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Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Die "Polar-Bears Tour 2010" - by Kerstin & Michael

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MichaH
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Die "Polar-Bears Tour 2010" - by Kerstin & Michael
Eckdaten zum Reisebericht
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abgeschlossen

Lasst uns Euch erzählen von einer 14tägigen Reise, welche wir im Oktober 2010 unternommen haben. Diese führte uns zuerst nach Manitoba in Canada und später nach Virginia in den USA. Wir hatten die große Chance, in einem Urlaub Eisbären in Ihrer natürlichen Umgebung bei gefühlten -15°C zu beobachten und ein paar Tage danach wunderbare Herbstfarben bei T-Shirt-Wetter zu erleben ...

Freundliche Grüße aus dem Brandenburgischen von Micha

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MichaH
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Prolog - Wie alles begann ...

Irgendwann in 2009 sahen wir eine Dokumentation über Eisbären im Fernsehen. Neugierig und nachdenklich geworden und unter dem Aspekt, das es u.U. vielleicht nicht mehr ewig möglich sein wird diese majestätischen Geschöpfe in freier Wildbahn beobachten zu können, begann ich zu recherchieren. Bauchgefühlen folgend begann ich, nach Eisbären oder Polar Bears, wie sie im englischen genannt werden, in Alaska suchen.

Recht schnell stellte sich aber heraus, dass man gar nicht soooo weit dafür reisen musste wink. Das kleine canadische Örtchen „Churchill“, zwei Flugstunden nördlich von Winnipeg, der Hauptstadt von Manitoba, nennt sich selbst „Polar Bear Capitol Of The World“.   

Alljährlich im Herbst sammeln sich in der Umgebung Churchill`s für rund sechs Wochen verstärkt Eisbären, welche verstreut aus dem Landesinneren kommen, und erwarten dort das Zufrieren der Hudson Bay. Dies ermöglicht ihnen dann vom Eis aus auf Robbenjagd zu gehen und sich Fett für einen langen Winter anzufressen.

Auf der Suche nach Veranstalter von Bärenbeobachtungstouren stieß ich neben „Great White Bear Tours“ wiederholt auf Frontiers North Adventures“. Deren speziell organisierten Touren werden in Deutschland u.a. über „SK-Touristik“ angeboten. Ein Studium ihrer Website zeigte Termine und Preise für die verschiedenen Touren, welche sich durch Dauer und Art der Unterbringung unterscheiden. Dazu werden auch spezielle Touren z.B. von und für Fotographen angeboten.

Link zu SK-Touristik (links im Menü: „Eisbären Manitoba“)

Nach dem Studium der nicht so sehr zahlreichen Erfahrungsberichte im Internet entschieden wir uns für die Übernachtungsart direkt vor Ort bei den Bären in der „Tundra Buggy Lodge“.

 

Bereits 13 Monate vor Reiseantritt, im September 2009, buchen wir folgendes Paket bei SK-Touristik:

6 Tage für Abenteurer (Sondertour)

Tundra Buggy Lodge - Eisbärenbeobachtung - Winnipeg/Churchill

• 2 Hotelnächte in Winnipeg (DZ)

• 3 Nächte Tundra Buggy Lodge

• Vollverpflegung in der Tundra Buggy Lodge

• 2 Tagestouren im Tundra Buggy mit einem erfahrenen Driver-Guide

• Flug Winnipeg - Churchill - Winnipeg

• Transfers

  

So hatte die Zeit der Vorfreude begonnen!

 

Da wir aber nach Möglichkeit nicht nur für eine Woche nach Nordamerika fliegen wollten, schauen wir weiter nach Reisemöglichkeiten für die zweite Woche. Ich „spiele“ ein wenig mit den Flug- und Umsteigeverbindungen sowie mit verschiedenen Zielflughäfen. Daraus entsteht der Gedanke einer Mietwagenrundreise in der Nähe der großen Seen ab Detroit. Im Januar 2010 werden alle Flüge gebucht.

 

Knapp ein halbes Jahr später – nach einem schönen Wochenende bei Ines & Günter und Austausch über alte und neue Reiseziele – planen wir die zweite Woche noch einmal um. Nicht optimal für die letzte Oktoberhälfte erscheint uns nach den Erfahrungen von Ines & Günter plötzlich die Region an den großen Seen.

 

So wird unser neues Ziel ein Gebiet, welches in dieser Zeit des Jahres wegen der herbstlichen Verfärbungen der Bäume seine Hauptsaison erlebt: Der „Blue Ridge Mountain Parkway“ in Virginia.

  

So, nun aber genug mit den Vorbereitungen - Lasst uns endlich losfliegen!

 

Tagesinhaltsverzeichnis der „Polar-Bears Tour“:

-          Tag   1 – Anreise nach Winnipeg, Manitoba

-          Tag   2 – Winnipeg, „Oak Hammock Marsh“ und Lake Winnipeg

-          Tag   3 – Manigotagan, Bisset und “Nopiming Provincial Park”

-          Tag   4 – Churchill Downtown und Fahrt zur „Tundra Buggy Lodge“

-          Tag   5 – Soviel Glück, soviel Eisbären

-          Tag   6 – Das Leben in der Tundra

-          Tag   7 – Abschied von „unseren“ Polarbären

-          Tag   8 – Winnipeg à Washington (bei Nacht)

-          Tag   9 – Auf in die „Blue Ridge Mountain“

-          Tag 10 - Regen, Wolken und Sonne am Parkway

-            Tag 11 – Zum „Linn Cove Viaduct“

-          Tag 12 – „Mountain Lake Hotel“ – The home of „Dirty Dancing“

-          Tag 13 – Zurück zum Parkway – Zurück zur Sonne!

-          Tag 14 – „Shenandoah National Park“ & „Skyline Drive“

-          Tag 15 – „All good things come to an end“ – Heimflug

-          Resumee zur Tour

-            Reaktionen, Feedbacks, Fragen & Antworten zur Tour

 

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Tag 1 – Anreise nach Winnipeg, Manitoba

Sonnabend, 16. Oktober 2010

 

Almost Heaven, West Virginia, Blue Ridge Mountains, Shenandoah River …

 

Dies konnte nicht wirklich ein Zufall sein, dass John Denver`s „Country Roads“ gerade in dem Moment im Radio gespielt wurde, als wir am Tegel-Airport ankamen.

Das Ziel war für heute die kanadische Metropole Winnipeg, die Hauptstadt Manitobas. Der Weg dorthin führt uns über Amsterdam und Minneapolis / Saint Paul. Ein erster Schreck beim CheckIn (wir standen scheinbar nicht auf der Flugliste des KLM-Fluges nach Amsterdam) konnte der Stewart hinter dem Tresen nach etwas erfolglosen Suchen im System und einem Telefonat mit einer Kollegin dann doch irgendwie lösen und wir bekamen nach Minuten des Wartens unsere Boarding-Cards für alle Flüge.

