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Nicht nur durch die Canyons -- Bernhard´s Südwest-Tour 2007

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Bernhard
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Nicht nur durch die Canyons -- Bernhard´s Südwest-Tour 2007
Eckdaten zum Reisebericht
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abgeschlossen

Hallo zusammen,

auch wenn es schon knapp 3 Jahre her ist, möchte ich jetzt hier doch meinen damaligen Reisebericht einstellen -- manchen kann er eine Unterstützung bei der Planung sein, andere schauen sich nur die Bilder an.

Auch kann ich mich bei aktuellen Postings immer wieder mal darauf beziehen. 

Die Reiseroute:  16.08. bis 07.09.2007

Landung in Las Vegas

2 Tage Los Angeles  --- Joshua Tree National Park --- Buckskin Mountain State Parke  --- Jerome ---

Sedona  --- up,up and away --- Petrified Forest ---  Canyon de Chelly mit Jeep Tour ---

   Mesa Verde National Park --- Ouray --- Moab und Umgebung --- Highway 95 --- Torrey --- Highway 12 ---

Kodachrome Basin SP --  Bryce Canyon --- Zion NP --- Valley of Fire SP --- Las Vegas

Also dann, bald geht es los !

Bernhard

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Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Bernhard
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die Reiseroute

kommt noch (26.05.) ---  und wurde jetzt (27.05.) von Paul freundlicherweise schon oben eingefügt -- danke , Paul !!!

Bernhard

Direkter Link zu den einzelnen Tagesetappen

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Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Karin
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schon aufgesprungen

Hi Bernahrd,

schon bin ich aufgesprungen auf deine tolle Reise, die Gegend macht uns doch alle eh zu Wiederholungstätern! Cool

Warum auch nicht bei Reiseberichten!!

Tschüß

Karin

Bernhard
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Flug Frankfurt - Las Vegas mit Condor

Hallo Karin,

wenn schon ein Mitfahrer da ist, muss es ja auch los gehen  !

Also dann mal los !

 

Donnerstag 16.08.2007

Flug Frankfurt – Las Vegas

 

Da wir heute am Gegensatz zur Schmetterlingstour 2005 erst um 11:20 starten sollen, können wir uns auf die Anfahrt am gleichen Tag beschränken.

Da sich die Lokführer noch nicht entschieden haben, ob sie in dieser Woche streiken sollen, gehen wir auf Nummer sicher und reservieren uns über den ADAC für 75 Euro den Zubringerwagen zum Flughafen in Frankfurt. Abholen können wir ihn bereits am Vortag ab 17 Uhr – Rückgabe bis 9 Uhr in Frankfurt – das muss passen. Und was erhalten wir als Upgrade: einen Nissan Xtrail – warum sind wir nicht schon im Südwesten ?

So rollen wir also auf der A5 gen Frankfurt, finden auch das Parkhaus und sind gleich in der Abflughalle. Die Einreiseprozedur bringen wir problemlos hinter uns und dann beginnt ein langes Warten bis zum Abflug. Auch nach dem Boarding will man uns nicht gleich abfliegen lassen – Stau auf der Luftstraße über Island ! – so dass wir erst mal 1 Stunde noch am Boden bleiben.

Der Flug verläuft kurzweilig in der Erwartung der Dinge, die da kommen sollen (ans Essen und die Weite der Sitze kann ich mich bei unserem Condor-Flug für 778 Euro nicht mehr genau erinnern und habe mir nichts notiert – wir haben´s  bei recht freundlichem Personal gut überstanden)

Viel zu sehen gibt es nicht: viele Wolken bis über Kanada – Salt Lake City und Lake Mead zeigen dann aber doch, dass wir auf dem rechten Weg sind – und dann schwebt unser Flieger auf den Mc Carran Airport ein – Landezeit 14:20 Ortszeit.

 

Die Immigration dauert ca 1 Stunde, dann warten wir lange auf unser Gepäck, das aber diesmal vollzählig ankommt.

