Hallo zusammen,
ein halbes Jahr sind wir nun in den USA und können sagen: es hat sich für uns alles so gut entwickelt, wie wir es uns gewünscht hatten.
Highlights waren natürlich die Ausflüge in unserem Fifth Wheel mit der Familie, vor allem mit unseren grandkids.
Nachdem Mitte Juni das Wetter entsprechend gut wurde, hielt uns nichts mehr zurück, auf Tour zugehen. Zuerst starteten wir für ein paar Tage mit den Enkelkindern (2 und 5 Jahre) um die Ecke herum in Billings, falls sie doch Heimweh bekommen sollten
. Aber nein: die zwei waren happy, mittags schon total ausgepowert und wollen seitdem immer mit "Oma Opa Haus" campen gehen... die zwei werden also richtige Campingfans.


Vom 10.07. - 14.07.25 waren Harry und ich allein unterwegs zum Mountain View Resort and RV Park. Einfach ein paar Tage ausspannen, ohne Anhang. Wir besuchten in Cody den Beck Lake, machten einen wunderschönen Spaziergang am Shoshone River, den Buffalo Bill Dam haben wir uns angesehen, fuhren in die andere Richtung durch den Shoshone National Forest zum Osteingang zum Yellowstone NP. Hier haben wir für Harry dann den Senior Pass für America the Beauty auf Lebenszeit erhalten. Sehr schön, nun kann er für 3 weitere erwachsene Personen im selben Fahrzeug umsonst jeden NP der USA kostenfrei besuchen.




Vom 23.07.- 29.07.25 haben wir noch einmal diesen Campground für eine Auszeit genutzt. Dieses mal mit unserem Hundekind Minnie.


Wir unternahmen ein paar Fahrradtouren, machten Picknick am Shoshone River und ließen es uns einfach mit Backgammon, leckerem Gegrillten und Wein abends richtig gut gehen.



Vom 11.08. - 15.08.25 waren wir mit den Kids und Minnie unterwegs auf dem North Fork CG. Eine herrliche Zeit haben wir miteinander verbracht. Die Kinder waren begeistert vom Camping, so mit Marshmellows backen, nach Herzenslust toben, die Wassersprenger für die Rasenflächen ersetzten wunderbar einen Wasserpark, der Spielplatz war jeden Tag Pflicht, mit Minnie zum Fluß Gassi gehen, der Strandausflug am Buffalo Bill Dam... er ließ Leanna staunen:" Oma, Opa - this is the ocean! I never see the ocean...it is so hugh!" Somit haben wir beschlossen: Leanna muss einen richtigen Ozean sehen...Wenn alles klappt, werden wir also in der nächsten Reisesaison nach Washington State zum Nordpazifik fahren, damit das Kind endlich erfährt, was hugh ist ![]()
Wir hatten viel Spaß:





Vom 19.08. bis zum 03.09.25 hatten wir Besuch aus Germany. Harry's Tochter Jenny aus erster Ehe kam mit ihrer Familie zu uns nach Columbus. Leider war ihr Flug verspätet, sie landeten erst einen Tag später in Billings, ein laaaanger Turn für die Kinder Karlotta (10 J) und Alfred (6 J), aber die ersten Tage verbrachten sie auf unserer Ranch in Columbus. Hier bestaunten sie die Landschaft im Yellowstone County und vor allem all unsere Tiere, die mit uns leben. Das sind die 2 Pferde, 2 Esel, 4 Hunde, 1 Katze und 15 Hühner. Schnell erholten sie sich von den Strapazen und fühlten sich pudelwohl.
Wir hatten im Vorfeld Anfang des Jahres auf einer privaten Wohnmobilplattform ein Wohnmobil reserviert, allerdings war dieses nur ein paar Tage vor der Anreise defekt. "Outdoorsy", so der Name der Womoplattform, hätte für Ersatz gesorgt, aber die Familie entschied sich letztendlich für die Anmietung eines Hotels in Cody...denn dahin wollten wir anreisen und von dort aus den YNP erkunden. Harry und ich fuhren also mit unserem Fiver nach Cody, Jenny und family mieteten sich einen Leihwagen, reisten damit nach Cody und buchten für die 5 Tage in Cody direkt gegenüber unseres CG "Ponderosa" im "Super 8" ein großes Zimmer. Ja, es war nur über die Straße entfernt - jedoch war das eigentlich geplante Feeling: 'Abenteuer mit dem Womo und unserem Fifth Wheel' doch etwas untergegangen. Was soll's...es war trotzdem schön. Am 25.08.25 ging es also in Richtung Cody und dem YNP. Wir streiften durch Cody, haben 2 ganze Tage im YNP verbracht, mit seinen für uns alle so unglaublich wundervollen Eindrücken. Hier ist so viel berichtet über den YPN, dass ich nicht Weiteres dazu beisteuern kann. Außer: wir hatten eine unvergesslich schöne Zeit:

