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22. Tag: Durch den Lincoln National Forest nach Alamogordo

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Torsten
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22. Tag: Durch den Lincoln National Forest nach Alamogordo
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Gefahrene Meilen: 
156 Meilen

Durch den Lincoln National Forest nach Alamogordo

Mittwoch, 16. April 2014

Von Karin

Obwohl‘s gestern ziemlich feucht-fröhlich war, klettern wir schon um 07:00 aus dem Bett. Nachdem die Morgenaktivitäten abgeschlossen sind, treffen wir draussen auf Heidi & Klaus. Klaus hatte gestern erwähnt, dass er bei der Suche + Buchen des letzten Campgrounds in Vegas Probleme hätte. Wir gehen zu den beiden und sind überrascht wie komfortabel der LePrechaun 22QB mit seinem Slide-out doch ist. Die beiden Männer machen sich im Internet gleich daran und schauen die verschiedenen Plätze in Vegas durch und buchen für die beiden online.

Zurück an unserem WoMo kommt Werner vorbei und frägt nach dem "Guten Morgen" gleich ob wir auch so einen Schädel hätten. Naja, Torsten nicht - er hatte ja nur Wasser getrunken und mir ging‘s nach dem 1. Morgenkaffee eigentlich auch wieder ganz gut. Wir werden heute alle nach Alamogordo fahren und Torsten bespricht mit Werner kurz die Route. Da Werner erzählt, dass die Strecke landschaftlich ganz schön ist beschliesst Torsten wieder seine Kamera auf die Motorhaube zu montieren.
Klaus und Heidi kommen auch noch dazu und wir ratschen noch etwas. Heidi und Klaus wollen genau wie wir zum Oliver Lee Memorial State Park und so machen wir aus, dass wir uns dort treffen. Anita und Werner fahren heute noch zu seiner Schwester Felitzitas, welche in Alamogordo lebt, meint aber, dass sie eventuell auch vorbeikämen, wenn‘s ihnen ausgeht.

Mit der Kamera auf der Motorhaube fahren wir gegen 10:40 als letzte vom Platz. Zuerst geht es nach Artesia wo wir nach Westen auf die US-82 abbiegen. Ab hier wird es einsam und ausser Sand und ein paar Felsen sehen wir nichts. Nach einer Weile wird es grün und als zum Lincoln National Forest kommen, sehen wir einen anderen RoadBear am Strassenrand stehen. Wir halten an, es könnte ja irgend etwas passiert sein. Als wir aussteigen öffnet sich das Seitenfenster des anderen WoMos und Anita berichtet das sich Werner nach dem "strapaziösen" Abend nochmal kurz hinlegen wollte. Die beiden haben scheinbar nach unserem „Abgang“ gestern Abend noch die Weinreste vernichtet. Naja, bevor er schlecht wird... 

Die weitere Strecke durch den Lincoln National Forest ist sehr schön und es geht konstant bergauf. Torsten hält in Cloudcroft auf 8695 ft (2650 m) kurz an, schaut sich die Saugnäpfe an welche die Kamera auf der Motorhaube halten und pumpt nochmal nach.
Nach Cloudcroft kommen wir in eine Baustelle mit einseitiger Sperrung. Keine 10 Minuten nachdem wir diese Baustelle hinter uns gelassen haben kommt gleich eine Zweite. Wir fahren hinter einem Pilot Car mehrere Meilen bis zum Ende der Baustelle, wo auch der "Abstieg" ins Tal bei Alamogordo beginnt.
Kurz nachdem wir von der US-82 in Richtung Stadt abgebogen sind, fährt Torsten rechts raus und montiert die Kamera wieder ab. Er meint das wäre besser als es bei Walmart zu tun und damit jedem zu zeigen, dass es im WoMo was zu holen gibt.
Nach ein paar Minuten ist das Equipment wieder im WoMo verstaut und wir fahren zum Wal-Mart.

Um 14:30 betreten wir den Wal-Mart, kaufen ein und fühlen uns (fast) wie zu Hause: alle paar Meter spricht jemand Deutsch !? Wir erinnern uns, dass Werner erzählte, dass die Deutsche Luftwaffe hier ein Ausbildungszentrum auf der Holloman Air Force Base betreibt. Trotzdem fühlt es sich komisch an wenn 1/3 der Menschen hier im Wal-Mart deutsch reden.
Als wir an der Kasse an die Reihe kommen treffen wir auf eine gut informierte Kassiererin. Karin soll ihre Kreditkarte in einen anderen Schlitz im Terminal stecken da bei ihnen letzte Woche das System umgestellt wurde und man jetzt bei bestimmten (vor allem europäischen) Kreditkarten anstatt des Magnetstreifens den Chip nutzt. Aha! Das erklärt also das Problem vor einer Woche in Texas! Warum das System bei meiner Karte allerdings auf den Chip besteht aber Torsten mit dem Magnetstreifen zahlen lässt lässt sich nicht abschliessend klären.

Nachdem die Einkäufe verstaut sind fahren wir zum Campground und erreichen um 16:40 das Visitor Center, das leider schon geschlossen hat. Seif-Registration gibt es keinen und ein Aushang bittet am nächsten Tag im Visitor Center zu zahlen. Auch gut, das geht natürlich auch.
Beim Suchen nach einer Site sehen wir schon aus einiger Entfernung einen RoadBear und als wir näher kommen erkennen wir Heidi und Klaus. Die Site #36 schräg gegenüber von den beiden ist noch frei und ruck zuck steht unser Leo perfekt gelevelt auf seinem Platz.
Da es noch recht früh ist machen wir uns zu unserer üblichen Runde über den Platz auf und gehen anschliessend einen kleinen Trail der an einem ausgetrockneten Flussbett entlang führt, welches bei Regen in den Bergen offenbar schnell zum reissenden Fluss wird.

Am Abend grillen wir gemeinsam mit Heidi und Klaus und ratschen noch sehr lange. Als wir zurück im WoMo sind bemerken wir, dass die "Check" Lampe am Kühlschrank brennt. Offenbar ist der Kühlschrank irgendwann ausgegangen und nun ist alles warm bzw aufgetaut. Einiges können wir retten, aber wir hatten noch einige Steaks eingefroren und die können wir morgen nicht alle essen ;-( Egal, jetzt ist es eh zu spät und sich großartig aufzuregen bringt nichts.

WoMo Meilenstand:
Start: 2931,3 mi
Ziel: 3088,2 mi
Gefahren: 156,9 mi 

 

Liebe Grüße
Karin

 

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