Hallo Womo-Gemeinde,
noch habe ich nicht einmal eine Zusammenfassung unseres diesjährigen Trips (Überführung Graner-Gespann von Elkart nach Las Vegas - Südtour über New Orleans) verfasst und hier eingestellt (kommt aber noch!) und schon geht die Planung für die nächste Tour los. Da diese jedoch leider erst in 2028 stattfinden wird, ist noch lange Zeit für die konkrete Planung und Ausarbeitung. Da es hier aber hoffentlich viele erfahrene Leute gibt, die den Nordwesten schon bereist haben und sicher gute Ratschläge, Tipps, Vorschläge geben können, stelle ich hier einmal das noch sehr rudimentäre Grundgerüst der Tour ein. Es sind lediglich die Hotspots in der Planung erfasst. Die Zwischenstrecken sind noch völlig offen, genau wie die einzelnen Campgrounds noch wenig bis keine Beachtung gefunden haben. Ich habe immer versucht uns viel Zeit zu geben, dass es nicht wie bei der diejährigen Überführung zu viele sehr lange Streckenabschnitte geben muss und man sich viel Zeit für die Natur nehmen kann. Anhalten, auch mal ne Tour wandern gehen, sehen, staunen und genießen.
Wer genau hinsieht, erkennt hier den ein oder anderen Widerspruch. Ganz speziel am Tag 2, der einen "Höllenritt" von LV zum Sequoia NP plant. Das ist jedoch einfach der erste "Streckentag", der bereits Bekanntes vorbeiziehen lässt und den Jetlag noch mit ausnutzt, um die darauf folgende Zeit mehr zu entspannen.
Zuerst war die ganze Tour entgegen dem Uhrzeigersinn geplant, also quasi von unten nach oben in der Tabelle. Dagegen hat jedoch gesprochen, dass wir dann früher schon z.B. im Glacier NP oder Yellowstone gewesen wären. Die Chanchen auf geöffnete Strecken (Going-to-the-sun-road oder Beartooth HWY) ist etwas größer, wenn wir die Tour umdrehen und somit 10-20 Tage später an diesen Stellen ankommen. Auch so ist es noch ein Spiel mit der Hoffnung, aber die Chancen sind größer. Der Tioga-Pass hingegen wird hoffentlich Ende Mai schon geöffnet haben.....hoffentlich. Und wir fahren eben dann leider auch den HWY 101 von Süden nach Norden am Pazifik hoch und sind somit oft "auf der falschen Straßenseite", aber einen Tod muss man immer sterben....
Wichtig sind jetzt erst einmal die Zwischenstrecken.... Genau da ist dann eure Erfahrung wichtig, für die ich sehr dankbar wäre. Sind die Zeitäume zwischen den Hotspots/Nationalparks in der Planung so angemessen in Bezug auf die "Must-do oder Must-see" auf den Strecken? Interessant sind weniger Städte und Museen etc., sondern viel lieber Natur und Freiheit - das erkennt man auch an den nur als Tagestouren geplanten Städten wie Seattle und/oder Vancouver![]()
Ach ja, in der bisherigen Planung sind noch zwei Tage "über", die wir noch verplanen können. Die stehen nur zufällig dort wo sie stehen und könnten an jeder Stelle eingefügt werden. Wobei ich es wenigstens versucht habe, an Plätzen wie Yosemite, Glacier oder auch Yellowstone nicht unbedingt freitags oder samstags anzukommen. Das lässt sich nicht immer vermeiden, war aber auch Teil des Gedankenspiels.
