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Road Bear - Katastrophaler Zustand unseres WoMo's / USA Südwest August/September 2019

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Sandymaus1991
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Road Bear - Katastrophaler Zustand unseres WoMo's / USA Südwest August/September 2019

[Edit by MichaelAC/Admin: Werbelinks entfernt]

Hallo zusammen,

wir hatten unser Wohnmobil von Road Bear in Denver gebucht. Leider waren wir praktisch von Anfang an über die gesamte Reise mit großen Schwierigkeiten, die sich während unserer Reise immer weiter gesteigert haben, konfrontiert. Im Wesentlichen waren das:

Ausfall der Energieversorgung schon am 2. Tag. Die Batterien wurden durch das Fahren mit dem WoMo nicht geladen und waren somit praktisch jeden Tag leer. Nur mit einem terminierten und rechtzeitigen laufen lassen des Generators (mindestens 2 1/2 Stunden täglich) haben wir uns dann über das Wochenende beholfen. Toller Auftakt. Die Helpline, die sich in Neuseeland befindet, wo der neue Besitzer von Road Bear ansässig ist, kann man glattweg vergessen - Hilfe kommt von dort keine, sondern nur Originalton: "Wir sollen zwei Tage stehen bleiben (also bis Montagmorgen), dann ist die Hauptvermietstation in Los Angeles wieder erreichbar". Vermittler und Reisebüros werben zwar für die Firma Road Bear und deren Wohnmobile explizit mit „schweizer Qualität“ - nur die gibt es leider schon seit vielen Jahren nicht mehr, da das Unternehmen nach Neuseeland verkauft worden ist. Gleich mal vorweggenommen, hat sich hier unser gesamter Urlaub durch Standtage und Stehzeiten durch das Laden mit dem Generator um 6 Tage verkürzt. Klasse, so stellt man sich einen USA-Urlaub im Südwesten vor!!!!!

Road Bear hat uns dann am Montagmorgen eine Werkstatt benannt. Diese hat nach ca. 6 Stunden unseren Verdacht bestätigt, dass das ganze ein Fahrzeug- und kein WoMo-Problem ist das er aber nicht reparieren kann. Die Werkstatt hat das Road Bear telefonisch mitgeteilt. Road Bear hat sich aber vehement geweigert, dass wir zur Vermietstation nach Las Vegas fahren, was nur ca. 400 km von unserer Route halbwegs ohne größeren Zeitverlust erreichbar gewesen wäre, um einen Fahrzeugaustausch vorzunehmen. Also fuhren wir unsere Route weiter und haben jeden Tag ca. 3 Stunden täglich (morgens/abends) die Batterien mit dem Generator aufgeladen. Dann traten nahezu jeden Tage neue Schäden auf.

Die Schließsysteme einer Küchenschublade und zwei Schranktüren lösten sich bereits innerhalb der ersten Tage, so dass viele Ausstattungsgegenstände während der Fahrt durch die Gegend geflogen sind. Wir mussten diese dann tagtäglich "verschnüren" um weitere Schäden zu vermeiden. Andere Einschränkungen wie z.B., dass sich zwei Brenner (Flammköpfe) des Gasofens von der Zuleitung lösten und uns nur noch eine einzige Flamme zur Verfügung stand, folgten. Ferner hatte sich beim ersten Dump gezeigt, dass der Anschlusskrümmer auf dem Abwasserschlauch keinerlei Halt hatte (also war eine Riesensauerei bei jedem Dump angesagt).

Nach weiteren Telefonaten und Emails mit Road Bear wurden uns weitere Werkstätten benannt. Da wir aber bereits schon viele Tage verloren hatten und etliche Nationalparks aus zeitlichen Gründen schon aus unserem Programm streichen mussten, wollten wir nicht noch weitere Tage durch endlose Umwege zu Werkstätten und Standzeiten verlieren.

Nach ca. der Hälfte der Urlaubszeit fiel zeitweise, und dann mit steigender Tendenz, immer wieder die komplette Energieversorgung des RV’s aus (z.B. Bildschirmfunktion für die Rückfahrkamera, Navigationsgerät und Kühlschrank waren über längere Zeit total inaktiv). Ferner löste sich während der Fahrt immer wieder die dicke Dichtung vom Alkoven bis hinter die Beifahrertüre auf ca. 1,50m. Eine Zurückführung in die Schiene hatte immer nur kurzzeitigen Erfolg; in der letzten Woche hatten wir dann die Dichtung einfach in das RV gezogen und durch die hochgedrehte Seitenscheibe befestigt.