Schon nach einer guten Stunde landeten wir im heute böig-windigen Amsterdam, hatten dort einen Imbiss und machten uns  zwei Stunden später auf den Weg mit Delta nach Minneapolis. Schon ein wenig kultig empfanden wir die Frage nach der Essenauswahl während des Fluges: „Chicken or Pasta?“.

Vier Filme später schwebten wir nach einem ruhigen Flug im fast 20 Grad warmen Minneapolis ein. Auch hier hatten wir ca. zwei Stunden Aufenthalt und erlebten vom Airport aus einen tollen Sonnenuntergang (ca. 18:30).

Anreise MSP

Eine kleine Maschine brachte uns dann in 75 Minuten nach Winnipeg, welches so ca. in der geografischen Mitte Canadas zwischen den Küsten liegt. Da der Flieger hier an einem Gate Nahe der Immigration anlegte und wir für den Moment die einzigen Ankömmlinge waren dauerte die Einreise nur rund drei Minuten. Dafür konnten natürlich unsere Reisetaschen dem nicht so schnell folgen und wir warten noch eine kleine Weile bis sich diese auf dem Gepäckkarussell drehten.

Auf dem Weg zur Mietwagenstation war es doch schon merklich kühler. Nur noch 10 Grad waren hier oben in Winnipeg. Der Mitarbeiter hinter dem Alamo-Tresen nannte uns drei Fahrzeuge zur Auswahl und wir entschieden uns für einen schwarzen Ford Escape. Soweit wir das im Dunklen mit unseren Taschenlampen beurteilen konnten war die Wahl in Ordnung. Keine Beschädigungen und nur gut 15 Tkm auf dem Tacho. Flink wurde das Navi installiert. Unser Ziel, das „Place Louis Riel Hotel“ in Winnipeg Downtown war bereits vorprogrammiert und wir fuhren in die Stadt.

Wir waren im Hotel aus der Tiefgarage kommend noch nicht wirklich aus dem Fahrstuhl raus, da fragte uns der Portier nach unserem Namen. Alles war vorbereitet und so waren wir fünf Minuten später bereits in unserer Suite im 15. Stock und überrascht von deren Größe. Wir fanden ein Wohnraum mit Küchenecke, ein Schlafzimmer und natürlich ein Bad vor. Alles zusammen auf geschätzten gut 60 Quadratmetern. Müde und doch froh angekommen zu sein beendeten wir unseren 22-Stunden-Tag und schliefen im nu ein ...

Suite im Place Louis Riel Hotel

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Tag 2 – Winnipeg, „Oak Hammock Marsh“ und Lake Winnipeg

Sonntag, 17. Oktober 2010

Ach war das schön ausschlafen zu können! Gut ausgeruht telefonierten wir erst einmal mit den Lieben daheim und gaben unsere Ankunft bekannt.

Da Frühstück in der Übernachtung nicht eingeschlossen war fuhren wir mit unserem Auto ein paar Blocks weiter zu „The Forks“ . In einer alten, aber hübsch aufgemotzten Halle befindet sich ein Marktplatz mit diversen Ständen und kleinen Gaststätten. Wir starteten den Tag mit Toast, Rührei, Hashbrownies und natürlich Kaffee. Auch ein frisch gepresster Orangensaft fehlte nicht.

The Forks, Winnipeg

Die Visitor Information war nur ein paar Schritte gegenüber. Wir fragten nach einer Empfehlung für einen Tagesausflug, holten Sonnenbrillen und die Fotoausrüstung aus dem Hotel und fuhren einem Rat folgend auf der #220 nördlich aus der Stadt.

#220

Ziel war ein Gebiet mit dem Namen „Oak Hammock Marsh“ .

Sign OHM

In dieser Sumpf- und Seenlandschaft sammeln sich tausende Zugvögel - allen voran die Canada-Gänse -  für Ihren Flug in den Süden. Wir entrichteten unseren Eintritt im Besucherzentrum und buchten gleich noch einen begleiteten, einstündigen Kanuausflug mit.

OHM Visitor Center

Blick von der Aussichtsplattform über das "Oak Hammock Marsh"

View

In den verbleibenden Minuten bis zu unserer Kanutour verschafften wir uns einen ersten Überblick über die Region und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen. Die Kanutour selbst – wir waren 5 Personen plus Guide – war nur eine kurze Runde und doch völlig ausreichend, weil man leider vom Wasser auch nicht mehr sah als von den Wanderwegen, welche entlang und durch die Seen führten. So legten wir noch eine 6 Kilometer lange Wanderung nach und umrundeten das Areal.

Canoe

Canada Goose

Im Foyer fiel unser Blick auf diese Tafel, welche die Art und Anzahl der "Gäste" der Region zeigte:

Counter

Nach einem wärmenden Tee bzw. einer heißen Schokolade im Bistro des Besucherzentrums und der Studie von Canada-Gänsen auf den umliegenden Feldern fuhren wieder los.

Canada Goose

Da wir noch rund dreieinhalb Stunden Tageslicht bei immer noch feinsten Sonnenschein vor uns hatten, legten wir als zweites Ziel des Tages den „Lake Winnipeg“ fest.

Lake Winnipeg Water Tower

Nach einer knappen Stunde Fahrt kamen wir bei „Winnipeg Beach“ an den See, welcher einer der fünfzehn größten Süßwasserseen der Welt ist. Bis zum Horizont nur Wasser!

Lake Winnipeg

Wir drehten zu Fuß eine kleine Runde durch den Ort und fuhren danach noch durch die meist Ferienhaussiedlungen entlang des Wassers, bevor wir uns auf den Heimweg nach Winnipeg machten.

Old Car, Winnipeg Beach

Zum Abendessen gab es dann im Hotel ein flink unterwegs eingekauftes Brathähnchen und etwas Obst.

Ein warmes Wannenbad, ein wenig Lesen, Tagesbericht schreiben und schon um 20:30 Uhr gaben wir dem Wunsch des Jetlag nach: Nachtruhe!

 

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Tag 3 – Manigotagan, Bisset und “Nopiming Provincial Park”

Montag, 18. Oktober 2010

Wir waren doch wieder  recht zeitig wach. Die Kaffeemaschine wurde gestartet und wir zogen uns mit dem Notebook noch einmal ins Bett zurück und schauten bei YouTube Videos über die „Tundra Buggy Lodge“, welche wir schon am morgigen Abend zu erreichen dachten.

Die Taschen waren recht schnell zusammengepackt und wir verließen das Hotel in Richtung Airport. Für die kommende Nacht waren wir ja schon im Rahmen unserer Polarbärentour im „Four Points by Sheraton Winnipeg Airport“ gemeldet. Zum Einchecken war es zu zeitig, aber wir konnten unsere Reisetaschen schon im Hotel deponieren. Dies schien mir sicherer als diese den ganzen Tag im Auto herumzufahren.

Als Ziel hatten wir uns für heute eine Fahrt im und entlang des Nopiming Provincial Park ausgeschaut.

Die Anfahrt dorthin betrug schon rund 200 Kilometer.

Endless Road

Wir fuhren über die #59 und #304 in Richtung Nordosten bis Manigotagan und machten dort eine Pause am Wasser.

