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Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Im Wohnmobil nach Washington DC, Boston, Neuengland und New York

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Santi
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Im Wohnmobil nach Washington DC, Boston, Neuengland und New York
Eckdaten zum Reisebericht
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Hallo liebe WoMo-Abenteurer,  Smile
ich bin noch ganz neu hier, da ich leider dieses tolle Forum erst vor kurzem entdeckt habe.
Ich bin auch schon lange USA-süchtig und war schon mehrmals mit dem RV im Land der unbegrenzten Weiten unterwegs, zuletzt im Sommer 2011.
Da ich sehr gern über die Erlebnisse von anderen Urlaubern lese, möchte ich auch einen Reisebericht zu dieser Reise-Homepage beitragen:

Wohnmobil-Rundreise im Nordosten der USA  (18.08. - 05.09.2011)
Während unseres Aufenthaltes in den USA schrieb ich täglich an diesem Reisebericht, der nun nach und nach veröffentlicht wird.
Wir sind eine Familie mit zwei Kids (zum Zeitpunkt der Reise 15 und 12 Jahre alt).
Die wichtigsten Stationen unserer Wohnmobil-Rundreise waren Washington D.C., Mount Vernon,
der Shenandoah Nationalpark, die Neuengland-Staaten Vermont, New Hampshire, Maine und Massachusetts, Boston und die "Plimoth Plantation", Newport und am Ende als Abschluss New York. 

Insgesamt haben wir in den gut zwei Wochen USA-Urlaub fast 2.250 Meilen (ca. 3.500 km) zurückgelegt. 
Viel Spaß beim lesen!     

Los gehts:

Am Donnerstag, den 18.August 2011 flogen wir wieder einmal in die USA. Um einen möglichst günstigen Flug zu bekommen, hatte ich bereits im Winter 2010 gebucht. Leider konnten wir frühestens zu diesem Termin Mitte August fliegen, sonst wären die Preise deutlich teurer gewesen. Wir starteten mit British Airways erst am späten Nachmittag von München und erreichten über London, von wo wir um 20 Uhr weiterflogen, am späten Abend um 22.30 Uhr New York. Telefonisch bestellten wir den Hotel-Shuttlebus, der allerdings nicht nur uns, sondern gleich noch eine weitere halbe Schulklasse aufgabelte - leider verteilt über das ganze Flughafengelände. Nach mehreren Runden um die Gebäude des JFK-Airports erreichten wir nach Mitternacht endlich unser Flughafenhotel.
Leider hatte das Hampton-Inn keine Bar, so dass ich ohne das ersehnte erste Bud-Light ins Bett musste.
Wir waren aber sehr müde, so dass dies nicht weiter störte.
 Hotel Hampton Inn am NY-Airport JFK
Während unseres Aufenthaltes schrieb ich täglich an diesem Reisebericht.

Viele Grüße
Santi

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Santi
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von NY in Richtung Süden

Freitag, 19.08.2011 (New York Brookyn Bridge - Fahrt von N.Y. nach Newark)

Nach einem guten Frühstück in unserem Hotel sind wir mit einem Taxi in ca. 35 Minuten zur Brooklyn Bridge gefahren, wo wir um 10 Uhr ankamen. Von einer Aussichtsterrasse genossen wir den tollen Ausblick auf die Skyline von Manhattan, sahen die Helikopter am Battery Park im Minutenabstand starten und Landen und beobachteten die Fährschiffe, die vor uns vorbeifuhren. Nach einigen Fotos gingen wir zum Ostende der Brooklyn-Bridge und überquerten das berühmte Bauwerk zu Fuß.


Immer wieder blieben wir stehen, machten Fotos und bewunderten die Skyline von New York. Dabei mussten wir sehr aufpassen, denn die Radfahrer auf der Brücke haben offenbar die Touristen aus aller Welt zum Abschuss freigegeben und rasen mit ziemlicher Geschwindigkeit vorbei.
auf der Brooklyn Bridge

Wir waren von der Größe der Stadt beeindruckt, das Empire State Building war nur in der Ferne zu sehen. Sehr schön sahen wir den Pier 17 und die vielen Bankgebäude der Umgebung. Nach etwa 45 Minuten hatten wir die Brücke gemütlich überquert und schlenderten am Rathaus vorbei zum Financial District.

