Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

3 Wochen im Juli 2017 Calgary -Vancouver - Vancouver Island *Fazit*

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Sarah586
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3 Wochen im Juli 2017 Calgary -Vancouver - Vancouver Island *Fazit*
Eckdaten zum Reisebericht
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Hallo liebe Foris,

da wir in den letzten Monaten bei unserer Routenplanung sehr von diesem Forum profitiert haben, möchten wir uns nun mit einem kompakten Reisebericht bedanken, der hoffentlich in Zukunft auch dem ein oder anderen (Neuling) weiterhelfen wird...

Unsere Reiseroute:

1 Ü Calgary Hotel Travelodge Airport

1 Ü Two Jack Lake

2 Ü Lake Louise trailer

2 Ü Whistler (Jasper)

1 Ü CG an der Mt Robson Lodge

1 Ü Clearwater KOA (ursprünglich Helmcken Falls Lodge, aufgrund von Waldbränden gesperrt)

1Ü Surrey Hazelmere RV (ursprünglich Green lake emerald bay)

2 Ü Whistler riverside rv

2 Ü Victoria Fort victoria RV

2 Ü Pacific rim Green Point

1 Ü Englishman river falls cg

1 Ü Porteau Cove

1 Ü Burnaby Cariboo

2 Ü Hotel Century plaza

Freitag, den 07.07.2017

Anreise und Übernachtung im Hotel

Samstag, den 08.07.2017

Heute war ein großer Tag, denn heute sollten wir für Mission Canada 2017 unser eigenes C19 von fraserway bekommen. Die Übergabe und Einweisung verliefen reibungslos. Anschließend folgte der Großeinkauf im Walmart. Das Beste war die Kassiererin. „German?“ war die erste Frage, als wir mit ca 213 Artikeln ihre Expresskasse stürmten. Sie hatte uns zugewunken.pech. kurz danach im liquor stop. Noch kurz canadian besorgt.

Dann gings auf den highway nach Banff. Das war atemberaubend. Die Rockies in voller Pracht bei 30 Grad. Brandgefahr auf „Extreme“.

Sarah kennt die Route fast so gut wie ich den Weg zur Arbeit. Alles klappt, Fahrzeug und Lenker bilden schnell eine Einheit. Einen kleinen Wildwechsel gab es auch zu bestaunen.

Bei unserer Ankunft am frühen Nachmittag entschließen wir uns zunächst zu einem kleinen Stadtbummel durch Banff. Dieser Ort war an einem Samstag völlig touristenüberlaufen, so dass wir uns relativ schnell auf den Weg zur Gondel machen. Ebenfalls sehr voll, jedoch hat sich der Ausflug bei klarem Himmel und Sonnenschein durchaus gelohnt. Nur das Preis,- Leistungsverhältnis passt aus unserer Sicht nicht mehr so ganz. Schlussendlich geht es zu unserem ersten CG, dem Two jack lake, wo wir gegen halb 7 ankommen. Nach einem feudalen Grillabend Mal und einer bienenfleißigen Sarah fallen wir nach einem Sunset -Spaziergang am See barmherzig ins Bett.

Sonntag, den 09.07.2017

Die erste Nacht im Womo war super entspannt und wir haben richtig gut ausgeschlafen. Früh sind wir dann nach unserem frühstück zum Johnston Canyon, wo wir zu den lower und upper falls wandern.

Danach führte uns unser Weg weiter zum lake louise, wo eine sensationelle Aussicht auf uns wartete. An einem Sonntag mit 32 grad war hier aber der Weg mit einem shuttle vom Lake Louise ski resort Parkplatz die einzige Wahl, da der Hauptparkplatz bereits zur Mittagszeit aufgrund von Überfüllung nicht mehr zugänglich war. Wir denken kurz über den lake agnes trail nach, haben bei der Hitze und nach der Johnston Canyon Wandererung von heute Morgen jedoch nicht mehr richtig Biss. Außerdem ist bei diesem Menschenandrang wohl ohnehin nicht an einen Platz am Tea House zu denken. Nach ca. 1,5 Stunden Aufenthalt incl. einem kurzen wlan austausch mit zuhause - Eltern sind angefixt – machten wir uns auf zum campground. Ebenfalls ausgebucht, da wir jedoch alle CG vorreserviert haben, soll uns dies egal sein.

