Wir hatten eine unglaublich schöne und erlebnisreiche Reise. Das ist zu einem großen Teil diesem großartigen Forum zu verdanken. Dank eurer zahlreichen Reiseberichte und der Campground Map konnte ich die Reise genau auf unsere Bedürfnisse und Art des Reisens zuschneiden. Dieses Forum ist ein unglaublicher Erfahrungsschatz!
WoMo Vermieter RoadBear
Wir hatten bei RoadBear ein C-Small (C21-25) gebucht und auch bekommen. Das WoMo hatte nur 10.000 Meilen drauf. Dieses Mal hatten wir einen Coachmen Leprechaun. Die Aufteilung beim Sunseeker gefiel uns besser. Die Qualität des Aufbaus war wieder lausig. Deshalb war es aus unserer Sicht die richtige Entscheidung, einen Anbieter zu wählen, dessen Fahrzeuge nicht so alt sind. Wir hatten keine Probleme. Einmal haben wir beim Ausparken einen Baum touchiert und einen Seitenschaden verursacht. Ich hatte nicht den Eindruck, dass RoadBear bei diesem Schaden abkassiert. Zum Glück hatten wir eine Versicherung abgeschlossen und der Schaden wurde problemlos von der Ergo übernommen. Das Kitchen Kit war zusammengewürfelt und nicht sein Geld wert. Außer einer Bratpfanne und eines Kochtopfes war nichts Brauchbares dabei.
Der Verbrauch war mit 23 Litern pro 100 km etwas niedriger als beim letzten Mal.
Fahrtage
Wir hatten drei lange Fahrtage. Zunächst hatte ich gezögert, aber nachdem andere hier im Forum berichtet haben, dass sie gut machbar sind, habe ich es gemacht. Am Ende ist das Konzept für uns aufgegangen. Da die Attraktionen im Nordwesten weit auseinanderliegen, haben wir an einem Tag einen Großteil der Strecke zurückgelegt und am nächsten Tag nur noch wenige Meilen. Somit konnten wir direkt danach wieder in die Entschleunigung des Camperlebens eintauchen. Jedoch verlangt ein langer Fahrtag Disziplin. Man muss früh starten und auch nicht zu lange Zwischenstopps einlegen.
Campgrounds
Wir hatten alle Campingplätze vorgebucht. Dank der ausführlichen Anleitung aus diesem Forum konnten wir in allen Nationalparks einen Platz ergattern. Ich habe die Anleitung befolgt und vorher schon trainiert. Wir hatten auch mehrere Accounts und die ganze Familie hat um Punkt 16 Uhr geklickt. Einer von uns war immer erfolgreich. Der Stress hat sich gelohnt!
Nationalparks
Wir haben vier Nationalparks besucht: Mount Rainier, Glacier, Yellowstone und Grand Teton. Der Yellowstone ist aufgrund seiner Größe und Vielfalt (Geysire, Pools, Tierbeobachtungen im Lamar Valley und der Grand Canyon of Yellowstone) einzigartig. Wir waren sechs Nächte im Yellowstone und hätten sogar noch länger bleiben können. Mein persönliches Highlight war jedoch der Grand Teton. Das lag wahrscheinlich an der Kombination aus einer herausfordernden Wanderung, einer Site auf dem Signal Mountain Campground mit grandiosen Aussicht auf den See und die Tetons und schönem Wetter. Wir hatten eine Nacht im Yellowstone Park zugunsten einer dritten Nacht im Grand-Teton-Nationalpark getauscht und es war die richtige Entscheidung.
Parken im Yellowstone
Die Parkplatzsituation war nicht so dramatisch wie befürchtet. Da wir immer in den Pullouts in der Nähe der Hotspots geparkt und dann an der Straße zum Einstieg gewandert sind, hatten wir nie Probleme. Meistens waren wir die Einzigen in den Pullouts. Nachdem wir uns hingestellt hatten, gesellten sich noch andere Camper dazu.
