Kamera kühl halten. Nicht längere Zeit der direkten Sonneneinstrahlung aussetzen.
Kamera vor finalen Aufnahmen ausschalten. Das kühlt den Sensor ab.
Aufnahmen bei kälteren Temperaturen bzw. Tageszeiten tätigen.
Langzeitaufnahmen des Sternenhimmel gelingen im kalten Winter rauschärmer.
Kamera in den Pausen abschalten. Im Schatten lagern bzw. abdecken.
Vorschau des Live-Views nur wenn nötig einschalten.
Korrekt belichten. Histogramm -> nach rechts belichten.
Fehlerhaftes unterbelichten vermeiden. Dunkle Schattenpartien lassen sich gewöhnlich nur mit sichtbarem Rauschen aufhellen.
Hohe ISO-Stufen vermeiden, weil sonst das Sensorgrundrauschen drastisch verstärkt wird.
und
Warum nicht im JPEG-Format arbeiten. Erfordert deutlich geringere, kürzere Rechnerleistung. 8 Bit vs. 12 -> 14Bit. Der Sensor wir weniger erhitzt.
und
Mit dem vom Hersteller empfohlenen, mitgelieferten RAW-Konverter arbeiten. Die Programme sind am besten auf die RAW-Dateien der Kamera eingestellt. Die jeweils neueste Software installieren.
Sehr gute Zusammenfassung, was der Fotograf in Bedienung und Einstellung richtig machen kann.
Eine Einschränkung: JPG statt RAW muss man kameraspezifisch entscheiden.
Meine Erfahrung (Canon 5D iii und Fuji X-T2/3) ist, dass der Mehrgewinn an Rauscharmut und Bearbeitungsfreiraum bei RAW mehr wiegt als die Temperaturerhöhung.
Bei diesen Kameras werden aus dem Sensor die vollen 12/14 Bit übertragen. Und m.E. ist dann die Prozessorwärmelast der JPG-Engine (die ja bei RAW entfällt) größer als die Wärmelast durch den Transfer auf die Speicherkarte.
Zusätzlich sollte man seine Bildbearbeitung am PC beachten. Hier kann durch Aufhellen, Kontrast/Dynamik-Erhöhung, Schärfen etc. noch beliebig viel zusätziches Rauschen erzeugt werden ... oder eben nicht. Dies gilt vor allem, wenn man auf den JPGs arbeitet.
es ist mir klar, dass JPG aus der RAW-Datei der Kamera entwickelt wird. Die Übertragung / Speicherung der JPG-Datei auf das Speichermedium geht ruckzuck. Bei > 26 MP bis hin zu 60MP dauert es und dauert es. In der Zeit arbeitet die Kamera ordentlich. Und die Leistungsaufnahme aus dem Akku wird in Wärme umgewandelt. Ist aber nur ein Punkt meiner Liste.
Klar JPG hat nur 8 Bit. Ist das bei Nachthimmel- bzw. Langzeitaufnahmen im Endeffekt sichtbar? Zumal am PC und im Druck sowieso nur das JPG-Format Anwendung findet. Ich arbeite mit Silkypix Developer Studio Pro 10 (Lumix Hauskonverter?). Damit bieteten sich auch für JPG in der Bildnachbearbeitung umfangreiche Möglichkeiten. Die Diskussion um JPG vs. RAW ist noch lange am Ende. Schade das sich das verlustlose 12 Bit bei JPG bzw. das JPEG-LS / JPEG XT (unterstützen Komprimierung verlustlos bis zu 16-Bit-Farbtiefe) noch nicht durchgesetzt haben.
ob die Wärme durch die Speicherung der Daten eine Rolle spielt, kann ich zwar nicht sauber bewerten, würde es aber für Nacht- und Langzeitaufnahmen ausschließen. In beiden Fällen hat die Kamera ja Zeit ( 10-20-60 -... sec) zur Speicherung von einem Bild und ist dann bis zum nächsten Bild wieder "arbeitlos".
Und die JPG Umrechnung sowie die Rauschunterdrückung beanspruchen die Prozess Engine ja auch.
Ist das bei Nachthimmel- bzw. Langzeitaufnahmen im Endeffekt sichtbar?
Es gibt auf jeden Fall mehr Potenial für Nachbearbeitung (inkl. Rauschbearbeitung) im RAW verglichen mit dem JPG.
Die G9 z.B. hat halt 4Bit pro Farbkanal mehr.
RAW ist aber sicherlich nicht immer für alle Motive nötig - daher kann man bei der heutigen Größe der SD Karten sicherlicher RAW + JPG machen.
Dann hat man bei "Problembilder" immer noch das Potential für Anpassungen.
Dazu kommt bei mir der Spaß an der Nachbearbeitung sowie die Selbstkontrolle/-einschätzung bei der Fotodurchsicht / auswahl / löschung.