Direction Manigotagan

Lake Winnipeg East bei Manigotagan

Lake Winnipeg East

Weiter ging es danach bis Bisset. Dort im Ort hatte wohl die Gold-Industrie ihr Zuhause gefunden.

Bisset

United State Post Office Bisset:

Post Bisset

Wir machten halt für eine Burger und fuhren dann weiter. Ein wenig später sahen wir einige Bald Eagle in den Bäumen sitzen und nahmen uns Zeit zur Beobachtung. 

Bald Eagle

Bald Eagle

Auf den insgesamt 160 Kilometern gut gepflegter Gravel (Die meiste Zeit konnte man gefahrlos gut 80km/h fahren.) ab Manigotagan über Bisset bis zum südlichen Ausgang des „Nopiming Provincial Park“ über die #314 begegneten wir ganzen drei anderen Fahrzeugen.

Gravel

Die Strecke war schön und wir mögen ja solch einsame Gegenden, doch ich wünschte mir schon im Inneren: „Lass uns hier nicht liegenbleiben! Keine Reifenpanne bitte! NICHT HEUTE!“. Wir wollen morgen zeitig zu einer wunderbaren Tour aufbrechen und fahren hier am Rand der Welt entlang ... 

Halbzeit Gravel

Wiederholt wurde man am Wegesrand durch Hinweistafeln auf historische Bergwerksanlagen aufmerksam gemacht:

Am Ende der Gravelroad sehen wir Rehe am Straßenrand. Das Navi zeigte noch 150 km an zurück bis zum Hotel und die Sonne geht über dem Highway unter, als wir kurz vor Winnipeg sind.

Dear

Wir gaben unseren SUV zufrieden wieder bei Alamo direkt am Airport zurück und hatten nur etwa 50 Meter zu unserem Hotel zu laufen. Nach dem Einchecken packten wir unsere Reisetaschen so um, das wir nur eine davon für die kommenden vier Tage mitnehmen mussten. Eine weitere Reisetasche und ein Handgepäckrolli werden auf uns bis Freitagabend hier im Hotel warten.

Nach dieser Aktion gingen wir auf ein Glas Wein, Käse und Crackers hinunter an die Bar des Hotels. Wir waren in gespannter Vorfreude! Alles war bislang so unwirklich! Sollten wir uns wirklich morgen oder übermorgen Aug in Aug mit Eisbären treffen?!?

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Tag 4 – Churchill Downtown und Fahrt zur „Tundra Buggy Lodge“

Dienstag, 19. Oktober 2010

Um 5:15 Uhr klingelte der Wecker. Eine Stunde später hatten wir einen Termin im Hotel um den Rest unserer Reisgruppe nach Churchill zu treffen. Alles war bestens vorbereitet: Wir gaben unsere im Hotel verbleibenden Reistaschen an der Rezeption ab und fuhren mit unserer Ausrüstung in die 2. Etage zum Meeting Point.

Filmstreifen 4

Die Einweisung war nur kurz. Alle erwarteten Gäste waren anwesend und uns wurde der Ablauf des heutigen Tages geschildert. Unser Gepäck für die kommenden Tage wurde mit einem vorbereiteten Gepäckanhänger versehen. Wir wussten, dass wir diese Tasche erst am Abend wieder in der „Tundra Buggy Lodge“ unter unserem Bett wiederfinden würden. Und dieses war gut zu Wissen denn bedeutete es doch, dass man alles für den heutigen Tag bereits „am Mann“ zu haben hat; alles für die zu erwartenden, kalten Temperaturen in Churchill.

Schon wenig später saßen wir im Bus welcher uns bis kurz vor das Rollfeld brachte. Schon im Bus lief „zum Aufwärmen“ ein Videofilm über die Polarbären in Churchill. Das Gepäck war verladen und pünktlich gegen 8:00 Uhr hob unsere Chartermaschine von Nolinor-Airlines von Winnipeg in Richtung Churchill ab.

Die Stimmung an Bord war gelöst. Alle standen irgendwie unter positiver Spannung und Vorfreude. Drei Grad Minus wären bei unserer Landung und es sei sehr windig, meinte der Pilot. Wir sollten alles festhalten was wir hätten … wink !

Tundra im Anflug auf Churchill:

Im Anflug auf Churchill

Churchill Airport - In the middle of nowhere:

Churchill Airport

Empfang direkt an der Gangway:

10 Uhr Churchill - Die Haare liegen ...

4-Wetter-Stoff

Unser Gefährt erinnerte uns irgendwie an den Tourbus im "Denali National Park", AK:

TourBus

Am Ausgang des Churchill-Airports wurden wir von Mad in Empfang genommen. Er – in Churchill aufgewachsen und ein echter „Local“ - wollte uns bis Mittag  die Gegend um Churchill zeigen und fuhr als Erstes mit uns zum „Polar-Bear-Jail“, dem Eisbärengefängnis. Schon während der kurzen Fahrt dorthin wurde er auf sein Gewehr, welches vorn oben im Bus hing, angesprochen. Ob die Waffe geladen sei, wurde er gefragt. „Always!!!“, war seine knappe Antwort!

Mad

Das „Polar-Bear-Gefängnis“ ist ein älterer, fensterloser Flugzeughangar:

Polar Bear Jail

In ihm befinden sich 29 Zellen. Die „inhaftierten“ Bären waren zu dicht an die Stadt gekommen und dann hungrig in eine der Fallen gelaufen. Nun saßen derzeit 7 Bären hier Ihre Zeit ab, darunter auch eine Bärenmama mit zwei Cubs. Die Bären könnten sich gegenseitig nicht sehen, wohl aber hören und riechen. Es wäre völlig dunkel im Hangar, erklärte uns Mad. Dabei ergeht es den Bären – so denkt und hofft man – wie jedem anderen Lebewesen auch, welches eingesperrt wird. Dieses ungeliebte Gefühl, diese Geräusche und Gerüche, soll der Bär in seiner Erinnerung behalten und sich dadurch in Zukunft fern halten von menschlichen Ansiedlungen. Die Bären blieben meist ein paar Wochen hier und bekommen in dieser Zeit nichts zu essen, nur Wasser. Danach werden sie markiert und an einem unter einem Helicopter hängenden Netz ca. 50 Meilen aus Churchill ausgeflogen.

Polar Bear Jail

Zur Erheiterung trug bei, als Mad bekannt gab, das der nächste Stop Churchill-Beach sein würde. Uns wehte nämlich ein ziemlich eisiger Wind seit unserer Landung entgegen. Doch am Strand waren z.B. auch Bärenfallen älterer Bauweise zu sehen. Einmal dort mussten wir natürlich auch ins kalte Wasser fassen.