Ein Besuch beim Rodeo (allerdings ohne mich, weil ich bei Henrik Babysitting übernahm) und Rafting (ohne Harry und mich, weil wir Babysitting übernahmen
), rundete das erste USA Abenteuer für die Lieben aus Deutschland ab.
Vom 11.09. - 15.09. sind Harry und ich noch einmal zum "Ponderosa CG" in Cody gefahren, aber auch nur dorthin, weil wir im Buffalo Bill State Park keine Reservierungen auf den dortigen CGs vornehmen konnten. Nur Minnie hat uns begleitet...
Nun, nach all dem Trubel, den der Familienbesuch mit sich gebracht hatte, wollten wir noch einmal Cody und Umgebung allein erkunden. Besonders das Buffalo Bill Center from the West stand auf der Tagesordnung - und ein wenig shoppen. Die Site 99 auf dem Ponderosa CG war ein recht guter Platz, nachdem es einige Schwierigkeiten bei der Anreise gab. Wir ließen also die Seele baumeln und streiften durch Städtchen und Umgebung.
Nun, zum Saisonende sind wir dann noch einmal mit unserem Fiver zum North Fork CG vom 26.09. - 29.09.25 gefahren. Allein mit uns, wollten Harry und ich noch einmal in den YNP, hier besonders zum Yellowstone Grand Canyon. Den hatten wir bei den letzten Besuchen aus Zeitmangel leider nur streifen können. Ja, unvergesslich, besonders bei einem spätsommerlichen Traumwetter...ich möchte hier nichts weiter einstellen, außer unser "Boah" und "wir kommen sicher wieder"! Diese Tage verflogen dann auch, wie im Flug..., leider!
Nun ist unser Fifth Wheel im Storage eingestellt. In den nächsten Tagen wird das Winterrizing vorgenommen. Die Reisezeit ist hier auf ein paar Monate eingeschränkt, denn Wintereinbrüche erfolgen hier bereits im Oktober. Für diesen Winter wurde von den Einheimischen vorausgesagt, dass er früh, heftig und lang sein soll. Nun gut, wir sind vorbereitet!
Wir haben in den letzten 6 Monaten viel erlebt, es ist kaum zu beschreiben...
Zwischen unseren Turns mit dem "Oma Opa Haus" erforschen wir Montana auch nur mit dem Truck - quasi "um die Ecke" erreichbar, habe ich an einem Samstag im Juni Little Bighorn besucht. Auf der Ranch gibt es auch einiges zu tun: Harry hat den Chicken Coop gebaut, wir haben Hühner aufgezogen...14 Hühner und einen Hahn...Nun haben wir jeden Tag zwischen 9 und 12 Eiern, die Gottseidank von unseren Nachbarn in unserer Devision gerne abgenommen werden. Die Pferde und Esel, die Hunde und nicht zu vergessen: Bingo, unsere Katze, beanspruchen Zeit. Die Garage wird weiter ausgebaut, die Vorplanungen für den Bau des Stalls und der Arena im nächsten Jahr laufen, und und und...es gibt immer zu tun.
Zudem sind wir nun auch in der deutschsprachigen Community hier in Billings "angekommen". Spannende Geschichten hören wir von denen, die schon viele, viele Jahre hier leben und sich freuen, dass die Gemeinschaft durch Harry und mich wieder ein wenig angewachsen ist. Und auch die unmittelbare Nachbarschaft muss und will ebenfalls gepflegt werden.
Am Meisten jedoch werden wir von unseren Enkelkindern "gefordert". Es ist uns eine riesige Freude, sie zu begleiten, zu umsorgen.
Wir grüßen herzlich in diese Runde und stehen gerne zur Seite, wenn es Fragen geben sollte...
Harry und Sabine (es schreibt, wie immer, Sabine)
Liebe Sabine,
Ihr habt alles richtig gemacht!!! Ich wünsche Euch weiter ein schönes Leben und freue mich, immer wieder mal von Euch zu hören bzw. zu lesen.
Alles Gute
Petra
Liebe Sabine,
schön, dass du mal wieder schreibst von eurem beneidenswerten Endlos-Abenteuer -so süß, die Kiddos im Oma und Opa-Haus, man sieht, wie sie das genießen.
Einen kuscheligen Winter (jetzt ja schon den zweiten, wow!) wünsche ich euch, und allen immer genug Platz für Wollsocken in ihren Cowboystiefeln! 🤠
Liebe Grüße ins schöne Montana, Janina.
Hallo Sabine,
ich freue mich mit euch, dass ihr so ein schones gemeinsames neues Home mit eurer Familie gefunden habt und sie alle, besinders aber die Enkel bei ihrem Großwerden begleiten könnt.
