Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Verschiffung Wohnmobil

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Philipp2410
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Beigetreten: 01.10.2021 - 10:52
Beiträge: 5
Verschiffung Wohnmobil

Hallo zusammen,

hat jemand Erfahrung mit der Verschiffung eines Wohnmobils in die USA? Ich überlege das für nächstes Jahr über den Sommer. Aktuell stellen sich für mich v.a. folgende Fragen:

  1. Muss man das WoMo ummelden (amerikanisches Kennzeichen) oder kann man es für einige Monate auch mit dem dt. Kennzeichen nutzen?

  2. Wie läuft das mit der Haftpflichtversicherung dort? Mein deutscher Versicherer meinte, er biete keine Versicherung in den USA an. Woher bekommt man die?

  3. Was gilt es beim Transport zu beachten?

  4. Mit wie viel Planungsvorlaufzeit sollte man kalkulieren?

  5. Gibt es in den USA "ad blue"?

Vielen Dank im Voraus.

Philipp

Kochi
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Beigetreten: 21.08.2009 - 11:52
Beiträge: 6314
RE: Verschiffung Wohnmobil

Moin Philipp,

herzlich willkommen hier bei uns smiley!

Hast Du diesen Bericht schon gelesen wink?

https://www.womo-abenteuer.de/forum/allgemeine-reiseinformationen/eigene...

Munter bleiben
Gruss
Kochi
Scout WoMo-Abenteuer.de

 

 

 

Philipp2410
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Beigetreten: 01.10.2021 - 10:52
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super DAnke, das ist ein toller Thread!

Der Große Wagen
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Beigetreten: 07.08.2014 - 17:55
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RE: Verschiffung Wohnmobil

Hallo Philipp,

den Link zur Blaupause kennst Du ja bereits. Beate wird sich sicherlich auch noch melden.

Wir haben dreimal hin und zurück verschifft. Unsere Erfahrungen findest Du als Übersicht hier. Durch Anklicken des jeweiligen Reiseberichts kannst Du dann detailliert nachlesen, wie es uns beim Verschiffen ergangen ist und worauf wir so geachtet haben.

Zu Deinen Fragen:

1. Du kannst das Fahrzeug mit dem deutschen Kennzeichen fahren.

2. Das Thema Versicherung ist derzeit das Hauptproblem. Es ist sehr schwierig (wenn nicht unmöglich), eine andere als die teure Thum-Versicherung zu finden. Anders als es auf unserer Seite steht, geht das wohl auch nicht mehr über Seabridge, sondern nur über Thum direkt. Auch hier im Forum findest Du über die Suchfunktion diverse Diskussionen dazu. 

5. AdBlue ist kein Problem. Gibt es z.B. auch in vielen Walmarts kanisterweise.

Wie lange wollt Ihr denn bleiben? Davon hängt es ab, ob sich eine Verschiffung tatsächlich rechnet. Die Thum-Versicherung beispielsweise gibt es nur für 6 oder 12 Monate!

 

 

Gruß

Christine

www.dergrossewagen.eu

Philipp2410
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Beigetreten: 01.10.2021 - 10:52
Beiträge: 5
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Hallo Christine,

 

Danke für die Infos, die Berichte werde ich mir gleich durchschauen, super! 

Wir überlegen das für 3-4 Monate, dann das Fahrzeug 2 Monate stehen lassen, ein weiterer Monat, dann 2 MOnate Pause und dann noch mal 3 Wochen. Also insgesamt ca. 6 Monate, verteilt über ein Jahr. 

Philipp

Jindra
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Beigetreten: 25.03.2011 - 10:55
Beiträge: 2402
RE: Verschiffung Wohnmobil

Hallo Philipp!

Hast du dir auch schon mal Gedanken darüber gemacht, ob nicht eine Anmietung lohnender wäre.

Auch wenn das eigene Womo eine feine Sache ist.

Zu der Zeit, welche du oben angegeben hast, wäre es vielleicht doch eine Alternative.

Die Nebenkosten, welche mit einer Verschiffung in Betracht kommen sind nämlich recht hoch, wie du schon bestimmt festellen konntest.

