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Tag 13: Wir erklimmen den Mt. St. Helens

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Oeyni79
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Tag 13: Wir erklimmen den Mt. St. Helens
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Sonntag, 2. August 2026
Gefahrene Meilen: 
12 Meilen
Fazit: 
Wir standen am Krater - ein beeindruckendes Erlebnis

Zu diesem Tag ist nicht viel zu sagen (Bilder sagen mehr als viele Worte), außer dass es ein wahnsinnig beeindruckendes Erlebnis war - neben der Tatsache, einen aktiven Vulkan zu besteigen, haben wir auch noch nie so viele Höhenmeter erklommen, dazu die Mehrheit der Strecke auf einem Geröllfeld und der Rest auf loser Asche. Die Empfehlung Handschuhe wegen der scharfen Felsen und der Kletterabschnitte zu tragen, war perfekt, ohne wäre es nicht gegangen. Und bei 5 Grad ohnehin ganz nützlich.

  

Für die Wanderung auf den zuletzt 1980 ausgebrochenen aktiven Vulkan benötigt man ein Permit, es dürfen nur 110 Leute pro Tag auf den Vulkan. Wir trafen drei Ranger, die uns berichteten, an den Tag schon einige ohne Permit erwischt zu haben, diese werden dann direkt wieder runter geschickt und müssen 280 $ Strafe pro Nase zahlen.

 

 

 

Viele Menschen, die den Rand des Kraters erreichten, weinten vor Erschöpfung und Freude; wir waren vor allem echt stolz, es geschafft zu haben - unsere Mädels waren mit zwei weiteren Kindern die Einzigen an dem Tag (Anm.: die einzige Person die einen Tag später Muskelkater hat, bin ich - erschreckend).

Man steht direkt am Kraterrand und kann dann erst die Bedeutung dieses Ausbruchs nachvollziehen. Es wird zurecht gewarnt, sich nicht zu nah an den Rand zu bewegen, man hört permanent irgendwo Geröll herunterfallen. 

 

Bei dem Ausbruch rutschte der gesamte nördliche Berggipfel hangabwärts. Der Gipfel des Mount St. Helens lag vor dem Ausbruch auf 2950 m. Heute beträgt die Gipfelhöhe des Berges 2.539 m. Ein Gebiet von etwa 500 Quadratkilometern war direkt betroffen. Pyroklastische Ströme, in denen eine Temperatur von über 640 °C herrschte, rasten mit einer Geschwindigkeit von 400 km/h bergab und vernichteten die gesamte Fauna und Flora des Gebiets (sagt google). 

Der Vulkan ist 2004 und 2005 noch mal eruptiert, ruht aber seitdem - und wird natürlich extrem gut überwacht, so dass wir uns keine Sorgen gemacht haben.

Man sollte wissen, dass man einfach doch recht fit sein sollte, da die Wanderung einfach lang ist. Und die Pfähle, die einem auf den Felsen den Weg weisen sollen, sind bei der teilweise schlechten Sicht oftmals kaum zu sehen, so dass man ein wenig seiner Intuition folgen muss. Wanderstöcke und Handschuhe sind ein Muss. Auf der Asche sicher auch Grödel (hierzu schon dem Bericht von AnnSchi meine ich) - hatten wir nicht - das letzte Stück hat daher echt Kraft und Zeit gekostet. 

Als wir unten angekommen waren, waren wir echt groggy, aber auch sehr stolz. Von dort ging es zum Beaver Bay Campground, dort konnten wir heiß duschen und den Abend bei einem leckeren BBQ ausklingen lassen.

Wir würden auch jedem raten, am Climbers Bivaouc zu übernachten - die Strecke auf der unbefestigen Straße mit einem 30ft RV hat es in sich - aber ist zu meistern - allerding haben wir die Klappen auf dem Rückweg alle verklebt, denn auf dem Hinweg hatte unsere Kleine ein volles Nutellaglas auf den Kopf bekommen, da die Klappe aufsprang, sie hat so geweint, dass ich kurz dachte, das war's mit der Wanderung am nächsten Tag... Wenn ich mir vorstelle, den "Psychostress" dieser Strecke müsste man sich morgens im Dunkeln geben (denn mE sollte man die Wanderung nicht später als 6:30 Uhr starten), kämen jedenfalls wir schon unentspannt an. So war es perfekt - hierfür noch mal vielen Dank an alle im Forum, die mich darin bestätigt haben, es so zu machen.

Bernhard
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Beigetreten: 21.08.2009 - 15:31
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RE: Tag 13: Wir erklimmen den Mt. St. Helens

Hi,

Respekt, dass ihr diese Wanderung als Familie unternommen habt! Verbunden mit einer guten Planung vorher 

Herzlichen Gruß 

Bernhard

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Oeyni79
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RE: Tag 13: Wir erklimmen den Mt. St. Helens

Danke Dir, lieber Bernhard. 

Es war aber wirlich ein wahnsinnig tolles Erlebnis und die Kinder fanden den Hike besser als den Maple Pass - den fanden sie anstrengender...

Die Tipps aus dem Forum waren aber auch goldwert, und eben das nötige Quentschen Glück, die 4 Permits zu bekommen. 

Viele liebe Grüße

Regina 

eagle eye
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Beigetreten: 05.02.2013 - 15:06
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RE: Tag 13: Wir erklimmen den Mt. St. Helens

Hi Regina,

danke, dass du die tollen Eindrücke vom Mt St Helens mit uns teilst. Das ist eine beeindruckende Leistung eurer Kids - aber auch der Elternyes Bin gespannt ob jemand am nächsten Tag Muskelkater hatte - ich war auf alle Fälle froh, dass wir einen entspannten Tag nach der Besteigung hatten.  

Liebe Grüße, Mike

 

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Oeyni79
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RE: Tag 13: Wir erklimmen den Mt. St. Helens

Lieber Mike,

es war wirklich ein wahnsinnig cooles Erlebnis.

Wegen des Muskelkaters: erschreckenderweise nur ich...Dabei dachte ich immer, die Fitteste in der Family zu sein. Weit gefehlt...

LG Regina