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Tag 9: Death Valley - Mesquite Dunes & Corkscrew Mine

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Bolly_Bollo
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Tag 9: Death Valley - Mesquite Dunes & Corkscrew Mine
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Sonntag, 16. März 2025
Gefahrene Meilen: 
0 Meilen
Fazit: 
viel Sonne, viel Sand und ordentlich Staub – kurz gesagt: Death Valley in seiner schönsten Form!

 

Tag 9:

Noch vor Sonnenaufgang klingelt der Wecker. Im Dunkeln kriechen wir aus dem Zelt, packen unsere Sachen zusammen und fahren die rund 35 Kilometer zu den Mesquite Flat Sand Dunes.

In der Morgendämmerung laufen wir den zunächst noch deutlich ausgetretenen Pfad in die Dünen hinein.
Nach einigen hundert Metern verlieren sich die Spuren zunehmend.

Um Punkt 06:30 ist es dann soweit, die Sonne spitzt über den Horizont - und das Schauspiel beginnt ...



 


Die ersten Sonnenstrahlen tauchen die Dünen in ein angenehm leuchtendes rot-orangenes Licht. Aus den zunächst eher unscheinbaren Sandhügeln werden plötzlich messerscharfe Grate, lange Schatten und geschwungene Linien. 

Wir folgen den Dünentälern immer weiter nordöstlich
- dorthin, wo die Fußabdrücke immer seltener werden und schließlich fast nur noch unberührte Sandflächen vor uns liegen ...



 


Die Kamera ist heute im Dauereinsatz. Kaum hat man das eine Motiv im Kasten, entdeckt man schon das nächste:
eine besonders schön geschwungene Düne, eine perfekte Sandkante, die filigranen Schattenspiele der Sandrippel, ...


 
 

 

so, genug Sand in den Schuhen, machen wir kehrt und stapfen wir wieder zurück zum Auto ...

 


Danach fahren wir weiter Richtung Dante’s View.
Auf dem Weg machen wir aber noch einen kleinen Umweg über den
Twenty Mule Team Canyon.
Nur wenige Kilometer von Furnace Creek entfernt wartet dieser kurze, aber ausgesprochen fotogene Abstecher auf uns. Die unbefestigte Einbahnstraße schlängelt sich durch eine bizarre Landschaft aus hellen, erodierten Lehm- und Felsformationen. Beige, Gelb, Grau und rötliche Farbtöne wechseln sich ab, während sich die Piste kurvenreich durch die Badlands windet.

Der Name erinnert an die berühmten 20-Mule-Teams, die hier im 19. Jahrhundert das im Death Valley abgebaute Borax über lange Strecken durch die Wüste transportierten. Heute müssen hier allerdings keine zwanzig Maultiere mehr ran – unser Jeep erledigt den Job deutlich komfortabler.


 

Dante's View - Death Valley aus der Vogelperspektive

Oben angekommen, eröffnet sich uns, fast 1.700 Meter über dem Talboden, ein gewaltiger Blick über die schier endlose Weite des Death Valley.
Tief unter uns schimmert das blendend weiße Badwater Basin, während sich auf der gegenüberliegenden Seite die mächtigen (noch schneebedeckten) Gipfel der Panamint Range erheben.
Die gewaltigen Dimensionen des Death Valley werden von hier oben erst so richtig deutlich.

 

 


Zurück im Tal haben wir dann noch ein ganz besonderes Schmankerl auf der Liste:

Wir parken Schlumpfine am Straßenrand und folgen einer undeutlichen Minenstraße.
Unser Ziel: der Corkscrew Canyon und die gleichnamige Corkscrew Mine.

 





"KEEP OUT" - ein freundlicher Empfang sieht eigentlich anders aus ... surprise

 


Der Canyon macht seinem Namen alle Ehre. Die Piste windet sich in engen Kurven durch eine zunehmend zerklüftete Landschaft und führt immer tiefer in die einsame Bergwelt.
Am Ende wartet die alte Corkscrew Mine - eine der vielen verlassenen Minen, die von der wechselvollen Bergbaugeschichte des Death Valley erzählen. Viel ist heute nicht mehr erhalten, doch gerade die Kombination aus rostigen Überresten, karger Berglandschaft und völliger Abgeschiedenheit macht den Ort interessant.