Das nur nebenbei von einer, die nicht verschifft.wink

Viele Grüße, Jindra

 

Es gibt für uns noch viele Fragen, wir haben die Welt nicht überall gesehen!

Unser Blog

Beate 'road runner'
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Beigetreten: 10.11.2010 - 14:07
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RE: Verschiffung Wohnmobil

Hallo Philipp,

Schönes Vorhaben!

Natürlich gibt es so einiges zu beachten und man muss sich auch ein wenig in die Rules einarbeiten.

Normalerweise bemüht man sich zu allererst um ein B2 Touristenvisum, welches euch einen Aufenthalt in den USA von bis zu 180Tagen am Stück in Aussicht stellt. Ansonsten dürft ihr mit ESTA maximal 90 Tage im Land bleiben. Ihr solltet vielleicht klären, wie häufig ihr im Jahr auf diese Weise in die USA einreisen dürft, zumal ihr euch 2x nahe am Limit bewegt. 
Die Wartezeiten für einen Interview Termin für das B2 Visum belaufen sich derzeit, bedingt durch den monatelangen Einreise Stop, bei 15-18 Monaten.

Die nächste Krux wird eure 'gestückelte' Aufenthaltsdauer sein. Der ADAC fasst folgendes zusammen: 

https://www.adac.de/reise-freizeit/reiseplanung/fahrzeug-weltreise/konti...

Die US-Zollbehörde stellt für die vorübergehende zollfreie Einfuhr ein „Temporary Import Permit“ aus, mit dem man sich unwiderruflich zur Wiederausfuhr des Fahrzeuges verpflichtet. Ein vorübergehend zollfrei eingeführtes Fahrzeug darf nicht in den USA verkauft oder anderweitig zurückgelassen werden. Auch bei einem Totalschaden muss das nächste Zollamt informiert werden, damit bei der Ausreise die entsprechenden Papiere über den erledigten Zollvorgang vorgelegt werden können. Bedenken Sie, dass Sie die USA nicht ohne Ihr Fahrzeug verlassendürfen! Nur in nachweisbaren Notfällen erteilt der US-Zoll eine Ausnahmegenehmigung zur Ausreise ohne Fahrzeug oder zur Verlängerung der maximalen Aufenthaltsdauer.

Hinzu kommen die kostspieligen US KFZ Versicherungspakete die man ausschließlich im Block von 6 oder12 Monaten buchen MUSS. In eurem Fall würden so einige Monate ungenutzt verfallen. Eine Gutschrift für nicht genutzte Leistungen gibt es natürlich nicht.  Je nach zu versicherten Wohnmbil kommen da schon mal zwischen 2. -3.000 Euro jährlich zusammen. Natürlich exklusive der Kosten für die Verschiffung. 

Solltet ihr Kanada außen vor lassen gäbe es die Möglichkeit über den günstigeren Brookner Fernet ein Angebot einzuholen, sofern ihr in den USA eine postalische Adresse angeben könnt.

Ihr werdet sicher eure Gründe haben eure Reise zu staffeln und nicht am Stück zu reisen. Mit gutem Gewissen kann ich euch dies, in Anbetracht der sowieso schon überteuerten Versicherungspakete nicht wirklich empfehlen.

Vielleicht lasst ihr euch ja wirklich mal unter diesen Umständen ein Mietnobil kalkulieren und rechnet einfach mal gegen.

Gerne hätte ich die Situation positiver geschildert, die Verschiffungs Agenturen haben sich jüngst vermutlich nicht umsonst das leidige Thema 'US Versicherung' vom Hals geschafft.

 

Liebe Grüße,
Beate

Unser Reiseblog 5Jahreszeiten

Philipp2410
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Beigetreten: 01.10.2021 - 10:52
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RE: Neuen Kommentar schreiben

Hallo Beate,

 

vielen Dank für die SEHR hilfreichen Hinweise. Dann wird es mit dem Stückeln wirklich schwierig. Ggf. dann länger am Stück, wobei B2-Visum nicht mehr klappt bis nächstes Jahr bei den Vorlaufzeiten. 

 

Ginge folgende Lösung: 90 Tage USA, dann 1-2 Monate Kanada, dann wieder 30 Tage USA? DAs wäre auch noch überlegenswert. Dabei das WoMo natürlich immer mitnehmend...

