Ich folge TheSunnyside auf youtube und die beiden haben tolle Aufnahmen mit der Drohne gemacht, deshalb das Interesse. Ist ja schon cool, wenn man dem Ding sagen kann "follow me" ?
ich war mit einer Freundin letztes Jahr im Yukon und in Alaska unterwegs und wir hatten eine Drohne dabei.
Vorher mussten wir die Drohne bei der FAA in Amerika registrieren. Du erhälst eine Registrierungsnummer und diese ist auf der Drohne zu vermerken.
Parallel mussten wir die Drohne für USA und Kanada versichern. Dazu gibt es in Deutschland spezielle Anbieter. Wir bezahlen ca. 40 Euro im Jahr.
Wir haben die Drohne regelmäßig eingesetzt und fantastische Aufnamen erhalten.
Wir haben die Drohne immer dann eingesetzt, wenn es relativ einsam war. Waren mal 2-3 Leute anwesend, haben wir diese gefragt, ob es in Ordnung ist, wenn wir unsere Drohne starten lassen. Wir sind nie auf Ablehnung gestoßen - im Gegenteil. Die meisten Leute waren sehr interessiert.
Du darfst die Drohne in folgenden Gegenden nicht starten lassen:
Städte
Flughäfen
Militärisches Gelände
Nationalparks
Da wir mehrere Grenzübertritte hatten Kanada - USA - Kanada usw. hatten wir immer alle erforderlichen Unterlagen parat. War aber überhaupt nicht nötig. Nicht ein Grenzbeamte hat sich für unsere Drohne interessiert. Gleiches auf den Flughäfen. Weder in Deutschland noch in Kanada hat man sich auf den Flughäfen für die Drohne interessiert.
Die Drohne inkl. aller Akkus muss ins Handgepäck. Dafür gibt es spezielle Drohnen-Rucksäcke.
Ich kann auf jeden Fall eine Drohne für den Urlaub empfehlen.
Wir haben unsere leider in einem Wasserfall zwei Tage vor der Heimreise "verloren". Inzwischen haben wir eine neue Drohne und werden diese auf jeden Fall im Juni wieder mit rüber nehmen (Ich empfehle dringend nur Sichtflüge !!!).
Wichtig ist das nur diese offizielle Seite relevant ist - viele andere Websites haben unvollständige Informationen, sind nicht aktuell oder versuchen die Regelungen zu interpretieren. Das ist gefährlich und die Strafen sind alles andere als Kleinkram! In den USA kann das dann schnell mal ein vierstelliger Betrag werden - nur für das verletzen des Luftrechts. Meist geht das einher mit anderen Gesetzen und dadurch weiteren Strafen. Ich habe in einem Interview irgendwo die Aussage eines Mitarbeiters des NTSB aufgeschnappt das die Strafen der FAA meist harmlos sind - danach kommt das FBI und das wird schmerzhafter. Das ist vermutlich in Kanada nicht viel anders.
Beispiel für falsche oder nicht mehr aktuelle Informationen von nicht-offiziellen Seiten - weil wir das gerade in einem anderen Thread hatten: Seit Dezember 2017 muss man seine Drohne auch in den USA wieder registrieren.
Beim lesen der offiziellen Seiten ist es auch wichtig das man die Verweise auf andere Regeln und Gesetze ernst nimmt und nicht einfach ignoriert.
Zwei Beispiele aus den Regeln von Transport Canda:
Fly your drone:
outside of controlled or restricted airspace
at least 9 km away from a natural hazard or disaster area
Ersteres schaut auf den ersten Blick harmlos aus. Aber controlled airspace oder restricted airspace gibt es nicht nur um Internationale Flughäfen. Selbst wenn der nächste Mensch 50 km entfernt ist kann der Luftraum beschränkt sein. In den USA gibt es grosse restricted airspaces die Flächen von 10.000 bis 20.000 Quadratkilometer (oder ~3 1/2 bis 7 mal so gross wie das Saarland) und mehr in der Mitte vom Nirgendwo abdecken. Also bitte nicht denken "einsame Gegend hier, da ist wohl nichts und man kann fliegen".