Am Ground Zero sahen wir die riesige Baustelle des neuen WTC, daneben gingen wir noch kurz zur ältesten Kirche Manhattans, der 1766 erbauten St.Pauls Chapel und schauten kurz in den alten Friedhof mit dem teils schiefen Grabsteinen.
 

Viel Zeit hatten wir heute nicht, aber wir wollen ja in 2 Wochen wieder hierher kommen und werden dann alles genauer besichtigen. Für heute beendeten wir den Kurzbesuch in Manhattan und fuhren mit der Subway Linie E zurück nach Jamaica, einem Stadtteil am Flughafen JFK. Hier aßen wir einen Hotdog, denn inzwischen knurrte uns schon wieder der Magen. Unser Taxifahrer holte uns wie vereinbart an der Archer Ave. ab.
Cruise America RV C25
Nach einem kurzen Stopp am Hotel, wo wir unsere Koffer abholten, brachte er uns zur Vermietstation von Cruise America in Roslyn, Northern Blvd. Wir hatten schon vor einigen Monaten ein Wohnmobil der Größe C25 gemietet.
Diesen Typ hatten wir schon im letzten Jahr in Südwest-USA gefahren und wir waren mit dem Platzangebot für vier Personen in dem 7,50 m langen Fahrzeug sehr zufrieden. Nach den kurzen Vertragsformalitäten zeigte uns einer der Mitarbeiter von Cruise America den RV (= Recreation Vehicle), dann ging es kurz nach 15 Uhr auch schon los auf den Highway.
Unser RV hatte erst 13.500 Meilen auf dem Tacho und war noch relativ neu.
Leider standen wir nach wenigen Meilen schon in einem Riesenstau im Norden von N.Y.. Für die „Fahrt“ durch die Bronx auf dem Highway brauchten wir fast 2 Stunden, so dass wir in unserem Zeitplan etwas hinterherhinkten. Gegen 18 Uhr zogen dunkle Gewitterwolken auf und wir fuhren bei Starkregen Richtung Süden.

Da wir leider keinen Campingplatz fanden, blieben wir nach dem Einkauf der ersten Lebensmittel einfach auf dem großen Parkplatz eines ACME-Einkaufscenters an der Elkton Road in Newark (DE) bei Wilmington stehen.

Inzwischen waren wir schon 164 Meilen gefahren und es war 20 Uhr. Julia war inzwischen eingeschlafen, die Zeitumstellung machte sich noch bemerkbar. Auch Tobias hatte keinen Hunger und war nur noch müde, so dass beide gleich einschliefen. Sabine und ich gingen noch ins Restaurant Applebee am Einkaufszentrum und aßen kleine Steaks mit Kartoffeln.
Hier stand er dann auch endlich vor mir: der erste Pitcher mit kühlem Bier der ältesten US-Brauerei Yuengling (benannt nach den Deutschen Einwanderer Jüngling). Ein Hochgenuss nach dem langen, anstrengenden Tag!

Nach 23 Uhr krochen wir in den Schlafsack und hofften, dass sich niemand daran stören würde, dass wir einfach hier am Parkplatz übernachten. Eigentlich ist das wohl nicht erlaubt, aber es blieb uns keine andere Wahl. Wir verbrachten eine gute Nacht.

Viele Grüße
Santi

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Richard
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Guter Einstand

Hallo Santi,

ich lese gerne mit und freue mich auf das was da noch kommt.

Viele Grüße

Richard
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Unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Von dem was wir für unmöglich halten.

Santi
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Danke, Richard, für die erste

Danke, Richard, für die erste Reaktion auf meinen Bericht. Smile
Ich glaube, das Komplizierteste am Verfassen eines Reiseberichtes ist es, alle Fotos zunächst in einen Extra-Ordner zu kopieren, dann zu verkleinern und anschließend in den Bericht einzufügen.
Das kostet Zeit! Aber es macht auch Spaß hier mitzumachen.

