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Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Wilder Westen inclusive - Las Vegas - San Francisco April/Mai 2011

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Barbara Eggert
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Wilder Westen inclusive - Las Vegas - San Francisco April/Mai 2011
Eckdaten zum Reisebericht
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abgeschlossen

Liebe Forianer,

unsere Reise ist zwar schon eine Weile her, trotzdem fasse ich mir ein Herz und stelle jetzt endlich als Dankeschön für Eure tolle Hilfe bei den Planungen unseren Reisebericht ein.

Da ich technisch nicht so versiert bin, bitte ich schon im voraus, eventuelle Fehler zu entschuldigen, ich gebe mein bestes.

Jetzt aber endlich los!

Hier die Routenplanung:

Wilder Westen“ vom 15.04. - 07.05.2011

 

15.4. - 19.4. Colorado Springs

19.4. - 21.4. Hampton Inn Tropicana, Las Vegas

21.4. Boulder Beach

22.4. Valley of Fire SP

23.4. Death Valley

24.4. Whole in the Wall

25.4. - 27.4. Joshua Tree NP

27.4. Malibu Creek

28.4. Pismo North Beach

29.4. Pfeiffer Big Sur

30.4. Sunset State Beach

01.5. Turlock Lake

02.5. - 04.5. Yosemite NP, Wawona CG

04.5. Anthony Chabot CG

05.5. - 07.5. Adante Hotel, San Francisco

 

Und hier die dazu gehörige Karte:

 

 

 

Fraserway und FourSeasonF0000;text-align:left">Größere Kartenansicht Hoffentlich hat es geklappt. Der Beginn ist auf jeden Fall gemacht, Reisetagebuch mit Fotos folgt in Kürze. Mit herzlichen Grüssen aus Ostwestfalen Barbara

Barbara E.

Bernhard
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Mitleser

Hallo Barbara,

melde mich als Mitleser  (und Bildergucker smiley) an !

Grüße

Bernhard

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Barbara Eggert
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Reisetagebuch

Hallo, an alle,

es geht weiter.

Das nun folgende Reisetagebuch habe ich schon während unseres Aufenthaltes in den Staaten geschrieben und nur noch ganz wenig hier zu Hause modifiziert, so dass ein ziemlich autentischer Bericht zustande gekommen ist.

Zu den landschaftlichen Highlights habe ich relativ wenig geschrieben, die kennt Ihr alle entweder schon persönlich oder holt Euch die Infos aus den einschlägigen Reiseführern oder natürlich hier aus dem Forum.

Von mir gibt es eher was zu lesen über zwischenmenschliche Begegnungen, Randbeobachtungen, kritische Anmerkungen, Wegbeschreibungen und natürlich "Pleiten, Pech und Pannen", ohne die man ja sonst nicht so viel zu erzählen hätte Wink.

Viel Vergnügen

 

 

Barbara E.

Barbara Eggert
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Tag 1 Atlantiüberquerung, erste Reisekontakte

Tag 1

15.4.11

Punkt 6.30 Uhr wie geplant Abfahrt vom Hof.

Eva“ (so heißt unser Navi) war schon abends gefüttert worden und quasselte munter vor sich hin.

Wir waren noch nicht ganz so gut aufgelegt, aber schon im Reisefieber.

Freie Bahn bis Frankfurt, trotz schlimmster Befürchtungen, im Stau zu stehen und den Flieger ohne uns über uns hinweg fliegen zu sehen.

Am Flughafen dann die erste Überraschung dieses Urlaubs.

Continantal Airlines hatte ihre Maschine Zielort Denver nicht voll und hat ihre Passagiere kurzerhand bei Lufthansa untergebracht.

Was für uns bedeutete, dass unsere schöne Sitzplatzreservierung futsch war und wir über die ganze Maschine verteilt sitzen sollten.

Super Idee soweit auch – ein 12jähriges Kind bei seinem ersten Interkontinentalflug von den Eltern zu trennen.

Die Dame am Schalter bei LH konnte zumindest dafür sorgen, dass Raffael und ich in einer Reihe saßen, zwar drei Plätze auseinander, aber immerhin in Sichtweite.