The Beach

Alte Bärenfalle:

Alte Bärenfalle

Mad passte jederzeit gut auf uns auf! Stets war er der Erste der den Bus verließ und der Letzte, der wieder einstieg. Wir mögen alle in seiner Sichtweite bleiben und jederzeit damit rechnen, das überraschend ein Bär hinter einen Stein auftauchen könne:

Mad

Ganz in der Nähe lag ein Flugzeugwrack am Strand. Es war im November 1979, als diese „Curtis C-46“ („Miss Piggy“ genannt) sofort nach dem Start nach einem Öldruckverlust im Triebwerk umdrehte und es zurück trotzdem nur noch bis eine Meile vor den Airport schaffte und auf Klippen der Hudson Bay aufsetzte. Es war ein Charterflug und nur drei Besatzungsmitglieder an Bord, welche alle ohne ernstere Verletzungen bei der Notlandung blieben.

"Miss Piggy"

Den letzten Punkt, den uns Mad vor dem Mittag zeigen wollte, war eine Schlittenhundefarm. Knapp 100 Huskys waren hier in der Weite verstreut festgemacht und sollten wohl zur Arterhaltung und Zucht dienen.

Huskies

Welcome to Churchill

Churchill selbst liegt ca. zwei Flugstunden oder 650 Meilen Luftlinie nördlich von Winnipeg und ist neben dem Flugzeug nur noch per Bahn in einem zweitägigen Trip (über 1000 Meilen oder knapp 1700 Kilometer) zu erreichen. Acht Monate im Jahr liegt hier oben Schnee und nur ca. 75 Tage sind ohne Frost. In der Gegend gibt es nur rund 20 Kilometer paved Highway sowie 40-50 Kilometer Backroads (Gravel).  Auf die ca. 750 ständigen Einwohner (davon 150 Kinder) kommen pro Saison 8-10tausend Besucher.

Kelsey Blvd. Churchill

In Churchill zurück fuhren wir einmal die Mainroad (Kelsey Blvd.) entlang, was nur wenig mehr als eine Minute in Anspruch nahm: Hier das neue Gebäude der RCMP (Royal Canadian Mounted Police); gegenüber ein Helicopter-Landeplatz; dort der einzige Supermarkt und etwas abseits die Community Hall. Ein Bau, welcher wegen seiner Größe und Modernität auffällt und Bibliothek, Indoor-Sportplätze, Schwimmhalle und medizinische Einrichtungen unter einem Dach vereint. Gebaut in der verfehlten Hoffnung, dass sich die Bevölkerung Churchill`s verzehnfacht, wie Mad scherzend bemerkt.

Fahrzeuge in Churchill stehen übrigens immer unverschlossen und meist mit steckendem Zündschlüssel am Straßenrand.  Als Zufluchtsort für Jedermann für den Fall, das wieder einmal überraschend ein Bär den Kelsey Boulevard herunterspaziert.  

Wir aber kehren erst einmal zum Lunch ein und haben Gelegenheit bei Gesprächen unsere Reisegruppe für die kommenden Tage kennenzulernen. Danach haben wir bis 16:30 Uhr dreieinhalb Stunden frei. Dies stellt in Churchill bei Minustemperaturen (ca. -6°C) und eisigem Wind schon eine kleine Herausforderung da. Da wird die Post besucht und Briefmarken erworben und bei der Gelegenheit gibt es auch gleich einen Erinnerungsstempel in den Pass. Auch müssen wir hier oben wieder einmal auf eine Long-Distance-Prepaid-Phonecard der Post zurückgreifen. Mobilfunkempfang? Negativ!

Nur ein paar Häuser weiter befindet sich ein Eskimo-Museum, welches durch eine katholische Mission betrieben und gepflegt wird.. Nein, es ist nicht wie erwartet in einem Iglu untergebracht sondern in einem gut geheizten Gebäude (das blaue Haus vor der Kirche rechts).

Churchill

Man ist auf die Temperaturunterschiede eingestellt und so gibt es gleich im Eingangsbereich die Möglichkeit seine Jacken wegzuhängen. Die Sammlung im Museum kann sich sehen lassen:

Eskimo-Museum

Später sehen wir Schneemobile am Straßenrand und überlegen bei Einigen, ob diese im kommenden Winter wohl noch im Einsatz sein werden:

 

Snowmobil

Snowmobil

Im historischen Bahnhof von Churchill hat Parks Canada ein kleines aber feines Museum eingerichtet welches über das Leben hier im Norden aufklärt. Wir kommen mit einem Ranger ins Gespräch und er erzählt, wie gern er hier oben in Churchill lebt und das er über eine Verlängerung seiner Dienstzeit nachdenkt.

Irgendwie schaffen wir es ohne Erfrierungen wink die Zeit bis zur Abfahrt unseres Busses herumzubringen.

Treffpunkt

Gegen 16:30 Uhr fanden wir uns wie abgesprochen am Souvenirshop von „Adventure North“ ein und fuhren von dort quer durch den Ort zurück und aus diesem raus zum „Tundra Buggy Launch Point“ ca. 15 Kilometer westlich der Stadt.

Einer der dort wartenden Buggys – die Nummer 13 mit Brian als Fahrer – fuhr dann mit uns los in Richtung „Tundra Buggy Lodge“.

Buggy 13

Durch die Tundra

Die Fahrt dorthin sollte gut 1h und 45 Minuten dauern. Dieses ist auch exakt die Zeit, welche wir am Morgen und am Abend als An- und Abfahrtweg zum PolarBearPoint in den kommenden Tagen sparen sollten. Die Fahrt verlief selten schneller als 10-15km/h.

Exakt 18 Uhr hatten wir unsere erste Bärensichtung, doch dieser Bär war relativ weit entfernt. Trotzdem möchte ich Euch das Bild nicht vorenthalten. Es war der erste Eisbär, den wir jemals in freier Natur sahen:

Baer one

Nur wenige Augenblicke später aber kam uns Bär Nummer zwei auf dem Weg direkt entgegen. Er schnüffelte um unseren Buggy herum und ließ sich alle Zeit der Welt dafür, so dass wir wunderbar erste Fotos machen konnten. Dies war aber auch schon fast das letzte Fotolicht des Tages.

Bear two

Ein paar hundert Meter weiter – die Lodge war schon in Steinwurfweite – ließ sich Bär Nummer drei bestaunen. Direkt vor der Lodge saßen dann Sichtung vier und fünf. Unglaublich! Ich hatte vorab nicht geglaubt, dass wir einerseits noch bei Helligkeit an der Lodge ankommen würden und dass wir noch dazu am ersten Tag schon Bären sichten würden.

Die „Tundra Buggy Lodge“ besteht aus insgesamt sechs miteinander verbundenen und durchgängig begehbaren Anhängerfahrzeugen: Zwei Schlafwagen für die Gäste (1x 18, 1x 20 Betten), einem Clubraum- und einem Küche/Speiseraumwagen, dem Generator/Werkstattwagen und einem Vorratshänger, welcher auch die zwei Wohnräume für die Besatzung der Lodge beinhaltet erstrecken sich auf fast 100 Meter Länge. Dem Generatorwagen ist noch ein siebter Anhänger mit Tanks beigestellt.

Tundra Buggy Lodge

Die "Tundra Buggy Lodge". Im Hintergrund in Steinwurfweite die Hudson Bay.