Hier findet sich eine dumpstation, die wir testweise einmal nutzten. Funktionierte alles soweit. Einzig das Frischwasser war erst beim zweiten Wasserhahn im Tank. Dank Stromanschluss mit 30 ampere stand Komfort wie Klimaanlage etc. nichts mehr im Wege. Nach einer Dusche machten wir uns ans Essen und gingen dann schnell ins Bett, denn morgen heißt es früh auf zum Moraine lake!

Montag, den 10.07.2017

Heute war ein großer Tag mit vollem Programm.

Der Wecker ist auf 6 uhr gestellt und wir starten anschließend zum moraine lake, der sehr begehrt ist und dessen überschaubarer Parkplatz bereits vormittags aufgrund von Überfüllung gesperrt wird. Heute Morgen fährt Sarah erstmalig das Wohnmobil. Sehr gut und es macht ihr sogar noch Spass dabei.

Um kurz vor 7 erreichen wir den 20 Dollar view. Schnell Fotos bei Sonnenaufgang und den Anblick vom rockpile aus genießen. Sowas sieht man wirklich nicht alle Tage. Danach wandern wir noch ein kleines Stückchen den Weg entlang und frühstücken auf dem Parkplatz, nachdem der Andrang immer größer wurde. Bei unserer Abfahrt gegen halb 9 standen schon die ersten Wohnmobile auf den eigentlich nur für pkw`s zugelassenen Plätzen.

Weiter geht es zum emerald lake im Yoho NP, wo wir mit einem kanu den See erkunden. Ebenfalls einfach sensationell und einmaig. Von uns „Geheimtipp für 60 CAN die Stunde“.

Mir persönlich gefällt der emerald lake besser als der lake louise- irgendwie persönlicher, an den moraine lake kommt er aber nicht ganz heran.

Danach sind wir direkt weiter zu den takkakaw falls, einem riesigen Wasserfall. Ganz vorne wurden wir sogar etwas nass smiley Direkt im Anschluss machten wir uns auf den 8km langen Wanderweg (return) durch den „Märchenwald“, bis wir schließlich an den laughing fals ein picknic einlegen. Auf dem Rückweg gab es für uns den ersten kanadischen Regenschauer. Die twin falls sind aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr drin, aber wir haben an diesem Tag auch wirklich genug Eindrücke mitgenommen.

Am frühen Abend erreichen wir wieder unseren campground, den wir für 2 Nächte gebucht hatten. Nach Dusche und Abendessen wird ausgeruht. Morgen kommt die wohl schönste Straße Kanadas mit dem icefields parkway bis Jasper…

Dienstag, den 11.07.2017

Und los geht es… Hier heißt es: Der Weg ist das Ziel. Der IP veläuft über insgesamt 233 km von Lake Louise bis nach Jasper. Leider beginnt der Tag im Regen, so wie er gestern aufgehört hat. Aber das kann uns nicht entmutigen. Wie schon gestern, fährt Sarah den ersten Abschnitt zum peyto lake. Dieser liegt leider komplett im Nebel und man kann wirklich rein gar nichts erkennen. Schade! Es geht direkt weiter zur nächsten station, dem mistaya canyon.

Der Regen hat inzwischen aufgehört und die Sonne zeigt sich hier und da. Am parkers rigde trail besteigen wir den Pfad bis zum Gipfel, wo ich Bekanntschaft mit einem streifenhörchnen mache. Ein Foto als Beweis. Der Aufstieg ist sehr steil aber es lohnt sich. ca. 2 Stunden sollte man für diesen Ausflug einplanen, da man oben gut und gerne schon mal eine halbe Stunde verweilen kann. Nach dem Abstieg geht’s weiter zum icefield center. Der ganze highway 93 north ist ein Naturschauspiel, den man einfach erlebt haben muss.

Nach einer Mittagspause wandern wir zum Gletscher, wo Tafeln mit Jahreszahlen den Rückgang des Gletschers markieren. Ein beklemmendes Gefühl inmitten einer Ansammlung von mehreren Bergen um die ca. 3.500m. Die Bustouren zum Gletscher sind nicht unser Ding, also geht es weiter Richtung Jasper...