Die Crew an Bord konnte uns dann noch nebeneinander setzen.

Wir waren offensichtlich nicht die einzige Familie, die zusammengeführt werden mußte, so dass zu Beginn doch etwas Chaos an Bord herrschte.

Der Flug war ok, trotz alter Maschine mit schrecklichen Sitzen, einem Bildschirm für 8 Reihen und grottenschlechter Filmauswahl.

Dafür wurden wir aber von der freundlichen Crew regelmäßig mit Futter und Getränken und warmen feuchten Erfrischungstüchern bei Laune gehalten.

Neben mir saß eine französische Dame, Silvie, unterwegs zu Freunden in die Mesa Verde zum Wandern.

Sie sprach kein Wort englisch oder deutsch, braucht man als Franzose auch nicht, man spricht ja schließlich schon eine Weltsprache.

Also habe ich aus meinem Gehirn die letzten Brocken Schulfranzösisch gekramt und nach 9 Stunden waren doch ziemlich viele Worte wieder aufgetaucht.

Am Ende des Gesprächs mit internationaler Hand- und Fußsprache, kombiniert mit Brocken Schulfranzösisch und der Hilfe eines französisch-sprachigen Stewarts gab es kurz vor der Landung in Denver einen Adressaustausch verbunden mit einer Einladung nach Paris, so wir denn Frankreich mal besuchen sollten.

 

Die Landung war furchtbar schaukelig, da über der Hochebene von Denver Sturmböen herrschten.

(Unser erster Kontakt dieses Urlaubs mit dem Naturelement Wind, davon aber später mehr. - Anm. d. Verf.)

Mir war schlecht, meine Männer haben das deutlich besser überstanden.

 

Pass- und Zollkontrolle lief problemlos.

 

Meine Cousine Anja wartete schon in der Flughafenhalle.

Gepäck und uns selbst also zum Auto geschleppt und in gut einer Stunde waren wir in Colorado Springs bei Anjas und Richards Haus angekommen.

Herzlicher Empfang mit Pizza und Getränken und dann endlich ausstrecken und eine Mütze voll Schlaf bekommen.

 

Anfahrt auf die Wohnsiedlung unserer Verwandschaft in Colorado Springs, die Rocky Mountains im Hintergrund.

(Die Häuschen sehen schön massiv aus, sind "in Echt" aber nur aus verputzten Leichtbauelementen)

 

Barbara E.

Barbara Eggert
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Technik überlistet

Ich bin stolz wie Bolle, das erste Foto ist hochgeladen und das nach nur 1/2 Stunde Bastelei!

Ab jetzt geht's zügig weiter, versprochen.

Barbara E.

Barbara Eggert
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Tag 2 Outletcenter und Diner

Rocky Mountains, Colorado Springs

Tag 2

16.04.11

 

Jetlag lässt grüßen, die Nacht war kurz.

Dafür das Frühstück um so besser.

Anja hat für uns alle Register gezogen, leckersten Aufschnitt und Käse besorgt und frische Brötchen gekauft, die fast so knackig wie in Deutschland waren.

 

Danach Aufbruch ins Outletcenter eine ¾ Stunde von Colo Spgs entfernt, einen Tag lang Kreditkarte glühen lassen.

Das kriegen wir auch mit vom Jetlag schwindeligem Kopf hin.

Alle sind fündig geworden, alle zufrieden, alle kaputt.

Einkaufen ist harte Arbeit.

 

Ausblick unterwegs auf dem Weg zum oder vom Outletcenter in Colorado Springs.

 

Abends Essen im typisch amerikanischen Diner, Hamburger der besseren Qualität bekommen.

Mir schmeckt das trotzdem nicht, deswegen würde ich bestimmt nicht hierhin auswandern.

Auch das Ambiente konnte amerikanischer nicht sein.

Freundlicher Empfang durch die erste Dame, weiterleiten an den Tisch durch den Nächsten, Bedienung durch den Dritten.

Laute Musik im Hintergrund, noch lautere Gespräche rundherum und damit sich auch wirklich niemand beim Essen langweilen muss, standen auf jedem Tisch mobile Spielekonsolen.

Die enthielten nicht nur die Speisekarte,sondern tatsächlich auch Spiele.

