Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 03 - Head-Smashed-In Buffalo Jump und Waterton

1 Beitrag / 0 neu
Rincewind
Offline
Beigetreten: 10.01.2024 - 12:39
Beiträge: 348
Tag 03 - Head-Smashed-In Buffalo Jump und Waterton
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Samstag, 27. Juni 2026
Gefahrene Meilen: 
250 Meilen

Wir erleben einen schöner Sonnenaufgang am Fluß, frühstücken draußen mit guten Sauerteig-Körnerbrot und Heidelbeer-Ahornsirup-Marmelade vom Farmers Market. Dabei haben wir Besuch von einem Streifenhörnchen. 

Heute Morgen geht's über die #285 Richtung Head-Smashed-In Buffalo Jump. 20 km einsame Gravelroad die aber zum großen Teil gut zu fahren ist.

Head-Smashed-In Buffalo Jump selbst ist sehr interessant gemacht, mit einem  architektonisch toll in einen Hügel gebauten Museum neben der Weltkulturerbe-Stätte.

Wir laufen den kurzen oberen Trail zum Aussichtspunkt und arbeiten uns dann die verschiedenen Museums-Ebenen hinunter. Dabei haben wir Glück, eine größere Gruppe hat eine private Führung durch einen indigenen Guide gebucht und wir dürfen mit der Gruppe in's Kino, wo ein Film zur Geschichte der Stätte gezeigt wird und er weitere Erläuterungen dazu und zur damaligen und heutigen Lebenweise der Blackfoot First Nations gibt.
Bevor wir uns wieder auf den Weg machen, laufen wir auch noch den unteren Trail, wo noch immer Ausgrabungen stattfinden.

Um weitere 20 km Gravel zu vermeiden machen wir den Umweg über Fort McLeod, biegen dann bei Pincher Creek nach Süden ab Richtung Waterton Lakes National Park.
Kurz vor Waterton fahren wir den Bison Paddock Loop. Er führt 4 km durch ein gut 200 ha großes Gehege, in dem vor einigen Jahren einige Bisons aus dem Elk Island NP angesiedelt wurden. Die Schlaglöcher dort sind trotz Schritttempo echt kein Spaß, aber wir haben Glück, die Bisons halten sich unweit der Straße auf und wir können einige Fotos schießen.

Es ist noch nicht sehr spät, daher fahren wir auch noch zum Red Rock Canyon. Dort angekommen sind wir erwartungsgemäß nicht die Einzigen, aber doch überrascht über das Geschrei und Gewimmel. So bald man aber ein Stück den Trail entlang geht wird's direkt ruhiger, die Massen halten sich hauptsächlich in der Nähe des Parkplatzes auf, wo man einfach den Grund des Canyon erreichen kann.

Nach dem kurzen Red Rock Loop gehen wir noch den etwas längeren zu den Blackiston Falls. Eine schöne Strecke mit wesentlich weniger Menschen, bei der man auch sehr gut sehen kann wie sich die Natur nach dem Kenow Wildfire von 2017 nach und nach erholt. Wenige Meter neben dem Trail grast ein Reh, das sich von den Wanderern nicht stören lässt.

Auf dem Townsite Campground belegen wir die gebuchte Site G13. Direkt neben unserer Tisch-Bank-Kombination sind mehrere Löcher von Erdmännchen, die laufen ständig hier rum.

Wir erkunden noch ein wenig Waterton, Abendessen gibt's bei Zum's Eatery auf der Terrasse, gut war's. Gegenüber auf der Wiese nimmt ein Reh sein Abendmahl ein, mitten im Ort.