Die Lufträume sind in Klassen aufgeteilt und in Karten dokumentiert. Die Karten sind manchmal auf der Webseite der zuständigen Behörde zu finden - aber meist nicht einfach und oft nur in einem groben Massstab.
Dazu kommen sogenannte NOTAMs in denen temporär Lufträume mit Einschränkungen oder Verboten definiert sind. Es gibt Apps, die sich an Piloten manntragender Luftfahrzeuge richten, und meist Karten und selten NOTAMs abrufen können. Aber die Apps bzw die Daten kosten fast immer Geld. Freie Dienste wir Airmap & co haben häufiger schon durch fehlerhafte oder fehlende Informationen geglänzt - darauf kann man sich also auch nicht verlassen.
Die Geschichte mit "natural hazard or disaster area" klingt auch erstmal unspezifisch. Aber nur ein Beispiel: Waldbrände im Sommer führen meist zu temporären Flugverbotszonen und sind oft sehr grosszügig dimensioniert. Waldbrände sind im Westen des nordamerkanischen Kontinents im Sommer keine seltenheit...
Wo wir gerade bei Waldbränden sind: Bei der Trockenheit braucht es nicht viel bis ein Waldbrand entsteht. Wir kennen das hier im Forum durch Firebans bei denen keine Feuer (mit ausnahme des Propan-Grills) erlaubt sind. Waldbrände sind auch schon durch heisse Auspuffrohre entstanden.
An der Stelle sollte man daran denken das Akkus mit hohen Kapiztäten wie sie in Laptops, Smartphones, aber auch Dronen genutzt werden viel Energie speichern. Durch einen Defekt, wie zB durch den Absturz der Drone, setzt so ein Akku in sehr kurzer Zeit sehr viel Energie frei und kann, bei trockenem Gras, Holz etc schnell einen brand auslösen. Das muss nicht einmal sofort passieren. Durch die Sonne kann sich der Akku noch Stunden oder Tage später entzünden. Zur Veranschaulichung der Gefahr durch Lithium basierte Akkus ein beliebiges Video auf Youtube:
Das ist einer der vielen Gründe warum man in Sichtweite fliegen soll und das in den meisten Ländern auch vorgeschrieben ist. Sollte die Drohne abstürzen sollte man sie sofort bergen. Ist das Gelände unzugänglich sollte man das melden. Der für das Gelände zuständigen Stelle oder der lokalen Polizei melden.
Wo wir gerade bei Abstürzen sind: Die meisten Gesetze (USA, Kanada, Deutschland) enthalten Punkte die den sicheren Betrieb und die Instandhaltung des Fluggerätes vorschreiben. Bei einem Kopter sind das - ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Nicht bei starkem Wind fliegen
Wie stark zu stark ist sollte in der Bedienungsanleitung stehen. Dabei auch auf nur gelegentlich und kurz auftretende Windboen achten. Auch daran denken: Der Wind auf Körperhöhe ist oft geringer als Wind auf 50 oder 100 Meter über Grund!
Nicht bei Regen, Nebel oder Gewitter fliegen.
Abstand zu Bergen, Gebäuden, Bäumen etc halten. Selbst leichter Wind kann in der nähe solcher Strukturen zum Problem werden.
Die Akkus sollten eine gewisse Betriebstemperatur haben. Bis auf wenige professionelle Geräte werden die Akkus nicht beheizt und in 100 m über Grund ist gerade im Frühjahr oder Herbst etwas kühler als am Boden.
Die Akkus nicht laden wenn es zu kalt oder zu heiss ist. Je nach Akku kann das Laden unter 15C oder über 25C schon den Akku schädigen. Wenn der Akku dann in der Luft plötzlich viel Leistung liefern soll fällt er schnell aus und die Drohne stürzt ab.
Auch ohne Laden sollten Lithium basierte Akkus nicht zu hohen temperaturen ausgesetzt sein. Je höher die Temperatur desto schneller "altern" die Akkus - auch ohne das man sie geräde Lädt oder nutzt.