Die Konsolen wurden von groß und klein eifrig genutzt.

90 Dollar für Fastfood in lauter Umgebung ausgegeben.

Das ist eine Erfahrung, die brauchen wir grad nicht nochmal.

Barbara E.

Barbara Eggert
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Tag 3 Baseball

Baseballfeld in Denver

 

Tag 3

17.04.11

Wieder herrlichstes Frühstück im Familienkreis.

Danach Rüsten für den Aufbruch, die nächste uramerikanische Erfahrung stand an:

Ein Baseballgame!

Von Deutschland aus hatten wir schon besprochen, dass wir am Sonntag nach Denver ins Coors-Field-Stadion zu den Colorado Rockies gegen die Chicago Cups wollten.

Karten hatte Richard schon besorgt.

Wir hatten Supersitzplätze mit vollem Überblick über das Stadion und das Basefield.

 

 

Die Regeln sind auf den ersten (und auch zweiten) Blick für den Europäer nicht durchschaubar.

Wen's interessiert siehe hier: http://www.chris-kraus.de/baseball.htm

 

 

Anmerkung für die Mädels unter uns:

Die Jungs in den knackigen Knickerbockern mit durchtrainierten Körpern waren schon lecker anzuschauen.

 

Das Spiel war ein 1.-Liga Spiel, trotzdem tat sich streckenweise fast nichts.

Damit es nicht so langweilig wird, wird das Publikum immer wieder mal aufgefordert, rhythmisch zu klatschen (Musik wird eingespielt) oder zu johlen („Get loud!“) oder die Rockies anzufeuern („Noise for Rockies!“)

Zu hören über Lautsprecher und zu lesen u.a. auf folgendem Display:

 

 

Inning 4-6 hatten Spielstand 0:0, aber ab dann gab's einen Homerun nach dem anderen für die Colorado Rockies, also „unser“ Team.

Wenn dann die Post abgeht, dann aber richtig, dann tobt das Stadion.

Alles springt von den Sitzen, schreit und feuert sein Team an.

 

Bemerkenswert für uns war die bunte Durchmischung des Publikums.

Fans sowohl von der einen als auch von der anderen Seite saßen einträchtig nebeneinander und man applaudiert auch für das gegnerische Team.

 

Überhaupt hatte man das Gefühl, eher auf einem kollektiven Sonntagsausflug zu sein, dem ein Baseballspiel angeschlossen ist.

Groß und Klein, Alt und Jung kommen zusammen. Familien mit Babies und Kleinkindern gab es ebenso, wie Rentner und Leute mit Rollstuhl und anderen Behinderungen.

Zwischendurch konnte man immer wieder „Volkswanderungen“ zum Getränkestand und zu den Essständen beobachten.

Das Beste für die Amerikaner laut Richard an so einem Spiel - neben dem Game an und für sich - ist das öffentliche Biertrinken, das ist hier nämlich erlaubt.

Bis Inning 7, ab dann gibt es keinen Ausschank mehr, was auch über Lautsprecher und Anzeigetafel verkündet wurde.

 

Die Bedienung in den Essständen wird übrigens von Ehrenamtlichen übernommen, der Reingewinn aus dem Verkauf der Speisen und Getränke wird einem guten Zweck gespendet.

In unserem Fall war das die Unterstützung von Förderklassen an örtlichen Schulen.

 

Spannend fanden wir auch die kollektiven Gesänge.

Nicht nur die Nationalhymne zu Beginn, nein auch nach dem 6. Inning wurde „God bless Amerika“ und noch ein anders Lied, dessen Titel mir entfallen ist, mit voller Inbrunst gesungen.

Undenkbar in Deutschland.

 

Stadiontypisch war die „Müllentsorgung“.

Mülleimer gab es auf dem ganzen Gelände nicht – nicht mal direkt neben den Essständen.

Jeder lässt seinen Müll einfach da liegen, wo er gerade steht und geht.

Nachher kommt dann ja ein Aufräumtrupp.

Dies Verhalten hatte zur Folge, dass leichte Materialien wie Servietten und Tüten durch den doch recht starken Wind immer wieder durchs Stadion gewirbelt wurden und auch der Spielablauf zwischendurch leicht behindert wurde.

