieben. Es ist ja nicht nur so, dass man zusammen über lange Zeit auskommen muss. Aber wenn man dann auch noch (fast) allein geplant hat, besteht die Gefahr dass man als Reiseleiter angesehen und auch noch direkt oder indirekt verantwortlich gemacht wird. Schade! frown

Für uns käme ein Urlaub zu viert eigentlich nie in Frage, das hast du jetzt nochmal bestätigt. Und ich glaub, dass man jemand mit "gleicher Wellenlänge" für so einen Urlaub eher noch hier finden würde als im engen Freundeskreis.

ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spass (und besseres Wetter!) bei eurer nächster "Zweier-Reise" in den Südwesten. smiley

 

Liebe Grüße,
Ulli

Scout Womo-Abenteuer.de


www.dezembercamper.de

suru
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RE: 4 Schwaben im Südwesten-ein kurzes Fazit

Hallo Tanni,

sehr schönes Fazit, ich kann deine Erfahrungen sehr gut nachempfinden. Wir haben schon tolle, halbwegs entspannte Urlaube mit Freunden / Familie erlebt, kennen aber auch die von dir beschriebene Situation gut.

Wir würden auch wieder mit Freunden fahren, aber nur mit der notwendigen Absprache nicht jeden Tag / Abend gemeinsam zu verbringen.

Liebe Grüße

Susanne
Scout Womo-Abenteuer.de

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen. (Johann Wolfgang von Goethe)

tanni
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RE: 4 Schwaben im Südwesten-ein kurzes Fazit

Ganz herzlichen Dank, ihr Lieben,

ich merke schon, ihr habt verstanden.

Susanne, du hast schon recht, diese Absprache hatten wir vor dem Urlaub auch getätigt, aber irgendwie sind wir dann halt doch jeden Abend zusammen gesessen.

Aber egal, nach einer kurzen Auszeit nach dem Urlaub, besteht die Freundschaft dennoch weiter und das ist auch gut so.

Und über  2018 brauch ich jetzt noch nicht nachzudenken, plane erst mal für dieses Jahr weiter.

Liebe Grüße, Tanni

eagle eye
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RE: 4 Schwaben im Südwesten-ein kurzes Fazit

Hi Tanni,

schade, dass icht alles reibungslos verlief aber danke für das offene Fazit. Ist sicherlich auch für andere Planer interessant. Hoffentlich sehen Eure Freunde das nicht so eng, wenn Du das hier so offen postest.

Schade finde ich es auch, wenn Du dir so viel Mühe mit der Planung machst und Ihr dann Euren Urlaub - aus welchen Gründen auch immer - nicht richtig genießen könnt.

Es wurde ja schon ein paar mal als Reaktion auf Deinen Beitrag geschrieben, aber es ist sicherlich sinnvoll, wenn man sich auch mal Zwischendurch trennt und jeder sein "Ding" macht - dazu muss aber auch jeder etwas Planungsaufwand betreiben.

Wir waren auch schon mal mit sogar zwei anderen Familien und dazu noch mit alle mit KIndern unterwegs - und ich hatte im Vorfeld genau davor Angst, dass irgendwann die Stimmung kippt, weil es unterschiedliche Interessen gibt oder auch nur weil man z.b. ewig aufeinander warten muss. Über 3 Wochen kann das nämlich nerven. 

Gelöst haben wir die Sache in dem ich meine Planung erst mal alleine gemacht und dann auch weitgenhend so durchgezogen habe und dann mit den Freuden / Familie abgesprochen habe, was wir gemeinsam unternehmen oder wann wir uns auch mal nur für die Tageswanderung, mal für ein paar Nächte trennen. Dazu konnte ich immer ein paar Alternativen vorschlagen aber jeder hat für sich selbst entschieden. So war es dann immer wieder schön, wenn wir was gemeinsam unternommen haben oder uns am Lagerfeuer über die unterscheidlichen Erlebnisse ausgetauscht haben. 

Der Aufwand war aber auch sher groß, habe ich nicht nur meine Planung gemacht, sondern bei 2 weiteren mitgearbeitet und alles miteinander koordiniert. Meine Frau meinte teils, ich solle mich nicht so als die vo Dir angesprochene Reiseleitung verhaltenwink.

Insseamt wars aber für alle 3 Familien dannn am Ende ein unvergesslichlicher Urlaub, so dass wir durchaus wieder miteinander so eine Tour machen würden. Auch mit anderen Freunden würde ich wieder vereisen, aber man muss schon schauen, dass auch die Interessen einigermaßen passen...

Vielleicht ist das ja Modell, was für eine eventuell nächste Reise für Euch in Frage kommt. Denn so wie das diesmal bei Euch lief würde ich mich wohl nicht auf das gleiche "Modell" einlassen. Dazu kommt ja, dass in es in Alaska sogar noch öfter schlechteres Wetter und damit auch deshalb eine schlechtere Stimmung geben kann.

LG Mike

tanni
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RE: 4 Schwaben im Südwesten-ein kurzes Fazit

Hallo Mike,

ich glaube, du gibst mir den richtigen Ansatz vor.

Das mit dem zwischendurch trennen, wäre für das nächste Mal eventuell die Lösung.

Unsere Freunde können das ruhig lesen, wir wissen ja alle 4, was manchmal nicht gepasst hat.

Und während Claudi halt sehr impulsiv und rechthaberisch sein kann, ist dafür mein Günter schon sehr nachtragend und hat uns das längere Zeit spüren lassen, wärend bei erstgenannter nach 10 Minuten alles wieder ok war.

So unterschiedlich sind halt bei mehreren Leuten die Charaktere.

 und die Kunst ist, diese alle unter einen Hut zu bringen.

Unsere Bekannten verbringen seit 25 Jahren ihren Urlaub in Norwegen, wo neben diversem Sightseeing für Volker das Angeln und für Claudi das entspannte Lesen im Vordergrund stehen.In Amerika waren sie zum 1. Mal.

So war zwangsläufig klar, daß ich das alles organisiereund eben Reiseleiter spiele.

Sollten wir an Yukon/Alaska für 201 festhalten, wären wir aber alle 4 Neulinge.Unsere BC/Alberta-Tour 2007 zähle ich da nicht als Vorwissen dazu.

Das hätte ja den Vorteil, daß alle  Neuland erkunden und  zur Planung beitragen müssten.

 

Nichts desto Trotz war es ein schöner Urlaub mit kleineren Reibereien, die aber mit etwas Abstand gesehen, doch mehr in den Hintergrund treten und nicht mehr so wichtig sind.

 

Liebe Grüße, Tanni

Richard
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RE: 4 Schwaben im Südwesten-ein kurzes Fazit

Hallo,

miteinander fahren, sich wieder trennen, dann nach ein paar Tagen wieder zusammenkommen. So halten wir dies in den letzten Jahren und fahren prima damit.

Viele Grüße

Richard
Scout Womo-Abenteuer.de

Unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Von dem was wir für unmöglich halten.

tanni
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RE: 4 Schwaben im Südwesten-ein kurzes Fazit

Hallo Richard,

du bestätigst mir das, was Mike auch schon vorgeschlagen hat.

Ich denke, falls es nochmals zu einer gemeinsamen Reise kommt, werden wir das genau so umsetzen.

Danke!

Liebe Grüße, Tanni