Heute geht es wieder zeitig los.
Wir fahren vom Saddle Mountain CG direkt zum Startpunkt des 17-Mile Drive, einer Art Panoramastraße entlang an 21 sehenswerten Punkten. Am Beginn des 17-Mile Drive zahlt man knappe 10 Dollar Maut und erhält ein kleines Faltblatt in dem die 21 Stops knapp beschrieben werden.
Leider war es ziemlich bewölkt und windig, was unseren Drang nach einer kleinen Wanderung entlang des Drive merklich trübte. So fuhren wir drauflos und sofort an den ersten zwei 'Haltepunkten' vorbei. Nicht absichtlich, wir haben sie trotz Beschilderung einfach übersehen. Man cruist so vor sich hin, steigt an den meisten Stops aus und sieht sich um. Der Wind peitscht den Pazifik auf, es ist trotz Sonnenstrahlen die immer mal wieder durch die Wolken drängen sehr ungemütlich.
Wir fahren durch das Gelände eines Golfplatzes und nehmen uns am Bird Rock eine kleine Auszeit um die Vögel auf dem Felsen und die Golfer die mit ihren Caddys durch den Sand pflügen gleichermaßen zu beobachten.

Bei der Weiterfahrt stellen wir fest, dass die 'Seal Rock Picnic Area' leider geschlossen ist. Zu dieser Jahrezeit (Mai/Juni) bekommen die Seehunde ihren Nachwuchs. Damit diese ihre Ruhe haben ist das Gelände großräumig mit schwarzen Bauzäunen umstellt, das Anhalten ist streng verboten.
Deshalb geht es sehr zügig weiter Richtung Lone Pine und The Ghost Tree. Es findet gerade ein Wettbewerb statt - überall an der Küste stehen Männer und Frauen mit Staffeleien und malen eifrig. Auf Nachfrage wird uns erklärt, das es sich um eine in der Künstlerszene beliebte Veranstaltung handelt zu der Maler aus der ganzen Welt anreisen.


Da wir noch ein gutes Stück Fahrt (auf einem von Baustellen gespickten Highway) vor uns haben halten wir uns hier nicht mehr sehr lange auf. Wir fahren an einigen gut gesicherten Villen an der wunderschönen Küste vorbei und direkt weiter Richtung Süden auf den Hwy-1.
Der Wind frischt nochmals auf und sie wird ein rechtes Geschaukel - unsere Fahrt entlang der rauhen Küste Kaliforniens.
Ich genieße den Ausblick auf den Pazifik während mein Mann versucht die fiesen Seitenwinde zu bezwingen die uns oft ziemlich arg schütteln. Nach ca. 1 1/2 Stunden Fahrt kommen wir an der Bixby Bridge an. Normalerweise hatten wir für diese Strecke 45 Minuten eingeplant. Da die Straße allerdings auch sehr zu wünschen übrig lässt zieht sich diese Fahrt wie Kaugummi.
An der Brücke kommt zum Wind noch fieser Sprühregen. Wir steigen aus - hoffen das uns nichts davonfliegt - knipsen einige Bilder und fahren unverzüglich weiter.

Für den Trail zum McWay Waterfall in Big Sur haben wir nun leider weder Lust noch Zeit und so fahren wir direkt weiter Richtung Kirk Creek CG. Dies ist einer der wenigen Campgrounds die ich vorab reserviert hatte. Hier gibt es kaum andere Möglichkeiten, deshalb wollte ich auf Nummer sicher gehen...und das war absolut richtig!
Jede weitere Kurve gab den Blick auf einige Meilen der Küste frei, doch weit und breit kein Campground in Sicht. Auf dieser schlechten Straße und bei dem bescheidenen Wetter wollten wir jetzt einfach nur noch ankommen.
Zwei Stunden nach unserem Stop an der Bixby Bridge lag er dann in der angehenden Dämmerung endlich vor uns. Der letzte Platz gehörte uns - Campground full!

