Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Rundreise ab Las Vegas im Sommer - 24 Tage

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Marius
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Rundreise ab Las Vegas im Sommer - 24 Tage
Eckdaten zum Reisebericht
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abgeschlossen

Seit Sonntag bin ich wieder auf europäischem Boden und - was soll ich sagen - es war einsame Spitze.

Zum Reisebericht komm ich aber wohl wegen Zeitmangels erstmal nicht, aber die Routenplanung hat voll und ganz gepasst. Bester Park war (wie mein Favorit vor 5 jahren) der Zion. Mit Emeralds und Angels Landing. Einfach nur...

Bilder und Bericht folgen wohl noch =)

 

Und Vielen Dank nochmal an die Aktive Hilfe durch eure Beiträge und die Passive durch die vielen hilfreichen Links und Dokumente.

 

Hier die Route

 

Die CGs:

Barstow - KOA

Lee Vining - Mono Vista RV Park

Groveland - Yosemite Pines

San Francisco - Flughafen

Monterey - Monterey County Fairgrounds

Paso Robles - Wal-Mart

Kernville - Hospital Flat ***

Visalia - KOA

Bakersfield - Wal-Mart

LA - Dockweiler Beach State Park

Laughlin - Camp Davis ***

Williams - Canyon Motel & RV Park

Grand Canyon - Mather Campground

Monument Valley - Gouldings Lodge

Moab - KOA

Fruita - Fruita ***

Bryce Canyon - Ruby's Inn

Zion - Watchman ***

Las Vegas - KOA

 

*** sind die persönlichen Favoriten

 

Marius
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Tag 1 – 27.07.2011 – Mittwoch – Anreise & Las Vegas

Mittwoch 27.7.

 

Auf gehts in die United States of America - das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Für uns sollte der erste tag auch schon zum längsten Tag werden. Der 08:02Uhr Zug in Wildeshausen stellte das erste Etappenziel dar. Hier war es noch recht relaxt - nach dem Umsteigen in Bremen war es dann vorbei mit Sitzplätzen. Allerdings waren es auch nur 50 Minuten, die zu "überstehen" waren - und bereits "wie im Fluge" vergingen. Nach einer anschließenden S-Bahn Fahrt sind wir auch schon am Flughafen in Hamburg angekommen - irgendwie war es schon komisch, denn genau heute war es mit 24°C ziemlich sommerlich.

Nachdem wir unsere Koffer abgegeben hatten - und dem freundlichen Hinweis, dass meine Tasche auf dem Rückflug nurnoch ein Kilo Zuladung verträgt, ging es zum Sicherheitscheck - diesmal noch ohne Probleme. Bei bester Aussicht warteten wir in unserem Gate und beobachteten die anderen Flieger, welche in den Himmel aufstiegen.

Nach dem Boarding wiesen uns die Stewardessen mit den Sicherheitshinweisen in das Verhalten im Notfall ein - nicht sonderlich interessant. Also war das einzig interessante während des Fluges nur der Ausblick, zumindest solange wir uns über dem europäischen Festland befanden. Denn in London war das Wetter wieder England-typisch, ziemlich trübe und eher kühl.

Zum Glück hatten wir in LHR nur wenig Zeit zum Umsteigen, sodass nach der kurzen U-Bahnfahrt auch schon das Boarding begann. Der Flug London-Vegas lässt sich eigentlich recht schnell beschreiben - eng und langweilig - nichtmals das Essen ist halbwegs erheiternd.

Nach der Landung um 19:00Uhr Ortszeit - für uns ja eigentlich schon 04:00Uhr - ging es weiter zur Immigration. Und da keiner etwas gegen uns hatte, durften wir einreisen. Die Koffervisite blieb diesmal aus, und wir verließen den Flughafen. Man ist das ein Wetter. (Dämmerung und 39°C - das ist Vegas) Ich weiß auch nicht ob es an ebendiesen Temperaturen lag - aber wir nahmen dann ein Taxi, welches uns für schlappe 45$ zum Hotel gebracht hat. Schnell eingecheckt, die Klima auf Ice gestellt und schon ging das Shuttle Richtung "Strip". Wir wurden am Ballys abgesetzt und, da es das nächste Hotel war, besuchten wir erstmal das Bellagio, wo wir uns in Poker und Sightseeingtour aufteilten. Kurz nach Mitternacht ging es dann mit dem Taxi zurück Richtung Hotel - nach einem Tag an dem wir alle mehr oder minder 25h auf den Beinen waren.