Am Nachmittag erreichen wir unsere letzte Tagesetappe, die attabasca falls. Gehört für uns auch zu den absoluten must sees auf dem IP. Die Sonne steht am Himmel und wir fahren zum campground vor jasper „whistlers“, wo wir unseren Stellplatz mit einer Horde Wapitis teilen.

Mittwoch, den 12.07.2017

Nach dem ereignisreichen und anstrengenden Tag gestern lassen wir es heute Morgen etwas ruhiger angehen. Gegen 10:15 erreichen wir in Jasper den Maligne Canyon. Ein bergiger Wanderweg mit tiefen Schluchten, Wasserfällen und Brücken. Wir nehmen die Wanderung bis zur 5th bridge und zurück. Eine nette Sehenswürdigkeit, wir empfanden im direkten Vergleich den Johnston Canyon jedoch imposanter. Vielleicht sind wir einfach schon zu sehr verwöhnt…
Anschließend erreichen wir kurz nach Mittag den Maligne Lake, die Hauptattraktion in Jasper. Wir mieten uns ein Kanu und genießen die den See umschließende Bergkette. Nach einem kurzen Boxenstopp in Jasper City führt es uns schlussendlich mit der Gondel den Whistlers Mountain hinauf. An die Gondelfahrt schließt sich ein steiler Fußweg an. Belohnt werden wir mit einer einzigartigen Aussicht. Unbedingt genug Zeit hierfür einplanen. Unserer Meinung nach beeindruckender als der Sulphur Mountain in Banff. Zudem ist das Ticket hier auch noch etwas preiswerter. Für uns der klare Sieger. Am Campground angekommen halten wir zunächst nach dem Eingang bei den Duschhäusern an, da diese aufgrund der großen Ausmaße des CG nur mit dem Wohnmobil zu erreichen sind. Parkplätze vor den Duschhäuschen waren jedoch ausreichend vorhanden. Wir freuen uns schon sehr auf den Mount Robson morgen, den wir heute Nachmittag schon aus der Ferne gesehen haben.

Donnerstag, den 13.07.2017

Heute fahren wir zum höchsten Berg der Rockies, dem mount robson mit knapp 4000m Höhe. Dafür velassen wir den Staat Alberta und sind nun in beautiful British Columbia. Zum Einstieg in den Tag machen wir eine zweistündige Wanderung zum kinney lake mit direktem Blick auf den mt robson. Ein Panorama wie gemalt und wir sind ziemlich allein in der schönen Natur. Für uns der absolute Geheimtipp. Zum ersten Mal ein Ausflug ohne von asiatischen Reisegruppen umgeben zu sein. Gerne hätten wir den berg lake auch noch gesehen...

Anschließend schauen wir an der Touristeninformation mit wlan vorbei. Eine sehr gute Idee, denn hier erfahren wir, dass aufrund von Waldbränden in der letzten Woche der wells grey Park sowie die gesamte Strecke über 100 mile house und cache creek gesperrt ist und wir uns nun eine alternative Route nach whistler überlegen müssen.

Wir werden die südliche route nehmen und über clearwater, surrey und vancouver nach whistler fahren. Nach der ersten Enttäuschung darüber, dass uns der WG Park nun verwehrt bleibt, sind wir froh, dass wir nicht selbst ein paar Tage zuvor in einen der Brände geraten sind.

Die für morgen gebuchte whitewater rafting tour können wir heute just in time dank Terry noch mitnehmen. Bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen. Unser Stellplatz an der mt robson lodge liegt direkt am fraser river mit Blick auf den mt robson im Hintergrund. Besser geht’s nicht.

Morgen fahren wir die improvisierte route Richtung cleawater weiter.

Freitag, den 14.07.2017

Schweren Herzens müssen wir uns heute vom mt robson und den Rockies verabschieden. Aufgrund der Waldbrände fahren wir direkt ca. 2,5h Stunden nach clearwater. Die Luft hier ist ziemlich schlecht. Der Brandgeruch ist allgegenwärtig. Nach kurzem boxenstopp bei tim hortons und shell geht’s zur touristeninfo. Hier schlagen viele touristen und camper auf, die Enttäuschung über den gesperrten Wells Gray ist ihnen ins Gesicht geschrieben. Der zentrale campground KOA hat full hook up und sogar wlan und ist super sauber. Landschaftliche Idylle darf man hier jedoch nicht erwarten. Kleine whatsapp videotelefonie mit olli und meik. Danach dumpen und etwas chillen. Am Abend geht’s zum fussläufig erreichbaren hog n hop, wo wir den Tag mit burgern und bierchen in der Gluthitze entspannt ausklingen lassen. Sehr lecker! Morgen wird leider ein kompletter Fahrtag wg des Umweges über kamloops, hope bis zur morgigen endstation surrey.