Ich würde mich echt freuen, wenn sich ein paar von euch allen die Mühe machen würden, uns bei der Planung zu unterstützen. Leider kam bspw. auf meine Fragen zum Beartooth HWY (Link) nicht viel Resonanz
Vielleicht lassen wir den Trailer auch einfach rund um Gardiner/Mammoth auf dem Campground stehen und machen einen laaangen Tagesausflug über den Beartooth HWY nach Red Lodge und dann über die 296 wieder zurück....das sind aber dann über 400 km und sicher extrem anstrengend..... Und ja, erst mal muss der HWY auch offen sein :-/
Genug geschrieben. Hier die Tour. Ich freue mich auf eure zahlreichen Reaktionen ![]()
Tag -1 25.05.2028 Ankunft LV, Übernahme Gespann, Ersteinkauf - Fahrt Graner - Oasis RV-Resort LV
| Tag | Datum | Strecke |
| 1 | Freitag, 26. Mai 2028 | Oasis RV-Resort - Sequoia NP |
| 2 | Samstag, 27. Mai 2028 | Sequoia NP |
| 3 | Sonntag, 28. Mai 2028 | Sequoia - Yosemite |
| 4 | Montag, 29. Mai 2028 | Yosemite NP |
| 5 | Dienstag, 30. Mai 2028 | Yosemite NP |
| 6 | Mittwoch, 31. Mai 2028 | Yosemite - Lake Tahoe |
| 7 | Donnerstag, 1. Juni 2028 | Lake Tahoe |
| 8 | Freitag, 2. Juni 2028 | Lake Tahoe - Richtung Eureka (Sacramento?) |
| 9 | Samstag, 3. Juni 2028 | Richtung Eureka - Eureka |
| 10 | Sonntag, 4. Juni 2028 | Eureka - HWY 101 |
| 11 | Montag, 5. Juni 2028 | HYW 101 |
| 12 | Dienstag, 6. Juni 2028 | HYW 101 |
| 13 | Mittwoch, 7. Juni 2028 | HYW 101 |
| 14 | Donnerstag, 8. Juni 2028 | HYW 101 |
| 15 | Freitag, 9. Juni 2028 | HWY 101 - Olympic NP |
| 16 | Samstag, 10. Juni 2028 | Olympic NP |
| 17 | Sonntag, 11. Juni 2028 | Olympic NP - Mitte zw. Seattle u Vancouver |
| 18 | Montag, 12. Juni 2028 | Seattle |
| 19 | Dienstag, 13. Juni 2028 | Vancouver |
| 20 | Mittwoch, 14. Juni 2028 | Mitte zw Seattle/Vancouver - North Cascades NP |
| 21 | Donnerstag, 15. Juni 2028 | North Cascades NP |
| 22 | Freitag, 16. Juni 2028 | North Cascades NP |
| 23 | Samstag, 17. Juni 2028 | North Cascades NP - Richtung Glacier NP |
| 24 | Sonntag, 18. Juni 2028 | Richtung Glacier NP |
| 25 | Montag, 19. Juni 2028 | Richtung Glacier NP - Glacier NP (West) |
| 26 | Dienstag, 20. Juni 2028 | Glacier NP |
| 27 | Mittwoch, 21. Juni 2028 | Glacier NP (West)-Glacier NP (Ost) |
| 28 | Donnerstag, 22. Juni 2028 | Glacier NP |
| 29 | Freitag, 23. Juni 2028 | Glacier NP (Ost) Richtung Yellowstone NP |
| 30 | Samstag, 24. Juni 2028 | Richtung Yellowstone NP |
| 31 | Sonntag, 25. Juni 2028 | Richtung Yellowstone NP - Yellowstone NP |
| 32 | Montag, 26. Juni 2028 | Yellowstone NP |
| 33 | Dienstag, 27. Juni 2028 | Yellowstone NP |
| 34 | Mittwoch, 28. Juni 2028 | Yellowstone NP |
| 35 | Donnerstag, 29. Juni 2028 | Yellowstone NP - Grand Teton NP |
| 36 | Freitag, 30. Juni 2028 | Grand Teton NP |
| 37 | Samstag, 1. Juli 2028 | Grand Teton NP |
| 38 | Sonntag, 2. Juli 2028 | Grand Teton NP - Bear Lake |
| 39 | Montag, 3. Juli 2028 | |
| 40 | Dienstag, 4. Juli 2028 | |
| 41 | Mittwoch, 5. Juli 2028 | Bear Lake - Salt Lake City |
| 42 | Donnerstag, 6. Juli 2028 | Salt Lake City |
| 43 | Freitag, 7. Juli 2028 | Salt Lake City - Kolob Canyon |
| 44 | Samstag, 8. Juli 2028 | Kolob Canyon |
| 45 | Sonntag, 9. Juli 2028 | Kolob Canyon - Las Vegas |
| 46 | Montag, 10. Juli 2028 | Las Vegas - Heimflug |
Viele Grüße
Harry
Hallo Harry,
mein letzter Beitrag ist leider verloren gegangen, deswegen erstmal ganz kurz.
