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Jasper National Park, Alberta, Canada

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Canyonlover
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Jasper National Park, Alberta, Canada
Details

Der in der kanadischen Provinz Alberta gelegene Jasper-Nationalpark wurde 1907 gegründet und ist mit seinen 10.878 km² Fläche der größte Nationalpark in den kanadischen Rocky Mountains, die von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurden.


Quelle: Wikipedia
Website: Jasper National Park

Edith Cavell Glacier

Wanderung zum Valley of Five Lakes


Koordinaten: 
52° 49' 5.228" N, 118° 3' 9.212" W
Canyonlover
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Video zum Jasper National Park
Groovy
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Skywalk im Jasper Nationalpark

Neuer Glas-Panoramaweg in Kanada

Gruss Volker

 

 

Pirat
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Jasper National Park nach dem Waldbrand 2024

Hallo zusammen,

für alle, die mal ein Gefühl dafür kriegen wollen, was sie aktuell im nördlichen Teil des Jasper National Park nach den verheerenden Waldbränden des Jahres 2024 erwartet: Hier ein beispielhaftes Video einer vierköpfigen Familie, die im Sommer 2025 per Doppelübernachtung auf dem Whistlers Campground dort war, nach einem Erstbesuch des Parks im Jahr 2022. Stationen in diesem Video: Jasper, Whistlers Campground, Highway 93A, Edith Cavell Road, Athabasca Falls, Valley of the Five Lakes, Maligne Canyon, Lake Annette, Miette Hot Springs, Old Fort Point, Beauvert Lake, Pyramid Lake und Beauty Creek.

Und nein, das Video ist natürlich nicht von uns. Wir sind nach dem Anschauen dieses Videos auch im Nachhinein froh, den nördlichen Teil des Jasper National Park bei unserer Reise schon in der Planung ausgelassen zu haben und uns stattdessen voll und ganz auf den südlichen Teil konzentriert zu haben, mit einer Doppelübernachtung auf dem Wilcox Creek Campground, dem Wilcox Pass Trail (9,3 km), der professionell geführten dreistündigen Wanderung mit Athabasca Glacier Icewalks auf den Athabasca-Gletscher, dem Upper & Lower Sunwapta Falls Trail (3,2 km) und zum Abschluss noch einem Halt am Goats & Glaciers Lookout. Lediglich am Pyramid Lake/Patricia Lake nördlich von Jasper hätten wir uns noch wohl gefühlt, das ist jetzt natürlich nur unser ganz individueller Geschmack. Und auf dem Beauty Creek and Stanley Falls Trail hätte es uns auch noch sehr gefallen, wobei dieser aber ebenfalls im von uns besuchten südlichen Teil des Jasper National Park liegt.

Wir wünschen jedoch trotzdem allen, die es sich dort im nördlichen Teil einmal selbst anschauen wollen, eine wunderschöne Reise, uns wäre es noch für Jahre zu deprimierend. Vermutlich für sehr viele Jahre.

Hier übrigens auch noch eine aktuelle Übersicht von Parks Canada mit Informationen darüber, welche der möglichen Ziele im Jasper National Park in der aktuellen 2026er Saison wieder geöffnet sein werden und welche wahrscheinlich noch nicht (danke für die Info, Christian):

https://parks.canada.ca/pn-np/ab/jasper/visit/ouvert-fermee-open-closed

Viele Grüße
Alex
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WeMa
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Beigetreten: 02.05.2022 - 00:21
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Jasper National Park nach dem Waldbrand 2024

Hallo Alex,

besten Dank für die Links. Genau nach so einem Erlebnisbericht hatte ich gesucht, um mir besser vorstellen zu können, wie es in Jasper National Park aussieht derzeit.

Hilfreich zusätzlich zu der von dir verlinkten Übersicht von ParksCanada was wieder auf ist/geöffnet wird, fand ich auch die Übersichtskarte auf Parks Canada zu den insgesamt mal betroffenen Gebieten. Dann kann man auch gut abschätzen, in welchen roten Bereichen man mit großen Waldschäden rechnen muss, auch wenn die Gebiete schon wieder auf sind.