Viele Grüße
Santi

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Richard
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Der Mühe Lohn

Ja, das ist das aufwändige an einem RB. Auch schätzen wir sehr wenn jemand zuerst gibt und nicht nur nimmt, das kommt nicht so oft vor. Es gebietet sich daher die Mühe entsprechend zu würdigen. Danke im Namen des gesamten Teams.

Viele Grüße

Richard
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Bernhard
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Los geht´s !

Hallo Santi,

da kann ich deiner neuen Mitgliedschaft im Forum und deiner Fahrt im Reisebericht nur zurufen: los geht´s ! Bei dir ist es mal andersherum als bei den meisten hier, die nach Fragen und Antworten hier uns dann berichten, wie es gelaufen ist. Mit deinem Einstand mittels Reisebericht ab New York ergänzt du die "Ostgruppe" , die nicht ganz so stark wie die "Südwest-Gruppe" vertreten ist. (Die " Nord-Westler und Kanadier " wollen wir auch nicht vergessen !).

Dann lese ich mal mit, wie es euch auf den stark befahrenen Straßen im Osten ergangen ist -- oder kommen auch mal heimelige Sträßchen ?

Grüße

Bernhard

 

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Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Santi
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Beigetreten: 13.02.2012 - 15:07
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@Bernhard: Es kommen auch

@Bernhard: Es kommen auch noch kleinere Straßen - nach Washington DC.
Ich freue mich, etwas beitragen zu können - später brauch ich dann noch Tipps für meine diesjährige Tour von
Denver über Custer - Badlands - Yellowstone - Arches - Canyonlands - Denver.
Da kennst Du Dich ja aus!
Dazu melde ich mich aber an anderer Stelle in ein paar Tagen!
1995, 1998 und 2010 war ich auch schon im Südwesten unterwegs: LA - Joshua Tree - Las Vegas - Zion - Bryce - Arches - Monument Valley - Page - GC - Sequoia - San Francisco - Highway No.1 - LA. Traumhaft schön!
 Schönen Abend, Santi

Viele Grüße
Santi

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Bernhard
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Tipps ab Denver 2012

Hallo Santi,

ja , das sollte möglich sein ! Laughing

Grüße

Bernhard

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Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

California Drea...
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Beigetreten: 17.11.2010 - 13:53
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Vielen Dank für den schnell erfüllten Wunsch!

Hallo Santi,

vielen Dank für meinen schnell erfüllten Wunsch nach dem Reisebericht!!!

Ich geselle mich dann mal hinzu & schaue mal, was ich so für unsere Tour evtl. aufnehmen kann.
An der einen oder anderen Stelle der Route ist es bei uns noch verzwickt, aber ich habe ja noch reichlich Zeit.

Grüße
Simone

Simone

California Dreamin'79
 

Santi
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auf nach Washington DC

Samstag, 20.08.2011 (Fahrt nach Washington DC, 1. Stadtbesichtigung)

Übernachtungsplatz beim ACME-Einkaufscenters an der Elkton Road in Newark (DE) bei Wilmington

Am Samstag standen wir schon um 7 Uhr auf. Nach einem schnellen Frühstück bei Mc Donalds in Newport fuhren wir auf der IS 95 vorbei an Baltimore weiter bis Washington, wo wir nach ca. 100 Meilen ankamen. Unterwegs sahen wir auf der Gegenfahrbahn hunderte von schweren Motorrädern, hauptsächlich von Harley Davidson, wegen denen sogar die Interstate gesperrt wurde. Auf den Brücken standen Menschen und winkten den Bikern mit US-Fahnen zu, die zum Gedenken an die Opfer vom 11.9.2001 unterwegs waren. Sehr beeindruckend!

Gegen Mittag kamen wir in der amerikanischen Hauptstadt an. Ich hatte bereits vorher im Internet einen Campingplatz ausgesucht, der nicht zu weit vom Zentrum entfernt liegt (Cherry Hill RV-Park). Wir konnten bereits um 12 Uhr unseren RV parken und die Kinder testeten sofort den Pool, während wir Wasser und Strom anschlossen und duschten.
Cherry Hill RV Park in Washington DC

Kurz vor 14 Uhr fuhren wir mit einem Linienbus zur Metro, von dort weitere 35 Minuten bis in die City von Washington. Wir hatten übers Internet eine Gratis-Führung durch das ca. 200 Jahre alte Capitol gebucht, den Sitz des Senats und Repräsentantenhauses. Da die Metro-Fahrt länger als vermutet dauerte, kamen wir dementsprechend gehetzt dort an und konnten den großartigen Anblick der riesigen Kuppel zunächst gar nicht richtig genießen.

