Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

5 Wochen auf Tour – 4277 Meilen durch den Südwesten, Sommer 2011

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Wooly Bully
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5 Wochen auf Tour – 4277 Meilen durch den Südwesten, Sommer 2011
Eckdaten zum Reisebericht
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unvollständig

Liebe Womo-Abenteurer,

heute beginnen wir - endlich – mit unserem Reisebericht! Wir laden euch ein, an unseren Erlebnissen teilzuhaben und in den kommenden Tagen und Wochen mit uns zu reisen.

Für uns ist es auch eine schöne Gelegenheit, die Reise Revue passieren zu lassen, uns bei den erfahrenen Community-Mitgliedern für viele wertvolle Tipps zu bedanken und Neulingen wie uns damals, eine Vorstellung über einen möglichen Reiseverlauf zu geben.

Viel Spaß wünschen euch

Marc, Ingrid und Etienne

 

Routenplanung: http://www.womo-abenteuer.de/node/1983

 

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Richard
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Riesenbanane

Hallo Ihr drei,

das nenne ich doch mal eine typisch amerikanische Banane. Füttert uns bitte aber mit kleinen Stücken, damit wir uns nicht verschlucken. smiley)

LG Richard

P.S. Check mal den Link

Viele Grüße

Richard
Scout Womo-Abenteuer.de

Unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Von dem was wir für unmöglich halten.

Wooly Bully
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Prolog

Eigentlich sind wir ja durchaus irgendwie Amerika erfahren, aber bei uns beiden liegt der letzte USA-Besuch ca. zwei Jahrzehnte zurück. Und Womos stellten für uns bis dato wirklich ein Abenteuer dar, denn hierbei waren wir vollkommen unerfahren. Also fühlten wir uns insgesamt doch als Greenhorns. Und wahrscheinlich haben wir uns auch genau so angestellt. Zumindest bei der anfänglichen Routenplanung, da haben wir noch viiiiel zu viel reingepackt. Aber wie sich rückblickend bewahrheitet hat, waren die mahnenden Worte und die Tipps vor allem zur Entschleunigung von den erfahrenen „Profis“ aus der Community sehr hilfreich und wir taten sehr gut daran, den Empfehlungen zu folgen. Auch wenn wir uns anfangs einbildeten, mit über 5 Wochen wirklich genug Zeit für eine große Tour zu haben, so erwies es sich selbst mit der letztlich deutlich verschlankten Route immer noch als vollgepackt genug, denn es gab viel zu sehen und nicht selten ergaben sich unterwegs spontane Gelegenheiten, Amerika zu erleben.

 

Als Marc vor 20 Jahren in den USA war, hatte er viel Zeit, denn er ist damals mit zwei Freunden während der Semesterferien 3 Monate lang von Ost nach West gereist. Im eigenen, gekauften Wagen gab es neben einem schönen, angenehmen Reisen das typische Amerika Feeling inklusive.

Vor 20 Jahren: Mit einem 77er Mercury Marquis quer durch die USA

 

Marc hatte damals die meisten Nationalparks auch im Südwesten besucht, aber das Wissen über die vielen State Parks, sonstigen Sehenswürdigkeiten und „kleineren“ Naturwunder war schlichtweg nicht vorhanden, das WorldWideWeb gerade erst am Entstehen. Nichtsdestotrotz, die Natur, die Städte und die Weite des Landes haben ihn seitdem nicht mehr losgelassen.

Ingrid kannte bisher eher Leute als Land, denn sie war 1980 für ein Schuljahr über den American Field Service als Austauschschülerin in Illinois, aber viel vom Land (außer den endlosen Weizenfeldern des Mittleren Westens oder Chicago und einem Trip nach Las Vegas, der aber altersbedingt ohne Casino-Besuch blieb und einem Tagesritt zum Grand Canyon) hatte sie bislang nicht gesehen.

Etiennes bisherige Amerikaerfahrung beschränkt sich auf die Simpsons, die Transformers und den berühmten Finger auf der Landkarte. Cool

 

cBerti
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Ich reise mit!

Hallo

Ich reserviere mir den Platz am Kühlschrank und reise mit Euch. Bin mal gespannt was ihr alles erlebt habt!U

Mat frëndleche Gréiss, Claude
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In the end, it’s not the years in your life that count. It’s the life in your years.

Richard
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Ich rutsch dann mal

Hi Claude,

der gehörte eigentlich mir, aber ich rutsche gerne.

LG Richard

Viele Grüße

Richard
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cBerti
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Kühlschrank

Sorry Richard,

hatte nicht bemerkt dass du schon zugestiegen bist. Bei 5 Wochen Fahrt können wir ja abwechseln.