Nach etwa einer halben Stunde Marsch durch teilwese unwegsames Gelände (die alte Straße wurde durch flashfloods weggespült) stoßen wir auf die Überreste der alten Borat-Mine.

 


 


Besonders ins Auge fällt der große, verwitterte hölzerne Erzbunker mit seinen Auslaufschächten. Daneben zeugen alte Gleisreste und rostige Metallteile von den längst vergangenen Bergbauzeiten.
Zwischen rostigem Eisen und verwittertem Holz holen sich Wind und Wüste langsam zurück, was einst die Menschen aus dem Berg herausgeholt haben.

Ein ziemlich eindrucksvolles Stück Death-Valley-Geschichte
- und definitiv einer der Orte, an denen man merkt, wie viele Geschichten sich abseits der großen Sehenswürdigkeiten verstecken.

 


Do signs like this ever actually achieve their purpose ???
 


 

Die eigentlichen Stollen sind heute verschlossen. Hier wurde unter Tage nach Borax gegraben.

 

... und auch wir schürfen ein wenig nach dem wertvollen Mineral

 
 

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Bonuswissen für Besserwisser:
Borax - der weiße Schatz des Death Valley: Ein unscheinbares weißes Mineral, das einst einen ganzen Industriezweig im Death Valley in Gang setzte .
Borax ist ein natürlich vorkommendes Natriumborat, also ein Salz der Borsäure. Chemisch handelt es sich hauptsächlich um Natriumtetraborat, das in der Natur meist als hydratisiertes Mineral vorkommt. Im Death Valley wurde Borax im 19. Jahrhundert in großem Stil abgebaut und mit den berühmten 20-Mule-Teams aus dem Tal transportiert.

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Für unser heutiges Nachtlager haben wir uns ein Permit für eine campsite auf der Hole in the Wall Road gesichert
Die rund zehn Kilometer lange Piste in die abgelegenen Black Mountains, führt durch zerklüftete und karge Landschaft zu einem markanten natürlichen Felstor, dem Hole in the Wall.
Auf der Strecke gibt es sechs ausgewiesene Tent Sites. Wir haben tatsächlich die hinterste – und vermutlich schönste – ergattert, direkt bei den löchrigen Felsen.

Hier draußen begegnen uns weder Reisebusse noch Souvenirstände – nur ein paar Wildesel, die sich vermutlich fragen, was wir eigentlich hier wollen ...

 



 


 

Zwar kein spektakulärer Platz, keine Bomben-Aussicht, aber ein schönes Plätzchen für eine ruhige boondocking Nacht.

Es sind ja oft nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die einen Ort besonders machen,
sondern diese abgelegenen und unscheinbaren Ecken, an denen man fast ganz für sich allein ist.

 

 


 

Und natürlich gilt auch hier: Je weiter weg von Asphalt, Parkplatz und Besuchermassen, desto mehr sind wir in unserem Element.

Nur wir, und der Sternenhimmel ...  Mehr Death Valley geht eigentlich nicht !     laugh

 

 

 

 

tbc ...

 

 

 

 

 

Bernhard
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Beigetreten: 21.08.2009 - 15:31
Beiträge: 16729
RE: Tag 9: Death Valley - Mesquite Dunes & Corkscrew Mine

Hi Christian, 

Der Tag fing ja gut an: herrliche Eindrücke von den Dünen- und das völlig ohne Mitbesucher.

Und dann am Nachmittag noch eine unbekannte Mine. Wozu ein Jeep einfach einlädt. 

Herzlichen Gruß 

Bernhard 

Bernhard

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Bolly_Bollo
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Beigetreten: 04.04.2018 - 09:55
Beiträge: 310
RE: Tag 9: Death Valley - Mesquite Dunes & Corkscrew Mine

Hallo Bernhard,

relativ unbekannte ja,
aber diesmal war eigentlich kein Jeep notwendig, der Startpunkt der Wanderung ist direkt an der SR190, keine 5 km vom Zabriskie Point entfernt.
 

Herzlichen Gruß,

Christian  smiley