Könntest du die Meilen in der Tabelle ergänzen, das macht die Beurteilung einfacher.
Könntest du dir auch eine one way Runde zb nur bis Salt Lake vorstellen. Du würdest eine ganze Menge Meilen und Zeit sparen und verzichtest nur auf die Kolob Sektion, hast aber unterwegs mehr Zeit.
Ihr seid ja schon mit dem Hänger gefahren und wisst, dass ihr damit noch langsamer als mit nem Womo unterwegs seid. Da finde ich die 440 Meilen von Vegas zum Sequoia echt heftig, das sind immerhin 440 Meilen weil ihr mit dem Hänger vermutlich im Norden lang fahren müsst.
Wenn die Punkte geklärt sind kommt bestimmt noch mehr.
Bist du auf dem Forums Treffen?
Liebe Grüße, Mike
Experience!
Scout Womo-Abenteuer.de
Hallo Mike,
das ist ja schön, dass ich hier auch mal ne Rückmeldung erhalte. Ich dachte schon, ich bin irgendwie unsichtbar
Ich kann die Meilen aktuell noch nicht ergänzen, da die Strecke und die einzelnen Tagesabschnitte noch völlig offen sind. Es sind nur die Hotspots enthalten und dann die Wege dazwischen. Daher auch immer "Richtung xxx" oder "HWY101" . Das sind simpel und einfach nur die Richtungen. Die "Lücken" müssen noch sinnvoll gefüllt werden.
One way geht leider nicht so einfach. Die Graners sitzen in LV und von da bzw. nach dort müssen wir fahren. Ich hatte one way mal auf dem Schirm, hab dann aber einfach die Reise um einen Tag verlängert, um das Gespann quasi selbst zu überführen. Danach kam dann die Idee, de Tour aus den o.g. Gründen umzudrehen.
Ja, ich bin mir bewusst, dass das mit dem Trailer knapp 10 Std reine Fahrtzeit sein wird von LV zum Sequoia. Und ja, wir müssen wohl über den Norden kommen, das ist auch so geplant. Übernachtung evtl auf dem Sunset CG in der Nähe von Grant Grove Village. Das ist aber alles noch sehr vage... Ich kämpfe innerlich, aber ich denke das schaffen wir. Am 2. Tag ist man meist schon sehr früh wach und kann eh nicht mehr schlafen. Wir wollen also allerspätestens um 6 Uhr in der Früh auf Achse sein...... Es wird ein Höllenritt, das ist klar...
Auf das Forumstreffen kann ich leider nicht kommen
Liebe Grüße
Harry
Hallo,
graners bieten schon auch one way Routen an. Über den Daumen gepeilt sparst du die Hälfte der Zusatzkosten über die Meilen und das Benzin. Ich gebe zu, Salt Lake ist da jetzt auch nicht der beste Ort wegen des geringeren Angebots an Flügen aber du sparst halt auch 4 bis 5 Nächte die ihr gut brauchen könnt.
Wenn ihr euch Sorgen mit den Öffnungen in den Parks macht, sind denn die Daten fix oder ginge es auch etwas später?