In der Zwischenzeit nehme ich schon mal telefonisch Kontakt (mit D1 auf Umwegen über Deutschland !)  mit Roadbear auf und freue mich über die Bereitschaft von Kurt L., uns morgen gleich früh zu empfangen ! Damit wäre ja dann der erste Stolperstein am kritischen 1. Tag beiseite geräumt.

 Dann suchen wir uns ein Taxi, das uns zum Stratosphere Tower bringen soll – als wir aus dem Airport-Gebäude rauskommen, schlägt uns eine Wand von heißer stürmischer Luft entgegen, ja das ist Las Vegas !!

 Der Taxifahrer bringt uns für 22 USD + Tip zum Stratosphere Tower; das Einchecken benötigt nur kurze Wartezeit und schon sind wir auf dem Weg in unser recht kleines Zimmer mit Blick nach Osten.

 Da wir heute ja noch viel vorhaben und Auspacken sich für eine Nacht eh nicht lohnt, machen wir uns nach einer kurzen Stärkung auf den Weg zum Tower (Auffahrt 10,95 USD, Senior ab 60 Jahre 7 USD)

Der Ausblick von dort oben ist atemberaubend – aber man ist doch etwas außerhalb, kann sich aber doch ein gutes Bild von der Stadt machen. Auffallend die vielen Kräne an den Baustellen am Strip.

Einen der Rides hoch über der Stadt machen wir nicht, das ist nicht unser Ding !

 

Mit dem Trolley geht es dann nach Downtown, wo wir über die Fremont Street bummeln und uns die Shows der Fremont Street Experience um 20:30 und 21:30 anschauen – Respekt für die digitale Meisterleistung, einen ganzen Straßenzug mit Fernsehen zu versorgen, aber ein Muss ist es nicht (trotzdem wollte ich es mal sehen, nachdem wir vor 30 Jahren noch durch eine nicht überdachte Fremont Street liefen – immerhin  rauchte der Cowboy damals noch im Freien ! ).

Dann merken wir doch, dass wir schon 28 Stunden auf den Beinen sind und streben nach Hause – was aber nochmals schwitzendes Warten auf den Trolley mit sich bringt –  trotz gekaufter Tageskarte nehmen wir dann doch ein Taxi, das uns für 12 USD  zurück zum Stratosphere Tower bringt.

Mit dem Gedanken an ein morgiges „Early bird“ schlafen wir schnell ein.

 

 

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Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Karin
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Island und Stau

Hi Bernhard,

es beginnt ganz vertraut: "Streik" und "Island" sind ja sehr aktuelle Themen.Wink

Etwas anderes und in leicht anderem Kontext zwar, aber Abenteuer und Umwege gab es auch schon "damals". Wink

Man muss flexibel bleiben und den Nissan nehme ich Dir direkt ab, den kann ich brauchen!

Ich möchte auch nach draußen und heiße Luft soll mir entgegenschlagen, jetzt sofort bitte! (ob ich im Juli noch so denke auf Hawaii??)

Tschüß

Karin

Bernhard
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Las Vegas - Malibu Beach RV-Resort

Hallo zusammen,

heute übernehmen wir unser Womo bei Roadbear und machen uns mit einem "schnellen Ritt zum Pazifik auf -- das hätte man auch anders planen können -- aber es ist, wie es war ! Laughing

 

Freitag, 17.08.2007

 Las Vegas   --  Malibu CA                  310 miles

 

Der Jetlag und unser Ziel lassen uns früh aufstehen, Frühstück fällt aus, wir machen uns um 7:45 Uhr per Taxi auf zu Roadbear am Boulder Highway – Kostenpunkt 22 USD.

Wir treffen sogar noch vor dem Stationsleiter ein und können ihn kurz nach 8 Uhr freundlich begrüßen. Die Formalitäten sind schnell erledigt (wir hatten alles hingefaxt) , aber für die Einweisung und den Check des Fahrzeugs nehmen wir uns gemeinsame 1,5 Stunden. Unser 25-27 ft Fahrzeug ist wohl schon 20 000 Meilen gelaufen (Überführer und Nachfolger haben alles gegeben !!) aber in einem Top-Zustand , ich kann sagen fast wie neu: ein kleiner Macken an der Frontscheibe wird auch notiert und spart uns später  60.- USD.

