Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

06_Haleiwa / Oahu   01.- 06.05.2019

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Kristina
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06_Haleiwa / Oahu   01.- 06.05.2019
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
01.06.2019
Gefahrene Meilen: 
0 Meilen
Fazit: 

Haleiwa / Oahu   01.- 06.05.2019

 

Dieser Flughafen unterscheidet sich grundsätzlich von dem in Kailua-Kona. Große klimatisierte Hallen, lange Gänge, viele Rolltreppen, unglaublich viele Leute. Sehr international!

Am Kofferband steht schon eine weitere Gruppe von Soldaten, um sie herum ein riesiger Berg mit Packsäcken – weitere laufen gerade über das Gepäckband ein.

Unsere Koffer kommen relativ zügig und diesmal fehlt mein Kofferschild – nach einem Kofferband brauche ich also auch noch ein neues Schild! Naja, Hauptsache, die Koffer sind da!

Direkt vor dem Terminal finden wir die Haltestelle der Shuttlebusse für die Car-Rental-Center. Schnell kommt auch der Thrifty-Bus, denn diesmal haben wir kein Hertz-Auto gebucht!

Nach wenigen Minuten Fahrt durch extrem dichten Verkehr, vorbei an hohen Parkhäusern und UNTER einem Highway auf Stelzen biegen wir in einen engen Hof ein – Thrifty/Dollar hat hier eine gemeinsame Verleihstation.

Zum ersten Mal in diesem Urlaub gibt sich jemand extrem viel Mühe, mir alle Formalitäten sorgfältig zu erklären – das dauert natürlich! Dann endlich überreicht sie uns mit Stolz den Schlüssel für einen brandneuen Ford Explorer mit 7 Sitzplätzen in schwarz-metallic. Sehr schön! Jörg freut sich!

Ganz in Ruhe können wir alles einrichten und unser Navi starten – wir werden es brauchen und finden ohne sicherlich nie wieder hierher zurück!

Mit Trullas Hilfe mühen wir uns über vielspurige Highways, große Kreuzungen und versuchen, in Richtung North Shore zu kommen.

Erstaunlicherweise sind wir nur ein paar Meilen aus dem Industrie- und Hochhausgewimmel heraus und schon wird es extrem viel ruhiger! Wir suchen uns einen Safeway und erledigen schon einmal den Großteil unseres 5-Tages-Einkaufs. Wir wissen nicht, wie sich vor Ort in Haleiwa die Einkaufssituation darstellt und müssen ein wenig vorsorgen!

Schon nach wenigen Meilen weiter sehen wir das Meer – schön! Im Navi finden wir ganz in der Nähe der Zieladresse ein Foodland – damit haben wir gute Erfahrungen in Hawaii gemacht.

Alles, was noch fehlt, können wir hier besorgen und finden uns in einem etwas schräg alternativen Supermarkt wieder. Der Laden ist gut ausgestattet, die Kunden scheinen überwiegend aus Alt-Hippies, Jung-Alternativ und Hauptberuf-Surfer.

Unser Hauptproblem ist das Auffinden unserer Unterkunft. Die Beschreibung ist spärlich und sehr vage! Trulla kennt die genaue Hausnummer nicht und die Zahlen auf den Briefkästen lassen sich nur schwer erkennen! Im 1. Anlauf fahren wir erst einmal daran vorbei, beim 2. Mal finden wir es auch nicht und erst im 3.Anlauf finden wir die Einfahrt hinter dem 2.Telefonmast nach der Texaco.      

Das hätten wir zwar geschafft, aber der Eingang zum Haus zwischen den Bananenstauden ist fast ebenso schwer zu finden. Nur dank der Bilder in meinem Kopf schaffen wir es.
Es handelt sich um eine ehemalige Doppelgarage, die umgebaut worden ist. Im unteren Bereich findet sich der Wohn-/Essbereich und die Küchenzeile, nebenan ist ein Duschbad. Den Schlafboden mit den drei Betten erreichen wir über eine sehr steile Hühnerleiter – hoffentlich müssen wir nachts nicht zu oft auf die Toilette.