Tundra Buggy Lodge

Auf einem der Doppelstockbetten fanden wir ein Willkommenskärtchen mit unseren Namen und auch unsere Reisetasche hatte bereits seinen Weg wie von Geisterhand unter unser Bett gefunden. Nach Begutachtung der Bettenbreite befanden wir dieses als groß genug für uns Beide. So zogen wir oben ein und nutzten das untere Bett als willkommene, zusätzliche Ablage.  

Bei der technischen Ausstattung der beiden Schlafwagenhänger kamen wir uns doch schon wieder ein wenig wie im Wohnmobilurlaub vor: Ein zentraler Gasbrenner erwärmt Luft, welche über verschiedene Luftaustrittsdüsen unter den Betten im Wagen verteilt wird sowie auch für die Wassererwärmung genutzt wird. Es gibt pro Hänger zwei Toilettenräume mit Waschbecken und einen weiteren Duschraum. Die WC`s sind identisch zu den in „unseren“ RV`s und auch beim Aufdrehen der Wasserhähne hörte man nebenan die Wasserpumpe arbeiten. So fühlten wir uns sofort wie „Zuhause“ wink !  

Schlafwagen

Ich stehe bei diesem Foto ca. in der Mitte unseres Schlafwagens. Man schaut auf drei Doppelstockbetten mit den zugehörigen Einstiegsleitern auf jeder Seite. Links und rechts neben mir ist jeweils einer der Waschräume.

 Ich ging gleich durch in den Clubraum-Buggy. Dort war ein kleines Buffet mit Kaffee, Tee, Softdrinks sowie Weiß- und Rotwein und einigen Snacks  aufgebaut.  Draußen begrüßte uns einer der Bären an der Lodge. Eine halbe Stunde später wurden zum Abendessen gebeten (siehe Menükarte).Club Car

Der Speisewagen wird gerade für das Dinner vorbereitet.

Speisewagen

Menükarte für heute Abend:

Menü erster Abend

Das Umfeld der Club- und Speisewagen wurde bei Dunkelheit mit Strahlern ausgeleuchtet. Gerade in dem Moment beim Essen, als Kerstin den Blick kurz aus dem Fenster warf, strolchte draußen ein Polarfuchs herum. Er blieb leider die einzige Sichtung seiner Art in den kommenden Tagen.

Von der Plattform aus vor unserem Schlafwagen riefen wir „unserem“ Bären noch ein „Sleep well!“ zu und waren wenig später selbst in unserer Koje verschwunden.

Good night!

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Tag 5 – Soviel Glück, soviel Eisbären

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Nur Einer schlief die ganze Nacht nicht. Er – ein Geschenk unserer Tochter zum letzten Weihnachstfest – stand permanent am Fenster und schaute nach seinen Artgenossen. Der Andere – unser „Good Luck Charm“ (wie wir Teilzeitcanadier sagen wink) called „Eddi“ – hatte die Ruhe weg und ist eigentlich immer auf unseren Nordamerikareisen dabei.

Good Luck Charme

Wir „Großen“ waren dagegen doch recht häufig wach und ich sehnte mich danach, dass es bald sechs Uhr sein würde. Auf diese Zeit war der Wecker gestellt und gegen 6:30 Uhr gab es den ersten Morgenkaffee, welcher im Clubraum bereit stand. Dazu gab es schon mal vorab noch warme, hausgemachte Bananen-Walnuss-Muffins.

Muffins

Frühstück war im Anschluss ab sieben Uhr und Abfahrt unseres Buggy`s eine Stunde später gegen Acht. In unserem Buggy befindet sich im Heck ein Gasofen, welcher bullige Wärme verbreitet. Brian hatte diesen schon ein wenig vor Abfahrt gezündet und so war es schon sehr angenehm im Bus.

Heater

Wir mussten nicht wirklich weit fahren. Der letzte Bär vom Vorabend war heute Morgen wohl unsere erste Sichtung:

7 Filmstreifen 7

Bär Nr. 2 lag nur wenige hundert Meter weiter. Und erzählt mir nicht, das der in die Gattung „Raubtier“ gehört! Dieser Kuscheltyp kann doch kein Wässerchen trüben wink !

Kuschelteddy

Spielen?

Wie muss man sich eine Bärenbegegnung hier am Rand der Hudson Bay vorstellen?

Man bewegt sich im Buggy langsam durch die Tundra. Manchmal wird mit Hilfe eines Fernglases der Buschbestand in der Umgebung abgesucht. Bären, welche sich gerade in den ca. einen Meter hohen Büschen zum Ausruhen hingelegt haben sind nur sehr schwer auszumachen.

Wir sollten übrigens während unseres gesamten Aufenthaltes hier draußen nicht einen Sonnenstrahl sehen. Das ist nun nicht des Fotografen Traum und Bärenbilder im goldenen Licht der untergehende Sonne wird man hier leider folgend nicht finden, hat aber auch einen Vorteil, wie uns Brian erklärte: Bären gehen mit ihrem Energiehaushalt bei steigenden Temperaturen sparsamer um. D.h., bei Sonne während dieser aktuell einstelligen Minusgrade liegen die Eisbären in der Regel nur faul rum!

Wir machen also einen Bären aus und nähern uns ihm vorsichtig. Ist der Bär schon an die Geräusche der Buggy`s gewöhnt bleibt er einfach liegen bzw. in seinem Bewegungsweg. Wenn ein Bär bei Annäherung das Weite sucht, dann wird der Motor des Buggy`s gestoppt und wir verhalten uns einfach nur ruhig.

Bären sind ja soooo neugierig! Er schaut sich um. Was wollen die wohl hier? Ob es da was zu Futtern gibt? Schau` ich doch mal nach …

Neugierig

Der Bär bewegt sich langsam in Schleifen zurück zum Buggy. Manchmal hält er inne, schaut, lauscht und schnuppert. Die allermeisten Begegnungen enden damit, dass der Bär direkt bis an den Buggy kommt, wieder schnuppert und sich meist sogar am Fahrzeug aufrichtet. Er hat ja vermutlich noch nie Scrambled Eggs mit Bacon gegessen, aber das riecht so verdammt lecker danach aus diesem großen Bus …! Er nimmt halt die Gerüche auf, welche wir mit unserer Kleidung von der „Tundra Buggy Lodge“ mitgebracht haben. Eine willkommene Gelegenheit für uns einen Polarbären aus drei bis einen Meter Entfernung sicher beobachten und fotografieren zu können:

???

 Den krieg ich ...

Riecht lecker hier!

Wir haben auch das Glück einer Bärenmama mit ihren Cubs zu begegnen. Anders als bei den „Singles“ – ob weiblich oder männlich – ist es weitaus schwerer an die Familie heranzukommen bzw. anders herum: Vorsicht geht bei ihr über Neugier und sie hält sich und ihre Jungen auf Abstand zu uns und zu anderen Einzelbären! Durch die Entfernung der Familie von rund 300 Metern zu uns wird es auch etwas schwieriger für`s Teleobjektiv.

I`m walking ...

