Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Hiking Southwest - 230 km zu Fuß durch den Südwesten

105 Beiträge / 0 neu
Letzter Beitrag
Werner Krüsmann
Bild von Werner Krüsmann
Offline
Beigetreten: 19.08.2010 - 07:31
Beiträge: 1568
Tolle Tour

Hallo Fritz,

ein toller Bericht. In meinem Alter (64) würde ich mir das nicht mehr zutrauen!

ich bewundere deine Energie!!

Herzliche Grüße

Werner

Eine Reise gleicht einem Spiel. Es ist immer etwas Gewinn und Verlust dabei - meist von der unerwarteten Seite.“ (Goethe)

zehrer
Bild von zehrer
Offline
Beigetreten: 30.09.2009 - 05:20
Beiträge: 644
Komm, 64 ist nix ... da bin

Komm, 64 ist nix Cool ... da bin ich nicht so weit davon weg!

Viele Grüße
Fritz

USA Base Camp
USA Hiking Database

zehrer
Bild von zehrer
Offline
Beigetreten: 30.09.2009 - 05:20
Beiträge: 644
Montag Kendall in Kansas ist

Montag
Kendall in Kansas ist die erste Lokation, an der wir bei einem USA-West-Urlaub Central Time erreichen. Äcker, Felder, Grasland, einige Fabriken und Futterfarmen mit tausenden von Rindviechern, die stinken wie die Pest. Fast die Hälfte hätten wir schon, aber New York ist noch weit und auch nicht unser Ziel.

Nach 213 Meilen stehen wir mitten in der Pampa, das Land ist flach wie die Racetrack Playa und mitten drin ein paar Gipszacken. Willkommen bei den Monument Rocks. Selbst bei grellem Mittagslicht strahlt das Weiß mit gelb-braunen Streifen einen Kontrast zum Umland und Himmel aus, es ist unglaublich. Steinsäulen, Löcher und ein riesiger Arch, den man ebenerdig wie eine Tür durchschreiten kann. Einfach toll! In den oberen Etagen hausen hunderte von Schwalben und auf den Fotos sieht es fast so aus, wie wenn Staub auf dem Objektiv ist, wenn sie durch das Bild pfeifen. Im Hintergrund geben die Ölpumpen ihre unverwechselbaren Geräusche ab.

Mit den Flip-Flops - man ist das schön, mal nicht die Wanderschuhe zu tragen - umrunden wir die weißen Gebilde, inspizieren jeden Zentimeter. Abends oder früh am Morgen wäre es natürlich der Hit, aber wer will schon abseits jeglicher Zivilisation und mangels alternativer Sehenswürdigkeiten hier in der Nähe übernachten? Wir jedenfalls nicht und darum nehmen wir gerne ein paar Meilen mehr in Kauf. Der Besuch hat sich gelohnt.

Nach einigen Meilen erreichen wir die Interstate 70 und es gibt erst einmal eine verdiente Brotzeit im Subway, bevor wir nach Denver durchrauschen. Es sind noch 250 Meilen bis zur Mile-High-City. Kurz vor der Stadt geraten wir in ein Mega-Gewitter. Die schnellste Scheibenwischereinstellung, die der Mitsubishi hergibt, ist zu wenig. Tempo runter! Als wir an einer Tanke stehen, wir der Vorteil klar: Das Auto ist blitz-blank. Waschanlage gespart, aber meine Zigarette brennt irgendwie schlecht.

Eine Blechlawine schiebt sich hinein, wir sind mitten drin, und der andere Stau kriecht uns entgegen. Wo kommen denn die vielen Autos her? Schlange nicht nur auf der Interstate, sondern auch beim Check-in im Curtis. Irgendwas ist los in dieser Stadt. Wir werden es aber nie erfahren, egal.

Der ersten Spaziergang tut gut, nachdem wir nach der langen Fahrt doch etwas viereckig sind. Aber weit war es nicht mehr. Am Larimer Square suchen uns ein Restaurant, das Ocean Prime Denver, und warten in der Bar, bis wir Hunger haben. Prost! Das Essen war ganz gut, aber der Ober war nervig.

Morgen wird ein ruhiger Tag: kein Hike, keine Autofahrt, - die Pause ist seit langem überfällig. Ob wir das überhaupt aushalten? Wir werden sehen.

Fortsetzung folgt ... Nachdem die Bilder bereits online sind [siehe Updates] - werden sukzessiv und parallel zu diesem Bericht die Wanderungen erstellt. Den Fortschritt könnt Ihr gut über die "Updates" verfolgen!