Nach dem tollen Jurtenhaus im Lavafeld von Hawaii ist dies hier etwas total anderes, allerdings wussten wir dies vorher, denn das Preisgefüge für Ferienwohnungen am Oahu war doch deutlich anders als auf den anderen Inseln!

Egal – wir werden hier schon zurechtkommen. Es zählt die Lage!

Nach dem Auspacken und Einsortieren machen wir noch einen kleinen Ausflug in die Umgebung. Der nahegelegene Strand zählt zu den schönsten und bietet mit seiner Pipeline perfekte Surfbedingungen und ist bekannt für die Sonnenuntergänge.

Dafür ist es noch zu früh und daher fahren wir noch ein Stück die Küste entlang. Schöne Strandhäuser reihen sich mit Beach Parks an den Sandstränden entlang. Überall kann man anhalten und an den Strand gehen – alles ist öffentlich zugänglich!

Irgendwann ist es dann genug und wir fahren nach Hause. Der Tag war sehr lang und wir sind kaputt. Ein Glas Wein und ein bisschen TV runden den Abend ab.

DATUM :                           Donnerstag, 02.05.2019

WETTER:                          Irgendwie wie immer: warm bis heiß, manchmal etwas feucht, ein toller Sonnenuntergang am Strand

Unser erstes Frühstück ist noch ein wenig umständlich. Die Herdplatten holen wir erst aus dem Schrank – das Wasser zum Kochen zu bringen dauert lange! Kennen wir schon!

Den Toast mit dem Kompaktgrill zu toasten ist hingegen neu und gewöhnungsbedürftig – Geht aber auch! Der Rest ist Routine und klappt – wie immer – reibungslos!

Heute wollen wir den Nordwesten der Insel ansehen. Unser erster Stopp ist an den Waimea Falls und ist schon direkt nach der Einfahrt beendet. Für 15 $ Eintritt wird hier ein Touristenspektakel geboten: Hula vor dem Wasserfall und junge Männer, die in den Pool springen! Das ersparen wir uns doch lieber und überlassen es den zahlreichen asiatischen Reisegruppen!

Weiter geht es in den Westen. Hier endet die Straße bereits nach 12 Meilen und wird zu einer 4-WD Piste. Das wollen wir uns nicht weiter antun – der letzte Strand ist  der Mokuleia Beach – eher unspektakulär und mit zu vielen Häusern umgeben.

Unser nächstes Ziel ist das Waikele Premium Outlet in Waipahu. Hier empfängt uns der übliche Mix von Geschäften. Mittlerweile ist es total heiß geworden und der dunkle Asphalt strahlt die Hitze noch mehr ab! In einer Tour kommen Reisebusse als kostenloser Shuttle von Waikiki an – jeweils mit einer vollen Ladung Kauflustiger. Die oft organisierten Reisen bieten nicht nur den Transfer, sondern auch eine Betreuung in den Geschäften an! Überall gibt es japanisch sprechende Mitarbeiter.  

Wir machen uns auf den Rückweg und kommen am einzigen Home-Depot-markt in Oahu vorbei. Dies ist sicherlich der Markt, in dem Konny Reimann immer einkauft. Wir verfolgen diese Auswanderer-Serie schon von Beginn an. In seinen Fernsehsendungen wird er häufig genug gezeigt. Just in diesem Moment fährt aus der Einfahrt ein gelber Schulbus vom Parkplatz und als er an uns vorbeifährt, sehen wir Konny mit seinem typischen Texas-Walmart-Strohhut am Steuer sitzen! Nein, wirklich! Kaum zu glauben!

Wir überlegen uns, jetzt doch einen Abstecher an das Grundstück Konny Island 2 zu machen, Konny-Island 1 in Gainesville/Texas hatten wir schon vor einigen Jahren einmal gesehen.