Schnell eingeparkt und das Womo ausgerichtet genossen wir (leider innen) unser Abendessen mit Blick auf den Pazifik. Der Wind lies nun auch nach und wir konnten (in unsere Fleecjacken eingekuschelt) einen kleinen Spaziergang über den Campground machen. Wir entdeckten einen kleinen Trail hinab zur Küste den wir am nächsten Tag vor der Weiterfahrt noch gehen wollten.

Müde von der doch recht langen Fahrerei ging es für uns schnell ins Bett.
Hallo Andrea,
schade, dass das Wetter nicht so ganz mitspielte, aber der Reiz des Hwy 1 ist eben ein ganz besonderer
Hoffentlich lesen viele andere deinen Bericht und lernen daraus , denn besonders schnell kommt man auf dieser Strecke eben nicht voran.
btw. der Stellplatz hat doch eine super Aussicht......
Wir freuen uns schon darauf, wie´s weitergeht
Il mondo è un libro. Chi non viaggia ne legge una pagina soltanto( St. Agostino)
Viele Grüße
Christian
Scout Womo-Abenteuer.de
Hallo Andrea,
deine tollen Bilder steigern unsere Vorfreude.
Übernehmen am Montag in 2 Wochen das Womo in Hayward, haben am 2. Tag eine Whale-Watching-Tour in Monterey auf dem Programm (leider ist die Zeit zu knapp, auch das Aquarium zu besuchen) und haben danach auch die Fahrt bis zum Kirk Creek (Site 13) vor uns.
So können wir von dir abgucken, wenn wir auch gerne besseres Wetter hätten...
Weiter so,
Liebe Grüße, Tanni
Hallo Andrea
Wie man an Deinem Beispiel sieht, kommt man nicht sehr schnell vorärts wenn man sich auf ein Highlight nur etwas einlassen will.
Deine Bilder sind vom 17-Mile-Drive und nicht vom Point Lobos State Reserve (dort wart Ihr wohl nicht?) welcher eigentlich noch viel schöner als der 17-Mile Drive ist. Da das Wetter doch etwas bescheiden und die Zeit knapp, spielt das nicht so eine grosse Rolle.
Herzliche Grüsse,
Fredy
Hallo Christian,
Hallo Tanni,
schön das Euch die Bilder gefallen. Ich wollte diesen Abschnitt ja unbedingt Fahren obwohl wir andererseits auf Nationalparks wie den Yellowstone nicht verzichten wollten. Deshalb hatten wir an der Küste relativ wenig Zeit. Das Whale Watching war z. B. so eine Sache. Ich hatte Bedenken wegen des Seeganges. Und das war gar nicht so unberechtigt. Den als wir in Monterey waren wehte eine steife Brise. Auch wenn die Schiffe der größeren Anbieter keine Nussschalen sind, ich wollte das Risiko nicht eingehen das wir - und vor allem Lars mit seinen 5 Jahren - unter Umständen einige Stunden mit Übelkeit kämpfen hätte müssen. Evtl. sieht man dann auch nicht unbedingt Wale, das ist ja auch ein bisschen Glückssache. Deshalb hab ich dieses Highlight von unserem Plan gestrichen und für 'irgendwann später nochmal' vorgemerkt.
Die Fahrt zum Kirk Creek CG hatte ich mir weitaus romantischer vorgestellt. Es war mit der langen trostlosen Strecke in Nevada die mit Abstand anstrengenste Strecke dieser Reise. Das lag wohl zum Einen am Wetter und zum Anderen an dem zu dieser Zeit wirklich schlechten Straßenzustand. Da der Highway sehr schmal ist wurde der Verkehr an jeder Baustelle einseitig angehalten und nur alle 15 Minuten durchgelassen - im Schneckentempo natürlich. Auch fahrtechnisch war die Strecke daher recht ansrpruchsvoll.
Hallo Fredy,