Die meisten CGs im Sequoia haben Ende Mai erst ein paar Tage geöffnet, in den Höhenlagen könnte es wohl noch Schnee geben.
Die Strecke Sequoia zum Yosemite kann man dann an einem Tag fahren wird aber auch recht lange dauern.
Ob der Tioga Pass am Ende des Yosemite schon geöffnet ist gut möglich, historisch aber auch nicht ganz sicher. Die Fahrt im Norden Rum ist zwar dann auch ne Option, dauert aber auch länger. Da gibt's übrigens einen schönen state Park mit Sequoias...da muss ich nochmal nach dem Namen schauen.
Schneefrei ist dann auch die Gegend um den Lake tahoe nicht. Am See unten geht's Wandern bestimmt schon, in den Höhenlagen eher nicht.
Vom Lake Tahoe gibt's mehrere Möglichkeiten. Über den Lassen NP, aber da hat es wohl noch zuviel Schnee., daher wohl deine Route über Sacramento und dann ggf früher an die Küste. Bis Eureka sind es aber auch 2x200 Meilen, also schon fahrbar aber zumindest keine ganz entspannten Etappen.
Generell bist du auf eurer Route oft etwas langsamer unterwegs als zb im Südwesten in der Wüste und zwar nicht nur wegen dem Gespann sondern auch wegen der Straßen an der Küste oder im Gebirge.
Bevor ich jetzt weiter schreibe finde ich schon, dass Du zumindest grob nach den Meilen schauen solltest um zu schauen ob die Strecken für euch okay sind.
Dazu wäre auch wichtig zu wissen wie viel ihr wandert. Macht ihr nur alle 2 Tage einen 2 Stunden Hike sind längere Etappen eher möglich als wenn ihr regelmäßig 6 oder mehr Stunden laufen wollt. Wollt ihr überhaupt in den Bergen laufen oder ist die Schneesituation für euch eher egal?
Soviel erstmal für heute...
Liebe Grüße, Mike
Experience!
Scout Womo-Abenteuer.de
Servus Mike,
meinst Du den Calaveras Big Trees SP? Dieser ist wunderschön, nicht so überlaufen und hat mehrere CG.
Herzliche Grüsse, Tom
Reisen Sie langsam. Wenn Sie Zeit für acht Länder haben, nehmen Sie fünf. Wenn Sie durch fünf hetzen wollen, nehmen Sie drei. Kate Simon
Hallo Mike,
ich verstehe was du meinst. Für konkretere Meilenangaben ist der Planungsstand allerdings noch zu früh. Meine Fragen zur Streckenbewältigung waren allgemeiner gemeint.
Beispiel: Eureka (nur der Kontaktpunkt mit dem Pazifik, nicht der Ort selbst ist interessant) bis hoch zur Olympic Halbinsel (bespw. Forks) sind es an der Küste entlang -ohne weitere Umwege, die sicherlich kommen werden!- ca 660 Meilen/ca 1000 km. Dafür stehen aktuell ca 6 Tage zur Verfügung. Das sind 110 Meilen/Tag im Schnitt. Da kommen sicherlich noch 40% Strecke dazu, da man ja nicht direkt "durchbraust", dann sind das um die 900 Meilen in 6 Tagen, also ca 150 am Tag im Schnitt. Da ist auch die ein oder andere Doppelübernachtung möglich. Übrigens ist Vancouver gedanklich bereits auf sehr wackeligen Füßen. Den Tag stecken wir lieber noch in die Olympic Halbinsel.... Auch gibt es ja noch zwei Puffertage, die an geeigneter Stelle eingepflegt werden.