Direkt am Foodland Supermarkt in unserer Nachbarschaft führt die Straße zum Wohnhaus  steil und in engen Kehren nach oben. Es geht durch eine sehr schöne Wohngegend immer weiter den Berg hinauf und Trulla führt uns direkt zu der Adresse. Und wirklich stehen wir direkt vor dem großen Tor „KONNY -  ISLAND“, dass wir aus seinen Sendungen kennen. Vor dem Tor steht das Auto von Manuela mit dem Kennzeichen MANU – kaum zu übersehen! Direkt hinter dem Tor steht der Bus! Herrlich! Gefunden und abgehakt! Schnell machen wir uns wieder auf den Rückweg!

Wir haben für heute nichts weiter vor und steuern den Food-Truck Punkt an. Hinter dem Malaekahana Bay ist eine größere Ansammlung von Food Trucks – unter anderem auch Giovanni´s Shrimps. Wer nicht hier Shrimps gegessen hat, war nicht auf Oahu - sagt man!
Also suchen wir uns in dem Getümmel einen Parkplatz und ich stelle ich in die Schlange vor dem Foodtruck. Nur ca. 10 Leute stehen  vor mir – dies soll ein gutes Zeichen sein. Nach knappen 10 Minuten ordere ich eine Portion Shrimps und es mir nicht klar, dass das nur die halbe Miete war.

30 Minuten später bin ich schlauer. Der 1. Teil war das Ordern meiner Shrimps, der 2.Teil ist das Warten darauf. Hier stehen 50 Leute in einem Haufen neben dem Truck  daß ist mir entgangen! Ich habe die Nummer 107 und gerade ist 38 dran! Das kann ja noch dauern. Jörg verteidigt in der Zwischenzeit  einen Sitzplatz auf einer Bank – nicht einfach bei diesen Menschenmengen!

Endlich bekomme ich mein Essen und kann mich zu Jörg zurückkämpfen! Meine Güte, was für ein Aufwand für 14 $!

Die Shrimps sind lecker – keine Frage, aber ist es den Aufwand wert? Keine Ahnung!

Jörg hat sich in der Zwischenzeit mit den Tischnachbarn angefreundet und der Mann steht -  genauso wie Jörg – nicht auf Shrimps und hat sich von einem BBQ-Truck etwas Reelles geholt: BBQ-Brisketts. Genau das holen wir auch für Jörg jetzt. Statt langem In-Schlange-Stehen gibt es jetzt Essen in 5 Minuten!

Es ist lecker  - und somit sind wir alle beide satt! Heute Abend wird nicht mehr gegrillt! (Ohnehin ist die Patrone vom Gasgrill fast leer und meine Nachfrage bei Ann hat noch keinen Nachschub gebracht!)

Egal – wir machen eine Kaffeepause am Haus und gegen 18 Uhr wollen wir noch einmal zum Strand, Sonnenuntergang-Gucken! Traditionen müssen gewahrt bleiben! Dänemark, Malediven, Neuseeland oder was weiß ich wo!

Wir schnappen unsere Strandstühle Marke „Tommy Banana“ und gehen die knapp 150 Meter zum Strand über die Straße. Mitten im Sandstrand an der Kante mit brechenden Wellen wollen wir relaxt den Sonnenuntergang sehen – zusammen mit einigen anderen Leuten!

Surfer sind auch noch unterwegs – mindestens 30 sind am rechten Strandende, 20 an der Pipeline links und 10 in der Mitte. Mit uns am Strand sitzen sicherlich 20 Leute und genießen entspannt den Sonnenuntergang!

DATUM :                           Freitag, 03.05.2019

WETTER:                          Heiß, Sonne, einzelne Schauer tröpfeln

Der Start geht an der Küstenstraße entlang und führt uns zunächst zum Geldautomaten. Gestern habe ich das letzte Bargeld am Foodtruck ausgegeben – jetzt brauchen wir Scheine! Unproblematisch bekommen wir mit der DKB-Kreditkarte auch hier Geld. Überhaupt hatten wir bisher noch Ärger damit – trotzdem haben wir immer noch andere Karten als Absicherung!