Samstag, den 15.07.2017

Heute sind wir viel gefahren. Ca 450 km und 5h reine Fahrzeit von cleawater durch das Okanagan valley über kamloops, hope bis surrey und damit fast in die USA. Sarah und ich haben uns beim fahren abgewechselt. Man hat das Gefühl durch verschiedene Länder zu fahren, clearwater/Kamloops ziemlich kahl und karg und Surrey mit vielen blueberryplantagen, wo man sich an Frankreich oder die Moselgegend erinnert fühlt. Am campground Hazelmere angekommen haben wir unsere Wäsche gewaschen und nach dem Essen ausgeruht. So eine Etappe schlaucht. Das Wohnmobil schnurrt wie ein Kätzchen. Ölstand ist noch optimal. Morgen fahren wir weiter nach Whistler. Dann gibt’s auch wieder etwas mehr zu sehen.

Sonntag,den 16.07.2017

Wie üblich verlassen wir gegen 9 Uhr den Campground. Unser Tagesziel heißt Whistler (170 km). Nach einem kurzen Zwischenstopp im Walmart und an den shannon falls erreichen wir den riverside cg heute schon zur Mittagszeit. Wir flanieren durch den autofreien Ortskern und genießen das treibende Leben. Whistler ist ein reiner Ski- und Ferienort, der als Austragungsort der Winterolympiade 2010 bekannt wurde. Wir leihen uns für 24 Stunden Fahrräder aus, mit denen wir morgen das Whistler Valley mit den umliegenden Seen zu erkunden beabsichtigen.

Montag, den 17.07.2017

Heute haben wir ausgeschlafen und der Tag beginnt mit Sonnenschein und über 20 Grad. Wir frühstücken ausgiebig und schwingen uns auf unsere Drahtesel, um die Gegend zu erkunden. Als erstes fahren wir um den lost lake und legen einen kurzen Zwischenstopp ein. Danach geht’s zum Altalake, an dem wir uns sonnen und baden. Das Wetter und die Atmosphäre sind herrlich. Wir genießen den autofreien Tag ohne Stress. Am Nachmittag geben wir unsere Fahrräder im Ortszentrum wieder ab. Wir schlendern anschließend noch gemütlich durch Whistler, essen Eis und trinken ein Abschiedsbier. Auch wenn die Meinungen zu diesem Ort bei einigen auseinandergehen: Uns hat es hier gut gefallen! Der autofreie Ortskern hat uns ein wenig an die kleinen Nordseeinseln erinnert. Wir freuen uns schon auf Vancouver island…

Dienstag, den 18.07.2017

Heute nehmen wir die 12 Uhr Fähre ab Tsawwassen bis nach Swartz Bay auf Vancouer Island. Die Fährüberfahrt dauert 1,5 Stunden und liefert uns schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns während unseres Aufenthaltes auf dieser Insel noch erwarten wird. Bevor wir unseren Campingplatz ansteuern, legen wir einen Zwischenstopp bei den Butchart Gardens ein, von denen wir uns viel erhofft haben. Die Gartenanlage war auch wunderschön, nur leider so sehr von asiatischen Reisegruppen überflutet, dass es kaum möglich war an einer Stelle länger stehen zu bleiben, um die Gärten auf sich wirken zu lassen und schöne Fotos zu schießen. Ich möchte nicht wissen, wie es hier am Wochenende zugeht. Nach knapp 1,5 Stunden waren wir eigentlich viel zu früh aus diesem anstrengenden Touristengewusel wieder zurück und fahren zu unserem Campingplatz, dem Fort Victoria RV. Morgen möchten wir mit dem Bus in die „britische“ Hauptstadt Vancouver Islands, nach Victoria fahren.