Eeben weil ich im NW noch nie unterwegs war ist es mir so wichtig, dass diese Rechnung entweder bestätigt wird oder widerlegt wird. Wir sind in den 90er Jahren überall nur durchgebraust, das war unsinnig, aber war eben so... Wir sind in 2025 in 39 Tagen ca. 5000 Meilen (insgesamt, also nicht nur mit Trailer, sondern auch viel "solo") gefahren. das war echt ok und beinhaltete recht viele Mehrfachübernachtungen. Hingegen in 2026 hatten wir eine Überführungsfahrt, was einen wesentlich größeren Teil der Strecke (ca 6000 Meilen in 34 Tagen) Fahrten mit Trailer bedeutete und wesentlich weniger Solofahrten und Mehrfachübernachtungen ermöglichte.
In 2028 soll das eher wie in 2025 werden. Es sind reine Rundstrecke, ohne links/rechts zu schauen, ca. 3600 Meilen. Rechne ich 40% dazu, bin ich bei ca 5000 Meilen und dafür stehen 45 Tage ohne Rückgabetag zur Verfügung. Rechnerisch sind das dann sogar wesentlich weniger Meilen als 2025. Das ist aktuell meine Planung. Wenn sich bei Errechnung von Durchschnittswerten -die natürlich nur sehr wenig belastbar sind, so lange man die konkrete Strecke nicht weiß- ergibt, dass die Stecke ohne mega Stress zu machen ist, dann verfeinere ich das alles.
One Way und dann von SLC nach Hause würde tatsächlich 3 Tage sparen....so unrecht hast du da nicht. Ich lass mir das nochmal durch den Kopf gehen und sprech auch nochmal mit Jessica. Eine Option ist es allemal.
Leider ist das Datum aller Wahrscheinlichkeit nach nicht, oder wenn dann maximal eine Woche, nach hinten zu verschieben....ich kämpfe aber darum
Aber je später, desto mehr Straßen sind zwar offen, desto mehr Betrieb ist dann aber auch in den ganzen Hotspots...Ich bin zwar logischerweise Teil des Problems
, es ist dennoch immer sehr nervig mit den vielen Menschen 
Dass zu der Jahreszeit unserer Tour an vielen Stellen noch Schnee liegen wird, ist uns bewusst. In Höhenlagen wird es sicher auch nochmal recht kalt werden, insbesondere nachts. Das wissen wir. Die Hoffnung liegt einfach nur auf offenen Straßen, auch wenn ich mit einiger Wahrscheinlichkeit bspw. beider GTSSR Pech haben werde (daher aber auch Übernachtungen in Glacier West und Glacier Ost). Jedoch habe ich heute gelesen, dass die Strecke dieses Jahr wohl am 26. Juni vollständig geöffnet wird. Der Tioga-Pass wird hoffentlich offen sein. Wenn das nicht der Fall sein sollte, lassen wir den Lake Tahoe ausfallen und fahren direkt in Richtung Eureka - evtl über Sacramento und nehmen auch sonst mit, was auf der Strecke liegt und zeitlich machbar ist.
Wenn wir Strecken und Fahrzeit letztlich konkreter berechnen, nutze ich meistens den ADAC Routenplaner im Modus "Trailer". Bisher haben die reinen Fahrzeiten immer recht gut gepasst. Meinst du das ist im NW tatsächlich anders?
Wir sind nicht die Extremwanderer, gehen aber gerne mal auch ne 10 km Tour oder sogar mehr. Wichtig ist beides. Ich will nicht nur fahren, sondern auch die Natur erkunden. Andererseits ist auch das Fahren -auch bei Bedarf gerne ne Offroad-Tour "in die Prärie"- genauso unseres. Harte Schneetouren machen wir nicht, dazu braucht es mehr Erfahrung und Übung, die wir nicht haben.
Ganz lieben Dank für deinen Input. Auch wenn man ganz automatisch oft "gegenargumentiert", bleiben die Ratschläge dennoch hängen und reifen in der Planung der Tour mit. Daher sind solche Vorschläge wie bspw. die One Way Thematik sicher mehrere Gedanken wert, auch wenn ich das bisher ausgeschlossen habe.
