Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

4-Fazit

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Sandra P
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Beigetreten: 25.06.2018 - 18:21
Beiträge: 32
4-Fazit
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Gefahrene Meilen: 
0 Meilen

Vorbuchung Unterkünfte + CGs
Wir haben alle Unterkünfte und Campgrounds vorgebucht, kann ich in der Hauptsaison und als Neuling nur empfehlen, ist viel entspannter. Am Doheny State Beach und am Silver Strand in San Diego war es ein „Buchungskrimi“, die Sites waren innerhalb von Minuten nach Öffnung des Buchungsfensters weg. Wir konnten am Silver Strand nur eine Nacht in zweiter Reihe ergattern, was sich im Nachhinein aber als gut herausgestellt hat, da uns der San Diego Metro KOA mit dem Pool und der relaxten Atmosphäre viel besser gefallen hat als der dicht an dicht vollgestellte Parkplatz am Silver Strand. Die CGs habe ich in der Map bewertet. Im Joshua Tree bekamen wir problemlos am Spätnachmittag noch einen Platz auf dem herrlichen Jumbo Rocks CG. Am Bryce Canyon wären wir gerne auf einen staatlichen Platz, die dortige fcfs-Regelung aufgrund Bauarbeiten war uns aber zu unsicher, deshalb wurde es der Ruby’s Inn.

Wechsel Mietwagen auf Wohnmobil
Durch eine bei El Monte vorgegebene Mindestmietdauer im Sommer von 14 Tagen ergab sich der Wechsel von Mietwagen auf Womo in Los Angeles. Dieser Tag war zwar etwas anstrengend, da wir angespannt waren ob alles klappt. Um 13 Uhr waren wir bei El Monte, vom Hof kamen wir um 16 Uhr, dann fuhren wir hintereinander weiter. Die Abgabe des Mietwagen in der Tiefgarage des John Wayne Flughafens war aber innerhalb von 10 Minuten erledigt und mein Mann und Sohn konnten im Womo oben am Flughafen kurz auf uns warten. Wir fuhren dann nur noch ein kurzes Stück weiter bis zum Doheny State Beach. Am Anfang hatten wir bereits eine Mini-Kühlbox gekauft und ein paar Lebensmittel dabei. Ersteinkauf am nächsten Tag in Oceanside. Bis auf den üblichen Stau in L.A. hat es wie am Schnürchen funktioniert.

Fazit Mietwagen/Motel
Der Minivan war geräumig, viel Platz für das Gepäck. Die Motels haben wir so ausgewählt, dass wir meistens ein Queensize und zwei Einzelbetten hatten und wenn möglich einen kleinen Pool.
Vorteile: Diese sind sind vor allem in den Städten zu sehen, da ist man einfach flexibler. Zum Beispiel endete unsere Radtour zur Golden Gate leider im typischen August-Nebel, man konnte so gut wie nichts sehen. Am letzten Tag haben wir den Mietwagen morgens abgeholt und das Wetter sah vielversprechender aus. Wir hatten großen Spaß zuerst die Lombard Street runter zu fahren und dann noch über die Golden Gate, da war die Brücke wenigstens halb zu sehen. Ich denke mit einem Wohmobil wären wir nicht noch einmal in die Stadt gefahren.
Nachteile: Auf die Dauer nervig ist das ständige Ein- und Ausladen der Koffer, vor allem wenn man nur eine Nacht bleibt. Essen gehen als Familie ist auf Dauer teuer und vom Fast Food hat man irgendwann auch genug. Empfehlen kann ich die Kette „Panera Bread“, eine gute Bäckerei, man kann dort auch Sandwiches/Toasts/Suppen essen. Wir hatten uns eine Mini-Kühlbox bei Target gekauft.

Fazit Wohnmobil
Das Reisen mit dem Womo war super. Wir waren mit El Monte zufrieden, Einweisung und Rückgabe liefen problemlos.  Die gebuchte Camping Ausstattung mit Geschirr, Decken, Handtüchern etc. war vollkommen ausreichend,inkludiert war 1 Tisch + 2 Campingstühle und vor Ort bekamen wir noch gratis zwei Stühle dazu. In Kingman hatten wir einen Schaden am Abwassertank, wahrscheinlich sind wir irgendwo leicht aufgesessen ohne es zu merken oder eines der vielen Schlaglöcher auf den Straßen war schuld. Die Vollkasko hat uns den Betrag nach der Rückkehr voll erstattet.
Vorteile: Keine Koffer schleppen, Kühlschrank dabei, alles griffbereit. Die Kinder fanden es auf der Fahrt sogar bequemer, da sie vom Sofa zum Sitzplatz am Tisch auch mal wechseln konnten oder auch mal vorne auf den Beifahrersitz. Unsere Sorge wegen der Enge des Wohmobils war eher unbegründet, wir haben uns alle darin wohlgefühlt und man ist im Sommer sowieso hauptsächlich draußen. Das Camperfeeling ist auch einfach etwas Besonderes, gemütlich draußen sitzen und Lagerfeuer machen. Ganz klar ist das selbst Versorgen im Womo oder draußen Grillen auch ein großer Pluspunkt. Außerdem kamen wir auf den Campingplätzen immer wieder ins Gespräch mit anderen Urlaubern, zwei deutsche Familien haben wir dann mehrmals mehr oder weniger zufällig wieder getroffen, das war richtig schön und hat den Urlaub auch nochmal bereichert. In unserer Zeit mit dem Mietwagen/Motels ist uns das nicht passiert, das war anonymer.
Nachteile: Uns hat uns hat die Hitze am Ende der Reise nachts zu schaffen gemacht, die Klimaanlage ist laut und kühlt hauptsächlich den hinteren Teil mit dem großen Bett. Vor allem im Alkoven über der Fahrerkabine war es stickig. Die umgebaute Dinette war für unsere Tochter (1,70m) und auch für uns Erwachsene zu kurz. Auf das umgeklappte Sofa passte unser Sohn (1,50m) gerade gut drauf. So war ein Bettentausch schwierig.

Wir waren in der Hochsaison im August unterwegs, da ist einfach alles leider sehr teuer. Ich würde sagen, dass es in der Hauptsaison auf unserer Route preislich fast auf das gleiche herauskommt, ob Minivan+Mittelklasse-Motels mit Pool oder Wohnmobilmiete+Stellplatzgebühren. Man kann es hin und her rechnen, der Spritverbrauch macht das Womo wieder teurer, dafür ist die Selbstversorgung im Womo günstiger. Aber das muss jeder selbst für sich ausrechnen, es spielen da viele Faktoren mit.