Denver
Wir haben unser Basislager in Golden, einem hübschen Vorort von Denver, aufgeschlagen und von dort aus die Stadt besichtigt. Vor allem das Parken in der Stadt empfanden wir als stressig. Am ersten Tag konnten wir bequem an der Ball Arena kostenpflichtig parken. Von dort aus ist man schnell in der Stadt. Allerdings kann man dort nur parken, wenn keine Veranstaltung stattfindet. Für den zweiten Tag hatte ich im Internet nach „Oversize Parking” gesucht und auch einen Parkplatz in einem Hinterhof gebucht. Wir mussten jedoch feststellen, dass die Parkfläche für Camper geeignet ist (keine Höhenbeschränkung), ein bestimmter Oversize-Parkplatz jedoch nicht garantiert ist. Beim nächsten Mal würde ich im Internet die für Oversize-Fahrzeuge geeigneten Parkplätze raussuchen und dann vor Ort die Gegebenheiten prüfen.
Hallo Donata,
ein schöner, flotter Reisebericht von einer ebenso schönen Womo-Reise mit den Kids bzw. Teens.
Da ihr ja bei eurer vorherigen Reise nicht bei Road Bear, sondern bei El Monte gemietet hattet: Wir selbst haben schon mehrmals ganz bewusst El Monte statt Road Bear gewählt. Von den wesentlichen Dingen her wurden wir dabei auch nie enttäuscht. Vielleicht das nächste Mal doch lieber wieder El Monte?
Gleiche Leistung, nur günstiger.
Auch die Übernahme, die ja bei euch bei Road Bear diesmal, nach dem, was du berichtest, wohl erst am späteren Nachmittag begonnen haben dürfte, ist bei unseren Mieten bei El Monte jeweils immer schon am Vormittag möglich gewesen. Road Bear lebt meines Erachtens immer noch von seinem damaligen guten Ruf. Nur ist nach meiner Beobachtung in den zurückliegenden Jahren das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Road Bear immer schlechter geworden im Vergleich zu El Monte, einfach wegen der (zumindest bei all unseren bisherigen Preisvergleichen) immer noch deutlich höheren Preise bei Road Bear im Vergleich zu El Monte. Von der Qualität der Fahrzeuge und auch vom Service her nehmen sich die beiden Anbieter nämlich schon seit längerer Zeit überhaupt nichts mehr. Das sieht man auch sehr gut beim Durchforsten der Google-Bewertungen dieser beiden Anbieter, egal für welchen Standort man es sich anschaut. Das Bild ist ziemlich ähnlich, mit Ausreißern nach oben und nach unten, wie es bei solchen Bewertungen immer der Fall ist. Die beiden Firmen sind ja auch de facto längst unter einem Dach. Nur sind die Kunden bei einer Buchung bei Road Bear immer noch bereit, einen höheren Preis zu zahlen als bei einer Buchung bei El Monte. Das haben wir ehrlich gesagt noch nie verstanden. Denn auch bei den schon zurückgelegten Meilen des Fahrzeugs und auch beim Alter des Fahrzeugs kann es dir mal so, mal so gehen.
Wegen der Kits: Das kann man sich auch alles selbst bei Walmart zusammenklicken oder spontan vor Ort zusammenkaufen. Es ist viel preiswerter so und vor allem individueller auf die jeweiligen eigenen Bedürfnisse zusammenstellbar als bei diesen Kits der Vermieter. Das machen wir schon seit unserer allerersten Reise so, sowohl was das Kitchen Kit als auch was die Personal Kits betrifft. Vielleicht wäre das auch eine Überlegung für euch für die nächste Reise? Natürlich solange ihr die Wahl habt, bei der Fahrzeugbuchung die Kits abzuwählen. Das letzte Mal bei Fraserway in Kanada war es zu unserem Buchungszeitpunkt beispielsweise nicht möglich gewesen, die Kits abzuwählen. Da haben wir sie zum allerersten Mal nehmen müssen und dann nur noch ergänzt, was uns im Angebot noch fehlte. Camping-Toaster, Gasgrill und so was.