Mittwoch, den 19.07.2017

Erstmal ausschlafen und frühstücken. Danach geht’s mit dem Bus nach Victoria. Eine Tageskarte kostet 5 dollar und die Bushaltestelle ist weniger als 10min Fußweg entfernt. Nach etwas sightseeing bei Sonnenschein buchen wir eine whalewatchingtour. Nach einem leckeren Mittagessen im fishhook schlendern wir noch etwas entlang der Waterfront und sitzen bei kühlen Getränken in der Sonne. Dann geht’s zum „walegucken“. Am Anfang sehen wir zwar nur Seelöwen aber mit anhaltander Dauer kreuzen wir Walrouten. Es kommt ein bisschen Kapitän ahab stimmung auf wink. Zum Ende der tour können wir noch einige Wale direkt vor und neben uns bestaunen. Was für Kolosse der Meere. Insgesamt hatten wir uns von der whalewatchingtour jedoch etwas mehr erhofft als nur mal kurz den Rücken und eine Flosse zu sehen, aber das ist ja immer Glücksache. Orkas werden hier mittlerweile nur noch alle 2-3 Wochen gesichtet. Auch Victoria an sich hat uns nicht so sehr vom Hocker gehauen. Eine nette Hafenstadt, nicht mehr und nicht weniger. Nach einem kleinen Imbiss kehren wir abends zum campingplatz zurück. Morgen ist wieder ein anstrengender Fahrtag.

Donnerstag, den 20.07.2017

Heute geht’s zum pacific rim Nationalpark an der pazifikküste vancouver islands. Eine sehr kurvenreiche Strecke. Das Wetter ist wieder einmal mit uns. Wir halten am Mcmillen provincial park, wo wir eine kleine Wanderung zum big tree machen. Was für riesige Bäume, mehrere hundert Jahre alt. Am frühen Nachmittag kommen wir am wohl bisher schönsten campground, dem greenpoint an. Dieser bietet einen Ausblick auf den Pazifk sowie einen eigenen Strandzugang zum long beach. Die Washrooms sind frisch renoviert, die Stellplätze aber fast alle sehr dunkel (wir hatten site 93). Dieser Campingplatz lebt von seiner Lage. Voller Faszination halten wir uns knapp 3 Stunden am Wasser bei einem Strandspaziergang auf und schauen den surfern beim Wellenreiten zu. Den Abend lassen wir am Lagerfeuer mit ein paar Bierchen ausklingen. Immer mit dem Meeresrauschen im Hintergund… morgen sind wir in Ucluelet, was sicherer Hafen bedeutet. Wenn das mal kein gutes Omen ist wink

Freitag. den 21.07.2017

Heute werden wir durch ein seltsames Geräusch geweckt. „Regentropfen“. Nach dem Frühstück machen wir uns gg. halb 10 Uhr auf den Weg nach Ucluelet. Hier wandern wir den „lighthouse loop“ des wild pacific rim trails. Der Regen hört passend auf. Wenn Engel reisen… Anschließend wandern wir noch einen weiteren Abschnitt des wild pacific rim trails. Eine wunderschöne Landschaft. Nach einem Mittagessen mit Muscheln im Ort ruhen wir uns im Wohnmobil etwas aus. Um 16 Uhr geht’s per zodiac (eine Art Schlauchbot) zur bearwatching tour. Allein die Fahrt mit dem Boot in die einsamsten Winkel der zerklüfteten Küste mit ihren vielen bewaldeten Inseln ist atemberaubend. Einen Schwarzbären sehen wir auch noch. Wir haben das Glück ihn für ca. 20 min aus nächster Nähe bei der Futtersuche beobachten zu dürfen. Eine tolle Erfahrung. Finden wir besser als das whalewatching. Spät fahren wir zurück zum campground, wo es wieder zu regnen beginnt. Der Wettergott ist einfach auf unserer Seite. Erschöpft fallen wir ins Bett und träumen von dem Bären…