Direkt in Laie geht die Straße zum Laie Point hoch. Vom Parkplatz aus kann man ein großes Stück der Ostküste sehen und hat einen prima Ausblick zum dem Arch, der ein paar hundert Meter vor der Küste steht. Auf der hervorstehenden Landzunge sieht man, wie rau die Küste und wie hart das Meer gegen die Klippen schlägt.

Weiter geht es immer an der Küste entlang – auf der einen Seite das Meer mit superschönen langen hellgelben Sandstränden unter Palmen, auf der anderen Seite die steil aufragenden Berge der Ko´Olau Range, die hier schroff und stark begrünt über 1000 Meter direkt in die Höhe gehen.

Der Chinaman´s Hat ist vom Kualoa Regional Park aus gut zu sehen – leider steht die Sonne für ein gutes Foto auf der verkehrten Seite. Egal – immerhin sind wir noch fast alleine und wenn man die Ausmaße des Parkplatzes betrachtet, kann man sich ungefähr vorstellen, was hier los sein KANN!

Auf dem Plan steht jetzt der Byodo-In-Temple. Dieser liegt in einem riesigen Friedhofsgelände, in dem Angehörige vieler Glaubensrichtungen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben: Ein Hügel ist katholisch, einer evangelisch, muslimisch, dann gibt es japanische, chinesische, koreanische und sicherlich noch einige andere Bereiche. Sehr friedlich!
Wir fahren über das Gelände bis in das hinterste Tal und kommen dort zum Parkplatz des Tempels. Wir bezahlen 5$ Eintritt und mit dem Übertreten der Bogen-Brücke kommen wir in eine andere Welt. Eine japanische Tempelanlage mit einem großen Glockenhaus, wo man die Glocke selbst mit einem riesigen Klöppel anschlagen kann. Es gibt einen Teich mit Kois und schwarzen Schwänen. In der Mitte der Anlage steht ein großer Tempel mit einem riesigen goldenen Buddha und wunderschönen Holzverzierungen.

Am Eingang bittet ein Schild darum, die Schuhe auszuziehen, bevor man den Tempel betritt. Als ich dies befolge, bedankt sich aus dem Dunkel heraus eine Stimme. In der Ecke sitzt ein kleiner Mann in ziemlich hohem Alter. Er fragt, wo wir denn herkommen und sagt dann in azentfreiem Deutsch: „Herzlich Willkommen – wie geht es Ihnen?“ Er habe in der Schule deutsch gelernt, doch das sei schon etwas  länger her! Herrlich!

Wir machen uns auf dem Weg durch die Berge zurück nach Hause. Auf der H3 geht es durch die Tunnel und durch die Täler der Range nach Honolulu. Diese Straße ist in einer 37 Jahre dauernden Bauzeit mit Kosten von 100 Millionen $ Pro Meile die teuerste Straße, die der amerikanische Staatsbürger von seinen Steuern bezahlt hat.

Landschaftlich gesehen ist dies absolut toll, wenn man auch von den bautechnischen Herausforderungen kaum etwas sieht.

Nach einem kurzen Stopp zum Pizza-Essen und einem Frappucchino-Smores bei Starbucks geht es weiter nach Norden. Die Küstenstraße wird voller und voller – das Wochenende naht und die Surfer strömen an die Strände!

Jetzt machen wir erst einmal Pause, wollen Wäsche waschen und  unseren Lachs grillen. Unsere Vermieterin Ann kündigt viele kleine Surferkinder als Übernachtungsbesuch an und hat uns immerhin  die angekündigte Propan-Gasflasche vor die Tür gestellt!