Was die langen Fahrtage angeht, sehen wir es genauso. Wir haben auch schon bei unserer Ersttätertour keine Probleme damit gehabt, was lange Fahrstrecken insbesondere beim Einbinden des Yellowstone in eine solche Womo-Reise betrifft. Und unsere Tagesetappen waren teilweise noch länger gewesen als eure, insbesondere die vom Bryce Canyon hoch in Richtung Grand Teton/Yellowstone, da kamen über 600 Meilen zusammen. Lieber nutzen wir unsere Reisezeit dann im Ziel-Nationalpark als auf irgendeinem noch so schönen Campground für eine eigentlich vermeidbare Zwischenübernachtung (oder gleich zwei Zwischenübernachtungen in Folge, wenn man die Distanz gleich in drei Etappen unterteilt, um die einzelnen Tagesetappen ja nicht zu lang werden zu lassen). Jedenfalls solange die Zwischenübernachtung von der Fahrtroute her vermeidbar ist, vermeiden wir sie. Bei unserer Kanada-Reise letzten Sommer haben wir auch mal die Variante sehr kurzer Etappen ausprobiert, würden es aber bei unserer nächsten Reise wieder wie bei unseren vorherigen Reisen machen wollen, und zwar zugunsten von mehr Doppelübernachtungen und auch von mehr Dreifach- oder Vierfachübernachtungen. Der 'Heimkehr'-Effekt nach einem Tagesausflug, egal ob mit dem Wohnmobil, dem Shuttle-Bus, dem Mietwagen, dem öffentlichen Nahverkehr oder zu Fuß, hat einen erheblichen Teil des Erholungswertes unserer bisherigen Mehrfachübernachtungen ausgemacht.
Interessant finde ich nach wie vor, dass auch ihr eure Routen mit TomTom geplant habt und dann auch mit einem klassischen TomTom-Navi navigiert habt. Das hattest du ja hier schon erzählt gehabt. Machen ja nicht mehr viele so. Die meisten navigieren inzwischen mit Google Maps, egal wie winzig klein das Smartphone-Display ist.
Wegen des von dir vermuteten Bugs bei Zwischenzielen entlang der Route: Da haben wir es bei der Zusammenstellung der möglichen Zwischenziele am heimischen PC bis auf ganz wenige Ausnahmen so gehandhabt, dass wir das Zwischenziel nicht direkt auf dem Highway liegen hatten, weil man dann während der Fahrt wirklich immer aufpassen muss, wie weit man aktuell noch von diesem Zwischenziel entfernt ist. Sobald man drübergerollt ist, gilt es als abgehakt. Wenn du das vermeiden willst, setzt du den Marker deines Zwischenziels einfach auf den entsprechenden Trailhead-Parkplatz oder an eine ähnlich geeignete Stelle. Wir haben nur selten die bereits bei TomTom vorhandenen Marker anderer Leute genutzt, meistens haben wir unsere eigenen Marker erstellt. Oder, falls dir das zu aufwendig ist, verfolgst du es immer auf dem Screen des TomTom-Navis, während der Fahrt. Das ging bei uns eigentlich immer, auch bei den direkt auf dem Highway liegenden Markern.
Die Stadterkundung am Ende der Reise machen auch wir immer von einem nahegelegenen Campground aus, schon seit unserer allerersten Womo-Reise. Nur lassen wir dabei grundsätzlich unser Womo auf der Campsite stehen. Seit unserer zweiten Reise holen wir uns dann immer am Tag der Anreise zu diesem Campground einen vorher von zu Hause aus reservierten Mietwagen am jeweiligen Flughafen dieser Stadt, wo wir ihn dann nach der Womo-Rückgabe kurz vor dem Heimflug auch wieder zurückgeben. In besonders beliebten Städten wie beispielsweise San Francisco buchen wir unsere Parkplätze für den Mietwagen dann ebenfalls schon von zu Hause aus, für normale Pkw ist dies ja auch gar kein Problem. Vielleicht wäre das auch was für euch für eure nächste Reise?
Viele Grüße
Alex
I love not man the less, but nature more
Reisebericht "The Big Circle" (LAX-LAX)
Lieber Alex,
ganz lieben Dank für deine ausführliche Rückmeldung.
