Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

12 Monate mit eigenem Gespann durch USA, Mexico und Kanada

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Volker1
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12 Monate mit eigenem Gespann durch USA, Mexico und Kanada
Eckdaten zur Routenplanung
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01.10.2027 bis 30.09.2028
Volker1
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RE: 12 Monate mit eigenem Gespann durch USA, Mexico und Kanada

Hallo, 

wir haben vor mit unserem eigenen Gespann 12 Monate die USA und Kanada (mit 4 wöchigem Abstecher auf die Baja California) zu bereisen. Jetzt stellt sich mir die Frage ob es Sinnvoller ist die Route im Urzeigersinn zu machen also von Halifax erst die Ostküste runter, dann entlang der mexikanischen Grenze, nach dem Abstecher auf die Baja Califonria dann langsam nach oben (zuerst der Küste entlang und dann ins Landesinnere die ganzen Parks besuchen) nach Vancouver und wieder zurück nach Halifax oder anderst herum, dann jedoch mit Start am 01.05. in Halifax.

Habe mich jetzt seit fast 2 Jahren mit diversen Routen beschäftigt und nachgelesen, bin mir aber immer noch nicht ganz sicher was besser wäre.

Grüße

Volker

Bernhard
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Beigetreten: 21.08.2009 - 15:31
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RE: 12 Monate mit eigenem Gespann durch USA, Mexico und Kanada

Hi Volker, 

herzlich willkommen bei uns !  Ich hoffe es kommen einige Antworten.

Zu meinem Verständnis: hast du deine schon hier veröffentlichte, ausführliche Routenplanung in den letzten 24 Stunden wieder gelöscht ? Ich meine, sie hier gesehen und von der Formatierung her lesbar gemacht zu haben -- oder träume ich ;- surprise?

Viele Grüße

Bernhard

Bernhard

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Volker1
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Beigetreten: 12.11.2023 - 12:29
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RE: 12 Monate mit eigenem Gespann durch USA, Mexico und Kanada

Hallo Bernhard, 

ja den ersten Teil hatte ich schon drin, war aber ein versehen da ich das als Entwurf speichern wollte und nicht veröffentlichen. Die ganze Route folgt später (bin gerade noch an den Details).

Grüße

Volker

CamperX
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Beigetreten: 01.02.2022 - 18:46
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RE: 12 Monate mit eigenem Gespann durch USA, Mexico und Kanada

Hallo Volker

Wir haben unser Wohnmobil schon zwei Mal nach Nordamerika verschifft. Das erste Mal 2019 - 2020 für 9 Monate bis zum Corona bedingten Reiseabbruch. Das zweite Mal 2022 - 2023 für 12 Monate. Wir sind beide Male in Halifax gestartet, aber das erste Mal Ende Juni und das zweite Mal um den 20. Mai herum. Anfang Mai ist für die Ostküste so weit im Norden noch ziemlich früh. Auf der ersten Reise ging es zunächst nach Neufoundland/Labrador, und erst dann westwärts. Auf der zweiten Reise ging es sofort zügig westwärts und dann hoch nach Yukon/NWT/Alaska. Das Problem ist, wenn du sofort im Osten südwärts in die USA fährst, ist die Sache mit der Aufenthaltsdauer. Wenn du am Anfang keine 6 Monate in den USA bleiben willst, dann wird es knapp mit der Aufenthaltsdauer. In der Zeit in Mexico läuft das ja weiter und wird nicht unterbrochen. 

Also wenn du z.B. nach 3 Monaten nach Mexico einreist und dort einen Monat bleibst, dann hast du wenn du wieder zurück in die USA kommst noch 2 Monate übrig. Du bekommst keine Verlängerung, sondern hast einfach noch deine 2 Monate und dann Tschüss. Wir hatten zwar schon zwei Mal 12 Monate bewilligt bekommen, aber darauf verlassen würde ich mich nicht. Grundvoraussetzung ist natürlich ein B1/B2 Visum. 