 

Marius
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Tag 2 – 28.07.2011 – Donnerstag – Wohnmobilübernahme & Barstow

Donnerstag 28.7.

Die Uhr zeigte gerade 06:00Uhr, sodass wir auf den Beinen waren. Irgendwie waren wir zeitlich noch nicht ganz angekommen. Aber nach einer kurzen Dusche machten wir uns auf zum goldenen M - Frühstück. Bei Pancakes und scrambled eggs wurde es schon ziemlich amerikansich.

Nach einem Anruf bei RoadBear (dies ging am Vorabend ja nichtmehr), wurde uns mitgeteilt, dass der Shuttle erst um 13h bei dem Hotel sein wird. Es sind also noch einige Stunden zu überbrücken. Und so gingen wir zu Fuß (die Einheimischen mögen uns wohl für bekloppt gehalten haben) den Strip bei tageslicht betrachten. Allerdings hatte der Las Vegas Boulevard, wie der Strip offiziell heißt, bei tageslicht längst nicht soviel zu bieten wie bei Nacht. Es sei denn man steht auf die Hitze - geschätzt über 40°C bei wolkenlosem Himmel. Nach ein paar Fotos machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Hotel und warteten auf den RB Mitarbeiter.

Pünktlich um 13:00Uhr tauchte ein Minibus auf, der das RoadBear Logo trug. Nach einer kurzen Fahrt zur Vermietstation (auf der uns mitgeteilt wurde, dass das Wetter momenten noch human sei - eine Woche vorher soll es wohl ziemlich heiß gewesen sein - kaum vorstellbar, was das heißen soll) begann die Einweisung ins RV. Sehr gründlich wurden uns die Funktionen erklärt und wir checkten ob alles heile und vollständig war (zumindest dachten wir das). Dann ging es endlich -4pm- los =)

Wal-mart ist unsere Anlaufstelle um unser Proviant zu bunkern. Geschätzte 2h dauerte es, bis zwei volle wagen für 270$ den Besitzer wechselten. Nachdem alles verstaut war, konnte es so richtig losgehen. Barstow hatten wir zu unserem heutigen Ziel getauft. Die Fahrt auf der I-15 war landschaftlich nicht sonderlich ansprechende, aber nach knappen 2,5h sollten die 150mls geschafft sein.

 

Noch kurz den Grill angefeuert und die erste amerikanische Mahlzeit eingenommen. Es war allerdings schon 8pm, sodass es draußen schon dunkel war. Beim anschließenden Betten beziehen wurde unsere Leichtsinnigkeit bei der Übernahme bestraft - es fehlte eine von 4 Decken. Also setzten wir RoadBear San Francisco noch mit auf unsere Route.

Marius
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Tag 3 – 29.07.2011 – Freitag – Barstow & Mono Lake

Freitag 29.7.

Kurz vor 7 waren wir schon wieder auf den Beinen, sodass wir eine lange Etappe in Angriff nehmen konnten. Bis vor die Tore Yosemites sollte es heute gehen. Ein ziemlicher Ritt, der uns aber am nächsten Tag helfen sollte, da der Park früh angefahren werden konnte. Nach einem kurzen Stück auf der I-15 ging es also Richtung Norden auf den Highway 395. "Bitte folgen sie der Straße für 392km". Teilweise schnurgerade, teilweise auch über sich windende Bergstraßen mussten herhalten um Strecke zu machen.

Und nach Ridgecrest wurde die Aussicht auch schon schöner. Die Orte welche am Wegesrand lagen - Lone Pine, Independence, Big Pine - waren alle nicht sonderlich groß, ein alter Saloon und ne Tanke waren allerdings überall zu finden. Um einer Sprit-Abzocke im Yosemite zu entgehen wurde noch eben vollgetankt (komischerweise war dies dann auch das teuerste Tanken der ganzen Reise 4,129$) und anschließend wurden die letzten Meilen für heute in Angriff genommen.

Nach einer Teepause mit Raviolibeilage wurde doch glatt ein Cop auf uns aufmerksam, da das Wasser, welches den Asphalt berührte gelblich wurde. Ich hatte vorher das Tropfwasser der Klima schon begutachtet und das Teewasser, welches wir übrig hatten wurde auch gelb. Nach einer kurzen Erklärung konnten wir die Fahrt fortsetzen. (But it doesnt look like water ?!)

