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Rundreise durch Arizona und New Mexico / Herbst 2017: 11. Von Tombstone zum Kartchner Caverns State Park, Arizona

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Herbstfahrer
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Rundreise durch Arizona und New Mexico / Herbst 2017: 11. Von Tombstone zum Kartchner Caverns State Park, Arizona
Steckbrief
Gefahrene Meilen: 
96 Meilen
Besuchte Highlights: 
Fazit: 
Ein Hauch von Wildem Westen in der "town too tough to die"...

13.10.2017

Bei sehr schönem Wetter verliessen wir das Chiricahua N.M., fuhren auf den Hwys 181 und 191 Richtung Süden und Südwesten durch trockene weite Prärielandschaften, vorbei an einsamen Ranches mit mächtigen Getreidesilos. Kurz vor der Siedlung Elfrida zweigte die kleine Gleeson Road unvermittelt rechts ab, die uns durch die malerischen Ausläufer der Dragoon Mountains zu dem Städtchen Tombstone am Hwy 80 führte.

  

Tombstone kam angeblich zu seinem seltsamen Namen, weil in den 1880er Jahren ein gewisser Ed Schieffelin überzeugt war, durch harten Einsatz Silber aus den Felsen schlagen zu können, entgegen der Häme der Soldaten, die ihm prophezeiten, dass er höchstens seinen eigenen Grabstein erschaffen werde. Schieffelin sollte recht behalten. Das Minenstädtchen wuchs rasant, es siedelten sich Minenarbeiter, Cowboys, Rancher, Banditen und Revolverhelden an. Tombstone war eine Zeitlang einer der grössten rowdyhaftesten und verruchtesten Schauplätze im Südwesten, in dem Schiessereien an der Tagesordnung waren und von überhitzten Journalisten täglich Legenden und Mythen ins Land geschickt wurden. Heute ist es ein gut erhaltenes, einigermassen authentisches Beispiel dieser Wildwest-Kultur. Inzwischen leben hauptsächlich reiche Ruheständler und im Tourismus tätige Menschen in dem wohlhabenden Städtchen, das täglich von Hunderten von Touristen besucht wird. Neben Restaurants, Saloons, Souvenir- und Western-Kitsch-Läden gibt es noch original historische Gebäude und Minen-Geräte.

  

Man kann in einer Postkutsche durch die Stadt fahren oder bei nachgestellten „gunfights“ (10 $ p.P.) Pulverdampf und Westernfeeling schnuppern.

  

Nach der Einfahrt in das Städtchen ging es links ab zu grossen Parkplätzen, von denen man in 5 Minuten auf die „Hauptstrasse“ gelangte. Wir schlenderten etwa 2 Stunden durch die Strassen, hatten immer wieder unseren Spass an den Wildwest-Typen,

  

schauten in einige Geschäfte und nahmen einen guten Lunch im hübschen „Margaritas“, (ehemals ältestes Hotel und Restaurant der Stadt, betrieben von der  wohltätigen Nellie Cashman, die kranke und verletzte Minenarbeiter pflegte). Wir fanden es trotz der sehr touristischen Einflüsse ganz interessant, besonders in den von der Allen Street abgehenden kleinen Seitenstrassen, wo man z.B. einen Blick in die damalige Zeitungsredaktion mit historischen Berichten und Schlagzeilen werfen konnte.

Und über allem wachten die "modernen" Sheriffs mit ihren schusssicheren Westen, die auch gerne ein Schwätzchen hielten.

Den Boothill Graveyard am Nordende der Stadt haben wir nicht besucht, da wir nicht so spät an unserem nächsten Ziel ankommen wollten.

Anschliessend fuhren wir weiter über die Hwys 80, 82 und 90 nach Norden, entlang der Dragoon Mountains,

vorbei an einer weiteren border control mit Passkontrolle, bis wir am frühen Nachmittag an dem schönen, grosszügigen Kartchner Caverns CG ankamen.

  

Wir hatten zum Glück reserviert, denn auch dieser CG war (an diesem Freitag) komplett ausgebucht.

Nach dem Kaffee machten wir einen Spaziergang zum nahen Discovery Center, wo wir für den nächsten Morgen die Rotunda-Tour schon vorab gebucht hatten. Dort schauten wir uns das eindrucksvolle Video zu den Kartchner Caverns und deren Entdeckung an. Das weitläufige Discovery Center – Treffpunkt für die Höhlen-Touren - ist umgeben von einem kleinen „Hummingbird-Garden“, in dem wir hübsche Schmetterlinge, aber leider keine Hummingbirds entdeckten. Den Abend verbrachten wir gemütlich mit Sternegucken auf unserem malerischen ruhigen Camping-Plätzchen. 

Viele Grüsse, Irma