Viele Grüße
Harry
Hallo Harry,
wir sind ebenfalls schon einmal die ganz große Runde gefahren. Über Las Vegas, Grand Canyon, Bryce Canyon, Salt Lake City, Grand Teton, Yellowstone, Kaskadengebirge, Mount St. Helens, Highway 101, Oregon Dunes, Redwoods, San Francisco, Big Sur und Los Angeles. Wenn auch in umgekehrter Richtung zu eurer Planung, also entgegen dem Uhrzeigersinn, wegen der Reisezeit Sommer bei unserer eigenen Reise. Unterwegs waren wir mit einem 28-Fuß-Wohnmobil, also auch mit einem eher behäbigeren Fahrzeug.
Zu deiner Frage wegen der voraussichtlichen Fahrzeiten im Nordwesten im Vergleich zum Südwesten: Wir haben nach unserer Reise mal anhand unserer Dashcam-Aufzeichnungen die tatsächlichen reinen Fahrzeiten sowie die sich daraus ergebenden Durchschnittsgeschwindigkeiten ermittelt und sie in unsere Tagestabelle eingetragen. Unsere tatsächlichen Durchschnittsgeschwindigkeiten waren im Nordwesten nicht auffällig anders gewesen als im Südwesten. Teilweise lagen sie im Nordwesten sogar deutlich über den Durchschnittsgeschwindigkeiten im Südwesten. Einzig an unseren Ruhetagen bzw. an unseren Tagen mit Mehrfachübernachtung am selben Ort waren sie manchmal sehr niedrig gewesen, das galt für den Nordwesten ganz genauso wie für den Südwesten.
Hier mal ein Link zur Tagestabelle unserer großen Runde durch den Südwesten und Nordwesten der USA, mit den ursprünglich geplanten Google-Meilen, den während der Planung geschätzten Durchschnittsgeschwindigkeiten und den daraus resultierenden zu erwartenden reinen Fahrzeiten sowie den während der Reise gemessenen tatsächlich gefahrenen Meilen, den tatsächlichen reinen Fahrzeiten sowie den daraus errechneten tatsächlichen Durchschnittsgeschwindigkeiten an den einzelnen Reisetagen unserer Reise.
Übrigens eine tolle Runde, die ihr da gerade plant! Leider hatten wir damals nicht so viele Reisetage zur Verfügung wie ihr. Unsere tatsächlich gefahrenen 4702 Gesamtmeilen (geplant waren 4757 Meilen) haben sich aber trotz der nur 31 Reisetage (davon 29 Miettage, 24 Fahrtage) nicht als zu viel angefühlt. War halt unsere Ersttäter-Tour gewesen und da geht einiges.
Viel Spaß noch bei der weiteren Planung!
Viele Grüße
Alex
I love not man the less, but nature more
Reisebericht "The Big Circle" (LAX-LAX)
Hi Alex,
danke für deinen Zuspruch
Da hattet ihr aber eine Mammut-Tour mit einigen straffen Fahrtagen. Aber ihr hattet ja auch ein paar Tage "Urlaub" auf dem Plan, was das alles sicher wieder ausgeglichen hat. Ganz so extrem in beide Richtunegn planen wir nicht, aber auch bei uns gleicht das Eine das Andere wieder aus. Faszinierend finde ich, dass ihr anscheinen stets strikt "nach Plan" gefahren seid. Die geplanten Meilen und die gefahrenen Meilen decken sich fast immer auf den Punkt. Gabs nie Stellen, wo euch die Neugier mal ein paar Meilen "um die Ecke zog"?
Ja, mit einer durchnittlichen Geschindigkeit von ca. 35/40 mi/h rechne ich auch im Schnitt. In den Hotspots sollen es fast überall Mehrfachübernachtungen werden, ansonsten sind es Fahrtage mit der ein oder anderen Doppelüberanchtung. Grundsätzlich soll es -mit Ausnahme von den wirklichen Fahrtagen, die sich aber in Grenzen halten sollen- eine entspannte udn intensive Reise werden.