Wir planen 2 Übernachtungen Ende August auf dem Whistlers CG, hauptsächlich weil wir den Maligne Lake einplanen, uns aber auch von den verbannten Bereichen nicht abschrecken lassen wollen. Vor 4 Jahren im Sequoia NP haben wir gelernt, dass zumindest die Giant Trees zur Vermehrung sogar Wildfire brauchen, die reagieren dann mit einer Samenexplosion. Auch dort hatte es ein Jahr vor unserem Besuch ein großes Wildfire gegeben. Seitdem versuche ich im grausamen Anblick der verbrannten Wälder auch das Positive zu sehen und bin auch fasziniert wie schnelle die Natur in der Lage ist, neues Leben hervorzubringen. Auch das sollen die Kinder erleben und sehen können.

Eine geführte Tour mit Athabasca Glacier Icewalks ist übrigens auch gebucht, deine Empfehlung entspricht genau dem, was ich für uns als Familie mit Kindern zwischen 11-13 Jahre noch gesucht hatte. Besten Dank hierfür!

 

 

Gruß

WeMa

Pirat
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Beigetreten: 21.10.2016 - 00:41
Beiträge: 973
RE: Jasper National Park nach dem Waldbrand 2024

Hallo Klara,

wir hatten uns damals im Jahr 2017 auf unserer Anreise zum Grand Canyon National Park ebenfalls nicht von den verbrannten Bereichen im Kaibab National Forest abschrecken lassen (hier ein Foto). Zu diesem Zeitpunkt waren seit dem großen Feuer 2006 dort allerdings bereits 11 Jahre vergangen gewesen. Du kannst auf dem Foto gut abschätzen, wie weit ungefähr sich die Natur in diesen 11 Jahren nach dem Feuer erholt hatte, in diesem Bereich entlang der Arizona State Route 67 war der Wald ähnlich stark betroffen gewesen wie 2024 der nördliche Teil des Jasper National Park.

Was die Riesenmammutbäume im Sequoia National Park und die Abhängigkeit ihrer Fortpflanzung von Waldbränden betrifft, hast du natürlich recht. Im Jasper National Park betrifft dies allerdings nur zwei der zehn häufigsten dort heimischen Baumarten. Zum einen die Küstenkiefer, welche dort in der sogenannten Rocky-Mountain-Intermountain-Unterart weit verbreitet ist. Im Englischen ist diese Unterart auch bekannt unter der Bezeichnung Lodgepole pine. Und genau diese Unterart der Küstenkiefer hat unter anderem die Eigenschaft, dass sich ihre Zapfen erst unter großer Hitzeeinwirkung öffnen. Zumindest die meisten Populationen dieser Unterart weisen diese Eigenschaft auf. Und zum anderen betrifft es die Schwarzfichte, wobei es hier immer nur für manche der Samen gilt.

Bei den anderen dieser Baumarten ist dies überhaupt nicht der Fall. Also nicht bei der Felsengebirgstanne, der Engelmann-Fichte, der Weißstämmigen Kiefer, der Weißfichte, der Gewöhnlichen Douglasie und bei den drei Laubbaumarten Amerikanische Zitterpappel, Balsampappel und Papier-Birke natürlich ebenfalls nicht.

Die oben erwähnte Weißstämmige Kiefer ist übrigens die am meisten bedrohte Baumart dort im Jasper National Park. Sie wird seit einigen Jahren dort in großer Zahl angepflanzt. Nicht nur in diesem Nationalpark, sondern auch in sechs weiteren Nationalparks von Alberta und British Columbia, ähnlich wie die ebenso bedrohte Biegsame Kiefer, die allerdings nicht im Jasper National Park heimisch ist. Vielleicht erfahrt ja auch ihr auf eurer Reise einiges über diese Anpflanzungen. Bei unserer Reise war zufällig unsere Führerin von Athabasca Glacier Icewalks an diesem Projekt von Parks Canada beteiligt, hier mal ein Link zu ein paar Informationen zu diesem Projekt.

Für eure gebuchte geführte Wanderung mit Athabasca Glacier Icewalks wünsche ich euch auf jeden Fall schon mal viel Spaß. Tausendmal schöner und erlebnisreicher als diese komischen Bustouren von Columbia Icefield Adventure. wink

Viele Grüße
Alex
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