RE: Grand Canyon: South Kaibab - Tonto - Bright Angel
Die erste Meile war sehr moderat – es ging kaum bergauf, aber die Wolken waren nun der Sonne gewichen und es wurde sehr warm. Schatten war weit und breit nicht in Sicht. Nun hatte unser Großer ein Tief. Er hatte leichte Schmerzen in der Seite. Aber es half nicht – wir mussten weiter.
Auf halber Strecke zum 3 Mile Resthouse machten wir eine Pause. Hier vergaß der Kleine seinen Hut – wir sahen ihn von weiter oben noch liegen, aber zurückgehen konnte keiner mehr. Die Kräfte mussten geschont werden. Nun begannen die Serpentinen und ab jetzt gab es immer wieder Schatten. Von nun an ging es mit jedem Schritt ein Stück höher. Am 3 Mile Resthouse legten wir eine weitere Pause ein. Wir füllten die Wasservorräte auf und erfrischten uns. Unser Kleiner hat etwas übertrieben, denn er war triefend nass von oben bis unten.
Nach einer weiteren Zwischenpause erreichten wir das 1,5 Mile Resthouse. Wir hatten noch reichlich Wasser und so füllten wir hier nichts nach. Unser nächstes Ziel war der Lower Tunnel. Hier kam uns der erste Touri mit Badelatschen entgegen – ein Zeichen, dass es nun nicht mehr weit sein kann. Hier aktivierte der Große ungeahnte Kräfte. Er startete den weiteren Aufstieg, während wir noch verschnauften und die Sachen in die Rucksäcke packten. Am Upper Tunnel wollte er auf uns warten. Wir gingen dann auch weiter aber ich wollte dem Großen folgen und ließ so meinen Mann und den Kleinen hinter mir. Ich sah auf dem Trail immer wieder einen grünen Punkt (der Große trug ein grünes T-Shirt), aber er blieb einfach nicht stehen. Ich hätte so gern eine kurze Verschnaufpause gemacht, wollte ihn einholen. Am Upper Tunnel wartete er dann endlich – 3 Minuten auf mich und 6 Minuten auf die anderen Beiden. Mein Mann hatte nun sein Tief – er war fix und fertig und das Knie schmerzte ihn. Inzwischen trug er aber auch drei Rucksäcke - seinen und die Rucksäcke beider Jungs.
Gegen 18 Uhr erreichten wir total geschafft aber überglücklich das Rim. Der Himmel hatte sich inzwischen zugezogen und erst als wir oben waren begann es zu gewittern. Das Wetter meinte es echt gut mit uns. Es gab in den ganzen nächsten Wochen keinen Tag, der besseres Wanderwetter bieten konnte.
Abends vor dem Fernseher kam dann auch mein Tief – ich konnte die Augen nicht mehr aufhalten und schlief schon ganz früh ein. Die nächsten drei Tage erinnerte mich ein ordentlicher Muskelkater in den Waden an unsere tolle Wanderung in den Grand Canyon.
RE: Grand Canyon: South Kaibab - Tonto - Bright Angel
Hallo Sandra,
das ist ja schön, habe gerade deinen Bericht entdeckt. Wir haben diese Wanderung vor 2 Jahren auch gemacht (siehe dazu auch meinen Bericht) und sie hat uns super gefallen.
Meine Frau und ich sprechen immer wieder über diese Wanderung.
RE: Grand Canyon: South Kaibab - Tonto - Bright Angel
Hallo Sandra,
wir waren am 8. Mai unterwegs. Am Vortag hatte es noch einen kleinen Regen-/Schneeschauer am Rim aber der 8. Mai war perfekt. Sonnenschein, aber nicht heiß. Weiter unten ein kühlender Wind.
Ja, vor allem auf deine Jungs kannst du wirklich stolz sein!
