RE: Fraserway stellt auch schrittweise auf 12V Kühlschränke um
Hallo Janina,
ich glaube, dass ich deinen Beitrag sehr wohl verstanden hatte. Auch wir trauern den Zeiten hinterher, in denen in unseren Mietwohnmobilen immer ein zuverlässiger, mit Propan betriebener Kühlschrank verbaut gewesen war. Und nichts liegt uns ferner, als es gutzuheißen, dass bald kein Anbieter auf dem Markt mehr auf diese bewährte Technologie wird zurückgreifen können. Dass es mittlerweile sogar Ansätze gibt, auch die Heizung rein strombasiert laufen zu lassen, macht die Sache natürlich noch etwas unangenehmer.
Und so ärgern auch wir uns über so manche technische Änderung in neueren Wohnmobilen, die sich am Ende als große Einschränkung herausstellt. Zumindest wenn man seine Übernachtungsplätze eben nicht nach den dort vorhandenen Anschlüssen aussucht, sondern in erster Linie nach ihrer Naturnähe, ihrer Naturbelassenheit und ihrer Privatsphäre. Uns persönlich, als Familie mit Kindern reisend, sind diese drei Aspekte bei der Campsite-Suche nämlich immer das Wichtigste, und sie werden es mit Sicherheit auch bleiben, sollten auch wir irgendwann einmal ohne unsere Kinder mit dem Wohnmobil unterwegs sein. Wir fühlen uns auch als Familie fast ein bisschen ausgegrenzt, wenn im Zusammenhang mit der Campground-Entscheidung staatlich/privat immer wieder der Eindruck erweckt wird, dass Familien mit Kindern einen solchen gelegentlichen vermeintlichen Komfort mit Hookup, Pool und Waschmaschine bei einer Womo-Reise doch selbstverständlich als ein Plus an Urlaubsqualität betrachten würden. Für uns wäre dies ganz klar nicht der Fall, wenn wir deshalb auf Natur und Privatsphäre verzichten müssten.
Und wir finden es ebenso absolut absurd, dass man plötzlich neidisch auf Fahrzeuge einer besonders alten Flotte schaut, weil diese Fahrzeuge eventuell noch mit der alten, stromsparenden, Propan-basierten Technik ausgerüstet sind. Und den blöden CO-Melder unseres Wohnmobils auf unserer letzten USA-Südwest-Reise hätten wir am liebsten deaktiviert, weil er zusätzlich auch noch in Fußhöhe montiert war, wo man sehr leicht aus Versehen an ihn heranstoßen konnte, was jedes Mal gleich den Alarm ausgelöst hatte.
Uns wurde auch schon nahegelegt, dass ein elektrischer Kühlschrank doch viel zuverlässiger arbeiten würde, weil er nicht so sehr von der exakt horizontalen Lage des Wohnmobils abhängen würde. Da konnten wir nur den Kopf schütteln. Uns persönlich hat das Leveln bisher nie Probleme bereitet. Im Gegenteil, wir würden es mit Sicherheit sehr vermissen. Es war insbesondere für unseren Sohn und für mich eine eingespielte Prozedur beim Ankommen auf der Campsite gewesen, Teil des Camping-Erlebnisses sozusagen, fast schon ein kleines Ritual. Und wir würden es gern auch in Zukunft beibehalten.
Aber es hilft nichts. Wir müssen nach vorne schauen und uns mit den diversen unschönen technischen Entwicklungen der letzten Jahre und den von uns nicht gewollten Trends beim Womo-Urlaub in Nordamerika abfinden.
Und da finde ich es genau wie Mark schon sehr relevant, wie im Einzelfall beim jeweiligen Womo-Vermieter die Umsetzung erfolgt. Auch im Hinblick auf die Wartung der verbauten Technik und die Qualitätssicherung, um potentiellen Problemen vorzubeugen. In diesem Fall durch einen Testlauf der rein elektrisch betriebenen Kühlschränke über Nacht in Verbindung mit einer vorherigen gründlichen Prüfung des Batteriezustands. Denn die Wärmeerzeugung der in den Fahrzeugen von Fraserway verbauten Heizungen läuft zum Glück noch rein Propan-basiert.