Aber da muss auch jeder für sich selber entscheiden, ob er sich die "Arbeit" am PC antun will.
Zumal am PC und im Druck sowieso nur das JPG-Format Anwendung findet.
Ist so - zumindest bei mir - nicht ganz korrekt.
Am kalibrierten PC nutze ich in LR+PS solange die RAW /DNG Datei mit ProPhoto Farbraum wie es geht.
Und es gibt auch Drucker, die was anders als JPG nehmen.
Glückauf Fotofreunde.
Dem Sensorrauschen in der Praxis entgegenwirken.
und
und
Allzeit gutes Licht.
Josef
? Josef.
Sehr gute Zusammenfassung, was der Fotograf in Bedienung und Einstellung richtig machen kann.
Eine Einschränkung: JPG statt RAW muss man kameraspezifisch entscheiden.
Meine Erfahrung (Canon 5D iii und Fuji X-T2/3) ist, dass der Mehrgewinn an Rauscharmut und Bearbeitungsfreiraum bei RAW mehr wiegt als die Temperaturerhöhung.
Bei diesen Kameras werden aus dem Sensor die vollen 12/14 Bit übertragen. Und m.E. ist dann die Prozessorwärmelast der JPG-Engine (die ja bei RAW entfällt) größer als die Wärmelast durch den Transfer auf die Speicherkarte.
Zusätzlich sollte man seine Bildbearbeitung am PC beachten. Hier kann durch Aufhellen, Kontrast/Dynamik-Erhöhung, Schärfen etc. noch beliebig viel zusätziches Rauschen erzeugt werden ... oder eben nicht. Dies gilt vor allem, wenn man auf den JPGs arbeitet.
Viele Grüße, Michael
Scout Womo-Abenteuer.de
Unsere Reisen USA und Afrika: familie-becker-feldmann
Hallo Michael,
es ist mir klar, dass JPG aus der RAW-Datei der Kamera entwickelt wird. Die Übertragung / Speicherung der JPG-Datei auf das Speichermedium geht ruckzuck. Bei > 26 MP bis hin zu 60MP dauert es und dauert es. In der Zeit arbeitet die Kamera ordentlich. Und die Leistungsaufnahme aus dem Akku wird in Wärme umgewandelt. Ist aber nur ein Punkt meiner Liste.
Klar JPG hat nur 8 Bit. Ist das bei Nachthimmel- bzw. Langzeitaufnahmen im Endeffekt sichtbar? Zumal am PC und im Druck sowieso nur das JPG-Format Anwendung findet. Ich arbeite mit Silkypix Developer Studio Pro 10 (Lumix Hauskonverter?). Damit bieteten sich auch für JPG in der Bildnachbearbeitung umfangreiche Möglichkeiten. Die Diskussion um JPG vs. RAW ist noch lange am Ende. Schade das sich das verlustlose 12 Bit bei JPG bzw. das JPEG-LS / JPEG XT (unterstützen Komprimierung verlustlos bis zu 16-Bit-Farbtiefe) noch nicht durchgesetzt haben.
Allzeit gutes Licht.
Josef
Moin,
ob die Wärme durch die Speicherung der Daten eine Rolle spielt, kann ich zwar nicht sauber bewerten, würde es aber für Nacht- und Langzeitaufnahmen ausschließen. In beiden Fällen hat die Kamera ja Zeit ( 10-20-60 -... sec) zur Speicherung von einem Bild und ist dann bis zum nächsten Bild wieder "arbeitlos".
Und die JPG Umrechnung sowie die Rauschunterdrückung beanspruchen die Prozess Engine ja auch.
Es gibt auf jeden Fall mehr Potenial für Nachbearbeitung (inkl. Rauschbearbeitung) im RAW verglichen mit dem JPG.
Die G9 z.B. hat halt 4Bit pro Farbkanal mehr.
RAW ist aber sicherlich nicht immer für alle Motive nötig - daher kann man bei der heutigen Größe der SD Karten sicherlicher RAW + JPG machen.
Dann hat man bei "Problembilder" immer noch das Potential für Anpassungen.
Dazu kommt bei mir der Spaß an der Nachbearbeitung sowie die Selbstkontrolle/-einschätzung bei der Fotodurchsicht / auswahl / löschung.
Aber da muss auch jeder für sich selber entscheiden, ob er sich die "Arbeit" am PC antun will.
Ist so - zumindest bei mir - nicht ganz korrekt.
Am kalibrierten PC nutze ich in LR+PS solange die RAW /DNG Datei mit ProPhoto Farbraum wie es geht.
Und es gibt auch Drucker, die was anders als JPG nehmen.
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Ne schöne Jrooß ahn all
Uwe
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