Hat aber keinen groß gestört, scheint dazu zu gehören.

 

Gutgelaunt verließen wir das Stadion Richtung Colorado Springs, die Rockies hatten gewonnen.

Leider hat Richard beim Ausparken im dunklen Parkhaus eine Säule übersehen und in das gerade 2 Wochen alte „nägel-newe“ Auto einen dicken Kratzer gefahren.

Shit happens!

Anja hat es erstaunlich gelassen zur Kenntnis genommen und uns trotzdem mit einem „angedeutschten“ Dinner verwöhnt.

 

Satt und zufrieden fielen wir ins Bett, „hoffentlich wird die Nacht heute ein bisschen länger“.

 

Barbara E.

Hüsch
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Ich hätte Ihr Deutsch

Ich hätte Ihr Deutsch beigebracht. Im Übrigen ebenso eine Weltsprache. Wink

Ich bin mit dabei. Verfolge aufmerksam und bin gespannt wie ein Flitzebogen.

LG Simon

Liebe Grüße

Simon

Barbara Eggert
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Sprache und Erlernen ebendieser

Der Franzose an und für sich ist da nicht so flexibel, wie wir Deutschen.

Wird aber auch von staatswegen in Frankreich nicht so gefördert wie bei uns.

Für mich ist das prima, ich habe Spaß an Sprache.

HG

Barbara E.

Hüsch
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Ich habe mich zuletzt mit

Ich habe mich zuletzt mit drei Franzosen in drei verschiedenen Sprachen unterhalten.

War auch amüsant. Laughing

Viel "besser" sind wir Deutschen ja nun auch nicht, wenn wir mal ehrlich sind. Mit den
Franzosen sind wir uns da eigentlich recht ähnlich. Ausnahmen bestätigen aber wie
immer die Regel.

Lieben Gruß, Simon

Liebe Grüße

Simon

Barbara Eggert
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Tag 4 Sightseeing in Colorado Springs

Tag 4

18.04.11

 

Um 5.30 Uhr Ortszeit war die Nacht wieder vorbei.

 

Heute stand japaneese Hopping auf dem Programm.

Oder auch Sightseeing auf amerikanisch.

Also rein ins Auto und das Wichtigste in den Fotoapparat gebannt.

Schön ist, dass in Colorado Springs die Touristenattraktionen ziemlich nah bei einander liegen, so dass man wirklich viel an einem Tag „schaffen“ kann.

 So dann, auf geht's:

 

Zuerst sind wir mit der höchsten Zahnradbahn (s.o.) der Welt (so wurde es im Zug behauptet, ich hab's nicht überprüft), made in Switzerland, auf den Pikes Peak (4301m), einen der höchsten Berge Colorados, gefahren.

 

 

Die Fahrt hatte schon spektakuläre Ausblicke zu bieten und endete oben auf dem Gipfel mit im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubender Aussicht.

Nicht nur dass die Luft in dieser Höhe sowieso schon dünn ist, nein, es hatte auch noch Windböen zwischen 100 und 120 kmh, die einem das Atmen nahezu unmöglich machten.

Die Aussicht war aber genial.

 

 

Freie Sicht bis in die weiten Ebenen von Kansas.

Man meinte, gleich dahinten den Atlantik sehen zu können.

 

Mein Kreislauf fand das alles nicht so witzig, mir war schwindelig und auch ein bisschen übel, so dass ich den kurzen Aufenthalt von einer halben Stunde als absolut ausreichend empfunden habe.

Meine Männer haben das besser verkraftet, waren aber über die baldige Rückfahrt auch nicht traurig.

 

Unten wieder angekommen, war Anja schon da, um uns abzuholen und mit uns weiter zu den Cliff Dwellings, einer Pueblosiedlung der Hopi- bzw. Anazasi-Indianer, zu fahren.

 

Auf dem Weg dahin haben wir Richard und die Kinder bei Panera zwecks Aufnahme eines Mittagessens getroffen.

Panera ist eine Kette mit Organic Food (= Bioware), die sowohl Backwaren (gutes, essbares Brot, sogar mit ein paar Körnern drin) als auch Suppen, Sandwiches und Baguettes anbieten.