Hier hat sie bereits wieder Kontakt mit einem Bären, welche noch ca. 500 Meter von Ihr entfernt ist. Wir sind sozusagen mittendrin zwischen den Bären ...

Guck mal!

Nur ihre Jungen schauen neugierig zum Buggy, die Mama ist bereits wieder auf den Weg sicheren Abstand zu gewinnen:

Wir erfahren, das Eisbärenjunge immer um Weihnachten zur Welt kommen und nach der Geburt noch bis ca. März mit ihrer Mama in ihrer Geburtshöhle unter dem Schnee verbringen.

Cubs bleiben in der Regel zwei Jahre bei ihren Müttern. Wir sehen hier also gerade knapp 2jährige Bärenkinder. Von der Größe dagegen sind sie schon kaum noch von der Mutter zu unterscheiden.

Wir machen zweites Frühstück mit Kaffee, Kakao und Cookies.  

Hot Drinks!

Draußen „steppt der Bär“ oder beschäftigt sich andersartig!

Nur keinen Stress!

Wir fotografieren und achten nebenher auf unser leibliches Wohl. Zum Mittag gibt es eine Brokkolisuppe und wir bedienen uns am kalten Buffet und machen uns selbst leckere Burger:

Lunchtime

Wir froren schön durch und machten Fotos, dann wärmten wir uns wieder im Inneren unseres Buggys usw. ….

Den Typen hier haben die Lady`s "Playboy" getauft! Der zieht da `ne Show ab: Liegt da, wie nur Männer liegen können wink, reißt junge Bäume aus und wirft mit altem Seetang um sich:

Playboy

Playboy

Die letzte Stunde verbrachten wir schon wieder in Steinwurfweite unserer Tundra Buggy Lodge und hatten dort die Gelegenheit gleich drei Bären zusammen beobachten zu können:

Trio

Wenn sich Bären friedlich begegnen, so laufen sie erst in immer enger werdenden Kreisen umeinander herum …,

Annäherung

Noch näher

... reißen als nächste das Maul auf (wer kann größer?) ...

grrrrrr

... und dann richten sie sich auf (wer ist größer?) um miteinander zu ringen:

Sparring

„Sparring“ – vergleichbar mit dem Boxpartner zum Üben. Man denkt auch, dass die Bären sich so in Form bringen für die kommende Jagdsaison um fitter und beweglicher zu sein. Man tut sich hierbei nicht wirklich weh!

Infight

Infight

Sparring in Sichtweite der Lodge

Zurück in der Lodge gegen 16:30 Uhr gab es wieder Softdrinks & Wein und dazu spicy Chickenwings als Aperitif. Draussen vor der Lodge tobten "unsere Jungs" noch miteinander. Wir sprachen über den Tag und man war sich einig: Alle hatten wir bereits heute mehr zu sehen bekommen als man es von der Tour erwartet hatten!

Wein und Bären 

Lunch

Gegen sechs Uhr Nachmittags gab es Abendessen und Dave, der Techniker der Lodge, zeigte uns danach noch eine Diashow mit dem Titel „Sommer in Churchill“. „Ein paar Tage im Juli!“, wie er selbst  den Zeitraum Sommer hier umschrieb ... smiley)

Er zeigt uns Bilder: Leute sitzen am Strand bei rund 30 Grad und um sie herum verstreut liegen noch teilweise meterdicke Eisschollen. Die Blumen des Sommers zeigte er uns und auch Eisbären, welche ebenso im Sommer -  wenn auch seltener – hier anzutreffen gibt. Den Abschluss bildeten Fotos von Beluga-Walen – teilweise vom Kayak aus aufgenommen – und von Nordlichtern. Diese vermissen wir alle ein wenig hier oben, doch draußen weht ein Mix aus Regen und Schnee um die Ecke und Polarlichter kann man nur bei klarem Himmel sehen (wenn diese dann auftreten).

Mit den Gedanken daran verschwanden wir alle todmüde und dankbar über das Erlebte bereits vor 21 Uhr in unseren Kojen.

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MichaH
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Tag 6 – Das Leben in der Tundra

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Unser zweiter ganzer Tag hier draußen „In the middle of nowhere“ begann wieder um 6:00 Uhr. Ein Blick aus dem Fenster zeigt:

Sind unsere Bären noch da?

Keine zehn Meter entfernt von uns nächtigten auch unsere zwei Ringkämpfer in Weiß vom Vortag. Sie waren über Nacht etwas eingeschneit:

Eingeschneit

Überhaupt schien der Wind eher in der vergangenen Nacht noch weiter zugenommen zu haben. Nach dem Morgenkaffee mit erstem Gedankenaustausch mit den Mitreisenden und dem Frühstück danach ging es um acht mit unserem Buggy 13 wieder hinaus in die Tundra.

Wir konnten es relaxed angehen, waren wir doch schon in unmittelbarer Umgebung der Bären. Wie am Vortag hörten wir auch heute, wie sich die anderen Buggys über Funk von der „Buggy Launch Station“ abmeldeten. Diese Buggys hatten nun rund 100 Minuten bis in die Nähe des Polar Bear Points zu fahren. Diese Zeit hatten wir wieder am Morgen und am Abend als Bonus zur Bärenbeobachtung!

Unser Guide Brian wollte uns heute nach den schon sehr speziellen Erlebnissen vom Vortag ein wenig die Tundra zeigen. Wir alle hofften wohl auch ein wenig einen Snowfox zu Gesicht zu bekommen. Seine Spuren fanden wir wie auch die von Bären im Schnee, Ihn selbst leider auch mit 56 suchenden Augen nicht.

Wir fuhren am Ufer der Hudson Bay entlang bis zum „Gordon Point“ und hatten heute sogar auch schon wieder einen Blick für`s Federvieh. Unser Guide war gut literarisch ausgerüstet und konnte uns ein wenig über unsere Sichtungen erzählen.

8 Filmstreifen 8

Aber einen Schneehasen (Hare), welchen wir beinahe überfahren hätten, bekamen wir zu sehen. Brian erzählte uns, das dies eigentlich auch nur durch einen Zufall passiert. Der Hase – weiß wie er nun mal ist und somit schwer zu erkennen – vertraut auf seine Tarnung und bleibt bis zur allerletzten Sekunde bei sich nähernden Gefahren sitzen.

Hare

In Sichtweite eines „neuen“ Bären ...

Aus dem Weg!

... machten wir unsere Tee- und Kaffeepause und zwei Stunden später – fast am identischen Platz vom Vortag in der Nähe der Tundra Buggy Lodge  – unsere Lunchpause ebenfalls nur rund zehn Meter entfernt von einem sich nicht stören lassenden Bären.

Lunch

Have a break

Nach dem Mittag fuhr Brian mit uns in eine Richtung von der Tundra Buggy Lodge fort, in welcher wir noch nicht unterwegs waren. Wir konnten nach 20minütiger Fahrt auch wieder eine Bärenmama mit zwei Kindern entdecken und diese eine Zeitlang beobachten.