Viele Grüße
Fritz

USA Base Camp
USA Hiking Database

zehrer
Bild von zehrer
Offline
Beigetreten: 30.09.2009 - 05:20
Beiträge: 644
Dienstag Denver wäre ja

Dienstag
Denver wäre ja durchaus eine nette Stadt, die jedoch zwei Nachteile hat. Das Wetter ist oftmals miserabel, da es viel regnet und kalt ist. Und dann wäre noch die zentrale Einkaufsstraße (16th Street Mall) zu nennen, die jedes Jahr mehr von Pennern bevölkert ist. Irgendwie bekommen sie das Problem nicht in den Griff oder sie wollen halt nicht.

Das Curtis ist ein sogenanntes Boutique-Hotel und es gehört zur Gruppe unserer verrückten Paris H.. Stadthotels haben ja so ihren eigenen Charme, um es mal positiv auszudrücken. Einen Stern muss man immer selbst dabei haben, damit das Qualitätssiegel erfülllt ist. Und diese Boutique-Hotels meinen, wenn sie irgendwo in die Ecke eine rote Kommode stellen, dann ist das stylisch und Grund genug horrende Preise zu verlangen. Lange Rede kurzer Sinn, wir haben uns viel mehr von diesem Hotel erwartet.

Und da stehen wir nun unter der überdachten Hotelanfahrt und blicken auf die Straße, wo immer noch der Regen auf die Fahrbahn pinkelt. Der Blick nach oben verspricht Besserung und so ziehen wir unsere Regenjacken über und es geht los. Als sich auf der 16. Straße die Schleusen des Himmels erneut öffnen, verschwinden wir im Starbucks. Aber kaum haben wir den ersten Schluck Kaffee genossen ertönt ein unüberhörberer Feueralarm. Das gesamte Gebäude wird geräumt. Gegenüber hat ein Geschäft eine Markise und wir stehen darunter. Der Regen hört heute wohl nicht mehr auf und so beschließen wir, das größte Einkaufzentrum in Denver zu finden. Cherry Creek Shopping Center, es war riesig und wir sind fast drei Stunden unterwegs. So geht ein Regentag auch vorbei.

Ein, zwei oder drei Bierchen im HardRock und danach wären wir gerne noch eine Runde auf der 16ten gegangen, aber man wird alle paar Meter von den Pennern angehauen, das macht keinen Spaß. Vor allen Dingen sind sie dann auch noch frech, wenn man ihnen nichts gibt. Das Abendessen im Marlowe war mindestens genauso gut, wie gestern und kostete nur die Hälfte.

Mittwoch
Heading West! Früh morgens tauchen wir in die Rockies ein, die noch leicht verschlafen links und rechts der Interstate 70 gewaltig in die Höhe ragen. Noch ist es trocken und nur leicht bewölkt, aber als wir in Idaho Springs das Auto verlassen, scheinen die kurzen Hosen völlig unangebracht. Das Wildfire, nicht die Naturgewalt, sondern ein Restaurant, bringt die Eier trotzdem zum Kochen.

Es geht immer weiter hinauf, welch ein Gegensatz zu den Grasslands auf der anderen Seite von Denver. Am Loveland Pass, der immerhin über 11000 Fuß hat, schneit es. Icy Road und wir wollen gar nicht wisssen, wie kalt es draußen ist. Nach 108 Meilen sind wir am Eagles Eye Arch, der direkt neben der Straße auf dem Weg in eine Schlucht, der Eagle River Gorge, steht. Dieser kleine Arch ist nicht besonders schön, aber angeblich berühmt. Tucker Smith hat ihn in einem Gemälde verewigt, das kein Schwein kennt. Wir jedenfalls nicht. Und so ziehen wir weiter Richtung Westen.

Die Felsenlandschaft vor Glenwood Springs wird immer schöner. Hier hat sich der Colorado durchgefressen und einen schmalen, faszinierenden Canyon geschaffen. Am Milemarker 118,5 entdecken wir einen großen Steinbogen. Leider gibt es keinerlei Möglichkeiten anzuhalten. Je weiter wir die hohen Berge hinter uns lassen, desto besser wird das Wetter. Und trotzdem werden uns die Regenfälle der letzten Tage eine fetten Strich durch die Rechnung machen. Wir wollen zur South Shale Ridge, aber bereits bei der Einfahrt in die Dirtroad bei De Beque sieht es nicht gut aus. Und nach knapp 2,5 Meilen stehen wir alles andere als in Fahrtrichtung. Die Reifen sind zu und wir ackern unverrichteter Dinge zurück. Es wir Zeit, dass Sand anstatt Dreck unter die Räder kommt.

