Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 19: Von der Womo-Rückgabe nach Vancouver

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Bärenbrüder
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Beigetreten: 10.07.2026 - 05:21
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Tag 19: Von der Womo-Rückgabe nach Vancouver
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Montag, 13. Juli 2026
Gefahrene Meilen: 
25 Meilen
Fazit: 
Von der Womo-Rückgabe nach Vancouver

Wir starteten unseren Tag zur Womo-Rückgabe relativ früh gegen 7 Uhr. Wir verputzten noch schnell die Reste zum Frühstück und packten die letzten Sachen ein. Wir hatten noch ca. eine dreiviertel Stunde bis Stunde Fahrt nach Abbotsford und wollten gegen 9:30 Uhr da sein, da unser Shuttle um 11 Uhr fahren würde. So ging es gegen 8:30 auf die Strecke zur Rückgabestation. Vorher hielten wir noch schnell an einem Bottle Depot in Abbotsford und tankten das Womo voll. Dumpen mussten wir nicht mehr, da bei unserer Buchung ein Extra zur Entleerung dabei war.

Wir kamen gegen 9:45 Uhr am Four Seasons Rental an. Wir räumten das Womo schnell aus und warteten ca. eine halbe Stunde, bis unser Womo kontrolliert wurde. Vor uns war eine Familie, bei der es wohl Probleme auf der Reise gab (geplatzter Reifen) und deswegen dauerte es etwas länger. Daher bildete sich nach uns auch eine Warteschlange von ca. drei Womos. Unsere eigene Kontrolle dauerte gefühlt nur ca. 10 min. Es war alles gut und so waren wir auch gegen halb 11 fertig. Die restlichen Lebensmittel, die übrig waren, konnten wir direkt im Verleih einer kanadischen Tafel spenden. Die nicht verderblichen Sachen kamen in das kleine Hüttchen für die folgenden Reisenden. Auch das Bärenspray konnten wir an eine kleine Familie weitergeben.

So ging es pünktlich um 11 Uhr mit Wayne (vom Reisebeginn) wieder Richtung Vancouver. Die Rückfahrt verlief weniger gesprächig als die Hinfahrt. Das Shuttle war dieses Mal mit zehn Leuten auch relativ voll. Wir kamen gegen 12:15 Uhr an der Skytrain Station Bridgeport an. Von dort aus ging es weiter zum Yaletown Roundhouse, von wo wir mit dem Bus zu unserem Century Plaza Hotel für die nächsten Tage fahren wollten.

Beim Aussteigen am Yaletown Roundhouse schauten wir kurz am Handy, wo die nächste Bushaltestelle ist. Direkt sprach uns ein Passant an: “Do you need directions?”. Er zeigte uns die Richtung zur nächsten Haltestelle. Auf halber Strecke merkten wir aber, dass es anscheinend die falsche Richtung war, in die er uns schickte. Wieder kontrollierten wir kurz das Handy, wieder wurden wir direkt von einer Krankenschwester angesprochen: “Do you need any help?”. So viel zur Freundlichkeit der Kanadier 😀

Schnell wurde die korrekte Richtung ausgemacht. Wir bedankten uns und los ging es mit einem relativ vollen Bus zum Century Plaza Hotel. Wir checkten gegen 13:30 Uhr ein und gingen auf unser Zimmer in einem hohen Stockwerk (ich glaube es war das dreiundzwanzigste). Von oben hatten wir einen tollen Ausblick über die Stadt. Das Hotel an sich war auch sehr schick. Wir hatten in unserem Zimmer zwei große Doppelbetten, ein schönes kleines Bad und eine kleine Küche.

Für uns sollte es heute weitergehen mit Natur - daher wollten wir am ersten Vancouver-Tag gleich in den Stanley Park. Wir liefen eine kleine Strecke weiter zur Robson Street und fuhren mit dem Bus (das Ticket hatten wir ja sowieso schon) Richtung Stanley Park. Kurz vorher stiegen wir aus, da wir noch eine Kleinigkeit beim Plus 84 Vietnamesen essen wollten. Hier gab es richtig leckere und auch preisgünstige Sandwiches. Mit einem Kaffee to go ging es für uns zum Stanley Park, wo wir uns paar gerecht aufteilten: Meine Freundin und ich wollten den Park zu Fuß erkunden, unsere Gesellen wollten eine kleine Fahrradtour machen.

Wir liefen über die Lost Lagoon und über den Beaver Lake zum Prospect Point Lookout. Der Beaver Lake war relativ unspektakulär und zugewachsen. Dagegen fanden wir die Lost Lagoon als See und den Prospect Point Lookout sehr schön. Vor allem am Lookout hatten wir einen tollen Ausblick auf die Schiffe und das Meer. Hier hatten wir Glück, als ein Disney-Kreuzfahrtschiff vorbeifuhr und als Schiffshorn eine Disneymelodie abspielte.

Weiter ging es vom Lookout westseitig am Meer zurück zum Startpunkt. Die Strände und Aussichten aufs Meer, an denen wir vorbeikamen, waren schön anzusehen. Wir trafen uns gegen 17:30 Uhr wieder zusammen beim Vancouver Rowing Club. Hier hatte mein Bärenbruder am Anfang ihrer Fahrradtour Robben entdeckt, die auch jetzt am Abend noch da waren. Behutsam beobachteten wir die schönen Tiere und entschieden dann, dass es Zeit zum Abendessen war.

Zum Abendessen hatten wir uns das Ramen-Restaurant Ramen Danbo ausgesucht. Schon vorher hatten wir auf dem Schirm, dass das Restaurant anscheinend sehr beliebt ist und es zu langen Wartezeiten kommen kann. Im Internet stand, dass wenn 20 Personen oder mehr anstehen, man sich lieber ein anderes Restaurant suchen sollte. Als wir ankamen, standen genau 16 Personen an - mit uns vier also 20 Personen. Na dann wird es wohl passen, wenn wir warten.

Nach etwa 35 Minuten hatten wir dann einen Tisch ergattert. Die Schlange ist in der Zeit nochmal viel länger geworden. Aber was soll ich sagen - das Warten hat sich auf alle Fälle gelohnt. Die Ramen haben mega lecker geschmeckt und preiswert auch noch dazu. Wir wurden alle sehr satt, vor allem konnte man noch für einen Euro eine komplette Portion Nudeln nachbestellen. Die Ramen-Gerichte konnte man sich dabei auch noch individuell zusammenstellen. Wer also auf Ramen steht, dem können wir das Restaurant von ganzem Herzen empfehlen. 🙂

Wir waren lange unterwegs und entschieden nach dem Schmaus, dass es für uns zurück zum Hotel gehen sollte. Die Mädels duschten sich im Hotelzimmer und wir Jungs schauten uns das Schwimmbad im Keller an. Das war leider nicht so schön und erinnerte mich eher an einen Untergrund-Bunker. Aber als Schwimmbad erfüllte es seinen Zweck. Nach der Erholung legten wir uns relativ früh ins Bett, der Tag war dann doch ganz schön anstrengend gewesen.

 

Viele Grüße
Nico