Also ein ca. vier Monate altes Wohnmobil in einem völlig desolatem Zustand und zu einem horrenden Preis zu vermieten, der weit über den Angeboten von anderen Wohnmobilvermietern liegt, hat uns diesen Urlaub total versauert. Wir haben über unsere Agentur (CU-Camper), die uns zwar in unserer Angelegenheit sehr geholfen hat, unsere in jeder Hinsicht zu recht bestehenden Ansprüche mit der Bitte um Regulierung mitgeteilt. Nach vielen Monaten war Road Bear aber lediglich bereit, nur  etwa knapp über der Hälfte unserer legitimen Ansprüche zu regulieren.

Wir haben schon viele WoMo's in den USA und in Kanada gemietet - Road Bear war aber mit weitem Abstand das schlechteste was wir hatten. Mag vielleicht sein, dass wir enben Pech hatten und ein gerade mal 4 Monate altes "Monatagsmodell" erwischt haben, aber aufgrund dass bestehende Ansprüche für eindeutige Schäden und Einschränkungen nicht einmal annähernd reguliert werden, war dies für uns das erste und letzte mal, wo wir Road Bear gebucht haben.

Ef_von_Iks
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Beigetreten: 28.02.2019 - 13:17
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RE: Road Bear - Katastrophaler Zustand unseres WoMo's / USA Südw

Hallo Sandy,

Das sich nicht schön an. Aber mal eine kurze Fraege: Wieso habt ihr soviel Strom im Aufbau gebraucht? Der Kühlschrank brauch für die Regelung etwas und die Wasserpumpe aber auf den Rest kann man doch verzichten. Und wenn man landstrom hat brauch man ja den generator nicht.

Auf die schnelle hat sich das angehört wie wenn das Trennrelais, das den Aufbau an die Fahrzeugbatterie anschließt sobald der Motor läuft defekt war. 

Und das mit den Schränken und Schubladen ist bei US Mobilen ja fast schon normal. Die erfahrenen haben deshalb immer eine Rolle Klebeband dabei. 

Gruß 

Felix 

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Jedes große Abenteuer beginnt mit den Worten: Ich glaube ich kenn da 'ne Abkürzung.

 

Arizona-Gerd
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Beigetreten: 19.02.2012 - 16:00
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RE: Road Bear - Katastrophaler Zustand unseres WoMo's / USA Südw

Hallo Maus.

So etwas als erster Beitrag und dann nach 6 Monaten.

Da sollte sich der Zorn doch etwas verzogen haben.

Ich verstehe auch nicht (wie Felix), wie man (in so einer Situation) soviel Strom braucht.

ein Fahrzeug- und kein WoMo-Problem ist das er aber nicht reparieren kann

Ich verstehe nicht, warum ihr keine Ford Werkstatt aufgesucht habt. Die gibt es doch "an jeder Ecke".

Liebe Grüße Gerd

PS. Hier bist du im Womo- Abenteuer

Ybbot
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Beigetreten: 20.01.2018 - 23:01
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RE: Road Bear - Katastrophaler Zustand unseres WoMo's / USA Südw

Hallo Sandymaus,

zu deiner Angelegenheit kann ich wenig sagen. Es tut mir leid, dass ihr so viel Pech hattet.

Aber was ich nicht verstehe, sind deine oben eingebauten Links, die alle zu holidaycheck führen. Was haben die mit deinem Problem zu tun? Oder steckt da Absicht dahinter?

Herzliche Grüße
Irma
Südwesten 2018
 

CanDu
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Beigetreten: 28.08.2013 - 17:04
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RE: Road Bear - Katastrophaler Zustand unseres WoMo's / USA Südw

Hallo,

toller Startbeitrag in diesem Forum...  wink

Liebe Grüße

Olaf

MichaelAC
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Beigetreten: 25.08.2009 - 19:11
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RE: Road Bear - Katastrophaler Zustand unseres WoMo's / USA Südw

Hallo Sandy,

ich kann euren Ärger gut verstehen, haben wir 2017 doch ein ähnliches Montagsmodell erwischt: Dauernder Ausfall des Stroms der Aufbaubatterie, bei uns war Fahren erforderlich, um es in erträglichen Grenzen zu halten. Zusätzlich fiel der Generator nach 2 Wochen aus und die Markise war defekt. Und ebenso wie bei euch war Roadbear in der Hotline i.W. abwimmelnd und bei der Rückgabe verweigernd/uneinsichtig.
Ob dies ein generelles, zunehmendes Qualitätsproblem bei Roadbear ist, kann ich nicht beurteilen. Montagsfahrzeuge gibt es bei amerikanischen Wohnmobilen leider häufiger. Die Kulanz/Kundenfreundlichkeit von Roadbear scheint allerdings unter wirtschaftlichen Zwängen seitens des neuen Besitzers zu leiden.