Bin übrigens gerade dabei die Zeit von 47 auf 49 Tage auszuweiten.
Wir werden sehen. Ich arbeite dran. Dennoch bin ich über jeden Ratschlag dennoch dankbar!
Liebe Grüße an alle hier
Harry
Hallo Harry,
es gab schon auch bei unserer Reise Stellen, wo uns die Neugier mal ein paar Meilen "um die Ecke gezogen" hat. Beispielsweise an Tag 22, wo wir spontan zur Halbinsel Point Arena abgebogen sind. Der weiße Leuchtturm in der Ferne hatte unser Interesse geweckt. Dass wir dort am Ende sogar Seehunde auf den Klippen beobachten konnten, war dann das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Falls ihr da auch vorbeikommen solltet: Es sind tatsächlich Seehunde und keine Seelöwen, auch wenn manch einer hier sie schon für Seelöwen gehalten hat.
An Tag 13 sind wir nach einer Empfehlung, die unsere große Tochter in einem Gespräch mit ein paar anderen Campern aufgeschnappt hatte, spontan zum Bungee Jumping an der Crooked River High Bridge gefahren. Das war überhaupt nicht geplant gewesen. Siehst du eigentlich auch in der von mir verlinkten Tagestabelle. Am Vortag haben wir sogar komplett umplanen müssen, weil die Zufahrt zu den Proxy Falls wegen eines großen Waldbrandes komplett gesperrt gewesen war.
An fast allen anderen Tagen aber haben wir uns entspannt zurückgelehnt und sind einfach unserer für den jeweiligen Reisetag geplanten Fahrtroute gefolgt. Da wir unsere ins Auge gefassten Tankstopps und Zwischenhalte für unsere Lebensmitteleinkäufe sowie auch unsere beabsichtigten Abstecher zu Viewpoints und anderen Highlights bereits in diese mit Google Maps geplanten Tagesrouten eingeschlossen hatten, sind wir an diesen Tagen auch ziemlich genau die geplanten Google-Meilen gefahren. So richtig verstanden hatten wir schon bei der Planung nicht, warum wir da jetzt noch mal 10 bis 20 Prozent auf die Google-Maps-Strecke aufschlagen sollen. Mittlerweile wissen wir aber, dass dieser Aufschlag vor allem für eine Grobplanung einer Reiseroute gedacht ist.
Der Ansatz mit den 35 bis 40 Meilen pro Stunde funktioniert übrigens nur bei denjenigen Tagesetappen, die nicht zum großen Teil aus kurvigen Bergstrecken bestehen. Und auch nicht bei Tagesetappen mit relativ häufigen Halten an Viewpoints und Trailheads, also mit einem relativ hohen Anteil von Parkplatzsuche und eventuell kniffligem Ein- und Ausparken. An Tag 09 im Yellowstone hatten wir deshalb nur 30 Meilen pro Stunde veranschlagt gehabt. Anhand unserer Dashcam-Aufzeichnungen ermittelt waren es sogar nur 28 Meilen pro Stunde gewesen. Auf dem Cabrillo Highway in Big Sur hatten wir mit nur 25 Meilen pro Stunde gerechnet. Der tatsächliche Schnitt lag dann sogar bei nur 21 Meilen pro Stunde. Dass auf der anderen Seite unser Ansatz von 45 Meilen pro Stunde für unseren langen Fahrtag durch West-Idaho und Zentral-Oregon zu pessimistisch gewesen war, hatten wir auch nicht erwartet. Am Ende lag der Tagesschnitt bei unglaublichen 50 Meilen pro Stunde an diesem Tag. Alles per Dashcam dokumentiert und mehrfach nachgerechnet.
Viele Grüße
Alex
I love not man the less, but nature more
Reisebericht "The Big Circle" (LAX-LAX)