Gemäß Hinweis auf den Tickets sollte man 45 Minuten vor dem Termin zum Sicherheitscheck erscheinen. Da wir allerdings um 15 Uhr eine der letzten Führungen des Tages gebucht hatten, mussten wir kaum anstehen, so dass alles noch klappte. Ärgerlich war nur, dass wir unsere noch ungeöffneten Wasserflaschen im Müll versenken mussten, da das Mitbringen von Flüssigkeiten jeder Art verboten war. Das Sonnenmittel ließen die Eingangskontrolleure – nach Geruchsprüfung - gerade noch so durchgehen. Im Inneren sahen wir zunächst einen Film über die Geschichte des Capitols, wobei die Demokratie und das Wahlsystem der USA entsprechend patriotisch gelobt wurden. Dann wurden wir in einer Gruppe von ca. 20 Personen in den riesigen Raum unter der 88 Meter hohen Kuppel gebracht, wo uns die Wandgemälde erklärt wurden.

Da mehrere Gruppen gleichzeitig durchgeschleust wurden war es dementsprechend laut und turbulent. Durch weitere Hallen kamen wir schließlich in die Statuary Hall mit den lebensgroßen Standbildern verdienter Amerikaner. Wie wir erfuhren, darf jeder Bundesstaat 2 Statuen ins Kapitol entsenden und auch nach Bedarf austauschen. Florida war beispielsweise mit dem Erfinder der Klimaanlage vertreten, außerdem sahen wir einige Präsidenten vergangener Zeit.  Die Kinder fanden alles eher langweilig.
Nach der Führung blieb endlich Zeit, eine Familie aus Stuttgart zu begrüßen, mit der wir uns hier verabredet hatten. Sie waren wie wir gerade auf einer USA-Rundreise. Wir beschlossen, gemeinsam als nächstes das Weiße Haus von außen zu besichtigen und gingen zurück zur Metro-Station Capital South.

Fünf Stationen nördlich, am Metro Center, stiegen wir wieder aus und schlenderten am Schatzamt vorbei, dessen Bild man von den 5-Dollar-Scheinen kennt, zum Sitz des amerikanischen Präsidenten. Ob Familie Obama derzeit da ist konnten wir nicht feststellen, zumindest wehte aber die Fahne am Dach.
Jeder Tourist versuchte am Zaun ein optimales Bild vom White House -  mit oder ohne die übergewichtige Gattin im Vordergrund -  machen zu können.

  Nach zehn Minuten hatten wir genug von dem Trubel und gingen wieder zurück auf der E-Street. In Harrys Familiy Restaurant in der 12th-Street bekamen wir noch einen schönen Tisch für acht Personen im Freien am Straßenrand und gönnten uns ein gutes New-York-Strip-Steak und Yuengling-Beer (Krug zu 4 Dollar).

Wir verbrachten einen vergnügten Abend, verabschiedeten uns gegen 21 Uhr von unseren Freunden und fuhren mit der Metro zur Station Greenbelt im Norden der Stadt, von dort dann mit einem extrem langsam schleichenden Taxifahrer zurück zum RV-Park, wo wir müde und zufrieden in unsere Betten fielen.

Morgen wollten wir wieder in die Innenstadt - diesmal zum National Monument...

Architektonisch interessant - Die METRO von Washington DC 

 

Viele Grüße
Santi

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Richard
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Beigetreten: 07.10.2009 - 21:00
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Campgrounds&Highlights

Hallo Santi,

du kennst doch sicher unsere tolle Datenbank. Es wäre traumhaft, wenn du bei Gelegenheit dort auch ein paar Einträge machen könntest um sie weiter zu verbessern. Wink

Viele Grüße

Richard
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