Noch ein paar Anmerkungen:
Parallel mussten wir die Drohne für USA und Kanada versichern. Dazu gibt es in Deutschland spezielle Anbieter. Wir bezahlen ca. 40 Euro im Jahr.
Ob die Versicherung vorgeschrieben ist hängt von mehreren Faktoren ab. In den USA ist es umstritten ob für "recreational use" (also Hobby) eine Versicherung vorgeschrieben ist. Für nicht reine "recreational use" ist die Versicherung Pflicht. Für Kanada konnte ich auf die schnelle keine zuverlässige Quelle finden.
Unabhängig davon ob die Versicherung Pflicht ist - sie ist in der Praxis sinnvoll. Es handelt sich dabei im Prinzip um eine Haftpflichtversicherung die Schäden die man verursacht abdeckt. Das kann von Schnitten durch einen Propeller (die sind ziemlich heftig) bis zu Schäden an Gebäuden oder Fahrzeugen gehen.
Wichtig: Die pers. Haftpflichtversicherung deckt Flugmodelle (und damit Dronen) in der Regel nicht ab. Selbst bei speziellen Versicherungen darauf achten, dass sie nicht nur Deutschland oder Europa abdeckt. In der Regel sind Versicherungen die auch für Nordamerika gelten teurer aber nicht absolut teuer: zwischen 45 und 100 EUR im Jahr.
Auch das kleingedruckte lesen: Alle mir bekannten Versicherungen decken nur Schäden ab die bei ordnungsgemässer Nutzung und einhaltung aller gesetzlichen Regeln auftreten.
Wir haben unsere leider in einem Wasserfall zwei Tage vor der Heimreise "verloren". Inzwischen haben wir eine neue Drohne und werden diese auf jeden Fall im Juni wieder mit rüber nehmen (Ich empfehle dringend nur Sichtflüge !!!).
Die Begrenzung auf Sichtflug (ohne Hilfmittel wie Kameras, Ferngläser, Googles für die Drohne etc) ist nicht optional sondern sowohl in den USA als auch in Kanada vorgeschrieben!
Dann habe ich jetzt noch mehr Munition, damit auch der Gatte vom Spielzeug überzeugt werden kann ?
Es ist so ein tolles Spilezeug und macht wirklich sehr viel Spaß.
Eine Drohne ist kein Spielzeug. Genau so wenig wie ein Motorrad, PKW oder ein Wohnmobil. Die Drohne nimmt am Luftverkehr teil und kann bei unsachgemässeer Bedienung sowohl in der Luft als auch am Boden zur Gefahr werden!
Wir sind alle mit dem Strassenverkehr am Boden aufgewachsen und haben die meisten Regeln seit Jahrzehnten gerlernt und gelebt. Die Regeln in der Luftfahrt sind für die meisten von uns neu.
Diese Regeln sind - zumindest die für den Betrieb von Dronen relevanten - nicht schwer. Ich würde sogar behaupten das ist einfacher als die Führerscheinprüfung. Aber man muss sich damit beschäftigen - eben weil es kein Spielzeug ist.
Daher appelliere ich an alle vernünftig und vorsichtig mit dem Fluggerät umzugehen!
vg
-Torsten
PS: Ich bin weder perfekt noch ein Heiliger. Auch ich bin schon mit 55 oder 60 statt mit den erlaubten 50 km/h gefahren etc. Wichtig ist das man die Regeln und die Gründe für sie versteht. Als Fahränfänger musste ich auch bewusster auf die Regeln achten als nach 20 Jahren Fahrpraxis in denen vieles in Fleisch und Blut übergegangen ist und sich die Beherrschung des Fahrzeugs deutlich verbessert hat...
Moin Sandran
ich google nach "drohnen-gesetze kanada" und erhalte die Lösung.
Aber vielleicht hat ja auch jemand aus dem Forum eigene Erfahrungen und meldet sich noch.
Gruss Volker
Hi,
... und je genauer deine Frage gestellt ist, umso eher bekommst du eine Antwort.
