Zum Frühstück gibt es Blaubeer-Pancakes. Als ich die Milch in den Teig rühre, erschrecke ich – die ist braun??? Ich erkenne, dass mir beim Einkaufen ein Fauxpas passiert ist: Ich hatte die Milchpackungen des gleichen Herstellers gekauft und dachte nur, die Packung wäre braun statt schwarz, weil es eine 2-Liter-Packung statt einer 1-Liter-Packung ist. Tja, da habe ich wohl Kakao statt Milch gekauft!
Es gibt also nun Schoko-Pancakes und statt Kaffee „Mokka“.

Wir schauen uns nach dem Frühstück den Campground-Strand an. Der ist wirklich schön und großzügig. Direkt oberhalb des Strandes kann man Kajaks mieten und an diversen Strandaktivitäten teilnehmen.
Parc de Gros Cap & Beach

Erster Stopp heute Morgen ist die Apotheke gegenüber vom Krankenhaus. Der Gatte will schnell sein Antibiotikum abholen – aber so funktioniert das hier auf den Maddies nicht. Erst muss ein Apothekenangestellter ihm alles erklären und das Ganze prüfen, Dauer: ca. 1 Stunde. What????
Wir beschließen, heute Abend noch einmal vorbeizukommen.
Heute steht die Südinsel auf dem Programm. Eigentlich wollten wir das gestern schon machen, aber dann kam ja der Klinikbesuch dazwischen. Im Nachhinein war das ganz gut, dass wir nicht im Süden waren, denn gestern war Sonntag und es war überall rammelvoll. Heute haben wir evtl. eine Chance, mit dem Camper einen Parkplatz zu bekommen.
Unseren ersten Strandspaziergang machen wir am Strand mit dem – ebenfalls sehr vielversprechenden – Namen Plage de la Martinique. Der 13 km lange Strand ist riesig und verbindet die mittlere Insel mit der Südinsel. Der Strand ist hier sehr flach abfallend, was bei Familien mit Kindern sehr beliebt ist. Badewetter ist heute Morgen allerdings nicht wirklich. Es ist recht windig und frisch. Besonders witzig sind die kleinen Strandläufer / Vögel, die am liebsten in Gruppen am Strand hin und her flitzen und auf der Suche nach Futter im nassen Sand sind. Es ist sehr witzig mit anzusehen, wie sie mit dem Wasser den Strand vor und zurück flitzen und scheinbar nicht nass werden wollen.
Weiter geht's zum Plage du Cap, der quasi der letzte Zipfel des Plage de la Martinique ist. Einen optischen Unterschied erkennen wir allerdings kaum. Auch hier ist der Strand flach abfallend und endet in einer Art Bucht, bevor es am Ende des Strand weiter nach Havre Albert geht.
Es ist hier noch etwas windiger und neben Jetskis sehen wir hier auch Kitesurfer, die sich zum Surfen bereit machen.
Ich hätte mir in Havre-Aubert gerne das Museum „Musée de la Mer“ angeschaut, aber ausgerechnet heute hat es geschlossen. Schade. Dafür können wir auf dem Parkplatz parken, denn im Ort ist alles zugeparkt. Wir laufen um das Museum herum in den Museumsgarten, wo einige Ausstellungsstücke stehen. Der Gatte schaut durchs Museumsfenster, als plötzlich jemand die Tür öffnet. Ob es ein Angestellter ist, wissen wir nicht, aber er ist sehr nett, erklärt uns, dass heute leider geschlossen ist, und lässt mich sogar ein Bild vom Pottwalskelett machen, das im Museumseingang an der Decke hängt.
Vom Parkplatz aus laufen wir runter in die Bucht in den Ort Havre-Aubert bzw. La Grave. Der historische Ortskern ist ein bekannter Treffpunkt für Kunst, Handwerk, Cafés und Restaurants und gehört zur Vereinigung der schönsten Dörfer Québecs. Er ähnelt einer „Einkaufsstraße“. Wir schauen uns kurz den Hafen an, lesen einige der Infoschilder, die den historischen Hintergrund per Bild und Text erläutern und laufen zur Kieselsteinbucht gegenüber, von der ich gar nicht glauben kann, dass hier die Kiesel nicht hingeschüttet wurden, sondern tatsächlich natürlichen Ursprungs sind… verrückt.
Musée de la Mer
Havre-Aubert
Unser Ziel ist jetzt die Dune du Sandy Hook. Über eine schlaglochreiche Schotterpiste kommen wir bis zum Parkplatz an der Düne. Hier ist gut was los, wir erwischen den letzten RV-tauglichen Parkplatz und essen mit Aussicht auf Wiesen und Meer zu Mittag. Wir sehen, wie ein Traktor mit Anhänger Touristen auf die Strandzunge am Ende der Düne bringt. Strandzubehör, Stühle etc. liegen oben in der Treckerschaufel, im Anhänger sitzen die Urlauber. Wie witzig!
Nach dem Essen gehen wir an den Strand. Es ist heute bei Weitem nicht so warm wie gestern, aber nachdem wir durchs Wasser und über die Sandbänke gelaufen sind und dieses herrliche, klare Meerwasser vor uns haben, müssen wir uns einfach in die Badeklamotten werfen und schwimmen gehen.