Die schriftlichen Antworten, die ich in den letzten Tagen vom Fraserway Customer Service zu genau diesem Thema erhalten habe, heben sich in ihrer Klarheit, Sachlichkeit und Problembezogenheit doch sehr von den beschwichtigenden Antworten ab, die ich zu solchen Fragen bislang von anderen Vermietern erhalten hatte. Da habe ich nämlich insbesondere bei El Monte/Road Bear schon viel eher Bauchschmerzen, was die Herangehensweise an dieses Thema betrifft.
Viele Grüße
Alex I love not man the less, but nature more
RE: Fraserway stellt auch schrittweise auf 12V Kühlschränke um
Hallo!
Es ist ja nicht so, dass der elektrische Kühlschrank nur Nachteile hätte.
Nachteile:
.) Braucht mehr Strom (wer hätte das gedacht! ;)), laut meinen Recherchen bei mäßigen Temperaturen um die 30-40 Ah pro 24 Stunden
.) Auf Campgropunds wie Teklanika im Denali National Park, wo es 3 Nächte Minimum gibt und man das RV nicht mehr bewegen darf nach Ankunft bis zur Abreise, werden auch die Lithium-Akkus der Vermieter wohl nicht ausreichend groß sein wenn das Wetter nicht reicht für Solarladung. Denn so groß dimensioniert werden sie die Akkus wohl nicht haben, das wird ihnen zu teuer sein. Ich gebe aber zu, das ist ein Nischenfall bei der Vermietung an Touristen.
Vorteile: Mehr Nutzvolumen bei gleichen Ausmaßen, kaum Brand/Explosionsgefahr.
Das Gassystem, das derzeit dann noch für Kochen/Heizen verwendet wird, hat ja auch so seine Tücken, gerade bei bewegenden Installationen wie in einem Wohnmobil wo sich Leitungsanschlüsse lockern/lösen können. Ich habe auch schon ein ausgebranntes RV gesehen. Nicht wirklich schön, da bleibt nur noch der Motorraum/Fahrgestell und ein Gerüst übrig.
@Volker: Schön zu hören. Wir reisen meistens in Gegenden wo das Wetter wechselhafter ist und man sich nicht 100 % auf die Sonne verlassen kann.
RE: Fraserway stellt auch schrittweise auf 12V Kühlschränke um
Moin,
Zurück aus Montreal, können wir berichten, dass unser RV den neuen, rein elektrisch betriebenen Kühlschrank hatte und wir je zweimal drei Übernachtungen ohne Landstrom hatten und es tadellos funktionierte. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Kühlschrank deutlich größer ist, so dass man ordentlich Proviant dabei hätte ohne gleich an den nächsten Supermarkt denken zu müssen.
Liebe Grüße aus Berlin,
Thomas
Locker bleiben, Ball flach halten dann wird es ein perfekter Womourlaub
RE: Fraserway stellt auch schrittweise auf 12V Kühlschränke um
Wow, dass ist wirklich gut! Dann bin ich erleichtert. Wir werden immer mindestens 50-80 km pro Tag fahren auch wenn wir am selben Campground bleiben, das sollte dann gut funktionieren.
Hallo Janina,
ich glaube, dass ich deinen Beitrag sehr wohl verstanden hatte. Auch wir trauern den Zeiten hinterher, in denen in unseren Mietwohnmobilen immer ein zuverlässiger, mit Propan betriebener Kühlschrank verbaut gewesen war. Und nichts liegt uns ferner, als es gutzuheißen, dass bald kein Anbieter auf dem Markt mehr auf diese bewährte Technologie wird zurückgreifen können. Dass es mittlerweile sogar Ansätze gibt, auch die Heizung rein strombasiert laufen zu lassen, macht die Sache natürlich noch etwas unangenehmer.