 

Mat frëndleche Gréiss, Claude
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Wooly Bully
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1. Mittwoch., 22.06. Abflug + Ankunft San Francisco

Marc: Es ist schon verrückt! Noch nie habe ich einen Urlaub ein Jahr vorher begonnen zu planen, den Flug 10 Monate vorher gebucht oder bin in eine  - teilweise akribische -  Detailplanung schon 6 Monate vorher eingestiegen. Noch nie habe ich auf so vielen Webseiten gestöbert, in so vielen Communities und Foren gelesen und noch nie habe ich mir bei Amazon so viele Reiseführer gleichzeitig bestellt. Ich weiß nicht wie viele Nächte ich mir mit Recherchen um die Ohren geschlagen habe, wie oft ich Kollegen, Freunde und Verwandte mit meinen Reiseplänen genervt habe, aber jetzt war es endlich soweit: die lange Zeit des Wartens und der soooo großen Vorfreude war vorbei!

Irgendwie kann ich es noch gar nicht fassen, die letzten Wochen waren sehr stressig, gestern bin ich erst aus München zurück gekommen, eigentlich wollte ich schon Urlaub haben, aber München wurde kurzfristig eingeschoben. Der Kopf ist noch nicht auf Urlaub eingestellt, der Körper schon – bitter nötig!

Gut dass Ingrid zu Hause alles vorbereitet hat: Checkliste durchgehen, letzte Dinge besorgen, Koffer packen - auch alles neben ihrem Job! Heute ist letzter Schultag. Etienne hat um 10:30 Schule aus, ich hole ihn ab. Abflug ist um 17:25 Uhr. Strammes Programm, noch 7 Stunden. Aber alles wurde Tage und Wochen vorher durchgesprochen, abgestimmt und mehrfach durchgespielt. Kein Raum für Zufälle also – hoffentlich!

Etienne und ich müssen noch zum Friseur, die nächsten knapp 6 Wochen kommen wir nicht dazu. Bei Männern geht das Haare schneiden ja immer schnell: „Wie hätten Sie es denn gerne?“ lautet meistens die Frage. Die Antwort ist wohl typisch männlich „kürzer“. O.k. ein „Bitte“ folgt auch noch. Aber damit ist eigentlich alles gesagt, getan. Nach 30 Minuten verlassen wir den Friseursalon aufgehübscht wieder, gehen noch schnell etwas essen und dann ab nach Hause. Ingrid ist froh darüber, so konnten wir ihr bei den letzten Vorbereitungen nicht ständig ihm Weg stehen. Gelobt wird auch noch: das Zeugnis ist klasse ausgefallen. Insgesamt also alles gute Vorzeichen für einen unvergesslichen Urlaub.

 

Wer im Rhein-Main-Gebiet wohnt, hat es gut: Wir fahren mit der S-/U-Bahn zum Flughafen Frankfurt, es dauert etwa eine Stunde, um kurz nach 15:00 Uhr sind wir am Flughafen, machen das erste Foto:

Ein erster Check: wo ist unser Flug?

 

Die Schlange am Check-In Schalter von United Airlines ist überraschend kurz. Überraschend und ungewohnt dafür der kurze Security Check bereits in der Warteschlange. Ein Mitarbeiter fragt uns aus: „Wohin möchten Sie?“, „Zu welchem Zweck?“, „Haben Sie die Koffer selbst gepackt?“, „Wann haben Sie die Koffer gepackt?“, „Wo haben Sie die Koffer gepackt?“, „War jemand anderes dabei?“, „Wo haben Sie seit dem Packen die Koffer aufbewahrt?“ – Diese Fragen sollen abklären, ob von dem Inhalt der Koffer Gefahr ausgehen könnte, da sie vom Reisenden unbemerkt manipuliert worden sein könnten und die Fragen bereiten uns auch ein klein wenig darauf vor, was uns bei der Immigration eventuell erwarten könnte – die war dann übrigens viel harmloser als erwartet.

Wir fliegen mit einer Boeing 777, die Sitzplätze waren schon bei Buchung reserviert. Sehr hilfreich dabei ist http://www.seatguru.com/, denn man kann nach Eingabe der Flugnummer den Sitzplan jeder individuell verwendeten Maschine einsehen. Ein einfaches Farbensystem kennzeichnet gute, normale und schlechte Sitzplätze.

 

Beim Boarden

 

Noch aus dem stehenden Flugzeug heraus rufen wir bei El Monte in Dublin bei San Francisco (dort ist es ja erst 8.30 Uhr) an, um uns die Abholzeit in unserem Hotel für den Early Pickup geben zu lassen: „Between 7 and 8am“. Gut, damit ist das auch erledigt. So kann es weiter gehen. Allerdings steht vor diesem „Weitergehen“ noch der Flug an. Laaaange 11,5 Stunden sind zu überbrücken.

