Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Osten USA, New York, Washington, Lake Erie, Niagarafälle, Boston, Cape Cod

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Uli08
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Osten USA, New York, Washington, Lake Erie, Niagarafälle, Boston, Cape Cod
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Hallo zusammen,

unsere Tour mit unseren beiden Töchtern, 15 und 18 Jahre alt, ist schon eine Weile her, hier nun mein Fazit. Ich habe auch mal die Kosten überschlagen und bin auf rund 12.000 Euro gekommen.

Wir haben die Tour bis auf wenige Ausnahmen so gemacht wie geplant, siehe unter Reiseplanung. Wir sind am 9. August in Frankfurt gestartet und am selben Tag in New York angekommen. Unser Hotel The New Yorker lag sehr verkehrsgünstig gleich neben der Penn Station. Kann ich sehr empfehlen, weil von dort der Zug nach South Amboy zur Abholstation von Road bear und Britz abfährt. Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde und wir wurden am Bahnhof abgeholt. Das Zugticket hat nichts mit der Metro zu tun, man bekommt es direkt an der Station am Schalter. Es war sehr heiß und schwül Anfang August und man ist natürlich ziemlich müde nach der langen Reise. Wir haben uns nach einer kurzen Pause aber gleich auf den Weg Richtung The Edge gemacht. Zurück über die High Line, noch was essen und gegen 22 Uhr ins Bett. Am nächsten Morgen ist man dann ja früh wach, also noch etwas herumschlendern und zum Frühstück ein Bagel aus einem der vielen Bagelläden, echt ein Erlebnis.

Die Übergabe des Womo lief problemlos. Die Chefin der Station ist Schweizerin, wir hatten einen englischsprechenden Mann bei der Übergabe. In 5 Minuten Entfernung gibt es einen Aldi und einen Walmart. Wir haben uns bei Aldi mit Lebensmitteln für die ersten Tage eingedeckt, z. B. Kaffee (german coffee). Das Sortiment war aber ansonsten sehr amerikanisch geprägt, es gab einiges nicht, was ich geplant hatte. Beim Einkaufen musste ich immer mal wieder improvisieren, weil es manche Sachen einfach nicht gibt.

Die einzelnen Stationen möchte ich nicht im Detail beschreiben, das wäre zu lang. Ich kann alle Campingplätze empfehlen. Eine Reservierung wäre außer in Washington und Scusset beach nicht notwendig gewesen. Fast überall waren noch sehr viele Plätze frei, teilweise war schon Nachsaison, vor allem in den ländlichen Gebieten. Wir waren mehrmals auf Campgrounds an einem See, konnten aber kaum baden, weil das Wetter nicht entsprechend war. Wir hatten immer mal wieder einige Regentage, dazwischen aber auch sehr schönes Wetter, aber nicht mehr so heiß wie in New York zu Beginn, sondern angenehme Temperaturen.

Einige Tipps, die vielleicht hilfreich sind:

-Amish wollen nicht fotografiert werden

-auf Goatisland Niagarafälle gibt es ganz unten einen Womoparkplatz, der am Wochenende nichts kostet, man darf aber nicht übernachten

-übernachten auf Walmartparkplätzen kann man mal machen, ist aber eher laut, man muss vorher rausfinden wo man darf

- ein gutes Küchenmesser, Knoblauchpresse, Sparschäler und große Plastikbecher selber mitbringen

-Wasser aus dem Hahn ist nur teilweise trinkbar, anfangs ein paar 5 Liter Kanister kaufen und bei Gelegenheit am Hahn nachfüllen