Die ersten Abgeber kommen auch herein und eine freundliche Crew hat für uns 5 Klappstühle und einen großen Sack Eiswürfel übrig –  ob es Forum-Mitglieder waren, haben wir so schnell nicht gefragt, aber Weitergabe der Stühle versprochen.

 Wir fahren ca um 10 Uhr vom Hof und treffen am Boulder Hwy in südlicher Fahrtrichtung nach wenigen hundert Metern zuerst auf einen Mc Donald, wo wir unser versäumtes Frühstück nachholen, und gleich danach auf einen großen WalMart,  der mit unseren Ersteinkauf  163 USD umsetzt. Kundenkarten gibt es nicht , „wir sind immer günstig“

 

Dann machen wir uns gegen 12:30 Uhr auf den Weg über die I15 in Richtung LA:  Wolken ziehen auf und es regnet sogar einige Zeit – gegen 15 Uhr kommen wir Barstow an -- wir sind noch in der Zeit !

Dann erwischt es uns aber ganz heftig: ich habe mir im California Welcome Center noch 2 spezielle Karten für LA besorgt, während mein Sohn sich daran macht, den Street Atlas auf unserem Laptop mit dem GPS abzustimmen – es braucht seine Zeit, bis die weitere Route bis zum Malibu Beach RV Resort steht ! Dann sollte man ja auch noch etwas trinken und essen, bevor auch das WoMo gefüttert wird. Und dabei zweifele ich dann an mir selbst: bist du zu doof, um dieses Ding zu betanken ? nach jeweils wenige Millilitern schaltet die Zapfpistole ab !! Ich versuche, sie nicht zu weit reinzuschieben, um evtl. Luft entweichen zu lassen, aber was entweicht, nennt man, glaub ich, Benzin ! Auch die freundliche, aber nicht berufsspezifische Helferin an der Kasse kommt raus, macht die gleiche Erfahrung ! Sie empfiehlt, die Zapfsäule zu wechseln – davor muss ich aber bezahlen: 4 USD !! Wechsel der Zapfsäule: gleiches Spiel: 3 USD !! Dann Wechsel der Tankstelle: dort lasse ich nach vergeblicher Anleitung durch das Personal  mit allem mir zur Verfügung stehenden Feingefühl bei der Bedienung der Zapfpistole dann die fehlende Menge einlaufen. Dann  geht´s ans Bezahlen: so schnell, wie die Kassiererin die falsche, bei ihr deponierte  Kreditkarte durchzieht, kann ich gar nicht schauen !! So komme ich zu einem netten Gespräch mit meinem Nach-Tanker, mit dem ich den Fehler der Kassiererin (er bezahlt meine, ich seine Rechnung mit der Karte !)  durch immerhin vorhandenes Bargeld ausgleiche !

 

Als wir dann endlich wieder startklar sind auf unserem Weg nach LA, ist es 18:15 Uhr  -- so hatte ich es mir als worst case vorgestellt: nachts auf den Autobahnen um LA  – und es fing doch morgens so gut an bei Kurth ! 

 

Aber dann erstmal tief Luft geholt, ein paar aufmunternde Worte meiner Frau und wir machen uns mit beruhigender Unterstützung des funktionierenden GPS auf den Weg (wir haben´s ja so gewollt !)

Nach der Abzweigung auf die # 18/138 West bei Victorville fahren wir in einen schönen Sonnenuntergang mit Joshua Trees, auf der I 14 South ist es bereits dunkel, Übergang auf die I 405 , dann die # 101 North bis zur Abzweigung der Las Virgenes Road. Dort wird es etwas eng und kurvig, aber dank Dunkelheit sieht meine Frau nicht, wie steil es gelegentlich seitlich runter geht in den Canyon (wir fahren ihn 3 Tage später zurück : „wenn ich das  in der Nacht geahnt hätte“ !).

