Nach zwei wunderschönen Nächten auf dem Sol Duc Campground hieß es Abschied nehmen. Eigentlich wollten wir tiefer in den Olympic National Park zum Hoh Rain Forest weiterfahren. Doch bei der zuvor-abendlichen Routenplanung entdeckten wir zufällig, dass die Hoh-River-Brücke am Highway 101 bis zum 29.09. gesperrt war.
Das Problem: Die Sperrung schnitt unsere geplante Weiterfahrt Richtung Süden praktisch ab. Ein riesiger Umweg wäre nötig gewesen. Also buchten wor stattdessen den Dosewallips State Park auf der Ostseite der Halbinsel.
Nach zwei Nächten ohne Stromanschluss gab es morgens noch eine kleine Premiere: Unsere Aufbaubatterie war leer und wir mussten zum ersten Mal den Generator anwerfen. Die kalten Nächte mit laufender Wohnmobilheizung bzw. dessen Lüfter und Kühlschrank hatten offenbar mehr Energie verbraucht als erwartet. Zum Glück konnten wir mit dem Generator wieder Strom erzeugen und die Batterie nachladen.
Die Fahrt führte uns erneut am wunderschönen Lake Crescent vorbei. Nach einem weiteren Walmart-Einkauf erreichten wir schließlich unseren neuen Campingplatz.
Und der entpuppte sich als echtes Highlight! Im angrenzenden Dosewallips River konnten wir unzählige riesige Lachse beobachten, die zum Laichen flussaufwärts gezogen waren. Teilweise schwammen sie unmittelbar vor unseren Füßen. Zwischen den lebenden Fischen lagen allerdings auch zahlreiche verendete Lachse – nach dem Laichen ein natürlicher Teil ihres Lebenszyklus. Ein faszinierendes, wenn auch ziemlich geruchsintensives Naturschauspiel!
Unser Stellplatz bot Full Hookup (Strom, Wasser und Abwasser). Lediglich der Frischwasseranschluss machte Probleme, da das Gewinde am WoMo leider zu abgenutzt war und nicht wirklich dicht war. Mit einem umgesetzten Dichtungsring bekamen wir ihn schließlich mehr oder weniger dicht.
Fazit: Der Dosewallips State Park war eine tolle ungeplante Alternative. Besonders die Lachswanderung war beeindruckend. Unser wichtigster Tipp: Straßensperrungen im Olympic National Park unbedingt frühzeitig prüfen! Gerade mit einem großen Wohnmobil können Umleitungen schnell mehrere Stunden kosten.