So herrlich – wenn auch wirklich „frisch“, aber das musste einfach sein. So ein toller Strand!! Bisher mein Favorit.
Fun Fact: durch den unglaublich feinen Quarz Sand kommt es beim Laufen wieder zum "Quietschen" - quasi Quietschesand 😆 Wir haben jedenfalls sehr viel Spaß beim Laufen...
Nach der Abkühlung wollen wir zum Plage du 1er Étang, wo es auch Klippen und Steintore geben soll, aber wir scheitern an der Zufahrt. Die Straße ist zu schmal, wahrscheinlich ohne Wendemöglichkeiten – entlang der Straße ist ein Parken auch unmöglich, wir verzichten.
Weiter geht es zum Phare de l'Anse-à-la-Cabane, dem wohl schönsten Leuchtturm, den ich je gesehen habe. Auch die Umgebung – alles perfekt! Der Strand Plage de Jean-de-Calcuta unterhalb vom Leuchtturm sieht wirklich aus wie in der Karibik – es gibt sogar mutige junge Leute, die schwimmen und von den Klippen springen. Am Leuchtturm können wir für einen kurzen Fotostopp am Straßenrand stehen, die Schotterstraße entlang sehen wir noch ein paar Parkplätze, aber eher für Autos geeignet.
Leider ist auch am Plage de Jean-de-Calcuta das Parken mit dem RV unmöglich, wie wir bei der Weiterfahrt feststellen. Es gibt nur eine Handvoll Parkplätze, die nicht RV-geeignet sind; die meisten Autos parken am Straßenrand, für den unser RV zu breit ist. Also leider kein Abstecher an den Plage de Jean-de-Calcuta.
Mit dem Blick auf die Uhr – wir müssen gegen 17:30 Uhr in der Apotheke sein – fahren wir zum letzten Ort für heute: Plage de la Dune-de-l'Ouest.
Auch hier haben wir gerade noch Glück mit dem Parkplatz und erwischen die letzte Parklücke. Auch dieser Strand ist toll. Ich bin total verwundert über die vielen Kieselsteine hier – sieht aus, als würden sie nicht hierhergehören, sind aber absolut natürlich. Durch die Kiesel gibt es noch mehr Farbenspiele im Meer. Die Sandbänke sind zu verlockend: Wir ziehen die Schuhe aus und laufen über die Sandbänke. Es ist wirklich herrlich hier!
Wir schauen den Lenkdrache am Himmel eine Weile zu, die abenteuerliche Runden drehen, bis sie von Windböen erfasst werden und entweder am Strand oder auch im Meer landen. Zum Glück ist es überall auf der Sandbank flach 😅
Auch hier gibt es einen "großen roten Stuhl" ![]()
Das Meer ist auch hier unfassbar klar
Letzter Stopp ist die Apotheke. Die Einweisung durch den Apotheker, wie die Medikamente zu nehmen sind, und die Kontrolle des ärztlichen Rezepts dauern auch nur 45 Minuten. Dann gibt's ein Medikamentenröhrchen mit abgezählten Tabletten und wir können auf den Campground fahren. Heute haben wir Site 97, die aber irgendwie die einzige Site ist, die links und rechts keinen Blick und nur Nachbarn hat. Schade… aber ich hatte ja nicht wirklich die Wahl, da ja zum Zeitpunkt der Buchung vor einem Jahr keine andere Site mehr verfügbar war. Da es mittlerweile sehr windig und frisch ist, essen wir im Camper und machen nochmal einen schnellen Spaziergang zum Campground-Strand, wo viele kleine Wellen an den Strand rollen. Gestern war das Meer hier spiegelglatt. Um draußen zu sitzen, ist es zu windig, von daher nicht schlimm, dass wir heute die wenig reizvolle Site erwischt haben. Nach dem Spaziergang fallen wir ins Bett. Der Wecker klingelt morgen sehr, sehr früh...
Parc de Gros Cap - Campground
Spaziergang über den Campground zum kleinen Strand am Parkeingang an der Kitelagune und zum großen Strand (auf den wir von unserer Klippe schauen)
Für die Statistik:
• Gefahren: 89 km
• Gelaufen: 13.579 Schritte
• Wetter: Sonne satt, bis 20 Grad (gefühlt deutlich wärmer)
• Unterkunft: Parc de Gros Cap, Site 97 (46 CAD / unserviced)
Weitere Bilder und Videos im Blog:
(schaut euch bei der Dune du Sandy Hook unbedingt das Video mit dem Quietschesand an
)
Parc de Gros Cap & Erkunden der Südinsel
Plage de la Martinique - 13 km feinster Sandstrand
Musée de la Mer, Havre-Aubert und La Grave
Dune du Sandy Hook & Planschen im kühlen Nass
Leuchtturm Phare de l'Anse-à-la-Cabane & Plage
Der letzte Abend auf den "Maddies"























