Very tasty, bezahlbar und macht obendrein auch noch für längere Zeit satt.

 

Auf dem Weg zum Auto noch ein kurzer Zwischenstopp in einem Laden mit neuen und gebrauchten Spielen für diverseste Spielekonsolen.

Wir hatten unserem Sohn versprochen, dass er sich neue Spiele zulegen darf.

Die gewünschten Exemplare waren schnell gefunden, ca. ½ - 2/3 billiger wie in Deutschland und funktionierten auch auf dem eigenen Apparat.

 

Danach also weiter zur Indianersiedlung.

Typisch touristisch aufgearbeitete Indianergeschichte, geschäftstüchtig eingebettet in einen Souvenirshop.

Die eigentliche Siedlung war begehbar restauriert, die Kinder fanden die Kletterei super und für die Erwachsenen wurde dadurch der Luxus heutigen Lebensstils doch recht anschaulich.

 

Nette Aktion soweit, muss man aber für 39 Dollar für 4 Personen nicht unbedingt gesehen haben.

 

Weiter zur nächsten – diesmal kostenlosen - Attraktion: Garden of the Gods.

 

Das ist eine Ansammlung von spektakulären roten Felsen, die sich, bedingt durch die doch schon recht fortgeschrittene Tageszeit, von ihrer fotogensten Seite zeigten.

 

Leider neigte sich der Tag schon soweit dem Ende zu, dass eine Wanderung und das damit verbundene Genießen der Landschaft einfach nicht mehr drin war.

Die Kinder fingen schon an zu nörgeln.

 

Also nur von den wichtigsten Aussichtspunkten Fotos gemacht und dann weiter.

 

 

 

Auf dieses Häuschen waren die Amerikaner aufgrund seines Alters besonders stolz.

Unser Haus ist von 1854 - hat uns also nicht wirklich beeindruckt.

 

Langsam hatten auch alle Hunger, geplant war ein Diner im 50er Jahre Look am anderen Ende der Stadt, den Anja und Richard toll finden.

 

Auf der Fahrt dorthin machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei einem VW-Händler, wo mein lieber Mann sich die amerikanischen Modelle anschauen wollte.

Noch keine 5 Minuten, nachdem wir den Ausstellungsplatz betreten hatten, kam ein älterer Verkäufer auf uns zu und wollte uns beraten.

 

Lustigerweise hieß der auch Jürgen, mit deutscher Mutter und amerikanischem Soldatenvater, 2. Weltkriegskind und hatte in den gut 30 Jahren, die er jetzt schon in den Staaten lebt, noch nie jemanden getroffen, der auch Jürgen heißt.

 

Flugs überreichte er uns seine Karte mit Emailadresse, mit der Bitte, ihm doch eine Mail aus „good old Germany“ zu schicken.

 

Leider gab es keine außergewöhnlichen VW-Modelle zu sehen, so dass wir nach 20 Minuten wieder weiter fuhren.

 

Anja und ich haben die Männer und Kinder beim Diner abgesetzt und sind dann weiter zu Fashion Bugs gefahren.

Das ist eine Damenbekleidungskette mit günstigen Preisen bei sehr guter Qualität.

Die T-Shirts von vor zwei Jahren trage ich immer noch, die sind noch fast wie neu.

Dort sind wir dann auch fündig geworden und nach knapp einer Stunde sind auch wir im Diner angekommen.

Die „Raubtiere“ waren schon satt, Anja und ich haben auch noch schnell eine Kleinigkeit gegessen und dann nix wie ab nach Hause, endlich relaxen.

 

Der Diner war übrigens wirklich „echt“ 50er Jahre mäßig gestylt, inklusive der Bedienung.

Das Essen war typisch amerikanisch, meine frittierten sauren Gurken waren aber ein Knaller, so was hatte ich vorher noch nicht gehabt.

 

Satt und zufrieden kamen wir nach einem mit Eindrücken vollgestopften Tag wieder in unserem Domizil an.

 

Mann, sind wir bekloppt, soviel an einem Tag zu machen!

Barbara E.