Wenn ihr euch dann mal mit den Enkeln auf den Weg zum richtigen Meer aufmacht, dann nehmt auch die Region im zentralen Washington mit, zu der ich gerade wieder mal etwas geschrieben habe: https://www.womo-abenteuer.de/highlights/coulee-corridor-national-scenic... Diese Region war in 2019 für uns unbekannt und deswegen umso überraschender in ihrer Vielfalt und Geschichte.
Herzlichen Gruß
Bernhard
Bernhard
Scout Womo-Abenteuer.de
Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)
@ robinhood, liebe Petra: lieben Dank für Deine guten Wünsche, wir werden weiterhin berichten und senden herzliche Grüße an Dich und Deine Lieben.
@ janina 141: hahaaaa, diiiiiieser Winter war nixxxxx - trotz aller Voraussagen per 100jährigem Kalender, ...jepp, den gibt es auch hier, ...
Es sollte ein früher, sehr kalter und laaaaanger Winter werden. Noooo, das war der vergangene Winter, der war wirklich heftig, so dass wir befürchteten, unsere Pferde und Esel überleben die Nacht nicht bei Minus 37 Grad C.!
Dieses Jahr: wir können nur sagen, daß es mal eiskalte Nächte gab, daß es mal ein paar Schneeflocken gab...
Letztes Wochenende haben unsere Kids mit dem Schlitten gerodelt,....heute - also eine Woche später - , haben wir 25 Grad C.!
Also musste sich diesen Winter niemand um genügend Platz für Socks in seinen Cowboystiefeln Gedanken machen!
Ich habe z.B. meine Stiefel extra dafür eine halbe Nummer größer gekauft -
und Harry und unser Schwiegersohn haben von Santa Claus für die Winterstiefel extra "beheizbare Socken" geschenkt bekommen.
Hmmmmmm, war nun alles nicht nötig...
UND DOCH WÄRE DER WINTER MIT SEINEM SCHNEEFALL DRINGEND NÖTIG GEWESEN:
Wir sind sehr besorgt wegen der kommenden Fire Season!
Und die Erde dreht sich doch - so oder so
@ Bernhard:
oh ja, wir würden so gerne dieses Jahr in Richtung Washington State mit den Kids unternehmen...
Danke, danke, danke für Deinen Hinweis und "Deinen Weg dahin" - wir haben alles in Deiner Dokumentation "inhalliert" und werden sicherlich dort hin reisen!
Dieses Jahr können wir dieses Traumziel leider nicht anpeilen.
Harry hatte Ende Januar einen Unfall: er stürzte aus ca. 9 feet von der Leiter in der Garage, um das letzte Stückchen Dry Wall auszumessen; (die Garage ist für 3 Trucks ausgerichtet und nun wollte Harry bloß das letzte, letzte Stückchen von ca. 60 x 30 cm exakt ausmessen).
Ich hörte den Rums bis in die Küche und fand ihn bewusstlos vor - und dann begann alles in Richtung Notruf 911
Es waren bange Minuten...unsere Nachbarn waren nur kurz nach dem SOS Ruf unserer Tochter auf der Facebook Site zur Stelle, um mich zu unterstützen, denn Daria war in Salt Lake City, John ca. 150 mls entfernt bei der Arbeit und ich (nach einer OP an der Hand) mit unserem Enkelsohn allein auf der Ranch.
Harry atmete, kam langsam zu sich und er stand unter Schock - ich hielt ihn warm, versuchte ihn zu beruhigen, die Nachbarn trafen ein, kümmerten sich um Henrik und die Hunde, beruhigten mich - bis die Ambulance vor Ort war.
Harry wurde dann nach Billings in die Klinik gebracht. Schädelriss und Hirnblutung...Ich kann nicht beschreiben, welche Ängste ich in den nächsten 2 Tagen auf der Intensivstation ausgestanden habe...
Gottseidank ist Harry nun, nach 5 Wochen, wieder wohl auf! Er hat viele Engel an seiner Seite gehabt und wir sind glücklich!
Hört auf die Worte unseres Nachbarn: "Leitern sind nicht unsere Freunde"
Das Gute aus diesem Unfall ist: der SOS Ruf von unserer Tochter in die "Community" auf der Facebook Site war, dass nun die Gemeinschaft enger wurde, wir die Nachbarn kennenlernten und jeder erfahren konnte, wie wichtig das Zusammenstehen ist.
Letztes Wochenende haben wir einen tollen Samstag Abend mit allen verbracht: volle "Hütte" mit Essen aus dem Dutch Oven und allen erdenklichen Leckereinen, Kuchen, Snacks, Bier und Wein - es war eine großartige Feier
Unser Fazit: Feiert das Leben!
Liebe Grüße an alle hier
Harry und Sabine
(es scheibt, wie immer, Sabine)
Und die Erde dreht sich doch - so oder so