Wenn du jetzt aber zuerst in Kanada westwärts ziehst und z.B Anfang August nach Alaska einreist, dann kannst du bis Ende Januar in den USA bleiben und dann für einen Monat nach Mexico. Wenn du dann wieder zurück kommst, sollten dann wieder neue 6 Monate drin sein. So war es zumindest bei uns. Klar kann es auch anders herum gehen, aber du brauchst dann eine wirklich genaue Zeitplanung damit es aufgeht. Auch die klimatischen Bedingungen sollte man nicht unterschätzen. Einigermassen angenehmes Wetter gibt es im Winter eigentlich nur ganz im Süden in der Nähe der mexikanischen Grenze. Sobald du wieder etwas nördlich kommst, gehts schnell in die Höhe und dann kann es richtig Winter werden mit all seinen Unannehmlichkeiten. Grandcanyon, Flagstaff oder in den Parks in Utah, nördliches New Mexico kann tiefster Winter herrschen. Wir hatten z.B. im Death Valley Anfang Dezember 15 cm Schnee und eisige Kälte. Der Frühling in Arizona/Südkalifornien ist unglaublich schön. Auf der zweiten Reise waren wir bis Mitte April in Arizona/Südkalifornien. Traumhafte Wildblumen- und Kaktusblühte, bestes Wetter.

Dann sind wir zügig quer durch den Mittleren Westen in Richtung Kanada gefahren und in Sault Ste. Marie in Kanada eingereist, und dann am 20. Mai in Halifax eingetroffen. Allerdings mussten wir immer wieder aufs Wetter schauen, um Schnee (vereiste Strassen) und Kälte weitgehendst aus dem Weg zu gehen. Man sollte das nicht unterschätzen, der Winter in dieser Gegend dauert viel länger als in Europa.

Allzu intensiv würde ich so eine lange Reise auch nicht vorausplanen. Lasst euch Raum für eine spontane Route. Unterwegs ergeben sich immer wieder neue Eindrücke und Ideen. Ihr bekommt Tips von anderen Reisenden, müsst umplanen z.B. wegen Wetter/Unwetter, gesperrten Strassen oder Waldbränden. So eine lange Reise ist ganz was anderes, als wenn jemand für 4 - 5 Wochen unterwegs ist, dort macht eine saubere Planung sicher Sinn. Wir hatten auf beiden Reisen auch nie etwas vorgebucht. Es ist ein riesiges Land und bietet unglaublich viele Stellmöglichkeiten auf BLM-Land oder in Nationalforests, oder einfach im irgendwo an einem See.......es ist ein (Wild)Camperparadies.

Kümmert euch auch zeitig um eine Versicherung. Ich weiss nicht wie das mit dem Versichern eines Gespannes ist. Wir hatten jedenfalls schon Mühe für unser 7.5 t, Allrad Womo eine halbwegs vernünftige (Deckungssumme) Versicherung zu bekommen. Bei uns war die Hürde der Allradantrieb in Verbindung mit dem Gewicht. Und ich denke, das ist alles nicht einfacher geworden.

Freut euch auf die Reise, es wird herrlich.

Viele Grüsse und Vorfreude

Peter

 

 

 

Volker1
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Beigetreten: 12.11.2023 - 12:29
Beiträge: 5
RE: 12 Monate mit eigenem Gespann durch USA, Mexico und Kanada

Hallo Peter,

danke für deine ausführliche Antwort und deine Hinweise.

Wenn ich eure Erfahrung in Bezug auf die Reisezeit hernehme ist es wohl besser im Herbst (also Anfang Oktober) zu starten und dann im Urzeigersinn die Route zu fahren. Dann wäre man im Winter in den südlichen Gefilden unterwegs und im August / September in Kanada und hätte kein oder weniger ein Thema mit der Kälte / dem Schnee. 