Heute gibt es bei uns Lachs vom Grill und er ist – wie immer – perfekt! Der Texastoast aus dem kleinen Backofen gelingt ebenso und einem leckeren Essen steht nichts mehr im Wege. Die Temperaturen im Häuschen steigen durch den Grill und den Backofen allerdings weiter an – dabei ist es schon zu warm!

Direkt nach dem Essen brechen wir mit Getränken, Fotoapparat und Strandstühlen bewaffnet auf und dackeln an den Strand! Hier sitzen wir die nächsten beiden Stunden an der Kante und beobachten Surfer, SUPs, Badende und unfreiwillig Nasswerdende, die die Sache mit den Wellen noch nicht so ganz kapiert haben. Bis zum Sonnenuntergang um 19 Uhr versammeln sich hier am Sunset-Beach immer mehr Schaulustige. Wir genießen einfach die Zeit!

Schon fast im Dunklen brechen wir auf, denn zwischen Sonnenuntergang und völliger Dunkelheit liegt hier nur eine Viertelstunde – Knips, Licht aus!

DATUM :                           Samstag, 04.05.2019

WETTER:                          Wintereinbruch! 20°C, Regen und Wind

Für heute steht nicht wirklich viel auf dem Plan – das Wetter ist einfach nicht danach. Der einzige Teil der Insel, die wir noch nicht kennen – die Westseite! Leider gibt es keine Verbindung zwischen North Shore und Westcoast – weder über/durch die Berge noch außen herum an der Küste. Also brauchen wir für 15 Meilen direkte Linie insgesamt 53 Meilen! Trotzdem werden wir uns an diese Sackgasse wagen. An dieser Küstenstraße reihen sich Beachpark an Beachpark und am Ende ist die Yokohama Bay als Krönung!
Hier zieht sich ein langer goldgelber Sand über eine weite Strecke an türkisblauem Wasser entlang – superschön! Leider können wir es heute nicht genießen: Es regnet leicht und windet stark. Das Meer ist sehr aufgewühlt und die Brandung stark. Nach einer Pause drehen wir also um und fahren zurück.

An dieser Strecke fällt uns wieder das Problem Hawaiis auf: Fast an der gesamten Strecke dieser touristisch nicht so bekannten Westküste sind Obdachlosen-Zeltstädte entstanden. Aus Autowracks, Zelten, Planen oder Plastikstücken haben sie hier Unterkünfte gebaut, es liegen Müllberge herum und die in regelmäßigen Abständen so gepflegten Beachparks mit ihren Sanitäreinrichtungen werden verwüstet. An so einem Regentag wie heute werden die Toilettenhäuschen auch  als trockene Schlafplätze genutzt. Für Touristen sind diese Plätze nicht zu empfehlen – die Anwohner versuchen sich mit hohen Mauern, Stacheldraht, Überwachungsanlagen oder Wachhunden zu schützen. Offensichtlich ohne Erfolg! Hier besteht eindeutig Handlungsbedarf – es scheint auszuufern!

Im direkten Umfeld des Ballungsraums Honolulu bauen sie seit Jahren an einer Metro auf Stelzen – man sieht schon eine lange Strecke und viele weitere Ständer. Fertiggestellt wird es ca. 2025 – bis dahin müssen die Inselbewohner weiter mit langen Anfahrtszeiten nach Honolulu über die H1, H2 und H3 leben! Ohnehin wird sich durch die neue HART nur die Ost-Westroute an der Südküste um den Flughafen herum entspannen.

Für uns ist es jetzt gut – wir machen uns auf den Weg nach Hause zu Kaffee und Donut. Lediglich unterbrochen durch einen kurzen Ausflug an unseren Strand, um die hohen Wellen zu beobachten. Surfer gibt es heute keine!

Morgen machen wir noch einen letzten Ausflug nach Waikiki!

DATUM :                           Sonntag, 05.05.2019

WETTER:                          Sonne und heiß!