Und so ärgern auch wir uns über so manche technische Änderung in neueren Wohnmobilen, die sich am Ende als große Einschränkung herausstellt. Zumindest wenn man seine Übernachtungsplätze eben nicht nach den dort vorhandenen Anschlüssen aussucht, sondern in erster Linie nach ihrer Naturnähe, ihrer Naturbelassenheit und ihrer Privatsphäre. Uns persönlich, als Familie mit Kindern reisend, sind diese drei Aspekte bei der Campsite-Suche nämlich immer das Wichtigste, und sie werden es mit Sicherheit auch bleiben, sollten auch wir irgendwann einmal ohne unsere Kinder mit dem Wohnmobil unterwegs sein. Wir fühlen uns auch als Familie fast ein bisschen ausgegrenzt, wenn im Zusammenhang mit der Campground-Entscheidung staatlich/privat immer wieder der Eindruck erweckt wird, dass Familien mit Kindern einen solchen gelegentlichen vermeintlichen Komfort mit Hookup, Pool und Waschmaschine bei einer Womo-Reise doch selbstverständlich als ein Plus an Urlaubsqualität betrachten würden. Für uns wäre dies ganz klar nicht der Fall, wenn wir deshalb auf Natur und Privatsphäre verzichten müssten.
Und wir finden es ebenso absolut absurd, dass man plötzlich neidisch auf Fahrzeuge einer besonders alten Flotte schaut, weil diese Fahrzeuge eventuell noch mit der alten, stromsparenden, Propan-basierten Technik ausgerüstet sind. Und den blöden CO-Melder unseres Wohnmobils auf unserer letzten USA-Südwest-Reise hätten wir am liebsten deaktiviert, weil er zusätzlich auch noch in Fußhöhe montiert war, wo man sehr leicht aus Versehen an ihn heranstoßen konnte, was jedes Mal gleich den Alarm ausgelöst hatte.
Uns wurde auch schon nahegelegt, dass ein elektrischer Kühlschrank doch viel zuverlässiger arbeiten würde, weil er nicht so sehr von der exakt horizontalen Lage des Wohnmobils abhängen würde. Da konnten wir nur den Kopf schütteln. Uns persönlich hat das Leveln bisher nie Probleme bereitet. Im Gegenteil, wir würden es mit Sicherheit sehr vermissen. Es war insbesondere für unseren Sohn und für mich eine eingespielte Prozedur beim Ankommen auf der Campsite gewesen, Teil des Camping-Erlebnisses sozusagen, fast schon ein kleines Ritual. Und wir würden es gern auch in Zukunft beibehalten.
Aber es hilft nichts. Wir müssen nach vorne schauen und uns mit den diversen unschönen technischen Entwicklungen der letzten Jahre und den von uns nicht gewollten Trends beim Womo-Urlaub in Nordamerika abfinden.
Und da finde ich es genau wie Mark schon sehr relevant, wie im Einzelfall beim jeweiligen Womo-Vermieter die Umsetzung erfolgt. Auch im Hinblick auf die Wartung der verbauten Technik und die Qualitätssicherung, um potentiellen Problemen vorzubeugen. In diesem Fall durch einen Testlauf der rein elektrisch betriebenen Kühlschränke über Nacht in Verbindung mit einer vorherigen gründlichen Prüfung des Batteriezustands. Denn die Wärmeerzeugung der in den Fahrzeugen von Fraserway verbauten Heizungen läuft zum Glück noch rein Propan-basiert.
Die schriftlichen Antworten, die ich in den letzten Tagen vom Fraserway Customer Service zu genau diesem Thema erhalten habe, heben sich in ihrer Klarheit, Sachlichkeit und Problembezogenheit doch sehr von den beschwichtigenden Antworten ab, die ich zu solchen Fragen bislang von anderen Vermietern erhalten hatte. Da habe ich nämlich insbesondere bei El Monte/Road Bear schon viel eher Bauchschmerzen, was die Herangehensweise an dieses Thema betrifft.