 

Danke

Philipp

 

Beate 'road runner'
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Beigetreten: 10.11.2010 - 14:07
Beiträge: 2598
RE: Verschiffung Wohnmobil

Servus Philipp,

sicherlich kannst du nach 90 Tagen USA und mit einem Kanada Aufenthalt  (theoretisch visumfrei bis zu 1/2 Jahr) deine Reisedauer erweitern.

Wie es sich allerdings verhält, wenn du nach so kurzen Zeitraum wieder mit ESTA in die USA einreist, kann ich dir leider nicht sagen. Da habe ich  keinerlei Erfahrung. Im Prinzip könnte ich mir vorstellen, dass dies klappt. Vielleicht hängt es aber auch vom jeweiligen IO beim Grenzübertritt ab.

Mit deinem WoMo kannst du, in deinem jeweilig offiziellen Zeitfenser die Grenze sooft passieren wie du möchtest, solange du es nach 12 Monaten wieder ausführst.

 

BTW, krankheitsbedingt mussten wir unsere Reise  2016 im Süden der USA um 4 Monate unterbrechen und haben, während unserer Abwesenheit das Mobil bei Freunden zwischen geparkt. 
Mit einem guten Grund kann man das sicher auch machen, obwohl dies offiziell nicht sein sollte. Gerade in diesen Zeiten ist ja ohnehin nicht alles planbar. 
 

So, jetzt geht's noch mal paar Tage an den Gardasee.

Man liest sich.

Liebe Grüße,
Beate

Unser Reiseblog 5Jahreszeiten

Michaelaexplores
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Beigetreten: 03.04.2021 - 03:42
Beiträge: 40
RE: Verschiffung Wohnmobil

Hallo Philipp, ich will hier nicht zur Missachtung der geltenden Gesetze aufrufen, wir halten das Abstellen des Wohnmobils in den USA für eine Rückreise nach Deutschland für unproblematisch. Es gibt keinen Eintrag des Fahrzeugs in den Paß (im Gegensatz zu anderen Ländern) und damit bei der Aus- und Wiedereinreise keine Kontrollinstanz. Unser Dicker steht derzeit zu zweiten Mal drüben, genauso wie Fahrzeuge vieler Langzeitreisebekanntschaften. 

Gerade bei einem längeren Aufenthalt, auch wenn dieser gestückelt wird, würden wir unser eigenes Wohnmobil immer bevorzugen. Klar muss man die Kosten berücksichtigen und entscheiden ob man sich die Verschiffung leisten kann und will. Und ja, auch das leidige Thema Versicherung muss gelöst werden. 

Beim Abstellen des Wohnmobils gilt es noch zu beachten, dass man sich rechtzeitig um einen geeigneten Platz bemühen muss. Die Storagekapazitäten sind nicht in jedem Landesteil unbegrenzt und bezahlbar. 

LG von Michaela 

Der Große Wagen
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Beigetreten: 07.08.2014 - 17:55
Beiträge: 205
RE: Verschiffung Wohnmobil

Hallo Philipp,

auch wir kennen zahlreiche Reisende, die ihr Fahrzeug ohne Probleme für einen "Heimaturlaub" abgestellt haben, obwohl es offiziell eigentlich nicht erlaubt ist.

Bei unseren Aufenthalten haben wir immer wieder auch Reisende getroffen, die mit ESTA mehrmals einreisen konnten, aber es gab durchaus auch (Einzel)Fälle, in denen eine Wiedereinreise nach wiederholtem Heimflug verweigert wurde. Es hängt wohl tatsächlich vom IO ab. Deshalb wäre natürlich das B2-Visum schön. Leider sind derzeit die Wartezeiten in der Tat sehr lang. Aber wer weiß - manchmal geschehen ja noch Wunder. Ich würde regelmäßig auf dieser Seite die aktuellen Wartezeiten für das für Dich zuständige Konsulat prüfen. Im Moment steht es auf 999 Tage - wobei dies bedeutet, dass keine Visa bearbeitet werden. Also regelmäßig prüfen - die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gruß

Christine

www.dergrossewagen.eu