Ohne Street Atlas mit GPS hätte ich wohl auch das Handtuch geworfen, aber dank der beruhigenden Mitteilungen meines Sohnes kurbele ich so lange, bis mir das Schild „Highway No 1“ wie eine Erlösung vorkommt. Auf dem Laptop wäre es geradeaus auch in den Pazifik gegangen !

Die wenigen Meilen bis zum Malibu Beach RV Resort bringen wir auch noch gut hinter uns. Am Eingang steht um 22 Uhr der Nachtwächter, begrüßt uns freundlich, findet uns auf seiner Liste und weist uns einen Platz in der ersten Reihe zu. Rechts und links von uns stehen schon große WoMo´s;  gemeinsam erledigen wir das Rückwärts-Einparken und Anschließen unseres Gefährtes.

So, jetzt kann der Urlaub beginnen – diese Schwachstelle der Planung ist geschafft !

Wir setzen uns an den Tisch unserer Site, das Anrollen der Wellen des Pazifik übertönt den Lärm der Autos auf dem Hwy 1, die mit roten und weißen Lichtern direkt unter uns vorbeifahren. Spitze !

 Schlafen fiel uns nicht schwer !

 Malibu Beach RV Resort   68  USD/Nacht Fr und Sa, 58 USD So für 2 Personen + Tax, Zusatzperson  15 USD / d

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Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Fredy
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Reisebericht

Hallo Bernhard

Selbstverständlich fahre ich mit. Es geht ja in bekannte Gegenden und da freue ich mich jeweils.

Deinen ersten Tag mit der Uebernahme möcht ich jedoch nicht zur Nachahmung empfehlen. Richtiges"worst case" wäre es aber gewesen, wenn Du das Womo wie üblich erst um 13.00 Uhr erhaltem hättest. Nun gut, nochmals gut gegangenWink

Uebrigens Kurt Lüthy ist nicht mehr als Stationsmanager in Las Vegas. Neu ist Phillip nun dort der Chef.

 

Herzliche Grüsse,

Fredy

 

Bernhard
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eher abschreckendes Beispiel

Hallo Fredy,

da hast du natürlich völlig Recht: wir hatten ja damals schon drüber gesprochen -- ich sehe es jetzt mal eher als abschreckendes Beispiel  Frown --es war wirklich Spitz auf Knopf ! Ohne GPS mit Street Atlas wäre es sicher in die Hose gegangen !

Wenn wir nicht so früh weggekommen wären, hätten wir unterwegs übernachtet. Nur hätte da unsere LA-Besichtigung mit Mr. Wings dran glauben müssen.

Man hat halt immer zu kurzen Urlaub -- oder zu viele Wünsche !

Grüße

Bernhard

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Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Fredy
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Kein Vorwurf

Hallo Bernhard

Meine Bemerkung sollte in keinster Weise ein Vorwurf sein. Ich weiss, dass man immer zu wenige Tage Urlaub hat um seine Wünsche zu erfüllen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass Du schon im Vorfeld des Urlaubs gewisse Vorkehrungen getroffen hast, dass die Pläne dann auch klappen und dass man das nicht einfach so voraussetzen kann.

Ich freue mich auf dieWeiterfahrtSmile

 

 

Herzliche Grüsse,

Fredy

 

Bernhard
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kein Problem

Hallo Fredy,

ich hab´s keineswegs als Vorwurf aufgefasst  !!  Ich möchte es auch gar nicht als nachahmenswert darstellen: da hätte einiges schief gehen können ! Aber dieses Risiko war es uns wert, nachdem der Fehler bei der Buchung nun schon mal gemacht war.        Wie sagt da der Lateiner: mea culpa ! Laughing

Grüße

Bernhard

 

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Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Bernhard
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(Teil-) Stadtrundfahrt Los Angeles mit Günter „Mr. Wings“

Samstag , 18.08.2007

(Teil-) Stadtrundfahrt Los Angeles mit Günter  „Mr. Wings“

 

Wer sagt denn, dass man nach spätem Einschlafen auch spät aufwachen muss ?