Familie

Wie am Vortag kam die Familie nicht näher. Also möglichst ruhig das Objektiv auflegen, den Finger aus den extra dafür angeschafften Thermohandschuhen stecken (Jagdhandschuhe! Man kann die Zeigefinger- und Daumenkuppe vom Handschuh zurückklappen und bei Bedarf diese beiden Finger ins Freie stecken für`s bessere Feeling am Abzug - hier den vom Fotoapparat wink) und warten ...

Auf der Jagd

Aufgeschreckt durch einen anderen, sich nähernden Bären entfernte sie sich mit ihrer Familie dann aber rasch. Dafür kam der neue Einzelgänger auch wieder neugierig zu uns und unserem Buggy:

Annäherung

Neugier

Gleich hab ich Euch

Zurück an unserer Lodge wollte unser Guide wohl noch nicht an dieser anlegen sondern fuhr noch mit uns an den Beach, an welchem er nur drei Tage vorher mehrere Bären sich eine Robbe hat teilen sehen. Leider war davon heute nichts mehr zu sehen. Die Lodge rief uns per Funk zu sich zurück. Die Zeit des Abendessens war gekommen. "Unsere Jungs" warteten bereits auf uns!

Heimkehr

Vorab fand sich die Truppe aber noch wieder zum Weinumtrunk zusammen. Die Leute kamen sich Tag für Tag durch Gespräche und gemeinsam Erlebtes immer näher. Fotos wurden gemacht und gesichert und eMail-Adressen ausgetauscht bevor man uns zum Abendessen bat. Alles war hier wieder liebevoll und frisch zubereitet von den zwei Damen der Lodge.

The same procedure ...

Lunch

Wir selbst saßen beim Essen heute mit den beiden ältesten Damen unserer Gruppe zusammen. Wir staunten nicht schlecht, wie besonders eine von den Beiden – Sie kommt aus Australien – von Ihren Reisen und besuchten Ländern zu erzählen wusste.

Als das Dessert gegessen und der Kaffee getrunken war wechselten wir in den Clubwagen und hörten interessiert den für heute Abend organisierten Vortrag von BJ Kischhoffer zu. BJ ist Director bei „Polar Bears International“ und in dieser Funktion im Winter hauptsächlich unterwegs mit „Buggy One“, dem „Ur-Vater aller Buggys“. Anfangs unterwegs als Tourbuggy und später ausgerüstet mit aller erdenklichen Technik ist „Buggy One“ seit Jahren unterwegs zur Erforschung und zum Schutz der Polarbären. BJ zeigte uns wunderbare Videoaufnahmen vom Aufwachsen und Leben der Bären.

Für Technikinteressierte gibt es hier ein erklärendes Video zum „Buggy One“!

Sunset - Good night

Sunset & Good Night!

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Tag 7 – Abschied von „unseren“ Polarbären

Freitag, 22. Oktober 2010

Zum letzten Frühstück in der Lodge gab es u.a. Croissant belegt mit Ei, Bacon und Tomaten. Dies hatten wir so in dieser Form auch noch nie. Lecker!

Die Taschen waren schnell gepackt und auf unseren Buggy verladen und schon legten wir das letze mal hier ab, nicht ohne noch einmal der zurückbleibenden Crew zuzuwinken. Kaum fünf Minuten entfernt kam ein ruhender Bär in Sichtweite. Er schien das Buggymotorengeräusch noch nicht wirklich gewohnt zu sein und nahm erst einmal Reißaus. Bereits von den Vortagen wussten wir aber, dass die Neugier siegt. Und dies dauerte auch in diesem Fall nicht lang.

On the road

Dieser Bär hier scheint auch für einen bekannten Spielwarenhersteller Modell gesessen zu haben:

Knopf im Ohr

karg

Der Bär umkreiste unseren Buggy und kam dabei immer näher. In den folgenden 30 Minuten kam wohl jeder von uns zu einem guten Foto. Mehrfach stand der Bär auf seinen Hinterpfoten und kam bis in die Nähe der Fenster hinauf und schnuppert:

nah

zu nah`

Wir fuhren in Richtung Buggy-Launch-Station zurück und beobachteten dabei noch ein paar Schneehühner und hielten an einem großen Fuchsbau an.

Schneehuhn

Schneehuhn

Unvermeidbar ging die Tour gegen elf Uhr zu Ende und wir erreichten die „Buggy Launch Station“. Zum ersten Mal nach knapp vier Tagen berührten unsere Füße wieder den Erdboden.

Buggy Launch Station

Die letzten Kilometer bis „Downtown Chuchill“ legten wir wieder im normalen Reisebus zurück. Wir kehrten erst einmal zum Mittag ein und waren ganz zufrieden, dass unsere Bestellungen nicht wirklich umgehend kamen. Draußen wehte der schon bekannte kalte Wind und wir hatten rund fünf Stunden zum Rumbummeln zur Verfügung.

Wir erwarben Postkarten und Briefmarken und fanden in der Post auch ein Stehpult in einem warmen Raum und schrieben unsere Grüße an die Lieben daheim. Auch im benachbarten Community-Center war es warm und wir stöberten dort noch ein wenig herum. Über den Umweg zum “Beach“, wo auch wieder vor Bären gewarnt wurde gingen wir zurück in die Stadt.

Alert

Dolmen?

Es schien uns heute auch nicht ganz so kalt und eisig windig wie noch vor vier Tagen. Vielleicht hatten wir uns auch schon an die Kälte gewöhnt.

Zurück am Airport von Churchill wurde noch ein Gruppenbild aufgenommen und mit einem etwas kleineren Flieger, heute mit einer Propellermaschine (Convair 580), ...

Leaving

... ging es in knapp zwei Stunden wieder zurück nach Winnipeg. Am Horizont ging die Sonne unter.

sunset

Zurück im Hotel am Winnipeg-Airport holten wir unsere eingelagerten Gepäckstücke ab und packten unsere Taschen fertig für den nächsten Tag.

Nach einer langen Dusche gingen wir noch auf ein Guinness an die Hotelbar und saßen noch einmal fast bis Mitternacht mit einigen uns liebgewordenen Mitreisenden zusammen. Wir hatten viel zu erzählen und viel zu lachen und der Abschied voneinander war sehr herzlich. Und schon nicht mehr einfach! Hatten wir doch in den vergangenen Tagen das Glück, gemeinsam fast Unglaubliches erlebt zu haben !!!

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Tag 8 – Winnipeg à Washington (bei Nacht)

Sonnabend, 23. Oktober 2010

Um 4:30 Uhr klingelte nach einer kurzen Nacht der Wecker und unsere zweite Urlaubswoche beginnt. Nach einem Kaffee ging es die 20 Meter vom Hotel zum Airport gegenüber. Die Immigration für unseren Flug von Winnipeg nach Minneapolis fand bereits hier am Airport Winnipeg in Canada statt. Das war auch insofern gut, das wir unser Gepäck so am ersten Flughafen in den Staaten nicht noch einmal abholen und neu einchecken mussten. So flogen wir mit allesamt pünktlichen Flügen von Winnipeg über Minneapolis und Detroit ...