Angekommen in Lee Vining begann es erstmal zu regnen. Kurz darauf setzte auch noch Gewitter ein. Aber nach einem kurzen Schauer fuhren wir den Mono Vista RV Park an. Hier mussten wir zweimal nachfragen ehe wir den letzten Stellplatz ergatterten. Um für morgen einen Platz  zu reservieren schauten wir nach WLAN. Das Campingplatzeigene sollte 6$ den tag kosten. Aber die Inhaberin meinte, dass das WLAN der Bibliothek gegenüber kostenlos sei (das WLAN auf dem CG war nämlich nicht ihr eigenes).

Die CG's in Yosemite waren - wie zu erwarten - bereits alle ausgebucht und es wurde ein Platz in Groveland gebucht. Da wir ja bereits Nachmittags Ravioli hatten, genügte uns Abends Toast und es ging ab in die Heia.

Marius
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Tag 4 – 30.07.2011 – Samstag - Yosemite

Samstag 30.7.

Früh waren wir wieder auf den Beinen, und nach der Morgenwäsche geht es pünktlich um 8 Uhr Richtung Yosemite National Park. Auf den ersten Kilometern wurde bereits vor der Steigung gewarnt und die Markierungsstäbe für den Räumdienst verrieten, dass wir uns im Hochgebirge bewegten. (Vor 5 Jahren auf dem Tioga habe ich die Steigung garnicht so wahrgenommen, aber dies mag daran liegen, dass er damals von der anderen Seite befahren wurde)

Nun musste unser 27ft. Ungetüm seinen V10 mal spielen lassen; es ging über die 9538ft. ü.NN hohe Passhöhe des Tioga.

Wir waren vor 10 Uhr am Ellery Lake und der Ausblick sowie das Wetter waren herrlich. Nach einigen Fotostopps - wir erblickten noch ein paar Deers am Olmsted Point - und Füßebaden im Gebirgsbach fuhren wir runter ins Yosemite Valley und der Rest der Staaten auch - so schien es zumindest.

Vielmehr als eine Fahrt durchs Valley wurde es dann aber auch nicht - alles viel zu überfüllt. Es ist halt Wochenende. Auf der Strecke aus dem Tal hinaus nach Groveland mussten so einige Turnouts angefahren werden um die schnelleren Fahrzeuge vorbei zu lassen. Das Hupen der Überholenden konnte ich bis Ende der kompletten Reise nicht zu 100% interpretieren - sollte dies positiver oder negativer Natur sein?! Auf unserem Campground angekommen musste erstmal Strom angeschlossen werden, denn es waren bestimmt wieder mehr als 30°C. Nach ein paar Partien Skat, ein paar Bier und Steaks war es bereits spät - und auch dieser Tag neigte sich dem Ende zu.

 

Marius
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Tag 5 – 31.07.2011 – Sonntag – Groveland & San Francisco

Trotz Recherche im Internet am Vorabend war nicht klar, wo wir den RV in San Francisco parken könnten, aber erst mal fuhren wir zu RoadBear, die fehlende Bettdecke holen. In Oakland machten wir einen Stop bei Dennys, einmal einheimisch frühstücken. Gut gestärkt füllten wir unsere Vorräte im Dollarshop auf und machten uns wieder auf den Weg nach San Francisco. Dank dem Navi waren wir recht zügig da, aber wir stellten fest, dass am Sonntag keiner die RoadBear Zentrale besetzte. Wie schnell man doch im Urlaub vergisst welcher Wochentag grade ist. Nun gut – dann suchen wir schon mal weiter nach einem Quartier für heute Abend. Die BART-nahen Plätze im Castro Valley erwiesen sich doch eher als Reinfall und so fuhren wir auf den Long-term-Parkplatz des San Francisco Airports. Ein Ticket für eine Nacht war mit 15$ recht günstig, was man von den 8,10$ für eine Fahrt mit der BART nicht gerade sagen konnte. Da dies allerdings eine gute Alternative für das tägliche rein- und rausfahren darstellte, wählten wir diese. Auch die restliche Verkehrsanbindung ist recht gut. So geht’s mit dem kostenlosen Airport Shuttle vom Long-Term-Parkplatz direkt zur BART-Station welche uns direkt am Ferry Building ausspuckte.

 

Heute geht’s zu Fuß von hier zum Pier 39 – denn hier spielt das Leben. Einen kleinen Blick kann man schon auf Golden Gate erhaschen, aber ein Foto war nur vor Alcatraz drinne. Nach einem Abendessen bei MC geht es mit der BART zurück und der erste Tag in SF geht vorbei.

