Das Wetter ist schon kaum mehr erwähnenswert: Es scheint wieder die Sonne. Heute steht eine längere Etappe an: Wir fahren nach Cape Breton. Nach dem Frühstück brechen wir auf. Zunächst müssen wir tanken fahren, was aber kein Problem ist. An einer sehr kleinen Tankstelle tanken wir 190l nach. Regular kostet aktuell 1,49 CAD/l. Nach dem Tanken biegen wir auf den Trans Canadian Highway ein. Kurz vor New Glasgow geht dieser Richtung Osten in den NS4 über. In New Glasgow fahren wir aber zunächst ab, um an einem Atlantic Superstore einkaufen zu gehen. Anschließend setzen wir unsere Reise Richtung Osten fort. Um kurz vor 12 halten wir in Höhe von Bayside an einem Tim Hortons, um etwas zu essen. Spannend ist hier, dass alle 4 Kreditkarten an dem Terminal nicht funktionieren. Es stellt sich aber später heraus, dass es am Terminal und nicht an den Kreditkarten liegt. Wir folgen dem NS4 weiter Richtung Osten und überqueren bei Port Hastings den Damm und erreichen Cape Breton. Von Port Hastings folgen wir dem Highway 105 Richtung Norden, bis wir Whycocomagh erreichen. Dort übernachten wir am Whycocomagh Provincial Park. Man merkt jetzt richtig, dass die kanadischen Schulferien sich dem Ende zuneigen. Wir haben das erste Mal auf unserer Reise einen Site ohne Strom und Wasser. Dafür ist der Stellplatz gerade, liegt im Schatten einer riesigen Eiche und hat zudem noch eine riesige Wiese, was den Kindern gefällt. Unsere Kaffeerunde steht an und im Anschluss machen wir uns zu Fuß Richtung See auf.

Der Herbst steht auch vor der Tür.

Der See gehört nicht zum Provincial Park. Man muss ca. 150m neben dem Highway laufen und kommt dann zu einer Picknick Area, in der es mehrere Picknickbereiche gibt, die aber alle leer sind. Wir finden eine Treppe, die uns zu einem kleinen Strand mit Wasser führt. Es geht ein leichter Wind. Wie sich herausstellt, ist das kein See sondern ein Teil des Meeres, denn es ist Salzwasser. Wir sehen auch Quallen und einen Seestern. Über uns fliegt ein Weißkopfseeadler vorbei, der sich am anderen Ufer auf einem Baum niederlässt. Dies erkennt man aber nur mit dem Fernglas.


Na wer sieht den Weißkopfseeadler?




Die Kinder spielen am Strand und ich lasse kurz die Drohne aufsteigen, um ein paar Bilder zu machen. Nach einer Dreiviertelstunde gehen wir zurück zum Campingplatz. Übrigens gibt es auf dem Platz auch einige höher gelegene Plätze, von denen man eine tolle Aussicht hat. Während die Kinder draußen spielen bereiten wir das Abendessen vor. Es gibt heute wieder Gemüsepfanne, mit Reis und Lachs. Während dem Essen werden wir von einer Horde Moskitos überfallen. Das stört etwas beim Essen.

Hallo Felix,
das mit dem Salzwasser in dem See sieht man auf der Karte auch nicht sofort. Ist ähnlich wie beim Nitinat Lake auf Vancouver Island. Da muss man auf der Karte auch erst ein wenig heranzoomen, um die Verbindung zum Ozean zu erkennen.
Für den Weißkopfseeadler bräuchte ich allerdings eine längere Brennweite.
Viele Grüße
Alex
I love not man the less, but nature more
Reisebericht "The Big Circle" (LAX-LAX)
Interessanterweise waren wir, bis auf die letzte Übernachtung, immer an salzwasserhaltigen Gewässern, auch wenn es oft nach einem See aussah.
Gruß
Felix
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Jedes große Abenteuer beginnt mit den Worten: Ich glaube ich kenn da 'ne Abkürzung.