ElMonte vs. Roadbear
Was die Camperbuchung angeht, vergleichen wir die Angebote. Wie beschrieben, ist das einzige Kriterium, dass das garantierte Fahrzeugalter nicht zu alt sein darf. Ich will gar nicht wissen, wie abgerockt die Kisten nach zwei Saisons sind. El Monte hat das Pricing umgestellt und verlangt mittlerweile eine Zusatzgebühr für Markise, Extrafahrer und auch für die Einwegmiete. Am Ende war Roadbear deutlich günstiger, weshalb wir uns für dieses Unternehmen entschieden haben. Die gleiche Erfahrung habe ich bei der Buchung für Oktober 2026 in L. A. gemacht. Ich bin gespannt, ob THS Roadbear weiterhin eigenständig betrieben wird oder in das Preismodell von El Monte eingegliedert wird.
Küchenkit
Zum Glück konnte ich das Kitchenkit abwählen. Es sollte 150 USD kosten, aber für das Geld bekomme ich alles, was ich brauche. Von den Personalkits nehmen wir nur welche für zwei Personen, da uns die Anzahl an Kissen, Decken und Handtüchern reicht.
TomTom Navi
Danke für den Tipp mit den Markern beim TomTom-Navi. Die habe ich noch nie benutzt und werde sie gleich für die nächste Tour ausprobieren. Ich finde es sehr bequem, in Ruhe am PC die Route zu planen und dabei die genaue Meilenanzahl zu ermitteln. Das große Display finde ich immer wieder angenehm, und das Smartphone kann man parallel noch nutzen. Wir konnten dann ganz gezielt noch 300 Meilen dazukaufen. Am Ende hatten wir 20 Meilen mehr als geplant.
Stadtbesichtigung mit Camper
Mit dem Mietwagen die Städte zu erkunden, ist viel angenehmer. Auf unserer nächsten Tour besichtigen wir L. A., bevor wir den Camper übernehmen. In San Diego wollen wir uns Fahrräder mieten. Tatsächlich war unsere Erkenntnis, dass man die Parksituation (sofern man sich nicht für die Mietwagenoption entscheidet) genau planen muss.
Liebe Grüße
Donata
Hallo Donata,
Da hätten natürlich auch wir Road Bear gewählt, wenn Road Bear denn tatsächlich das günstigere Angebot gewesen wäre. Wenn ich allerdings aktuell mal so schaue, ist für die für uns in Frage kommende Reisezeit (bayerische Schulferien, 29 Miettage wie immer) Road Bear ungefähr 1.000 Euro teurer als El Monte, und zwar bereits inklusive der Markisennutzung bei El Monte, inklusive aller Zusatzfahrer bei El Monte und natürlich auch inklusive der Gebühr für die Einwegmiete bei El Monte (LAS-SFO). Und wie gesagt, beim tatsächlichen Fahrzeugalter und auch beim Meilenstand kann es dir mittlerweile mal so, mal so gehen. Die maximalen zwei Jahre bekommst du für beide Anbieter genannt.
Das große Display im Vergleich zum Smartphone/iPhone ist auch bei uns einer der Hauptgründe, warum wir lieber mit unserem TomTom-Navi navigieren. Lediglich falls im Fahrzeug bereits ein noch größeres Display mit Android Auto verbaut sein sollte, nehmen wir natürlich dieses. Die Tagesetappen haben wir deshalb immer auch als Google-Maps-Variante dabei, für alle Fälle.
Die Stadterkundung per Mietwagen (und zwar immer von einem nahegelegenen Campground aus) ist bei uns übrigens fast immer mit Tageskarten für den jeweiligen öffentlichen Nahverkehr kombiniert. Ist für uns einfach stressfreier so. Nur eine Stadterkundung am Anfang der Reise würden wir nach Möglichkeit vermeiden wollen, um gleich in die Natur durchstarten zu können, solange die Kinder keine Sonderwünsche für eine bestimmte Stadt am Anfang der Reise anmelden.
Viele Grüße
Alex
I love not man the less, but nature more
Reisebericht "The Big Circle" (LAX-LAX)