Noch vor Sonnenaufgang schauen wir aus unserem Schlafzimmer auf den Pazifik: jetzt sind wir angekommen ! Der Verkehr ist noch schwach – Pelikane sind schon unterwegs und hocken auf Felsen im Wasser; und dann ziehen doch wirklich nicht weit vom Strand mehrere Orcas von Süd nach Nord – ich kann es zuerst nicht glauben, und verfolge sie dann mit dem Fernglas - wir können sie auch an nächsten Morgenden sehen.

Dann gibt es ein gemütliches Frühstück hoch über dem Pazifik; die restlichen Taschen werden ausgeräumt (einen Teil hatte meine Frau schon während meiner Tankversuche in Barstow erledigt !) und wir machen uns fertig für unser erstes Highlight: die Stadtbesichtigung mit Günter Mr. Wings -- http://kalifornientouren.com/big.html

Als ich zur Bestätigung unserer nächtlichen Kurzanmeldung an der Rezeption erscheine, fragt bereits ein freundlicher Mensch nach uns: Günter ist pünktlich auf 10 Uhr  trotz der langen Strecke vom Orange County eingetroffen. Nach einigen Kontakten im Forum begrüßen wir uns wie alte Bekannte  und wir steigen in seinen Toyota Prius und machen uns auf zur Stadtbesichtigung.

Auch wenn er uns mitteilt, dass er uns mit Zahlen und Fakten nicht wie ein professioneller Führer dienen kann, sind wir sehr froh, dass er uns unsere Angst vor dieser Stadt nimmt. und uns nebenbei auch noch ein paar Neuigkeiten aus seiner Stadt erzählt.

 

Wir fahren zuerst auf dem Pacific Coast Hwy am lichtüberfluteten, glitzernden Pazifik entlang, dann biegt er auf den Sunset Boulevard ab, der in vielen Kurven in die Villen-Gebiete BelAir und Beverly Hills führt. Wir fahren in die Seitenstraßen hinein,  laufen auch etwas die Alleen entlang, Bekannte kommen uns nicht entgegen, Günter zeigt uns aber das Haus von Peter Falk (ehemals Columbo).

Dann fahren wir zum  Rodeo Drive und schauen an den Geschäften vorbei, kaufen aber nicht; dann zum Farmers Market, bummeln zwischen den Verkaufs- und Verpflegungsbuden der verschiedenen Nationalitäten herum, bewundern die Auslagen der Früchte und die Gerüche und machen dann auch mal selbst einen Stop zum Auffüllen der eigenen Flüssigkeit und Nachschub an Kalorien.

Direkt nebenan steht als Relikt eines großen Erdölfeldes aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts eine alte, aufgemöbelte Tankstelle der Gilmore Company, die in diesem jetzt mitten in der Stadt gelegenen Bezirk zuerst ab 1880 eine Farm, später ab 1905 aber eine Erdölförderung betrieb und so zwischen 1920 – 1943 der größte Erdölproduzent der Westküste wurde. Davon ist jetzt nichts mehr zu sehen. Die Gilmore Company war die erste, die für eine Preisminderung von 5 Cents die Selbstbedienung beim Betanken anbot in sog. „Gas-a-terias“.

Auf einem freien Teil dieses Erdölfeldes bot man 1934 einigen Farmern der Gegend an, von ihren Trucks frisches Gemüse u.a. zu verkaufen; hieraus entwickelte sich der jetzige Farmers Market

http://www.farmersmarketla.com/

 Nebenan ein großes, 2002 eröffnetes Einkaufszentrum The Grove  als Fußgänger-Stadtteil geplant mit einer old-fashioned Straßenbahn, grüner Wiese und Wasserspielen, keine einförmigen Fassaden (ob aber alles aus Stein ist, glaube ich nicht !)

http://www.beachcalifornia.com/the-grove-losangeles.html

 

Gut gestärkt und erfrischt ging es dann weiter zu den La Brea Tar Pits , einem Gebiet mitten in der Stadt und umgeben von Häusern, in dem Seen aus natürlichem Asphalt bis an die Oberfläche kommen und in denen sich seit 40000 – 10000 Jahren Tausende von Tiere gefangen haben, die jetzt auf dem amerikanischen Kontinent ausgestorben sind: Mammuts, Säbelzahntiger, Kamele u.a.