Vorbei an gewaltigen und schönen Hoodoos (MM 41 bis 39) erreichen nach Grand Junction die Westeinfahrt des Colorado National Monuments bei Fruita. Wir stellen erneut fest, wie schön es hier ist. Gewaltige rote Felsen, tiefe Canyon und massive Steinsäulen. Der Südwesten hat uns wieder.

Freundlich, jung, aber ahnungslos sitzt das Mädl in ihrem Kassenhäuschen am Eingang des National Monuments. Gute Frau, wir wollen keinen Eintritt zahlen, da wir nur durch das Monument fahren, um uns die Dirtroads in der McInnis Wilderness anschauen. Zwei Gebiete, die McInnis Canyons Conservation Area und die Black Ridge Canyons Wilderness sind ohne Eintritt möglich. Ich weiß das verlässlich, da ich einen Einwohner von Glade Park kenne. Jetzt will sie telefonieren, die Gute. Komm, lass es sein. Ich spende die 10 Dollar und habe auch die nächsten zwei Tage keine Diskussionen darüber.

Die Straße windet sich durch die roten Schluchten nach oben und ungefähr in der Mitte der Scenic Road, also zwischen Fruita und Grand Junction, zweigt die Black Ridge Road ab. Sie führt nach Glade Park und hinauf zu den Ebenen, die in mehren tiefen Canyons hin zum Colorado ihr Ende finden. Vor Jahren waren wir im Rattlesnake Canyon, aber heuer wird der Mee Canyon zweimal unser Wanderrevier sein. Bereits morgen soll es gewaltig in die Tiefe gehen. Und das wird es auch, versprochen. Es bleibt die Erkenntnis, dass die Dirtroads einwandfrei zu befahren sind.

Die neu gestaltete Main Street in Grand Junction ist für drei Nächte unsere Heimat. Was nicht zu erwarten war ist, dass viele tolle Restaurants das Hikerleben verschönern. Und so führt uns unser erste Weg mal in die Brewery, wo wir einen aus Indien stammenden Apotheker mit seiner südkoreanischen Angestellten an der Bar kennenlernen. Die Geschichten sind ganz interessant und sie empfehlen uns einen Italiener. Essen und Wein waren gut!

Fortsetzung folgt ... Nachdem die Bilder bereits online sind [siehe Updates] - werden sukzessiv und parallel zu diesem Bericht die Wanderungen erstellt. Den Fortschritt könnt Ihr gut über die "Updates" verfolgen!

Viele Grüße
Fritz

USA Base Camp
USA Hiking Database

Karin
Bild von Karin
Offline
Beigetreten: 21.08.2009 - 19:06
Beiträge: 1352
unglaublich schöne Bögen

Hi Fritz,

ich bin Euch zu fast nachtschlafender Zeit hinerhergereist und bin begeistert. Cool

Deine Eulenbegegnung mitten in der Arch war der Anfang, danach musste ich nonstopp weiterlesen. Du schreibts so spannend, dass ich mich gerade in Gedanken nicht in NRW fühlte, sondern die Abenteuer in dem Wash und co richtig fühlte. Schlamm an den Schuhen, der Plateausohlen nachahmt...

Ok, und mit Euch war ich in Denver in meinem ersten Boutique Hotel, so etwas ist das also, ich habe immer gerätselt, wenn ich die Werbung sah. Gelegentlich also eine rote Kommode für den Flair... Wink

Der Schlamm, der mit Regen vermischt die Radkästen zuklebt und die Schuhe instantmäßig umhüllt und gelegentlich einfach aus einer autobahnartigen Dirtroad eine seifenrutschige Piste zaubert, wo eine Ministeigung fast nicht zu überbrücken ist, ok, das war besser zu lesen als direkt dabei zu sein... Wink

Vielen Dank

Tschüß und schreib bitte weiter so spannend

Karin

zehrer
Bild von zehrer
Offline
Beigetreten: 30.09.2009 - 05:20
Beiträge: 644
DonnerstagEs gibt keine
Donnerstag
Es gibt keine Fragen, sondern nur ein flinkes Auge auf den Kassenzettel, der hinter der Scheibe klebt. Und schon geht es die Rim Road entlang der roten Felsen und Canyons. Um die Zeit sind nur die Einheimischen unterwegs, so dass an die Einhaltung des Speed-Limits nicht zu denken ist. Es geht zügig voran. Das war so zügig, dass wir erst mal an der Abzweigung zur Black Ridge vorbeigeschossen sind.