Die letzte Nacht vor der Rückgabe des Womo waren wir auf einem Walmartparkplatz, weil es in der Nähe keinen Campingplatz gibt, wo man mit dem Womo problemlos hinkommt. Die Rückgabe war unkompliziert, wahrscheinlich weil wir Vollkasko ohne Selbstbeteiligung hatten. Wir hatten keinen Schaden und auch sonst war das Womo in Ordnung. Es war die 1. Saison unterwegs und von Road bear, obwohl wir das günstigere von Britz gemietet hatten. Das war vor 3 Jahren an der Westküste auch schon so. Ich glaube die Stationen haben gar keine von Britz, ich habe jedenfalls keine gesehen. Wir hatten massig Platz mit 2 slideouts hinten beim Doppelbett und bei der Essecke. Sogar ein Flatscreen und eine Mikrowelle war dieses mal dabei. Dafür wiegt das Teil auch 6,5 t und schluckt ca. 30 Liter aauf 100 km.

Am Schluss warwn wir noch 4 Tage in New York in einem airbnb in Washington hights. Die Temperaturen waren jetzt Anfang September sehr angenehm und es war  nicht voll, wir mussten kaum mal irgendwo anstehen. Wir haben abend dann immer gekocht, essen gehen ist sehr teuer, nicht nur in New York. Tagsüber und zum Frühstück hatten wir oft Bagels, die machen satt und schmecken auch noch ganz ok. Davon hatten wir immer einen Vorrat im Tiefkühler.

Falls ihr eine ähnliche Reise plant, gerne bei mir nachfragen.

 

DieTravemünder
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Beigetreten: 21.06.2013 - 07:53
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RE: Osten USA, New York, Washinbton, Lake Erie, Niagarafälle, Bo

Moin Uli,

vielen Dank für dein Fazit, auch wenn ich natürlich gerne noch mehr Details lesen würde cheeky. Klingt auf jeden Fall, als ob ihr einen tollen Urlaub hattet. Habt ihr alle Campingplätze angefahren, die du in deiner Routenplanung angegeben hattest?

Deine Kostenaufstellung ist schon eine Hausnummer... 3 Wochen in den Sommerferien mit 2 Kindern schlagen echt ins Budget...

Liebe Grüße von der Ostsee

Stephie

 

Uli08
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Beigetreten: 10.02.2020 - 17:05
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RE: Osten USA, New York, Washinbton, Lake Erie, Niagarafälle, Bo

Hallo Stephi,

wenn du Genaueres wissen möchtest kannst du gern nachfragen. Die Campingplätze haben wir alle angefahren, die Tour wie geplant gemacht mit wenigen Ausnahmen.

Der Urlaub war natürlich nicht billig, obwohl wir nie essen oder auch nur mal was trinken waren, weil Restaurants sehr teuer sind. Auch im Supermarkt zahlt man merklich mehr als bei uns. Dazu kam noch der ungünstige Wechselkurs. Aber alles in allem waren es ja 4 Wochen und die letzten Tage New York schlagen sehr zu Buche. Hier lohnt sich ein sightseeingpass. Aber das wäre ein anderes Kapitel.

Hier nun ein kleiner Überblick:

Millbridge village bei Lancaster: schöner Platz mit Pool, ruhig neben einer Amishfarm gelegen, man sieht an der Straße alle paar Minuten einen buggy vorbeifahren, Achtung keine Fotos erwünscht

Cherry hill park: 1 Stunde mit Bus und Metro außerhalb von Washington, der Bus fährt direkt ab dem Eingang vom Camping, schöner Platz mit Pool, sollte man reservieren, war recht voll, 1 Tag Washington reicht für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Black Moshannon state park campground: sehr schön gelegen am See, sehr viel Wald mit ausreichend Platz zu den Nachbarn, war sehr leer, leider regnerisches Wetter gehabt, konnten nicht baden

Lake Erie state park campground: sehr weitläufiges Gelände mit Wiese und großen Bäumen direkt am See, war auch wenig besucht, baden ist möglich, allerdings nur kleiner Kiesstrand

An den Niagarafällen haben wir statt die 3. Nacht auf dem exorbitant teuren KOA (ca.120 $ die Nacht) eine Nacht auf einem Walmartparkplatz übernachtet. Wir haben dort sogar das Geld zurückbekommen, Platz war höchstens halb voll, mit Pool und Waschmaschinen. Wir waren am 1. Tag auf der amerikanischen Seite, am 2. Tag auf der kanadischen und haben uns dann abends noch die Beleuchtung und das Feuerwerk angesehen. Um Mitternacht muss man den State Park verlassen, kann dort nicht übernachten.