Unser grober Plan wäre wie folgt:

- 6 Wochen Nova Scottia bis Florida (bis Mitte November)
- 4 Wochen Florida (bis MItte November bis Mitte Dezember)
- 2 Wochen bis Corpus Christi (Jahreswechsel eventuell in San Antonio)
- 3 Wochen Quer rüber (über Big Bend NP, White Sands NP, Saguaro National Park)
- 4 Wochen Baja California (Ende Januar bis Ende Februar) 
- 1,5 Wochen San Diego, Joshua Tree NP etc (bis Anfang März) 
- 3 Wochen Heimurlaub (ab Las Vegas, Wiedereinreise Ende März)
- 2,5 Wochen Death Valley und dann von Los Angeles die Küste hoch nach San Franzisco
- 2,5 Wochen  Lake Tahoe, Yosemite, Kings Canyon (ja das ist eventuel ein wenig früh wegen Schnee)
- 3 Wochen ab Mitte Mai die ganzen Parks der Roten Felsen / Erde (Grad Canyon, Zion, Brice Canyon etc)
- 3 Wochen über Denver, Badlands-Nationalpark, Mount Rushmore,  Grand Tenton NP, Yellowstone
Dann vor an die Westküste und Mitte /Ende Juli Einreise nach Kanada (nach Vancover Island)
Und dann geht es gemütlich durch die kanadischen Rocky´s und dann quer rüber nach Halifax bis Ende September 2028

Das mit den 6 Monaten Aufenthaltsdauer würden wir so lösen wollen, dass wir mal 3 Wochen "Heimurlaub " machen und erst wieder einreisen wenn die ersten 6 Monate rum sind (siehe Route oben). Wenn ich das so gelesen habe interessiert sich bisher auch niemand dafür dass das Fahrzeug für diese Zeit in den USA bleibt. Wenn sich dan noch ändert würden wir halt nochmal nach Mexico einreisen und von dort aus heimfliegen.   

Bezüglich Versicherung habe ich bereits einen Kontakt bei der intersecuregroup die mir Zugwagen und Wohnwagen versichern würden. Zwecks Deckung bzw Zusatzdeckung muss ich mich noch umschauen.

Grüße

Volker 

CamperX
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Beigetreten: 01.02.2022 - 18:46
Beiträge: 36
RE: 12 Monate mit eigenem Gespann durch USA, Mexico und Kanada

Hallo Volker

Ja mit einem Heimaturlaub dazwischen sieht es natürlich ganz anders aus, aber davon hast du nichts geschrieben.

Viele lassen das Fahrzeug in den USA während eines Heimaturlaubs. Ganz legal scheint das zwar nicht zu sein, aber es kümmert sich scheinbar auch niemand gross darum. Bei unseren diversen Grenzübertritten zwischen USA-Kanada und USA-Mexiko verlief es sehr unterschiedlich. Manchmal wurden die Fahrzeugpapiere verlangt und dann einige Daten im Computer eingetragen, manchmal hat das Fahrzeug aber auch niemanden interessiert. Wir haben 2020 unser Fahrzeug durch unseren coronabedingten Reiseunterbruch bei einem Womo Händler in Portland/OR im Storage abgestellt. Vom Händler wurde aber zwingend eine gültige Versicherung für das Fahrzeug verlangt, während es bei ihm im Storage stand. Somit sind diese Kosten dann weitergelaufen. Bei längerer Parkdauer sind das nicht geringe Kosten. Muss natürlich nicht überall so sein, aber rechnen damit würde ich trotzdem.

Obwohl unser Womo manchmal in irgendwelchen Systemen bei der Einreise eingetragen wurde, hat das aber bei unserer Ausreise aus den USA niemanden interessiert. Wiedereinreisen konnten wir allerdings nicht mehr, weil die Grenzen ja zu waren. Als dann absehbar war, dass unsere Reise so schnell nicht mehr weitergehen wird, haben wir unser Womo in unserer Abwesenheit nach Europa zurück verschifft. Das war dann mit grösserem organisatorischen und bürokratischem Aufwand verbunden. Da ab der Westküste zu der Zeit keine verlässliche Verindung mehr nach Europa bestand, haben wir das Womo per Tieflader nach Baltimore transportieren lassen uns von dort nach Hamburg verschifft. Letzten Endes hat aber alles gut geklappt und unser Womo ist unbeschadet in Hamburg angekommen. Das Hauptproblem bei der Exportabfertigung beim Zoll in Baltimore war, dass wir keine Zollpapiere hatten, welche nur ausgestellt werden, wenn man auf dem Seeweg in die USA einreist. Auf dem Landweg gibt es keine Papiere bei der Einreise, auch nicht wenn man danach fragt, wie uns andere Reisende berichtet haben. . Es ist auf jedenfall viel einfacher über Halifax ein- und auszureisen. Alles viel entspannter dort. Nur auf so einer langen Reise kann vieles passieren und schon ist alles ganz anders als geplant.