Ich habe es mal geändert.
Grüße
Bernhard
Bernhard
Scout Womo-Abenteuer.de
Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)
Hi Sandra,
....ich habe meinen Copter im letzten Jaht dort reichlich eingesetzt. Es ist also erlaubt, gewisse Regeln sind aber einzuhalten
!
Hier findest Du was dazu:
https://my-road.de/drohnen-gesetze-in-kanada/
Edit by Kochi: hier auch noch ein PDF dazu: https://www.tc.gc.ca/media/documents/ca-opssvs/Flying_for_fun_EN-V8.pdf
Munter bleiben
Gruss
Kochi
Scout WoMo-Abenteuer.de
Hallo Sandra,
schau mal hier
https://www.pc.gc.ca/en/voyage-travel/securite-safety/drones
Gruss
Angelika
vielen lieben Dank!
Ich folge TheSunnyside auf youtube und die beiden haben tolle Aufnahmen mit der Drohne gemacht, deshalb das Interesse. Ist ja schon cool, wenn man dem Ding sagen kann "follow me" ?
Hallo Sandi,
ich war mit einer Freundin letztes Jahr im Yukon und in Alaska unterwegs und wir hatten eine Drohne dabei.
Vorher mussten wir die Drohne bei der FAA in Amerika registrieren. Du erhälst eine Registrierungsnummer und diese ist auf der Drohne zu vermerken.
Parallel mussten wir die Drohne für USA und Kanada versichern. Dazu gibt es in Deutschland spezielle Anbieter. Wir bezahlen ca. 40 Euro im Jahr.
Wir haben die Drohne regelmäßig eingesetzt und fantastische Aufnamen erhalten.
Wir haben die Drohne immer dann eingesetzt, wenn es relativ einsam war. Waren mal 2-3 Leute anwesend, haben wir diese gefragt, ob es in Ordnung ist, wenn wir unsere Drohne starten lassen. Wir sind nie auf Ablehnung gestoßen - im Gegenteil. Die meisten Leute waren sehr interessiert.
Du darfst die Drohne in folgenden Gegenden nicht starten lassen:
Städte
Flughäfen
Militärisches Gelände
Nationalparks
Da wir mehrere Grenzübertritte hatten Kanada - USA - Kanada usw. hatten wir immer alle erforderlichen Unterlagen parat. War aber überhaupt nicht nötig. Nicht ein Grenzbeamte hat sich für unsere Drohne interessiert. Gleiches auf den Flughäfen. Weder in Deutschland noch in Kanada hat man sich auf den Flughäfen für die Drohne interessiert.
Die Drohne inkl. aller Akkus muss ins Handgepäck. Dafür gibt es spezielle Drohnen-Rucksäcke.
Ich kann auf jeden Fall eine Drohne für den Urlaub empfehlen.
Wir haben unsere leider in einem Wasserfall zwei Tage vor der Heimreise "verloren". Inzwischen haben wir eine neue Drohne und werden diese auf jeden Fall im Juni wieder mit rüber nehmen (Ich empfehle dringend nur Sichtflüge !!!).
Lieben Gruß
Katja
vielen lieben Dank?
Dann habe ich jetzt noch mehr Munition, damit auch der Gatte vom Spielzeug überzeugt werden kann ?
Hi Sandi,
unbedingt
)
Es ist so ein tolles Spilezeug und macht wirklich sehr viel Spaß.
Ich fertige nach längeren Reisen immer einen Reisefilm an. Die Drohnenaufnahmen bereichern den Film ungemein und geben komplett neue Perspektiven.
Lieben Gruß
Katja
Hi Sandi,
interessant, normal ist das anders rum.
Viel Spaß beim Fliegen und hoffentlich bekommen wir nach eurer Reise auch was zu sehen.
Liebe Grüße
Micha
Scout Womo-Abenteuer.de
Meine Reiseberichte
YouTube
Hallo,
der Link zur Seite "Flying your drone safely and legally" der Kanadischen Ministeriums für Verkehrswesen wurde ja schon gepostet.