Sie werden von Freiwilligen ausgegraben, zu sehen an der derzeit einzig aktiven Grube 91, aus finanziellen Gründen nur während ca 2 Monaten / Jahr.

Nebenan steht das George C. Page Museum, in denen die Fundstücke restauriert und ausgestellt werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/La_Brea

http://www.tarpits.org/

 

Dann geht´s in das zentrale Hollywood: wir wundern uns, dass Günter wirklich gleich nebenan einen Gratis-Parkplatz findet – alles nicht so schlimm, wie vorgestellt !

Wir laufen über einen Teil des Walk of Fame, sehen u.a. den Stern mit dem Namen von Charlie Chaplin und Ray Charles, und erreichen dann des Chinese Theater und Kodak Theater, wo in einem Vorplatz viele Stars ihre Hand- und Fußabdrücke mit Grüßen an Sid Graumann, den Gründer dieses Theaters, hinterlassen habe.

Als Nicht-so-große-Film-Fans erfasst uns kein kalter Schauer in diesen „heiligen Hallen“ der Oscar-Verleihung, aber wir schauen uns diesen kulturellen Misch-Masch interessiert an. Von der Verbindungsbrücke zwischen zwei Treppenhäusern schauen wir rüber zu dem großen Hollywood-Schild in den Bergen.

Da wir vor 17 Uhr unser Mietauto für morgen bei Budget in Malibu abholen müssen und auch Günter noch zu einem Abendtermin wieder in Orange County sein muss, machen wir uns anschließend wieder über den Sunset Boulevard auf die Rückfahrt. Das letzte Teilstück auf dem Pacific Coast Hwy geht bei weitem nicht mehr so zügig wie am Morgen, hier ist jetzt Stop-and-go-Verkehr angesagt.

 

Unterwegs nehmen wir unseren Mietwagen für die morgige Tour mit. Unsere Buchung bei Budget von Zuhause liegt vor, unser Wagen steht vor der Tür, die Formalitäten sind gleich erledigt. Sodann verabschieden wir uns herzlich von Günter, der uns einen hervorragenden ersten Eindruck von Los Angeles verschafft  und uns damit die vorher vorhandene Angst genommen hat.

Der Mietwagen ist klein und handlich, ich finde mich gleich zurecht. Die restlichen 3 Meilen sind gerade recht zum Eingewöhnen. Da der Stellplatz selbst recht eng ist, werden wir von der Platzaufsicht gebeten, ihn eine Etage höher abzustellen.

 Nach einer kleinen Erfrischung machen meine Frau und ich uns auf den Weg zum Strand über einen schmalen Pfad, der vom CG runterführt. Den Hwy 1 unterqueren wir in einem trockenen Wash. Mein Frau ist deutlich wagemutiger als ich, sich dem Pazifik anzuvertrauen, und das Risiko zeigt auch bald eine kräftige Welle: die Brille ist weg ! Alles Suchen bringt nichts – wir buchen den Verlust auf „Naturgewalten“, geben dem Wächter auf seinem Hochsitz aber doch noch Bescheid. Er informiert uns, dass er bis 21 Uhr noch hier auf der „Wacht“ sitzt und wir doch nochmals nachfragen sollen.

Nach dem gemütlichen Abendessen in der untergehenden Sonne macht sich meine Frau, „damit wir alles getan haben“ nochmals nach unten auf den Weg – und was findet sie bei dem Baywatcher: ihre Brille – wohl leicht verkratzt vom Pazifik-Sand, aber sonst intakt. Wenn das nichts ist, der Pazifik gibt wieder etwas freiwillig her !

Der Abend klingt mit dem Blick über den Pazifik gemütlich aus.

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