Mööönsch! Da hat man schon einen Campingplatz direkt am Meer, und dann ist es morgens einfach verschwunden
Naja, halb so wild, der Rathtrevor Beach ist auch bei Ebbe toll. Als wir um elf den Platz verlassen müssen, fahren wir zum Day Use-Bereich und gehen da erst einmal eine Weile im Watt spazieren. Da es ziemlich wolkenverhangen und auch nicht allzu warm ist, ist auch keiner traurig, dass man heute nicht schwimmen kann. Füße ins Wasser und Krebse, Muscheln und seltsame Meerestiere bestauen macht auch Spaß.


Nach der Wattwanderung fahren wir weiter in den Norden. Das Ziel ist die Gegend um Comox und Courtenay, wo wir die nächsten beiden Nächte an der Seal Bay verbringen. Auf dem Weg dahin machen wir aber noch einen Abstecher, um unsere Stoßdämpfer mal wieder zu malträtieren und ein paar Höhlen zu erkunden. Der Weg zu den Horne Lake Caves ist mal wieder ziemlich wackelig, und als wir endlich da sind, heißt es zuerst, dass alle Touren schon ausgebucht seien. Schließlich gibt es dann aber doch noch eine, und so führt uns nach einer halben Stunde Warten ein netter Guide durch das Höhlensystem. Alle werden gut ausgerüstet mit Helm, Stirnlampen und Handschuhen, und das ist auch nötig. Denn da drinnen ist es zum Teil wirklich eng, an manchen Stellen muss man krabbeln und kriechen, um weiterzukommen. Die Quarzgebilde, Tropfsteine und Hohlräume sind wirklich toll, wir klettern einen 3-stöckigen Wasserfall hoch (der jetzt im Sommer allerdings nur tröpfelt) und abwärts geht es in "Nordamerikas erster Höhlenrutsche", wie uns der Guide stolz erzählt. Zwischendurch machen wir mal alle (mit uns vier ist noch ein Ehepaar aus Calgary bei der Tour) die Lampen aus und befinden uns dann in absoluter Dunkelheit. In den 60ern und 70ern haben sich immer wieder Hippies in die Horn Lake Caves verzogen, angeblich fängt man nach vier Stunden in absoluter Dunkelheit an zu halluzinieren. So lange warten wir dann aber doch nicht und fahren schließlich am späten Abend zum Seal Bay.