Wichtig ist das nur diese offizielle Seite relevant ist - viele andere Websites haben unvollständige Informationen, sind nicht aktuell oder versuchen die Regelungen zu interpretieren. Das ist gefährlich und die Strafen sind alles andere als Kleinkram! In den USA kann das dann schnell mal ein vierstelliger Betrag werden - nur für das verletzen des Luftrechts. Meist geht das einher mit anderen Gesetzen und dadurch weiteren Strafen. Ich habe in einem Interview irgendwo die Aussage eines Mitarbeiters des NTSB aufgeschnappt das die Strafen der FAA meist harmlos sind - danach kommt das FBI und das wird schmerzhafter. Das ist vermutlich in Kanada nicht viel anders.
Beispiel für falsche oder nicht mehr aktuelle Informationen von nicht-offiziellen Seiten - weil wir das gerade in einem anderen Thread hatten: Seit Dezember 2017 muss man seine Drohne auch in den USA wieder registrieren.
Beim lesen der offiziellen Seiten ist es auch wichtig das man die Verweise auf andere Regeln und Gesetze ernst nimmt und nicht einfach ignoriert.
Zwei Beispiele aus den Regeln von Transport Canda:
Ersteres schaut auf den ersten Blick harmlos aus. Aber controlled airspace oder restricted airspace gibt es nicht nur um Internationale Flughäfen. Selbst wenn der nächste Mensch 50 km entfernt ist kann der Luftraum beschränkt sein. In den USA gibt es grosse restricted airspaces die Flächen von 10.000 bis 20.000 Quadratkilometer (oder ~3 1/2 bis 7 mal so gross wie das Saarland) und mehr in der Mitte vom Nirgendwo abdecken. Also bitte nicht denken "einsame Gegend hier, da ist wohl nichts und man kann fliegen".
Die Lufträume sind in Klassen aufgeteilt und in Karten dokumentiert. Die Karten sind manchmal auf der Webseite der zuständigen Behörde zu finden - aber meist nicht einfach und oft nur in einem groben Massstab.
Dazu kommen sogenannte NOTAMs in denen temporär Lufträume mit Einschränkungen oder Verboten definiert sind. Es gibt Apps, die sich an Piloten manntragender Luftfahrzeuge richten, und meist Karten und selten NOTAMs abrufen können. Aber die Apps bzw die Daten kosten fast immer Geld. Freie Dienste wir Airmap & co haben häufiger schon durch fehlerhafte oder fehlende Informationen geglänzt - darauf kann man sich also auch nicht verlassen.
Die Geschichte mit "natural hazard or disaster area" klingt auch erstmal unspezifisch. Aber nur ein Beispiel: Waldbrände im Sommer führen meist zu temporären Flugverbotszonen und sind oft sehr grosszügig dimensioniert. Waldbrände sind im Westen des nordamerkanischen Kontinents im Sommer keine seltenheit...
Wo wir gerade bei Waldbränden sind: Bei der Trockenheit braucht es nicht viel bis ein Waldbrand entsteht. Wir kennen das hier im Forum durch Firebans bei denen keine Feuer (mit ausnahme des Propan-Grills) erlaubt sind. Waldbrände sind auch schon durch heisse Auspuffrohre entstanden.
An der Stelle sollte man daran denken das Akkus mit hohen Kapiztäten wie sie in Laptops, Smartphones, aber auch Dronen genutzt werden viel Energie speichern. Durch einen Defekt, wie zB durch den Absturz der Drone, setzt so ein Akku in sehr kurzer Zeit sehr viel Energie frei und kann, bei trockenem Gras, Holz etc schnell einen brand auslösen. Das muss nicht einmal sofort passieren. Durch die Sonne kann sich der Akku noch Stunden oder Tage später entzünden. Zur Veranschaulichung der Gefahr durch Lithium basierte Akkus ein beliebiges Video auf Youtube:
Das ist einer der vielen Gründe warum man in Sichtweite fliegen soll und das in den meisten Ländern auch vorgeschrieben ist. Sollte die Drohne abstürzen sollte man sie sofort bergen. Ist das Gelände unzugänglich sollte man das melden. Der für das Gelände zuständigen Stelle oder der lokalen Polizei melden.