Als der feste Untergrund die Reifen verlässt, kommen wir trotzdem gut voran. Die Upper Road, die ja im Sommer gefahren wird, im Gegensatz zur Lower Road, die im Winter geöffnet ist, präsentiert sich in einwandfreiem Zustand. Und so dauert es nur 45 Minuten, bis wir nach gut 7,7 Meilen am Trailhead stehen. Die Sonne scheint und wir sind alleine. Spaßig ist, dass am Parkplatz ein grünes Rennrad eingesprerrt sein Dasein fristet. Die Kette ist bereit etwas angerostet und ich hoffe, dass der Besitzer nicht irgendwo unten im Canyon liegt. Schwarze Gedanken, ich weiß, aber irgendwie war es das Erste, an das ich denken musste.

Der Trail führt auf einer alten Dirtroad die ersten Gefälle hinunter. Moderat und ohne Probleme geht es voran. Zwischen Sträuchern und durch Blumenwiesen erinnert das Ganze an einen gemütlichen Spaziergang in den bayerischen Alpen. Wenn die Blicke jedoch in die Ferne schweifen, sind die mächtigen Canyons der McInnis Wildernis erkennbar. Immer näher rückt die Kante des Mee Canyons. Und als wir just vor diesem Loch stehen, entscheidet Monika ihre Wanderstecken mal stecken zu lassen, um die Hände für die Kletterei frei zu haben. Eine gute Entscheidung.

Abrupt ändert sich das Layout des Hikes. Aus dem gemütlichen Spaziergang wird Bungee-Jumping. Nein, ganz so schlimm ist es nicht, aber man hangelt sich von Absatz zu Absatz. Das erste Highlight droht. Der Trail verengt sich auf ein ungefähr Quadratmeter großes Loch. Ja, schon richtig gelesen, denn nun für der Weg durch den Mee Canyon Trail Arch nach unten. Wir setzen uns in die Höhle und staunen die ringsum senkrecht abfallenden Canyonwände an. Aber es scheint alles noch kalkulierbar. Unter dem Steinbogen ist eine Leiter angebracht, die hilft, einen 2,50-Meter Absatz zu überwinden. Interessante Variante!

Bild

Ein Schutthaufen garantiert, dass auch die nächsten 30 Höhenmeter an einer Wand entlang gut, jedoch etwas rutschend gemeistert werden. Die Käselöcher an der Wand sind zwar interessant, aber unsere ganze Aufmerksamkeit gehört dem Trail, der nun über Boulder hinweg nach unten führt. Bis zum Alcoven ist es jedoch noch weit. Nicht weit an Meilen, aber an Höhenmetern. Es wird nicht einfacher, denn ein Felsgebilde, praktisch zwei Hoodoos, deren Abstand zueinander nicht geeignet ist, um meinen Alabaster-Körper durchzulassen, versperrt den Weg. Stutzend schweifen unsere Blicke 360 Grad, denn momentan können wir es uns nicht vorstellen, dass der Weg über diese "Gipfel" führt. Doch, meine Freunde, hier geht es lang. Hoch oben hat ein führsorglicher Zeitgenosse Steinpyramiden platziert. Ok, let's try it! Schon etwas zitternd überwinden wir diese Hürde. Es mag ja sein, dass das Blut an den Knien echt ist, aber komm, sei tapfer!

Nach eineinhalb Stunden sind wir ungefähr noch 50 Meter über dem Canyonboden. Leider wissen wir, dass uns noch etwas erwartet, nämlich ein kleiner Absatz, der in der einzigen Quelle im Internet als das schwierigste Stück des Hikes beschrieben ist. Wir sind da. Und eigentlich trauen wir unseren Augen nicht. Es sind ungefähr 30 Zentimeter, die der Weg breit ist und diese Stufe hängt auch noch dem Canyonboden entgegen. Und es sind nur vielleicht 50 Zentimeter einsehbar und dann geht es um eine Kurve, deren Ende nur erahnt werden kann. Zefix ist ein bayrischer Fluch, der zum Ausdruck bringt, dass etwas schief läuft bzw. schief gelaufen ist. Grenzerfahrung! Die linke handert mit der rechten Gehirnhälfte und man versucht die Dinge zu objektivieren. Das gelingt immer nur kurzzeitig und ein Anlauf zur Überwindung des Hindernisses endet dann, wenn sich der Verstand zu Wort meldet. Aber der Ehrgeiz will nicht aufhören anzuklopfen. Ich suche nach einer Möglichkeit, unser Seil anzubringen. Leider gibt es nichts, was anschließend das Risiko als kalkulierbar einstufen könnte. Zigarettenpause! Wir erkennen unsere Grenzen. Vor 20 Jahren wären wir einfach gegangen, so zumindest die theoretische Sicht der Dinge. Heute kommen wir selbst nach 20 Minuten der Überlegung zu dem Schluss: Wir lieben das Leben und so soll es noch möglichst lange bleiben. Es ist unfaßbar, denn ein Bild im Internet zeigt einen relativ erfahrenen und schwergewichtigen Mann, wie er da so lässig mit einem Stecken auf diesem Absatz steht. Ziemlich geknickt kehren wir zurück und als wir wieder am Durchstieg des Steinbogens sind, wird der kurzerhand als Highlight des Tages deklariert. Und alles ist gut, - fast. Es war eine schöne, abwechslungsreiche Wanderung und plötzlich spüre ich mein aufgeschürften Knie und Ellenbogen.