Marius
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Tag 6 – 01.08.2011 – Montag – San Francisco

Bereits vor dem Frühstück gab es Aufregung, denn die Parkplatzaufsicht hatte uns einen Zettel hinter den Scheibenwischer geklemmt, weil sie der Meinung waren wir sollten für vier Plätze bezahlen. Das Problem wird aber erst mal nur halb gelöst – nachdem ein Platzwart meint, wir sollen uns doch einfach auf die schraffierte Fläche stellen, dann wäre es ja nur ein Platz. Also eben schnell umgeparkt und ab in die Stadt.

Nach dem einstündigen BART-Trip entschlossen wir uns für einen Day-Pass, der das Cable-Car und Muni Fahrten abdeckte. Direkt nach dem Kauf ging es mit Cable Car hinauf. Wirklich beeindruckend dieses Auf und Ab. Auch wenn es noch nicht wirklich gutes Wetter war, konnte man die gesamte Market Street bis zum Ferry Building hinunter sehen. Auf dem Weg bis zum nächsten Cable Car wurden es immer mehr Touris, also fuhren wir mit dem Bus bis zum Ferry Building. Von hier weiter mit der Straßenbahn zur Fischermen’s Wharf und da die Golden Gate Bridge doch ziemlich weit entfernt ist, nehmen wir dann wieder mal das Taxi.

Vor der Golden Gate Bridge ließen wir dann das obligatorische Mannschaftsfoto machen – von Holger, ebenfalls ein Deutscher der auf US-Reise ist. Nach einem kurzen Plausch geht es rauf auf das Wahrzeichen. Auch hier schossen wir ein paar Fotos und genossen den Ausblick auf die Skyline. Das Wetter versprach sich zu verbessern, aber für den Moment war es zu frisch auf der Brücke. So nahmen wir das Taxi zurück zum Wendepunkt der Cable Cars. Da es hier doch ziemlich voll ist durften wir die von Hand vollführten Drehungen der Cable Cars bewundern. Unser Halt war die Lombard Street – an der steilsten Straße der Welt machten wir wieder ein Mannschaftsfoto und weiter geht’s (übrigens wieder von Germans). Am Hafen gab es heute das Mittagessen – direkt aus dem Meer: Clam Showder. Da es erst kurz vor Mittag war versuchten wir unser Glück bei der Alcatrazfähre: Nächstmögliche Tour am 14.08. Nun gut, dann eben nicht.

Bei nun schönstem Sonnenschein gingen wir an den Piers entlang und fuhren zurück zum Airport. Um für LA einen besseren Stellplatz zu ergattern durchstöberten wir das offene WLAN am Flughafen. Der nächstmögliche Termin war der kommende Sonntag. Wir gaben uns dann zwei Tage für LA und buchten Sonntag und Montag. So ging der letzte Tag in SF dem Ende entgegen.

Marius
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Tag 7 – 02.08.2011 – Dienstag – San Francisco & Monterey

Das Aufwachen am zweiten Morgen in San Francisco war wesentlich entspannter als der erste, denn wir hatten kein neues Ticket an der Scheibe. Allerdings stand die Preisfrage noch im Raum. Am gestrigen Abend wurde uns von dem doch recht inkompetenten Personal zugesichert First Night Four Spaces – second only one. Würde also bedeuten 60$ + 15$. Am Morgen meinte der Supervisor dann aber you just pay your ticket and it’s okay – it was only one space (also nur 30$).

Gut – Also ging es los Richtung Hayward. Anstandslos wurde uns ein komplettes Convenience Kit ausgehändigt und Monterey wurde der nächste Zielort im Navi. Da wir bereits kurz vor drei Uhr am Campground waren beschlossen wir noch den 17 Mile Drive zu befahren.

Wir dachten erst wir hätten eine Lücke im Touristennetz gefunden, aber dann standen wir auch schon am Gate und mussten die 10$ locker machen. Allerdings entschädigten uns die Ausblicke für die Entrance Fee und nach 2h waren wir bereits wieder am Campground. Nach dem Abendessen ein paar Bier und ein paar Partien Skat war der Tag auch schon gelaufen und es ging ab ins Bett.

Marius
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Tag 8 – 03.08.2011 – Mittwoch – Monterey & Paso Robles

Nachdem wir alle einmal richtig ausgeschlafen hatten wurde ausgiebig gefrühstückt und die Wassertanks gefüllt bzw. geleert. Gegen Mittag verließen wir unser Domizil und fuhren Richtung Carmel. Hier gab es allerdings nicht so viel zu bestaunen, wie die Reiseführer versprachen. Nun denn der Highway #1 konnte schon mal geentert werden. Über Carmel by the Sea und Carmel Highlands verschönerte sich das Erscheinungsbild und es war lediglich der Hochnebel, welcher uns einen Strich durch die Rechnung machte.