Ja, heute geht es nach Waikiki – denn wie man hier sagt: „Wer nicht Waikiki gesehen hat, war nicht in Hawaii“ – nun gut, dann machen wir das mal, denn Giovannis Shrimps haben wir ja auch schon gegessen!

Unsere Nacht war sehr mäßig! Den ganzen Abend haben die drei Hundchen von nebenan gekläfft, weil sie alleine waren. Als die Familie mit den vielen Gast-Jugendlichen nach Hause kam, waren die Hunde still und der Lärm ging los! Bis um halb eins in der Nacht war Stimmung, Lärm, laute Musik und Türengeknalle angesagt!
Die strickte Hausordnung „Bitte die Nachbarn nicht stören, keine Musik, keine Gäste, kein Feiern…“ war für uns ein Indiz für eine sehr ruhige Umgebung! Weit gefehlt!

Heute sind wir daher ziemlich müde und trotzdem starten wir früh. Es ist Sonntag, kein Berufsverkehr und hoffentlich ist der Stau nicht ganz so groß!

Je näher wir an Waikiki kommen wird es voller – Trulla sei Dank fädeln wir uns durch das Straßengewirr und kommen tatsächlich am gewünschten Fort Derussy an. Hier ist ein öffentlicher Parkplatz, der sehr zentral liegt. Für den Schnäppchenpreis von 8$ pro Stunde kann man hier sein Auto abstellen, ist allerdings dann auch direkt am Strand.

Kaum 5 Minuten später sind wir am Wasser und sind nicht alleine! Es ist 8 Uhr morgens und schon richtig voll. Viele Touristen liegen schon auf den Leihliegen unter Leihschirmen und genießen die frühmorgendliche Sonne. vorbeiziehenden Touristen nicht stören.

Gelegentlich liegen am Strand auch Obdachlose auf ihrem Hab und Gut – sie werden nicht gestört und man sieht  geflissentlich darüber hinweg.

Unser Weg führt über den Strand oder auf der Promenade entlang – überall können wir in die Hotels und Poolanlagen sehen! Hier verbringen viele ihre Urlaubstage zwischen Pool und Hotel  und gehen abends shoppen!
Weiter geht es in Richtung Diamondhead im Osten. Besteigen werden wir den Krater sicherlich nicht, denn in einer Schlange den Berg auf den Stufen zu erklimmen, während man auf die Haxen des Vordermannes schaut – das muss nicht sein!

Am Memorial von Duke Kahanamoku, dem „Erfinder des Surfens“ machen wir ein obligatorisches Foto und schlendern an den vielen Shops der Kalakaua Avenue zurück. Hier ist jedes Geschäft von Rang und Namen versammelt!  An Kundschaft mangelt es nicht – es ist sehr belebt und viele tragen zur frühen Stunde schon Tragetaschen mit exclusiven Logos!

Wir erreichen unseren Parkplatz nach knapp 3 Stunden wieder und werden 24$ los!

Unser Fazit: Waikiki ist der Strip von Honolulu und nichts für uns!

Für uns geht es weiter nach Honolulu – hier wollen wir doch die Drehorte von Hawaii 5-O sehen. Zum Glück ist heute  kein Arbeitstag und so finden wir erstaunlicherweise schnell einen Platz, sogar ohne die Parkuhr füttern zu müssen!
Direkt um die Ecke besuchen wir den Iolani Palast, der hier mitten im Bankenviertel einen großen Park beanspruchen kann und direkt gegenüber die Statue von Kamehamehame, deren Original wir schon einmal gesehen haben! Allerdings gefällt uns dieses Modell besser – so golden wie es ist!

Unser nächstes Ziel ist jetzt noch der Punchbowl  Crater. Dieser ist eigentlich ein Friedhof und eine Gedenkstätte für die Gefallenen der Kriege und zugleich ein perfekter Aussichtspunkt über Honolulu und Waikiki. Es ist eine eigentümliche Mischung von Familien, die Blumen zu ihren Verstorbenen bringen und anderen, die ein Picknick an den Grabplatten veranstalten. Wir genießen den Blick von ganz oben über die gesamte Bucht und sehen, wie groß Honolulu ist!