Marc: Da hilft auch das In-Seat-Entertainment nur kurzfristig. Spätestens nach dem Abendessen und dem ersten Film zähle ich die Minuten. An Schlaf ist nicht wirklich zu denken: zu laut, Luft zu trocken, Babies und kleine Kinder schaffen den Druckausgleich nicht und weinen sich in den Schlaf, die Stewardessen laufen auf und ab…. Und übrigens passiert es garantiert immer an meinem Platz, dass sich dort irgendein Toilettengänger und eine Stewardess treffen und sich aneinander vorbeizwängen müssen – meinen Sitzplatz als Ausweichbucht nehmend und den Allerwertesten über mein Ausklapptischchen streckend, sodass ich     gerade noch meinen Becher Kaffee retten kann, natürlich nicht ohne etwas zu verschütten. „X´cuse me“ ertönt es, ich nicke mit dem Kopf „it´s ok“ – was bleibt mir auch anderes übrig. Ich verstehe nicht, wie manche Leute ins Flugzeug steigen können, sich nach dem Essen schlafen legen und kurz vor der Landung ausgeschlafen wieder aufwachen. Das wird mir immer ein Rätsel bleiben.

Ingrid: Mir nicht, dösen geht immer, vor allem wenn man abgehetzt bis zur letzten Sekunde daheim alles organisiert hat.

Etienne: Ich fand den Flug viel zu kurz, denn da ich so lange fernsehen und Nintendo spielen kann wie ich will       und erst mal nicht müde bin, bleibt dann zum Schluss doch zu wenig Zeit übrig, um mich auszuschlafen.

Marc: Meine Uhr habe ich schon kurz nach dem Start auf Pacific Time umgestellt und tatsächlich kündigen die Zeiger irgendwann einmal den bevorstehenden Landeanflug und die Landung an. Geplante Ankunft in San Francisco ist 19:51 Uhr. Mit etwas Verspätung setzen wir dann um kurz nach 20:00 Uhr auf – angekommen!    Wow – was für ein Gefühl, wir betreten US-amerikanischen Boden.

 

Recht zügig reihen wir uns in die Schlange vor der Immigration ein und nach ca. 45 Minuten sind wir durch. Jetzt noch die Koffer holen und ab nach San Francisco. Wir haben die erste Nacht im Holiday Inn Golden Gateway in Van Ness Ave gebucht, eines der wenigen Hotels von denen El Monte direkt die Early Pick Up-Bucher abholt.

Vor dem Flughafen – noch bevor wir zu den Taxen kommen - werden wir von einem Mann „abgefangen“, der uns einen Shuttle nach SF anbietet. Wir sagen zu und trotten ihm mit unserem Gepäck in Richtung Parkhaus hinterher. Ein etwas ungutes Gefühl beschleicht uns, machen wir das Richtige? Er holt seinen alten Ford Kombi aus dem Parkhaus, lädt unsere Koffer ein und los geht´s. Die Bedenken verflüchtigen sich und unser Fahrer stellt sich als sehr guter und kompetenter Stadtführer heraus, sehr schnell kommen wir am Hotel an. Die Fahrt kostet $ 45,00 + $5,00 Trinkgeld

 Wir checken ein und bekommen ein Zimmer im obersten Stockwerk:

 

Ja, die Aussicht ist toll, das gibt einem doch das richtige San Francisco- bzw. USA-Feeling.

 

Blick aus dem Holiday Inn Golden Gateway

 

Blick auf den Coit Tower

 

So, noch schnell nach unten und bei Walgreens etwas zu trinken kaufen, ein paar Donuts und Kaffee mitnehmen. Ein bisschen aufregend ist das schon, denn um diese Uhrzeit lungern da ein paar seltsame Gestalten rum. Die interessieren sich aber nicht für uns und in Anbetracht der späten Stunde bleibt es auch bei diesem kurzen Spaziergang. Um Mitternacht ist Zapfenstreich, der erste Tag ist vorbei, die Spannung bleibt. Wird morgen alles klappen?

 


Wooly Bully
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Hallo Richard und Claude, ihr

Hallo Richard und Claude,

ihr seid ja mal wieder von der ganz schnellen Truppe smiley

Schön dass ihr dabei seid, wir reisen mit 28ft, da ist Platz für alle...

Gruß

Marc

Richard
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Schöner Stil

Hallo Marc,

ich lese sehr gerne mit, denn mir gefällt euer Stil zu schreiben und irgendwie ist es dann immer so, dass man selbst live dabei ist, weil man die gleichen oder ganz ähnliche Erfahrungen ja bereits selbst gemacht hat. Man erlebt den Urlaub so, als wenn man selbst dabei gewesen wäre.

LG Richard

Viele Grüße

Richard
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Ingrid
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Erstmals an Bord bei WoMo Abenteuer

Hi an alle,

nachdem jegliche Kommunikation bislang über Wooly Bully lief und dies für mich ja eher bequem war, ist es doch endlich an der Zeit, einen eigenen Account anzulegen und mitzumischen. Schließlich stammt der Reisebericht zum Teil ja auch aus meiner Feder...

Freue mich auf eure Kommentare, Anregungen und eure Erlebnisberichte!

Mit herzlichen Grüßen

Ingrid

 

Richard
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Hi Ingrid

Aber hallo,

das wurde jetzt aber auch Zeit. Bezüglich Anregungen kann ich jetzt leider wenig beitragen, habt ihr eure Reise doch hinter euch. Aber wie hießt es doch so schön: Nach der Reise ist vor der Reise Cool.

LG Richard

Viele Grüße

Richard
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