Viele Grüße
Alex
I love not man the less, but nature more
Reisebericht "The Big Circle" (LAX-LAX)
Moin,
im Frühjahr 2024 und im Herbst 2025 war ich im Südwesten der USA jeweils 3 Wochen unterwegs.
Mein RV hatte beide male eine Lithiumbatterie und einen rein elektrischen Kühlschrank.
Ich habe jeden Tag Boondocking betrieben und mir über den Batteriezustand keine Gedanken gemacht.
Der Kühlschrank lief ohne Probleme.
Gruss Volker
Hallo!
Es ist ja nicht so, dass der elektrische Kühlschrank nur Nachteile hätte.
Nachteile:
.) Braucht mehr Strom (wer hätte das gedacht! ;)), laut meinen Recherchen bei mäßigen Temperaturen um die 30-40 Ah pro 24 Stunden
.) Auf Campgropunds wie Teklanika im Denali National Park, wo es 3 Nächte Minimum gibt und man das RV nicht mehr bewegen darf nach Ankunft bis zur Abreise, werden auch die Lithium-Akkus der Vermieter wohl nicht ausreichend groß sein wenn das Wetter nicht reicht für Solarladung. Denn so groß dimensioniert werden sie die Akkus wohl nicht haben, das wird ihnen zu teuer sein. Ich gebe aber zu, das ist ein Nischenfall bei der Vermietung an Touristen.
Vorteile: Mehr Nutzvolumen bei gleichen Ausmaßen, kaum Brand/Explosionsgefahr.
Das Gassystem, das derzeit dann noch für Kochen/Heizen verwendet wird, hat ja auch so seine Tücken, gerade bei bewegenden Installationen wie in einem Wohnmobil wo sich Leitungsanschlüsse lockern/lösen können. Ich habe auch schon ein ausgebranntes RV gesehen. Nicht wirklich schön, da bleibt nur noch der Motorraum/Fahrgestell und ein Gerüst übrig.
@Volker: Schön zu hören. Wir reisen meistens in Gegenden wo das Wetter wechselhafter ist und man sich nicht 100 % auf die Sonne verlassen kann.
Liebe Grüße,
Mark
Moin Mark,
auch im Südwesten hatte ich nicht immer Sonne.
Gruss Volker
Moin,
Zurück aus Montreal, können wir berichten, dass unser RV den neuen, rein elektrisch betriebenen Kühlschrank hatte und wir je zweimal drei Übernachtungen ohne Landstrom hatten und es tadellos funktionierte. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Kühlschrank deutlich größer ist, so dass man ordentlich Proviant dabei hätte ohne gleich an den nächsten Supermarkt denken zu müssen.
Liebe Grüße aus Berlin,
Thomas
Locker bleiben, Ball flach halten dann wird es ein perfekter Womourlaub
Hallo Zille!
Das klingt positiv, danke! Seid ihr in diesen Tagen viel gefahren?
Bei uns geht es auch bald los.
Liebe Grüße,
Mark
Hi Mark,
Wir haben für drei Wochen 2200 km verfahren. Euch dann eine gute Zeit.
Liebe Grüße aus Berlin,
Thomas
Locker bleiben, Ball flach halten dann wird es ein perfekter Womourlaub
Hallo Zille!
Danke! Ich meinte in den jeweiligen 3 Tagen ohne Landstrom.
Liebe Grüße,
Mark
An den Tagen ohne Strom überhaupt nicht gefahren
Liebe Grüße aus Berlin,
Thomas
Locker bleiben, Ball flach halten dann wird es ein perfekter Womourlaub
Wow, dass ist wirklich gut! Dann bin ich erleichtert. Wir werden immer mindestens 50-80 km pro Tag fahren auch wenn wir am selben Campground bleiben, das sollte dann gut funktionieren.
Liebe Grüße,
Mark