Mittlerweile ist es sehr heiß geworden und wir freuen uns auf einen ruhigen Strand, eine lange Badepause und einen entspannten Abend – aber: Heute Abend müssen wir schon wieder Koffer packen!

DATUM :                           Montag, 06.05.2019  -  Reisetag

WETTER:                          Sonnig, warm, später bedeckt

Gestern Abend haben wir noch eine Weile gebraucht, um alles zu verstauen und offensichtlich sind unsere Koffer auch nicht zu schwer.

Endlich ist alles erledigt. Es ist 9 Uhr, das Häuschen ist geräumt, alles im Auto verstaut und die Bewertung zu fewo-direkt,de abgeschickt. Ich werde die Sammlung der Mängelpunkte Ann separat noch einmal mitteilen, damit sie die schlechte Beurteilung mit nur einem Stern für die tolle Lage nachvollziehen kann.

Zum Glück ist es heute Morgen nicht zu heiß, so dass uns in unseren langen Hosen und festen Schuhe nicht zu  heiß wird – unangenehm ist es trotzdem.

Wir legen noch eine Tankpause ein und kommen ohne Stau schon gegen halb 11 Uhr bei Thrifty an. Ohne Trulla hätten wir diese Adresse am W Nimitz-Hwy. unter dem Freeway nicht gefunden. Die alte Navi-Dame schlägt sich mehr als wacker!

Abgabe und Abrechnung sind erfolgreich und problemlos – gefahrene Meile 436!

Jetzt warten wir noch auf den Shuttle zum Airport und dann haben wir das schlimmste für heute überstanden!

Der Daniel Inoyue Airport ist wie Honolulu – überfüllt, unübersichtlich und rummelig. Wir zörgeln unsere Koffer ins Terminal und müssen – nach dem Online-Check-In – noch unsere Boardkarten drucken und die Kofferanhänger montieren. Mühsam hangeln wir uns durch das Menue, stellen fest, dass wir noch viel Gewicht übrig haben (Jörgs wiegt 43 Pfd, meiner 40 Pfd – da bleiben bis zu den erlaubten 100 Pfd. noch 17 Pfd. frei für New York!) und können die Koffer selbst zur Kontrolle abgeben.

Dann stellen wir uns am TSA-Checkpoint an und merken nach 5 Minuten, dass wir beide TSA-Pre sind, also wieder auf eine gründliche Untersuchung verzichtet wird – das scheint nach dem Zufallsprinzip verteilt zu werden?

Also raus aus der Schlange, nachgefragt und an das andere Ende der Halle geschickt! Hier ist die Schlange zwar um einiges länger und endet erst vor der Tür, aber es geht auch um ein vielfaches schneller! Schuhe bleiben an und das Handgepäck kommt komplett auf das Durchleuchtungsband. Ruck zuck sind wir durch.

Alles erledigt und es ist erst 12 Uhr. Boarding ist um 14.25 Uhr – da bleibt noch Zeit zum Totschlagen. Aber besser so, als wie manch anderer durch die langen offenen Gänge rennen zu müssen.

Wir sind mit Boarding-Group 3 schnell an der Reihe. Der Flieger in der 2 – 4 – 2 Kombination ist fast ausgebucht – zum Glück sitzen in unserem Umfeld keine Kinder.

Die nächsten 9 Stunden und 45 Minuten verbringen wir mit „angekündigt“ schlechtem Essen, 2 Filmen (Wahl englisch, französisch und 5 asiatischen Sprachen, den Schriftzeichen nach zu urteilen) und dem verzweifelten Versuch zu schlafen – ohne Erfolg!

 

Mit lieben Grüßen aus Braunschweig

Kristina und Jörg