(hier: Das mit 1,6 Kilometer zweitlängste Terminal der Welt "McNamara" im DTW-Airport Detroit. Eine Nord-, Mitte- und Südstation werden über zwei, in sechseinhalb Meter Höhe operierenden Zügen im 3-Minuten-Takt bedient. )

DTW McNamara Terminal

nach Baltimore, wo wir gegen 15:30 Uhr Ortszeit ankamen:

Anflug auf Baltimore

Die Mietwagenfirmen sind hier allesamt sehr weit vom Airport entfernt und der gemeinsame Shuttle aller Firmen benötigte schon ein paar Minuten. Für unseren SUV von Alamo war zwar sehr schnell das Formelle erledigt und das Auto vorgefahren (wir hatten uns nach der guten Erfahrung vom vergangenen Wochenende wieder für einen Ford Escape entschieden), doch dieser war leider nicht ganz vollgetankt. Dies nachholen zu lassen kostete uns auch noch mal ein paar Minuten und mit dem nicht wirklich für einen Sonnabend erwarteten Verkehr zwischen Baltimore und Washington ...

Baltimore --> Washington

... kamen wir erst ein paar Minuten vor Sonnenuntergang in Washington an. Schnell wurden noch die ersten Fotos bei Tageslicht aus dem Auto heraus geschossen:

Saturday Rushour in Washington

Washington

Washington

Washington

Nach dem Einchecken im „State Plaza Hotel Washington DC“ - einem sehr empfehlenswerten Hotel nur wenig mehr als einen Kilometer entfernt vom "Weissen Haus" gelegen - war es dann leider auch schon dunkel.

Wir schnappten uns Kamera und Stativ und los ging es zu Fuß in Richtung White House:

White House

Dreht man sich vom Weissen Haus um 180 Grad weg, schaut man auf unser nächstes Ziel an diesem warmen Herbstabend: Das 169 Meter hohe "Washington Monument":

Washington Monument

Von diesem Hügel schaut man in der einen Richtung direkt zum Capitol ...

Capitol

... und wenn man sich umdreht, schaut man über das "National World War II Memorial" hinaus bis zum "Lincoln Memorial":

WW II Memorial und Lincoln Memorial

Zu verlockend war es natürlich, vom WW II Memorial aus den mehr als 600 Meter langen und 50 Meter breiten "Reflecting Pool" nutzend noch einmal das "Lincoln Memorial" durch die Linse zu betrachten:

Reflecting Pool

Beeindruckend aus der Nähe: Die knapp 6 Meter hohe und fast 160 Tonnen schwere Statue Abraham Lincoln`s:

Abraham Lincoln Statue

Wir saßen noch ziemlich lang auf den Stufen vor der Statue und genossen den warmen, völlig windstillen Abend. Dabei ging unser Blick zurück zum "Washington Monument":

Washington Monument

Auf dem Rückweg vom "Lincoln Monument" zum Hotel – wir liefen gerade wieder am Ufer des „Reflecting Pool“ entlang - sahen wir noch drei Hubschrauber der „Marine One“-Staffel sehr schnell und sehr tief in Richtung „White House“ einschweben. Ein Foto bei Dunkelheit mit Tele aus freier Hand ähnelte aber mehr einem düsteren, impressionistischen Gemälde … wink !

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Tag 9 – Auf in die „Blue Ridge Mountain“

Sonntag, 24. Oktober 2010

Vom Ausschlafen her holten wir heute Morgen den fehlenden Schlaf der vorhergegangenen Nacht nach. Nach einem Kaffee ließen wir uns unseren Wagen wieder  vorfahren (Valet parking wink) und entschwanden gegen 10 Uhr aus Washington.

Hotel State Plaza Washington

Leaving Washington

Dabei fuhren wir vorerst auf der #66 nach Westen. An der Ausfahrt 6 „Front Royal“ ...

Exit 6, #66, Front Royal

... legten wir für das ausgefallene Frühstück einen zeitigen Lunch bei "Applebees" ein. Seit Ines & Günter uns 2008 zu Beginn der Überführertour in diese Kette "eingeführt" hatten, gehört "Applebees" zu unseren Favoriten. Die Vorfreude auf ein „Double-Glazed Baby Back Rib“ und den „Strawberry Cheesecake“ im Glas danach war berechtigt!

Applebees Front Royal

Double-Glazed Baby Back Rib

Strawberry Cheesecake

Wir bogen nach einem Einkauf beim Wal-Mart auf die #81 nach Süden ab. Nur einmal noch unterbrachen wir die Fahrt für eine Pause und kurz vor dem Ziel zum Tanken.

Wir fuhren parallel zum Skyline Drive und dem Blue Ridge Mountain Parkway nach Süden. Die Bergzüge in der Nähe lagen in der Sonne und meist sahen wir die schönsten Herbstfarben. Die Temperatur ging heute sogar bis auf 81 Grad F (27 Grad C). Wir hatten den ganzen Tag über Sonnenschein bei blauem Himmel. Auf dem Highway beim Durchtasten der Radiostationen hörten wir plötzlich auf einem Oldiesender die englische Version „Coming Home“ von Peter Schilling`s  „Major Tom“ aus dem Jahr 1983. Das war schon ein schöner Zufall!

Wir verließen die #81 und fuhren die letzten Kilometer Highway auf der #77 nach Osten. Die SR775 brachte uns das letzte Stück bis zum Blue Ridge Mountain Parkway. Dieser empfing uns schon mit tollen Farben aus der Nähe. Das Licht der untergehenden Sonne schien durch die farbigen Blätter.

Coming Home

Nun war es nicht mehr weit bis zu unserer vorab gebuchten Cabin bei „Fiddlers Roost“. Das Navi führte uns exakt und wir checkten beim Eigentümer für die nächsten drei Nächte ein. Alle Cabins liegen weit entfernt voneinander, maximal sieht man eine Nachbar-Cabin in der Nähe. Wir hatten uns für "Cabin 4 - The Roost" entschieden:

Fiddlers Roost Cabin 4

Von unserer Terrasse (Porch) sahen wir bei einem Glas Rotwein die letzten Minuten der untergehenden Sonne.

Cabin`s Porch

Die Cabin war aus Holzbohlen gebaut und urgemütlich eingerichtet: Ess- , TV-Ecke mit Gaskamin:

Cabin left

Küchenecke und Wand zum Badezimmer ...

Cabin right

... sowie Schlafetage:

Offener Schlafboden

Auf dem Porch stand auch ein Whirlpool, welcher mit warmem Wasser darauf wartete von uns eingeweiht zu werden.  Gedacht – getan! Toll! Mit einem Glas Wein in der Hand aus dem Pool in die Herbstlandschaft schauen! So etwas Verrücktes hatten wir auch noch nicht Laughing !

View during sunset

Zum Abendessen gab es Nudeln mit Tomatensauce. Etwas Lesen und die Erlebnisse des Tages in den PC tippen – fertig! Die 350mi/563km ab Washington haben doch auch etwas müde gemacht…!

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