Samstag, den 22.07.2017

Der neue Tag beginnt wie der letzte endete, mit Regen. Wir verlassen den Green Point CG nach dem dumpen auf den letzten Drücker um halb 11, da aus dem ursprünglich angedachten „Strandnachmittag“ bei Parksville ohnehin nichts wird. Nach einer Mittagspause bei Tim Hortons und einem letzten Besuch im liquor store erreichen wir am frühen Nachmittag den Englishman River Falls CG. Leider ist es uns nicht gelungen den Rathrevor beach zu reservieren, da uns zum Reservierungsstart Ende März nicht bekannt war, dass die Amerikaner 2 Wochen vor uns Deutschen auf Sommerzeit umstellen. So waren wir mit der Reservierung eine Stunde im Verzug und es war bereits alles ausgebucht. Ein Samstag halt. Inzwischen hat der Regen aufgehört, es ist aber nach wie vor sehr bewölkt. Direkt neben unserem CG befindet sich ein Rundwanderweg zu den Englishman Falls. Ganz nett aber nicht weiter spektakulär. Wir räumen das Wohnmobil auf und putzen durch. Der Cg ist sehr naturnah, für uns jedoch nicht sooo der hit. Lieber hätten wir bei Parksville übernachtet. Den Rest des Tages chillen wir auf dem Campigplatz und sind etwas traurig, dass wir morgen die Insel schon wieder verlassen müssen.

Sonntag, den 23.07.2017

Die Nacht war irgendwie sehr unruhig und wieder leichter Regen am Morgen. Wir beschließen den cg früh zu verlassen und der Sonne entgegen zu fahren. Schon um 9 Uhr erreichen wir die Fähre in Namaimo und sind dank Reservierung die Ersten in der Spur. Gg Mittag sind wir wieder auf dem Festland und fahren direkt zum traumhaften cg porteau cove mit atemberaubender Kulisse und Ausblick. Dieser wurde uns zuvor in Internetforen und von einem Bekannten als einer der schönsten Campgrounds Westkanadas empfohlen. Dieser Ausblick vereint alle schönen Dinge von Kanada. Sonne, Wasser, Berge und sogar einen Kiesstrand, der sich zum Baden jedoch nur bedingt eignet. Diese Eindrücke machen den gestrigen Tag vergessen und sind ein herrliches Finale, was wir in vollen Zügen genießen, bevor wir morgen den Abschluss in Vancouver in Angriff nehmen. Damit wir nicht zu viel Zeit verlieren, putzen wir schon einmal alles Notwendige und packen unsere Koffer. Die Wetteraussichten sind großartig für Vancouver. Wir freuen uns sehr und sind sehr glücklich, obwohl der Urlaub leider langsam seinem Ende entgegengeht.

Montag, den 24.07.2017

Die letzte Etappe mit dem Wohnmobil steht heute an. Wir fahren zum letzten cg cariboo in burnaby, einem Vorort von Vancouver. Auf dem Weg nehmen wir eine kleine Wanderung durch den lynn park incl. der lynn suspension bridge noch mit. Auf dem cg machen wir das wohnmobil frisch und wischen nochmal gründlich durch. Dann geht’s am frühen nachmitag mit dem expo skytrain direkt zur watefront nach vancouver. Wir erkunden die robson street und den canada place. Hier legt gerade ein walt disney kreuzfahrtschiff ab und die kanadier machen einen großen gemeinsamen zumba J. Tolle Stadt, die wir in den kommenden 2 Tagen näher erkunden werden. Morgen früh geben wir unser wohnmobil ab und schlafen die letzten zwei Nächte im Hotel.