Wir sind nun natürlich zu früh und beschließen neue Ziele zu definieren. Zurerst fahren wir mal durch die Ebene bei Glade Park. Ein paar sehr schöne Häuser gäbe es hier, viele stehen zum Verkauf. Selbst hier im Nirgendwo hat die Krise zugeschlagen.

Durchfahrt verboten! Nicht an einer Straße prangt diese Schild. Nein, wir stehen vor dem Thoroughfare Canyon Trail. Das ungewöhnlich Wort trifft es nicht ganz, denn man könnte praktisch den kompletten Canyon 8,5 Meilen durchwandern. Und einen Ausgang gäbe es auch. Aber das ist zuviel für heute. Und so wandern wir den Canyon hinunter bis zu einem großen Brotzeitfelsen. Hier, wo man dem Buschwerk des Canyons entflohen ist, könnte man in der Abendstimmung ein herrliches Essen veranstalten. Ein Apfel tut's aber auch.

Über die Little Park Road fahren wir zurück nach Grand Junction und wundern uns am Ausgang, dass es hier keine Zahlstation gibt. Man könnte also ins Monument ohne Kontrolle, müsste aber dort auch wieder hinaus fahren, um der Prüfung des Tickets bei der Ausfahrt zu entgehen. So was macht man nicht! Zum Abendessen versuchen wir es heute mit der Winery an der Main Street. Sehr empfehlenswert, - und als das zweite Glas Wein den Weg in den Körper findet, wäre der Absatz von heute ein Klacks.

Fortsetzung folgt ... Nachdem die Bilder bereits online sind [siehe Updates] - werden sukzessiv und parallel zu diesem Bericht die Wanderungen erstellt. Den Fortschritt könnt Ihr gut über die "Updates" verfolgen!

Viele Grüße
Fritz

USA Base Camp
USA Hiking Database

Karin
Bild von Karin
Offline
Beigetreten: 21.08.2009 - 19:06
Beiträge: 1352
Grenzen anerkennen

Hi Fritz,

ich denke, dass Ihr die richtige Entscheidung getroffen habt, nicht weiterzuklettern, wenn Ihr es realistisch gesehen mit dem Leben hättet bezahlen können. Den Preis ist der beste Bogen nicht wert, genau genommen auch nichts Anderes.

Ihr kennt Eure Grenzen, seid nicht übervorsichtig, ein wenig Gehirn einschalten darf doch schon noch erlaubt sein...Wink

Stellt Euch vor, spätere Wanderer finden Euer angerostetes Auto... Frown

Es ist wirklich spannend mit Euch!

Vielen Dank für die Überbrückung der letzten zwei Wochen vor unserem Nordwesturlaub.

Karin

zehrer
Bild von zehrer
Offline
Beigetreten: 30.09.2009 - 05:20
Beiträge: 644
... wäre ja nur ein Mietwagen

... wäre ja nur ein Mietwagen gewesenCool

Viele Grüße
Fritz

USA Base Camp
USA Hiking Database

Fredy
Bild von Fredy
Offline
Beigetreten: 21.08.2009 - 14:53
Beiträge: 8035
Toll

Mensch Fritz, Du bist schon ein taffer Typ. Ich freue mich - vielleicht im nächsten Frühjahr - die Gegend dort zu erwandern und von Deinen Tipps zu profitieren.

Es macht Spass (und ein bisschen Herzklopfen) mit Dir zu reisen!

 

Herzliche Grüsse,

Fredy

 

Bernhard
Bild von Bernhard
Offline
Beigetreten: 21.08.2009 - 15:31
Beiträge: 16509
Umgebung Grand Junction

Hallo Fritz,

ich lese interessiert eure Erlebnisse im Backcountry mit. Da ja Grand Junction nicht so schwer zu erreichen ist, würde es mich doch intereesieren, wo im Umkreis diese Regionen liegen. Hast du eine Karte als Link ?

Grüße

Bernhard

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)