Nach der kurzfristigen Umplanung ging es für uns gegen 7:30 Uhr schon los zum Park & Ride. Vorher natürlich ein kleines Frühstück und frisch machen. Um 8 Uhr brachte uns Dean von der Shuttle Company zum Lake Louise. Für uns stand der Little Beehive mit etwa 9 km und 600 Höhenmetern auf dem Plan. Den Big Beehive ließen wir aus, da die Trail Conditions nicht gut waren und wir in diesem Urlaub ja schon unsere Erfahrungen damit gemacht hatten 😅
Der Trail zum Little Beehive war morgens relativ leer. Der Weg an sich war mega schön und die gelegentlichen Aussichten auf den Lake Louise atemberaubend. Ein Zwischenstopp am Aufstieg machten wir am Mirror Lake. Aber schon kurze Zeit später kamen wir am Gipfel an. Auch hier war die Aussicht wunderschön.



Beim Abstieg ging es dann vorbei am Lake Agnes Tea House. Mittlerweile war die Mittagszeit erreicht, die Schlange beim Tea House war sehr lang - keine Chance. Auch der weitere Trail bergab wurde zunehmend voller. Gut, dass wir schon früh gestartet waren.



Wir nahmen das nächste verfügbare Shuttle zurück und waren gegen 13:30 Uhr beim Camper. Es gab noch einen letzten Wasser- und Broteinkauf, bevor es auf den Icefields Parkway Richtung Silverhorn Creek gehen sollte. Der Einkauf im Lake Louise Village war leider recht teuer.
Auf dem Weg zum Silverhorn Creek Campground hielten wir als Erstes am Herbert Lake (erstes Bild) und machten dort Rast zum Mittag. Die Energiereserven mussten nach der Wanderung aufgefüllt werden. Nach der kurzen Pause war unser nächstes Ziel der Bow Lake (zweites Bild), bei dem wir mit Glück noch einen Parkplatz ergatterten. Wir hielten hier aber auch fest, morgen nochmal vorbeizukommen. Genauso wie am Peyto Lake, wo wir dann weniger Glück mit dem Parkplatz hatten.


Am späten Nachmittag kamen wir am Silverhorn Creek Campground an. Der Campground war sehr abgeschottet ohne größeren Service, dafür aber auch schön abgelegen mit einem sagenhaften Ausblick. Wir hatten die Site 21 - direkt mit kurzem Fußweg zum dahinter liegenden Fluss und kurzem Weg zum mittig liegenden Weiher.


Für heute hatten wir einen Gnocchi-Auflauf auf dem Grill geplant. Der Plan war, den Abend behutsam mit einem Bier ausklingen zu lassen. Doch zwei Emergency Alerts zwischendurch ließen uns aufhorchen. Erst ein Hagelalarm und dann ein Tornado-Alarm. Ohne Empfang hatten wir keine Möglichkeit herauszufinden, wo die Wetterphänomene auftraten. So saßen wir da und beobachteten den Himmel.


Es kam bei uns nur ein kleiner Schauer an. Auch der Gnocchi-Auflauf, eingewickelt auf dem Grill, überlebte die kurze Nässe. So konnten wir bei untergehender Sonne doch noch unseren Auflauf, die tolle Kulisse und das leckere Bierchen genießen. Es war schon echt idyllisch - der CG war einer der schönsten auf unserer Reise. Wir hatten es nicht eilig, den Tag ausklingen zu lassen.
Viele Grüße
Nico
Hallo Nico,
Genau richtig gemacht. Wir sind letzten Sommer auch schon am noch relativ frühen Morgen hoch zum Little Beehive und waren dann dort oben ganz für uns. Beim Abstieg sind wir dann am Lake Agnes Tea House einfach nur noch vorbeigelaufen. So richtig verstehen konnten wir sowieso nicht, was die Leute daran reizt. Die Natur fanden wir viel schöner. Gilt übrigens auch für dieses große Hotel an diesem sonst sehr schönen See.
Dito. Wir waren bei unserer Ankunft auf dem Silverhorn Creek CG ähnlich angetan von diesem kleinen, ruhigen Plätzchen und irgendwie auch froh, die rummelige Banff/Lake-Louise-Region endlich hinter uns gelassen zu haben.
Viele Grüße
Alex
I love not man the less, but nature more
Reisebericht "The Big Circle" (LAX-LAX)
Hallo Alex,
die Eindrücke kann ich nur bestätigen.
Oh ja, das wirkt leider wirklich komplett fehl am Platz
Viele Grüße
Nico