Dienstag, den 25.07.2017

Heute erreichen wir fraserway gegen 10 Uhr. Alles läuft blitzschnell und unkompliziert. Eine Stunde später sitzen wir schon im shuttle zum hotel. Unser hotel, century plaza, liegt im Zentrum von vancouver und gefällt uns sehr gut. Die gute Organisation bei fraserway möchten wir hierbei ausdrücklich loben! Auch unsere Womo - Ausstattung lies keine Wünsche offen. Das C19 Modell empfanden wir für 2 Personen als ausreichend, vorausgesetzt man hat keine Probleme damit im Alkoven zu schlafen. Nachdem wir die Zimmer bezogen haben laufen wir nach granville island. Dies ist ein riesiger Markt mit allem drum und dran. Sehr touristisch aber uns gefällt er gut. Bei einem Mittagessen am Wasser lassen wir das Treiben auf uns wirken. Mit dem Wassertaxi kehren wir zum Stadtzentrum zurück. Wir besorgen uns Tageskarten für den lookout. Bei diesem hat man einen wunderschönen Blick auf vancouver und Umgebung. Da das ticket für den ganzen Tag gültig ist, werden wir am späten Abend noch einmal hierher kommen. Nun laufen wir noch nach gastown und chinatown. Ziemlich stark fallen uns die sozialen Unterschiede zwischen Tourismus und weniger frequentierten Orten auf. Auch das Preisniveau ist enorm. Uns fällt auf, dass einige Gäste in den Restaurants aufgrund der hohen Preise keine Getränke zum Essen bestellen. Ihnen reicht das kostenlos zur Verfügung gestellte Leitungswasser. Nachdem wir uns auf dem Hotelzimmer frischgemacht haben, essen wir bei einem leckeren Italiener zu Abend. Zum Abschluss des ereignisreichen Tages genießen wir den Sonnenuntergang auf dem lookout und bewundern Vancouver bei Nacht. Morgen werden wir uns Fahrräder mieten, um den Stanley park zu erkunden, der um ca. 10% größer ist, als der central park in New York.

Mittwoch, den 26.07.2017

Unser letzter Tag in Vancouver und Kanada. Ein bisschen traurig sind wir schon aber wir freuen uns auf Zuhause, obwohl es in Deutschland ziemlich regnerisch sein soll derzeit. Direkt nach dem Frühstück gehen wir zum zentralen Fahrradverleih, wo wir 2 Fahrräder für 5 h für ca. 50 Dollar leihen. Deutlich preiswerter als in Whistler. Vancouver hat einen schönen Fahrradweg zum Stanley Park und drumherum. Wir besuchen die Totems, den Beaver Lake und anschließend sonnen wir uns am English-Bay noch eine Weile. Nachdem wir die Fahrräder abgegeben haben, ruhen wir uns noch etwas im Zimmer aus. Checken schon mal online ein und recherchieren die Route mit der Bahn zum Flughafen. Bei einem leckeren Abendessen lassen wir den letzten Tag in Kanada ausklingen.

Schlusswort:

Unser Fazit fällt durchweg positiv aus. Alles hat wunderbar geklappt und das Wetter war fast immer auf unserer Seite. Einzig das miese Hotel in Calgary kann als negativ angeführt werden. Grundsätzlich hätte ein Tag mehr in den Rockies gut getan (z.B. für einen Tagesausflug zum lake O`Hara oder mehr Zeit am lake louise) und leider konnten wir den Wells Gray und Green Lake wg der Waldbrände nicht besuchen. Die 5 Übernachtungen auf VI empfanden wir als angemessen. Für einen kürzeren Aufenthalt hätte sich die Fährüberfahrt aus unserer Sicht nicht gelohnt. Schade war auch, dass das Wetter am Icefields Parkway etwas geschwächelt hat. Ansonsten war dieser Trip ein Erlebnis mit vielen atemberaubenden Eindrücken, die sicherlich noch lange nachwirken und in Erinnerung bleiben. Vor allem die Rockies mit dem Moraine Lake und Emerald lake. Nicht zu vergessen Long Beach und der Pacific Rim Trail und Vancouver zum Abschluss. Auch die Reise mit dem Wohnmobil war eine ganz tolle Erfahrung, die wir, wenn es zum Reiseziel passt, wieder ins Auge fassen werden. Für diesen Trip war es zumindest genau das Richtige.

Wir sitzen nun am Flughafen und warten auf den Flieger. Um 14:05 Uhr geht es zurück nach Deutschland, wo wir am 28.07.2017 um 9.20 Uhr wieder in Frankfurt landen.

Der beste Campingplatz : porteau cove

Sarahs Geheimtipp: Berg Lake trail zum kinney lake.

Gefahrene km:2.571

robbelli
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RE: 3 Wochen im Juli 2017 Calgary -Vancouver - Vancouver Island

Hallo Sarah,

vielen Dank für deinen Kurzbericht. Damit er für andere wirklich hilfreich ist, erkläre ich kurz, was du anders machen kannst, wenn du möchtest.