Die Campgrounds entlang der Küste waren alle restlos ausgebucht und nach ein paar Fotostopps und einer Wanderung des Waterfall Trails entschlossen wir die Tage bis LA (was erst am Sonntag in Angriff genommen wurde) damit zu verbringen den Sequoia National Park zu besichtigen.

Bei Cambria verließen wir die Küstenlinie und schon ging es durch endlose Steppe bergauf bis wir in Paso Robles eigentlich den McDonald’s und das kostenlose Wi-Fi benutzen wollten. Allerdings lotste uns das Navi direkt am Fastfood Tempel vorbei und wir landeten bei Wal-Mart. Nach dem Einkauf und einer kurzen Abendspeisung  ging es schon wieder dem Ende des Tages entgegen. Ein kurzer Shoppingtrip bei Big Five Sporting Goods war die letzte Aktivität des Tages. Ab jetzt hatten wir auch Wilson (den NFL Football und den Nerf um auf den überdimensionalen Parkplätzen ein wenig Zeit mit dem Belästigen der einkaufenden Meute zu verbringen)

Marius
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Tag 9 – 04.08.2011 – Donnerstag – Paso Robles & Kern River

Nach dieser Nacht lässt sich sagen – auch auf einem Wal-Mart Parkplatz lässt sich ganz gut schlafen. Denn weil die Hälfte der Reisegruppe noch zum Friseur muss, konnten wir mal wieder ausschlafen. Gegen 10Uhr verließen wir das Einkaufscenter und es ging Richtung Campground in der Nähe des Sequoia National Parks. Wie sich am Ende des Tages herausstellen sollte war der Campground eher am Lake Isabella als am Sequoia Natl. Park. Die Fahrt war nicht sonderlich aufregend. Erst als wir den Kern River und die Straße, welche diesen begleitet, befuhren wurde es ansprechender – gebirgiger.

Als dann der Lake Isabella hinter einem Staudamm auftauchte war dies das erste Highlight des Tages. Das Wasser und der Himmel wetteiferten um das tiefste blau. Nicht weniger schön war der heutige Campground direkt am Kern River gelegen.

Allerdings war die Sonne hier ganz schön am Brennen. Wir ließen den Nachmittag langsam angehen und abends gab es wieder einmal gegrilltes. Vor solch einer Kulisse ist es doch immer wieder etwas Besonderes.

Marius
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Tag 10 – 05.08.2011 – Freitag – Kern River & Visalia

Die Morgendämmerung setzte ein und ein Geruch von verkohltem Holz lag in der Luft. Die Nachbarn hatten gestern Abend wohl noch ihre Woodfires angefacht. Bei einem solchen Frühstück im Freien beschlossen wir die 180km Fahrt zum Sequoia schnell abzureißen und fuhren bereits um halb neun los.  Nach einem kurzen Tankstopp folgten wir den Anweisungen des Navis und bogen auf eine Straße ab, die sich als die abenteuerlichste der gesamten Reise herausstellte. Der gesamte Slide-Out machte sich einmal kurz selbstständig und wollte auf der kurvenreichen Straße den RV verlassen. Allerdings ging nur ein Glas zu Bruch und wir konnten weiterfahren. Spätestens am Parkeingang stellte sich heraus, dass nun noch ein paar Meilen auf uns warteten. Die Einfahrt mit einem Fahrzeug über 22ft. war nicht erlaubt.

Da wir vom Kern River schon die recht turbulente Fahrt hinter uns hatten bekamen wir einen Ausdruck von Google Maps wie wir einen anderen Parkeingang erreichen konnten. Aber das Navi interpretierte den Ausdruck anders als wir und so nahmen wir die nächste holprige Straße Richtung Parkeingang. Aber der Blick auf die Sequoias entschädigte auch für diese Strapazen.

Für die Rückfahrt versuchten wir es mit einer abgeänderten Route – Ergebnis war das gleiche. Letztendlich standen wir vor einer Ranch und sollten direkt auf eine Weide abbiegen. Wir fuhren also die Strecke bis zur nächstgrößeren Straße und kamen wieder auf den rechten Weg. Nachdem wir die schnurgeraden Straße durch die Plantagen Richtung des KOAs zurückgelegt hatten stoppten wir noch eben bei MC – für Abendessen selber machen war es schon recht spät. Den KOA in Visalia zu finden war auch erst recht schwer, aber nachdem wir uns heute schon mehrfach verfahren hatten, war diese Aufgabe auch lösbar.