Caroga lake state park campground: war am Wochenende gut besucht, aber nicht voll, sehr kleine bewachte Badestelle, Wetter war aber eher wechselhaft

Vom NorthSouth Lake sind wir einen Tag früher los, weil es am nächsten Tag total schlechtes Wetter angesagt wurde. Den Tag haben wir dann für die Fahrt nach Boston genutzt und  dorf auf einem Walmartparkplatz übernachtet, nachdem wir im Waschsalon Wäsche gewaschen hatten. Die Campingplätze hatten außer an den Niagarafällen leider keine Waschmaschinen. Wir sind dann morgens gleich an den Fährterminal in Hingham gefahren und von dort mit der Fähre nach Boston. Der Parkplatz ist nicht teuer und die Fahrt sehr schön.

Wompatuk state park campground: sehr schön, günstig gelegen, ca. 20 Minuten zur Fähre nach Hingham, von dort nach Boston

Auf dem Weg zum nächsten Camping bei Sandwich Cape cod waren wir im Museum Plimoth plantation und auf der Mayflower, schönes Museum

Scusset beach state park campground: leichter Parkplatzcharakter mit wenig Schatten, einige Minuten Fußweg zum Strand, war aber Ende August zu kalt zum Baden, sehr windig, am 2. Tag haben wir uns Fahrräder gemietet und sind auf Cape cod einen schönen Radweg auf einer ehemaligen Bahnlinie gefahren. Leider kein Weg am Meer entlang, aber Badegelegenheit an einem See.

Hammonasset beach park campground: auf halbem Weg nach South Amboy, schöner Platz am Strand, hier war das Wasser etwas wärmer zum Baden, aber sehr windig, wir sind am 2. Tag am späten Nachmittag losgefahren und waren die letzte Nacht im Womo mal wieder auf einem Walmartparkplatz, weil es in der Nähe der Roadbear Station keinen geeigneten Campingplatz gibt

Abgabe Womo am 1.9., war problemlos und wir wurden wieder zum Bahnhof gefahren, von wo wir zurück nach New York sind. Dort hatten wir noch 4 Nächte ein airbnb.

DieTravemünder
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Beigetreten: 21.06.2013 - 07:53
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RE: Osten USA, New York, Washington, Lake Erie, Niagarafälle, Bo

Hallo Uli,

das ist ja klasse, dass Du die CG noch näher beschrieben hast und noch weitere Details zu eurer Reise zusammengefasst hast. Vielen Dank dafür!

NY ist auch nach mehreren Reisen immer noch unsere Lieblingsstadt, bislang waren wir aber immer im Hotel und noch nicht im AirBNB, ich habe dabei immer Sorge, dass die Unterkunft kurzfristig storniert wird und man auf die Schnelle nichts Neues und Vergleichbares findet. So eine ähnliche Ostküstentour, wie ihr sie gemacht habt, könnte uns auch gut gefallen. Der von euch besuchte Cherry Hill Park war 2016 auch einer unserer CG auf unserer Ostküstentour von NY nach orlando. Uns hätte wie euch auch ein Tag Washington eigentlich gereicht. Sollten sich zu der in unserer im Kopf schwirrenden Ostküstentour Fragen ergeben, nehme ich Dein Angebot gerne an und kontaktiere Dich hierzu beizeiten.

Liebe Grüße von der Ostsee

Stephie

 

Uli08
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Beigetreten: 10.02.2020 - 17:05
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RE: Osten USA, New York, Washington, Lake Erie, Niagarafälle, Bo

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