Intersecure scheint zur Zeit die einzige Möglichkeit zu sein, welche USA und Kanada abdeckt, allerdings mit eher bescheidenen Deckungssummen. Für Mexico ist es aber problemlos möglich eine Versicherung abzuschliessen. Diese ist vergleichsweise auch recht günstig und es gibt etliche Anbieter.

Viele Grüsse

 

Peter

 

Elbe1
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Beigetreten: 10.04.2020 - 10:49
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RE: 12 Monate mit eigenem Gespann durch USA, Mexico und Kanada

Hallo Volker,

wir waren 2023 für 8 Monate in USA & Kanada. Viel kann ich Peters Aussagen nicht hinzufügen (passt weitgehend mit unseren Erfahrungen). 

2 Punkte hätte ich jedoch:

1. Wir sind Anfang März in Baltimore gestartet (und dann im Uhrzeigersinn). Von den Wetterbedingungen her war es super, wir waren voll im Frühling. Die ersten Tage brauchte man noch ein Sweatshirt, aber dann wurde es immer wärmer.  Das kann natürlich auch mal anders laufen. Es soll auch schon im März noch kräftig Schnee in Baltimore gegeben haben.

2. Verlängerung des Visums: Nach Ablauf der ersten 6 Monate (und erst dann) bekamen wir bei der (Wieder-)Einreise aus Kanada weitere 6 Monate eingetragen. Dies liegt aber im Ermessen des jeweiligen Grenzbeamten. Wir haben mitbekommen, dass es zwischen dem uns abfertigenden Beamten und seinem Kollegen deutliche Diskussionen gab, bis "unser" Beamter zum anderen sagte "Nun mach schon den Stempel rein". Und dies war in der Biden-Zeit. Schon in der ersten Trump-Periode hatten die Grenzer sehr restriktive Anweisungen. Ich befürchte, dies ist aktuell nicht besser.

Falls es Dich interessiert: Unseren Reisebericht findest Du auch hier im Forum.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim weiteren Planen und natürlich bei der Reise yes

Gruß Jan

Viele Grüße aus dem „echten Norden“ 🤓😉

Jan

ksmeyer
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Beigetreten: 27.12.2015 - 14:44
Beiträge: 152
RE: 12 Monate mit eigenem Gespann durch USA, Mexico und Kanada

Hallo Volker,

bei uns ist ein solches Projekt erst in paar Jahren möglich, aber wir beschäftigen uns immer mal wieder damit. Dabei sind wir auf den Youtube Kanal von F.Schulz-Dresden gestoßen. Die haben auch u.a. mit dem eigenen Gespann die Reise (14 Monate) gemacht. https://www.youtube.com/watch?v=zrkHe3Bj008&t=3005s.

Es ist etwas her, dass ich es geschaut habe, aber er hatte in einem der vielen Videos auch gute Tipps zur Organisation. Unter anderem, was er an Ersatzteilen für den Wohnwagen mitgenommen hat und auch was gebraucht wurde. Seinen sächsischen Dialekt finde ich persönlich herrlich.

Viel Erfolg beim Planen

Klaus

Volker1
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Beigetreten: 12.11.2023 - 12:29
Beiträge: 5
RE: 12 Monate mit eigenem Gespann durch USA, Mexico und Kanada

Hallo,

danke für die diversen Hinweise u.a. zur Ein und Ausreise. Im Speziellen dass die 6 Monate komplett ausgereizt sein müssen um neuerlich die 6 Monate zu erhalten wenn man wieder einreist. Werden daher unseren Heimurlaub ca. 2 Wochen später machen müssen dass sich das ausgeht (dann eventuell ab Los Angeles). 
# Elbe1: Euren Reisebericht habe ich schon angeschaut und mir da die eine oder anderen Anregung geholtsmiley
# ksmeyer: Danke für den link zu dem Youtube Kanal. Den kannte ich noch nicht.

Grüße

Volker