Die erste Meile war sehr moderat – es ging kaum bergauf, aber die Wolken waren nun der Sonne gewichen und es wurde sehr warm. Schatten war weit und breit nicht in Sicht. Nun hatte unser Großer ein Tief. Er hatte leichte Schmerzen in der Seite. Aber es half nicht – wir mussten weiter.
Auf halber Strecke zum 3 Mile Resthouse machten wir eine Pause. Hier vergaß der Kleine seinen Hut – wir sahen ihn von weiter oben noch liegen, aber zurückgehen konnte keiner mehr. Die Kräfte mussten geschont werden. Nun begannen die Serpentinen und ab jetzt gab es immer wieder Schatten. Von nun an ging es mit jedem Schritt ein Stück höher. Am 3 Mile Resthouse legten wir eine weitere Pause ein. Wir füllten die Wasservorräte auf und erfrischten uns. Unser Kleiner hat etwas übertrieben, denn er war triefend nass von oben bis unten.
Nach einer weiteren Zwischenpause erreichten wir das 1,5 Mile Resthouse. Wir hatten noch reichlich Wasser und so füllten wir hier nichts nach. Unser nächstes Ziel war der Lower Tunnel. Hier kam uns der erste Touri mit Badelatschen entgegen – ein Zeichen, dass es nun nicht mehr weit sein kann. Hier aktivierte der Große ungeahnte Kräfte. Er startete den weiteren Aufstieg, während wir noch verschnauften und die Sachen in die Rucksäcke packten. Am Upper Tunnel wollte er auf uns warten. Wir gingen dann auch weiter aber ich wollte dem Großen folgen und ließ so meinen Mann und den Kleinen hinter mir. Ich sah auf dem Trail immer wieder einen grünen Punkt (der Große trug ein grünes T-Shirt), aber er blieb einfach nicht stehen. Ich hätte so gern eine kurze Verschnaufpause gemacht, wollte ihn einholen. Am Upper Tunnel wartete er dann endlich – 3 Minuten auf mich und 6 Minuten auf die anderen Beiden. Mein Mann hatte nun sein Tief – er war fix und fertig und das Knie schmerzte ihn. Inzwischen trug er aber auch drei Rucksäcke - seinen und die Rucksäcke beider Jungs.
Gegen 18 Uhr erreichten wir total geschafft aber überglücklich das Rim. Der Himmel hatte sich inzwischen zugezogen und erst als wir oben waren begann es zu gewittern. Das Wetter meinte es echt gut mit uns. Es gab in den ganzen nächsten Wochen keinen Tag, der besseres Wanderwetter bieten konnte.
Abends vor dem Fernseher kam dann auch mein Tief – ich konnte die Augen nicht mehr aufhalten und schlief schon ganz früh ein. Die nächsten drei Tage erinnerte mich ein ordentlicher Muskelkater in den Waden an unsere tolle Wanderung in den Grand Canyon.
Hallo Sandra,
das ist ja schön, habe gerade deinen Bericht entdeckt. Wir haben diese Wanderung vor 2 Jahren auch gemacht (siehe dazu auch meinen Bericht) und sie hat uns super gefallen.
Meine Frau und ich sprechen immer wieder über diese Wanderung.
Liebe Grüße aus Neubeuern / Oberbayern,
Günther
Das freut mich, dass Dir der Bericht gefallen hat. In welcher Jahreszeit habt Ihr denn die Wanderung unternommen?
Ja der Hikehat schon Eindrücke hinterlassen. Ich megastolz, vor allem auf die Jungs, wie toll sie das gemeistert haben.
Hallo Sandra,
wir waren am 8. Mai unterwegs. Am Vortag hatte es noch einen kleinen Regen-/Schneeschauer am Rim aber der 8. Mai war perfekt. Sonnenschein, aber nicht heiß. Weiter unten ein kühlender Wind.
Ja, vor allem auf deine Jungs kannst du wirklich stolz sein!
Liebe Grüße aus Neubeuern / Oberbayern,
Günther