da mir unter Highlights der 17-Mile Drive, die Bixby Bridge und Big Sur nicht angenommen wurden (er hat jedesmal gemeckert, diese Orte wären in keinem Beitrag vorhanden) habe ich gemogelt und das nahestliegende eingegeben. Gerne kann ich das ändern. Dann steht allerdings kein Highlight in diesem Bericht.
Point Lobos fiel dem Wetter zum Opfer. Ich hatte mir ja vor der Reise die Bilder von dort angesehen - Traumhaft. Genau wie der McWay Waterfall werden das wohl Ziele einer späteren Reise...irgendwann...bestimmt!
Hallo Andrea
Ein Highlight muss in der Map eingetragen sein, damit man es im Reisebericht oben eingeben kann. Für jedes Highlight einen extra Eintrag zu machen ist jedoch unmöglich. Der 17-Mile Drive ist im Highlight-Stern "Monterey" untergebracht.
Ich habe meine Bemerkung auch nur gemacht, weil Reiseberichte manchmal zur Planung verwendet werden und dann ein falscher Eindruck entsteht. Ich besuche selbst viele Highlights die nicht in unserer Map eingetragen sind und dann setze ich oben einfach keinen Highlight-Eintrag - ich beschreibe es ja im Bericht.
Herzliche Grüsse,
Fredy
Alles klar, danke für die Aufklärung!
Ich nehme den Point Lobos wieder raus, wir waren ja nicht dort.
Hi Andrea!
Bei uns war das Wetter im Juni 2010 entlang der Route No1 ähnlich (schlecht). Es wechselte ständig zwischen Sonnenschein und dicken Wolken (automatisch kühl und windig), zwischendurch regnete es auch noch ...
Bei den "Highlight" hatten wir aber oft Glück und erwischten ein Wolkenloch - aber eben nicht immer....
In L.A. war es durchweg schlecht! Zumindest an der Küste
Erst schlechtes Wetter (und mords Seegang)...
Beim 17 Miles Drive dann wieder besser:
Wenige Meilen später wieder schlecht....
Und dann wieder besser...
Wir hatten 2010 auch schon einige Baustellen, wodurch wir langsam voran kamen...
Ich werde wohl auch irgendwann noch mal L.A. bei schönem Wetter sehen wollen
Man muss ja immer einen Grund haben, sich etwas noch mal anzuschauen
Lg Chrissy
Hallo Chrissy,
awww...der McWay Waterfall! Wie schön!
Dort wollten wir ja auch Anhalten und den Trail zur Küste laufen. Leider war das echt nicht mehr drin. Vom Wetter her dürften wir uns nicht viel genommen haben, auch wir hatten hier und da ein Wolkenloch. Ich war letztendlich aber schon froh, nicht die ganze Fahrt im Küstennebel verbracht zu haben. Das gibt es ja auch.
Hi Andrea!
Ja, so ist das mit dem Wetter! Immerhin ein paar Wolkenlöcher - das war schon schön!
Aber in LA hatten wir tatsächlich die letzten 3 Tage durchweg schlechtes Wetter
Und das im Sommer.... grumml.
Allerdings wars nicht so schlimm wie in SF - da kamen wir von 35 Grad aus dem Yosemite und hatten dann in SF nur noch lauschige 13 Grad und Regen (mussten uns erst mal Winterjacken kaufen....)
Sollte eben nicht sein! Und das im Juni!!!
(Toppte nur noch der Schneesturm am Grand Canyon
)
Viele Grüße,
Chrissy
Die Fotos von der lonely cypress haben wir eins zu eins genauso
Schade, dass das Wetter nicht ganz mitgespielt hat!
Immerhin hattet ihr Glück, dass der HWY 1 wieder offen ist. Bei uns war der wegen Straßenwegspülung gesperrt, dooferweise an 2 Stellen. Sodass wir kilometerweit durch Militärgebiet im Hinterland gefahren sind, um anschließend die gleiche Strecke wieder zurückzufahren.....
LG
Kathi