Wo wir gerade bei Abstürzen sind: Die meisten Gesetze (USA, Kanada, Deutschland) enthalten Punkte die den sicheren Betrieb und die Instandhaltung des Fluggerätes vorschreiben. Bei einem Kopter sind das - ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Wie stark zu stark ist sollte in der Bedienungsanleitung stehen. Dabei auch auf nur gelegentlich und kurz auftretende Windboen achten. Auch daran denken: Der Wind auf Körperhöhe ist oft geringer als Wind auf 50 oder 100 Meter über Grund!
Auch ohne Laden sollten Lithium basierte Akkus nicht zu hohen temperaturen ausgesetzt sein. Je höher die Temperatur desto schneller "altern" die Akkus - auch ohne das man sie geräde Lädt oder nutzt.
Noch ein paar Anmerkungen:
Ob die Versicherung vorgeschrieben ist hängt von mehreren Faktoren ab. In den USA ist es umstritten ob für "recreational use" (also Hobby) eine Versicherung vorgeschrieben ist. Für nicht reine "recreational use" ist die Versicherung Pflicht. Für Kanada konnte ich auf die schnelle keine zuverlässige Quelle finden.
Unabhängig davon ob die Versicherung Pflicht ist - sie ist in der Praxis sinnvoll. Es handelt sich dabei im Prinzip um eine Haftpflichtversicherung die Schäden die man verursacht abdeckt. Das kann von Schnitten durch einen Propeller (die sind ziemlich heftig) bis zu Schäden an Gebäuden oder Fahrzeugen gehen.
Wichtig: Die pers. Haftpflichtversicherung deckt Flugmodelle (und damit Dronen) in der Regel nicht ab. Selbst bei speziellen Versicherungen darauf achten, dass sie nicht nur Deutschland oder Europa abdeckt. In der Regel sind Versicherungen die auch für Nordamerika gelten teurer aber nicht absolut teuer: zwischen 45 und 100 EUR im Jahr.
Auch das kleingedruckte lesen: Alle mir bekannten Versicherungen decken nur Schäden ab die bei ordnungsgemässer Nutzung und einhaltung aller gesetzlichen Regeln auftreten.
Die Begrenzung auf Sichtflug (ohne Hilfmittel wie Kameras, Ferngläser, Googles für die Drohne etc) ist nicht optional sondern sowohl in den USA als auch in Kanada vorgeschrieben!
Eine Drohne ist kein Spielzeug. Genau so wenig wie ein Motorrad, PKW oder ein Wohnmobil. Die Drohne nimmt am Luftverkehr teil und kann bei unsachgemässeer Bedienung sowohl in der Luft als auch am Boden zur Gefahr werden!
Wir sind alle mit dem Strassenverkehr am Boden aufgewachsen und haben die meisten Regeln seit Jahrzehnten gerlernt und gelebt. Die Regeln in der Luftfahrt sind für die meisten von uns neu.
Diese Regeln sind - zumindest die für den Betrieb von Dronen relevanten - nicht schwer. Ich würde sogar behaupten das ist einfacher als die Führerscheinprüfung. Aber man muss sich damit beschäftigen - eben weil es kein Spielzeug ist.
Daher appelliere ich an alle vernünftig und vorsichtig mit dem Fluggerät umzugehen!
vg
-Torsten
PS: Ich bin weder perfekt noch ein Heiliger. Auch ich bin schon mit 55 oder 60 statt mit den erlaubten 50 km/h gefahren etc. Wichtig ist das man die Regeln und die Gründe für sie versteht. Als Fahränfänger musste ich auch bewusster auf die Regeln achten als nach 20 Jahren Fahrpraxis in denen vieles in Fleisch und Blut übergegangen ist und sich die Beherrschung des Fahrzeugs deutlich verbessert hat...
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