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Olympic National Park - Die Blaupause für einen Erstbesuch

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Richard
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Olympic National Park - Die Blaupause für einen Erstbesuch

Eigentlich ist ein Besuch des Parks gleichbedeutend mit einem Besuch der Olympic Halbinsel, einer phantastischen Landschaft aus wilder Küste und uraltem Regenwald. Am wahrscheinlichsten ist ein Besuch gegen den Uhrzeigersinn von Seattle her, weil man im Anschluss daran die Küste nach Süden entang fahren möchte bis ggf. sogar nach San Francisco. Einen möglichen Ablauf skizziere ich nachfolgend.

Ich unterstelle die Übernahme des WoMo in SEA und eine kurze Tagesetappe mit Fährpassage zum schönen Fay Bainbridge State Park Campground, von dem aus der erste Tag startet. In Summe empfehle ich drei Übernachtungen auf der Olympic Halbinsel.


Highlight-Eintrag des Olympic National Park

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Richard
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Richard
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Tag1: Hochgebirge

Morgen:

Der Tag beginnt früh, man hat ja schließlich noch die Zeitzone von Deutschland im Kopf. Die 70 Meilen nach Port Angeles sind in 1,5-2 Stunden machbar und man frühstückt gemütlich in einem netten Lokal dort. Port Angeles ist das Tor zum Park mit großem Visitor Center, das gleich mal als erste Anlaufstelle aufgesucht werden sollte.

Nächstes Ziel könnte die Hurricane Ridge sein, die quasi steil von Meereshöhe auf fast 1600 Meter ansteigt und die an ihrem Ende einen tollen Rundblick Richtung Norden über die Strait of Juan de Fuca nach Vancouver Island bietet. Schönste Jahreszeit ist wohl der Spätfrühling im Juni, wo die Bergblumen in schönster Pracht blühen.

Hier kann man eine kleine Wanderung machen, wie den 1,5 Meilen kurzen Hurricane Hill Hike, der etwa eine Meile hinter dem Visitor Center oben startet. Außer den schönen Aussichten kann hier man Murmeltiere treffen. Aber Vorsicht, das Wetter kann bisweilen sehr schnell umschlagen, selbst im Sommer sind spontaner Nebel und sogar Schnee möglich und windig ist es fast immer.

Nachmittag:
Je nachdem wie ausgiebig man sich umschaut, wird es möglicherweise früher Nachmittag sein und es wäre denkbar, dass man jetzt bereits den Heart O´the Hills CG anfährt. Bei engem Zeitplan wäre es besser, am Lake Crescent vorbei den Fairholme Campground oder noch besser den Sol Duc Campground anzufahren. Bei letzerem hätte man zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung am nächsten Tag.

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Richard
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Tag2: Wasserfall und wilde Küste

Morgen:
Man beginnt mit dem einfachen kurzen Trail (0,8 mls) zu den Sol Duc Falls, einer malerischen Fussbrücke, vor der der Fluss über Kaskaden in drei Strahlen ca. 20m in eine Schlucht fällt. Fototipp: Die Schlucht ist relativ dunkel, optimales Timing wäre ein bedeckter Vormittag. Stativ obligatorisch wegen der Langzeitbelichtung des fließenden Wassers. Zeitbedarf ca. 2h.

Wer Zeit hat, nutzt die Gelegenheit den Hot Spring Pools einen Besuch abzustatten und ggf. noch eine ÜN daranzuhängen.

Mittag:
Auf dem Rückweg liegen die Salmon Cascades mit einer Plattform zum Beobachten der Lachse im Herbst auf ihrer Wanderung flussaufwärts. Noch kurz davor der Ancient Groves Trail, ein schöner nur 0,6 mls kurzer nature trail durch alten Regenwald.

Nachmittag:
Weiterfahrt auf der Hwy-101 nach Forks und einchecken im Mora Campground. Wer es nicht erwarten kann, die wilde Küste zu sehen (und der ambitionierte Fotograf wird das sicher so machen), der fährt bereits vor Sonnenuntergang zum Second Beach. Am Nordende des Strandes wird er einen Felsen mit einer großen Öffnung finden und wenn die Jahreszeit und der Winkel passt, wird man die Sonne genau dort durchscheinen sehen.

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Richard
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Tag3: Küste und Regenwald

Morgen:
Frühmorgens ist Rialto Beach angesagt. Der Frühaufsteher wird vor Sonnenaufgang mit tollen Pastelltönen im Himmel belohnt. Nächstes Ziel ist der Hoh Rain Forest mit dem Hall of Mosses Trail (0,8 mls) und dem Spruce Nature Trail (1,2 mls) mit überwiegend Grüntönen,  bis im Herbst die Ahornblätter sich golden färben. Eine Herausforderung für den Fotografen, der sich Gedanken über den optimalen Weißabgleich machen oder gleich in RAW schießen sollte. Zeitbedarf etwa ein halber Tag.

Nachmittag:
Weiterfahrt nach Ruby Beach. Hier kann man gut fotografieren (sunset hier ist genial) und sich die tide pools ansehen. Später im schönen Kalaloch Campground direkt am Meer einchecken. Reservieren sehr empfohlen. Ggf. zu Sonnenuntergang nochmals zum Ruby Beach zurückfahren. Nur 7 mls.

Das war dann der Kurzbesuch des Olympic NP. Südlich von Ruby Beach sind die Strände durchnumeriert und alle sind zugänglich, was die Entscheidung zum Weiterfahren schwierig macht, aber so ist es nun mal mit dem Urlaub, er ist immer zu kurz.

 

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Richard
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