Wenn du die einzelnen Reisetage alle als neuen Reiseabschnitt einstellst (einfach kopieren), hast du die Möglichkeit, in der Maske deinen besuchten Campground und die besuchten Highlights einzutragen. Oben in der Karte erscheint dann deine Route. Außerdem besteht dann eine Verlinkung zu deinem Reisebericht, sodass er angezeigt werden kann, wenn andere einen von dir besuchten Campground oder ein Highlight anklicken.

Kein Muss, aber ein deutlicher Zugewinnsmiley, da du dir schon die Mühe gemacht hast.

Liebe Grüße

Elli
Scout Womo-Abenteuer.de

Mobbel
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RE: 3 Wochen im Juli 2017 Calgary -Vancouver - Vancouver Island

Hallo Sarah,

ich habe Deinen Bericht gerne gelesen, danke!

Lg Mobbel

CanDu
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RE: 3 Wochen im Juli 2017 Calgary -Vancouver - Vancouver Island

Hallo,

dem positiven Fazit entsprechend habt ihr euch dem Anschein nach den Kanada-Virus eingefangen. Kann nur mit weiteren Touren therapiert werden. wink  Viele eurer Eindrücke waren bei uns genau andersrum; ist aber auch gut so, dass jeder anders empfindet.

Kommen noch Bilder?

 

Liebe Grüße

Olaf

Sarah586
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RE: 3 Wochen im Juli 2017 Calgary -Vancouver - Vancouver Island

Hallo Olaf,

so, nun haben wir unsere Bildersammlung sortiert und zu den einzelnen Reiseabschnitten ein paar Fotos angehängt. Die persönlichen Eindrücke sind ja immer auch sehr wetter- und situationsabhängig. Den Emerald lake hatten wir z.B. bei bestem Wetter morgens fast für uns alleine, während der Lake Louise und die Butchart Gardens völlig überlaufen waren...

Wir fanden diese Reise wunderschön, gehören aber im Allgemeinen nicht zu den klassischen "Wiederholungstätern" bei Reisen außerhalb Europas. Liegt zum einen daran, dass uns andere Reiseziele auch sehr interessieren und solche (kostspieligen) Rundreisen wie diese auch immer in die jeweilige Lebensplanung passen müssen. Für nächstes Jahr Herbst ist eine Südafrika Rundreise geplant und danach werden wir uns wohl erst einmal wieder auf Europa beschränken. In jedem Fall möchte ich aber irgendwann nochmal in Kanadas Osten und auch dem Yellowstone einen Besuch abstatten, der bei meiner ersten USA-Westen Reise außen vor geblieben ist.

Lieben Gruß

Sarah

Fischi
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RE: 3 Wochen im Juli 2017 Calgary -Vancouver - Vancouver Island

Hallo Sarah,

ich bin neu hier im Forum und habe schon eine Weile mitgelesen.

Wir planen im Juli 2018 eine ähnliche Tour wie ihr. Habt ihr alle Campgrounds eurer Tour vorgebucht?

Wie ist der Andrang zu dieser Zeit?

Viele Grüße Kerstin

Werner Krüsmann
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RE: 3 Wochen im Juli 2017 Calgary -Vancouver - Vancouver Island

Hallo Sarah

Ich habe deinen Bericht gelesen. Vielen Dank dafür! Obwohl ich die Strecke sehr gut kenne, gab es auch für mich viel Neues!

Liebe Grüße

Werner

Eine Reise gleicht einem Spiel. Es ist immer etwas Gewinn und Verlust dabei - meist von der unerwarteten Seite.“ (Goethe)

Sarah586
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RE: 3 Wochen im Juli 2017 Calgary -Vancouver - Vancouver Island

Hallo Kerstin,

wir haben die staatlichen CG über die Internetseiten von Alberta und British Columbia  gebucht. Dort werden auf einem Internetportal die Reservierungen für alle staatlichen CG für dieses "Bundesland" abgewickelt. Wir haben im Juli die Erfahrung gemacht, dass die begehrten CG sehr schnell voll waren. Der porteau cove z.B. innerhalb von wenigen Minuten oder auch der Two jack lake. Das Buchungsfenster macht ca. 4 Monate vor dem Anreisedatum auf. 

Die anderen privaten Stellplätze  habe ich  direkt über die Internetseiten gebucht . Hier waren 2 umfangreiche Reiseführer  mit Campgroundempfehlumgen sehr hilfreich.

LG

Sarah