Leider wusstet ihr nicht, dass man den Generator auch während der Fahrt laufen lassen kann und darf - das hätte euch viel Zeitverlust erspart.

Viele Grüße, Michael

Scout Womo-Abenteuer.de
Unsere Reisen USA und Afrika: familie-becker-feldmann

Sandymaus1991
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Beigetreten: 22.02.2020 - 23:33
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Hallo Felix,

danke für Deinen Beitrag. Da waren so viele Probleme die eben nicht gefunden worden sind. Man konnte zusehen, wie unter dem Fahren die Batterie nach unten ging. Das mit dem Trennrelais könnte vielleicht die Ursache gewesen sein. In der Werkstatt wurde es mit einem Überbrückungsschalter versucht, der aber leider auch keine Abhilfe geschaffen hat. Für die Schränke hatten wir uns dann im Baumarkt so lange biegsame Bänder gekauft - das ging dann auch so halbwegs. 

Lieben Gruß

Sandy

Sandymaus1991
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Beigetreten: 22.02.2020 - 23:33
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Hallo Gerd,

vielen Dank für Deine Rückmeldung.

Der Zorn kam halt wieder nach 6 Monaten, als wir von Road Bear hörten, dass es eben nur etwa die Hälfte erstattet wird.

Die Werkstatt war schon kompetent, aber nach sechs Stunden Prüfen und allen möglichen Versuchen mit Zwischenschaltern im Motorraum waren die Mechaniker eben auch am Ende mit ihrem Latein. Das WoMo hat eben den Strom unterm Fahren gezogen. Wir konnten hier förmilich sehen, wie die durch den Generator aufgeladenen Batterien über den Tag zur Neige gingen. Und dieses Problem  wurde nicht gefunden. Ich hatte in der Werkstatt auch gefragt, warum die 3 Vormieter dieses Problem nicht hatten. Er sagte mir, dass die das nicht gesehen haben, weil sie wahrscheinlich jeden Tag einen Campground mit Stromanschluss hatten und somit die Batterie morgens immer voll war und bis abends reichte..... Wir standen halt anfangs 0gleich in einigen Nationalparks (z.B. Canyonlands, Arches). 

PS: Auch wenn ein Drittel des Urlaubs verloren ging, haben wir während der restlichen Zeit schon noch etwas Sehen und Erleben können (auch wenn sich viel gegenüber unseren ersten Reisen vor 40 Jahren geändert hat). An dem Bericht feile ich noch etwas hin - kommt aber noch. 

Dieses Jahr gibt es einen neuen Versuch ab San Francisco - mit El Monte.

Liebe Grüße

Sandy

 

     

Sandymaus1991
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Beigetreten: 22.02.2020 - 23:33
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Hallo Irma,

tut mir leid, dass hier irgendwelche Links aufgetaucht sind, die ich bei mir nicht gesehen habe - ich bin allerdings auch nicht der große IT-Experte. HolidayCheck hat mit der ganzen Reise in keinster Weise was zu tun.....

Dieses Jahr gibt es einen neuen Versuch ab San Francisco - mit El Monte.

Danke für Deine Rückmeldung und herzliche Grüße zurück

Sandy 

Sandymaus1991
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Beigetreten: 22.02.2020 - 23:33
Beiträge: 6
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Hallo Michael,

ganz lieben Dank für Deinen Beitrag und vor allen Dingen für den hilfreichen Tipp, dass der Generator auch unter der Fahrt laufengelassen werden kann und darf - das hat uns keiner gesagt, obwohl wir Road Bear während der Reise mehrfach wegen des Stehenbleibens angesprochen haben (telefonisch/Email). Das hätte uns unterm Strich wirklich 3 Tage Zeit erspart.  

Wie schon in einigen Antworten geschrieben, gibts ja dieses Jahr einen neuen Versuch mit El Monte.  

Viele Grüße

Sandy

   

Sandymaus1991
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Beigetreten: 22.02.2020 - 23:33
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Hallo,

sorry, aber mit diesem Beitrag wollten wir lediglich andere Womo-Abenteurer vor der Womo-Buchung bei Road Bear warnen. Einen Bericht gibt es natürlich auch bald.

 

Liebe Grüße

Sandy